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    <title>trueten.de - Poesie</title>
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    <description>»Jede Gesellschaft bekommt die Revolution, die sie verdient.« Michail Bakunin</description>
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    <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 17:32:05 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: trueten.de - Poesie - »Jede Gesellschaft bekommt die Revolution, die sie verdient.« Michail Bakunin</title>
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    <title>Révolution au bar dansant: Amenra - Hellfest 2026</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 13:37:00 +0200</pubDate>
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    <title>Ein „Roter Schrecken“, der groß genug ist für uns alle oder: Man muss nicht mal ein „Roter“ sein, um den Faschisten Angst einzujagen</title>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
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    &lt;p&gt;Ich glaube, die Leute missverstehen dieses ber&amp;uuml;hmte Anti-Nazi-Gedicht &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/First_They_Came&quot;&gt;&lt;u&gt;&amp;bdquo;Zuerst kamen sie&amp;ldquo;&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;, das auf den Schriften des konservativen lutherischen Pastors Martin Niem&amp;ouml;ller basiert. Du kennst es sicher: Zuerst kamen sie f&amp;uuml;r die Kommunisten, und ich habe nichts gesagt, weil ich kein Kommunist war. Dann holten sie die Juden, die Sozialdemokraten, die Gewerkschafter. Als sie mich holten, war niemand mehr da, der seine Stimme erhob.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich glaube, dieses Gedicht ist vielleicht das einflussreichste Schriftst&amp;uuml;ck des 20. Jahrhunderts, zumindest was seine Auswirkungen auf die Weltpolitik angeht. Wenn ich mit Leuten &amp;uuml;ber antifaschistische Organisation spreche und sage:&lt;em&gt; &amp;bdquo;Du wei&amp;szlig;t schon, das Gedicht&amp;ldquo;&lt;/em&gt;, wissen die Leute, welches Gedicht ich meine. Als ich nach Minneapolis fuhr und mit unpolitischen Gro&amp;szlig;m&amp;uuml;ttern sprach, die drau&amp;szlig;en in der k&amp;auml;ltesten Witterung standen, die ich je in meinem Leben erlebt habe, haben sie sich auf dieses Gedicht bezogen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses Gedicht ist die klarste, pr&amp;auml;gnanteste Beschreibung der Notwendigkeit von Solidarit&amp;auml;t unter den Menschen angesichts des Faschismus, die ich je gelesen habe. Und die Tatsache, dass die Menschen es gelesen und seine Lehre verinnerlicht haben, k&amp;ouml;nnte durchaus der Grund sein, warum die Menschen in den Vereinigten Staaten gerade jetzt so hart gegen den Faschismus k&amp;auml;mpfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Falls du es noch nicht gelesen hast: Die vielleicht &amp;auml;lteste Version des Gedichts, &amp;uuml;bersetzt aus dem Deutschen, lautet:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&amp;raquo;Als die Nazis die Kommunisten holten,&lt;br /&gt;
habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen;&lt;br /&gt;
ich war ja kein Gewerkschafter.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;&lt;br /&gt;
ich war ja kein Sozialdemokrat.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen;&lt;br /&gt;
ich war ja kein Jude.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.&amp;laquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Mir gef&amp;auml;llt diese urspr&amp;uuml;ngliche Formulierung ein bisschen besser als die anderen, die ich gesehen habe, weil da nicht&lt;em&gt; &amp;bdquo;Zuerst holten sie &amp;hellip;&amp;ldquo;&lt;/em&gt; steht, sondern einfach nur &lt;em&gt;&amp;bdquo;Sie holten &amp;hellip;&amp;ldquo;&lt;/em&gt;. Wir haben ein Problem auf der Linken, wo wir alle versuchen, die &lt;em&gt;&amp;bdquo;Unterdr&amp;uuml;ckungs-Olympiade&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu spielen, bei der wir alle darum wetteifern, die Am-st&amp;auml;rksten-Unterdr&amp;uuml;ckten zu sein und daher die Am-st&amp;auml;rksten-Stimme zu haben. (&lt;em&gt;&amp;bdquo;Unterdr&amp;uuml;ckungs-Olympiade&amp;ldquo;&lt;/em&gt; ist ein Begriff, den die Feministin Elizabeth Mart&amp;iacute;nez 1993 im Gespr&amp;auml;ch mit Angela Davis gepr&amp;auml;gt hat. Es ist kein neumodischer Versuch, Identit&amp;auml;tspolitik abzutun, sondern vielmehr eine Erinnerung daran, unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten, dass unsere vielf&amp;auml;ltigen und unterschiedlichen Identit&amp;auml;ten eine Quelle der Solidarit&amp;auml;t sein sollten, nicht des Wettbewerbs.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun ist bekannt und wichtig, dass die Nazis Menschen sowohl aufgrund ihrer Identit&amp;auml;t (wie ethnische Zugeh&amp;ouml;rigkeit, Religion, Behinderung und Sexualit&amp;auml;t) als auch aufgrund ihrer Ideologie (Anarchisten, Kommunisten und Sozialdemokraten &amp;ndash; die drei Gruppen, aus denen sich die traditionelle Linke zusammensetzt) verhaftet und get&amp;ouml;tet haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die modernen Faschisten sind da nicht anders. Ihre ersten Ziele (da sage ich schon wieder &lt;em&gt;&amp;bdquo;erste&amp;ldquo;&lt;/em&gt;) waren Einwanderer und Trans-Menschen &amp;ndash; bequeme S&amp;uuml;ndenb&amp;ouml;cke f&amp;uuml;r alle Probleme der Gesellschaft &amp;ndash;, obwohl sie nat&amp;uuml;rlich darauf aus sind, alle marginalisierten Menschen aus dem &amp;ouml;ffentlichen Leben zu entfernen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch in den letzten Monaten haben die Rhetorik und die strafrechtlichen Verfolgungen von Menschen aufgrund ihrer Ideologie stark zugenommen. In diesem Land herrscht eine neue &amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und in letzter Zeit streiten sich die Leute in meinen sozialen Medien dar&amp;uuml;ber, wer behaupten darf, das Ziel zu sein. Sind es die Anarchisten, die von Trump und seinen Verb&amp;uuml;ndeten st&amp;auml;ndig als&lt;em&gt; &amp;bdquo;Buhm&amp;auml;nner&amp;ldquo;&lt;/em&gt; (und &lt;em&gt;&amp;bdquo;Buhfrauen&amp;ldquo;&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;&amp;bdquo;Buh-was-auch-immer&amp;ldquo;&lt;/em&gt;) bezeichnet werden? Wir geh&amp;ouml;ren sicherlich dazu &amp;ndash; der &lt;em&gt;&amp;bdquo;Prairieland&amp;ldquo;&lt;/em&gt;-Verschw&amp;ouml;rungsfall dreht sich um einen anarchistischen Buchclub. In der Anklageschrift gegen die &lt;em&gt;&amp;bdquo;DAMN 15&amp;ldquo;&lt;/em&gt;-Angeklagten in Minnesota wird immer wieder behauptet, dass sich die Angeklagten &amp;ouml;ffentlich als Anarchisten zu erkennen gegeben h&amp;auml;tten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sind es die Sozialdemokraten? Der &lt;a href=&quot;https://www.kenklippenstein.com/p/after-political-terrorism-event-us&quot;&gt;&lt;u&gt;neue Bericht des Au&amp;szlig;enministeriums&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; &amp;uuml;ber den Feind im Inneren behauptet, dass die Democratic Socialists of America (die DSA, die eine Wahl nach der anderen gewinnen) Marionetten Kubas seien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sind es die Kommunisten? Trump hat gerade eine Rede gehalten, in der er die DSA als Kommunisten verurteilte und behauptete, sie seien gar keine richtigen Sozialisten. Er kennt sich n&amp;auml;mlich mit Sozialisten aus, und diese hier sind es nicht. Sie sind Kommunisten, so seine Worte. Und der amerikanische Million&amp;auml;r und Kommunist &lt;a href=&quot;https://www.theguardian.com/world/2026/jul/15/james-fergie-chambers-arrest-palestine-aid-trump&quot;&gt;&lt;u&gt;Fergie Chambers wurde gerade in Spanien verhaftet&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;, um m&amp;ouml;glicherweise an die USA ausgeliefert zu werden &amp;ndash; ihm wird vorgeworfen, die Hamas finanziert zu haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oder zielt Trump einfach auf die Demokratische Partei ab, einschlie&amp;szlig;lich derselben Establishment-Demokraten, &amp;uuml;ber die ich mich selbst gerne beschwere &amp;ndash; jene, die den Kapitalismus von ganzem Herzen bejahen und den V&amp;ouml;lkermord in Gaza milit&amp;auml;risch unterst&amp;uuml;tzen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Antwort lautet: Ja. Es ist all das. Die neue &lt;em&gt;&amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo;&lt;/em&gt; richtet sich nicht gegen eine dieser Gruppen, sondern gegen alle. Gegen uns &lt;i&gt;alle&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wir sollten uns entsprechend verhalten.