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    <title>trueten.de - Freiräume</title>
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    <description>»Die politische Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer andern.« Karl Marx, Friedrich Engels. Manifest der kommunistischen Partei, 1848</description>
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    <pubDate>Mon, 17 Aug 2026 10:10:47 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: trueten.de - Freiräume - »Die politische Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer andern.« Karl Marx, Friedrich Engels. Manifest der kommunistischen Partei, 1848</title>
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    <title>In Erinnerung an Murray Bookchin</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14369-In-Erinnerung-an-Murray-Bookchin.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>Antifa</category>
            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
            <category>Freiräume</category>
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            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
            <category>Solidarität</category>
            <category>Theorie</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5277 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Foto zeigt  Murray Bookchin in Burlington, Vermont USA, 1990, im Alter von 69 Jahren.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/500px-Murray_Bookchin_Burlington_Vermont_1990.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Murray Bookchin in Vermont, 1990&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Foto: Debbie Bookchin - &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=128907089&quot;&gt;Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Seine &amp;ouml;kologischen und kommunitaristischen Ideen sind nach wie vor einflussreich und umstritten&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Murray Bookchin war w&amp;auml;hrend der gesamten zweiten H&amp;auml;lfte des 20. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Stimmen in der &amp;ouml;kologischen Debatte und verband tiefgreifendes philosophisches, anthropologisches und historisches Wissen einerseits mit brillanten politischen Einsichten andererseits. Seine intellektuelle Laufbahn ist komplex: Sie verbindet intellektuelles und militantes Engagement und reicht vom Syndikalismus &amp;uuml;ber den Trotzkismus bis hin zum sp&amp;auml;teren Anarchismus. Vor allem entwickelte er das Konzept der Sozial&amp;ouml;kologie, f&amp;uuml;r das er am bekanntesten ist. Die vielen Polemiken, in die er verwickelt war, machten ihn zu einer umstrittenen Figur in der anarchistischen Bewegung, doch die Relevanz und Originalit&amp;auml;t seiner Beitr&amp;auml;ge stehen au&amp;szlig;er Frage.&lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;Vom Marxismus &amp;uuml;ber den Anarchismus zum Kommunalismus&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Murray Bookchins politisches Engagement begann schon in sehr jungen Jahren, beeinflusst von den sozialistischen Ideen, die ihm seine Gro&amp;szlig;mutter schon als Kind vermittelt hatte. Als 15-J&amp;auml;hriger versuchte er, sich f&amp;uuml;r den Spanischen B&amp;uuml;rgerkrieg zu melden, wurde aber wegen seines jungen Alters abgelehnt. Als junger Fabrikarbeiter engagierte er sich in syndikalistischen K&amp;auml;mpfen und brach noch vor seinem 20. Lebensjahr mit seiner stalinistischen politischen Zugeh&amp;ouml;rigkeit. Er schloss sich den trotzkistischen Ideen an und trat der Socialist Workers Party sowie der United Electrical Workers bei, w&amp;auml;hrend er bei General Motors arbeitete. Anfang der 50er Jahre begann er, sich f&amp;uuml;r &amp;ouml;kologische Themen zu interessieren, und schrieb seine ersten Essays unter dem Pseudonym Lewis Herber, um der mccarthyistischen Unterdr&amp;uuml;ckung zu entgehen. Ende der 1950er Jahre sah er sich selbst als Anarchist und ver&amp;ouml;ffentlichte &amp;ndash; einige Monate vor Rachel Carsons bahnbrechendem Werk &amp;bdquo;Silent Spring&amp;ldquo; &amp;ndash; &amp;bdquo;Our Synthetic Environment&amp;ldquo;. W&amp;auml;hrend seiner anarchistischen Jahre entwickelte er das Konzept der Sozial&amp;ouml;kologie, das sein Denken f&amp;uuml;r den Rest seines Lebens pr&amp;auml;gen sollte. In den 1990er Jahren brach er mit dem Anarchismus, weil er in der Bewegung eine &amp;ndash; wie er es nannte &amp;ndash; primitivistische, individualistische Wende sah &amp;ndash; eine Kritik, die er in seinem 1995 erschienenen Buch &lt;i&gt;Social Anarchism or Lifestyle Anarchism&lt;/i&gt; thematisierte. In seinen letzten Lebensjahren pr&amp;auml;gte er den Begriff des Kommunalismus, der als seine letzte intellektuelle und politische Wende angesehen werden kann.&lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;Sozial&amp;ouml;kologie und Post-Knappheit&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Bookchins wichtigster theoretischer Beitrag zum &amp;ouml;kologischen Denken ist zweifellos der Begriff der Sozial&amp;ouml;kologie. In einer Zeit, als die Deep-Ecology-Bewegung in den USA dominierte, schlug Bookchin eine auf Sozialkritik ausgerichtete &amp;Ouml;kologie vor. Er argumentierte, dass die Herrschaft &amp;uuml;ber die Natur ein Ergebnis sozialer Hierarchien sei und dass wir, um Ersteres zu &amp;uuml;berwinden, die Grundlage sozialer Herrschaft selbst entwurzeln m&amp;uuml;ssten. Wenn sie keine Gesellschaftskritik beinhaltet, ist &amp;Ouml;kologie bestenfalls ein moralisches Anliegen und eine Ansammlung &amp;bdquo;gr&amp;uuml;ner&amp;ldquo; Technologien, die Unterdr&amp;uuml;ckung aufrechterhalten. &amp;Ouml;kologie ist insofern sozial, als sie sich damit auseinandersetzen muss, wie die Gesellschaft (oder die &amp;bdquo;zweite Natur&amp;ldquo;) das Ergebnis der nat&amp;uuml;rlichen evolution&amp;auml;ren Entwicklung (oder der &amp;bdquo;ersten Natur&amp;ldquo;) ist. Das erm&amp;ouml;glicht es ihm zu behaupten, dass alle Formen gesellschaftlicher Beziehungen zur Natur tats&amp;auml;chlich politisch sind. Jede menschliche Gesellschaft ist stets in den Kontext einer &amp;Ouml;ko-Gemeinschaft eingebettet, die sowohl nicht-menschliches Leben als auch anorganische Systeme umfasst, die das Leben erhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bookchin war der Ansicht, dass eine &amp;ouml;kologische Gesellschaft und Politik ihr Handeln auf Zusammenarbeit und Gegenseitigkeit gr&amp;uuml;nden sollten, denn gegenseitige Hilfe und Solidarit&amp;auml;t sind nicht nur ethische Werte, sondern auch die beste evolution&amp;auml;re Strategie. In diesem Sinne folgte er einem Weg, der von &amp;Eacute;lis&amp;eacute;e Reclus und Peter Kropotkin bereits klar umrissen worden war. Laut Bookchin versorgt uns die Natur mit gen&amp;uuml;gend Ressourcen und einer herausragenden Rationalit&amp;auml;t, die es uns erm&amp;ouml;glicht, &amp;ouml;kologische Technologien zu entwickeln, die jedem ein w&amp;uuml;rdiges Leben erm&amp;ouml;glichen w&amp;uuml;rden &amp;ndash; ein Leben, das frei von der Erzeugung von Bed&amp;uuml;rfnissen ist und sich stattdessen auf befreite W&amp;uuml;nsche konzentrieren kann. Diese These steht im Mittelpunkt seines Konzepts der Post-Knappheit &amp;ndash; ein Konzept, das er in dem Buch &amp;bdquo;Post-Knappheit-Anarchismus&amp;ldquo; mit Anarchismus und &amp;Ouml;kologie verkn&amp;uuml;pft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Alternative, vor der wir stehen, so sagt er, lautet nicht mehr Sozialismus oder Barbarei; es ist vielmehr Anarchismus oder Vernichtung.&lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;Libert&amp;auml;rer Kommunalismus und der Kampf in Rojava&lt;/h4&gt;

&lt;p&gt;Die Politik der Sozial&amp;ouml;kologie ist der libert&amp;auml;re Kommunalismus, eine Form staatenloser Politik, die auf Dezentralisierung, direkter Demokratie und einem allgemeinen Umdenken in Bezug auf Urbanisierung und die Organisation von Arbeit basiert. Bookchins Ansichten zu diesen Themen veranlassten ihn, sich nicht nur f&amp;uuml;r eine Dezentralisierung auf institutioneller Ebene einzusetzen &amp;ndash; was dennoch ein wichtiger Grundsatz des libert&amp;auml;ren Kommunalismus ist &amp;ndash;, sondern auch auf geografischer Ebene. Er vertrat die Ansicht, dass Gro&amp;szlig;st&amp;auml;dte in &amp;bdquo;Gemeinschaften menschlichen Ma&amp;szlig;stabs&amp;ldquo; aufgeteilt werden sollten, was es lokalen demokratischen Versammlungen erm&amp;ouml;glichen w&amp;uuml;rde, direkte Kontrolle &amp;uuml;ber die St&amp;auml;dte und die gemeinsamen nat&amp;uuml;rlichen Ressourcen auszu&amp;uuml;ben. Bookchins Ideen zum libert&amp;auml;ren Kommunalismus wurden von Abdullah &amp;Ouml;calan w&amp;auml;hrend seiner Haftjahre teilweise aufgegriffen und an den kurdischen Kontext angepasst. &amp;Ouml;calan entwickelte seinen demokratischen Konf&amp;ouml;deralismus, der schlie&amp;szlig;lich nach der Revolution 2012 in Rojava umgesetzt wurde. In Bookchins letzten Lebensjahren gab es den Versuch, einen Besuch auf der Insel Imrali zu organisieren, wo &amp;Ouml;calan inhaftiert ist, doch Bookchins schlechter Gesundheitszustand lie&amp;szlig; dies nicht zu.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bookchin starb am 30. Juli 2006 und konnte die Rojava-Revolution nicht mehr miterleben. Anl&amp;auml;sslich seines 20. Todestages gibt uns das Schreiben &amp;uuml;ber ihn die Gelegenheit, an den enormen Einfluss seiner Ideen zu erinnern und noch einmal den Zusammenhang zwischen &amp;ouml;kologischer und sozialer Unterdr&amp;uuml;ckung sowie Befreiung zu betonen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2026/07/30/remembering-murray-bookchin/&quot;&gt;Remembering Murray Bookchin&lt;/a&gt;, Fabio Carnevali, 30. Juli 2026&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;Uuml;bersetzung: Thomas Trueten [Nicht autorisiert]&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 15 Aug 2026 11:25:00 +0200</pubDate>
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    <category> anarchismus</category>
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    <title>Alle Schönheit liegt jenseits der Angst oder: Das Wechselspiel aus Nostalgie und Angst - und außerdem war ich im Urlaub</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14368-Alle-Schoenheit-liegt-jenseits-der-Angst-oder-Das-Wechselspiel-aus-Nostalgie-und-Angst-und-ausserdem-war-ich-im-Urlaub.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
