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    <title>trueten.de - Antirassismus</title>
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    <description>»Es ist besser stehend zu sterben als auf Knien zu leben.« Emiliano Zapata Salazar</description>
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    <pubDate>Tue, 11 Aug 2026 09:36:55 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: trueten.de - Antirassismus - »Es ist besser stehend zu sterben als auf Knien zu leben.« Emiliano Zapata Salazar</title>
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<item>
    <title>„Dunkelheit, Flammen, Schreie“: Palästinensisches Dorf von israelischen Siedlern terrorisiert</title>
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            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antifa</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
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            <category>Grundrechte</category>
            <category>International</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Kapitalistische Barbarei</category>
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            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
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            <category>Staatsterrorismus</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bei einem n&amp;auml;chtlichen Pogrom durch Dutzende Siedler wurden im abgelegenen Dorf Tuba im Westjordanland Bewohner verletzt, H&amp;auml;user niedergebrannt und Solaranlagen zerst&amp;ouml;rt.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9686-1200x802.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/164A9686-1200x802.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=699,width=1039,top=738,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5275 --&gt;&lt;img alt=&quot;Zwei verbrannte Stofftierchen liegen auf dem Boden&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9686-1200x802.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Verbranntes Kinderspielzeug nach einem Pogrom durch israelische Siedler im pal&amp;auml;stinensischen Dorf Tuba, Masafer Yatta, im besetzten Westjordanland, 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Die WhatsApp-Nachricht kam am Mittwoch um 21:50 Uhr an. Es war ein verzweifelter Hilferuf von Hamza Abu Jundiya, einem 22-J&amp;auml;hrigen aus dem Dorf Tuba in Masafer Yatta: &amp;bdquo;Die Siedler z&amp;uuml;nden die H&amp;auml;user an.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um 22:11 Uhr folgte eine weitere Nachricht: &amp;bdquo;Schickt Krankenwagen und Feuerwehr. Es gibt verletzte Kinder und H&amp;auml;user brennen.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese wenigen Worte fassten den Schrecken zusammen, der sich in dieser Nacht in dem kleinen Dorf am s&amp;uuml;dlichen Rand des besetzten Westjordanlands abspielte. Es war schon zuvor Ziel von &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/settler-violence-south-hebron-hills-fire/&quot;&gt;&lt;u&gt;Brandanschl&amp;auml;gen durch israelische Siedler&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; gewesen, doch diesmal schien es sich um ein ganz anderes Ausma&amp;szlig; zu handeln.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach Tuba zu gelangen ist nie einfach. Die unbefestigte Stra&amp;szlig;e, die zum Dorf f&amp;uuml;hrt, ist durch die Winterregenf&amp;auml;lle besch&amp;auml;digt und ausgewaschen, weil es den Pal&amp;auml;stinensern verboten ist, sie zu reparieren; jede solche Ma&amp;szlig;nahme w&amp;uuml;rde in einem Gebiet, in dem Baugenehmigungen unm&amp;ouml;glich zu bekommen sind, als &amp;bdquo;illegaler Bau&amp;ldquo; gelten. Im besten Fall dauert die Fahrt etwa 30 Minuten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von meinem eigenen Dorf At-Tuwani aus dauerte es fr&amp;uuml;her nur f&amp;uuml;nf bis zehn Minuten. Doch die Errichtung des Au&amp;szlig;enpostens Havat Ma&amp;rsquo;on und der Siedlung Ma&amp;rsquo;on hat uns den direkten Zugang zur Stra&amp;szlig;e abgeschnitten, sodass Tuba immer mehr isoliert wird, sobald es zu Gewaltausbr&amp;uuml;chen kommt.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/163A9049.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/163A9049.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=698,width=1039,top=738.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5274 --&gt;&lt;img alt=&quot;Ein Blick auf das palästinensische Dorf Tuba im Vordergrund, im Hintergrund die Siedlung Havat Ma’on, Masafer Yatta, besetztes Westjordanland, 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/163A9049.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Ein Blick auf das pal&amp;auml;stinensische Dorf Tuba im Vordergrund, im Hintergrund die Siedlung Havat Ma&amp;rsquo;on, Masafer Yatta, besetztes Westjordanland, 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die Familien, die in dieser Nacht in ihren H&amp;auml;usern gefangen waren, kam jede Minute einem Ewigkeit vor. Rana Maghnam, 37, sa&amp;szlig; mit ihrer 7-j&amp;auml;hrigen Stieftochter Razan im G&amp;auml;stezimmer, als der Angriff begann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bdquo;Ich schaute aus dem Fenster und sah eine Gruppe von Siedlern den H&amp;uuml;gel hinunterrennen&amp;ldquo;, erz&amp;auml;hlte sie. &amp;bdquo;Ich trat nach drau&amp;szlig;en, und der erste Siedler, der unser Haus erreichte, kam direkt auf uns zu. Er hatte einen Stock dabei und fing sofort an, auf mich einzuschlagen, w&amp;auml;hrend sich die M&amp;auml;dchen hinter mir versteckten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bdquo;Wir rannten in ein anderes Zimmer, um uns zu sch&amp;uuml;tzen, aber der Siedler folgte uns&amp;ldquo;, fuhr Maghnam fort. &amp;bdquo;Razan wurde von einem Stein getroffen, der von drau&amp;szlig;en ins Haus geworfen wurde und sie an der Nase und der Oberlippe traf. Dann holte der Siedler uns wieder ein und schlug mir auf den Kopf und den Arm.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Durch den Angriff erlitt Maghnam gebrochene Finger an ihrer rechten Hand und eine tiefe Kopfwunde, die mit acht Stichen gen&amp;auml;ht werden musste. Sie wurde in ein Krankenhaus in der n&amp;auml;chstgelegenen Stadt Yatta gebracht, wo sie not&amp;auml;rztlich versorgt wurde. Doch auch lange nachdem die Wunden gen&amp;auml;ht worden waren, lie&amp;szlig;en sich die Erinnerungen an diese Nacht nicht ausl&amp;ouml;schen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es f&amp;auml;llt ihr immer noch schwer, die Angst zu beschreiben, die sie empfand, als Dutzende israelischer Siedler in ihr Dorf einfielen. &amp;bdquo;Es war eine schreckliche Nacht. &amp;Uuml;berall hallten Schreie, Weinen, das Ger&amp;auml;usch von Schl&amp;auml;gen und zerbrechendem Glas wider. Flammen schlugen aus dem [G&amp;auml;ste-]Zimmer, in dem wir gesessen hatten, und Rauch drang in den Raum, in dem wir uns versteckt hatten, nachdem sie die St&amp;uuml;hle, Sofas und Holzm&amp;ouml;bel vor dem Haus in Brand gesteckt hatten.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width:100%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9652.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/164A9652.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=698,width=1039,top=738.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5273 --&gt;&lt;img alt=&quot;Verbrannte Möbel vor einem Haus nach einem Pogrom durch israelische Siedler im palästinensischen Dorf Tuba, Masafer Yatta, im besetzten Westjordanland, 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9652.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Verbrannte M&amp;ouml;bel vor einem Haus nach einem Pogrom durch israelische Siedler im pal&amp;auml;stinensischen Dorf Tuba, Masafer Yatta, im besetzten Westjordanland, 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Als es endlich hell wurde, zeigte sich das ganze Ausma&amp;szlig; der Zerst&amp;ouml;rung: Drei H&amp;auml;user waren bis zur Unkenntlichkeit niedergebrannt. Das Stromnetz des Dorfes wurde durch die Br&amp;auml;nde schwer besch&amp;auml;digt, und die Siedler hatten etwa zwei Dutzend der Solarmodule des Dorfes zertr&amp;uuml;mmert. F&amp;uuml;nf Bewohner, darunter drei Kinder, wurden verletzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf ihrem Weg aus dem Dorf hatten die Siedler die Worte &amp;bdquo;1:0 f&amp;uuml;r die Juden&amp;ldquo; auf Hebr&amp;auml;isch auf den Schafstall einer Familie gespr&amp;uuml;ht &amp;ndash; eine Botschaft, die die Bewohner nicht nur als Vandalismus, sondern als Jubelfeier &amp;uuml;ber ihr Leid empfanden.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;b&gt;&amp;bdquo;Sie haben das Haus in Brand gesteckt, w&amp;auml;hrend ich noch drinnen war&amp;ldquo;&lt;/b&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Am n&amp;auml;chsten Morgen war in einem der ausgebrannten H&amp;auml;user alles schwarz geworden. Geschmolzene Stromkabel hingen von der Decke. Der Boden war mit Asche bedeckt. Der K&amp;uuml;hlschrank war nur noch ein verbogenes Metallgerippe. Selbst 15 Stunden nach dem Brand war der Rauchgeruch so &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigend, dass das Atmen schwerfiel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die 17-j&amp;auml;hrige Sujood Mahmoud Awad stand in den &amp;Uuml;berresten des Hauses ihrer Familie und beschrieb, was sie in der Nacht zuvor miterlebt hatte. &amp;bdquo;Ich sa&amp;szlig; im Haus, als ich drau&amp;szlig;en Ger&amp;auml;usche h&amp;ouml;rte. Ich schaute auf und sah, wie Siedler Steine gegen die Fenster warfen. Ich rannte ins Badezimmer und versteckte mich. Ich rief meinen Vater, der im Nebenzimmer schlief.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bdquo;Mein Bruder Joud, der 11 Jahre alt ist, schlief in seinem Zimmer. Ein Siedler packte ihn am Hals, w&amp;uuml;rgte ihn und warf ihn nach drau&amp;szlig;en.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bdquo;Sie kamen zur&amp;uuml;ck ins Haus. Ich konnte h&amp;ouml;ren, wie Sachen zerst&amp;ouml;rt wurden. Sie warfen den K&amp;uuml;hlschrank und die Waschmaschine auf den Boden und steckten dann das Haus in Brand, w&amp;auml;hrend ich noch drinnen war und vor Angst zitterte.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9772.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/164A9772.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=698,width=1039,top=738.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5272 --&gt;&lt;img alt=&quot;Anwohner begutachten die Brandschäden an ihren Häusern nach einem Pogrom durch israelische Siedler im palästinensischen Dorf Tuba in Masafer Yatta im besetzten Westjordanland am 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9772.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Ein Mann steht mit seiner kleinen Tochter in einem ausgebrannten Raum und begutachtet die Brandsch&amp;auml;den nach einem Pogrom durch israelische Siedler im pal&amp;auml;stinensischen Dorf Tuba in Masafer Yatta im besetzten Westjordanland am 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;In diesem Moment war sie sich nicht sicher, ob sie das jemals lebend &amp;uuml;berstehen w&amp;uuml;rde. &amp;bdquo;Ein Siedler fing an, gegen die Badezimmert&amp;uuml;r zu schlagen. Die T&amp;uuml;r schlug mir ins Gesicht und ich fiel zu Boden. Als die Siedler endlich gingen, f&amp;uuml;llte dichter Rauch das Haus. Das Feuer breitete sich rasend schnell von Zimmer zu Zimmer aus. Ich rannte voller Angst nach drau&amp;szlig;en, konnte aber kaum atmen. Wegen des Rauchs brach ich vor dem Haus zusammen.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ihr Vater, Mahmoud Awad, erwachte zu dem, was er als den schlimmsten Albtraum aller Eltern beschreibt. &amp;bdquo;Unser Haus brannte, ebenso wie das Haus meines Bruders Mohammad, zwei Heulager und ein Zelt, das wir als Abstellraum nutzten. Ich eilte los, um meine Kinder zu suchen. Ich hatte drei Feuerl&amp;ouml;scher, aber zwei davon funktionierten nicht. Ich habe alles versucht, um das Feuer zu l&amp;ouml;schen, aber es gelang mir nicht. Wir haben nicht die Feuerl&amp;ouml;schausr&amp;uuml;stung, die wir brauchen.