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Was &lt;em&gt;&amp;bdquo;die Linke&amp;ldquo;&lt;/em&gt; ausmacht, ist etwas diffus, und die Begrifflichkeit verschiebt sich je nach Zeit und Ort. Aber um es grob zu sagen, kannst du uns so verstehen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der weitest gefasste Begriff (neben &lt;em&gt;&amp;bdquo;die Linke&amp;ldquo;&lt;/em&gt;) ist, dass wir alle als Sozialisten bezeichnet werden k&amp;ouml;nnen. Sozialisten sind gegen den Kapitalismus. Das hei&amp;szlig;t, wir sind gegen ein bestimmtes politisches System, das es Menschen erm&amp;ouml;glicht, Reichtum durch ihren Reichtum statt durch ihre Arbeit anzuh&amp;auml;ufen. Indem wir Privatpersonen erlauben, riesige Fabriken zu besitzen, die Hunderte oder Tausende von Arbeitern besch&amp;auml;ftigen, schaffen wir eine Gesellschaft, in der der Reichtum nach oben flie&amp;szlig;t (und &amp;ndash; was wichtig ist &amp;ndash; jeder Arbeitsplatz wie eine Tyrannei gef&amp;uuml;hrt wird).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Historisch gesehen gibt es drei gro&amp;szlig;e Str&amp;ouml;mungen innerhalb des Sozialismus. Manchmal haben sich diese Str&amp;ouml;mungen verb&amp;uuml;ndet, manchmal haben sie sich bek&amp;auml;mpft. Und verwirrenderweise wird eine dieser Str&amp;ouml;mungen meist einfach als &amp;bdquo;die Sozialisten&amp;ldquo; bezeichnet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Str&amp;ouml;mungen sind die &lt;b&gt;Anarchisten&lt;/b&gt;, die &lt;b&gt;demokratischen Sozialisten&lt;/b&gt; (&lt;em&gt;&amp;bdquo;Sozialisten&amp;ldquo;&lt;/em&gt; in den USA) und die &lt;b&gt;Staatskommunisten&lt;/b&gt; (die meist als &lt;em&gt;&amp;bdquo;Kommunisten&amp;ldquo;&lt;/em&gt; mit gro&amp;szlig;em K bezeichnet werden, um sie vom &lt;em&gt;&amp;bdquo;Kommunismus&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu unterscheiden, der keine Beschreibung des Revolutionsprozesses, sondern einer postrevolution&amp;auml;ren Gesellschaft ist). Diese Gruppen unterscheiden sich etwas in ihren Zielen, aber stark in ihren Methoden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stell dir vor, sie st&amp;uuml;nden in einem Dreieck, nicht auf einer Linie. Hier habe ich dir eine kleine &amp;Uuml;bersicht erstellt:&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Triangle1.png&quot; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Triangle1.png&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=517,width=845,top=829,left=1505,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5254 --&gt;&lt;img alt=&quot;Das Dreieck zeigt die Sozialisten ander Spitze, die Kommunisten an der rechten unteren und die Anarchisten an der linken unteren Spitze. Zwischen Sozialisten und Anarchisten steht die partizipative Entscheidungsfindung, der gegenüber zwischen Sozialisten und Kommunisten die Staatsmacht steht. Zwischen Anarchisten und Kommunisten steht die Revolution&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Triangle1.png&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Sowohl die Anarchisten als auch die Kommunisten vertreten &lt;em&gt;&amp;bdquo;revolution&amp;auml;re&amp;ldquo;&lt;/em&gt; Ideologien, die davon ausgehen, dass, anstatt den bestehenden Apparat des kapitalistischen Staates zu nutzen, ein neues System aufgebaut und das alte System gest&amp;uuml;rzt oder &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig gemacht werden muss. Demokratische Sozialisten hingegen glauben daran, bestehende demokratische Systeme zu nutzen, um diese Ziele zu erreichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sowohl die Anarchisten als auch die demokratischen Sozialisten sind im weitesten Sinne &lt;em&gt;&amp;bdquo;demokratisch&amp;ldquo;&lt;/em&gt; und glauben an partizipative Entscheidungsfindung. Beide Gruppen sind der Ansicht, dass die Macht beim Volk selbst verbleiben muss. Im Gegensatz dazu glauben Kommunisten an die Schaffung eines zentralistisch geplanten Staates, der von einer Einzelperson oder einer kleinen Gruppe von Personen gef&amp;uuml;hrt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sowohl die Kommunisten als auch die demokratischen Sozialisten glauben an den Einsatz staatlicher Macht, indem es eine konkret definierte Institution gibt, die die Region regiert und das Monopol auf die legitime Anwendung von Gewalt beansprucht. Anarchisten hingegen glauben, dass Macht nur zwischen lokalen Gruppen verteilt sein sollte &amp;hellip; sodass wichtige Entscheidungen weiterhin getroffen werden k&amp;ouml;nnen und Organisation auch weiterhin in gro&amp;szlig;em Ma&amp;szlig;stab stattfindet, jedoch ohne starke Zwangsgewalt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben diesen gibt es noch viele weitere Gruppen. Viele Marxisten und Kommunisten w&amp;uuml;rden sich selbst nicht als Kommunisten bezeichnen. Es gibt auch modernere Ideen wie den demokratischen Konf&amp;ouml;deralismus, der Ans&amp;auml;tze aus allen Ecken des Dreiecks und aus indigenen kurdischen Praktiken aufgreift. Auch der Zapatismus steht au&amp;szlig;erhalb (oder vielleicht auch innerhalb) dieses Dreiecks.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Obwohl das Gleichgewicht zwischen diesen drei historischen Gruppen von Land zu Land und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt unterschiedlich war, war die anarchistische Bewegung im Allgemeinen die st&amp;auml;rkste revolution&amp;auml;re Kraft auf der Linken, bis die Bolschewiki (die urspr&amp;uuml;nglichen Kommunisten mit gro&amp;szlig;em K) w&amp;auml;hrend der Russischen Revolution die Macht &amp;uuml;bernahmen, indem sie die Anarchisten als Sto&amp;szlig;truppen gegen die Sozialdemokraten einsetzten und sich dann umdrehten, um die n&amp;uuml;tzlichen Idioten unter den Anarchisten zu verraten und zu t&amp;ouml;ten. Sobald es ein kommunistisches Land gab und die UdSSR kontrollierte, wie sie international dargestellt wurde, finanzierte sie die kommunistische Linke auf der ganzen Welt. W&amp;auml;hrend des Kalten Krieges schlossen sich die Sozialdemokraten weitgehend den kapitalistischen Nationen an (zumindest war das in Skandinavien der Fall).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erst als die Bolschewiki die Macht &amp;uuml;bernahmen, wurde die rote Fahne zum unverwechselbaren Symbol der Kommunisten, und tats&amp;auml;chlich begann das Wort &lt;em&gt;&amp;bdquo;Kommunist&amp;ldquo;&lt;/em&gt; auch, &lt;em&gt;&amp;bdquo;Kommunist&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu bedeuten. Das war auch der Zeitpunkt (soweit ich das beurteilen kann &amp;hellip; ich lese schon seit Jahren dar&amp;uuml;ber, habe aber noch Jahre des Lesens vor mir), an dem die drei gro&amp;szlig;en Str&amp;ouml;mungen der Linken wirklich begannen, sich gegenseitig zu bek&amp;auml;mpfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der erste &amp;bdquo;Rote Schrecken&amp;ldquo; in Amerika, von 1917 bis 1920, richtete sich gegen die gesamte Linke, insbesondere gegen die aus Russland eingewanderten Linken, die &amp;uuml;berwiegend anarchistisch waren. Der erste &lt;em&gt;&amp;bdquo;Rote Schrecken&amp;ldquo;&lt;/em&gt; war so etwas wie der Erste Weltkrieg &amp;hellip; damals war es eine riesige Sache, aber er wurde von dem &amp;uuml;berlagert, der danach kam.