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    &lt;p&gt;Ich wei&amp;szlig; nicht, ob du schon mal versucht hast, im Sommer in einem State Park zu zelten, aber heutzutage &amp;auml;hneln die meisten eher Wohnmobil-St&amp;auml;dten als dem, was man traditionell mit Campingpl&amp;auml;tzen verbindet. F&amp;uuml;r die Leute, die das m&amp;ouml;gen, ist es wahrscheinlich unglaublich sch&amp;ouml;n. Es ist wahrscheinlich unglaublich sch&amp;ouml;n, eine Woche lang mit der Familie in deinem geldverschlingenden Wohnmobil abzuhauen, um unter den B&amp;auml;umen zu schlafen, w&amp;auml;hrend der Generator l&amp;auml;uft und die LED-Unterbodenbeleuchtung blinkt, umgeben von einer vor&amp;uuml;bergehenden, aber freundlichen Gemeinschaft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So bin ich nicht aufgewachsen. Wir sind in Zelten zelten gegangen, und wir sind nicht dorthin gefahren, um uns im Grunde wie in einer provisorischen Stadt zu f&amp;uuml;hlen. Aber ich stelle mir gerne vor, dass ich, wenn es so gewesen w&amp;auml;re, die Freiheit geliebt h&amp;auml;tte, auf Wanderwegen herumzustreunen, Fr&amp;ouml;sche zu fangen und in Seen zu schwimmen, um dann nach Hause zu kommen &amp;ndash; zu warmem Essen, k&amp;uuml;hler Luft und einem Bett, das kein Schlafsack ist. Ich h&amp;auml;tte die vor&amp;uuml;bergehende Gemeinschaft geliebt, die vor&amp;uuml;bergehenden Freunde, die vor&amp;uuml;bergehenden Lieben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit vor&amp;uuml;bergehenden Freunden kam ich immer besser zurecht als mit Schulfreunden. Ich kam immer besser zurecht, wenn ich bei Null anfangen konnte &amp;ndash; mit Leuten, die nicht wussten, dass ich das unbeliebte Kind war, das sie verpr&amp;uuml;geln, mit dem sie keinen Spa&amp;szlig; haben oder in das sie sich nicht verlieben sollten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber nichts davon ging mir letzte Woche durch den Kopf, als ich um 23 Uhr ein winziges Backpacking-Zelt auf einem winzigen St&amp;uuml;ck Sand und Erde in einem State Park in Michigan aufstellte. Wir waren nicht mehr als zehn Fu&amp;szlig; von unseren n&amp;auml;chsten Nachbarn entfernt, nicht mehr als zwanzig Fu&amp;szlig; von einem Wohnmobil mit den bereits erw&amp;auml;hnten Regenbogen-LED-Unterbodenleuchten, die die ganze Nacht &amp;uuml;ber brannten. Wir wollten einfach nur irgendwo schlafen, wo uns die Polizei nicht wecken w&amp;uuml;rde, also zahlten wir etwa 50 Dollar f&amp;uuml;r das Privileg, auf diesem Planeten existieren zu d&amp;uuml;rfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir hatten zwei Isomatten, einen Schlafsack, eine Wolldecke und keine Kissen. Das Zelt war kaum so gro&amp;szlig; wie unsere beiden K&amp;ouml;rper, wenn wir uns hinlegten, aber wir hatten auch einen Hund und eine Katze dabei. Es war viel zu hei&amp;szlig;. Die Katze pinkelte zuerst auf die Wolldecke, direkt zu meinen F&amp;uuml;&amp;szlig;en. Dann, eine Stunde vor Sonnenaufgang, zog sie ans Kopfende des Zeltes, um sich auf die Weste und die Jacke zu stellen, die ich als Kissen zusammengekn&amp;uuml;llt hatte. Und sie pinkelte wieder.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe nicht gut geschlafen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich nehme an, er auch nicht.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Es gibt einige Karten, die ich mir selbst beim Schreiben verdeckt halte, und ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich nicht jede Karte offenlege. Ich war schon immer eine zur&amp;uuml;ckhaltende Memoirenschreiberin, sowohl weil mir meine Privatsph&amp;auml;re wichtig ist, als auch weil jede Geschichte, die ich dir erz&amp;auml;hlen k&amp;ouml;nnte, nicht nur meine eigene Geschichte ist, sondern die Geschichte aller, die dabei waren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich kann euch erz&amp;auml;hlen, dass wir beide beschlossen haben, f&amp;uuml;r ein paar Tage auf die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Obere_Halbinsel&quot;&gt;Obere Halbinsel von Michigan&lt;/a&gt; zu fahren: zwei Tage Fahrt hin, zwei Tage dort, zwei Tage zur&amp;uuml;ck. Das war eine Menge Fahrt f&amp;uuml;r nur ein paar Tage in einer H&amp;uuml;tte, aber ich habe nichts gegen einen guten Roadtrip in guter Gesellschaft. Au&amp;szlig;erdem habe ich einen Van, den ich mit einem Bett, einem kleinen Minik&amp;uuml;hlschrank und sogar einer 12-Volt-Klimaanlage ausgestattet habe (leider ohne Regenbogen-Unterbodenbeleuchtung), also rechneten wir damit, Hotelkosten zu sparen und unterwegs bequem schlafen zu k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich beschloss, meinen Hund mitzunehmen. Er ist der halbe Grund, warum ich den Van &amp;uuml;berhaupt habe &amp;ndash; ich habe ihn mir vor ein paar Jahren f&amp;uuml;r eine Lesereise zugelegt und dann umgebaut, um mit meinem Jungen zu reisen. Deshalb gibt es eine Klimaanlage und einen ferngesteuerten Temperatursensor, sodass ich jederzeit auf meinem Handy nachsehen kann, wie warm es bei ihm drinnen ist, und so immer wei&amp;szlig;, dass er in Sicherheit ist. Er mag Autofahrten nicht besonders, aber er liebt neue Orte, und wir beide sind zusammen gl&amp;uuml;cklicher als getrennt, also kam er mit mir in den Urlaub. Au&amp;szlig;erdem ist meine Hundebetreuung ins Wasser gefallen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann ist in letzter Minute auch noch die Katzenbetreuung geplatzt. Kein Problem, dachten wir. Rintrah hat seine Transportbox, und wir k&amp;ouml;nnen ein Katzenklo und ein paar Pissmatten auf den Boden des Vans legen &amp;ndash; das w&amp;uuml;rde schon klappen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mein Van hatte allerdings andere Pl&amp;auml;ne. Noch zehn Stunden von unserer H&amp;uuml;tte entfernt fing der Van an zu r&amp;uuml;tteln, der Motor begann zu stottern, und ich schaltete herunter und kroch mit eingeschalteten Warnblinkern die Nebenstra&amp;szlig;en entlang. Wir schafften es bis in eine kleine Stadt am Ufer des unheilvoll benannten &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Devils_Lake_(Michigan)&quot;&gt;Devil&amp;rsquo;s Lake&lt;/a&gt; und bogen dann auf den Parkplatz des ebenso unheilvoll benannten &amp;bdquo;Devil&amp;rsquo;s Lake Auto Care&amp;ldquo; ab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir wurden aber nicht ermordet, was gut ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als ich fr&amp;uuml;her in einem Van lebte (einem anderen Van), habe ich komplett aufgeh&amp;ouml;rt, Horrorfilme zu gucken. Mein Leben bestand viel zu sehr darin, in kleine St&amp;auml;dte zu fahren und an sch&amp;auml;bigen Tankstellen nach Orten zu fragen, an denen ich allein in meinem Auto unter B&amp;auml;umen schlafen konnte, als dass ich mir Filme &amp;uuml;ber Leute wie mich, die ermordet werden, h&amp;auml;tte ansehen wollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nat&amp;uuml;rlich fing ich dann wieder an, Horrorfilme zu schauen, als ich allein in einer schwarzen H&amp;uuml;tte im Wald lebte, aber manchmal muss man sich einfach auf &amp;Auml;sthetik und Romantisierung einlassen, um mit der Angst fertig zu werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So oder so, wir hatten eine Panne am Devil&amp;rsquo;s Lake, und wenn diese Geschichte eine Moral hat, dann findest du sie hier: Manche Probleme lassen sich tats&amp;auml;chlich leichter mit Freunden und der Gemeinschaft l&amp;ouml;sen als mit Geld oder der Infrastruktur, die unsere Gesellschaft bereitstellt. Denn ein Freund kam aus einer nahegelegenen Stadt angerannt, um uns und unsere Tiere abzuholen, w&amp;auml;hrend ein anderer Freund uns ein Auto lieh bzw. vermietete, damit wir unseren Urlaub nicht verlieren w&amp;uuml;rden. Unterdessen hielt ein Bauer &amp;ndash; ein Fremder &amp;ndash; am Devil&amp;rsquo;s Lake an und sagte uns, er w&amp;uuml;rde dem Mechaniker Bescheid geben, dass der Van repariert werden m&amp;uuml;sse.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber damit blieben uns nur noch unsere Notfall-Campingausr&amp;uuml;stung, die nicht f&amp;uuml;r so viele Menschen und Haustiere ausgelegt war. Und ein winziger Kombi, der ebenfalls nicht wirklich f&amp;uuml;r so viele Menschen und Haustiere ausgelegt war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am n&amp;auml;chsten Morgen, benommen und mit Urinflecken, als die Sonne gerade aufging, traf ich auf meinen alten Feind, der mir so vertraut war, dass es sich anf&amp;uuml;hlte, als w&amp;uuml;rde ich einen alten Freund wiedersehen: die Angst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht irgendeine Angst. Es gibt diese ganz bestimmte, &amp;uuml;belkeitserregende Angst, die dich &amp;uuml;berkommt, wenn du auf Reisen im Freien schl&amp;auml;fst, wenn deine Optionen so gut wie auf &amp;bdquo;weitermachen&amp;ldquo; beschr&amp;auml;nkt sind, weil du nicht bleiben kannst, wo du bist. Jahrelang begleitete mich diese Angst jeden Morgen, w&amp;auml;hrend ich per Anhalter unterwegs war. Jahrelang f&amp;uuml;hlte ich mich jeden Morgen krank und mein K&amp;ouml;rper arbeitete hart daran, jedes bisschen Essen und Wasser, das ich zu mir genommen hatte, wieder loszuwerden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also f&amp;uuml;hlte ich mich an jenem Morgen letzte Woche in Michigan wieder jung &amp;ndash; auf die schlimmste Art und Weise. Ich f&amp;uuml;hlte mich au&amp;szlig;er Kontrolle.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist fast schon Klaustrophobie, die dich &amp;uuml;berkommt, wenn das Morgenlicht bedeutet, dass du deinen Schlafplatz verlassen und raus auf die Autobahn musst. Es ist fast schon Klaustrophobie, wenn die Bullen auftauchen, um deinen Ausweis zu &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen, dich nach Drogen zu durchsuchen und andeuten, dass sie dich verhaften werden, wenn du bei Einbruch der Dunkelheit noch in der Stadt bist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich verbrachte meine Zwanziger mit einer verzweifelten Suche nach Freiheit, verzichtete auf Arbeit zugunsten von Aktivismus, auf Stabilit&amp;auml;t zugunsten von Fernweh, aber das forderte seinen Tribut. Und ironischerweise f&amp;uuml;hlte ich mich oft gefangen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walt_Whitman&quot;&gt;Walt Whitman&lt;/a&gt; schrieb einmal: &lt;em&gt;&amp;bdquo;Jetzt sehe ich das Geheimnis, wie die besten Menschen entstehen /&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Es besteht darin, an der frischen Luft zu wachsen und mit der Erde zu essen und zu schlafen.&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber er hat vergessen, &amp;uuml;ber Polizisten zu sprechen, und er hat vergessen, dar&amp;uuml;ber zu sprechen, wie man versucht, auf Wohnmobilstellpl&amp;auml;tzen zu schlafen, auf denen die Generatoren laufen, und wie wir uns genau diesen Stellplatz &lt;i&gt;ausgesucht&lt;/i&gt; hatten, weil wir nicht von Polizisten geweckt werden wollten. Er hat vergessen, dar&amp;uuml;ber zu sprechen, wie dein eigenes Gehirn in den ersten paar Stunden nach dem Aufwachen dein Feind ist. Er hat vergessen, von der Anspannung zu erz&amp;auml;hlen, dass man manchmal, wenn man ohne W&amp;auml;nde lebt, klaustrophobisch werden kann, sich gefangen f&amp;uuml;hlen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er hat vergessen, von den Katzen zu erz&amp;auml;hlen, die auf deine Decke und dein Kissen pinkeln, oder von dem Hund, der fast genauso ein Arschloch wird wie du, wenn er und du nicht schlafen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ging mir an jenem Morgen durch den Kopf.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Michigan_UpperPeninsula_LakeSuperior.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Michigan_UpperPeninsula_LakeSuperior.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=866,width=1295,top=654.5,left=1280,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5276 --&gt;&lt;img alt=&quot;Michigan, Obere Halbinsel, Oberer See am Pictured Rocks National Lakeshore.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Michigan_UpperPeninsula_LakeSuperior.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Michigan, Obere Halbinsel, Oberer See am Pictured Rocks National Lakeshore.