<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="/templates/2k11/rss.xsl" media="screen" ?>
<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
    xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule" >
<channel>
    
    <title>trueten.de (Artikel mit Tag Iran)</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/</link>
    <description>»Keine Regierung kämpft gegen den Faschismus, um ihn zu zerstören. Wenn die Bourgeoisie sieht, dass ihr die Macht aus den Händen gleitet, erhebt sie den Faschismus, um an ihren Privilegien festzuhalten.« Buenaventura Durruti Dumange</description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <generator>Serendipity 2.6.0 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 16:19:00 GMT</pubDate>

    <image>
    <url>https://www.xn--trten-lva.de/templates/2k11/img/s9y_banner_small.png</url>
    <title>RSS: trueten.de - »Keine Regierung kämpft gegen den Faschismus, um ihn zu zerstören. Wenn die Bourgeoisie sieht, dass ihr die Macht aus den Händen gleitet, erhebt sie den Faschismus, um an ihren Privilegien festzuhalten.« Buenaventura Durruti Dumange</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/</link>
    <width>100</width>
    <height>21</height>
</image>

<item>
    <title>Ostermarsch 2026</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14143-Ostermarsch-2026.html</link>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Ausstellungen und Messen</category>
            <category>Berlin</category>
            <category>Foto</category>
            <category>Grundrechte</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14143-Ostermarsch-2026.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=14143</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=14143</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2285s.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2285s.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=680,left=1320,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5142 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2285s.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt eine Weitwinkelaufnahme eines Teils des Ostermarsches mit verschiedenen Transparenten, unter anderem Freiedensglocke, DKP, IG MEtall, BSW, &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: © Soldiner Kiez Kurier via Umbruch Bildarchiv&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;In rund 100 Städten gab es über die Feiertage antimilitaristische Aktionen und Demonstrationen gegen Kriege, Aufrüstung und die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft. In Berlin beteiligten sich mehrere tausend Menschen am diesjährigen Ostermarsch durch Prenzlauer Berg. Aufgerufen hatte die Berliner Friedenskoordination (FriKo).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/ostermarsch-2026/&quot;&gt;Fotos beim Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Berliner Ostermarsch 2026 versammelte ein breites Bündnis an Organisationen. Das Spektrum reichte von traditionellen Friedensgruppen bis hin zu diversen linken und kommunistischen Gruppierungen. Es fiel deutlich auf, dass der Marsch vor allem von der älteren Generation getragen wurde. Jüngere Menschen waren eher in der Minderheit, setzten aber markante Punkte. Ein Beispiel war eine junge Rednerin aus dem Wedding von der neu gegründeten Initiative „Nein zur Wehrpflicht“, die mit einer scharfen Kritik an der Politik von Friedrich Merz mit dem Ausruf „Friedrich Merz Leck meine Eier!“ und dem Aufruf zum nächsten Schulstreik am 8. Mai den Abschluss bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Friedenskoordination Berlin (Friko) zeigte sich in einer ersten Einschätzung sehr zufrieden und sprach von einer stabilen Resonanz, die auf dem Niveau des Vorjahres lag. Während die Polizei die Teilnehmerzahl mit rund 1.600 Personen angab, liegen die Schätzungen der Veranstalter traditionell etwas höher, wobei sie vor allem das „breite und entschlossene Bündnis“ unter dem Motto „Nein zum Irrsinn der Kriegspolitik“ hervorhoben. In ihrem offiziellen Fazit betonten die Organisatoren, dass der Marsch trotz der kontroversen Debatten im Vorfeld ein wichtiges Zeichen gegen Aufrüstung und die neue Wehrpflicht gesetzt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Die Politik der deutschen Regierung ist nicht „komplex“, sondern komplett unverantwortlich und irre. Sie setzt auf unbegrenzte Aufrüstung. Sie propagiert Kriegswirtschaft als alternativlos. Bis 2029 soll so weit aufgerüstet sein, dass die Bevölkerung bereit und die Bundeswehr fähig ist, nicht nur zu kämpfen, sondern auch zu siegen. Die Regierung hat begeistert zugestimmt, 5% des BIP für das Militär auszugeben! Die Rüstungskonzerne jubeln, die sozialen Bereiche verkümmern. Die Lage für die Beschäftigten und Arbeitslosen, für die Jugend, die Familien und Alten wird immer prekärer.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;(&lt;a href=&quot;https://frikoberlin.de/04-04-2026-berliner-ostermarsch-2026/&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Aufruf zur Demo&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://frikoberlin.de/04-04-2026-berliner-ostermarsch-2026/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Aufruf zum Berliner Ostermarsch (Friko)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026#eins&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Alle Infos zu den Ostermärschen 2026 der Friedensbewegung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=Ho58SXjpH_w&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Redebeitrag der Initiative „Nein zur Wehrpflicht“&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 18:19:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/14143-guid.html</guid>
