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    <title>trueten.de (Artikel mit Tag Faschismus)</title>
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    <description>»Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen? Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen!« Erich Kästner</description>
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    <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 18:15:28 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: trueten.de - »Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen? Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen!« Erich Kästner</title>
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    <title>Blogkino: Barfuß durch die Hölle: … und dann kam das Ende - The Human Condition - Ningen no jōken (1961)</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Heute führen wir in unsere Reihe &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/categories/67-Blogkino&quot;&gt;Blogkino&lt;/a&gt; die kurze Serie mit Filmen des japanischen Regisseurs &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Masaki_Kobayashi&quot;&gt;Masaki Kobayashi&lt;/a&gt; fort. Er schuf ab 1959 mit der Trilogie &lt;a id=&quot;mwOQ&quot; title=&quot;Barfuß durch die Hölle&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barfu%C3%9F_durch_die_H%C3%B6lle&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Barfuß durch die Hölle&lt;/a&gt; (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von &lt;a id=&quot;mwCw&quot; title=&quot;Gomikawa Jumpei&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gomikawa_Jumpei&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Gomikawa Jumpei&lt;/a&gt;. Der neuneinhalbstündige Film erzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven &lt;a id=&quot;mwFw&quot; title=&quot;Japanisches Kaiserreich&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Kaiserreich&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Kaiserreich Japan&lt;/a&gt; in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zeigen heute Teil 3, der hierzulande als &quot;Barfuß durch die Hölle: ... und dann kam das Ende&quot; lief: Im letzten Film sind die japanischen Streitkräfte vernichtend geschlagen. Mit einigen seiner Kameraden macht sich Kaji auf einen gewaltigen Fußmarsch nach Süden, wo er Michiko wiederzufinden hofft. Nachdem er viele Gefahren überlebt hat, wird er von der Roten Armee gefasst und muss daraufhin eine ähnliche Behandlung erdulden, wie sie die Chinesen zuvor erfahren hatten. Nach einiger Zeit gelingt ihm die Flucht. Enttäuscht vom Kommunismus, von dem er sich eine Befreiung der Menschheit erhofft hatte, erkennt er, dass dieses neue System keinen Deut besser ist als alles, wogegen er sich bisher aufgelehnt hatte. Er träumt weiterhin davon, seine Frau wiederzufinden, und muss schließlich seine letzte große Prüfung gegen die weite Ödnis des eurasischen Winters bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil 1 hatten wir am 30. Juni &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/14291-Blogkino-Barfuss-durch-die-Hoelle-The-Human-Condition-Ningen-no-jken-1959.html&quot;&gt;hier gezeigt&lt;/a&gt;, Teil 2 am 7. Juli &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/14292-Blogkino-Barfuss-durch-die-Hoelle-Die-Strasse-zur-Ewigkeit-The-Human-Condition-Ningen-no-jken-1959.html&quot;&gt;dort&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe src=&quot;https://archive.org/embed/the-human-condition-parts-5-6&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;384&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Blogkino: Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit - The Human Condition - Ningen no jōken (1959)</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Heute führen wir in unsere Reihe &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/categories/67-Blogkino&quot;&gt;Blogkino&lt;/a&gt; die kurze Serie mit Filmen des japanischen Regisseurs &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Masaki_Kobayashi&quot;&gt;Masaki Kobayashi&lt;/a&gt; fort. Er schuf ab 1959 mit der Trilogie &lt;a id=&quot;mwOQ&quot; title=&quot;Barfuß durch die Hölle&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barfu%C3%9F_durch_die_H%C3%B6lle&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Barfuß durch die Hölle&lt;/a&gt; (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von &lt;a id=&quot;mwCw&quot; title=&quot;Gomikawa Jumpei&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gomikawa_Jumpei&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Gomikawa Jumpei&lt;/a&gt;. Der neuneinhalbstündige Film erzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven &lt;a id=&quot;mwFw&quot; title=&quot;Japanisches Kaiserreich&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Kaiserreich&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Kaiserreich Japan&lt;/a&gt; in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zeigen heute Teil 2, der hierzulande als &quot;Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit&quot; lief: Nachdem Kaji seine Befreiung vom Militärdienst eingebüßt hatte, weil er chinesische Gefangene vor ungerechter Strafe bewahrte, wird er im zweiten Teil in die Kwantung-Armee eingezogen. Konträr zu seiner antimilitaristischen Einstellung erweist sich Kaji in seiner Ausbildung als hervorragender Soldat, versucht aber im Umgang mit den anderen Soldaten seine Ideale umzusetzen, entgegen aller vorherrschenden Brutalität. Der Film endet mit der erfolgreichen sowjetischen Invasion in der Mandschurei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil 1 hatten wir am 30. Juni &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/14291-Blogkino-Barfuss-durch-die-Hoelle-The-Human-Condition-Ningen-no-jken-1959.html&quot;&gt;hier gezeigt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe src=&quot;https://archive.org/embed/the-human-condition-parts-3-4&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;384&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 07 Jul 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Blogkino: Barfuß durch die Hölle - The Human Condition - Ningen no jōken (1959)</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Heute beginnen wir in unserer Reihe &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/categories/67-Blogkino&quot;&gt;Blogkino&lt;/a&gt; eine kurze Reihe mit Filmen des japanischen Regisseurs &lt;span dir=&quot;ltr&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;Masaki Kobayashi. Er schuf ab 1959 mit der &lt;/span&gt;Trilogie &lt;a id=&quot;mwOQ&quot; title=&quot;Barfuß durch die Hölle&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barfu%C3%9F_durch_die_H%C3%B6lle&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Barfuß durch die Hölle&lt;/a&gt; (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von &lt;a id=&quot;mwCw&quot; title=&quot;Gomikawa Jumpei&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gomikawa_Jumpei&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Gomikawa Jumpei&lt;/a&gt;. Der neuneinhalbstündige Filmerzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven &lt;a id=&quot;mwFw&quot; title=&quot;Japanisches Kaiserreich&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Kaiserreich&quot; rel=&quot;mw:WikiLink&quot;&gt;Kaiserreich Japan&lt;/a&gt; in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir zeigen heute Teil 1, der hierzulande als &quot;Barfuß durch die Hölle&quot; lief: Er beginnt damit, dass Kaji trotz all seiner Zukunftsängste seine Angebetete Michiko heiratet. Das Paar zieht daraufhin in die japanisch kolonisierte Mandschurei, wo Kaji einer Gruppe von chinesischen Strafarbeitern als Aufseher zugewiesen ist. Er scheitert dort an seinem Versuch, seine humanistischen Denkansätze mit der brutalen Realität des imperialistischen Arbeitslagers zu vereinbaren...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div id=&quot;p-lang-btn&quot; class=&quot;vector-dropdown mw-portlet mw-portlet-lang&quot; style=&quot;position: relative; float: right; box-sizing: border-box; flex-shrink: 0; margin-right: calc(-12px); color: #202122; font-family: sans-serif; font-size: 16px;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;iframe src=&quot;https://archive.org/embed/the-human-condition-parts-1-2&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;384&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen=&quot;allowfullscreen&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 30 Jun 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Blogkino: &quot;Komm und sieh&quot; - Иди и смотри - Idi i smotri (1985)</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    Heute gedenken wir in unserer Reihe &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/categories/67-Blogkino&quot;&gt;Blogkino&lt;/a&gt; des gestrigen, 85. Jahrestags des Überfalls des Hitlerfaschismus auf die Sowjetunion. Dieser Jahrestag war hierzulande kaum der Rede wert, was ist schon so ein Vernichtungsfeldzug mit 27 Millionen Toten. &lt;a href=&quot;https://www.jungewelt.de/artikel/524761.konflikt-in-osteuropa-pistorius-an-russischer-grenze.html&quot;&gt;Ganz im Gegenteil inspizierte Kriegsminister Pistorius am Montag die Schlagkraft der deutschen Panzertruppe in Litauen.&lt;/a&gt; Wer noch nicht der völligen Geschichtsvergessenheit erlegen ist, dem sei der Film &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Komm_und_sieh&quot;&gt;»Komm und sieh«&lt;/a&gt; (oder auch »Geh und sieh«) von 1985 empfohlen, ein Meisterwerk des Sowjetkinos und der Antikriegsfilme überhaupt. Es ist ein einziger Alptraum, den Regisseur Elem Klimow erzählt, die Geschichte des Jungen Fljora (Alexej Krawtschenko), der sich während der deutschen Besatzung in Belarus Partisanen anschließt. Dankenswerterweise hat die russische Filmgesellschaft Mosfilm den Streifen auf Youtube in ansprechender Qualität mit englischem Untertitel hochgeladen. Auf großer Leinwand ist er übrigens &lt;a href=&quot;https://babylonberlin.eu/programm/filmreihen/85-jahre-deutscher-%C3%BCberfall/10254-85-jahre-deutscher-berfall-geh-und-sieh&quot;&gt;am Mittwoch nachmittag im Berliner Kino »Babylon« zu erleben.&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;https://www.jungewelt.de/artikel/524850.nachschlag-wider-die-kriegsgel%C3%BCste.html&quot;&gt;jW&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/zjIiApN6cfg?si=TzCJQ9gsPSgEiLzG&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 23 Jun 2026 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>k9 » größenwahn » politischer fiimabend: Memoria Viva - Lebendige Erinnerung</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/kinzig9072026.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/kinzig9072026.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=790,width=534,top=692.5,left=1660.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5229 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/kinzig9072026.