&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Foto: Wolpodzilla - Eigenes Werk. Gemeinfrei&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Am Abend fiel mir die Kehrseite der Medaille wieder ein, denn die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Obere_Halbinsel&quot;&gt;Upper Peninsula&lt;/a&gt; ist atemberaubend sch&amp;ouml;n. Weil wir zu dieser H&amp;uuml;tte gewandert sind, die Tiere untergebracht haben und auf der Veranda sa&amp;szlig;en und den V&amp;ouml;geln lauschten statt Rasenm&amp;auml;hern. Wir sprachen &amp;uuml;ber dreizehn Fu&amp;szlig; gro&amp;szlig;e V&amp;ouml;gel, die man nur aus dem Augenwinkel sehen kann. Wir sprachen &amp;uuml;ber das Leben und &amp;uuml;ber B&amp;auml;ume, und ich erinnerte mich an das Mantra, das mich durch meine Zwanziger gebracht hat, durch meine Morgen voller Angst und &amp;Uuml;belkeit:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle Sch&amp;ouml;nheit liegt jenseits der Angst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nichts, was sich lohnt, ist einfach oder schmerzfrei. Reisen ist von Natur aus stressig. Umso mehr, wenn etwas schiefgeht. Mit den richtigen Hilfsmitteln (wie Notfall-Campingausr&amp;uuml;stung) und Freunden (wie denen, die uns gerettet haben) sowie der Freundlichkeit von Fremden (wie der Mann, der uns den Mechaniker vermittelt hat).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich verstehe, warum ich so viele Jahre lang weitergemacht habe. Ich habe so viele Orte gesehen, so viele Menschen kennengelernt. Ich glaube nicht, dass ich ohne diese f&amp;uuml;nfzehn Jahre auf der Stra&amp;szlig;e die Autorin sein k&amp;ouml;nnte, die ich heute bin.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich verstehe auch, warum ich aufgeh&amp;ouml;rt habe: Meine k&amp;ouml;rperliche und geistige Gesundheit verlangten es.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber manchmal sehne ich mich danach zur&amp;uuml;ck. Oft sogar, wenn ich ehrlich bin. Und ich muss in dieser Nostalgie ehrlich sein. Ich muss mich an diese Krankheit erinnern, an diesen schrecklichen Preis, denn das hilft mir, mich an diese Sch&amp;ouml;nheit zu erinnern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Obwohl es mir auch nichts ausmacht, wenn die Katze gl&amp;uuml;cklich auf meiner Brust schl&amp;auml;ft, mein Hund gl&amp;uuml;cklich mit dem Kinn auf meinem Bein schl&amp;auml;ft und wenn alles ganz einfach sein kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/all-beauty-lies-on-the-far-side-of&quot;&gt;&amp;bdquo;All Beauty Lies on the Far Side of Fear or: the interplay of nostalgia and anxiety, and also I went on vacationl&amp;ldquo;&lt;/a&gt;&amp;#160;von Margaret Killjoy, 12. August 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt;&amp;#160;ist eine von den Lesern unterst&amp;uuml;tzte Publikation. Normalerweise ist die H&amp;auml;lfte der Beitr&amp;auml;ge kostenlos, die andere H&amp;auml;lfte ist pers&amp;ouml;nlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verf&amp;uuml;gung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r alle Leser kostenlos. Um neue Beitr&amp;auml;ge zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&amp;uuml;tzen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;bersetzung, Bearbeitung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 12 Aug 2026 20:38:00 +0200</pubDate>
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    <category>devils lake</category>
<category>katzenpisse</category>
<category>michigan</category>
<category>rintrah</category>
<category>urlaub</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</creativeCommons:license>
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    <title>Drag* March 2026</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14331-Drag-March-2026.html</link>
            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antifeminismus</category>
            <category>Attentat</category>
            <category>Berlin</category>
            <category>Feminismus</category>
            <category>Frauenkampf</category>
            <category>Freiräume</category>
            <category>Grundrechte</category>
            <category>Kultur</category>
            <category>LGBTQIA+</category>
            <category>Liebe</category>
            <category>Misogynie</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
            <category>Soziales</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2302h_cropped.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2302h_cropped.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=801,width=1077,top=687,left=1389,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5266 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Foto zeigt 4 Teilnehmer*innen des Drag March Berlin, die ein Transparent halten, auf dem in Blickrichtung links 2 pinke Schnür-High-Heels in der der Mitte der Text &amp;quot;Drag* March Berlin &amp;quot; sowie rechts das Logo des &amp;quot;Ordens der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz und von Travestie für Deutschland&amp;quot; abgebildet sind.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2302h_cropped.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Foto: &amp;copy; Monika von Wegerer via Umbruch Bildarchiv&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Der erste offizielle Drag* March in Berlin fand am 24. Juli 2026 als Auftakt des CSD-Wochenendes statt und wurde vom Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz und von Travestie f&amp;uuml;r Deutschland mitgetragen. Die rund einen Kilometer lange Route f&amp;uuml;hrte vom Platz der Republik zum Brandenburger Tor. Die Demonstration f&amp;uuml;r Sichtbarkeit, Vielfalt, Demokratie und Solidarit&amp;auml;t stand unter dem Motto: &lt;em&gt;&amp;bdquo;Haltung ist Hot &amp;ndash; Segen statt Hetze!&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu den &lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/drag-march-2026/&quot;&gt;Fotos beim Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Ereignisse zu diesem Thema&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/dyke-march-2026/&quot;&gt;Dyke* March 2026&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/trauer-und-wut-nach-anschlag-auf-den-csd/&quot;&gt;Trauer und Wut nach Anschlag auf den CSD&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://csd-berlin.de/aktuelles/berlin-bekommt-seinen-ersten-drag-march&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Berlin bekommt seinen ersten Drag* March&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 05 Aug 2026 14:29:00 +0200</pubDate>
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    <category>Drag* March</category>
<category>Travestie</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</creativeCommons:license>
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    <title>DYKE* March 2026</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14329-DYKE-March-2026.html</link>
            <category>Antifa</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Berlin</category>
            <category>Feminismus</category>
            <category>Frauenkampf</category>
            <category>Freiräume</category>
            <category>LGBTQIA+</category>
            <category>Liebe</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Soziales</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2302g1.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2302g1.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=812,width=1080,top=681.5,left=1387.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5264 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Foto zeigt einige Teilnehmer*innen des Marsches, die in die Kamera lächeln. Eine hält eine Papptafel mit dem mit Glitzergold geschriebenen Text &amp;quot;Dyke Power&amp;quot; nach oben.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2302g1.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Foto: &amp;copy; Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Mehr als 10.000 Menschen beteiligten sich am diesj&amp;auml;hrigen Dyke* March vom Roten Rathaus bis zum Oranienplatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu den &lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/dyke-march-2026/&quot;&gt;Fotos beim Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als Dykes* sp&amp;uuml;ren wir die Gefahr von Rechts unmittelbar: Unsere Rechte werden angegriffen, patriarchale Gewalt und Diskriminierung nehmen zu &amp;ndash; ob auf der Stra&amp;szlig;e, in der Familie oder in Form von Repressionen gegen linke Proteste. W&amp;auml;hrend der Staat Milliarden in Militarisierung investiert, wird &amp;uuml;berall sonst gek&amp;uuml;rzt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Diese K&amp;uuml;rzungen treffen besonders (BIPoC) Dykes*, Frauen, trans*, nichtbin&amp;auml;re und queere Menschen sowie arme Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderungen, Neurodivergenz, chronischen und/oder psychischen Erkrankungen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Deshalb gehen wir laut und un&amp;uuml;berh&amp;ouml;rbar auf die Stra&amp;szlig;e: f&amp;uuml;r eine Gesundheitsversorgung f&amp;uuml;r alle, f&amp;uuml;r k&amp;ouml;rperliche Selbstbestimmung, f&amp;uuml;r ein Adoptionsrecht, das lesbische Lebensrealit&amp;auml;ten mitdenkt, gegen Sozialabbau und gegen Sonderregister f&amp;uuml;r queere Menschen. Nicht nur, um zu verteidigen, was wir gewonnen haben, sondern um Befreiung f&amp;uuml;r alle zu erk&amp;auml;mpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kampf gegen Faschismus ist dabei notwendige Voraussetzung f&amp;uuml;r unsere Freiheit.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gemeinsam solidarisch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Dyke* March ist ein Ort unterschiedlicher politischer Positionierungen. Was uns verbindet, sind gegenseitiger Respekt, Solidarit&amp;auml;t mit marginalisierten Menschen und die Ablehnung jeder Form von Menschenfeindlichkeit. Politische Differenzen m&amp;uuml;ssen hier nicht verschwinden. F&amp;uuml;r uns ist aber klar: Trotz alledem wehren wir uns gemeinsam gegen den Faschismus. (&amp;hellip;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;aus dem&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/p/DaC0ZI0jGFA/&quot; rel=&quot;noopener&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Aufruf zum Dyke* March 2026&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weitere Ereignisse zu diesem Thema&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/community-dyke-march/&quot;&gt;Community Dyke March&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/dyke-marsch-berlin-2023/&quot;&gt;Dyke* March Berlin 2023&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/dyke-march-in-berlin/&quot;&gt;Dyke March in Berlin&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://queere-jugend-berlin.de/event/dyke-march-2026/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;DYKE* MARCH 2026&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://taz.de/Vor-dem-CSD-Wochenende-in-Berlin/!6197841/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ein queerer Scherbenhaufen (taz, 21.7.2026)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 18:20:00 +0200</pubDate>
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    <title>k9 » größenwahn » politischer fiimabend: Die Halbstarken</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14326-k9-groessenwahn-politischer-fiimabend-Die-Halbstarken.html</link>
            <category>Antifa</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Antirepression</category>