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er sah hilflos zu, wie das Dorf von der Dunkelheit verschlungen wurde. &amp;bdquo;Der Strom fiel aus, und das Dorf wurde v&amp;ouml;llig dunkel. Es gab nur Rauch, Flammen, Weinen und Schreien. Wir standen da und konnten das Feuer nicht aufhalten, w&amp;auml;hrend wir zusehen mussten, wie es unsere H&amp;auml;user verschlang und alles darin zerst&amp;ouml;rte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bdquo;Ich rannte st&amp;auml;ndig mit Wasserbeh&amp;auml;ltern hin und her und versuchte, die Flammen zu l&amp;ouml;schen, aber jedes Mal, wenn ich n&amp;auml;her kam, w&amp;uuml;rgte mich der Rauch und ich musste mich zur&amp;uuml;ckziehen&amp;ldquo;, fuhr er fort. &amp;bdquo;Es blieb nichts &amp;uuml;brig au&amp;szlig;er Steinen und verbogenem Metall.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alles, was die Familie besa&amp;szlig;, verschwand innerhalb weniger Minuten. &amp;bdquo;Das Essen, die M&amp;ouml;bel, die Matratzen, die Decken &amp;ndash; alles war weg.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;&lt;b&gt;&amp;bdquo;Sie haben &amp;Uuml;berwachungskameras, Flutlichter und unser Badezimmer zertr&amp;uuml;mmert&amp;ldquo;&lt;/b&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Hamza, dessen Nachricht mich in jener Nacht erstmals auf den Angriff aufmerksam gemacht hatte, sagte, nachdem die Siedler das Haus seines Cousins Radwan in Brand gesteckt hatten, seien sie auf das Haus seiner Familie zugegangen.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9572.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/164A9572.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=698,width=1039,top=738.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5271 --&gt;&lt;img alt=&quot;Beschädigte Solarmodule nach einem Pogrom durch israelische Siedler im palästinensischen Dorf Tuba, Masafer Yatta, im besetzten Westjordanland, 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9572.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Besch&amp;auml;digte Solarmodule nach einem Pogrom durch israelische Siedler im pal&amp;auml;stinensischen Dorf Tuba, Masafer Yatta, im besetzten Westjordanland, 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&amp;bdquo;Einer der Siedler trug zwei Flaschen mit brennbarer Fl&amp;uuml;ssigkeit bei sich. Meine Mutter, meine Schwestern und die Kinder rannten ins Haus und versteckten sich. Mein Vater, mein Bruder und ich blieben drau&amp;szlig;en, um unser Haus zu verteidigen. Wir konnten sie davon abhalten, es in Brand zu setzen, aber sie bewarfen mich mit Steinen in die Hand und in den R&amp;uuml;cken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bdquo;Sie haben drei &amp;Uuml;berwachungskameras, die Flutlichter rund um das Haus und unser Au&amp;szlig;enbad zerst&amp;ouml;rt&amp;ldquo;, fuhr er fort. &amp;bdquo;Au&amp;szlig;erdem haben sie die Fenster zerschlagen, um ins Haus einzubrechen. Meine Mutter wurde von Glassplittern im Gesicht getroffen.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als sich immer mehr Dorfbewohner versammelten und zum Haus eilten, um bei der Verteidigung zu helfen, zogen sich die Siedler schlie&amp;szlig;lich in Richtung des nahegelegenen Au&amp;szlig;enpostens Havat Ma&amp;rsquo;on zur&amp;uuml;ck, der nur wenige Minuten von Tuba entfernt liegt. Es ist derselbe Au&amp;szlig;enposten, von dem aus &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israeli-settler-pogrom-tuwani-arson/&quot;&gt;&lt;u&gt;vor kurzem Dutzende Siedler mein eigenes Dorf&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; At-Tuwani angegriffen haben: Sie steckten die Moschee sowie H&amp;auml;user und Autos in Brand, zerschlugen Fenster und spr&amp;uuml;hten &amp;bdquo;Rache&amp;ldquo; an die W&amp;auml;nde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Junge M&amp;auml;nner und Freiwillige aus benachbarten D&amp;ouml;rfern eilten herbei, um bei der L&amp;ouml;schung der Br&amp;auml;nde zu helfen, noch bevor die Rettungskr&amp;auml;fte eintreffen konnten; wegen des Zustands der Stra&amp;szlig;e erreichten die Krankenwagen Tuba erst fast eine Stunde nach Beginn des Angriffs. Dichter Rauch h&amp;uuml;llte das Dorf ein, w&amp;auml;hrend die Bewohner mit Taschenlampen durch die Dunkelheit eilten, nach &amp;Uuml;berlebenden suchten, den Verletzten halfen und verzweifelt versuchten, zu retten, was noch &amp;uuml;brig war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die israelische Polizei traf etwa 40 Minuten nach Beginn des Angriffs ein und n&amp;auml;herte sich aus Richtung Havat Ma&amp;rsquo;on. Israelische Soldaten, die f&amp;uuml;r die Sicherheit in diesem Teil des Westjordanlands zust&amp;auml;ndig sind, trafen erst mehr als eine Stunde nach Beginn des Angriffs ein.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100§&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9849.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/164A9849.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=698,width=1039,top=738.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5270 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Foto zeigt einen alten Mann in einem ausgebrannten Zimmer&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/164A9849.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Ein alter Anwohner begutachtet die Brandsch&amp;auml;den an seinem Haus nach einem Pogrom durch israelische Siedler im pal&amp;auml;stinensischen Dorf Tuba in Masafer Yatta im besetzten Westjordanland am 6. August 2026. (Mosab Shawer/Activestills)&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Die Bewohner berichten, dass die Polizei von einem abgebrannten Geb&amp;auml;ude zum n&amp;auml;chsten ging, Fotos machte und Videos aufnahm &amp;ndash; Routineverfahren, die ihrer Erfahrung nach selten zur strafrechtlichen Verfolgung der Angreifer f&amp;uuml;hren. Unterdessen verhielten sich die Soldaten den Dorfbewohnern gegen&amp;uuml;ber offen feindselig. Sie drohten den Bewohnern mit Festnahme und gingen mit auf Zivilisten gerichteten Waffen durch die ausgebrannten H&amp;auml;user.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn die Polizei wirklich daran interessiert w&amp;auml;re, die Verantwortlichen zu identifizieren, w&amp;uuml;sste sie genau, wo sie suchen m&amp;uuml;sste. Die Siedler kamen aus dem nahegelegenen Au&amp;szlig;enposten und der Siedlung &amp;ndash; Orte, die mit einigen der modernsten &amp;Uuml;berwachungskameras in der Gegend ausgestattet sind. Doch die Bewohner haben keine Hoffnung, dass ihre Angreifer zur Rechenschaft gezogen werden; stattdessen m&amp;uuml;ssen sie sich auf das n&amp;auml;chste Pogrom vorbereiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Freitagnachmittag waren bereits drei Siedler aus Havat Ma&amp;rsquo;on wieder im Dorf und bel&amp;auml;stigten die Bewohner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Angriffe f&amp;uuml;gen den betroffenen Gemeinden nicht nur tiefgreifenden physischen und psychischen Schaden zu, sondern verursachen auch eine immense finanzielle Belastung, die selten ausgeglichen wird. Familien, deren H&amp;auml;user, Fahrzeuge und pers&amp;ouml;nliches Eigentum verbrannt oder zerst&amp;ouml;rt wurden, m&amp;uuml;ssen verheerende Verluste hinnehmen, die oft ihre Ersparnisse und den Besitz eines ganzen Lebens zunichte machen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Wiederaufbau eines Hauses, der Ersatz lebenswichtiger Gegenst&amp;auml;nde und die Wiederherstellung auch nur eines grundlegenden Gef&amp;uuml;hls der Normalit&amp;auml;t erfordern Ressourcen, &amp;uuml;ber die die meisten betroffenen Familien einfach nicht verf&amp;uuml;gen. Infolgedessen hinterlassen diese Angriffe langanhaltende humanit&amp;auml;re, wirtschaftliche und soziale Folgen, die ganze Gemeinden noch lange nach dem Ende der Gewalt beeintr&amp;auml;chtigen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Erkl&amp;auml;rung der israelischen Polizei best&amp;auml;tigte, dass &amp;bdquo;Ermittler der Polizeistation Hebron und kriminaltechnische Ermittler der israelischen Polizei zum Tatort entsandt wurden&amp;ldquo; und &amp;bdquo;mit der Sicherung von Beweismitteln, kriminaltechnischen Befunden und Zeugenaussagen begonnen haben&amp;ldquo;. Das +972 Magazine fragte, was die Polizei unternimmt, um Angriffe von Siedlern auf pal&amp;auml;stinensische D&amp;ouml;rfer in dieser Gegend zu verhindern, und ein Sprecher antwortete, dass &amp;bdquo;die Verantwortung f&amp;uuml;r die Verhinderung und die Reaktion auf Vorf&amp;auml;lle in den Zonen A und B bei der IDF liegt&amp;ldquo; &amp;ndash; doch Tuba und die benachbarten pal&amp;auml;stinensischen D&amp;ouml;rfer von Masafer Yatta liegen in Zone C.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;+972 hat auch die israelische Armee um eine Stellungnahme gebeten; deren Antwort wird hinzugef&amp;uuml;gt, sobald sie eingeht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Basel Adra ist Aktivist, Journalist und Fotograf aus dem Dorf At-Tuwani in den s&amp;uuml;dlichen Hebron-H&amp;uuml;geln.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle:&amp;#160; &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/tuba-pogrom-israeli-settlers-masafer-yatta&quot;&gt;&amp;lsquo;Darkness, flames, screaming&amp;rsquo;: Palestinian village terrorized by Israeli settlers&lt;/a&gt;&amp;#160;von Basel Adra in +972magazine, 7. August 2026&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fotos:&amp;#160;Mosab Shawer/Activestills (Verwendung mit freundlicher Genehmigung durch ActiveStills)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;Uuml;bersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 10 Aug 2026 19:01:00 +0200</pubDate>
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    <title>Von Trauer zu Wut zu Widerstand</title>
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    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2304p1.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2304p1.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=814,width=1076,top=680.5,left=1389.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5269 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Foto von © Sabine Scheffer zeigt die Demo, Dabei hält eine ansonsten nicht sichtbare Person eine Schwarze Tafel mit dem weißen Text: &amp;quot;Wir bleiben laut&amp;quot; im Hintergrund ist eine weitere Tafel mit dem Text &amp;quot;CDU Fresse halten Eure Politik gefährdet queere Leben&amp;quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2304p1.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: &amp;copy; Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Nach dem Anschlag auf den CSD gingen am Sonntag 3000 Menschen gemeinsam f&amp;uuml;r Solidarit&amp;auml;t und Selbstorganisierung auf die Strasse.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu den &lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/von-trauer-zu-wut-zu-widerstand/&quot;&gt;Fotos beim Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nach dem LGBTI+ feindlichen Angriff auf den CSD Berlin, haben b&amp;uuml;rgerliche Presse und Politik nicht lang auf sich warten lassen, eine rassistische Hetzkampagne zu starten. Diesen schrecklichen Angriff und ihre Spaltungsversuche wollen wir nicht unbeantwortet lassen!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Lieferwagen rast in die Menschenmenge. Bei der Berliner Pride-Parade wurden &amp;uuml;ber ein Dutzend Menschen schwer verletzt, eine Frau wurde ermordet. Diese Nachricht hat uns alle ersch&amp;uuml;ttert. Dieser Angriff ist Teil der eskalierenden Gewalt gegen LGBTI+ in den letzten Jahren: Hunderte von Faschisten mobilisieren gegen Pride-Paraden und ver&amp;uuml;ben k&amp;ouml;rperliche &amp;Uuml;bergriffe &amp;ndash; und nun: ein Angriff auf eine der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Pride-Paraden Europas. Die Regierung sch&amp;uuml;rt diese Hetze noch weiter; vor ein paar Jahren schwenkten sie noch Regenbogenfahnen, und jetzt wird das Stadtbild angeblich &amp;bdquo;zu vielf&amp;auml;ltig&amp;ldquo; f&amp;uuml;r sie?! Die Gewalt gegen uns ist systemisch.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wir sehen bereits, wie reaktion&amp;auml;re Medien polizeiliche Durchsuchungsbefehle instrumentalisieren, um religi&amp;ouml;se Gemeinschaften und Migrant*innen zu stigmatisieren. Diese hasserf&amp;uuml;llte Hetze ist Teil einer Faschisierung, die seit Jahren gegen LGBTI+-Personen und Migrant*innen gerichtet ist. Trans-Personen wird ihre blo&amp;szlig;e Existenz abgesprochen, und Migrant*innen werden von der Polizei am helllichten Tag schikaniert und sogar ermordet. Wir gedenken Lorenz A., Ella und Malte C.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Lasst uns gemeinsam am Sonntag die Stra&amp;szlig;en nehmen, von Trauer, zu Wut, zu Widerstand!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;(aus:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/p/DbQ9E9BjBJQ/&quot; rel=&quot;noopener&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Aufruf zur Demonstration&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Ereignisse zu diesem Thema&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/trauer-und-wut-nach-anschlag-auf-den-csd/&quot;&gt;Trauer und Wut nach Anschlag auf den CSD&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/drag-march-2026/&quot;&gt;Drag* March 2026&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/dyke-march-2026/&quot;&gt;Dyke* March 2026&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Aug 2026 16:49:00 +0200</pubDate>