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Vorderseite des Flyers zum Filmabend zeigt neben einem Foto einer Demonstration mit einem CNT Fronttransparent Angaben zum Film sowie das Zitat: &amp;quot;Wenn einer träumt für sich allein dann ist es nur ein Traum. Wenn viele zusammen träumen, ist es der Anfang einer neuen Realität&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&lt;hr /&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;em&gt;&quot;Wenn einer träumt für sich allein dann ist es nur ein Traum. Wenn viele zusammen träumen, ist es der Anfang einer neuen Realität&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dokufilm - Antonio J. García de Quirós Rodríguez - 2014 - 2 Std. - Spanisch (OmU)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54 Spanier+Spanierinnen erinnern an ihre Erfahrungen als Mitglieder der anarchistischen Gewerkschaft CNT rekapitulieren anschaulich u. detailliert die Jahre der Revolution des Spanischen Bürgerkriegs, die Zeit des Exils, die Nach-Franco-Ära. Geschichte vom Aufstieg+Fall der anarchistischen Utopie, sowie den kollektiven Charakter der anarchistischen Bewegung. Geschichte des spanischen Gewerkschaftsdachverbandes CNT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dokumentarfilm erzählt die über hundertjährige Geschichte dieser anarchosyndikalistischen Gewerkschaft aus der Sicht ihrer Protagonisten - einfachen Arbeitern und Arbeiterinnen. Mit ihnen erleben wir ihre Geschichte, ihre Kämpfe, ihre Hoffnungen und Erwartungen. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos, mit rund 2 Millionen Mitgliedern eine der wichtigsten Protagonistinnen des Widerstandes, gleichzeitig der Motor einer sozialen Revolution, die für kurze Zeit zeigte, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;combatiente zeigt geschichtsbewußt:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;revolucion muß sein!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;filme aus aktivem widerstand &amp;amp; revolutionären kämpfen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
kinzigstraße 9 « 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 22 Jun 2026 10:58:00 +0200</pubDate>
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    <category>anarchosyndikalismus</category>
<category>cnt</category>
<category>faschismus</category>
<category>francisco franco</category>
<category>kinzig 9</category>
<category>spanien</category>
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    <title>Vor 90 Jahren: Volksfront in Frankreich: Einheit gegen Faschismus - für Brot, Frieden und Freiheit!</title>
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            <category>Antifa</category>
            <category>Geschichte</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
            <category>Solidarität</category>
            <category>Staatsapparat</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Wolfgang Hänisch)</author>
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    &lt;strong&gt;Durch den Sieg der Faschisten in Deutschland übermütig geworden, unternahmen am 6. Februar 1934 die verschiedenen faschistischen Gruppen – die „Action francaise“ mit ihren „Camelots du roi“, einer Art SA sowie die „Feuerkreuzler“ des ehemaligen Oberstleutnant de La Roque – in Paris einen Putsch mit dem Ziel, die bestehende, durch Korruptionsskandale zahlreicher ihrer Minister rettungslos kompromittierte Regierung zu stürzen und an ihrer Stelle eine faschistische Regierung einzusetzen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
6. Februar 1934:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
30.000 Anhänger faschistischer Organisationen und reaktionärer Veteranenverbände haben sich auf der Place de la Concorde zusammengerottet. Gegen Abend versuchen sie über die Seine-Brücken zur Nationalversammlung, die im Palais Bourbon tagt, vorzudringen. Sie beginnen die Polizei, die die Seine-Brücken besetzt hält, zu beschiessen. Die erwidert das Feuer.&lt;br /&gt;
Die Erstürmung des Parlaments mißlingt .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Putschversuch vom 6. Februar ist ein Weckruf, er alarmiert das französische Proletariat. Gewarnt durch das Wüten des faschistischen Terrors in Deutschland und entschlossen, dem Faschismus in Frankreich den Weg zu verlegen, wächst der Wunsch nach einheitlichem Handeln vor allem bei der Mitgliedschaft der Arbeiterparteien.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
12. Februar 1934:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Gegen die faschistischen Umtriebe ruft die CGT zum Generalstreik &lt;em&gt;„gegen die Bedrohung durch den Faschismus und die Verteidigung politischer Freiheiten“&lt;/em&gt; auf. Der Erfolg des Streiks übertrifft die optimistischsten Erwartungen: Landesweit beteiligen sich viereinhalb Millionen Streikende, allein im Raum Paris eine Million. Die drei Citroen-Werke werden ab Nachmittag zu 100% bestreikt, es erscheinen keine Zeitungen, Bus, Bahn und Metro stellen ihren Betrieb ein, die Baustellen liegen verlassen da, am Abend fallen sämtliche Theatervorstellungen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachmittags, Place de la Nation:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die riesigen Säulen auf dem Place de la Nation ragen mit den Statuen ihrer toten Könige an der Spitze in den trüben Februarhimmel. Der sonst so belebte Platz liegt still da, nur von Ferne hört man Musikfetzen, Bruchstücke skandierter Sprechchöre.&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420261.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/WH300420261.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=447,width=629,top=864,left=1613,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5175 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420261.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das historische Foto zeigt die Szenerie auf dem Place de la Nation &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: Rue des Archives&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Es sind die Teilnehmer der Demonstration der sozialistischen Partei, die sich an der Porte de Vincennes aufstellen. Oder sind es die Teilnehmer der kommunistischen Demonstration, die sich in der Rue des Pyrénées bereit machen? Beide Demonstrationszüge setzen sich in Bewegung, sie kommen nur langsam voran, so viele sind es, Zehntausende, dichtgedrängt  Kopf an Kopf schieben sie sich durch die Straßen. An der Kreuzung Cours de Vincennes/Rue des Pyrénées treffen die beiden Demonstrationen aufeinander, auf der rechten Straßenseite des Cours des Vincennes die Kommunisten, auf der linken Straßenseite die Sozialisten. Sie umrunden den Place de la Nation: die einen rechtsherum , die anderen linksherum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, als die Demo-Züge sich am Platzausgang begegnen, hallt ein einziger tausendstimmiger Ruf von den Häuserwänden wider:&lt;em&gt; „Unité, Unité !“&lt;/em&gt; (Einheit, Einheit!). Ausgestreckte Hände werden geschüttelt, es gibt Umarmungen, man hakt sich unter und die Massen marschieren nun vereint über die ganze Breite des Cours de Vincennes, die&lt;em&gt; „Internationale“&lt;/em&gt; singend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag wird &lt;em&gt;„Le Populaire“&lt;/em&gt; schreiben: &lt;em&gt;„Gestern haben die Pariser Arbeiter den faschistischen Provokateuren geantwortet“&lt;/em&gt; und fügt hinzu: &lt;em&gt;„Wir waren 150.000.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
27. Juli 1934:&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;In diesen Februartagen wird die Einheitsfrontbewegung geboren, die zu einem offiziellen Abkommen der beiden Arbeiterparteien führt. Dieses Abkommen wird im kleinen Saal des Restaurants Bonvalet am Boulevard du Temple unterzeichnet – einem wahrhaft geschichtsträchtigen Ort. Hier verschwor sich schon 1851 Victor Hugo mit anderen zu einem – erfolglosen – Staatsstreich. 20 Jahre später versuchte der Wirt Bonvalet eine Verständigung zwischen der Nationalversammlung, die nach Versailles getürmt war, mit dem Zentralkomitee der Nationalgarde herbeizuführen. Versailles lehnte ab und am 18. März 1871 übernahm Alfons Assi, Metallarbeiter, Revolutionär und Mitglied der 1. Internationale, zeitweilig Vorsitzender des Zentralkomitees der Nationalgarde, die Verwaltung des Stadthauses von Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Inhalt dieses Abkommens ist:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Die SFIO (Sozialistische Partei) und die KPF verpflichten sich, gemeinsam zu kämpfen:&lt;/li&gt;&lt;li&gt;gegen die faschistischen Verbände, für ihre Entwaffnung und ihre Auflösung&lt;/li&gt;&lt;li&gt;für die Verteidigung der demokratischen Freiheiten&lt;/li&gt;&lt;li&gt;für ein Verhältniswahlrecht und die Auflösung des Parlaments&lt;/li&gt;&lt;li&gt;gegen die Kriegsvorbereitungen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;gegen die Notverordnungen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;gegen den faschistischen Terror in Deutschland und Österreich&lt;/li&gt;&lt;li&gt;für die Befreiung aller inhaftierten Antifaschisten&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Mittel:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Kampagne wird mittels gemeinsamer Treffen, Massendemonstrationen und Gegendemonstrationen geführt werden.Die Mitglieder beider Organisationen leisten einander Hilfe und Beistand. Die Selbstverteidigung der Treffen und Demonstrationen wird gemeinsam organisiert. Gemeinsame Demonstrationen dürfen nicht in Streitigkeiten ausarten. Im Verlauf der Aktion darf keine Kritik gegenüber Mitgliedern und Organisationen, die daran loyal teilnehmen, geäußert werden; ansonsten behält jede der beiden Parteien die Freiheit, ihre Propaganda ohne Beleidigungen oder Beschimpfungen gegenüber der  anderen Partei zu entfalten und ihre eigene Mitgliederwerbung durchzuführen. Ein Koordinationskomitee legt den Gesamtplan und die Gestaltung der gemeinsamen Demonstrationen fest. Es wird sich auch mit möglichen Problemen befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;26. April / 3. Mai 1936:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am 26. April und am 3. Mai 1936 finden die Wahlen zur Nationalversammlung statt. Im ersten Wahlgang erhalten die Arbeiterparteien mehr als dreieinhalb Millionen Stimmen, schließlich erhält die Sozialistische Partei 146 Sitze (vorher 97) und die KPF 72 (vorher 16). Insgesamt verfügt die Volksfront mit mehr als 100 Sitzen Vorsprung über eine sichere Mehrheit. &lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420262.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/WH300420262.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=783,width=1039,top=696,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5174 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420262.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das historische Foto zeigt die Szenerie einer Demonstration mit einem getragenen Transparent mit dem Text &amp;quot;Seine 32 elus&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: David Seymour&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Sobald am Abend des 3. Mai die Ergebnisse bekannt werden, finden spontane Demonstrationen statt; in den Arbeitervierteln von Paris und am Stadtrand formieren sich Siegeszüge, vor den Rathäusern und auf den Plätzen kommt die Menge freudig erregt zusammen. Dort wird weiter debattiert, und jeder meint, dass sich nun alles ändern werde. Gruppen von Jugendlichen fangen an zu singen &lt;em&gt;„Der Zukunft entgegen“&lt;/em&gt;, und fallen beim Refrain der &lt;em&gt;„Internationale“&lt;/em&gt; mit ein, die man bis spät in die Nacht hinein hört.&lt;br /&gt;