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            <category>Kapitalismus</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/DieHalbstarken.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/DieHalbstarken.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=866,width=605,top=654.5,left=1625,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5261 --&gt;&lt;img alt=&quot;Der Flyer zum Filmabend zeigt neben den Angaben zum Film in Kurzfassung ein verfremdetes Foto einer Kinoreklametafel mit dem historischen Filmplakat mit Karin Baal und Host Buchholz. Der Flyer ist Blutrot mit schwarzem Kontrast gehalten&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/DieHalbstarken.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Halbstarken&quot;&gt;&amp;bdquo;Die Halbstarken&amp;ldquo;&lt;/a&gt; skizziert den gesellschaftlichen Konflikt zwischen der kleinb&amp;uuml;rgerlichen Welt der spie&amp;szlig;igen Adenauer-Gesellschaft, sowie den an US-amerikanischen Vorbildern orientierten Jugendlichen aus Rock&amp;acute;n&amp;acute;Roll, neuen Klamotten etc. Alles was provokant wirken mu&amp;szlig;te, war beliebt und gegen die restriktiven Forderungen und preu&amp;szlig;ischen Ideale wie gegen jede Ordnung, Disziplin, bedingungslose Unterordnung unter Autorit&amp;auml;ten, der &amp;quot;Alten&amp;quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;quot;Halbstarke&amp;quot; wurden in der BRD ab der 1950er Jahre fast &amp;uuml;berwiegend nur m&amp;auml;nnliche Jugendliche aus der Arbeiterklasse bezeichnet, die durch ihr provokantes Verhalten, Lederjacken, Jeans, aufgemotzte Mopeds und besonders Rock&amp;#39;n&amp;#39;Roll gegen die b&amp;uuml;rgerliche Normen rebellierten. Ihre Krawalle pr&amp;auml;gten da&amp;#160;ein neues, subkulturelles Jugendbild. Eine neue, von &amp;quot;Alten&amp;quot; als &amp;quot;verdorben&amp;quot; oder &amp;quot;Rowdy&amp;quot; wahrgenommene Generation. W&amp;auml;hrend die post-nationalsozialistische westdeutsche Filmindustrie Produktionen wie &amp;quot;Hunde, wollt ihr ewig leben&amp;quot;, &amp;quot;Division Brandenburg&amp;quot; oder &amp;quot;So war der deutsche Landser&amp;quot; auf den&amp;#160;Markt bringt, st&amp;uuml;rmen die Jugendlichen in Filme mit amerikanischen Rebellen wie Marlon Brando (&amp;quot;Der Wilde&amp;quot;, 1953, &amp;quot;Die Faust im Nacken&amp;quot;1954, James Dean, &amp;quot;... denn sie wissen nicht, was sie tun&amp;quot;1955, &amp;quot;Jenseits von Eden&amp;quot; 1955, &amp;quot;Giganten&amp;quot;, 1956) Der Film ist lediglich ein kleiner Einblick, mit Ausschnitten in den westdeutschen/westberliner Nachkriegsalltag, mit rebellierenden jugendlichen gegen Zucht, Ordnung+Spie&amp;szlig;igkeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Film wurde im Juli und August 1956 in Westberlin gedreht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schwarzwei&amp;szlig;film von Georg Tressler, 92 Minuten&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;combatiente zeigt geschichtsbewu&amp;szlig;t:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;revolucion mu&amp;szlig; sein!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;filme aus aktivem widerstand &amp;amp; revolution&amp;auml;ren k&amp;auml;mpfen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
kinzigstra&amp;szlig;e 9 &amp;laquo; 10247 berlin + U5 samariterstra&amp;szlig;e + S frankfurter allee&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 01 Aug 2026 13:11:00 +0200</pubDate>
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<category>karin baal</category>
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    <title>Wenn sie auf dem „Torment Nexus“ bestehen oder: Dein Auto sollte dich nicht ins Gefängnis fahren</title>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Vor ein paar Wochen hat ein selbstfahrendes Taxi der Marke Waymo in San Mateo, Kalifornien, &lt;a href=&quot;https://www.npr.org/2026/07/10/nx-s1-5886113/waymo-police-privacy-driverless-autonomous-vehicles&quot;&gt;&lt;u&gt;zwei Kinder&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; in die H&amp;auml;nde der Polizei gebracht. Die Maschine stellte fest, dass ihre beiden 15-j&amp;auml;hrigen Fahrg&amp;auml;ste Alkohol tranken und mit Spielzeugwaffen herumschossen, also alarmierte sie die Polizei, fuhr von selbst auf einen Parkplatz und schaltete sich aus. Die Kinder wurden daraufhin von den bewaffneten M&amp;auml;nnern (und m&amp;ouml;glicherweise Frauen) festgenommen, die gn&amp;auml;digerweise beschlossen, die Teenager nicht hinter Gitter zu stecken, sondern sie ihren Eltern zur&amp;uuml;ckzugeben. Diesmal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fast jeder Artikel, den ich zu diesem Thema gelesen habe, will unbedingt betonen, dass die Kinder nicht im Auto eingesperrt waren, dass sie frei waren, zu gehen. Dass es den beiden F&amp;uuml;nfzehnj&amp;auml;hrigen freistand, von einem beliebigen Parkplatz aus zu gehen, Gott wei&amp;szlig;, wie weit von zu Hause entfernt. Als ob das alles in Ordnung machen w&amp;uuml;rde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und ich habe viele Artikel &amp;uuml;ber den Vorfall gelesen, weil mich mindestens ein Dutzend Leute in den Beitr&amp;auml;gen getaggt oder mir Nachrichten dazu geschickt haben. Denn 2015 ver&amp;ouml;ffentlichte Vice eine Kurzgeschichte von mir namens &lt;a href=&quot;https://www.vice.com/en/article/one-star/&quot;&gt;&lt;i&gt;&lt;u&gt;One Star&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, in der es um einen nicht-bin&amp;auml;ren Graffitik&amp;uuml;nstler geht, der in einem selbstfahrenden Taxi gefangen ist, das beschlie&amp;szlig;t, ihn ins Gef&amp;auml;ngnis zu fahren. Es ist eine kurze Lekt&amp;uuml;re, kaum l&amp;auml;nger als mein durchschnittlicher Newsletter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich kam mir damals, als ich sie schrieb, richtig clever vor. Die Idee dazu kam mir, als ich mit ein paar Freunden in dem Van, in dem ich fr&amp;uuml;her gewohnt hatte und den ich &lt;em&gt;&amp;bdquo;Leviathan&amp;ldquo;&lt;/em&gt; getauft hatte, quer durch das Land reiste. Weil er gigantisch war und die Zivilisation verk&amp;ouml;rperte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Selbstfahrende Autos befanden sich zu diesem Zeitpunkt gerade mal in der Proof-of-Concept-Phase, aber ich erkl&amp;auml;rte, dass ich es toll f&amp;auml;nde, wenn &amp;bdquo;Leviathan&amp;ldquo; von selbst fahren k&amp;ouml;nnte &amp;ndash; wenn ich einfach hinten in meinem eigenen Bett schlafen k&amp;ouml;nnte, w&amp;auml;hrend mein Van mich dorthin bringt, wo ich hinwollte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Wenn sie selbstfahrende Autos erfinden, werden sie die Leute einfach ins Gef&amp;auml;ngnis fahren. Das wei&amp;szlig;t du doch, oder?&amp;ldquo;&lt;/em&gt;, sagte mein Freund zu mir.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich hatte keine Antwort f&amp;uuml;r ihn, denn er hatte recht. Es gab nie eine Chance, dass eine Strafgesellschaft wie die USA selbstfahrende Autos als etwas anderes entwickeln w&amp;uuml;rde als eine Erweiterung der sozialen Kontrolle und der Strafjustiz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also schrieb ich eine Geschichte dar&amp;uuml;ber, verkaufte sie an Vice und versuchte seitdem, nicht zu viel dar&amp;uuml;ber nachzudenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zehn Jahre sp&amp;auml;ter wurde diese Geschichte wahr.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Im Jahr 2021 twitterte der &lt;em&gt;&amp;bdquo;The Onion&amp;ldquo;&lt;/em&gt;-Autor Alex Blechman:&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Alex-Blechman-on-X-Sci-Fi-Author-In-my-book-I-invented-the-Torment-Nexus-as-a-cautionary-tale-Tech-Company-At-long-last-we-have-created-the-Torment-Nexus-from-classic-sci-fi-novel-Don-t-Create-The-Torment-Nexus-X.png&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Alex-Blechman-on-X-Sci-Fi-Author-In-my-book-I-invented-the-Torment-Nexus-as-a-cautionary-tale-Tech-Company-At-long-last-we-have-created-the-Torment-Nexus-from-classic-sci-fi-novel-Don-t-Create-The-Torment-Nexus-X.png&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=318,width=601,top=928.5,left=1627,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5260 --&gt;&lt;img alt=&quot;Der Screenshot zeigt den Tweet von Alex Blechman&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Alex-Blechman-on-X-Sci-Fi-Author-In-my-book-I-invented-the-Torment-Nexus-as-a-cautionary-tale-Tech-Company-At-long-last-we-have-created-the-Torment-Nexus-from-classic-sci-fi-novel-Don-t-Create-The-Torment-Nexus-X.png&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;center&gt;&lt;em&gt;Sci-Fi-Autor: In meinem Buch habe ich den &amp;bdquo;Torment Nexus&amp;ldquo; als warnendes Beispiel erfunden.&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&amp;#160;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tech-Unternehmen: Endlich haben wir den &amp;bdquo;Torment Nexus&amp;ldquo; aus dem klassischen Sci-Fi-Roman &amp;bdquo;Don&amp;rsquo;t Create The Torment Nexus&amp;ldquo; geschaffen.&lt;/em&gt;&lt;/center&gt;

&lt;p&gt;Seitdem ist &lt;em&gt;&amp;bdquo;Torment Nexus&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zum Synonym f&amp;uuml;r die schrecklichen Dinge geworden, die Menschen (vor allem diejenigen, die Tech-Unternehmen leiten) tun und die von den schlimmsten dystopischen Vorstellungen von Science-Fiction-Autoren inspiriert zu sein scheinen.&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Alex Blechman sprach konkret davon, wie Facebook seinen Namen in Meta &amp;auml;nderte und versuchte, das Metaversum zu entwickeln &amp;ndash; inspiriert vom Metaversum aus dem dystopischen Cyberpunk-Unternehmensroman &lt;i&gt;Snow Crash&lt;/i&gt; von Neil Stephenson. Ich denke, das &lt;em&gt;&amp;bdquo;Torment-Nexus&amp;ldquo;&lt;/em&gt;-typischste Beispiel f&amp;uuml;r dieses Ph&amp;auml;nomen ist Palantir, das durch und durch b&amp;ouml;se &amp;Uuml;berwachungsunternehmen, benannt nach den Ger&amp;auml;ten, die von den durch und durch b&amp;ouml;sen B&amp;ouml;sewichten aus &lt;i&gt;Der Herr der Ringe&lt;/i&gt; verwendet werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn wir ganz genau nehmen, halte ich das Waymo-Gef&amp;auml;ngnis-Taxi nicht f&amp;uuml;r einen echten &lt;em&gt;&amp;bdquo;Torment-Nexus&amp;ldquo;&lt;/em&gt;-Moment, denn ich bin nicht so &amp;uuml;berheblich zu glauben, dass selbstfahrende Taxis &amp;ndash; oder ihre F&amp;auml;higkeit, straff&amp;auml;llige Jugendliche in die H&amp;auml;nde der Polizei zu liefern &amp;ndash; von meinen Texten inspiriert wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stattdessen habe ich mich einfach als hellsichtig erwiesen, und zwar nicht auf eine Art, die sich gut anf&amp;uuml;hlt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich will den &lt;em&gt;&amp;bdquo;Torment Nexus&amp;ldquo;&lt;/em&gt; nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was w&amp;auml;re, wenn wir stattdessen alle Hron aufbauen w&amp;uuml;rden, aus Margaret Killjoys erfolgreichem utopischem Roman aus einer fiktiven Welt, &lt;i&gt;Please Build the Country of Hron&lt;/i&gt;? (Na ja, eigentlich hei&amp;szlig;t er &lt;a href=&quot;https://www.akpress.org/countryofghosts.html&quot;&gt;A Country of Ghosts&lt;/a&gt;.)