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    <title>Protestauftakt gegen Wahlkampf der AFD</title>
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            <category>And Justice for all</category>
            <category>AntiAtom</category>
            <category>Antifa</category>
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            <category>Bürgergeld</category>
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            <category>Rente</category>
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    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2302y.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2302y.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=680,left=1320,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5267 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Foto von © Björn Obmann zeigt eine Hand, die eine Tafel mit dem Text &amp;quot;Braune Flaschen gehören in den Altglascontainer und nicht ins Parlament&amp;quot; daneben eine gemalte Flasche mit dem Etikett &amp;quot;FcK AfD&amp;quot; hält. Dahinter sind unscharf die Teilnehmer der Protestkundgebung zu sehen.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2302y.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: &amp;copy; Bj&amp;ouml;rn Obmann via Umbruch Bildarchiv&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Mehrere Hundert Menschen protestierten mit einer kurzfristig organisierten Kundgebung und einem Konzert am Eastgate in Marzahn gegen einen sp&amp;auml;rlich besuchten Wahlkampfauftakt der AfD. Beide Kundgebungen waren nur rund 50 Meter entfernt und durch einen Polizeikordon getrennt. Bei der Gegendemo spielte u.a. Kafvka, um den Protest zu unterst&amp;uuml;tzen. Mit einer riesigen Regenbogenfahne forderten die Demonstrant*innen Schutz queerer Menschen und solidarisierten sich mit LGBTQIA+. In weiteren Redebeitr&amp;auml;gen machten Marzahner Aktivist*innen auf die Situation im Kiez aufmerksam und das New Casa lud zu zahlreichen Veranstaltungen ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu den &lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/protest-gegen-wahlkampfauftakt-der-afd/&quot;&gt;Fotos beim Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://taz.de/Wahlkampfbeginn-der-AfD-Berlin/!6201036/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rap gegen Schlager (taz, 1.8.2026)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 16:25:00 +0200</pubDate>
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    <title>k9 » größenwahn » politischer fiimabend: Die Halbstarken</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14326-k9-groessenwahn-politischer-fiimabend-Die-Halbstarken.html</link>
            <category>Antifa</category>
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            <category>Feminismus</category>
            <category>Film</category>
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            <category>Freiräume</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/DieHalbstarken.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/DieHalbstarken.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=866,width=605,top=654.5,left=1625,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5261 --&gt;&lt;img alt=&quot;Der Flyer zum Filmabend zeigt neben den Angaben zum Film in Kurzfassung ein verfremdetes Foto einer Kinoreklametafel mit dem historischen Filmplakat mit Karin Baal und Host Buchholz. Der Flyer ist Blutrot mit schwarzem Kontrast gehalten&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/DieHalbstarken.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Halbstarken&quot;&gt;&amp;bdquo;Die Halbstarken&amp;ldquo;&lt;/a&gt; skizziert den gesellschaftlichen Konflikt zwischen der kleinb&amp;uuml;rgerlichen Welt der spie&amp;szlig;igen Adenauer-Gesellschaft, sowie den an US-amerikanischen Vorbildern orientierten Jugendlichen aus Rock&amp;acute;n&amp;acute;Roll, neuen Klamotten etc. Alles was provokant wirken mu&amp;szlig;te, war beliebt und gegen die restriktiven Forderungen und preu&amp;szlig;ischen Ideale wie gegen jede Ordnung, Disziplin, bedingungslose Unterordnung unter Autorit&amp;auml;ten, der &amp;quot;Alten&amp;quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;quot;Halbstarke&amp;quot; wurden in der BRD ab der 1950er Jahre fast &amp;uuml;berwiegend nur m&amp;auml;nnliche Jugendliche aus der Arbeiterklasse bezeichnet, die durch ihr provokantes Verhalten, Lederjacken, Jeans, aufgemotzte Mopeds und besonders Rock&amp;#39;n&amp;#39;Roll gegen die b&amp;uuml;rgerliche Normen rebellierten. Ihre Krawalle pr&amp;auml;gten da&amp;#160;ein neues, subkulturelles Jugendbild. Eine neue, von &amp;quot;Alten&amp;quot; als &amp;quot;verdorben&amp;quot; oder &amp;quot;Rowdy&amp;quot; wahrgenommene Generation. W&amp;auml;hrend die post-nationalsozialistische westdeutsche Filmindustrie Produktionen wie &amp;quot;Hunde, wollt ihr ewig leben&amp;quot;, &amp;quot;Division Brandenburg&amp;quot; oder &amp;quot;So war der deutsche Landser&amp;quot; auf den&amp;#160;Markt bringt, st&amp;uuml;rmen die Jugendlichen in Filme mit amerikanischen Rebellen wie Marlon Brando (&amp;quot;Der Wilde&amp;quot;, 1953, &amp;quot;Die Faust im Nacken&amp;quot;1954, James Dean, &amp;quot;... denn sie wissen nicht, was sie tun&amp;quot;1955, &amp;quot;Jenseits von Eden&amp;quot; 1955, &amp;quot;Giganten&amp;quot;, 1956) Der Film ist lediglich ein kleiner Einblick, mit Ausschnitten in den westdeutschen/westberliner Nachkriegsalltag, mit rebellierenden jugendlichen gegen Zucht, Ordnung+Spie&amp;szlig;igkeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Film wurde im Juli und August 1956 in Westberlin gedreht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schwarzwei&amp;szlig;film von Georg Tressler, 92 Minuten&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;combatiente zeigt geschichtsbewu&amp;szlig;t:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;revolucion mu&amp;szlig; sein!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;filme aus aktivem widerstand &amp;amp; revolution&amp;auml;ren k&amp;auml;mpfen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
kinzigstra&amp;szlig;e 9 &amp;laquo; 10247 berlin + U5 samariterstra&amp;szlig;e + S frankfurter allee&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 01 Aug 2026 13:11:00 +0200</pubDate>
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    <category>georg tressler</category>
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    <title>Ein „Roter Schrecken“, der groß genug ist für uns alle oder: Man muss nicht mal ein „Roter“ sein, um den Faschisten Angst einzujagen</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14317-Ein-Roter-Schrecken,-der-gross-genug-ist-fuer-uns-alle-oder-Man-muss-nicht-mal-ein-Roter-sein,-um-den-Faschisten-Angst-einzujagen.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Ich glaube, die Leute missverstehen dieses ber&amp;uuml;hmte Anti-Nazi-Gedicht &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/First_They_Came&quot;&gt;&lt;u&gt;&amp;bdquo;Zuerst kamen sie&amp;ldquo;&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;, das auf den Schriften des konservativen lutherischen Pastors Martin Niem&amp;ouml;ller basiert. Du kennst es sicher: Zuerst kamen sie f&amp;uuml;r die Kommunisten, und ich habe nichts gesagt, weil ich kein Kommunist war. Dann holten sie die Juden, die Sozialdemokraten, die Gewerkschafter. Als sie mich holten, war niemand mehr da, der seine Stimme erhob.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich glaube, dieses Gedicht ist vielleicht das einflussreichste Schriftst&amp;uuml;ck des 20. Jahrhunderts, zumindest was seine Auswirkungen auf die Weltpolitik angeht. Wenn ich mit Leuten &amp;uuml;ber antifaschistische Organisation spreche und sage:&lt;em&gt; &amp;bdquo;Du wei&amp;szlig;t schon, das Gedicht&amp;ldquo;&lt;/em&gt;, wissen die Leute, welches Gedicht ich meine. Als ich nach Minneapolis fuhr und mit unpolitischen Gro&amp;szlig;m&amp;uuml;ttern sprach, die drau&amp;szlig;en in der k&amp;auml;ltesten Witterung standen, die ich je in meinem Leben erlebt habe, haben sie sich auf dieses Gedicht bezogen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses Gedicht ist die klarste, pr&amp;auml;gnanteste Beschreibung der Notwendigkeit von Solidarit&amp;auml;t unter den Menschen angesichts des Faschismus, die ich je gelesen habe. Und die Tatsache, dass die Menschen es gelesen und seine Lehre verinnerlicht haben, k&amp;ouml;nnte durchaus der Grund sein, warum die Menschen in den Vereinigten Staaten gerade jetzt so hart gegen den Faschismus k&amp;auml;mpfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Falls du es noch nicht gelesen hast: Die vielleicht &amp;auml;lteste Version des Gedichts, &amp;uuml;bersetzt aus dem Deutschen, lautet:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;raquo;Als die Nazis die Kommunisten holten,&lt;br /&gt;
habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen;&lt;br /&gt;
ich war ja kein Gewerkschafter.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;&lt;br /&gt;
ich war ja kein Sozialdemokrat.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen;&lt;br /&gt;