In Paris haben sich die Faschisten verkrochen; in Bordeaux, Marseille, Menton werden ihre Versuche, Gegendemonstrationen zu organisieren, nach kurzen Schlägereien, bei denen sich die Polizei bereits auf &lt;em&gt;„die richtige Seite“&lt;/em&gt; stellt, rasch beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;24. Mai 1936:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am 24. Mai findet die traditionelle Demonstration zum Gedenken an die Toten der Pariser Commune von 1871 statt, zu der ein gemeinsames Komitee von Sozialisten und Kommunisten sowie die CGT die Pariser Bevölkerung aufgerufen haben.&lt;br /&gt;
Seit 13 Uhr sind die Boulevards de Charonne und Menilmontant schwarz vor Menschen. Die erste Gruppe setzt sich um halb zwei in Richtung Friedhof Père Lachaise in Bewegung. Es ist ein fröhliches Gedenken, keine Friedhofsruhe, die gepflasterten Wege zwischen den Grabmausoleen können die Menschenmassen nicht mehr fassen.&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420263.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/WH300420263.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1380,width=1039,top=397.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5173 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot; height=&quot;1365&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420263.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Szene zeigt ein kleines Mädchen, das auf der Schulter ihres in die Kamera lächelnden Vaters sitzt und die geballte Faust hebt&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: David Seymour&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Viele tragen gemalte Portraits &lt;em&gt;„der Menschen, die den Geist des modernen Frankreichs geschaffen haben von Voltaire bis Jaurès, von Diderot bis Zola.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze gehen die Führer der Front populaire, Kommunisten, Sozialisten, Gewerkschafter der CGT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Beifall für Maurice Thorez, Leon Jouhaux und Leon Blum. Letzterem, der für das Amt des Premierministers vorgesehen ist, wird oft zugerufen: &lt;em&gt;„Blum, sei tatkräftig!“&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;„Auf, an die Arbeit, Blum!“.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dahinter folgt die ganze Vielfalt der Mitglieder der Front populaire – man hört die Internationale und andere revolutionäre Lieder genauso wie die Weisen der Blaskapelle der Vereinigung der Volksmusik – unzählige Arbeiter, besonders von der Metro, vom Bau, von den Gas- und Elektrizitätswerken; junge Mädchen, Pariser Arbeiterinnen, die ihren eigenen Zug bilden, linke Christen, die hinter einem Transparent marschieren, auf dem das Kreuz und Hammer und Sichel abgebildet sind; Athleten der Arbeitersportvereine, die rufen &lt;em&gt;„Keinen Mann für Berlin!“&lt;/em&gt; (wo die Sommerolympiade 1936 stattfindet); Veteranen und Kriegsversehrte des 1. Weltkriegs, Intellektuelle, die sich hinter einem Banner des Comité de vigilance des intéllectuels antifascistes versammeln, unter ihnen Louis Aragon, Paul Nizan, Le Corbusier oder auch der zukünftige Minister Jean Zay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber am meisten bejubelt werden die früheren Kommunarden, alte Männer, die gestützt auf ihre Krücken, vorbeiziehen. An der Mur des Fédérés (Mauer der Föderierten) &lt;em&gt;„A&lt;/em&gt;ux morts de la Commune 21.- 28. Mai 1871&quot; (Den Toten der Commune) lautet die Inschrift – wird es still, die Fahnen werden gesenkt in Gedenken an die letzte Schlacht, die die Kommunarden auf dem Père Lachaise geschlagen haben, bevor sie füsiliert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Gruppe erreicht den Friedhof im Schein von Fackeln und roten Lampions und es sind immer noch nicht alle bei der Mur des Fédérés angekommen. Da die Tore des Pére Lachaise an diesem 24. Mai 1936 gegen 22.30 Uhr schliessen, müssen viele  Demonstranten darauf verzichten, die Kommunarden zu ehren. Niemals zuvor war die Beteiligung an dieser Demonstration so gewaltig: Mehr als 600.000 zogen bis in die Nacht hinein an der Mur des Fédérés vorüber.&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420264.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/WH300420264.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=783,width=1039,top=696,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5168 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420264.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das historische Foto zeigt die Menschenmassen vor dem Friedhof mit den Portraits verschiedener Persönlichkeiten der französischen Arbeiter- und Volksbewegung wie Voltaire, Emile Zola, Jules Vallès, Paul Signac&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: David Seymour&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Diese hohe Beteiligung war Ausdruck einer Ungeduld in der Arbeiterklasse, die feststellen mußte, &lt;em&gt;„dass in den drei Wochen nach dem Sieg der Volksfront noch nichts geschehen ist. Deshalb ist es notwendig, sofort und ohne weitere Verzögerung die im gemeinsamen Programm vorgesehenen Maßnahmen in Angriff zu nehmen.“&lt;/em&gt; (L&#039;Humanité 26.5.1936)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Streikwellen rollen durch das Land , am 11.Juni sind fast zwei Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter im Streik, an die 9000 Betriebe sind besetzt. Es wird in allen Branchen gestreikt bis zu den Zeitungsverkäufern und in allen Regionen Frankreichs, sogar an der Gironde.  Ein Generalstreik, zu dem niemand aufgerufen hatte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;28. Mai 1936:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Es ist sieben Uhr abends, auf dem Place National in Boulogne-Billancourt warten vor dem Haupttor von Renault 200 Menschen: Arbeitslose, Aktivisten, Frauen, die gekommen sind, um ihre Männer kurz zu sehen. Am Nebentor werden die Eintretenden von den Delegierten des Werks sorgfältig überprüft. Man muss Werksangehöriger sein oder einen Ausweis der Gewerkschaft vorweisen, damit man hinein darf. Und wenn man einmal drinnen ist, kommt man nicht mehr so schnell wieder heraus.&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420265.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/WH300420265.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1394,width=1039,top=390.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5172 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420265.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das historische Foto zeigt Aktivisten des Streiks unter einem Banner des Zentralkomitees mit Hammer und Sichel, der Kommunardenkappe und der 3 nach unten gerichteten Pfeile, ähnlich derjenigen der Eisernen Front in Deutschland Anfang der 1930er Jahre&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: David Seymour&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Im Inneren des Werks liegt die Macht in den Händen des Streikkomitees, das in Kommissionen unterteilt ist mit jeweils einem Verantwortlichen. In der Regel sind die Namen der Verantwortlichen im Betrieb plakatiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Aufgaben des Streikkomitees sind folgende: die Disziplin im Betrieb, wozu auch die Ausgabe von Passierscheinen gehört, die Überwachung der strengen Vorschriften bezüglich Alkohol – und Weinverbot und einer strengen Moral, die Organisierung von Streikposten, Sicherheit und Instandhaltung, z.B. die Organisierung eines Überwachungsdienstes zur Verhinderung von Bränden, die Kontrolle der Gruppen zur Säuberung der Räumlichkeiten und der Instandhaltung der Maschinen, die Nahrungsmittelversorgung und die Verbindung mit den lokalen Komitees der Volksfront, die meistens die notwendigen Lebensmittel besorgen, die Freizeitgestaltung, darunter die Organisierung von Tanzveranstaltungen und täglichen Vergnügungen, schließlich die Verwaltung der Streikkasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeden Tag findet eine Betriebsversammlung statt, auf der die Verantwortlichen über die Entwicklung der Verhandlungen mit den Unternehmern berichten, dabei werden dann auch die Richtlinien für die Organisierung der Besetzung ausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420266.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/WH300420266.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1380,width=1039,top=397.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5171 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420266.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das historische Foto zeigt ein von Streikenden besetztes Werkstor&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: Unterrichtsmappe &lt;em&gt;„La troisieme Republic“&lt;/em&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Entscheidungen über Zustimmung oder Zurückweisung von Abkommen werden in Abstimmungen gefällt, solche Betriebsversammlungen haben schon mehrmals die Vorschläge der Delegierten zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Großbetrieben werden Wandzeitungen angebracht, um die Streikenden über alle Fragen von Bedeutung zu informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Uhr abends, immer noch derselbe Menschenauflauf und immer noch kommen Lastwagen mit Verpflegung an. Es gibt schon kein Brot mehr in den Bäckereien im Wohnviertel. Das meiste wurde ergattert, um die Streikenden zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420267.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/WH300420267.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1380,width=1039,top=397.5,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5170 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420267.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das historische Foto zeigt eine Essensausgabem bei der die Streikenden unter anderem Baguettes und eine Dose Fisch erhalten&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: David Seymour&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;… Gesprächsfetzen sind zu hören: &lt;em&gt;„6 Franc Stundenlohn nach 10 Arbeitsjahren … das Fließband, das Fließband …. der Tarifvertrag – den werden wir bekommen und die 40 Stunden auch. Dieses Mal sind wir auf dem richtigen Weg. Es gibt nichts nachzugeben ….“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...Ein Uhr morgens, die Akkordeone, die Kornette, die Flöten sind verstummt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird nicht mehr getanzt. Die Zeit dehnt sich, die Stunden werden lang. Selbst die Belote-Spiele ziehen sich in die Länge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Arbeiter singt noch &lt;em&gt;„Sous les roses“&lt;/em&gt;. Aber eine Gruppe von Schlafenden – zusammengerollt in einer Ecke – bringt ihn zum Schweigen. &lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420268.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/WH300420268.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=783,width=1039,top=696,left=1408,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5169 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/WH300420268.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das historische Fote zeigt Streikende bei der Nachtruhe&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: Robert Capa&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Forderungen der Streikenden decken sich großteils mit den Plänen der Volksfront für eine umfassende Sozialgesetzgebung:&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;40-Stundenwoche&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Lohnerhöhungen und Mindestlöhne&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Anerkennung von Kollektivverträgen (Tarifverträge)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bezahlter Urlaub&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Anerkennung der Gewerkschaften  und der gewerkschaftlichen Repräsentanz im Betrieb (Betriebsräte) durch die Unternehmer etc.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