&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Wir rutschen immer schneller in einen Albtraum, den niemand &amp;ndash; au&amp;szlig;er den Machthabern &amp;ndash; will. Wir wollen keine Flock-Kameras, die jede unserer Bewegungen verfolgen. Wir wollen unser Denken nicht einer aufgeblasenen Autovervollst&amp;auml;ndigung &amp;uuml;berlassen, die &lt;a href=&quot;https://futurism.com/future-society/anthropic-destroying-books&quot;&gt;&lt;u&gt;die B&amp;uuml;cher dieser Welt zerst&amp;ouml;rt&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir wollen den Klimawandel bek&amp;auml;mpfen. Wir sehen St&amp;auml;dte in Flammen oder unter Wasser, und manchmal sind das unsere eigenen St&amp;auml;dte. In der vergangenen Woche wurden in Frankreich und Spanien eine Drittelmillion Menschen durch die dortigen Br&amp;auml;nde vertrieben, und entweder du oder jemand, den du kennst, hat diesen Sommer bereits miterlebt, wie das Stromnetz unter der Last von Hitzewellen und Hitzekuppeln zu k&amp;auml;mpfen hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Bewegung gegen Rechenzentren ist wahrscheinlich die Bewegung, die am ehesten in der Lage ist, uns &amp;uuml;ber kulturelle Grenzen hinweg in diesem Land zu vereinen. W&amp;auml;hrend die traditionellen Medien mit dem kometenhaften Aufstieg von Rechenzentren und KI als Infrastruktur prahlen, w&amp;uuml;rden wir alle es lieber sehen, wenn diese Anstrengungen in die Nachr&amp;uuml;stung von Wohngeb&amp;auml;uden f&amp;uuml;r Energieeffizienz, K&amp;uuml;hlung und Rauchfilterung flie&amp;szlig;en w&amp;uuml;rden. Denn &lt;em&gt;&amp;bdquo;w&amp;auml;re es nicht toll, wenn eine Website dir ein kleines Lied vorsingen k&amp;ouml;nnte&amp;ldquo;&lt;/em&gt; f&amp;uuml;hlt sich im Moment viel weniger wichtig an als &lt;em&gt;&amp;bdquo;Ich m&amp;ouml;chte nicht zusehen m&amp;uuml;ssen, wie meine Liebsten am Rauch der Waldbr&amp;auml;nde ersticken.&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die einzige stromfressende Infrastruktur, &amp;uuml;ber die wir uns gerade Gedanken machen m&amp;uuml;ssen, ist die Klimaanlage.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dazu habe ich nicht viel zu sagen, was &amp;uuml;ber eine Aneinanderreihung von Schimpfw&amp;ouml;rtern hinausgeht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und unsere Autos sollten uns nicht ins Gef&amp;auml;ngnis fahren. Ich w&amp;uuml;nschte, wir k&amp;ouml;nnten selbstfahrende Autos haben, aber der Strafvollzugsstaat und der Kapitalismus sind der Grund, warum wir keine sch&amp;ouml;nen Dinge haben k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin nicht gegen Technologie, zumindest nicht im abstrakten Sinne. Aber Technologie ist nicht neutral; sie wird innerhalb von Gesellschaften entwickelt und umgesetzt. Die urspr&amp;uuml;nglichen Ludditen hassten nicht die Idee von Maschinen, sie hassten die Vorstellung, dass ihre Lebensgrundlage durch Maschinen zerst&amp;ouml;rt wurde. Textilarbeiter hatten zuvor in H&amp;auml;uschen gearbeitet &amp;ndash; einer buchst&amp;auml;blichen Heimindustrie &amp;ndash;, wurden aber pl&amp;ouml;tzlich zu ersetzbaren R&amp;auml;dchen im industriellen Getriebe der St&amp;auml;dte. Es ist nicht so, dass alle Arbeiter ihre Jobs verloren h&amp;auml;tten, sondern dass ihre Arbeit von der W&amp;uuml;rde des Handwerks in das Elend der industriellen Produktion abglitt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und heute Morgen &lt;a href=&quot;https://www.nytimes.com/interactive/2026/07/29/technology/ai-chips-data-center-boom.html&quot;&gt;&lt;u&gt;zitierte die New York Times&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; einen KI-Arsch, der meinte, KI werde &amp;bdquo;das Zehnfache der industriellen Revolution mit zehnfacher Geschwindigkeit&amp;ldquo; bringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun bin ich gl&amp;uuml;cklicherweise ein kleiner KI-Optimist. Das hei&amp;szlig;t, ich glaube, dass sie zusammenbrechen und scheitern wird, anstatt diese gewaltigen, weltver&amp;auml;ndernden Dinge zu vollbringen, die keiner von uns will. Wahrscheinlich wird sie unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Aber wenn nicht, nun, dann gibt es bereits jetzt eine Revolte, und diese Revolte wird wachsen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wenn sie auf dem &lt;em&gt;&amp;bdquo;Torment Nexus&amp;ldquo;&lt;/em&gt; bestehen, k&amp;ouml;nnen wir uns weigern, ihn zu bauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wenn sie ihn trotzdem bauen, k&amp;ouml;nnen wir ihn zerst&amp;ouml;ren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/when-they-insist-upon-the-torment&quot;&gt;&amp;bdquo;When They Insist Upon the Torment Nexus or: your car should not drive you to jail&amp;ldquo;&lt;/a&gt;&amp;#160;von Margaret Killjoy, 29. Juli 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt;&amp;#160;ist eine von den Lesern unterst&amp;uuml;tzte Publikation. Normalerweise ist die H&amp;auml;lfte der Beitr&amp;auml;ge kostenlos, die andere H&amp;auml;lfte ist pers&amp;ouml;nlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verf&amp;uuml;gung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r alle Leser kostenlos. Um neue Beitr&amp;auml;ge zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&amp;uuml;tzen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;bersetzung, Bearbeitung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 31 Jul 2026 12:32:00 +0200</pubDate>
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<category>künstliche intelligenz</category>
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    <title>Operación Estrella - 30. Juli 1971: Die größte Flucht aus einem Frauenknast in der Geschichte</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14323-Operacion-Estrella-30.-Juli-1971-Die-groesste-Flucht-aus-einem-Frauenknast-in-der-Geschichte.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/38Sterne.jpeg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/38Sterne.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=604,width=681,top=785.5,left=1587,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5259 --&gt;&lt;img alt=&quot;Die Collage zeigt die 38 Frauen, zusammengestellt aus Pass- oder Fahndungsfotos&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/38Sterne.jpeg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;38 Frauen des Movimiento de Liberaci&amp;ouml;n Nacional-Tupamaros (MLN-T)- aus dem Cabildo Gef&amp;auml;ngnis in Montevideo, Uruguay, brachen in der Nacht des 30. Juli 1971 aus dem FGef&amp;auml;ngnis aus. Inspiriert von der Nutzung der Kanalisation in Warschau durch den j&amp;uuml;dischen Widerstands gegen das Nazi-Regime, entstand die Idee, f&amp;uuml;r den Ausbruch das Abwassersystem Montevideos zu nutzen. Es wurden zwei Tunnel gebaut: einen vom Gef&amp;auml;ngnis bis zu den Abwasserkan&amp;auml;len u. einen von dort zu einem nahen Haus, das von der Gruppe gemietet worden war. Die Ausgrabung der Tunnel (jeweils 18 Meter lang, 1,20 &amp;sbquo;hoch und 80 cm breit) dauerte etwa f&amp;uuml;nf Monate...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;1994 erschien ein Buch von &lt;a href=&quot;https://es.wikipedia.org/w/index.php?title=Graciela_Jorge&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot;&gt;Graciela Jorge Pansera&lt;/a&gt;&amp;#160;im Verlagshaus &lt;a href=&quot;https://es.wikipedia.org/wiki/Tupac_Amaru_Ediciones&quot;&gt;Tupac Amaru Ediciones&lt;/a&gt;: &lt;i id=&quot;mwPw&quot;&gt;Historia de 13 palomas y 38 estrellas: las fugas de la c&amp;aacute;rcel de mujeres (&lt;/i&gt;&amp;#160;ISBN&amp;#160;978-9974-41-025-1). Im Jahr 2018&amp;#160;ver&amp;ouml;ffentlichte Josefina Licitra das Buch &lt;a href=&quot;https://link.amazon/B04axep4f&quot;&gt;&amp;quot;38 estrellas: La mayor fuga de una c&amp;aacute;rcel de mujeres de la historia (Los Tres Mundos)&amp;quot;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Siehe auch:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://lateinamerika.phil-fak.uni-koeln.de/sites/aspla/bilder/arbeitspapiere/puetz.pdf&quot;&gt;De 13 Palomas y 38 Estrellas. Die Gef&amp;auml;ngnisausbr&amp;uuml;che der Tupamaras in den 1970er Jahren in Uruguay&lt;/a&gt; von Elisabeth P&amp;uuml;tz in: Arbeitspapiere zur Lateinamerikaforschung, Ausgabe II-16&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
    &lt;li&gt;Marta Teresita Avella Lucchini&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Susana Alberti Al&amp;eacute;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Sandra Ver&amp;oacute;nica Angeleri Chamorro&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Noem&amp;iacute; Lydia Alonso Firpi&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Alba Mabel Ant&amp;uacute;nez Nieto&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Mar&amp;iacute;a del Carmen Beretta Curi&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Carmen Teresa Bonilla Bravo&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Griselda Borges Saravia&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Olga Cairello P&amp;eacute;rez&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Cristina Cabrera Laport&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&amp;Aacute;gueda Susana Carli Alaniz&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Ana Elena Casamayou del Pino&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Adriana Iris Castera Morales&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Graciela Darr&amp;eacute; Francia&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Raquel Margarita Dupont Olivera&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://es.wikipedia.org/wiki/Edda_Fabbri&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot; title=&quot;Edda Fabbri&quot;&gt;Edda Fabbri&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Mirtha Ercilla Fern&amp;aacute;ndez Pucurull&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Myriam Raquel Fern&amp;aacute;ndez M&amp;aacute;rzico&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://es.wikipedia.org/wiki/N%C3%A9lida_Chela_Fontora&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot; title=&quot;Nélida Chela Fontora&quot;&gt;Santa N&amp;eacute;lida Fontora Santos&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Xenia Itt&amp;eacute; Gonz&amp;aacute;lez&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://es.wikipedia.org/wiki/Graciela_Jorge_Pansera&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot; title=&quot;Graciela Jorge Pansera&quot;&gt;Graciela Nelly Jorge Pansera&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Telma Ju&amp;aacute;rez Beli&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Mar&amp;iacute;a Teresa Labrocca Rabellino&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Yessie Arlette Macchi Torres&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;L&amp;iacute;a Margarita Maciel Rodr&amp;iacute;guez&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Nora Maneiro Mancilla&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Edith Moraes Alves&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Sonia Mar&amp;iacute;a Mosquera Villamil&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Virginia Amanda Oliveri Gonz&amp;aacute;lez&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Martha Lorelley Pallas Silveira&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Rosa Rebollo Pereira&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Alicia Rey Morales&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Stella Myrna Saravia Rivera&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Stella Mar&amp;iacute;a S&amp;aacute;nchez Mendoza&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://es.wikipedia.org/wiki/Luc%C3%ADa_Topolansky_Saavedra&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot; title=&quot;Lucía Topolansky Saavedra&quot;&gt;Luc&amp;iacute;a Topolansky Saavedra&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Mar&amp;iacute;a Elia Topolansky Saavedra&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Elida Valdomir Coelho&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Esther Carmen Uribasterra Matas&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

Besten Dank an H. für Information, Bilder und Erinnerung.