ich war ja kein Jude.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.&amp;laquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Mir gef&amp;auml;llt diese urspr&amp;uuml;ngliche Formulierung ein bisschen besser als die anderen, die ich gesehen habe, weil da nicht&lt;em&gt; &amp;bdquo;Zuerst holten sie &amp;hellip;&amp;ldquo;&lt;/em&gt; steht, sondern einfach nur &lt;em&gt;&amp;bdquo;Sie holten &amp;hellip;&amp;ldquo;&lt;/em&gt;. Wir haben ein Problem auf der Linken, wo wir alle versuchen, die &lt;em&gt;&amp;bdquo;Unterdr&amp;uuml;ckungs-Olympiade&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu spielen, bei der wir alle darum wetteifern, die Am-st&amp;auml;rksten-Unterdr&amp;uuml;ckten zu sein und daher die Am-st&amp;auml;rksten-Stimme zu haben. (&lt;em&gt;&amp;bdquo;Unterdr&amp;uuml;ckungs-Olympiade&amp;ldquo;&lt;/em&gt; ist ein Begriff, den die Feministin Elizabeth Mart&amp;iacute;nez 1993 im Gespr&amp;auml;ch mit Angela Davis gepr&amp;auml;gt hat. Es ist kein neumodischer Versuch, Identit&amp;auml;tspolitik abzutun, sondern vielmehr eine Erinnerung daran, unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten, dass unsere vielf&amp;auml;ltigen und unterschiedlichen Identit&amp;auml;ten eine Quelle der Solidarit&amp;auml;t sein sollten, nicht des Wettbewerbs.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun ist bekannt und wichtig, dass die Nazis Menschen sowohl aufgrund ihrer Identit&amp;auml;t (wie ethnische Zugeh&amp;ouml;rigkeit, Religion, Behinderung und Sexualit&amp;auml;t) als auch aufgrund ihrer Ideologie (Anarchisten, Kommunisten und Sozialdemokraten &amp;ndash; die drei Gruppen, aus denen sich die traditionelle Linke zusammensetzt) verhaftet und get&amp;ouml;tet haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die modernen Faschisten sind da nicht anders. Ihre ersten Ziele (da sage ich schon wieder &lt;em&gt;&amp;bdquo;erste&amp;ldquo;&lt;/em&gt;) waren Einwanderer und Trans-Menschen &amp;ndash; bequeme S&amp;uuml;ndenb&amp;ouml;cke f&amp;uuml;r alle Probleme der Gesellschaft &amp;ndash;, obwohl sie nat&amp;uuml;rlich darauf aus sind, alle marginalisierten Menschen aus dem &amp;ouml;ffentlichen Leben zu entfernen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch in den letzten Monaten haben die Rhetorik und die strafrechtlichen Verfolgungen von Menschen aufgrund ihrer Ideologie stark zugenommen. In diesem Land herrscht eine neue &amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und in letzter Zeit streiten sich die Leute in meinen sozialen Medien dar&amp;uuml;ber, wer behaupten darf, das Ziel zu sein. Sind es die Anarchisten, die von Trump und seinen Verb&amp;uuml;ndeten st&amp;auml;ndig als&lt;em&gt; &amp;bdquo;Buhm&amp;auml;nner&amp;ldquo;&lt;/em&gt; (und &lt;em&gt;&amp;bdquo;Buhfrauen&amp;ldquo;&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;&amp;bdquo;Buh-was-auch-immer&amp;ldquo;&lt;/em&gt;) bezeichnet werden? Wir geh&amp;ouml;ren sicherlich dazu &amp;ndash; der &lt;em&gt;&amp;bdquo;Prairieland&amp;ldquo;&lt;/em&gt;-Verschw&amp;ouml;rungsfall dreht sich um einen anarchistischen Buchclub. In der Anklageschrift gegen die &lt;em&gt;&amp;bdquo;DAMN 15&amp;ldquo;&lt;/em&gt;-Angeklagten in Minnesota wird immer wieder behauptet, dass sich die Angeklagten &amp;ouml;ffentlich als Anarchisten zu erkennen gegeben h&amp;auml;tten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sind es die Sozialdemokraten? Der &lt;a href=&quot;https://www.kenklippenstein.com/p/after-political-terrorism-event-us&quot;&gt;&lt;u&gt;neue Bericht des Au&amp;szlig;enministeriums&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; &amp;uuml;ber den Feind im Inneren behauptet, dass die Democratic Socialists of America (die DSA, die eine Wahl nach der anderen gewinnen) Marionetten Kubas seien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sind es die Kommunisten? Trump hat gerade eine Rede gehalten, in der er die DSA als Kommunisten verurteilte und behauptete, sie seien gar keine richtigen Sozialisten. Er kennt sich n&amp;auml;mlich mit Sozialisten aus, und diese hier sind es nicht. Sie sind Kommunisten, so seine Worte. Und der amerikanische Million&amp;auml;r und Kommunist &lt;a href=&quot;https://www.theguardian.com/world/2026/jul/15/james-fergie-chambers-arrest-palestine-aid-trump&quot;&gt;&lt;u&gt;Fergie Chambers wurde gerade in Spanien verhaftet&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;, um m&amp;ouml;glicherweise an die USA ausgeliefert zu werden &amp;ndash; ihm wird vorgeworfen, die Hamas finanziert zu haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oder zielt Trump einfach auf die Demokratische Partei ab, einschlie&amp;szlig;lich derselben Establishment-Demokraten, &amp;uuml;ber die ich mich selbst gerne beschwere &amp;ndash; jene, die den Kapitalismus von ganzem Herzen bejahen und den V&amp;ouml;lkermord in Gaza milit&amp;auml;risch unterst&amp;uuml;tzen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Antwort lautet: Ja. Es ist all das. Die neue &lt;em&gt;&amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo;&lt;/em&gt; richtet sich nicht gegen eine dieser Gruppen, sondern gegen alle. Gegen uns &lt;i&gt;alle&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wir sollten uns entsprechend verhalten.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Was &lt;em&gt;&amp;bdquo;die Linke&amp;ldquo;&lt;/em&gt; ausmacht, ist etwas diffus, und die Begrifflichkeit verschiebt sich je nach Zeit und Ort. Aber um es grob zu sagen, kannst du uns so verstehen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der weitest gefasste Begriff (neben &lt;em&gt;&amp;bdquo;die Linke&amp;ldquo;&lt;/em&gt;) ist, dass wir alle als Sozialisten bezeichnet werden k&amp;ouml;nnen. Sozialisten sind gegen den Kapitalismus. Das hei&amp;szlig;t, wir sind gegen ein bestimmtes politisches System, das es Menschen erm&amp;ouml;glicht, Reichtum durch ihren Reichtum statt durch ihre Arbeit anzuh&amp;auml;ufen. Indem wir Privatpersonen erlauben, riesige Fabriken zu besitzen, die Hunderte oder Tausende von Arbeitern besch&amp;auml;ftigen, schaffen wir eine Gesellschaft, in der der Reichtum nach oben flie&amp;szlig;t (und &amp;ndash; was wichtig ist &amp;ndash; jeder Arbeitsplatz wie eine Tyrannei gef&amp;uuml;hrt wird).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Historisch gesehen gibt es drei gro&amp;szlig;e Str&amp;ouml;mungen innerhalb des Sozialismus. Manchmal haben sich diese Str&amp;ouml;mungen verb&amp;uuml;ndet, manchmal haben sie sich bek&amp;auml;mpft. Und verwirrenderweise wird eine dieser Str&amp;ouml;mungen meist einfach als &amp;bdquo;die Sozialisten&amp;ldquo; bezeichnet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Str&amp;ouml;mungen sind die &lt;b&gt;Anarchisten&lt;/b&gt;, die &lt;b&gt;demokratischen Sozialisten&lt;/b&gt; (&lt;em&gt;&amp;bdquo;Sozialisten&amp;ldquo;&lt;/em&gt; in den USA) und die &lt;b&gt;Staatskommunisten&lt;/b&gt; (die meist als &lt;em&gt;&amp;bdquo;Kommunisten&amp;ldquo;&lt;/em&gt; mit gro&amp;szlig;em K bezeichnet werden, um sie vom &lt;em&gt;&amp;bdquo;Kommunismus&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu unterscheiden, der keine Beschreibung des Revolutionsprozesses, sondern einer postrevolution&amp;auml;ren Gesellschaft ist). Diese Gruppen unterscheiden sich etwas in ihren Zielen, aber stark in ihren Methoden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stell dir vor, sie st&amp;uuml;nden in einem Dreieck, nicht auf einer Linie. Hier habe ich dir eine kleine &amp;Uuml;bersicht erstellt:&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Triangle1.png&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Triangle1.png&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=517,width=845,top=829,left=1505,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5254 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Dreieck zeigt die Sozialisten ander Spitze, die Kommunisten an der rechten unteren und die Anarchisten an der linken unteren Spitze. Zwischen Sozialisten und Anarchisten steht die partizipative Entscheidungsfindung, der gegenüber zwischen Sozialisten und Kommunisten die Staatsmacht steht. Zwischen Anarchisten und Kommunisten steht die Revolution&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Triangle1.png&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Sowohl die Anarchisten als auch die Kommunisten vertreten &lt;em&gt;&amp;bdquo;revolution&amp;auml;re&amp;ldquo;&lt;/em&gt; Ideologien, die davon ausgehen, dass, anstatt den bestehenden Apparat des kapitalistischen Staates zu nutzen, ein neues System aufgebaut und das alte System gest&amp;uuml;rzt oder &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig gemacht werden muss. Demokratische Sozialisten hingegen glauben daran, bestehende demokratische Systeme zu nutzen, um diese Ziele zu erreichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sowohl die Anarchisten als auch die demokratischen Sozialisten sind im weitesten Sinne &lt;em&gt;&amp;bdquo;demokratisch&amp;ldquo;&lt;/em&gt; und glauben an partizipative Entscheidungsfindung. Beide Gruppen sind der Ansicht, dass die Macht beim Volk selbst verbleiben muss. Im Gegensatz dazu glauben Kommunisten an die Schaffung eines zentralistisch geplanten Staates, der von einer Einzelperson oder einer kleinen Gruppe von Personen gef&amp;uuml;hrt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sowohl die Kommunisten als auch die demokratischen Sozialisten glauben an den Einsatz staatlicher Macht, indem es eine konkret definierte Institution gibt, die die Region regiert und das Monopol auf die legitime Anwendung von Gewalt beansprucht. Anarchisten hingegen glauben, dass Macht nur zwischen lokalen Gruppen verteilt sein sollte &amp;hellip; sodass wichtige Entscheidungen weiterhin getroffen werden k&amp;ouml;nnen und Organisation auch weiterhin in gro&amp;szlig;em Ma&amp;szlig;stab stattfindet, jedoch ohne starke Zwangsgewalt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben diesen gibt es noch viele weitere Gruppen. Viele Marxisten und Kommunisten w&amp;uuml;rden sich selbst nicht als Kommunisten bezeichnen. Es gibt auch modernere Ideen wie den demokratischen Konf&amp;ouml;deralismus, der Ans&amp;auml;tze aus allen Ecken des Dreiecks und aus indigenen kurdischen Praktiken aufgreift. Auch der Zapatismus steht au&amp;szlig;erhalb (oder vielleicht auch innerhalb) dieses Dreiecks.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Obwohl das Gleichgewicht zwischen diesen drei historischen Gruppen von Land zu Land und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt unterschiedlich war, war die anarchistische Bewegung im Allgemeinen die st&amp;auml;rkste revolution&amp;auml;re Kraft auf der Linken, bis die Bolschewiki (die urspr&amp;uuml;nglichen Kommunisten mit gro&amp;szlig;em K) w&amp;auml;hrend der Russischen Revolution die Macht &amp;uuml;bernahmen, indem sie die Anarchisten als Sto&amp;szlig;truppen gegen die Sozialdemokraten einsetzten und sich dann umdrehten, um die n&amp;uuml;tzlichen Idioten unter den Anarchisten zu verraten und zu t&amp;ouml;ten. Sobald es ein kommunistisches Land gab und die UdSSR kontrollierte, wie sie international dargestellt wurde, finanzierte sie die kommunistische Linke auf der ganzen Welt. W&amp;auml;hrend des Kalten Krieges schlossen sich die Sozialdemokraten weitgehend den kapitalistischen Nationen an (zumindest war das in Skandinavien der Fall).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst als die Bolschewiki die Macht &amp;uuml;bernahmen, wurde die rote Fahne zum unverwechselbaren Symbol der Kommunisten, und tats&amp;auml;chlich begann das Wort &lt;em&gt;&amp;bdquo;Kommunist&amp;ldquo;&lt;/em&gt; auch, &lt;em&gt;&amp;bdquo;Kommunist&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu bedeuten. Das war auch der Zeitpunkt (soweit ich das beurteilen kann &amp;hellip; ich lese schon seit Jahren dar&amp;uuml;ber, habe aber noch Jahre des Lesens vor mir), an dem die drei gro&amp;szlig;en Str&amp;ouml;mungen der Linken wirklich begannen, sich gegenseitig zu bek&amp;auml;mpfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der erste &amp;bdquo;Rote Schrecken&amp;ldquo; in Amerika, von 1917 bis 1920, richtete sich gegen die gesamte Linke, insbesondere gegen die aus Russland eingewanderten Linken, die &amp;uuml;berwiegend anarchistisch waren. Der erste &lt;em&gt;&amp;bdquo;Rote Schrecken&amp;ldquo;&lt;/em&gt; war so etwas wie der Erste Weltkrieg &amp;hellip; damals war es eine riesige Sache, aber er wurde von dem &amp;uuml;berlagert, der danach kam.