Die Streikwelle sollte bewirken und tat es dann auch, dass unabhängig oder parallel zum parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren in den Betrieben Tatsachen geschaffen wurden, hinter die die Volksfrontregierung nicht mehr zurückgehen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Renault wuchs die Sektion der CGT von Mai bis Dezember von 700 auf 25.000 Mitglieder an, bei 35.000 Beschäftigten insgesamt. Die Zahl der Kommunisten bei Renault wuchs im selben Zeitraum von 120 auf 6000 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Zahlen für ganz Frankreich (Zeitraum Mai – Oktober 1936): Anstieg von 163.000 KPF-Mitgliedern auf 380.000, der kommunistischen Jugend von 38.000 auf 100.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
250.000 neue Mitglieder in der CGT von März bis Mai 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(unter Verwendung von Motiven aus den Arbeiten von Jacques Danos/Marcel Gibelin, Georgette Elgey, Andre Wurmser,Nicolas Chevassus-au-Louis, Alain Rustenholz, Maurice Thorez, Kurt Gossweiler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 00:10:00 +0200</pubDate>
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    <category>antifaschismus</category>
<category>faschismus</category>
<category>frankreich</category>
<category>volksfront</category>
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    <title>Wenn du weit kommen willst, geh gemeinsam oder: Mach eins nach dem anderen</title>
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            <category>Anarchismus</category>
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            <category>Ernährung</category>
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            <category>Kapitalistische Barbarei</category>
            <category>Klimakatastrophe</category>
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            <category>Klimawandel</category>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    Ich schreibe ständig über Hoffnung, darüber, wie man die Verzweiflung besiegt, und in manchen Wochen denke ich, ich muss die am wenigsten geeignete Person auf der Welt sein, um über dieses Thema zu schreiben. Denn in manchen Wochen ist die Verzweiflung so tiefsitzend, dass sie wie ein Dämon der Schlaflähmung auf meiner Brust lastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war eigentlich nie ein verzweifelter Mensch. Die meiste Zeit meines Lebens haben mich das Bewusstsein für Ungerechtigkeit und Grausamkeit zum Handeln und zum Aktivismus angespornt. Im Moment fällt mir das schwerer. Die Krise ist schlimmer als je zuvor, und manchmal liege ich nachts da und versuche, eine Lösung für alle Probleme der Welt zu finden, und das ist eine unmögliche Aufgabe, und es überwältigt mich, und ich schalte ab und schlafe schließlich ein. Es ist wie Schafe zählen, wenn du Albträume statt Träume willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht bin ich gerade deshalb qualifiziert, darüber zu schreiben, weil ich in letzter Zeit mit Hoffnung und Verzweiflung zu kämpfen habe. Ich hoffe es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Art Sprichwort, das mir in letzter Zeit oft durch den Kopf geht. „Wenn du schnell vorankommen willst, geh allein. Wenn du weit kommen willst, geh gemeinsam.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann dieses Problem, das Problem des Faschismus, nicht alleine lösen. Ich kann mir nicht einmal alleine ausdenken, wie die Lösung aussehen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine schwere Erkenntnis für mich, denn obwohl ich so etwas wie ein anarchistischer Kommunist oder Sozialist oder was auch immer bin, war ich schon immer ein Einzelgänger. Ich arbeite lieber alleine. Ich mag Projekte, die man alleine machen kann. Nur … nun ja, es gibt keine Projekte, die man alleine machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, klar, ich schreibe Bücher, diese bekanntlich einsame Beschäftigung. Meine Freunde helfen mir beim Brainstorming, mein Agent hilft mir, einen Verlag zu finden, meine Lektoren helfen mir beim Überarbeiten, ein Designer gestaltet sie schön, und Bibliothekare und Buchhändler helfen dabei, dass sie die Leser erreichen. Das Schreiben selbst ist grundsätzlich eine einsame Tätigkeit (für mich und die meisten Autoren), aber alles, was es möglich und lohnenswert macht, ist eine kollektive Anstrengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, klar, ich habe einmal „ganz allein“ eine Hütte gebaut. Auf dem Grundstück eines Freundes. Mit Ratschlägen von befreundeten Bauunternehmern und Fremden im Baumarkt auf dem Land und aus einem halben Dutzend YouTube-Videos. Und Hilfe beim Setzen der Fundamentpfosten. Und Hilfe beim Verlegen des Fußbodens und der Wandpaneele. Und Hilfe beim Aufrichten der Dachsparren. Die meiste Zeit, die ich in dieses Haus gesteckt habe, war ich allein im Wald, oben auf einer Leiter, und habe die Litanei gegen die Angst wiederholt, aber ich habe diese Hütte nicht allein gebaut, obwohl ich sie allein gebaut habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann mich nicht allein durch den Faschismus hindurchdenken, und ich hasse das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlimmer noch, ich weiß nicht, ob wir selbst alle zusammen in der Lage sein werden, alles zu tun, was wir tun müssen. Vielleicht ist die Aufgabe, die vor uns liegt, tatsächlich unüberwindbar, und ich mag es &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt;, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Aber der Faschismus war schon immer der Miniboss. Der Klimawandel wartet dahinter und droht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/BlueOceanEvent.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/BlueOceanEvent.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=999,width=1117,top=228,left=729,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5125 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/BlueOceanEvent.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Bild der nordlichen Erdhabkugel, von oben auf den Nordpol gesehen, zeigt, dass die Meeresoberflächentemperaturen am 5. März 2022 vor der nordamerikanischen Küste (grüner Kreis) um bis zu 14,1 °C  höher waren als im Zeitraum 1981–2011&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Bild zeigt, dass die Meeresoberflächentemperaturen am 5. März 2022 vor der nordamerikanischen Küste (grüner Kreis) um bis zu 14,1 °C  höher waren als im Zeitraum 1981–2011.&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://arctic-news.blogspot.com/p/blue-ocean-event.html&quot;&gt;arctic-news&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Ein „Blue Ocean Event“ ist die Bezeichnung für einen Sommer ohne arktisches Eis – oder besser gesagt, einen Sommer, in dem das arktische Eis unter tausend Quadratkilometer fällt und das Wasser blau statt weiß hinterlässt. Vor etwa zehn Jahren sprach der Weltklimarat der UN&lt;a href=&quot;https://www.ipcc.ch/srocc/chapter/summary-for-policymakers/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt; davon, dass dies bis zum Ende des Jahrhunderts möglich sein könnte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, vielleicht sogar schon früher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Klimamodelle (pessimistischere Modelle, aber nicht die pessimistischsten) &lt;a href=&quot;https://www.reddit.com/r/meteorology/comments/1rlfbqu/some_models_predict_a_blue_ocean_event_this_summer/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;deuten darauf hin, dass wir diesen Sommer ein Blue-Ocean-Event haben könnten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. &lt;em&gt;Wahrscheinlich&lt;/em&gt; wird es nicht dazu kommen, aber es ist eine ernstzunehmende Möglichkeit, wie sie früher in unserem Leben undenkbar gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir warten größtenteils in dieser schrecklichen Schwebe zwischen Untätigkeit und Handeln. Die Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, sind schwerwiegend genug, um ziemlich drastische Maßnahmen zu rechtfertigen, aber uns wird gesagt, wir sollen bis zu den Wahlen den Atem anhalten. Mehr noch: Wir wissen, dass die meisten drastischen Maßnahmen die Situation nicht wirklich verbessern werden, denn einzelne drastische Maßnahmen neigen nicht dazu, die Welt zum Besseren zu verändern, denn wenn man weit kommen will, muss man es gemeinsam angehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es etwas gibt, das mir Hoffnung gibt, dann ist es das, was &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/our-neighbors-in-minneapolis&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;ich vor ein paar Monaten in Minneapolis gesehen habe&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Das Problem wurde nicht „gelöst“, nicht endgültig, aber Zehntausende von Menschen haben direkt gegen die Invasion von Bundestruppen in ihrer Stadt gehandelt (und handeln weiterhin). Sie kommen weit, weil sie gemeinsam vorangehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Morgen wusste ich nicht, wie ich aufstehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt all diese Dinge, die ich mir selbst sage, Dinge, an die ich glaube, wie: Konzentriere dich auf das, worüber du Einfluss hast. Konzentriere dich auf lokale Themen, lokale Probleme. Konzentriere dich darauf, Resilienz aufzubauen, sowohl für dich selbst als auch für deine Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Harbor_Freight_Tools_Austin.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Harbor_Freight_Tools_Austin.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=780,width=1039,top=337.5,left=768,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5123 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Harbor_Freight_Tools_Austin.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt die Filiale von Harbor Freight Tools in Austin, Texas&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Harbor Freight Tools Austin, TX&lt;br /&gt;