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die zweite&lt;em&gt; &amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo;&lt;/em&gt; dauerte l&amp;auml;nger, n&amp;auml;mlich die 1940er und 1950er Jahre, und hinterlie&amp;szlig; tiefere Narben. Sie richtete sich vordergr&amp;uuml;ndig gegen Kommunisten als eigenst&amp;auml;ndige Gruppe, da die UdSSR die Komintern, die Kommunistische Internationale, leitete, die die Aktivit&amp;auml;ten kommunistischer Gruppen auf der ganzen Welt koordinierte. Aber nat&amp;uuml;rlich beschr&amp;auml;nkte sich die &lt;em&gt;&amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo;&lt;/em&gt; nicht nur auf Amerikas direkten und buchst&amp;auml;blichen politischen Feind, und Sozialisten, Anarchisten und generell einfach jeder, der vom amerikanischen Kapitalismus nicht begeistert war, geriet in ihren Sog. Der Anarchist Charlie Chaplin, zu seiner Zeit der ber&amp;uuml;hmteste Komiker der Welt, wurde 1952 bei seiner Ausreise gewarnt, dass er m&amp;ouml;glicherweise nicht mehr zur&amp;uuml;ckkehren d&amp;uuml;rfe. Er blieb zwanzig Jahre lang im Exil. &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Lomax&quot;&gt;Alan Lomax&lt;/a&gt;, der linksgerichtete &amp;ndash; aber nicht der Kommunistischen Partei angeh&amp;ouml;rende &amp;ndash; Volksmusik-Forscher, der die Quelle praktisch jedes St&amp;uuml;cks amerikanischer Volkskultur ist, das wir noch haben, floh 1950 f&amp;uuml;r acht Jahre. (Ich will diese beiden nicht gezielt herausgreifen, es sind einfach Leute, mit denen ich mich f&amp;uuml;r meine Arbeit besch&amp;auml;ftigt habe, daher wei&amp;szlig; ich mehr &amp;uuml;ber sie.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und nat&amp;uuml;rlich hat das Au&amp;szlig;enministerium letzte Woche, im Jahr 2026, &lt;a href=&quot;https://www.thetravel.com/us-state-department-bans-far-left-travelers-from-entering-the-united-states/&quot;&gt;&lt;u&gt;neue Visabeschr&amp;auml;nkungen&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; gegen die &amp;bdquo;extreme Linke&amp;ldquo; &lt;a href=&quot;https://www.thetravel.com/us-state-department-bans-far-left-travelers-from-entering-the-united-states/&quot;&gt;&lt;u&gt;angek&amp;uuml;ndigt&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist der Kontext, den ich dir zum Thema&lt;em&gt; &amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo; &lt;/em&gt;bieten kann. Ich habe versucht, das objektiv zu schreiben, aber du solltest wissen, dass ich als Anarchist voreingenommen bin und glaube, dass die Welt ein besserer Ort gewesen w&amp;auml;re, wenn Anarchisten den Sozialdemokraten mehr und den Kommunisten weniger vertraut h&amp;auml;tten.&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube nicht, dass &lt;em&gt;&amp;bdquo;Anarchisten&amp;ldquo;&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;&amp;bdquo;Antifa&amp;ldquo;&lt;/em&gt; (die traditionell ein nicht-ideologischer und unorganisierter Zusammenschluss vor allem aus Anarchisten und Kommunisten ist, aber auch jeden umfasst, der bereit ist, direkte Aktionen gegen den Faschismus zu ergreifen) wirklich das eigentliche Ziel dieser neuen &lt;em&gt;&amp;bdquo;Roten Angst&amp;ldquo;&lt;/em&gt; sind. Ich glaube auch nicht, dass es die Kommunisten sind. Die DSA k&amp;ouml;nnte dem noch am n&amp;auml;chsten kommen, weil sie &amp;uuml;ber Wahlmacht verf&amp;uuml;gt. Ich glaube &amp;ndash; ironischerweise &amp;ndash;, dass die neue &lt;em&gt;&amp;bdquo;Rote Angst&amp;ldquo; &lt;/em&gt;darauf abzielt, die Wahlmacht der Demokratischen Partei zu untergraben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie verhaften haupts&amp;auml;chlich Anarchisten, weil wir unter den Leuten, die direkt gegen den Faschismus vorgehen, &amp;uuml;berrepr&amp;auml;sentiert sind. Sie k&amp;ouml;nnen uns verhaften, um zu sagen: &lt;em&gt;&amp;bdquo;Seht ihr? Hier gibt es Terroristen!&amp;ldquo;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber sie haben von Anfang an offen zugegeben, dass sie vor allem daran interessiert sind, die Leute ins Visier zu nehmen, die den Antifaschismus &lt;em&gt;&amp;bdquo;finanzieren&amp;ldquo;&lt;/em&gt;. Das kommt jedem echten Antifaschisten v&amp;ouml;llig l&amp;auml;cherlich vor &amp;ndash; wir finanzieren uns durch eine Mischung aus Jobs der Arbeiterklasse und der kriminellen Szene, von Tech-Jobs &amp;uuml;ber Pizzabacken und Saisonarbeit bis hin zu Krankenhauspersonal, Schriftstellern, Sexarbeit und Kleinkriminalit&amp;auml;t.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Ich werde bis zum bitteren Ende daf&amp;uuml;r k&amp;auml;mpfen, dass &lt;em&gt;&amp;bdquo;Arbeiterklasse&amp;ldquo;&lt;/em&gt; bedeutet, dass man seinen Lebensunterhalt durch Arbeit verdient, anstatt sein Geld durch Kapitalbesitz zu verdienen &amp;ndash; egal, ob man gut oder miserabel bezahlt wird. Die meisten gegenteiligen Argumente dienen nur dazu, die Arbeiterklasse zu spalten und die Mittelschicht davon zu &amp;uuml;berzeugen, dass sie mehr mit unseren gemeinsamen Unterdr&amp;uuml;ckern gemeinsam hat.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie nehmen &lt;em&gt;&amp;bdquo;unsere&amp;ldquo;&lt;/em&gt; Finanzierung ins Visier, weil sie gro&amp;szlig;e, liberale Institutionen ins Visier nehmen wollen. Sie wollen die Macht der Mitte zerschlagen. Sie wollen, dass es nie wieder Wahlen gibt. Sie nehmen die Demokraten ins Visier, indem sie sie als &lt;em&gt;&amp;bdquo;uns&amp;ldquo;&lt;/em&gt; bezeichnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das hei&amp;szlig;t nicht, dass sie nicht hinter uns her sind. Das sind sie. Wir sind Kollateralschaden, und wir sind nicht sicher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den letzten etwa zehn Jahren meines Lebens bestand mein Hauptbeitrag zur &amp;bdquo;Bewegung&amp;ldquo; darin, zu sprechen und zu schreiben &amp;ndash; also Dinge, die v&amp;ouml;llig legal sind. Der Gro&amp;szlig;teil meiner organisatorischen Arbeit dreht sich um Vorsorge und gegenseitige Hilfe. Ich halte mich mehr an die Gesetze als die meisten Nicht-Anarchisten, die ich kenne, weil ich in meinem Leben schon genug mit der Polizei zu tun hatte. Ich war eine ganze Weile vor Repression &lt;em&gt;&amp;bdquo;sicher&amp;ldquo;&lt;/em&gt;, weil meine Arbeit fest unter dem Schutz des ersten Verfassungszusatzes steht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Arbeit ist nicht mehr sicher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich nehme mich nur als Beispiel, nicht weil ich mir um mich selbst mehr Sorgen mache als um andere. Ich mache mir Sorgen um die Leute von Prairieland, die den Gro&amp;szlig;teil ihres Lebens im Gef&amp;auml;ngnis verbringen werden, wenn wir nicht klarstellen, dass ihre Freilassung das absolute Minimum f&amp;uuml;r jede neue Regierung ist. Ich mache mir Sorgen um die DAMN 15 in Minnesota, deren Anklagepunkte darauf hinauslaufen, &lt;em&gt;&amp;bdquo;Anarchisten zu sein oder mit Anarchisten zusammenzuarbeiten und einen Blockade-Protest zu organisieren, bei dem weder Polizisten noch ICE-Beamte verletzt wurden&amp;ldquo;&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich mache mir Sorgen um die pro-pal&amp;auml;stinensischen Aktivisten, die wegen materieller Unterst&amp;uuml;tzung ausl&amp;auml;ndischer terroristischer Organisationen angeklagt werden, nur weil sie sich gegen V&amp;ouml;lkermord ausgesprochen und Spenden f&amp;uuml;r dessen Opfer gesammelt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und ich will meine Zeit wirklich nicht damit verschwenden, dar&amp;uuml;ber zu streiten, wer die Ehre verdient, die Opfer des neuen &lt;em&gt;&amp;bdquo;Roten Schreckens&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu sein. Ich bin so sektiererisch wie nur irgend m&amp;ouml;glich, wenn es darum geht, den autorit&amp;auml;ren Kommunismus zu hassen und die etablierten Demokraten zu verachten (die sich beeilen, die DSA vor den Bus zu werfen und die &lt;em&gt;&amp;bdquo;gute Opposition&amp;ldquo;&lt;/em&gt; zu spielen), aber &amp;hellip; sie haben es auf uns alle abgesehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als dieses Gedicht, das ber&amp;uuml;hmte Gedicht, in den 1950er Jahren zum ersten Mal die Runde machte, erfuhren manche Leute, dass sein Autor einst ein Konservativer und Antisemit gewesen war und