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die zweite&lt;em&gt; &amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo;&lt;/em&gt; dauerte l&amp;auml;nger, n&amp;auml;mlich die 1940er und 1950er Jahre, und hinterlie&amp;szlig; tiefere Narben. Sie richtete sich vordergr&amp;uuml;ndig gegen Kommunisten als eigenst&amp;auml;ndige Gruppe, da die UdSSR die Komintern, die Kommunistische Internationale, leitete, die die Aktivit&amp;auml;ten kommunistischer Gruppen auf der ganzen Welt koordinierte. Aber nat&amp;uuml;rlich beschr&amp;auml;nkte sich die &lt;em&gt;&amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo;&lt;/em&gt; nicht nur auf Amerikas direkten und buchst&amp;auml;blichen politischen Feind, und Sozialisten, Anarchisten und generell einfach jeder, der vom amerikanischen Kapitalismus nicht begeistert war, geriet in ihren Sog. Der Anarchist Charlie Chaplin, zu seiner Zeit der ber&amp;uuml;hmteste Komiker der Welt, wurde 1952 bei seiner Ausreise gewarnt, dass er m&amp;ouml;glicherweise nicht mehr zur&amp;uuml;ckkehren d&amp;uuml;rfe. Er blieb zwanzig Jahre lang im Exil. &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Lomax&quot;&gt;Alan Lomax&lt;/a&gt;, der linksgerichtete &amp;ndash; aber nicht der Kommunistischen Partei angeh&amp;ouml;rende &amp;ndash; Volksmusik-Forscher, der die Quelle praktisch jedes St&amp;uuml;cks amerikanischer Volkskultur ist, das wir noch haben, floh 1950 f&amp;uuml;r acht Jahre. (Ich will diese beiden nicht gezielt herausgreifen, es sind einfach Leute, mit denen ich mich f&amp;uuml;r meine Arbeit besch&amp;auml;ftigt habe, daher wei&amp;szlig; ich mehr &amp;uuml;ber sie.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und nat&amp;uuml;rlich hat das Au&amp;szlig;enministerium letzte Woche, im Jahr 2026, &lt;a href=&quot;https://www.thetravel.com/us-state-department-bans-far-left-travelers-from-entering-the-united-states/&quot;&gt;&lt;u&gt;neue Visabeschr&amp;auml;nkungen&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; gegen die &amp;bdquo;extreme Linke&amp;ldquo; &lt;a href=&quot;https://www.thetravel.com/us-state-department-bans-far-left-travelers-from-entering-the-united-states/&quot;&gt;&lt;u&gt;angek&amp;uuml;ndigt&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist der Kontext, den ich dir zum Thema&lt;em&gt; &amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo; &lt;/em&gt;bieten kann. Ich habe versucht, das objektiv zu schreiben, aber du solltest wissen, dass ich als Anarchist voreingenommen bin und glaube, dass die Welt ein besserer Ort gewesen w&amp;auml;re, wenn Anarchisten den Sozialdemokraten mehr und den Kommunisten weniger vertraut h&amp;auml;tten.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube nicht, dass &lt;em&gt;&amp;bdquo;Anarchisten&amp;ldquo;&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;&amp;bdquo;Antifa&amp;ldquo;&lt;/em&gt; (die traditionell ein nicht-ideologischer und unorganisierter Zusammenschluss vor allem aus Anarchisten und Kommunisten ist, aber auch jeden umfasst, der bereit ist, direkte Aktionen gegen den Faschismus zu ergreifen) wirklich das eigentliche Ziel dieser neuen &lt;em&gt;&amp;bdquo;Roten Angst&amp;ldquo;&lt;/em&gt; sind. Ich glaube auch nicht, dass es die Kommunisten sind. Die DSA k&amp;ouml;nnte dem noch am n&amp;auml;chsten kommen, weil sie &amp;uuml;ber Wahlmacht verf&amp;uuml;gt. Ich glaube &amp;ndash; ironischerweise &amp;ndash;, dass die neue &lt;em&gt;&amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo; &lt;/em&gt;darauf abzielt, die Wahlmacht der Demokratischen Partei zu untergraben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie verhaften haupts&amp;auml;chlich Anarchisten, weil wir unter den Leuten, die direkt gegen den Faschismus vorgehen, &amp;uuml;berrepr&amp;auml;sentiert sind. Sie k&amp;ouml;nnen uns verhaften, um zu sagen: &lt;em&gt;&amp;bdquo;Seht ihr? Hier gibt es Terroristen!&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber sie haben von Anfang an offen zugegeben, dass sie vor allem daran interessiert sind, die Leute ins Visier zu nehmen, die den Antifaschismus &lt;em&gt;&amp;bdquo;finanzieren&amp;ldquo;&lt;/em&gt;. Das kommt jedem echten Antifaschisten v&amp;ouml;llig l&amp;auml;cherlich vor &amp;ndash; wir finanzieren uns durch eine Mischung aus Jobs der Arbeiterklasse und der kriminellen Szene, von Tech-Jobs &amp;uuml;ber Pizzabacken und Saisonarbeit bis hin zu Krankenhauspersonal, Schriftstellern, Sexarbeit und Kleinkriminalit&amp;auml;t.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Ich werde bis zum bitteren Ende daf&amp;uuml;r k&amp;auml;mpfen, dass &lt;em&gt;&amp;bdquo;Arbeiterklasse&amp;ldquo;&lt;/em&gt; bedeutet, dass man seinen Lebensunterhalt durch Arbeit verdient, anstatt sein Geld durch Kapitalbesitz zu verdienen &amp;ndash; egal, ob man gut oder miserabel bezahlt wird. Die meisten gegenteiligen Argumente dienen nur dazu, die Arbeiterklasse zu spalten und die Mittelschicht davon zu &amp;uuml;berzeugen, dass sie mehr mit unseren gemeinsamen Unterdr&amp;uuml;ckern gemeinsam hat.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie nehmen &lt;em&gt;&amp;bdquo;unsere&amp;ldquo;&lt;/em&gt; Finanzierung ins Visier, weil sie gro&amp;szlig;e, liberale Institutionen ins Visier nehmen wollen. Sie wollen die Macht der Mitte zerschlagen. Sie wollen, dass es nie wieder Wahlen gibt. Sie nehmen die Demokraten ins Visier, indem sie sie als &lt;em&gt;&amp;bdquo;uns&amp;ldquo;&lt;/em&gt; bezeichnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das hei&amp;szlig;t nicht, dass sie nicht hinter uns her sind. Das sind sie. Wir sind Kollateralschaden, und wir sind nicht sicher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den letzten etwa zehn Jahren meines Lebens bestand mein Hauptbeitrag zur &amp;bdquo;Bewegung&amp;ldquo; darin, zu sprechen und zu schreiben &amp;ndash; also Dinge, die v&amp;ouml;llig legal sind. Der Gro&amp;szlig;teil meiner organisatorischen Arbeit dreht sich um Vorsorge und gegenseitige Hilfe. Ich halte mich mehr an die Gesetze als die meisten Nicht-Anarchisten, die ich kenne, weil ich in meinem Leben schon genug mit der Polizei zu tun hatte. Ich war eine ganze Weile vor Repression &lt;em&gt;&amp;bdquo;sicher&amp;ldquo;&lt;/em&gt;, weil meine Arbeit fest unter dem Schutz des ersten Verfassungszusatzes steht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Arbeit ist nicht mehr sicher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich nehme mich nur als Beispiel, nicht weil ich mir um mich selbst mehr Sorgen mache als um andere. Ich mache mir Sorgen um die Leute von Prairieland, die den Gro&amp;szlig;teil ihres Lebens im Gef&amp;auml;ngnis verbringen werden, wenn wir nicht klarstellen, dass ihre Freilassung das absolute Minimum f&amp;uuml;r jede neue Regierung ist. Ich mache mir Sorgen um die DAMN 15 in Minnesota, deren Anklagepunkte darauf hinauslaufen, &lt;em&gt;&amp;bdquo;Anarchisten zu sein oder mit Anarchisten zusammenzuarbeiten und einen Blockade-Protest zu organisieren, bei dem weder Polizisten noch ICE-Beamte verletzt wurden&amp;ldquo;&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich mache mir Sorgen um die pro-pal&amp;auml;stinensischen Aktivisten, die wegen materieller Unterst&amp;uuml;tzung ausl&amp;auml;ndischer terroristischer Organisationen angeklagt werden, nur weil sie sich gegen V&amp;ouml;lkermord ausgesprochen und Spenden f&amp;uuml;r dessen Opfer gesammelt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und ich will meine Zeit wirklich nicht damit verschwenden, dar&amp;uuml;ber zu streiten, wer die Ehre verdient, die Opfer des neuen &lt;em&gt;&amp;bdquo;Roten Schreckens&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu sein. Ich bin so sektiererisch wie nur irgend m&amp;ouml;glich, wenn es darum geht, den autorit&amp;auml;ren Kommunismus zu hassen und die etablierten Demokraten zu verachten (die sich beeilen, die DSA vor den Bus zu werfen und die &lt;em&gt;&amp;bdquo;gute Opposition&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu spielen), aber &amp;hellip; sie haben es auf uns alle abgesehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als dieses Gedicht, das ber&amp;uuml;hmte Gedicht, in den 1950er Jahren zum ersten Mal die Runde machte, erfuhren manche Leute, dass sein Autor einst ein Konservativer und Antisemit gewesen war und sogar eine Zeit lang die Nazis unterst&amp;uuml;tzt hatte, bevor er acht Jahre in Nazi-Gefangenenlagern verbrachte &amp;ndash; und deshalb wollten sie die Verbreitung des Gedichts unterbinden. Aber f&amp;uuml;r mich macht das das Gedicht erst recht wichtiger. Es fordert dich nicht auf, dich f&amp;uuml;r Leute einzusetzen, die du magst. Es fordert uns auf, f&amp;uuml;r Menschen zu k&amp;auml;mpfen, die wir nicht einmal ausstehen k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn wir haben die Wahl: Entweder haben wir eine Gesellschaft, in der wir unterschiedlich sein d&amp;uuml;rfen, oder eben nicht. Und in einer solchen Gesellschaft werden viele von uns tot sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also sollten wir uns besser f&amp;uuml;r jeden von uns einsetzen. Wir sollten uns besser f&amp;uuml;r Menschen einsetzen, die wir nicht einmal m&amp;ouml;gen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn wir haben das Gedicht gelesen und wir haben die Geschichte gesehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/a-red-scare-big-enough-for-all-of&quot;&gt;&amp;bdquo;A Red Scare Big Enough For All of Us or: you don&amp;#39;t even have to be a red to scare the fascists&amp;ldquo;&lt;/a&gt;&amp;#160;von Margaret Killjoy, 22. Juli 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt;&amp;#160;ist eine von den Lesern unterst&amp;uuml;tzte Publikation. Normalerweise ist die H&amp;auml;lfte der Beitr&amp;auml;ge kostenlos, die andere H&amp;auml;lfte ist pers&amp;ouml;nlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verf&amp;uuml;gung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r alle Leser kostenlos. Um neue Beitr&amp;auml;ge zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&amp;uuml;tzen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;bersetzung, Bearbeitung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 12:06:00 +0200</pubDate>
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    <title>25. Jahrestag des Mordes an Carlo Giuliani: Was geschah wirklich am Piazza Alimonda -  Quale verita' per piazza Alimonda?</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 180px&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/CarloGiuliani.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1516 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; height=&quot;226&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/CarloGiuliani.jpg&quot; width=&quot;180&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Carlo Giuliani&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Am 20. Juli 2001 starteten die Carabinieri und weitere Ordnungskr&amp;auml;fte w&amp;auml;hrend der Demonstrationen gegen den G8 Gipfel in Genua 2001 eine Reihe von Attacken, die mit dem Angriff auf den genehmigten Demonstrationszug in der Via Tolemaide endeten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die letztere Attacke schnitt den 15.000 DemonstrantInnen jeden Fluchtweg ab. Dies war der Beginn der Ereignisse auf der Piazza Alimonda, die zum Mord an Carlo Giuliani f&amp;uuml;hrten und zum Beispiel auch in der Dokumentation &amp;quot;Gipfelst&amp;uuml;rmer - die blutigen Tage von Genua&amp;quot; behandelt werden. Offen sind immer noch folgende Fragen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; Ist es m&amp;ouml;glich, dass ausgebildete Soldaten, auch wenn sie in Panik geraten sind, in das Gesicht eines Jungen zielen, der sich in 4 Metern Entfernung befindet, ihn danach zweimal &amp;uuml;berfahren und dann innerhalb von nur 7 Sekunden verschwinden?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; Kann ein M&amp;uuml;llcontainer einen Defender blockieren?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; Warum greifen die Kollegen, die sich in einer Entfernung von etwa 20 Metern befinden, erst ein, nachdem sich die Trag&amp;ouml;die bereits ereignet hat?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; Der Feuerl&amp;ouml;scher: Waffe oder Schutzschild?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; Warum bleibt die Waffe auch als die Gefahr bereits vorbei war, auf die DemonstrantInnen gerichtet?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; Weshalb wurde der erste Schuss nicht in die Luft abgegeben?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; Warum tauchen erst nach 6 Monaten vorher verschwundene Patronenh&amp;uuml;lsen und Pistolen auf?