Foto: Jeff Keyzer, WA, USA&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Diese Woche habe ich Gartenzubehör für einen Freund bestellt, ich war bei &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Harbor_Freight_Tools&quot;&gt;Harbor Freight&lt;/a&gt; (Vorschläge am Ende), um diese tollen Schnäppchen zu ergattern, und ich bin zu einem persönlichen Treffen mit lokalen linken Preppern gegangen, um auszutauschen, was wir wissen und wie wir uns gegenseitig helfen können. Wir haben über Gefriertrockner und Teach-Ins gesprochen, über Tinkturen und Notfallmedizin. Diese Woche habe ich meinen Keller aufgeräumt und einem neuen Freund etwas über Notstromversorgung beigebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind alles Dinge, die es wert sind, getan zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wusste immer noch nicht, wie ich heute Morgen aufstehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich auf die Beine brachte, war eine SMS vom Schnellreaktionsnetzwerk in meiner Nachbarschaft, eine SMS, in der stand, dass Bundesbeamte ein paar Blocks weiter eine Razzia in einem Haus durchführten. Das brachte mich auf die Beine, ich zog mich an, verließ das Haus und ging joggen, wobei ich mir wünschte, ich wäre in besserer Form. Es war letztendlich keine Einwanderungskontrolle, sondern nur eine Drogenrazzia (die Leute wurden nicht wegen ihres Geburtsortes entführt, sondern in Käfige gesteckt, weil sie die falschen Pflanzen im Haus hatten. Irgendwie sollen wir glauben, dass es einen großen Unterschied zwischen diesen beiden Dingen gibt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war nicht die ICE, aber es war gut, sich daran zu erinnern, dass es den Leuten wichtig ist, dass sich Menschen innerhalb kürzester Zeit versammelt haben. Und dass ich einer dieser Menschen war, denen es wichtig ist, die nützlich sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hat mich heute Morgen aus dem Bett gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es hilft mir, mich daran zu erinnern, dass ich dazu beitragen kann, etwas zu tun, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es hat mir klar gemacht, dass ich eine kleine Notfalltasche nur für die ICE-Wache brauche, mit einer Pfeife, einer Corona-Maske, einem Notizbuch, einem Stift, einem Filzstift und Karten mit meinen Rechten. Denn ICE ist überall im Land aktiv, aber die ICE-Wächter auch. Die ICE-Wache ist nicht das Wichtigste, was ich mache. Es ist nicht das, worauf ich mich konzentriere, oder worin ich die meiste Erfahrung habe. Aber wenn sie in meiner Nachbarschaft sind, dann lohnt es sich, an das alte Sprichwort zu denken: „Wer, wenn nicht wir?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer liebt nicht die Ausrede, kleine Sets zusammenzustellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Dinge zu erreichen, muss man große Projekte in konkrete Schritte zerlegen und diese dann umsetzen. Aber manchmal hat man kein wirkliches Bild davon, wie man das gesamte Projekt bewältigen soll. Manchmal ist ein Projekt zu groß, um es im Kopf zu behalten, besonders wenn man allein ist, und deine Aufgabe ist es, einfach über die Schritte nachzudenken, die helfen könnten, diese Schritte dann zu gehen und zu sehen, was passiert. Es lohnt sich, ein konkretes, kleineres Projekt auszuwählen (wie den Aufbau eines Schnellreaktionsnetzwerks, eines Vorsorgekreises oder einer radikalen Versammlung) und andere Leute zu finden, die das auch tun wollen. Denn gemeinsam können wir viel erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Und es stellt sich heraus: Wenn du schnell vorankommen willst, musst du wahrscheinlich erst mal joggen üben.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dinge, die ein Prepper vielleicht bei Harbor Freight kaufen möchte – eine unvollständige Liste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Planen (Notunterkünfte, Pavillons für große Versammlungen, Aufräumarbeiten nach Katastrophen)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Plastikfolie und Klebeband (zum Abdichten von Räumen und Fenstern, um sie bei Stromausfällen warm zu halten)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schlauchschellen und Kabelbinder (Notfall-Fahrzeugwartung)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Brechstangen, Äxte und Vorschlaghämmer (Notfall-Abbrucharbeiten, z. B. für Rettungszwecke)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Abschleppgurt (für Fahrzeugbergung)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Benzinkanister (Benzin für 2–3 Monate lagern, oder 1–2 Jahre mit Additiven)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;wetterfeste, mit Schaumstoff gefüllte Hartplastikkisten (Elektronik für Katastrophengebiete lagern)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Batterien (für alles)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;PSA (Schutzbrillen, Masken, Ohrstöpsel, Nitrilhandschuhe, diese großen weißen Einweganzüge, die man bei der Katastrophenbeseitigung tragen kann)&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Meistens vermeide ich es, Elektronik und komplizierte Werkzeuge bei Harbor Freight zu kaufen, weil die Qualität dort sehr unterschiedlich ist, aber ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Sachen wie Schaufeln, Planen und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht fange ich an, diese kleinen Mini-Prepper-Tipps am Ende der Beiträge hinzuzufügen. Mal sehen, ob ich das durchhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/if-you-want-to-go-far-go-together&quot;&gt;&quot;If You Want to Go Far, Go Together or: doing one thing at a time&quot;&lt;/a&gt;, 25. März 2026 von Margaret Killjoy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 12:05:00 +0100</pubDate>
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    <category>faschismus</category>
<category>klimakatastrophe</category>
<category>preppern</category>
<category>überleben</category>
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</item>
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    <title>Baumstamm und Astwerk brennen gerade oder: über Hoffnung und Albträume, weil ich anscheinend nur darüber schreiben kann</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14061-Baumstamm-und-Astwerk-brennen-gerade-oder-ueber-Hoffnung-und-Albtraeume,-weil-ich-anscheinend-nur-darueber-schreiben-kann.html</link>
            <category>Agenten</category>
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            <category>Antirepression</category>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    Meine Freunde und ich haben in letzter Zeit alle Albträume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir träumen von Faschismus und Hungersnot, so wie wir früher vielleicht davon geträumt haben, nackt in die Highschool zurückzukehren. Wir träumen von Sturmtruppen, die nicht aus Star Wars stammen, und wir träumen von Tränengas und Waffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ehrlich zu sein, träume ich schon seit Jahrzehnten von der Apokalypse, und manchmal sind diese Träume sogar halbwegs angenehm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im Moment? Sind meine Träume düsterer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe ein paar Freunde, die mir ihre Träume anvertrauen, und ich fühle mich dadurch geehrt. Das Teilen von Träumen hat etwas Intimes und Verletzliches, und das nicht nur, weil sie das Werk unseres Unterbewusstseins sind. Träume sind das, was unser wacher Verstand zu verdrängen, zu zerstören versucht. Träume sind eine Bedrohung für die Realität, deshalb arbeitet unser Gehirn hart daran, sie in Schach zu halten. Wenn wir einander unsere Träume anvertrauen, bitten wir andere, etwas Wertvolles zu bewahren, etwas, das wir selbst wahrscheinlich bald vergessen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Freunde erzählen mir also ihre Träume, und ich kann euch sagen, dass diese Träume immer schlimmer werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin aus Minneapolis zurückgekommen und war nervöser als sonst. Ich fühle mich aktiviert, nicht im Sinne von „jetzt bin ich noch mehr Aktivist”, sondern im Sinne von „Therapiesprache”, womit ich meine, dass mein Nervensystem total durcheinander ist. Um ehrlich zu sein, bin ich beides, aber ich werde mich auf Letzteres konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hab viel Erfahrung mit diesem Aktivismus und bin es nicht gewohnt, mich so roh, so verletzlich zu fühlen. Ich bin es nicht gewohnt zu weinen, wenn Leute beschreiben, was sie gerade durchgemacht haben – zum Guten oder zum Schlechten, ich war immer gut darin, meine Gefühle beiseite zu schieben, um sie später zu sortieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ich nach Hause gekommen bin, schlafe ich weniger und ich schlafe mehr, ich bin müde und gereizt, und erst vor ein oder zwei Tagen habe ich es geschafft, meinen überquellenden Posteingang zu durchforsten, um den Leuten zu sagen: „Tut mir leid, dass ihr seit Wochen nichts von mir gehört habt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe schon lange keinen persönlichen Beitrag mehr geschrieben, weil es vielleicht Teil meiner „Aktivierung“ ist, dass ich lieber in sozialen Zentren über Minneapolis berichte oder mit Freunden darüber rede, wie sie mit ihren Nachbarn sprechen werden, als mich mit meinen eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Ich mache lieber meinen seltsamen Podcast-Job, für den ich manchmal über Partisanen lese und rede, die im Krieg, in dem mein Großvater gekämpft hat, gegen die Nazis gekämpft haben, als mich mit diesem allgegenwärtigen Gefühl des Untergangs auseinanderzusetzen, das mich an den meisten Morgen beim Aufwachen überkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn ich hatte kürzlich einen Traum, der mich wirklich erschüttert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ich ein Arschloch bin, setze ich hier die Paywall ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neulich Nacht hatte ich einen Traum, in dem ich den Leuten sagte, dass ich nicht glaube, dass wir gewinnen werden. Ich hatte einen Traum, in dem ich den Leuten sagte, dass wir dem Untergang geweiht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du mich kennst, auch nur durch meine Texte, weißt du, wie sehr mich das erschüttert hat. Ich sehe meine Rolle in der Bewegung bewusst als eine Art fatalistische Cheerleaderin: „Es wird hart werden, es wird wehtun, und einige von uns werden vielleicht sterben, aber wir werden wahrscheinlich Erfolg haben, und so zu kämpfen, als ob wir Erfolg haben könnten, ist so oder so das Richtige.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lüge nicht, wenn ich das den Leuten sage. Das ist der Kern von fast allem, was ich in den letzten Jahren geschrieben habe, weil es der Kern meiner Überzeugung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich spreche über Hoffnung wie über eine Disziplin, eine Idee, die ich &lt;a href=&quot;https://violenceandfeminism.wordpress.com/wp-content/uploads/2023/09/kaba_hope.pdf&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;von Mariame Kaba habe, die sie wiederum von einer Nonne&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; hat. Hoffnung ist ein Muskel, den man trainieren muss, den man dehnen und stärken muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auch ein Muskel, der ermüdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Gewichte hebe, weiß ich manchmal, wann ich mich noch mehr anstrengen und einen zusätzlichen Energieschub bekommen kann, und manchmal weiß ich, wann ich einfach nicht mehr kann. Wenn meine Muskeln einfach erschöpft sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt ein Meme, das mir im Kopf herumspukt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 772px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/b1308dc8-c58b-4f6a-954b-19eb35b043ea_772x370.