&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 30 Jul 2026 13:12:00 +0200</pubDate>
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    <category>tupamaros</category>
<category>uruguay</category>
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    <title>EINTOPF braucht eure Unterstützung!</title>
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            <category>Datenbanken</category>
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            <category>Kultur</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/EINTOPF-Kampagne-Post.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/EINTOPF-Kampagne-Post.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=1039,top=440,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5255 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das SharePic für die Kampagne zeigt eine Gießkanne, die einen Blumentopf gießt. Dazu die Logos des IT Kollektivs und von Eintopf.info überlagert vom Text &amp;quot;Let&#039;s go, let&#039;s grow Deine Unterstützung für digitale Souveränität Klasse &amp;amp; Methode e.V. liebt und lebt digitale Commons*: Wir betreiben Eintopf Stuttgart und weitere kostenlose Dienste für viele lokale Gruppen. So viele, dass ein neuer Server her muss, da der alte aus allen Nähten platzt.&amp;quot;.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/EINTOPF-Kampagne-Post.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://klasse-methode.it/&quot;&gt;Klasse &amp;amp; Methode - IT Kollektiv Stuttgart&lt;/a&gt; betreibt seit einigen Jahren den Veranstaltungskalender &lt;a href=&quot;https://eintopf.info/&quot;&gt;EINTOPF Stuttgart&lt;/a&gt; wo wir unabh&amp;auml;ngig von Big-Tech unsere Events ver&amp;ouml;ffentlichen k&amp;ouml;nnen. Das schafft Autonomie von der Willk&amp;uuml;r der Konzerne ob und wie viel wir auf deren Plattformen stattfinden d&amp;uuml;rfen. Auf EINTOPF wird unsere Reichweite nicht beschr&amp;auml;nkt, wenn unsere Inhalte nicht in den Algorithmus passen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt braucht Klasse &amp;amp; Methode einen neuen Server, und wir m&amp;ouml;chten euch bitten die Finanzierung mit einer Spende zu unterst&amp;uuml;tzten, falls ihr k&amp;ouml;nnt. Alle Infos gibt&amp;rsquo;s auf der &lt;a href=&quot;https://www.betterplace.org/de/projects/183080-unser-community-server-braucht-festplatten&quot;&gt;Crowdfunding-Seite&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 27 Jul 2026 17:35:00 +0200</pubDate>
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    <category>eintopf stuttgart</category>
<category>spendensammlung</category>
<category>veranstaltungskalender</category>
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    <title>92. Todestag von Nestor Machno</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14316-92.-Todestag-von-Nestor-Machno.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>Antifa</category>
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            <category>Capitalism is a Death Cult</category>
            <category>Feste und Feiern</category>
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            <category>Geschichte</category>
            <category>International</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/nestormachno_1921.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/nestormachno_1921.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=723,width=473,top=366,left=1051,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot; title=&quot;Nestor Machno, 1921 Fotograf* unbekannt&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4002 --&gt;&lt;img alt=&quot;Nestor Machno, 1921 Fotograf* unbekannt&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/nestormachno_1921.jpg&quot; title=&quot;Nestor Machno, 1921 Fotograf* unbekannt&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nestor Machno, 1921 Fotograf* unbekannt&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;quot;Je mehr sich ein Mensch durch Reflexion seiner unterw&amp;uuml;rfigen Lage bewusst wird, desto emp&amp;ouml;rter wird er, und desto st&amp;auml;rker w&amp;auml;chst in ihm der anarchistische Geist der Freiheit, der Entschlossenheit und des Handelns. Das gilt f&amp;uuml;r jeden Einzelnen, ob Mann oder Frau, auch wenn er oder sie das Wort &amp;bdquo;Anarchismus&amp;ldquo; vielleicht noch nie zuvor geh&amp;ouml;rt hat...&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.anarchismus.at/anarchistische-klassiker/nestor-machno/59-nestor-machno-1889-1935-biografie&quot;&gt;Nestor Machno&lt;/a&gt;, Der Kampf gegen den Staat und andere Aufs&amp;auml;tze.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am 25. Juli 1934 starb Nestor Iwanowitsch Machno, Gr&amp;uuml;ndungsmitglied der Revolution&amp;auml;ren Aufstandsarmee der Ukraine w&amp;auml;hrend der Russischen Revolution von 1917, im Alter von 44 Jahren im Exil in Paris an Tuberkulose. Seine Miliz, die als Machnowisten bezeichnet wurde, besiegte die konterrevolution&amp;auml;re Wei&amp;szlig;e Armee von General Denikin, richtete Antisemiten hin und verteilte Land und Macht an die Arbeiter und Bauern. Nachdem sie von den Bolschewiki verraten worden waren, versuchten sie anschlie&amp;szlig;end, die Revolution in der Ukraine gegen die Rote Armee zu verteidigen, bis sie schlie&amp;szlig;lich von einer &amp;uuml;berm&amp;auml;chtigen Streitmacht &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigt wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Makhno nimmt in der Geschichte des Anarchismus einen besonderen Platz ein. In den Gebieten, die die Aufst&amp;auml;ndischen der Anarchistischen Schwarzen Armee verteidigten, lebten von 1918 bis 1921 Millionen von Menschen in einer staatenlosen Gesellschaft. Er zeigte, wie es m&amp;ouml;glich ist, sich allen Formen von Hierarchie und Unterdr&amp;uuml;ckung zu widersetzen und in einer v&amp;ouml;llig freien, kooperativen Gesellschaft zu leben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Emma Goldman zufolge &lt;em&gt;&amp;bdquo;war es Makhnos Ziel, im S&amp;uuml;den eine libert&amp;auml;re Gesellschaft zu errichten, die als Vorbild f&amp;uuml;r ganz Russland dienen sollte&amp;ldquo;&lt;/em&gt;. Interessanterweise merkte Trotzki einmal an, dass er und Lenin mit dem Gedanken gespielt h&amp;auml;tten, Makhno zu diesem Zweck das Gebiet zu &amp;uuml;berlassen, doch das Vorhaben scheiterte, als in der Ukraine K&amp;auml;mpfe zwischen den anarchistischen Guerillas und den bolschewistischen Truppen ausbrachen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; &amp;#160; &amp;#160;*Es ist bemerkenswert, dass eine Reihe von Veteranen seiner Aufst&amp;auml;ndischen Armee 1936 tats&amp;auml;chlich in die Durruti-Kolonne ging, um dort zu k&amp;auml;mpfen. Wie passend also, dass spanische CNT-Genossen finanzielle Unterst&amp;uuml;tzung leisteten, als Machno todkrank an Tuberkulose in einem Pariser Krankenhaus lag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; &amp;#160; &amp;#160;Nestor Machno &amp;ndash; &lt;a href=&quot;https://theanarchistlibrary.org/library/nestor-makhno-the-anarchist-revolution&quot;&gt;Die anarchistische Revolution:&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; &amp;#160; &amp;#160;Keine politischen Parteien, keine Diktaturen, kein Staat, Arbeiterr&amp;auml;te an der Basis &amp;hellip; Machnowia: Aufbau des Anarchismus im B&amp;uuml;rgerkrieg. Dieses Video ist eine Geschichte des freien Gebiets in der Ukraine w&amp;auml;hrend des russischen B&amp;uuml;rgerkriegs, das manchmal als Machnowia oder Machnowtschina bezeichnet wird. Es handelte sich um eine riesige anarchistische Region in der Ukraine, an der Millionen von Menschen beteiligt waren und die von der Schwarzen Armee verteidigt wurde:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; allowfullscreen=&quot;&quot; frameborder=&quot;0&quot; height=&quot;315&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/ZmncVmrt1ko?si=VOoJpKQMoQCcNru_&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; width=&quot;560&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;&lt;hr /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 25 Jul 2026 10:59:00 +0200</pubDate>
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    <category>Nestor Machno</category>
<category>Ukraine</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</creativeCommons:license>
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    <title>Mit Hand und Fuß oder: Bei einem Computerjob brauchst Du körperlich anstrengende Hobbys</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14301-Mit-Hand-und-Fuss-oder-Bei-einem-Computerjob-brauchst-Du-koerperlich-anstrengende-Hobbys.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Freiräume</category>
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            <category>International</category>