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Giuliano Giuliani ist der Vater von Carlo. Er rekonstruiert in der Dokumentation die letzten Minuten des Geschehens und widerlegt die offizielle Darstellung der Staatsanwaltschaft anhand von Fotos und Videosequenzen, die in dem Ermittlungsverfahren gegen den vermeintlichen Sch&amp;uuml;tzen verwendet wurden. Das Verfahren wurde inzwischen eingestellt, der angebliche Todessch&amp;uuml;tze wegen Notwehr freigesprochen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Film ist aber nicht nur der Versuch einer detaillierten Rekonstruktion der Todesumst&amp;auml;nde seines Sohnes. Er ist gleichzeitigcarlo giuliani,g8,g8 gipfel,genua,mord,politische rechte eine Anklage gegen Polizei und Justiz, die mit allen Mitteln versucht haben, die Sicherheitskr&amp;auml;fte von jeder Verantwortung f&amp;uuml;r Carlos Tod freizusprechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture&quot; allowfullscreen=&quot;&quot; frameborder=&quot;0&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/XfDp5fCd1WY&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; width=&quot;560&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;Deutschsprachige Version:&lt;iframe allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture&quot; allowfullscreen=&quot;&quot; frameborder=&quot;0&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/PXCNSavCCmU&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; width=&quot;560&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;iframe allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture&quot; allowfullscreen=&quot;&quot; frameborder=&quot;0&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/dcFWkUP6gQo&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; width=&quot;560&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;iframe allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture&quot; allowfullscreen=&quot;&quot; frameborder=&quot;0&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/R7PJSgxz7j8&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; width=&quot;560&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;iframe allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture&quot; allowfullscreen=&quot;&quot; frameborder=&quot;0&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/JRvpeQqh2Vc&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; width=&quot;560&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 20 Jul 2026 22:45:00 +0200</pubDate>
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    <category>carlo giuliani</category>
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    <title>21.7. Film &amp; Q&amp;A - &quot;Nestwärme - mein Opa, der Nationalsozialismus und ich&quot;</title>
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            <category>Antifa</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
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            <category>Antisemitismus</category>
            <category>Antiziganismus</category>
            <category>Berlin</category>
            <category>Debatte</category>
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            <category>Krieg und Frieden</category>
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            <category>Politik und Gesellschaft</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Ein vererbter Familienschatz an Fotos und Filmaufnahmen zeigen den Gro&amp;szlig;vater in den 1940er-Jahren, in einem der Filmausschnitte am Jackenaufschlag ein Hakenkreuz. Wie ver&amp;auml;ndert sich der Blick auf einen geliebten Menschen durch ein Symbol, das f&amp;uuml;r millionenfaches Morden steht? Wieiviel wissen wir &amp;uuml;ber unsere Gro&amp;szlig;eltern und wie l&amp;auml;sst sich ein Puzzle aus Fotos und Filmaufnahmen, Erinnerungen und Familiennarrativen sowie Archivalien zu einem koh&amp;auml;renten Bild zusammensetzen, wo sich das Scharnier aus Geschichte und Familiengeschichte zusammenfindet? Ein Ringen um die Erinnerung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Produktion: Filmuniversit&amp;auml;t I Film University Babelsberg KONRAD WOLF, Marlene-Dietrich-Allee 11, D-14482 Potsdam&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Anschluss gibt es ein Filmgespr&amp;auml;ch mit dem Filmemacher Eric Esser.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dienstag, 21.07.2026, 19 Uhr&lt;br /&gt;
Ort: Raum f&amp;uuml;r Beteiligung im Hubertusbad Hubertusstra&amp;szlig;e 47 10365 Berlin&lt;br /&gt;
Anmeldung: &lt;a href=&quot;mailto:mitmachen@licht-blicke.org&quot;&gt;mitmachen@licht-blicke.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist &lt;a href=&quot;https://licht-blicke.org/veranstaltungsreihe-zum-thema-nationalsozialismus-familiengeschichte&quot;&gt;Teil einer Reihe zum Thema Nationalsozialismus und Familiengeschichte&lt;/a&gt;, organisiert vom Runden Tisch f&amp;uuml;r Politische Bildung Lichtenberg in Kooperation mit dem Antisemitismusbeauftragten Lichtenbergs.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angeh&amp;ouml;ren, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, verschw&amp;ouml;rungsideologische, antifeministische oder sonstige menschenverachtende &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen in Erscheinung getreten sind, den Zugang zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschlie&amp;szlig;en.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 18 Jul 2026 13:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Die Arbeiter und die Gräber der Toten aus alter Zeit oder: 3000 Jahre alte Streiks und was es bedeutet, frei zu sein</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14308-Die-Arbeiter-und-die-Graeber-der-Toten-aus-alter-Zeit-oder-3000-Jahre-alte-Streiks-und-was-es-bedeutet,-frei-zu-sein.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Arbeit und Lohn</category>
            <category>Capitalism is a Death Cult</category>
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            <category>Selbstjustiz</category>
            <category>Soziales</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14308-Die-Arbeiter-und-die-Graeber-der-Toten-aus-alter-Zeit-oder-3000-Jahre-alte-Streiks-und-was-es-bedeutet,-frei-zu-sein.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
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    &lt;p&gt;In meinem Traum letzte Nacht war ich in einem Horror-Western, in dem ich ein Gesetzloser war, der zuf&amp;auml;llig auf eine verlassene Goldmine stie&amp;szlig;. Ein paar Goldsucher kamen vorbei und wir versuchten, miteinander auszukommen, aber es war ein harter Winter und sie hatten vor, uns zu verspeisen &amp;ndash; sie hatten ein Feuer in einer Grube entfacht, um uns lebendig hineinzulassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe mir im Schlaf versehentlich fest auf die Zunge gebissen und bin in einer besseren Welt als dieser aufgewacht. In meinem echten Leben gehen die Leute, die mich und meine Freunde umbringen wollen, um Reichtum anzuh&amp;auml;ufen, subtiler vor &amp;ndash; oder zumindest habe ich mehr Freunde, die an meiner Seite k&amp;auml;mpfen. Im echten Leben bin ich ein bisschen freier.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/960px-Deir_el-Medina_06.jpeg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/960px-Deir_el-Medina_06.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=735,width=975,top=720,left=1440,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5248 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Foto von Olaf Tausch zeigt die Ruinen der Arbeitersiedlung von Deir el-Medina („Kloster der Stadt“), altägyptisch Set Maat („Platz der Wahrheit“), in Theben-West bei Luxor, Ägypten&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/960px-Deir_el-Medina_06.jpeg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Arbeitersiedlung von Deir el-Medina (&amp;bdquo;Kloster der Stadt&amp;ldquo;), alt&amp;auml;gyptisch Set Maat (&amp;bdquo;Platz der Wahrheit&amp;ldquo;), in Theben-West bei Luxor, &amp;Auml;gypten
&lt;p&gt;Foto: Olaf Tausch&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lizenz: &lt;https: 3.0=&quot;&quot; by=&quot;&quot; creativecommons.org=&quot;&quot; licenses=&quot;&quot;&gt;CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons&lt;/https:&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Freiheit existiert auf einem Spektrum. Sie ist keine bin&amp;auml;re Angelegenheit.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Letzte Woche habe ich mich mit dem ersten bekannten Streik der Geschichte besch&amp;auml;ftigt. Die Grabbauer, die in einer Stadt namens &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Deir_el-Medina&quot;&gt;Deir el-Medina&lt;/a&gt; in &amp;Auml;gypten lebten, traten am 14. November 1152 v. Chr. in den Streik. Vor dreitausendeinhundertachtundsiebzig Jahren. Und ihr Streik sah unseren heutigen sehr &amp;auml;hnlich. Sie legten ihre Werkzeuge nieder und veranstalteten Sitzstreiks, sie blockierten Stra&amp;szlig;en, sie marschierten, sie betrieben Sabotage am Arbeitsplatz. Sie schrieben Briefe an die Beh&amp;ouml;rden, in denen sie eine Behebung ihrer Missst&amp;auml;nde forderten. Sie stahlen von der Arbeit. Sie taten alles, was wir heute tun.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir wissen von dem Streik in Deir el-Medina, weil es dort Schreiber gab, die die Anwesenheit der Arbeiter protokollierten. Zu den fr&amp;uuml;hesten Schriftst&amp;uuml;cken der Geschichte geh&amp;ouml;rten Arbeitszeitnachweise f&amp;uuml;r Arbeiter; daher wissen wir, dass Arbeiter wegen Skorpionstichen und Gliederschmerzen der Arbeit fernblieben, und wir wissen, dass Arbeiter der Arbeit fernblieben, weil sie keine Lust hatten zu gehen oder an diesem Tag lieber Dinge f&amp;uuml;r ihre Familien bauen wollten statt f&amp;uuml;r die Pharaonen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin mit der festen &amp;Uuml;berzeugung aufgewachsen, dass die Menschen, die die Pyramiden bauten, versklavt waren, aber das stimmt nicht. Selbst &amp;uuml;ber die rund dreitausendj&amp;auml;hrige Geschichte des &amp;bdquo;alten&amp;ldquo; &amp;Auml;gyptens hinweg haben wir keine Beweise daf&amp;uuml;r, dass irgendeiner der Arbeiter, die Gr&amp;auml;ber f&amp;uuml;r die Pharaonen bauten, versklavt war. Wir wissen, dass die sp&amp;auml;teren Arbeiter, wie die streikenden Arbeiter von Deir el-Medina, Lohnarbeiter waren, und wir wissen, dass die Pyramiden (tausend Jahre zuvor) von einer Mischung aus qualifizierten Lohnarbeitern und wechselnden Fronarbeitern erbaut wurden. Diese Arbeiter wurden mit Respekt behandelt, arbeiteten hart, starben jung und wurden mit mehr W&amp;uuml;rde und Grabbeigaben bestattet als andere ihrer sozialen Schicht. Fronarbeit ist Arbeit als Steuer, und in weiten Teilen der antiken Welt wurde die Infrastruktur von B&amp;uuml;rgern und Einwohnern errichtet, die im Rahmen ihrer Steuern Arbeit f&amp;uuml;r den Staat verrichteten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Arbeit wird selten als &amp;bdquo;Zwangsarbeit&amp;ldquo; bezeichnet, obwohl sie erzwungen wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch Lohnarbeit wird selten als Zwangsarbeit bezeichnet. Obwohl ich beim Lesen immer wieder auf Kolonialherrscher sto&amp;szlig;e, die &amp;bdquo;Grundsteuern&amp;ldquo; f&amp;uuml;r ihre Untertanen einf&amp;uuml;hrten, um Subsistenzbauern in den Arbeitsmarkt zu dr&amp;auml;ngen. Das wurde besonders im Industriezeitalter &amp;uuml;blich, als Herrscher (ob demokratisch oder nicht) wollten, dass mehr Menschen in St&amp;auml;dten lebten und in Fabriken arbeiteten. Grundsteuern wurden auf winzige Landbesitze erhoben, damit die Menschen nicht au&amp;szlig;erhalb der Marktwirtschaft existieren konnten.