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/b1308dc8-c58b-4f6a-954b-19eb35b043ea_772x370.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=385,width=787,top=535,left=894,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5081 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;772&quot; height=&quot;370&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/b1308dc8-c58b-4f6a-954b-19eb35b043ea_772x370.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Screenshot mit dem Text: &amp;quot;i cant go to the gym because all my anarchist friends walk over while i’m pumping iron and start helping me lift the weights. pretty soon it’s  like 20 of us doing 500 pound reps on the same barbell and they won’t stop singing john henry&amp;quot; &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Übersetzung: &quot;Ich kann nicht ins Fitnessstudio gehen, weil alle meine anarchistischen Freunde rüberkommen, während ich Gewichte stemme, und mir beim Heben helfen. Bald sind wir zu 20, die 500-Pfund-Wiederholungen mit derselben Langhantel machen, und sie hören nicht auf, John Henry zu singen.&quot;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Und ja, so wird man im Fitnessstudio nicht wirklich stark, aber zu wissen, dass ich Freunde habe, die mir mit den Gewichten helfen können, ist eine der beiden Lektionen, auf die ich zurückgreife, wenn mein Hoffnungsmuskel versagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Lektion kommt aus einem anderen Teil der anarchistischen Welt. Ich bin kein Nihilist, nicht wirklich, aber es liegt eine Schönheit und eine Stärke in dem, was uns der anarchistische Nihilismus lehrt: Es lohnt sich zu kämpfen, unabhängig davon, ob wir daran glauben, dass wir gewinnen können oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, ehrlich gesagt, ist das sowieso Teil meiner eigenen Philosophie. Als Rohan Gondor zu Hilfe eilte, als die Rohirrim den versammelten Armeen Mordors auf den Pelennor-Feldern gegenüberstanden, kamen sie nicht, weil sie dachten, sie würden gewinnen. Sie ritten in das, was sie leicht als ihr Verderben ansehen konnten, weil sie an Solidarität glaubten. Sie zogen in den Kampf für Menschen, die nicht einmal für sie gekämpft hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ehrlich, mir gefällt die Filmversion der Rede, die König Théoden kurz vor dem Angriff hält, besser. Diese Version der Rede endet mit: „Reitet jetzt! Reitet jetzt! Reitet! Reitet in den Untergang und das Ende der Welt! Tod! Tod! Tod!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das kommt davon, wenn man seine Hoffnung von einem Anarchisten bezieht, der von „Der Herr der Ringe“ besessen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Ents nach Isengart marschieren, eine kleine Gruppe lebender Bäume gegen die nicht gerade subtile Metapher für Industrialisierung und Abholzung, singen sie ein Lied, das in den Büchern besser ist. Sie singen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Auch wenn Isengart von Mauern umgeben und mit Steintoren verschlossen ist&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Auch wenn Isengart stark und hart ist, kalt wie Stein und kahl wie Knochen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir ziehen, wir ziehen, wir ziehen in den Krieg, um den Stein zu spalten und die Tür zu brechen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Denn Stamm und Äste brennen jetzt, der Ofen brüllt – wir ziehen in den Krieg!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In das Land der Finsternis mit dem Stampfen des Untergangs, mit Trommelwirbeln kommen wir, wir kommen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nach Isengart mit dem Untergang kommen wir!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mit dem Untergang kommen wir, mit dem Untergang kommen wir!&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Denn Stämme und Äste brennen jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, woran ich mich festhalte, wenn meine eigene Hoffnung mich im Stich lässt. Ich halte mich an anderen fest, und ich halte mich an der düsteren und schönen Erkenntnis fest, dass schlechte Zeiten unvermeidlich sind und wir ihnen nur mit Mut und Überzeugung begegnen können. In das Land der Finsternis mit dem Stampfen des Untergangs, mit dem Rollern der Trommeln kommen wir, wir kommen. Mit dem Untergang kommen wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir werden Träume haben, und vielleicht werden mehr davon Albträume sein. Neulich Abend jedoch, während ich einen Podcast aufnahm, hatte mein Hund Rintrah einen schönen Traum. Er lag auf der Seite auf dem Teppich und wedelte so fröhlich mit dem Schwanz, dass das Schlagen des Schwanzes vom Mikrofon aufgenommen wurde und ich die Aufnahme unterbrechen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt keinen Sturm mehr am Horizont, denn der Sturm ist da. Der Regen peitscht jeden Tag stärker nieder, und wir wissen nicht, wie schlimm es noch werden wird. Die Wirtschaft bricht zusammen. Der Umweltschutz verschwindet. Das öffentliche Gesundheitswesen wird demontiert. Unsere Nachbarn, unsere Familien und wir selbst werden vom Staat entführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir bauen Unterkünfte und bringen Menschen aus dem Regen. Hier bricht die Metapher zusammen, denn man kann einen Sturm nicht bekämpfen, aber man &lt;em&gt;kann&lt;/em&gt; den Faschismus bekämpfen. Faschisten bestehen aus dem gleichen weichen Fleisch wie wir alle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mein Hund hatte auch einen schönen Traum, auch wenn ich normalerweise keinen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/bole-and-bough-are-burning-now&quot;&gt;&quot;Bole and Bough are Burning Now or: on hope and nightmare because apparently that&#039;s all I know how to write about&quot;&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;https://substack.com/@margaretkilljoy&quot;&gt;Margaret Killjoy&lt;/a&gt;, 11.02.2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 14 Feb 2026 13:04:00 +0100</pubDate>
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    <title>Reise in die USA? NoWay!</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/welcome.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/welcome.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=581,width=815,top=797,left=1520,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5069 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/welcome.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt die Schuhe einer Person, die vor einem auf dem Boden gesprayten &amp;quot;Willkommen&amp;quot; Graffiti steht.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: &lt;a href=&quot;https://unsplash.com/de/@jontyson&quot;&gt;Jon Tyson&lt;/a&gt; auf &lt;a href=&quot;https://unsplash.com/de/fotos/eine-person-die-vor-einem-willkommensschild-steht-Es6wM0ASCAU&quot;&gt;Unsplash&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wir wussten, dass dies kommen würde, aber jetzt läuft die Uhr. Von Privacy International:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Gestern hat die Trump-Regierung eine vorgeschlagene Änderung der Politik für Reisende in die USA angekündigt. Sie betrifft die Befugnisse der Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) zur Datenerhebung.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Wenn die vorgeschlagenen Änderungen nach der 60-tägigen Konsultationsphase angenommen werden, werden Millionen von Reisenden in die USA gezwungen sein, eine mobile App der US-Regierung zu nutzen und ihre Social-Media-Aktivitäten der letzten fünf Jahre sowie ihre E-Mail-Adressen der letzten zehn Jahre, einschließlich derjenigen von Familienmitgliedern, offenzulegen. Außerdem wird die Erfassung von DNA vorgeschlagen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Privacy International verlinkte auf einen Eintrag im Federal Register, in dem die vorgeschlagenen Anforderungen beschrieben werden, und &lt;a href=&quot;https://www.privacyinternational.org/news-analysis/5713/trump-administration-wants-your-dna-and-social-media&quot;&gt;fasste diesen zusammen&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Alle Besucher müssen „ihre Social-Media-Aktivitäten der letzten 5 Jahre“ einreichen.&lt;br /&gt;
• ESTA-Anträge (Electronic System for Travel Authorization) werden „hochwertige Datenfelder“ enthalten, „sofern dies möglich ist“.&lt;br /&gt;
• „Telefonnummern, die in den letzten fünf Jahren verwendet wurden“&lt;br /&gt;
• „E-Mail-Adressen, die in den letzten zehn Jahren verwendet wurden“&lt;br /&gt;
• „In den letzten fünf Jahren verwendete Telefonnummern von Familienangehörigen (sic)“.&lt;br /&gt;
• Biometrische Daten – Gesicht, Fingerabdruck, DNA und Iris.&lt;br /&gt;
• In den letzten fünf Jahren verwendete geschäftliche Telefonnummern.&lt;br /&gt;
• In den letzten zehn Jahren verwendete geschäftliche E-Mail-Adressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &lt;a href=&quot;https://www.govinfo.gov/content/pkg/FR-202&quot;&gt;Eintrag im Bundesregister&lt;/a&gt; besagt, dass Kommentare erwünscht sind und (spätestens bis zum 9. Februar 2026) eingereicht werden müssen, um berücksichtigt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke an &lt;a href=&quot;https://kanoa.de/@quaewpos&quot;&gt;Quaewpos&lt;/a&gt; für das &lt;a href=&quot;https://infosec.exchange/@briankrebs/115962508398912420&quot;&gt;Teilen des Beitrages&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;https://infosec.exchange/@briankrebs&quot;&gt;Brian Krebs&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung / Bearbeitung: Thomas Trueten&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 30 Jan 2026 09:33:00 +0100</pubDate>
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    <title>Diese Woche in der Apokalypse oder: Es war keine langweilige Woche</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14033-Diese-Woche-in-der-Apokalypse-oder-Es-war-keine-langweilige-Woche.html</link>
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            <category>And Justice for all</category>