sogar eine Zeit lang die Nazis unterst&amp;uuml;tzt hatte, bevor er acht Jahre in Nazi-Gefangenenlagern verbrachte &amp;ndash; und deshalb wollten sie die Verbreitung des Gedichts unterbinden. Aber f&amp;uuml;r mich macht das das Gedicht erst recht wichtiger. Es fordert dich nicht auf, dich f&amp;uuml;r Leute einzusetzen, die du magst. Es fordert uns auf, f&amp;uuml;r Menschen zu k&amp;auml;mpfen, die wir nicht einmal ausstehen k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn wir haben die Wahl: Entweder haben wir eine Gesellschaft, in der wir unterschiedlich sein d&amp;uuml;rfen, oder eben nicht. Und in einer solchen Gesellschaft werden viele von uns tot sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Also sollten wir uns besser f&amp;uuml;r jeden von uns einsetzen. Wir sollten uns besser f&amp;uuml;r Menschen einsetzen, die wir nicht einmal m&amp;ouml;gen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn wir haben das Gedicht gelesen und wir haben die Geschichte gesehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle:&amp;#160;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/a-red-scare-big-enough-for-all-of&quot;&gt;&amp;bdquo;A Red Scare Big Enough For All of Us or: you don&amp;#39;t even have to be a red to scare the fascists&amp;ldquo;&lt;/a&gt;&amp;#160;von Margaret Killjoy, 22. Juli 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt;&amp;#160;ist eine von den Lesern unterst&amp;uuml;tzte Publikation. Normalerweise ist die H&amp;auml;lfte der Beitr&amp;auml;ge kostenlos, die andere H&amp;auml;lfte ist pers&amp;ouml;nlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verf&amp;uuml;gung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r alle Leser kostenlos. Um neue Beitr&amp;auml;ge zu erhalten und meine Arbeit zu unterst&amp;uuml;tzen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;Uuml;bersetzung, Bearbeitung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;/p&gt;

&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 12:06:00 +0200</pubDate>
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    <title>Blogkino: Barfuß durch die Hölle: … und dann kam das Ende - The Human Condition - Ningen no jōken (1961)</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Heute führen wir in unsere Reihe &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/categories/67-Blogkino&quot;&gt;Blogkino&lt;/a&gt; die kurze Serie mit Filmen des japanischen Regisseurs &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Masaki_Kobayashi&quot;&gt;Masaki Kobayashi&lt;/a&gt; fort. Er schuf ab 1959 mit der Trilogie &lt;a id=&quot;mwOQ&quot; title=&quot;Barfuß durch die Hölle&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barfu%C3%9F_durch_die_H%C3%B6lle&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Barfuß durch die Hölle&lt;/a&gt; (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von &lt;a id=&quot;mwCw&quot; title=&quot;Gomikawa Jumpei&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gomikawa_Jumpei&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Gomikawa Jumpei&lt;/a&gt;. Der neuneinhalbstündige Film erzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven &lt;a id=&quot;mwFw&quot; title=&quot;Japanisches Kaiserreich&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Kaiserreich&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Kaiserreich Japan&lt;/a&gt; in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zeigen heute Teil 3, der hierzulande als &quot;Barfuß durch die Hölle: ... und dann kam das Ende&quot; lief: Im letzten Film sind die japanischen Streitkräfte vernichtend geschlagen. Mit einigen seiner Kameraden macht sich Kaji auf einen gewaltigen Fußmarsch nach Süden, wo er Michiko wiederzufinden hofft. Nachdem er viele Gefahren überlebt hat, wird er von der Roten Armee gefasst und muss daraufhin eine ähnliche Behandlung erdulden, wie sie die Chinesen zuvor erfahren hatten. Nach einiger Zeit gelingt ihm die Flucht. Enttäuscht vom Kommunismus, von dem er sich eine Befreiung der Menschheit erhofft hatte, erkennt er, dass dieses neue System keinen Deut besser ist als alles, wogegen er sich bisher aufgelehnt hatte. Er träumt weiterhin davon, seine Frau wiederzufinden, und muss schließlich seine letzte große Prüfung gegen die weite Ödnis des eurasischen Winters bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil 1 hatten wir am 30. Juni &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/14291-Blogkino-Barfuss-durch-die-Hoelle-The-Human-Condition-Ningen-no-jken-1959.html&quot;&gt;hier gezeigt&lt;/a&gt;, Teil 2 am 7. Juli &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/14292-Blogkino-Barfuss-durch-die-Hoelle-Die-Strasse-zur-Ewigkeit-The-Human-Condition-Ningen-no-jken-1959.html&quot;&gt;dort&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe src=&quot;https://archive.org/embed/the-human-condition-parts-5-6&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;384&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Révolution au bar dansant: AMENRA full set @ Quantic, Bucharest</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Wed, 08 Jul 2026 12:07:00 +0200</pubDate>
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    <title>Blogkino: Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit - The Human Condition - Ningen no jōken (1959)</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Heute führen wir in unsere Reihe &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/categories/67-Blogkino&quot;&gt;Blogkino&lt;/a&gt; die kurze Serie mit Filmen des japanischen Regisseurs &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Masaki_Kobayashi&quot;&gt;Masaki Kobayashi&lt;/a&gt; fort. Er schuf ab 1959 mit der Trilogie &lt;a id=&quot;mwOQ&quot; title=&quot;Barfuß durch die Hölle&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barfu%C3%9F_durch_die_H%C3%B6lle&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Barfuß durch die Hölle&lt;/a&gt; (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von &lt;a id=&quot;mwCw&quot; title=&quot;Gomikawa Jumpei&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gomikawa_Jumpei&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Gomikawa Jumpei&lt;/a&gt;. Der neuneinhalbstündige Film erzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven &lt;a id=&quot;mwFw&quot; title=&quot;Japanisches Kaiserreich&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Kaiserreich&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Kaiserreich Japan&lt;/a&gt; in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zeigen heute Teil 2, der hierzulande als &quot;Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit&quot; lief: Nachdem Kaji seine Befreiung vom Militärdienst eingebüßt hatte, weil er chinesische Gefangene vor ungerechter Strafe bewahrte, wird er im zweiten Teil in die Kwantung-Armee eingezogen. Konträr zu seiner antimilitaristischen Einstellung erweist sich Kaji in seiner Ausbildung als hervorragender Soldat, versucht aber im Umgang mit den anderen Soldaten seine Ideale umzusetzen, entgegen aller vorherrschenden Brutalität. Der Film endet mit der erfolgreichen sowjetischen Invasion in der Mandschurei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil 1 hatten wir am 30. Juni &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/14291-Blogkino-Barfuss-durch-die-Hoelle-The-Human-Condition-Ningen-no-jken-1959.html&quot;&gt;hier gezeigt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe src=&quot;https://archive.org/embed/the-human-condition-parts-3-4&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;384&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Tue, 07 Jul 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Blogkino: Barfuß durch die Hölle - The Human Condition - Ningen no jōken (1959)</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Heute beginnen wir in unserer Reihe &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/categories/67-Blogkino&quot;&gt;Blogkino&lt;/a&gt; eine kurze Reihe mit Filmen des japanischen Regisseurs &lt;span