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Im alten &amp;Auml;gypten gab es Sklaverei. Sie war bei weitem nicht so ausgepr&amp;auml;gt wie im antiken Griechenland oder vor allem im antiken Rom (das eine Sklavengesellschaft war, die die Welt gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils eroberte, um mehr Menschen zu versklaven und so die Wirtschaft im kolonialen Kern anzukurbeln), aber es gab im alten &amp;Auml;gypten Menschen, die andere Menschen besa&amp;szlig;en. Wenn es Menschen gibt, die regelrecht als Eigentum betrachtet werden, f&amp;auml;llt es leicht, Fronarbeit im Vergleich dazu als &amp;bdquo;frei&amp;ldquo; oder sogar &amp;bdquo;freiwillig&amp;ldquo; anzusehen. Die Bauarbeiter in Deir el-Medina waren nat&amp;uuml;rlich noch freier.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In mancher Hinsicht scheinen sie freier zu sein als wir heute. Ich kenne nicht viele Leute, die sich von der Arbeit freistellen lassen k&amp;ouml;nnen, weil sie lieber etwas anderes machen w&amp;uuml;rden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber was wir als ihren &amp;bdquo;Lohn&amp;ldquo; bezeichnen, l&amp;auml;sst sich vielleicht besser als &amp;bdquo;Rationen&amp;ldquo; verstehen. Das war Hunderte von Jahren vor dem Aufkommen des Geldes, und die Arbeiter wurden mit Getreide, Gem&amp;uuml;se und Fisch bezahlt. Sie wurden mit Ton f&amp;uuml;r ihre T&amp;ouml;pfe und &amp;Ouml;l f&amp;uuml;r ihre Lampen bezahlt. Sie wurden mit dem N&amp;ouml;tigsten zum Leben bezahlt. Die meisten von ihnen hatten Nebenjobs und stellten Grabbeigaben her, um sie nebenbei im nahegelegenen Theben (nicht das griechische Theben, sondern das &amp;auml;gyptische) zu verkaufen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie streikten nur als Reaktion auf Lohndiebstahl &amp;ndash; ein Verbrechen, das &lt;a href=&quot;https://www.epi.org/publication/employers-steal-billions-from-workers-paychecks-each-year/&quot;&gt;&lt;u&gt;heute nur allzu h&amp;auml;ufig vorkommt.&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf seltsame Weise f&amp;uuml;hlt es sich fast ehrlicher an, mit Rationen bezahlt zu werden. Das waren einige der bestbezahlten und angesehensten Facharbeiter ihrer Zeit &amp;ndash; jene, denen man anvertraute, (im Flie&amp;szlig;bandstil) die Gr&amp;auml;ber der m&amp;auml;chtigsten Herrscher des Landes zu errichten, zu schm&amp;uuml;cken und auszustatten. Und sie wurden so bezahlt: &amp;bdquo;Ihr habt das, was ihr zum &amp;Uuml;berleben braucht.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heutzutage k&amp;auml;mpfen die Menschen mit allen Mitteln um einen existenzsichernden Lohn, um einen Geldbetrag, der verhindert, dass man untergeht. Die meisten Menschen &amp;bdquo;kommen nicht voran&amp;ldquo;. Die meisten Menschen &amp;bdquo;bauen keinen Reichtum auf&amp;ldquo; &amp;ndash; au&amp;szlig;er vielleicht f&amp;uuml;r den Ruhestand, um die Mittel zu haben, weiterzuleben, wenn ihr K&amp;ouml;rper die Arbeit nicht mehr mitmacht. Die meisten Menschen versuchen, ihre Schulden abzubezahlen. Die &amp;Auml;rmsten leben auf der Stra&amp;szlig;e. Die Gl&amp;uuml;cklicheren wohnen in H&amp;auml;usern, die Vermietern geh&amp;ouml;ren. Noch gl&amp;uuml;cklicher bist du, wenn dein Haus der Bank geh&amp;ouml;rt, bis du kurz vor dem Ruhestand stehst. Ein Haus, das dir vollst&amp;auml;ndig geh&amp;ouml;rt, gilt als Zeichen unglaublichen Reichtums. Der Ort, an dem du lebst, geh&amp;ouml;rt dir. Das sollte keine so hohe H&amp;uuml;rde sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin &amp;uuml;berzeugt, dass die Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit flie&amp;szlig;ender und vager ist, als wir denken. Im alten &amp;Auml;gypten verkauften sich manche Menschen (und, da es sich um ein vererbbares Merkmal handelte, auch ihre Kinder) in die Sklaverei, um erdr&amp;uuml;ckende Armut zu vermeiden. Ich habe gelesen, dass dies auch im antiken Griechenland geschah, und meist wird es als eine fast herzerw&amp;auml;rmende Praxis dargestellt. Schlie&amp;szlig;lich konnte die griechische Sklaverei nicht &lt;i&gt;so&lt;/i&gt; schlimm sein, wenn sich die Menschen aus freiem Willen daf&amp;uuml;r entschieden haben &amp;ndash; so lautet der Subtext. In den apologetischsten Texten wird es fast wie ein unbezahltes Praktikum dargestellt. Es stimmt, dass es manchmal, an manchen Orten, ein Weg zu einer begrenzten sozialen Mobilit&amp;auml;t war, sich in die Sklaverei zu verkaufen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im extremsten Fall, von dem ich gelesen habe, scheint es, als h&amp;auml;tten Menschen im alten &amp;Auml;gypten manchmal &lt;a href=&quot;https://blogs.nature.com/houseofwisdom/2013/01/voluntary-slavery-ancient-egyptians-paid-a-monthly-fee-to-become-temple-slaves.html&quot;&gt;&lt;u&gt;eine monatliche Geb&amp;uuml;hr gezahlt, um&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; als Tempelsklaven aufgenommen zu werden &amp;ndash; vermutlich gingen sie einem Zweitjob nach, um sich die M&amp;ouml;glichkeit zu erkaufen, unbezahlt und unfrei f&amp;uuml;r diesen oder jenen Tempel zu arbeiten. Wahrscheinlich taten sie dies, um &amp;bdquo;freiwillige&amp;ldquo; Fronarbeit zu vermeiden, die noch gef&amp;auml;hrlicher und elender war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Amerika nat&amp;uuml;rlich arbeiten die Menschen von Job zu Job, um nicht in eine Verzweiflung zu geraten, die zu einem Leben in Kriminalit&amp;auml;t f&amp;uuml;hren k&amp;ouml;nnte, und wir haben sogar einen ganzen Zusatzartikel in unserer Verfassung, der es ausdr&amp;uuml;cklich erlaubt, Menschen, die bei einer Straftat erwischt werden, zu unbezahlter Arbeit zu zwingen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Je mehr ich &amp;uuml;ber Geld und Arbeit in der antiken Vergangenheit lese, desto mehr bin ich davon &amp;uuml;berzeugt, dass unser modernes Verst&amp;auml;ndnis von Arbeit als etwas, das &amp;bdquo;wirtschaftliche Freiheit&amp;ldquo; gew&amp;auml;hrt, nur eine vor&amp;uuml;bergehende Erscheinung ist, vielleicht sogar eine Verirrung. Es scheint, als h&amp;auml;tten die meisten Menschen in der &amp;bdquo;zivilisierten&amp;ldquo; Welt im Laufe der Geschichte einfach nach einer M&amp;ouml;glichkeit gesucht, am Leben zu bleiben, und unter der Schirmherrschaft der M&amp;auml;chtigen zu leben, war schon immer eine Option, f&amp;uuml;r die sich viele von ihnen entschieden haben (oder zu der sie gezwungen wurden). Entweder bist du selbst m&amp;auml;chtig oder du suchst dir jemanden, der m&amp;auml;chtig ist, damit du in Sicherheit bist und zu essen hast.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir sehen heute noch &amp;Uuml;berreste davon. Das Priestertum, das Milit&amp;auml;r. Sekten. Viele Menschen sind verst&amp;auml;ndlicherweise froh, weniger Verantwortung f&amp;uuml;r sich selbst, ihre Bed&amp;uuml;rfnisse und ihre Entscheidungen tragen zu m&amp;uuml;ssen. Nicht, weil sie willensschwach sind, nicht, weil sie keine verantwortungsbewussten Menschen sind, sondern weil die zivilisierte Welt offenbar auf Unfreiheit aufgebaut wurde, darauf, Menschen in wirtschaftliche Abh&amp;auml;ngigkeit zu zwingen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&amp;uuml;r die meisten von uns, die nicht selbstst&amp;auml;ndig oder in genossenschaftlichen Strukturen arbeiten, sind unsere Arbeitspl&amp;auml;tze kleine Tyranneien mit strengen Hierarchien. Es ist gut, dass wir diese Jobs verlassen und nach Feierabend zu Hause &amp;bdquo;frei&amp;ldquo; sein k&amp;ouml;nnen (abgesehen von der Unfreiheit, die Kr&amp;auml;fte wie das Patriarchat dem h&amp;auml;uslichen Bereich auferlegen), aber es ist seltsam, dass wir unseren eigenen v&amp;ouml;lligen Mangel an Handlungsf&amp;auml;higkeit in der Arbeitswelt akzeptieren.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Im England des 18. Jahrhunderts gab es unter den Reichen einen Trend, Zier-Einsiedler zu halten. Es gab keinen besseren Beweis f&amp;uuml;r Reichtum, als einen Mann mit langem Bart und spitzem Hut zu ern&amp;auml;hren, zu kleiden und unterzubringen, der in deinem Garten leben und deine G&amp;auml;ste unterhalten konnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als ich zum ersten Mal davon las, war ich eine mittellose Autorin, die in einem Minivan lebte, und ich dachte mir: &amp;bdquo;Daf&amp;uuml;r w&amp;uuml;rde ich mich sofort melden.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Die fr&amp;uuml;he Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten entstand im Zuge der Abschaffung der Sklaverei, und viele dieser Arbeiteraktivisten sahen sich in derselben Tradition wie die Abolitionisten. Lucy Parsons, die selbst auf eher traditionelle Weise als Sklavin geboren wurde, schrieb oft dar&amp;uuml;ber, wie die &amp;bdquo;Lohnsklaverei&amp;ldquo; die Leibeigenschaft abgel&amp;ouml;st hatte. Einige wohlhabende Abolitionisten aus dem Norden hatten offen zugegeben, dass ihr Problem mit der Sklaverei darin bestand, dass sie f&amp;uuml;r die industrielle Produktion ungeeignet war und dass es billiger war, Menschen L&amp;ouml;hne zu zahlen, als sie zu besitzen und f&amp;uuml;r ihr Wohlergehen verantwortlich zu sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich halte es f&amp;uuml;r uns Antikapitalisten nicht f&amp;uuml;r sinnvoll, die Lohnarbeit wieder als &amp;bdquo;Lohnsklaverei&amp;ldquo; zu bezeichnen, denn die Schrecken der rassistisch gepr&amp;auml;gten amerikanischen Sklaverei d&amp;uuml;rfen niemals heruntergespielt werden. In einer Welt mit einer Geschichte voller Sklaverei &amp;ndash; und verschiedener Formen der Unfreiheit &amp;ndash; war die rassistisch gepr&amp;auml;gte Leibeigenschaft in den USA ein einzigartiges &amp;Uuml;bel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich halte es schon f&amp;uuml;r wichtig, dass wir unsere Jobs k&amp;uuml;ndigen k&amp;ouml;nnen, dass wir uns nach anderen umsehen k&amp;ouml;nnen. Das ist ein Grund, warum ein Begriff wie &amp;bdquo;Lohnsklaverei&amp;ldquo; f&amp;uuml;r mich hohl klingt. Echte Sklaverei gibt es nach wie vor, &amp;uuml;berall auf der Welt, und das ist kein Begriff, den ich gerne verw&amp;auml;ssern m&amp;ouml;chte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber Lohnarbeit ist immer noch Zwangsarbeit. Wir brauchen unseren Lebensunterhalt, um zu &amp;uuml;berleben. Ich habe meine Zwanziger damit verbracht, dem Geld den R&amp;uuml;cken zu kehren, und fand vor&amp;uuml;bergehende Freiheit, indem ich in verlassenen Geb&amp;auml;uden lebte und M&amp;uuml;ll a&amp;szlig;. Das war nicht nachhaltig. Mein Gesundheitsplan lautete &amp;bdquo;Werde nicht krank&amp;ldquo;, und ich h&amp;auml;tte auf keinen Fall eine Familie gr&amp;uuml;nden k&amp;ouml;nnen. Ich st&amp;uuml;tzte mich stark auf zwei Sicherheitsnetze: Ich wohnte f&amp;uuml;r l&amp;auml;ngere Zeit bei anderen Anarchisten, die &lt;i&gt;tats&amp;auml;chlich&lt;/i&gt; Jobs hatten, und mir war auch bewusst, dass ich mich auf meine Familie verlassen konnte, die alle arbeiteten. Ich glaube nicht, dass ich auch nur halb so abenteuerlustig gewesen w&amp;auml;re, h&amp;auml;tte ich diese beiden Optionen nicht gehabt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Freiheit ist ein Spektrum oder ein kompliziertes, mehrdimensionales Diagramm mit allen m&amp;ouml;glichen Positionen, die weder frei noch v&amp;ouml;llig unfrei sind. Wir m&amp;uuml;ssen verstehen, dass wir in vielerlei Hinsicht unfrei sind. Dass wir im Grunde immer noch nur Rationen zugeteilt bekommen. Man wird nicht reich &amp;ndash; nicht plutokratisch reich &amp;ndash;, wenn man f&amp;uuml;r einen Lohn arbeitet. Egal wie hoch der Lohn ist, egal welche Rationen man zugeteilt bekommt. Wir k&amp;ouml;nnten unser ganzes Leben lang f&amp;uuml;r das Hundertfache der Rationen unserer Mitmenschen arbeiten und w&amp;uuml;rden trotzdem keine Milliard&amp;auml;re werden. Milliard&amp;auml;r wird man nur, indem man den von anderen Menschen erzeugten Reichtum absch&amp;ouml;pft, indem man andere Menschen weniger frei macht.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Ich m&amp;ouml;chte Freiheit lieber gar nicht als statischen Zustand verstehen. Freiheit ist kein Mangel an Einschr&amp;auml;nkungen, sondern etwas, das wir einander schenken. Freiheit ist eine Beziehung zwischen Menschen. (Diese Idee habe ich von meinem Freund Ben, der sie wahrscheinlich von Kropotkin oder einem anderen l&amp;auml;ngst verstorbenen Anarchisten hat.) Wir schenken einander Freiheit, indem wir f&amp;uuml;reinander sorgen. Meine anarchistischen Freunde haben mir Freiheit geschenkt, als sie mir eine Unterkunft gaben, und jetzt tue ich dasselbe f&amp;uuml;r andere.