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            <category>Debatte</category>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    Diese Woche bin ich durch einen Stromausfall gefahren, durch eine Meile mit kaputten Straßenlaternen. Etwa die Hälfte der Autos schien die Regel zu befolgen, dass eine kaputte Ampel wie eine Kreuzung mit Stoppschildern an allen Seiten gilt. Die anderen Autos sind einfach mit voller Geschwindigkeit über die Kreuzungen gefahren. Ich weiß nicht, ob das eine größere Metapher ist, aber es fühlt sich so an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Stunden später fuhr ich denselben Weg zurück, und nichts hatte sich geändert, während die Temperatur auf den nassen Straßen fast auf den Gefrierpunkt sank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Woche haben wir über das Buch „Parable of the Sower” gesprochen, über langsamen Zusammenbruch versus schnellen Zusammenbruch, über den Hügel, von dem wir das Gefühl hatten, dass wir ihn hinunterstürzen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/960px-111031.ICE.HSI.OperationPipelineExpress.herb_08.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/960px-111031.ICE.HSI.OperationPipelineExpress.herb_08.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=655,width=975,top=760,left=1440,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5057 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/960px-111031.ICE.HSI.OperationPipelineExpress.herb_08.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Vermummte ICE-Kräfte in Los Angeles&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Vermummte ICE-Kräfte in Los Angeles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: U.S. Immigration and Customs Enforcement (Department of Homeland Security) &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Diese Woche erzählte mir eine Freundin, dass ihr Partner, ein US-Bürger, in Minneapolis von der Einwanderungsbehörde ICE aus seinem Auto entführt wurde. Sie scannten sein Gesicht und ließen ihn Stunden später wieder frei, nachdem ein Anwalt eingeschritten war und es vor dem Ort seiner Inhaftierung zu massiven Protesten gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Woche berichten meine anderen Freunde in Minneapolis von den herzzerreißendsten und herzerwärmendsten Geschichten über Unterdrückung und Widerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Woche habe ich mit Freunden und Angehörigen Pläne geschmiedet, was wir tun werden, wenn die Mobilfunknetze ausfallen. In wessen Haus werden wir uns versammeln? Wer kennt sich ohne GPS am besten mit den Straßen aus? Wer hat einen Allradantrieb?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Stunden zuvor hatte ich von einem Freund gehört, der sich seine Telefonrechnung nicht leisten konnte und auf das Internet angewiesen war, dass das Internet in seinem Haus ausgefallen war. Er war 20 Minuten zu Walmart gefahren, um sich dort ins WLAN einzuloggen und den Leuten mitzuteilen, dass er derzeit keinen Internetzugang hatte. Es scheint, als hätte der Wind die Glasfaserverbindung direkt vom Strommast gerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Nächte dieser Woche blieb ich lange wach und scrollte durch düstere Nachrichten, schaute mir Videos von ICE-Razzien und ICE-Belagerungen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war keine Woche mit guten Nachrichten. Die Dinge scheinen sich immer schneller zu drehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde mit dem Dunklen anfangen, aber dann über das Licht sprechen. Die Sache ist die: Ich glaube wirklich, dass wir gewinnen werden. Aber es wird schwer und beängstigend werden. Wie immer ist der einzige Ausweg, durchzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehme an, dass du, der du das hier liest, weißt, dass Renee Nicole Good in Minneapolis von der ICE ermordet wurde. Ich bin mir sicher, dass du weißt, dass sie nicht die erste Person war, die die ICE getötet hat, und dass sie nicht die letzte sein wird. (Ich schreibe und überarbeite diesen Text seit Tagen, und die Nachrichten ändern sich ständig. Die ICE hat seit Renee Good mindestens drei weitere Menschen erschossen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht hast du die Videos gesehen, in denen ein ICE-Agent nach dem anderen &lt;a href=&quot;https://www.reddit.com/r/Minneapolis/comments/1qa3pmm/boxed_in_by_ice/?embed_host_url=https%3A%2F%2Fwegotthiscovered.com%2Fpolitics%2Fdid-you-not-learn-from-what-just-happened-ice-goons-box-in-churchgoers-car-threaten-to-execute-him%2F&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;damit droht, Menschen zu töten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, und sagt: „Hast du nichts aus dem gelernt, was wir letzte Woche gemacht haben?“, um jeden einzuschüchtern, der sich ihrer Macht widersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt immer mehr Berichte darüber, dass die ICE Menschen aufgrund ihres Aussehens profiliert und entführt und, wenn sie nicht abgeschoben werden können, &lt;a href=&quot;https://bsky.app/profile/mickeykuhns.bsky.social/post/3mcafsjitlk2z&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;sie zusammenschlägt und blutend&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; kilometerweit entfernt zurücklässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ICE hat zahlreiche indigene Menschen festgenommen, darunter mehrere Mitglieder der Oglala Sioux. Die ICE will dem Stamm nicht einmal die Namen der festgenommenen Personen nennen und weigert sich, dies zu tun, solange der Stamm die ICE nicht offiziell anerkennt und ein Einwanderungsabkommen mit ihr abschließt. &lt;a href=&quot;https://wgme.com/news/nation-world/oglala-sioux-tribe-leader-says-ice-detained-tribal-citizens-in-minneapolis-operation-star-comes-out-immigration-dhs-tim-walz-jacob-frye-kristi-noem-donald-trump&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Der Stamm hat dies verständlicherweise abgelehnt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, um die offenbar alle, einschließlich der Politiker, herumeiern, lautet: „Kann die Welt Trump bis zu den Wahlen an der Macht überstehen, oder muss früher etwas unternommen werden?“ Tim Walz, der Gouverneur von Minnesota, &lt;a href=&quot;https://www.ibtimes.co.uk/gov-tim-walz-activates-national-guard-after-ice-agent-fatally-shoots-minneapolis-mother-1769730&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;hat die Nationalgarde mobilisiert, um jede potenzielle Rebellion im Bundesstaat niederzuschlagen,&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und versucht konsequent, die Menschen davon abzuhalten, sich gegen den Faschismus zu erheben. Aber er scheint sich auch bewusst zu sein, dass es eine Art moralische Verpflichtung gibt, die Nationalgarde einzusetzen, um die ICE zu stoppen, und versucht zu erklären, warum er das trotzdem nicht macht. Er &lt;a href=&quot;https://x.com/cspan/status/2008605257929052487&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;sagte gegenüber der Presse&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;: „Wir waren noch nie im Krieg mit unserer Bundesregierung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder weiß, dass der Einsatz von Polizei oder Nationalgarde gegen Bundesbeamte einen Bürgerkrieg auslösen könnte. Die Politiker schleichen um dieses Thema herum und versuchen, das Pulverfass nicht zu zünden. Das bedeutet, dass die Gräueltaten weitergehen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst eingefleischte Gemäßigte wie Walz &lt;a href=&quot;https://bsky.app/profile/governorwalz.mn.gov/post/3mcggzffpak2d&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;beginnen zu knicken&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Mal, dass sich das Land in einer solchen Pattsituation befand – wobei sich die Hälfte der Bevölkerung der moralischen Verpflichtung bewusst war, eine große Gräueltat zu stoppen, aber Angst vor dem Ausmaß der Gewalt hatte, die damit verbunden wäre –, war in den 1850er Jahren. Dieser Stillstand wurde durch einen mutigen Überfall schwarzer und weißer Abolitionisten auf Harper&#039;s Ferry durchbrochen, der einen Bürgerkrieg auslöste, der mit enormem Blutvergießen eine der schlimmsten Institutionen beendete, die die Welt je gesehen hat. 2 % der Amerikaner starben in diesem Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir einen weiteren Bürgerkrieg hätten und zwei Prozent von uns sterben würden, wären das fast 7 Millionen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt es keinen Grund zu glauben, dass ein zweiter Bürgerkrieg in Bezug auf die Opferzahlen, aber auch in Bezug auf das Ergebnis, dem ersten ähneln würde. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass so viele oder so wenige Menschen sterben würden. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die bessere Seite gewinnen würde oder dass es überhaupt klare Gewinner geben würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht hast du mitbekommen, dass Trump aktiv darüber nachdenkt, in Grönland einzumarschieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width:40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Bildschirmfoto_vom_2026-01-04_13-50-46.png&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Bildschirmfoto_vom_2026-01-04_13-50-46.png&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1080,width=617,top=547.5,left=1619,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5038 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Bildschirmfoto_vom_2026-01-04_13-50-46.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Der vollständige Screenshot des Beitrags von Katie Miller, der Ehefrau von Stephen Miller, dem stellvertretenden Stabschef von Trump zeigt ihr Post zu Grönland mit dessen Landkarte, mit der darübergelegten Flagge der USA&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Screenshot des Beitrags von Katie Miller, der Ehefrau von Stephen Miller, dem stellvertretenden Stabschef von Trump (4.1.2026, 13:51 MEZ)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Grönland sollte von seinen Ureinwohnern kontrolliert werden, aber es gehört zum Königreich Dänemark. Das ist Teil der NATO. Zu der auch die USA gehören. Die Invasion Grönlands würde zumindest die USA von ihren eigenen umfangreichen Stützpunkten in anderen NATO-Ländern abschneiden. Das könnte zu Sanktionen und vermutlich zu einer Hyperinflation führen. Es könnte auch zu einem Krieg gegen die NATO führen, die &lt;a href=&quot;https://www.yahoo.com/news/articles/macron-sends-troops-greenland-trump-022227928.html&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;bereits Truppen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; auf der größten Insel der Welt stationiert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apropos Hyperinflation: Trump versucht, die Federal Reserve zu zwingen, die Zinsen zu senken. Die Federal Reserve legt die Zinsen fest, zu denen Banken sich gegenseitig Geld leihen (was sie jeden Tag machen, weil sie verpflichtet sind, einen bestimmten Betrag an Bargeld vorrätig zu haben, aber lieber so viel Geld wie möglich investieren möchten, sodass sie alle ständig ein heikles Spiel spielen). Diese Zinsen wirken sich auf die gesamte Wirtschaft aus. Wenn die Zinsen niedrig sind, sind die Leute eher bereit, Kredite aufzunehmen, sodass die Wirtschaft wächst und mehr Jobs entstehen, aber das führt zu Inflation. Wenn die Zinsen hoch sind, leihen sich die Leute weniger Geld, und die Inflation wird kontrolliert, aber die Wirtschaft kühlt sich ab. Das ist alles ein bisschen kompliziert, aber &lt;a href=&quot;https://www.investopedia.com/terms/f/federalfundsrate.asp&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;hier gibt&#039;s eine gute Erklärung.