            <category>Mietenwahnsinn</category>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;&lt;i&gt;Dieses Essay baut auf meinem Essay &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/the-punk-rock-good-life&quot;&gt;&lt;i&gt;&lt;u&gt;&amp;bdquo;The Punk Rock Good Life&amp;ldquo;&lt;/u&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&amp;#160;&lt;i&gt;auf.&amp;#160;&lt;/i&gt;(Zur deutschen &amp;Uuml;bersetzung &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/13976-Das-gute-Leben-im-Punkrock-oder-ein-aesthetisches-Leben-fuehren.html&quot;&gt;hier entlang&lt;/a&gt;)&lt;i&gt;&amp;#160;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Hausbesetzer in Amsterdam waren nicht gerade begeistert von mir.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Gebouw_Kosmos.jpg&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Gebouw_Kosmos.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1081,width=815,top=547,left=1520,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5240 --&gt;&lt;img alt=&quot;Gebäude „Kosmos“, Koningsplein 1,  in Amsterdam. An der Ecke von Koningsplein und Singel 1890–1891 errichtetes GESCHÄFTSGEBÄUDE mit BÜROS und einer KONCIERGEWOHNUNG nach einem Entwurf im Neobarockstil von Th.G. Schill und D.H. Haverkamp im Auftrag der Direktoren der Versicherungsbank „Kosmos“. Das Geschäft befand sich im Erdgeschoss, die Büros – der Versicherungsbank „Kosmos“ selbst – waren im ersten und zweiten Stock untergebracht und die Hausmeisterwohnung befand sich im dritten Stock.&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Gebouw_Kosmos.jpg&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10px;&quot;&gt;Das besetzte &lt;a href=&quot;https://koningkosmos.wordpress.com/2007/10/27/persbericht-beleid-gemeente-genegeerd-bij-aanstaande-ontruiming-kraakpand-koningsplein/&quot;&gt;Kosmos&lt;/a&gt;&amp;#160;in Amsterdam&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10px;&quot;&gt;Foto: Bas Koffie &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10px;&quot;&gt;Lizenz: CC BY-SA 3.0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Die R&amp;auml;umungswelle stand bevor &amp;ndash; die Hausbesetzer in Amsterdam leisteten immer so heftigen Widerstand, dass die Polizei aus dem ganzen Land anr&amp;uuml;cken musste, um auch nur eine einzige besetzte Wohnung zu r&amp;auml;umen; daher wurden mehrmals im Jahr mehrere besetzte Wohnungen an einem einzigen Tag ger&amp;auml;umt. Die R&amp;auml;umungswelle stand bevor, und die Hausbesetzer machten sich bereit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn du nicht sofort auf der Seite der Hausbesetzer stehst, dann lass mich dir Folgendes sagen: In den 1980er Jahren hatte die Immobilienspekulation ein Drittel von Amsterdam leer stehen lassen, w&amp;auml;hrend die Menschen dringend Wohnraum brauchten; also begannen Hausbesetzer, leerstehende Geb&amp;auml;ude zu nutzen, um sich selbst und andere unterzubringen. Niederl&amp;auml;ndische Hausbesetzer waren stolz darauf, ihre R&amp;auml;ume zu versch&amp;ouml;nern, statt nur in Elend zu leben, und ich habe noch nie eine Gemeinschaft von Menschen getroffen, die sich so sehr f&amp;uuml;r die Eigenreparatur von Wohnungen engagierte und dazu f&amp;auml;hig war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sogar die Regierung stimmte zu, dass die Hausbesetzung ein gesellschaftliches Gut war, und jahrzehntelang war es legal, jedes Geb&amp;auml;ude zu besetzen, das seit mehr als einem Jahr leer stand und f&amp;uuml;r das der Eigent&amp;uuml;mer keine Pl&amp;auml;ne hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber die Regierung tat das nicht aus reiner Herzensg&amp;uuml;te. Die Hausbesetzungen kamen zuerst, und die Regierung eilte hinterher. (So laufen &amp;uuml;brigens alle gesellschaftlichen Ver&amp;auml;nderungen ab.) Selbst in einer Zeit legaler Hausbesetzungen wussten die Hausbesetzer, dass sie ihre Geb&amp;auml;ude verteidigen mussten. W&amp;uuml;rden R&amp;auml;umungen jemals einfach werden, w&amp;auml;re es mit den Hausbesetzungen vorbei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jede R&amp;auml;umung war also ein wildes Spektakel aus Farbbomben (von den Hausbesetzern) und Wasserwerfern sowie Tr&amp;auml;nengas (von der Polizei). Die Leute erz&amp;auml;hlten mir Geschichten von Farbbomben-Katapulten auf den D&amp;auml;chern. Die Leute erz&amp;auml;hlten mir Geschichten davon, wie die Polizei einmal den Haupteingang aufgab, einen Schiffscontainer mit Polizisten f&amp;uuml;llte und ihn mit einem Kran hochhob, um im dritten Stock einzubrechen &amp;ndash; nur damit die Hausbesetzer den Container mit einer langen Holzstange im Kreis herumwirbelten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;Uuml;brigens stellten sie ihre Farbbomben so her, dass sie Luftballons in Wachs tauchten, sie dann entleerten, um eine hohle H&amp;uuml;lle zu erhalten, die sie mit Farbe f&amp;uuml;llten und anschlie&amp;szlig;end mit mehr Wachs versiegelten. Falls du neugierig warst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Leute hatten mir eine wilde Geschichte nach der anderen erz&amp;auml;hlt &amp;ndash; von versteckten, federbet&amp;auml;tigten Fallt&amp;uuml;ren, von leeren Bierf&amp;auml;ssern, die bereitstanden, um das Treppenhaus hinunterzufallen, von den &lt;i&gt;Home Alone&lt;/i&gt;-Streichen, die ihre Lebensweise bewahrten und Immobilienj&amp;auml;ger davon abhielten, ihre Stadt erneut zu zerst&amp;ouml;ren. Sie erz&amp;auml;hlten mir diese Geschichten und waren ziemlich entt&amp;auml;uscht von mir, als wir uns auf die R&amp;auml;umungswelle vorbereiteten und ich erkl&amp;auml;rte, dass ich so gut wie keine handwerklichen F&amp;auml;higkeiten hatte. Vor allem wusste ich nicht, wie man schwei&amp;szlig;t. Was f&amp;uuml;r ein Mensch wei&amp;szlig; denn nicht, wie man schwei&amp;szlig;t, fragten sie sich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Leute wie ich, lautete die Antwort. Ein amerikanischer Kunsthochschulabbrecher, der Fotografie studiert hatte. Ich wusste nicht, wie man schwei&amp;szlig;t.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mein Vater war tats&amp;auml;chlich eine Zeit lang professioneller Schwei&amp;szlig;er gewesen, und ich hatte als kleines Kind ein- oder zweimal in unserer Garage mit dem Lichtbogen geschwei&amp;szlig;t, aber es war ein kniffliger Vorgang, und aus welchem Grund auch immer war ich nicht von Natur aus mit handwerklichem Geschick (oder, was noch wichtiger ist, mit Liebe zum Detail) gesegnet, also blieb es nicht dabei. Na ja, eigentlich blieb es mir viel zu sehr im Ged&amp;auml;chtnis. Das ist ein Witz &amp;uuml;ber das Lichtbogenschwei&amp;szlig;en &amp;hellip; Lichtbogenschwei&amp;szlig;en ist ein kniffliger Vorgang: Wenn man zu wenig Druck aus&amp;uuml;bt, entsteht keine Schwei&amp;szlig;naht, und wenn man zu viel Druck aus&amp;uuml;bt, schwei&amp;szlig;t man den Schwei&amp;szlig;stab mit dem Werkst&amp;uuml;ck zusammen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An der Kunsthochschule fragte mich mein Bildhauerlehrer: &lt;em&gt;&amp;bdquo;Du warst doch der Junge, der nicht entlang der gepunkteten Linien schneiden konnte, oder?&amp;ldquo;&lt;/em&gt; Was stimmte. Sp&amp;auml;ter nahm mich mein Zeichenlehrer beiseite und sagte mir:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Es ist keine Schande, abzubrechen, wenn die Kunsthochschule nichts f&amp;uuml;r dich ist.&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also nein, die niederl&amp;auml;ndischen Hausbesetzer waren von mir genauso wenig beeindruckt wie mein Zeichenlehrer damals.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zehn Jahre sp&amp;auml;ter baute ich mir eine H&amp;uuml;tte und lebte darin. Heutzutage verbringe ich den Gro&amp;szlig;teil meiner Freizeit damit, Dinge zu basteln. Zum Schwei&amp;szlig;en bin ich noch nicht zur&amp;uuml;ckgekehrt, aber es steht auf meiner Liste und ich glaube, ich werde es lernen k&amp;ouml;nnen. Als Kind spielten sich die meisten meiner Hobbys am Computer ab. Videospiele, digitale Kunst. Computer reparieren. Spiele mit einfachen Programmierprogrammen wie ZZT entwickeln. Schreckliche Cyberpunk-Geschichten &amp;uuml;ber einsame, introvertierte Teenager schreiben. Layout &amp;ndash; ich war der Designer f&amp;uuml;r das Jahrbuch meiner Schule und, falls es dich interessiert, habe ich meinen Abschluss als Chefredakteur sowohl des Jahrbuchs als auch der Literaturzeitschrift gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Es wird dich nicht &amp;uuml;berraschen, dass ich nicht besonders sportbegeistert war. Ich bin viel mit dem Fahrrad herumgefahren, da ich kein Auto hatte, aber alles, was ich zum Spa&amp;szlig; gemacht habe, hatte mit einer Tastatur und einem Bildschirm zu tun. (Ich bin unendlich dankbar, dass ich vor der Zeit der Smartphones und vor &lt;i&gt;World of Warcraft&lt;/i&gt; aufgewachsen bin).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein paar Jahre, nachdem ich das College abgebrochen hatte und per Anhalter herumgereist war, besorgte ich mir einen Laptop, den ich mitnehmen konnte. Ich reiste mit einem gro&amp;szlig;en Wanderrucksack, einer Ziehharmonika in einem schweren Holzkasten und einer Laptoptasche. Ich war nicht gerade ein Ultraleicht-Wanderer. Aber ich habe diesen Laptop gut genutzt. Ich betrieb anarchistische Websites. Ich betrieb einen Zine-Vertrieb, der &lt;a href=&quot;https://www.tangledwilderness.org/&quot;&gt;&lt;u&gt;noch heute existiert&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;. Ich schrieb furchtbare Cyberpunk-Geschichten &amp;uuml;ber einsame, introvertierte Twens. Ich machte Musik. W&amp;auml;hrend des halben Jahres, das ich in Amsterdam lebte, nahm ich ein ganzes furchtbares Industrial-Album auf. Ich half beim Layout eines Hausbesetzer-Magazins und lernte dabei von einer &amp;Ouml;sterreicherin Punk-Grafikdesign. Ich tat all die Dinge, die schon bald zu meinem Lebensunterhalt wurden (ich gestaltete Buchinnengestaltung und E-Books f&amp;uuml;r &lt;a href=&quot;https://www.akpress.org/&quot;&gt;&lt;u&gt;AK Press&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; &amp;ndash; das war etwa ein Jahrzehnt lang meine Haupteinnahmequelle).