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir schenken einander Freiheit, wenn wir lernen, Konflikte untereinander zu entsch&amp;auml;rfen, wenn wir lernen, Menschen in ihrer ganzen Vielfalt zu akzeptieren, wenn wir lernen, auf die Bed&amp;uuml;rfnisse des anderen einzugehen. Wenn ich so gut wie m&amp;ouml;glich f&amp;uuml;r mich selbst sorge, schenke ich den Menschen um mich herum mehr Freiheit. Wenn andere sich um mich k&amp;uuml;mmern, geben sie mir diese Freiheit zur&amp;uuml;ck.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In gewisser Weise sind die Plutokraten dieser Welt am wenigsten frei, weil sie nie die M&amp;ouml;glichkeit haben, mit den Menschen um sie herum auf Augenh&amp;ouml;he zu interagieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich versuche nicht, ihnen Mitleid entgegenzubringen. Ihre Lebensweise muss zerst&amp;ouml;rt werden, wenn der Rest von uns &amp;uuml;berhaupt eine Chance auf eine lebenswerte Welt haben soll, geschweige denn auf so etwas wie echte Freiheit.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Es ist aber sch&amp;ouml;n, sich daran zu erinnern, dass Arbeitsk&amp;auml;mpfe und Tarifverhandlungen so alt sind wie die Lohnarbeit (und dass Lohndiebstahl so alt ist wie die L&amp;ouml;hne selbst).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als der &amp;auml;gyptische Staat ins Wanken geriet (wie schon so oft in seiner 5000-j&amp;auml;hrigen Geschichte, da &amp;Auml;gypten das &amp;auml;lteste Land der Welt ist), begannen dieselben streikenden Arbeiter in Deir el-Medina, sich mit bewaffneten Au&amp;szlig;enstehenden zu verb&amp;uuml;nden, um die Gr&amp;auml;ber zu pl&amp;uuml;ndern. Das ist ein Grund daf&amp;uuml;r, warum die Grabr&amp;auml;uber aus Europa gr&amp;ouml;&amp;szlig;tenteils leere Grabst&amp;auml;tten vorfanden, als sie mit ihrer systematischen Pl&amp;uuml;nderung &amp;Auml;gyptens begannen &amp;ndash; das &amp;auml;gyptische Volk, die Arbeiter, hatte sich seinen eigenen vergrabenen Reichtum schon Tausende von Jahren zuvor zur&amp;uuml;ckgeholt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Ich w&amp;uuml;rde diesen Teil gerne ganz sch&amp;ouml;n und rosig darstellen, aber soweit ich das beurteilen kann, haben sich die Arbeiter bei diesen Pl&amp;uuml;nderungen mit korrupten Kreisen der Regierung zusammengetan. Ich bin nicht sachkundig genug, um dir zu sagen, ob dieser Reichtum seinen Weg zu den arbeitenden Menschen &amp;Auml;gyptens gefunden hat oder nicht &amp;ndash; nur, dass er den toten Monarchen von ihrem eigenen Volk nicht allzu lange nach der Bestattung wieder abgenommen wurde.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es macht mir nichts aus, dass Freiheit auf einem Spektrum (oder einem Feld) existiert. Es macht mir nichts aus, dass es ein Kampf ist, den wir schon immer gef&amp;uuml;hrt haben und immer f&amp;uuml;hren werden. Wir werden vielleicht nie gewinnen, nicht vollst&amp;auml;ndig, nicht dauerhaft, aber wir werden auch nie verlieren. Denn durch den Kampf bauen wir diese Beziehungen der Freiheit auf. Durch den Kampf gewinnen wir.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/the-workers-and-the-tombs-of-the&quot;&gt;&amp;bdquo;The Workers and the Tombs of the Ancient Dead or: 3000 year old labor strikes and what it means to be free&amp;ldquo;&lt;/a&gt;&amp;#160;von&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://substack.com/@margaretkilljoy&quot;&gt;Margaret Killjoy&lt;/a&gt;, 15. Juli 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt;&amp;#160;ist eine von den Lesern unterst&amp;uuml;tzte Publikation. Normalerweise ist die H&amp;auml;lfte der Beitr&amp;auml;ge kostenlos, die andere H&amp;auml;lfte ist pers&amp;ouml;nlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verf&amp;uuml;gung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r alle Leser kostenlos. Um neue Beitr&amp;auml;ge zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&amp;uuml;tzen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;bersetzung, Bearbeitung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Fri, 17 Jul 2026 17:58:00 +0200</pubDate>
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    <title>Blogkino: Barfuß durch die Hölle: … und dann kam das Ende - The Human Condition - Ningen no jōken (1961)</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Heute führen wir in unsere Reihe &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/categories/67-Blogkino&quot;&gt;Blogkino&lt;/a&gt; die kurze Serie mit Filmen des japanischen Regisseurs &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Masaki_Kobayashi&quot;&gt;Masaki Kobayashi&lt;/a&gt; fort. Er schuf ab 1959 mit der Trilogie &lt;a id=&quot;mwOQ&quot; title=&quot;Barfuß durch die Hölle&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barfu%C3%9F_durch_die_H%C3%B6lle&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Barfuß durch die Hölle&lt;/a&gt; (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von &lt;a id=&quot;mwCw&quot; title=&quot;Gomikawa Jumpei&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gomikawa_Jumpei&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Gomikawa Jumpei&lt;/a&gt;. Der neuneinhalbstündige Film erzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven &lt;a id=&quot;mwFw&quot; title=&quot;Japanisches Kaiserreich&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Kaiserreich&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Kaiserreich Japan&lt;/a&gt; in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zeigen heute Teil 3, der hierzulande als &quot;Barfuß durch die Hölle: ... und dann kam das Ende&quot; lief: Im letzten Film sind die japanischen Streitkräfte vernichtend geschlagen. Mit einigen seiner Kameraden macht sich Kaji auf einen gewaltigen Fußmarsch nach Süden, wo er Michiko wiederzufinden hofft. Nachdem er viele Gefahren überlebt hat, wird er von der Roten Armee gefasst und muss daraufhin eine ähnliche Behandlung erdulden, wie sie die Chinesen zuvor erfahren hatten. Nach einiger Zeit gelingt ihm die Flucht. Enttäuscht vom Kommunismus, von dem er sich eine Befreiung der Menschheit erhofft hatte, erkennt er, dass dieses neue System keinen Deut besser ist als alles, wogegen er sich bisher aufgelehnt hatte. Er träumt weiterhin davon, seine Frau wiederzufinden, und muss schließlich seine letzte große Prüfung gegen die weite Ödnis des eurasischen Winters bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil 1 hatten wir am 30. Juni &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/14291-Blogkino-Barfuss-durch-die-Hoelle-The-Human-Condition-Ningen-no-jken-1959.html&quot;&gt;hier gezeigt&lt;/a&gt;, Teil 2 am 7. Juli &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/14292-Blogkino-Barfuss-durch-die-Hoelle-Die-Strasse-zur-Ewigkeit-The-Human-Condition-Ningen-no-jken-1959.html&quot;&gt;dort&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe src=&quot;https://archive.org/embed/the-human-condition-parts-5-6&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;384&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Afd widersetzen in Erfurt</title>
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    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
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&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2296h.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2296h.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=680,left=1320,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot; title=&quot;Foto: © Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5241 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Foto von: © Kinkalitzken zeigt einen Block der Demo mit Seiten und Fronttransparenten. Der Text &amp;quot;Antifaschsimus selber machen - rechte Strukturen bekämpfen&amp;quot; dahinter mehrere Dutzend Demnstrant*innen, die zum Teil mit roten Fahnen dahinter laufen.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; height=&quot;800&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2296h.jpg&quot; title=&quot;Foto: © Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: &amp;copy; Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&amp;Uuml;ber 30.000 Menschen protestieren am 4. Juli 2026 gegen einen AfD-Bundesparteitag in Erfurt. Laut dem Aktionsb&amp;uuml;ndnis &amp;bdquo;widersetzen&amp;ldquo; beteiligten sich 17.000 Menschen mit rund 250 Bussen an &amp;uuml;ber 12 Blockadepunkten. Damit handelte es sich um eine der gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten antifaschistischen Mobilisierungen der Bundesrepublik.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu den &lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/afd-widersetzen-in-erfurt/&quot;&gt;Fotos beim Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Polizei fuhr ein Gro&amp;szlig;aufgebot auf und ging an einigen Stellen mit Gewalt gegen den Protest vor. Am Rand versuchten rechte Medienaktivisten zu provozieren. Trotz Blockaden konnte der Parteitag ohne gro&amp;szlig;e Verz&amp;ouml;gerung starten, da viele Teilnehmende fr&amp;uuml;hzeitig anreisten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Wir sind gekommen, um den Parteitag zu verhindern. Das ist uns nicht gelungen. Der Grund daf&amp;uuml;r ist, dass der SPD Innenminister Georg Maier und seine Polizei es ihnen m&amp;ouml;glich gemacht hat. [&amp;hellip;] Bei all der Berichterstattung, wer fr&amp;uuml;her an der Messe war: Das. Ist. Kein. Spiel. Wir meinen es ernst. Dieser Parteitag durfte nicht stattfinden&amp;ldquo;&lt;/em&gt;, res&amp;uuml;mierte Suraj Mailitafi von &amp;bdquo;widersetzen&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Der Kampf gegen Faschismus ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wir mobilisieren jetzt nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Am 25.07. laden wir zur Konferenz in Magdeburg ein. Dort planen wir unsere Aktionen f&amp;uuml;r den Herbst. F&amp;uuml;r den 1.8. ruft widersetzen zu Aktionen gegen den Aufmarsch der AfD-Jugend in Schwerin auf&amp;ldquo;&lt;/em&gt;, erg&amp;auml;nzte Noa Sander auf der abschlie&amp;szlig;enden&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://widersetzen.com/widersetzen-beendet-aktionen-o-toene-aus-der-pressekonferenz/&quot; rel=&quot;noopener&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pressekonferenz&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Ereignisse zu diesem Thema&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/widersetzen-gegen-afd-in-giessen/&quot;&gt;Widersetzen gegen AFD in Giessen&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/afd-widersetzen-in-jueterbog/&quot;&gt;Afd widersetzen in J&amp;uuml;terbog&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/widersetzen-gegen-afd-parteitag-in-riesa/&quot;&gt;Widersetzen gegen AfD-Parteitag in Riesa&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://widersetzen.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://widersetzen.com/&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.zusammenstehen.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://www.zusammenstehen.org/&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://zeitzuhandeln.net/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://zeitzuhandeln.net/&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.flickr.com/photos/192343020@N08/albums/72177720334525391&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Fotos von kinkalitzken&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://taz.de/AfD-Parteitag-in-Erfurt-endet/!6193602/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Beobachter kritisieren &amp;bdquo;&amp;uuml;berdimensionierten Polizeieinsatz&amp;ldquo; (taz, 6.7.26)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 14:21:00 +0200</pubDate>
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