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trump will, dass die Zinsen noch weiter gesenkt werden, weil er kurzfristige Gewinne für die Wirtschaft will. Die Federal Reserve ist genau aus diesem Grund relativ unabhängig – es ist im besten langfristigen Interesse der US-Wirtschaft, nicht von politischen Manövern abhängig zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hat Trump ein paar Ausreden gefunden, um zu versuchen, den Chef der Federal Reserve zu entlassen, was einen großen Teil seiner Basis – &lt;a href=&quot;https://bsky.app/profile/crunchyfishtaco.bsky.social/post/3mc776fmzms2c&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;die Finanzleute&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; – ziemlich sauer gemacht hat. Wenn Trump es schafft, die Federal Reserve zu kontrollieren, könnte das leicht zu Hyperinflation und einem wirtschaftlichen Zusammenbruch führen. Selbst seine Drohungen gegen die Federal Reserve haben die Aktienkurse fallen und den Goldpreis steigen lassen. Und da ein großer Teil der Weltwirtschaft vom US-Dollar abhängt, würde eine Hyperinflation in den USA Auswirkungen auf die ganze Welt haben. Das ist noch milde ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich traue Leuten nicht, die im Internet Angst und Unsicherheit verbreiten, und das solltest du auch nicht. Ich bin für Vorsorge, aber ich finde 90 % der Prepper-Inhalte nervig, weil man am besten Aufmerksamkeit für ein Video oder einen Substack-Beitrag bekommt, wenn man den Leuten erzählt, wie schlimm alles bald sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will ich nicht. Ich versuche wirklich, das nicht zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür ist, dass ich selbst nicht daran glauben will. Ich will keinen Zusammenbruch. Ich will keinen globalen Krieg oder Bürgerkrieg. Ich will mit meinen Freunden Rollenspiele spielen, Fantasy-Romane schreiben und Spendenaktionen für die Gemeinde organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztes Jahr habe ich meinen Freunden gesagt: „Hört mal, ich glaube nicht, dass wir im nächsten Jahr einen Bürgerkrieg haben werden. Ich schätze, die Wahrscheinlichkeit liegt bei 5 %. Aber die Sache ist die: In den meisten Jahren liegt sie bei 0,01 %, also ist das ein Thema, das man ernst nehmen sollte.“ Jeder, der schon mal „Dungeons and Dragons“ gespielt hat, weiß, dass eine Wahrscheinlichkeit von 5 % ständig vorkommt. Das ist, wenn man eine 1 mit einem zwanzigseitigen Würfel würfelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich hatte ich diese Zahl komplett aus der Luft gegriffen. Aber „hey, es besteht eine Wahrscheinlichkeit von 5 %, dass etwas wirklich Großes passiert“ ist Grund genug, sich darauf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ehrlich gesagt schätze ich die Wahrscheinlichkeit eines globalen oder Bürgerkriegs heute viel höher ein als noch vor einem Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine letzte Unsicherheit: Ein befreundeter Arzthelfer erzählte mir, dass etwa die Hälfte der Ärzte einen Berufswechsel anstrebt, und schickte mir dann &lt;a href=&quot;https://www.forbes.com/sites/evecunningham/2026/01/07/6-reasons-doctors-are-burning-out-and-how-that-threatens-your-healthcare/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;diesen Artikel aus Forbes, in dem es darum geht, warum&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Es gibt eine Reihe von Gründen, darunter: Patienten nutzen KI, um sich selbst falsch zu diagnostizieren, und Ärzte müssen immer mehr Zeit damit verbringen, Fehlinformationen zu widerlegen; Versicherungsgesellschaften machen es unmöglich, Patienten die Behandlung zukommen zu lassen, die sie brauchen; das Ende von Roe v. Wade hat grundlegende reproduktive Gesundheitsversorgung illegal gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es droht ein Mangel an medizinischem Personal. 40 % der Ärzte werden in den nächsten zehn Jahren in Rente gehen, und der „Big Beautiful Bill” hat &lt;a href=&quot;https://www.studentdoctor.net/2025/11/27/many-fear-federal-loan-caps-will-deter-aspiring-doctors-and-worsen-md-shortage/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;die Darlehen für das Medizinstudium&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; auf 50.000 Dollar pro Jahr oder insgesamt 200.000 Dollar begrenzt. Daher kann es sich niemand leisten, Medizin zu studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die EPA berücksichtigt &lt;a href=&quot;https://truthout.org/articles/epa-no-longer-considering-lives-saved-in-pollution-rules-only-cost-to-business/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;bei der Festlegung ihrer Politik zur Umweltverschmutzung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; nicht mehr die menschliche Gesundheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jahr 2026 hat einen schwierigen Start hingelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wie ich immer wieder betone, können wir aus der Wintersonnenwende lernen, dass die Kälte erst einsetzt, wenn die Sonne wieder zurückkehrt. Es gibt eine Verzögerung zwischen der Rückkehr der Hoffnung und der Verbesserung der Lage. Der Frühling kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daran glaube ich fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seltsame Weise bin ich hoffnungsvoller für die Zukunft als je zuvor. Zum ersten Mal in der Geschichte sind &lt;a href=&quot;https://bsky.app/profile/premthakker.bsky.social/post/3mccrtfisu22e&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;mehr Amerikaner für die Abschaffung der ICE als gegen die Abschaffung der ICE&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; (46 % zu 43 %). Die ICE war &lt;em&gt;schon immer&lt;/em&gt; ein Problem. Sie sollte nicht reformiert werden, und jeder Politiker, der ihre Reform fordert, hat leider den Bezug zur Realität verloren. Autoritarismus und Kapitalismus waren schon immer ein Problem. Immer mehr Leute sind sich dessen bewusst und immer mehr Leute tun etwas dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe gesagt, dass ich mir Videos von ICE-Razzien und ICE-Belagerungen angesehen habe. Seltsamerweise geben mir die Belagerungen Hoffnung. &lt;a href=&quot;https://bsky.app/profile/strictlychristo.bsky.social/post/3mc4tbyz6oc2e&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Immer mehr&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/reel/DTTbRrPEnCD/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;immer mehr&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://bsky.app/profile/wedge.live/post/3mcb6afwogs2b&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;immer mehr&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; Leute stehen auf und sagen mit zitternden Knien und bebender Stimme: „Fuck you, ihr könnt meine Nachbarn nicht stehlen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ICE war sich sicher, dass die Videos, in denen sie Renee Good ermordet, die Öffentlichkeit einschüchtern würden. Sie dachten, dass Terrorismus (in diesem Fall eine Politik, die Angst verbreitet) ihre Gegner zum Schweigen bringen würde. Sie haben sich geirrt. Es hat die Leute ermutigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Nacht haben &lt;a href=&quot;https://crimethinc.com/2026/01/15/north-minneapolis-chases-out-ice-a-firsthand-account-of-the-response-to-another-ice-shooting&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Demonstranten die ICE aus North Minneapolis&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; verjagt und sie gezwungen, ihre Fahrzeuge zurückzulassen. Die Demonstranten fanden in diesen Fahrzeugen alle möglichen Unterlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang dieser Woche hat ein Whistleblower aus dem DHS die persönlichen Daten von 4500 ICE- und Grenzschutzbeamten &lt;a href=&quot;https://www.rawstory.com/ice-2674892707/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;veröffentlicht&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind so verzweifelt auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, dass sie &lt;a href=&quot;https://www.democracynow.org/2026/1/14/laura_jedeed_ice&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;versehentlich einen antifaschistischen Journalisten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; eingestellt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, der Widerstand zeigt Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Politiker tun nichts, um Menschen zu retten. Sie wissen, dass sie es tun sollten, aber sie tun es nicht. Die Menschen handeln, um sich gegenseitig und sich selbst zu schützen, und es funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es wird erst mal schlimmer werden, bevor es besser wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin diese Woche durch diesen Stromausfall gefahren, weil die öffentliche Infrastruktur in Amerika – zumindest in den Appalachen und im Rust Belt, wo ich meine Zeit verbringe – bröckelt. Die Infrastruktur ist alt und wird nicht modernisiert. Der Klimawandel hat in einigen Gebieten zu mehr Niederschlägen geführt, wodurch Bäume anfälliger für Stürme sind. Die Energieversorger in Ohio &lt;a href=&quot;https://www.cleveland.com/news/2026/01/firstenergy-seeks-ohios-approval-to-let-power-outages-last-longer-happen-more-often.html&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;bitten um die Erlaubnis, schlechtere Arbeit zu leisten und länger für die Wiederherstellung der Stromversorgung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zu brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Land wird derzeit nicht von Politikern regiert, sondern von Dieben, die das Kupfer aus den Mauern unserer Gesellschaft entfernen. Sie treiben uns in den Bankrott und lassen uns im Regen stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Frage (und das ist wirklich eine Frage, die Sie sich selbst, Ihrer Familie und Ihrer Gemeinde stellen sollten, anstatt auf Antworten von Anarchisten im Internet mit Newslettern zu hören) lautet: „Was muss geschehen, um diese Situation zu ändern?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf lokaler Ebene würde ich vermuten, dass es dazu nötig ist, dass die Leute mit Megaphonen und Trillerpfeifen und zitternden Stimmen und dem Mut, den wir von unseren mutigsten Vorfahren geerbt haben, zusammenkommen, um der Gestapo direkt ins Gesicht zu sagen: „Verpisst euch aus unserer Stadt!“ Wir haben gesehen, dass das funktionieren kann. Mut funktioniert. (Die genauen Taktiken, mit denen wir unseren Mut zeigen, werden sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit in alle möglichen Richtungen verändern.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es funktioniert, wenn wir uns nicht von ihnen spalten lassen, weder nach Klassen, Religionen, Ethnien noch nach taktischen Gesichtspunkten. Solidarität funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keiner von uns kennt die Zukunft. Denn die Zukunft ist etwas, das wir gemeinsam bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem wir mit Mut und Überzeugung handeln, ermutigen wir uns selbst und einander. Faschismus ist eine Ideologie der Angst, und Mut ist sein Gegenteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke, dass ihr zu meiner Motivationsrede gekommen seid. Ich brauchte sie, um aus dem Bett zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Margaret Killjoy, &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/this-week-in-the-apocalypse&quot;&gt;This Week in the Apocalypse or: it hasn&#039;t been a boring week&lt;/a&gt;, 15. Januar 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Sat, 17 Jan 2026 18:18:00 +0100</pubDate>
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