dir=&quot;ltr&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;Masaki Kobayashi. Er schuf ab 1959 mit der &lt;/span&gt;Trilogie &lt;a id=&quot;mwOQ&quot; title=&quot;Barfuß durch die Hölle&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barfu%C3%9F_durch_die_H%C3%B6lle&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Barfuß durch die Hölle&lt;/a&gt; (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von &lt;a id=&quot;mwCw&quot; title=&quot;Gomikawa Jumpei&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gomikawa_Jumpei&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Gomikawa Jumpei&lt;/a&gt;. Der neuneinhalbstündige Filmerzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven &lt;a id=&quot;mwFw&quot; title=&quot;Japanisches Kaiserreich&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Kaiserreich&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Kaiserreich Japan&lt;/a&gt; in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zeigen heute Teil 1, der hierzulande als &quot;Barfuß durch die Hölle&quot; lief: Er beginnt damit, dass Kaji trotz all seiner Zukunftsängste seine Angebetete Michiko heiratet. Das Paar zieht daraufhin in die japanisch kolonisierte Mandschurei, wo Kaji einer Gruppe von chinesischen Strafarbeitern als Aufseher zugewiesen ist. Er scheitert dort an seinem Versuch, seine humanistischen Denkansätze mit der brutalen Realität des imperialistischen Arbeitslagers zu vereinbaren...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div id=&quot;p-lang-btn&quot; class=&quot;vector-dropdown mw-portlet mw-portlet-lang&quot; style=&quot;position: relative; float: right; box-sizing: border-box; flex-shrink: 0; margin-right: calc(-12px); color: #202122; font-family: sans-serif; font-size: 16px;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;iframe src=&quot;https://archive.org/embed/the-human-condition-parts-1-2&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;384&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 30 Jun 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Wild Roving oder: Das Lied der offenen Straße</title>
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            <category>International</category>
            <category>Kapitalismus</category>
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            <category>LGBTQIA+</category>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    Einen schönen Maifeiertag euch allen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Feier des Tages werde ich dieses Wochenende zweimal in Cleveland auftreten. Am Freitag, dem 1. Mai, veranstaltet das Rhizome House (2174 Lee Road, Cleveland Heights) einen ganzen Tag mit einsteigerfreundlichen Workshops, und ich werde während des Abendessens gegen 18 Uhr über die Geschichte des Maifeiertags sprechen. (Aber kommt auch wegen dem Rest vorbei! Ich denke, diese Veranstaltung ist ideal für Leute, die so etwas noch nie erlebt haben.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Samstag, dem 2. Mai&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;, bin ich in der Buchhandlung Mac’s Backs zu Gast und unterhalte mich mit dem Debütautor (und Freund) Carter Keane über ihr queeres Folk-Horror-Buch „Morsel“ (das ihr vor Ort bei der Veranstaltung kaufen oder &lt;a href=&quot;https://substack.com/redirect/a63bce2c-22b2-4a6e-ab28-00cac751beb9?j=eyJ1IjoiMjVoZGM2In0.MX_B6NAA3HI5h7v_C_S7kiFHUnIL5GVDwC1g-RvSUaE&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;bei Firestorm Books&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; mit 10 % Rabatt über meinen Empfehlungscode bestellen könnt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schwöre, dass ich irgendwann auch Veranstaltungen in anderen Städten machen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zur Erinnerung: Der Cool Zone Media Bookclub ist diese Woche interaktiver als sonst. Ihr seid eingeladen, zwei Kurzgeschichten von Ursula K. Le Guin zu lesen: „Die, die aus Omelas fortgehen“ und „Der Tag vor der Revolution“ (&lt;a href=&quot;https://substack.com/redirect/2018dca9-3caf-4c9e-b38b-66f521953825?j=eyJ1IjoiMjVoZGM2In0.MX_B6NAA3HI5h7v_C_S7kiFHUnIL5GVDwC1g-RvSUaE&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;hier in einem Zine zusammengefasst, das ihr online lesen könnt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) und sie dann auf dem &lt;a href=&quot;https://substack.com/redirect/0113d532-3b6c-4e29-a825-a9c8ec11167d?j=eyJ1IjoiMjVoZGM2In0.MX_B6NAA3HI5h7v_C_S7kiFHUnIL5GVDwC1g-RvSUaE&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Reddit-Forum „It Could Happen Here“&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zu diskutieren. Morgen werden einige von uns die Geschichten anhand eurer Kommentare besprechen, und der Beitrag erscheint diesen Sonntag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt;&lt;strong&gt;Wild Roving&lt;/strong&gt;&lt;/h1&gt;&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Whitman_at_about_fifty.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Whitman_at_about_fifty.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1155,width=769,top=510,left=1543,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5176 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Whitman_at_about_fifty.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto von Walt Whitman aus dem Jahr 1869 zeigt ihn mit nachdenklichem Blick auf den Fotografen, das Kinn auf eine Hand gestützt, mit langem Haar und Vollbart &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Walt Whitman (etwa 1869)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Jetzt sehe ich das Geheimnis, wie man die besten Menschen hervorbringt:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Es besteht darin, an der frischen Luft aufzuwachsen und mit der Erde zu essen und zu schlafen.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walt_Whitman&quot;&gt;Walt Whitman&lt;/a&gt;, Song of the Open Road 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Nacht bin ich über meine Schlafenszeit hinaus aufgeblieben (ja, ich habe eine Schlafenszeit. Ich bin in meinen 40ern. Ich wünschte, ich würde mich mehr daran halten.) und habe &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/A_Knight_of_the_Seven_Kingdoms&quot;&gt;A Knight of the Seven Kingdoms&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; geschaut. Ich habe es noch nicht zu Ende gesehen und habe nicht vor, euch die Spannung zu nehmen, aber der Protagonist dieser Serie ist ein Heckenritter. Ein Obdachloser mit einem Schwert und einem Pferd und kaum einem Kupferpfennig in der Tasche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe das Gefühl, das Ganze sei als Geschenk für mich geschrieben worden. All die Schwerter und Rüstungen und die Produktionsqualität von &lt;em&gt;Game of Thrones&lt;/em&gt;, nur mit etwas weniger Adel und (bisher) ganz ohne Vergewaltigungen. Vielleicht schau ich mir die Serie zu Ende an und ändere meine Meinung, aber bisher gefällt sie mir so gut, dass ich, wie gesagt, länger aufgeblieben bin, als ich eigentlich sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Szene ganz am Anfang, in der sich unser Held Dunk mit seinem Meister Ser Arlan von Pennytree, dem Heckenritter, der ihn zum Knappen nahm, unter einem Baum zusammenkauert. Sie teilen sich ein einfaches Mahl, während der Regen heftig niederprasselt, und Bäume sind schlechte Unterstände, weil sie undicht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kenne ich. Ich bin nicht mehr dort, aber ein Teil von mir wird es immer vermissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich mit etwa dreißig Jahren schon ein alter Hase war, fuhr ich zu einer Konferenz für Organisatoren von Earth First! in den Bergen, und wir sprachen darüber, was alles dazugehört, wenn man versucht, den einzigen Planeten zu retten, von dem wir wissen, dass er Leben ermöglicht. Eine Delegation indigener Organisator*innen kam aus Solidarität zu uns (oder um uns zu helfen, Solidarität mit ihnen zu zeigen), und eine Frau hielt eines Abends beim Abendessen einen Vortrag darüber, wie wir als Kolonisator*innen eine bessere Verbindung zu diesem Land herstellen könnten, auf dem wir lebten und das wir pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wünschte, ich würde mich an ihren Namen erinnern, aber damals war mir nicht bewusst, dass ich einen dieser Momente erlebte, die einem für immer im Gedächtnis bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sprach darüber, wie schwierig es für Nicht-Indigene sei, wirklich verwurzelt und mit dem Land verbunden zu sein, für das sie kämpften – aber dass es für die Arbeit unerlässlich sei. Es fiel mir schwer, das zu hören. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon seit über einem Jahrzehnt ständig auf Reisen und ging davon aus, dass ich das mein ganzes Leben lang tun würde. Die Trägheit hatte mich fest im Griff, und ich wusste nicht, ob ich mich befreien könnte, selbst wenn ich es wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vortrag ging ich schüchtern zur Referentin, um mich vorzustellen, und wir unterhielten uns eine Weile. Ich erzählte ihr, dass ich ein Wanderer sei. Dass ich nirgendwo ein Zuhause gefunden hätte, zumindest nicht für längere Zeit, und es mir daher schwerfiel, mir eine Verbindung zu einem bestimmten Stück Land vorzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lachte und verstand meine Nervosität. „Oh, das ist in Ordnung“, sagte sie zu mir. „Manche Menschen sind einfach so.“ Sie erzählte mir Geschichten von einem Mann, einem ihrer Liebhaber, der nie ein Zuhause gefunden hatte und mit seiner Gitarre umherwanderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen sind einfach so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/vecteezy_open-road-in-a-desert_1884566.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/vecteezy_open-road-in-a-desert_1884566.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=513,width=1039,top=831,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5177 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/vecteezy_open-road-in-a-desert_1884566.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto von Rémi Orts zeigt eine schnurgerade Straße in der Prärie, aufgenommen vom Mittelstreifen aus, mit Bergen im Hintergrund.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: Rémi Orts&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.vecteezy.com/fotos-kostenlos/stra%C3%9Fe&quot;&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die meisten meiner Freunde, vor allem die älteren Anarchisten, die ich kannte (meine Ältesten, würde ich sagen), verbrachten ihre Zeit damit, mich dazu zu bringen, an einem Ort zu bleiben. Mein „Frenemy“ Aragorn! (Das Ausrufezeichen war Teil seines Namens, und er ist der Grund, warum ich das Wort „Frenemy“ kenne. Er hat einmal buchstäblich einen Text mit dem Titel „Gegen die Freundschaft“ geschrieben.) traf mich auf einer anarchistischen Buchmesse in Kanada und sagte mir unverblümt, dass ich meine Zeit mit Reisen verschwendete, obwohl ich schreiben sollte. Dass ich so viel mehr für den Anarchismus erreichen könnte. Er und ich haben uns vor seinem Tod immer über Politik gestritten und gezankt, aber er hat meine Vision, trashige anarchistische Pulp-Fiction zu schreiben, immer unterstützt, und er hat mir einmal einen Synthesizer geliehen, damit ich einen Auftritt spielen konnte, als ich mir keinen eigenen leisten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aragorn! war einer der ersten großen Theoretiker indigener anarchistischer Ideen, also kann ich nicht einfach sagen „Oh, ein indigener Mensch hat mir gesagt, ich darf reisen, also ist es okay“ und es dabei belassen, weil mir ein anderer indigener Mensch gesagt hat, ich solle verdammt noch mal stillsitzen. Aber Aragorn! würde mir niemals verzeihen, dass ich mich überhaupt auf solche vereinfachten Identitätsargumente berufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Freund, der noch am Leben ist und daher ungenannt bleibt, sagte mir: „Wenn du an den Strand gehst, wirst du die Geisterkrabben nicht sehen, es sei denn, du stehst lange genug still, damit sie dir vertrauen und aus dem Sand kommen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein vierter Ältester, der sich nach dem Fall der UdSSR in Bulgarien im Straßenkampf gegen Faschisten seine Sporen verdient hatte, sagte mir, es sei in Ordnung zu wandern, das sei einfach das, was manche Leute tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Ratgeber waren also fifty-fifty gespalten, was ich mit meinem Leben anfangen sollte, und ich wanderte weiter. Etwa fünfzehn Jahre lang verbrachte ich selten mehr als ein paar Wochen an einem Ort. Gelegentlich schaffte ich es auf ein paar Monate. Einmal, mitten in all dem, blieb ich aus Liebe zwei Jahre lang in Portland, Oregon, obwohl ich es trotzdem schaffte, alle paar Monate von einem Punkhaus in ein Zelt im Garten und wieder zurück in ein Punkhaus zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich war es eine Verletzung, die mich bremste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor etwa zehn Jahren habe ich meinen viel zu schweren Rucksack falsch aufgesetzt und mir den Brustknorpel gerissen. Du wirst schockiert sein zu erfahren, dass die Gesundheitsversorgung für Nomaden in den Vereinigten Staaten alles andere als erstklassig ist, und ich hatte jahrelang Probleme, wieder gesund zu werden, und konnte kaum etwas tragen. Das Leben im Van war unhaltbar. Ich zog nach Asheville, dann in ein Punkhaus auf dem Land, dann in eine Scheune auf dem Land, dann in eine Hütte auf dem Land, dann weiter nach Norden in die Appalachen, und es geht dich nichts an, wo ich jetzt wohne, aber ich bin ganz sicher ein Stubenhocker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe meine Brust vor Jahren durch eine Kombination aus Zeit und selbst durchgeführter Physiotherapie geheilt, aber Trägheit ist nun mal Trägheit. Wenn ich ein Objekt in Bewegung war, blieb ich in Bewegung. Wenn ich ein Objekt in Ruhe bin, bleibe ich in Ruhe. Manchmal habe ich nachts das Gefühl, etwas verloren zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aragorn! hatte Unrecht. Ich bin an einem Ort nicht von Natur aus produktiver, als ich es unterwegs war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber mein Hund mag die Buchtour im Van viel weniger, als er es mag, im Garten Flugzeuge anzubellen, und es war schön zu sehen, wie die sprichwörtlichen Geisterkrabben hervorkamen. Es war schön, einen einzigen Ort durch die Jahreszeiten zu beobachten, zu sehen, welche Wildblumen jedes Jahr sprießen und wann sich die Truthähne versammeln. Man hat nicht die Chance, zu sehen, wie sich andere Menschen und Orte verändern, wenn man selbst derjenige ist, der sich ständig verändert. Und es ist schön, sich gemeinsam mit anderen Menschen zu verändern, Hand in Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich jung war, brachte mich das Leben auf der Straße den Menschen näher. Ich war immer in dieser oder jener Punk-Clique unterwegs, sprang auf Züge auf oder trampte, schlief im Park oder in jemandes Garten oder in einem Wald, den wir zu retten versuchten. Als ich meinen Van bekam, quetschte ich regelmäßig fünf oder sechs Leute hinein, während ich durchs Land fuhr. Aber mit Mitte dreißig reiste ich meist allein. Vollzeit zu reisen, während man pleite ist, ist für die meisten Menschen keine nachhaltige Lebensweise, und die Leute um mich herum starben entweder oder gaben ihr Leben als Aussteiger auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versuche einfach, sowohl für die Zeit, die ich mit Umherziehen verbracht habe, als auch für die Zeit, die ich an einem Ort verbracht habe, dankbar zu sein, und meistens gelingt mir das auch. Aber es vergeht keine Woche, in der ich nicht darüber nachdenke, alles, was ich besitze, wegzugeben und wieder in meinen Van zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund, warum ich es am Ende wahrscheinlich nicht tun werde, ist, dass ich mich, als ich ein mittelloser Aktivist war, ziemlich stark auf andere Menschen verlassen habe. Ich will nicht