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber ich habe auch schon fr&amp;uuml;h eine Entscheidung getroffen, f&amp;uuml;r die ich jeden Tag dankbar bin. Ich beschloss, dass, da ich am Computer arbeitete, alle meine neuen Hobbys k&amp;ouml;rperlich sein mussten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deshalb habe ich nie 3D-Design gelernt. Deshalb programmiere ich nicht. Deshalb habe ich nie einen dieser RPG-Generatoren benutzt, um zu versuchen, mein eigenes Videospiel zu entwickeln. Ich habe nichts gegen diese Dinge. Ich habe mich in all das mal reingeschnuppert, und ich glaube, es w&amp;uuml;rde mir sowieso leichter fallen als k&amp;ouml;rperliche Hobbys, aber ich darf es einfach nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stattdessen arbeite ich mit Holz. Ich spiele Instrumente (schlecht, aber es macht mir Spa&amp;szlig;). Eine H&amp;uuml;tte zu bauen oder einen Schuppen zu d&amp;auml;mmen, ist f&amp;uuml;r mich das, was Spa&amp;szlig; macht. Ich kann einen Baum f&amp;auml;llen, wenn es keine allzu knifflige Aufgabe ist. Mit Gleichstromsystemen komme ich ganz passabel zurecht. (Dass ich fr&amp;uuml;her ein Computerfreak war, zeigt sich, wenn es darum geht, ein Auto zu reparieren &amp;ndash; ich bin besser in der Elektrik als in der Mechanik, ganz anders als alle anderen, die ich kenne).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich bin in all dem nicht von Natur aus begabt. Ich verbringe Stunden damit, &amp;uuml;ber Ampere, Watt und Volt zu lesen, &amp;uuml;ber Holzarten und dar&amp;uuml;ber, wie man ein Fenster abdichtet. Mein YouTube-Algorithmus ist ein Chaos, aber er wei&amp;szlig;, dass ich tats&amp;auml;chlich einschlafen m&amp;ouml;chte, w&amp;auml;hrend ich mir ein Video anschaue, in dem jemand einen Keller ausbaut oder dar&amp;uuml;ber spricht, welche Ausr&amp;uuml;stung er mitgebracht hat, um den Pacific Crest Trail zu wandern.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;In Asheville, North Carolina, gibt es eine Reihe von genossenschaftlich gef&amp;uuml;hrten Wohnwagenparks. Sie geh&amp;ouml;ren den Bewohnern selbst, werden aber von einer Gruppe namens &lt;a href=&quot;https://www.poderemma.org/&quot;&gt;&lt;u&gt;Poder Emma&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; organisiert (&amp;bdquo;Emma&amp;ldquo; ist der Name des l&amp;auml;ndlichen Viertels, daher bedeutet der Name auf Spanisch &amp;bdquo;Power Emma&amp;ldquo;). Die Finanzierung erfolgte &amp;uuml;ber &lt;a href=&quot;https://seedcommons.org/&quot;&gt;&lt;u&gt;Seed Commons&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;. Ich halte Poder Emma und Seed Commons f&amp;uuml;r zwei der wichtigsten Bausteine einer revolution&amp;auml;ren Infrastruktur in diesem Land, und so sehr ich das Hausbesetzen auch geliebt habe, finde ich genossenschaftliches Eigentum noch besser.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eines Tages gab es eine Arbeitsaktion in einem dieser Wohnwagenparks. Jemand entkernte gerade seinen Wohnwagen, um ihn neu aufzubauen, also tauchten ein paar Dutzend von uns auf, um zu helfen. Ich brachte meinen Pick-up mit, um M&amp;uuml;ll abtransportieren zu k&amp;ouml;nnen, und bekam Komplimente daf&amp;uuml;r. &amp;bdquo;Der war nicht billig&amp;ldquo;, gab ich zu. (Ich hatte mir einen Kredit f&amp;uuml;r einen gebrauchten Pick-up aufgenommen, kaum dass ich meinen ersten festen Job bekommen hatte, bei dem ich Computerarbeit f&amp;uuml;r Seed Commons erledigte) .&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;bdquo;Na ja, wenn du ihn f&amp;uuml;r die Arbeit brauchst, dann brauchst du ihn eben f&amp;uuml;r die Arbeit&amp;ldquo;,&lt;/em&gt; antwortete jemand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich musste ihnen gestehen, dass ich am Computer arbeitete. Aber ich kam mir kein bisschen wie ein Angeber vor, weil ich diesen Tundra hatte &amp;ndash; ich lebte autark in einer H&amp;uuml;tte, die ich selbst gebaut hatte, und ich hatte mir den Pick-up zugelegt, weil ich es satt hatte, mir Fahrzeuge auszuleihen oder zu versuchen, Bauholz aus dem Fenster meines winzigen Hybrid-Sedans zu quetschen. Ich habe diesen Pick-up benutzt, um Kies zu transportieren, ich habe ihn benutzt, um einen Holzh&amp;auml;cksler abzuschleppen, und ich habe ihn benutzt, um mit meinem Hund und einem Bett im Laderaum durch das Land zu reisen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Moment in diesem Wohnwagenpark war f&amp;uuml;r mich irgendwie sehr bedeutsam, weil er mein gespaltenes Leben deutlich machte. Ja, ich verdiente meinen Lebensunterhalt am Computer (indem ich F&amp;ouml;rderantr&amp;auml;ge schrieb, die zur Finanzierung von Gemeinschaftsprojekten beitrugen), aber ich hatte mir tats&amp;auml;chlich ein Leben aufgebaut, das auch meinen K&amp;ouml;rper und meine H&amp;auml;nde einbezog. Es ist kein Arbeits-Truck, aber auch kein &amp;bdquo;Asphaltprinz&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn der Gro&amp;szlig;teil der Umbauten, die ich selbst daran vorgenommen habe, elektrischer Natur ist. Wie die violetten Lichter im Fu&amp;szlig;raum und die USB-Steckdose. Genau wie in meiner alten H&amp;uuml;tte habe ich bei der Solaranlage und dem Mobilfunk-Signalverst&amp;auml;rker bessere Arbeit geleistet als bei der Verkleidung und dem Anstrich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn wenn man ein &lt;em&gt;&amp;bdquo;Innenkind&amp;ldquo;&lt;/em&gt; nach drau&amp;szlig;en schickt, wird es Kabel verlegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und das ist in Ordnung.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Hausbesetzen nach niederl&amp;auml;ndischer Art (wo man den Ort aufwertet, anstatt ihn herunterzukommen) hat unglaublich viel mit Eigentum (vor allem genossenschaftlichem Eigentum) gemeinsam. Bei beidem geht es darum, Verantwortung f&amp;uuml;r deinen Raum zu &amp;uuml;bernehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Welt voller Vermieter und Mietwohnungen ist aus tausend Gr&amp;uuml;nden schrecklich. Vor allem wegen der Tatsache, dass Vermieter ihren Mietern Reichtum abziehen. Aber auch, &amp;auml;hnlich wie bei der Arbeit an nicht-genossenschaftlichen Arbeitspl&amp;auml;tzen, lehrt dich das Mieten nicht, Verantwortung f&amp;uuml;r deinen Raum zu &amp;uuml;bernehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe nur etwa ein halbes Jahr in Amsterdam verbracht, aber es war eine der pr&amp;auml;gendsten Erfahrungen meines Lebens. Und eine Erkenntnis, die ich daraus mitgenommen habe, war, dass man auch f&amp;uuml;r vor&amp;uuml;bergehende R&amp;auml;ume Verantwortung &amp;uuml;bernimmt. Wo auch immer du lebst, solltest du diesen Raum verbessern. Zwei spanische Lesben wohnten weniger als zwei Wochen in unserem besetzten Haus und bauten dort ein Hochbett, wobei sie dicke Ankerbolzen ins Mauerwerk schraubten. Als sie gingen, zog ich in dieses Zimmer ein, und ihre Verbesserungen hielten jahrelang &amp;ndash; bis die Polizei die T&amp;uuml;r aufbrach und alle mit vorgehaltener Waffe hinaustrieb, auf Gehei&amp;szlig; des inhaftierten Mafiabosses, dem das Geb&amp;auml;ude geh&amp;ouml;rte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Gesellschaft beraubt uns unseres Verantwortungsbewusstseins, und indem wir Verantwortung f&amp;uuml;r unsere Umgebung und unsere Gemeinschaften &amp;uuml;bernehmen, gewinnen wir unsere Freiheit und unsere W&amp;uuml;rde zur&amp;uuml;ck.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Manchmal denke ich, der H&amp;ouml;hepunkt meines Lebens war, bevor ich diesen Job bei Seed Commons antrat: Ich sa&amp;szlig; auf der Veranda meiner selbstgebauten H&amp;uuml;tte, schnitzte L&amp;ouml;ffel mit einem Hakenmesser und h&amp;ouml;rte dabei H&amp;ouml;rb&amp;uuml;cher. Ich war ungl&amp;uuml;cklich und pleite, es herrschte Pandemie und ich war einsam, aber ich habe auch jede Menge L&amp;ouml;ffel geschnitzt und vermisse das.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wenn ich jemals zur&amp;uuml;ckkehren w&amp;uuml;rde, k&amp;ouml;nnte ich ein uraltes holl&amp;auml;ndisches Haus viel besser gegen die Polizei verbarrikadieren. Obwohl ich wahrscheinlich immer noch jemanden br&amp;auml;uchte, der mir das Schwei&amp;szlig;en beibringt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/no-more-computer-hobbies&quot;&gt;&amp;bdquo;With Our Hands and Our Bodies or: if you work on a computer for a living, do physical hobbies&amp;ldquo;&lt;/a&gt;&amp;#160;von&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://substack.com/@margaretkilljoy&quot;&gt;Margaret Killjoy&lt;/a&gt;, 08. Juli 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt;&amp;#160;ist eine von den Lesern unterst&amp;uuml;tzte Publikation. Normalerweise ist die H&amp;auml;lfte der Beitr&amp;auml;ge kostenlos, die andere H&amp;auml;lfte ist pers&amp;ouml;nlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verf&amp;uuml;gung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r alle Leser kostenlos. Um neue Beitr&amp;auml;ge zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&amp;uuml;tzen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;bersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 09 Jul 2026 17:16:00 +0200</pubDate>
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