sagen, dass ich mich „zu sehr“ auf sie verlassen habe, denn ich finde es gut, Teil eines Netzwerks der gegenseitigen Abhängigkeit und der gegenseitigen Hilfe zu sein. Aber ich habe auf Sofas und in Gästezimmern übernachtet und mindestens genauso oft Essen gegessen, das andere Leute gekauft haben, wie ich meine Mahlzeiten gestohlen oder aus dem Müll gefischt habe. Ich habe beigetragen, so gut ich konnte, meist indem ich bei jeder Demo dabei war und meine Freizeit für die Organisation genutzt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber jetzt bin ich auf der anderen Seite dieser Gleichung. Ich nehme Anhalter mit. Ich beherberge Freunde, die es brauchen, ich nehme Besucher auf. Ich versuche, genauso großzügig zu anderen zu sein, wie andere es mir gegenüber waren. Das ist eine hohe Messlatte, und vielleicht schaffe ich es nicht. Ich möchte jetzt jemand sein, der Ressourcen bereitstellt. Das scheint nur fair zu sein, und es ist zutiefst befriedigend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Umherziehen fühlt sich jetzt wie ein Notfallplan an. Es hilft mir sehr gegen meine Ängste, zu wissen, dass ich ohne festen Wohnsitz überleben kann. All diese „Prepper“-Überlebenskünstler, die mit Beilen Unterkünfte bauen und Eichhörnchen töten können, wissen wahrscheinlich nicht, wie man die kostenlosen Bagels im Müll findet oder wie man auf das Dach einer Domino’s-Pizzeria klettert, um dort zu schlafen. Ich vermute, Straßenkinder werden die Apokalypse mindestens genauso gut meistern wie die christlichen Nationalisten aus der Mittelschicht, die sich für Alpha-Männer halten, denn Straßenkinder ziehen in Gruppen umher und kennen die Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn ich wieder auf Wanderschaft gehe, sind es nicht die Städte, die mich rufen. Es ist die Straße und es ist die Wildnis (was davon übrig ist). Es ist schön, unter Menschen zu sein, aber vielleicht bin ich in meinem Herzen immer ein halber Einsiedler. Vielleicht bin ich in meinem Herzen immer ein Wanderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Hätte ich nur die Hälfte des Geldes, das ich dir anvertraut habe&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Könnte ich mir zehn Morgen Land kaufen und meine Familie versorgen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Könnte ich mir ein strohgedecktes Häuschen bauen, könnte ich mir eine Scheune errichten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Könnte ich mir einen Pelzmantel kaufen, um meinen Rücken warm zu halten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das wilde Umherziehen werde ich aufgeben&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das wilde Umherziehen, ich gebe es auf&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Und ich werde nie wieder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der wilde Wanderer genannt werden&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;- &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/The_Wild_Rover&quot;&gt;The Wild Rover&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Wird meist als traditionelles irisches Lied angesehen, ist aber wahrscheinlich englischen Ursprungs, was schwer zu schlucken ist, aber wohl notwendig, denn eigentlich ist Nationalismus Unsinn und die Arbeiterklasse kennt kein Land, und Volkstraditionen haben sich seit Urzeiten zwischen diesen beiden Inseln bewegt, und das Problem sind die Regierung und die Machtsysteme.)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/wild-roving&quot;&gt;&quot;Wild Roving or: the song of the open road&quot;&lt;/a&gt;, 29. April 2026 von Margaret Killjoy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 01 May 2026 12:48:00 +0200</pubDate>
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    <title>Achte Anarchistische Buchmesse Mannheim vom 14. bis 17. Mai 2026</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Plakat anklicken um zur Webseite der Buchmesse zu gelangen&quot; href=&#039;https://buchmesse.anarchie-mannheim.de/&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;https://buchmesse.anarchie-mannheim.de/&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1015,width=815,top=580,left=1520,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5148 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/ABM26KA.jpg&quot; title=&quot;Plakat anklicken um zur Webseite der Buchmesse zu gelangen&quot; loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das SharePic zur 8. anarchistischen Buchmesse in Mannheim zeigt das Jugendzentrum Forum auf der rechten Seite und links 3 Wellen, deren Schaumkronen aus lauter Anarchie Ⓐ besteht sowie Angaben zur Messe und den Veranstalter:*Innen&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt; 
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    <pubDate>Thu, 23 Apr 2026 11:53:00 +0200</pubDate>
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    <category>anarchismus</category>
<category>buchmesse</category>
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    <title>Ich hoffe, die Dunkelheit umgibt Dich genauso sanft wie das Licht oder: Ich habe diesen krassen Titel für ein paar Gedanken über das Schreiben und das Leben verschwendet</title>
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            <category>Anarchismus</category>
            <category>Poesie</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/1083px-Autumn_leaves_in_the_city_-_e4.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/1083px-Autumn_leaves_in_the_city_-_e4.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=735,width=1098,top=360,left=738.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4954 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/1083px-Autumn_leaves_in_the_city_-_e4.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt nasse Herbstblätter in der Stadt auf dem Boden.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Herbstblätter in der Stadt&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Autumn_leaves_in_the_city_-_e4.JPG&quot;&gt;Polyflux&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0&quot;&gt;CC BY-SA 4.0&lt;/a&gt;, via Wikimedia Commons&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Ich hab eine Kurzgeschichte namens „And the Clean Bones Gone” fertig, die im Danielle-Cain-Universum spielt und an die Leute geht, die „The Immortal Choir Holds Every Voice” auf Kickstarter unterstützt haben, digital und dann gedruckt an alle im Zine-of-the-Month-Club bei „Strangers in a Tangled Wilderness” auf Patreon. &lt;em&gt;Alle, die uns dort vor dem 31. Dezember unterstützen, bekommen unsere einmal im Jahr erscheinende, umfangreichere Postsendung.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Schaut mir diese und nächste Woche bei &lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;https://www.iheart.com/podcast/105-behind-the-bastards-29236323/episode/part-one-the-men-who-might-310407494/&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Behind the Bastards&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;zu, wo ich von Robert lerne, wie schlimm das globale nukleare Vernichtungssystem (sorry, nukleare Abschreckungssystem) ist.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hoffe, die Dunkelheit umgibt dich genauso sanft wie das Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hoffe, du verzeihst mir, wenn ich diesen Monat etwas weniger oder weniger formell hier schreibe. Wir werden sehen. Ich liebe die Dunkelheit dieser Jahreszeit, weil sie sich wie eine Erlaubnis anfühlt. Die Erlaubnis, mich zurückziehen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann meinem Hund nicht böse sein, dass er seit Zehntausenden von Jahren gezüchtet wird, um Vieh und Menschen zu bewachen und Rehe und Eichhörnchen zu jagen. Deshalb kann ich auch nicht sauer auf mich selbst sein, wenn ich mich am Ende des Herbstes nach innen wende. Durch Zehntausende von Jahren der Evolution oder Anpassung oder was auch immer (wir nennen es bei Menschen nicht „Züchtung”, weil es weniger bewusst ein Projekt war) ist dies die Zeit des Jahres, in der ich in einen Energiesparmodus gehen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir alle sollten jetzt eigentlich weniger Energie verbrauchen. Als Viehzüchter würden unsere Tiere von den Sommerweiden zurückkommen und näher an unserem Zuhause sein, und als Landwirte hätten wir unsere Ernte eingebracht. So oder so würden wir alles für den kommenden Winter trocknen, einmachen, einlegen und konservieren. Ein paar Leute, die ich kenne, machen das, meistens als Hobby. Stattdessen arbeiten wir, als hätten die Natur und ihre Jahreszeiten überhaupt keinen Einfluss auf uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist Grund genug für uns, den Kapitalismus zu zerstören. Aber ich suche immer nach Ausreden, um die Zerstörung des Kapitalismus zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft verlangt aus irgendeinem seltsamen Grund, dass wir weiterarbeiten, also werde ich weiterarbeiten, aber ich möchte weniger mit meiner Zeit anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb werde ich diesen Monat weniger formell für euch schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe aber wieder angefangen, Belletristik zu schreiben, und das nimmt erfreulicherweise einen Großteil meiner Zeit in Anspruch. Belletristik zu schreiben ist für mich seltsam: Die Hälfte der Arbeit besteht darin, auf den Bildschirm zu starren, die andere Hälfte darin, meine Gedanken im Hintergrund Probleme lösen zu lassen, während ich mit dem Hund spazieren gehe, Auto fahre oder dusche. In letzter Zeit bin ich viel mit dem Hund spazieren gegangen und habe viel Auto gefahren, und ich habe mir Dutzende und Hunderte von Sprachmemos hinterlassen, die ich später transkribieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat aber Spaß gemacht. Ich weiß, dass ich allen Kickstarter-Unterstützern eine weitere Geschichte schuldete, die in „Immortal Choir“ hätte enthalten sein können, und ich hatte das immer wieder aufgeschoben, aber dann bin ich letzte Woche nach North Carolina gefahren, habe das Radio ausgeschaltet und einfach die groben Umrisse der Handlung durchgespielt. Dann kam ich an meinem Ziel an und habe mit jemandem, der mir wichtig ist, ausführlich über meine Ideen gesprochen und die Gliederung ausgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann habe ich vier Stunden im Bett verbracht und sie geschrieben. Dann habe ich sie eine Woche lang ignoriert, um mir eine Pause zu gönnen, bevor ich mich an die Überarbeitung gemacht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann habe ich ... eine seltsame Art von peinlicher Magie angewendet, die ich beherrsche. Fast die Hälfte der Magie, über die ich aus der Antike gelesen habe, drehte sich darum, Muster im Chaos zu suchen. Von Teeblättern über geworfene Knochen bis hin zu verschütteten Eingeweiden. Und ich habe meine eigene Art, das zu tun. Es ist nicht blutig, nur peinlich. (Eigentlich hatte ich nicht vor, den heutigen Beitrag hinter einer Paywall zu verstecken, aber ja, manche Dinge sind mir doch etwas peinlich. Keine Sorge, den größten Teil des Beitrags habt ihr vor der Paywall gelesen. Es folgt nur noch ein bisschen Geschwafel. Ich werde bald wieder rationaler schreiben, das verspreche ich fast.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seht ihr, ich habe viele Haare. Und sie sind sehr lockig. Und ich bürste meine Haare unter der Dusche mit einer nassen Bürste und viel Entwirrer. Daher landen viele Haare an der Wand meiner Dusche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und äh ... diese Haare?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilden Muster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bürste meine Haare und betrachte dann die Haare an der Wand, als würde ich nach Formen in Wolken suchen. Diese Gewohnheit habe ich nicht bewusst entwickelt. Ich habe einfach angefangen, Gesichter und Formen zu sehen und über sie nachzudenken, und jeder weiß ja, dass man unter der Dusche sowieso am besten denken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nutze das hauptsächlich als Meditation. „Oh, da ist ein freundlich aussehendes Gesicht. Ich muss freundlicher zu mir selbst sein.“ So etwas in der Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe allerdings viele meiner Geschichten unter der Dusche. Wenn ich mit meiner Handlung nicht weiterkomme und duschen gehe, finde ich meistens eine Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und neulich, nachdem ich einen Entwurf für diese Kurzgeschichte hatte, mit dem ich größtenteils zufrieden war, war da ein Mann mit einem Vogelschädel, der einen Mantel trug und einen Ascot im Haar an der Wand hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also habe ich den Dämon in der Geschichte geändert, und dadurch ist die Geschichte viel besser geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch immer, ich hoffe, sie gefällt euch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich hoffe, die Dunkelheit umgibt euch genauso sanft wie das Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Margaret Killjoy, &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/i-hope-the-darkness-holds-you-as&quot;&gt;I Hope the Darkness Holds You as Sweetly as the Light or: I wasted that sick title on just some ramblings about writing and life&lt;/a&gt;, 03. Dezember 2025&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [authorisiert]&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Sun, 07 Dec 2025 12:21:00 +0100</pubDate>
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    <title>Reise mit einem Zauberer - ein schöner Traum. Bilder und Lesung von und mit Johanna Teske</title>
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            <category>Anarchismus</category>
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            <category>Perspektive und Befreiung</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/DemoZJohannaTeske.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/DemoZJohannaTeske.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=684,width=957,top=385.5,left=809,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4995 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/DemoZJohannaTeske.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Zeichnung zeigt zwei Sabo Tabbies. Darüber der Text &amp;quot;Reise mit einem Zauberer. Ein schöner Traum&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Grafik: &amp;copy; Johanna Teske&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Willkommen in meiner Welt. Diese Welt könnte einen neuen Anstrich vertragen. Wir könnten unsere Welt wieder verzaubern. Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emma Goldman sagte einmal: &lt;em&gt;„Wenn wir nicht mehr träumen können, sterben wir.“&lt;/em&gt;  Soweit darf es nicht kommen. Ok, ich fange Mal an. Mit einem Traum. Einem schönen Traum. Hier treffe ich auf alte Bekannte und neue Gesichter. Wir wandern in Verbundenheit zu Orten, über Schichten, mit Geschichten und Spuren. In unseren Herzen tragen wir eine neue Welt. Und ich bringe sie nach Hause zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Johanna Teske&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kunst und Comic &lt;a href=&quot;https://www.demoz-lb.de/event/reise-mit-einem-zauberer-ein-schoener-traum-ausstellung/&quot;&gt;Ausstellung 6.12.25 – 31.1.26&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Vernissage und Lesung 6.12.25 ab 14 Uhr&lt;br /&gt;
Während Veranstaltungen geöffnet&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homepage der Künstlerin: &lt;a href=&quot;http://www.johannateske.com&quot;&gt;www.johannateske.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demokratisches Zentrum, Wilhelmstrasse 45/1, 71638 Ludwigsburg &lt;a href=&quot;https://www.demoz-Ib.de&quot;&gt;www.demoz-Ib.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Fri, 21 Nov 2025 17:25:00 +0100</pubDate>
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    <category>demoz</category>
<category>johanna teske</category>
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