    <category>bundesregierung</category>
<category>iran</category>
<category>ostermarsch</category>
<category>prenzlauer berg</category>
<category>ukraine. russland</category>
<category>usa</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Was Israelis aus den Albträumen eines iranischen Henkers lernen können</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14136-Was-Israelis-aus-den-Albtraeumen-eines-iranischen-Henkers-lernen-koennen.html</link>
            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
            <category>Geschichte</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
            <category>Todesstrafe</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14136-Was-Israelis-aus-den-Albtraeumen-eines-iranischen-Henkers-lernen-koennen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=14136</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=14136</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/henker_iran.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/henker_iran.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=680,left=1320,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5138 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/henker_iran.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt einen Vermummten, der auf einer LKW Ladefläche einen Galgenstrick hält, der an einem Kran des LKWs befestigt ist. Hinter ihm stehen weitere derartige LKWs.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine öffentliche Hinrichtung auf dem Fayyam-Platz in Shiraz, 21. November 2018. (Students&#039; News Agency)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Da Israel die Todesstrafe einführt, können sich Regierungsminister von dem, was sie als „iranisches Terrorregime“ bezeichnen, sowohl inspirieren lassen als auch warnen lassen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nur wenige von uns werden jemals eine so intensive Freude erleben wie die, die den israelischen Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, Ende letzten Monats überkam, als die Knesset &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israel-death-penalty-law-palestinian-prisoners/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;für die Legalisierung der Todesstrafe&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für Palästinenser stimmte. Die Champagnerflasche, die er &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/reels/DWl3SKAjeNH/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;zu öffnen versuchte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, mit theatralischer Feierlichkeit, wird der Größe der Euphorie, die er in diesem Moment empfunden haben muss, nicht ganz gerecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Todesstrafe ist, wie Ben Gvir sicherlich weiß, nicht nur Spaß und Spiel: Sie erfordert umfangreiche logistische Vorkehrungen. Und in dieser Hinsicht kann er viel von dem lernen, was er &lt;a href=&quot;https://www.middleeasteye.net/live-blog/live-blog-update/israeli-minister-invokes-genocidal-amalek-call-amid-war-iran&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;als&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; „iranisches Terrorregime“ bezeichnet – einem der weltweit führenden Vertreter dieser Praxis, der für &lt;a href=&quot;https://deathpenaltyinfo.org/amnesty-international-global-report-2024-lowest-number-of-countries-carried-out-highest-number-of-recorded-executions-in-a-decade&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;64 Prozent&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; der weltweit im Jahr 2024 dokumentierten staatlich sanktionierten Hinrichtungen verantwortlich ist. Ben Gvir hätte sich keinen professionelleren und erfahreneren Mentor wünschen können als die Islamische Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem neuen israelischen Gesetz rechtfertigen nur Morde, die mit der Absicht begangen wurden, „die Existenz des Staates Israel zu negieren“, die Todesstrafe. Und obwohl dies sicherlich vage genug ist, um so viele Palästinenser wie möglich einzubeziehen, werden seine Verfasser eine verpasste Gelegenheit bedauern, gegen andere Dissidenten und Abweichler vorzugehen – obwohl Finanzminister Bezalel Smotrich schnell darauf &lt;a href=&quot;https://www.ynet.co.il/news/article/bjb00punzbg&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;bestand&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, dass das Gesetz auch für „Verräter aus den eigenen Reihen“ gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch haben Israels rechtsextreme Gesetzgeber im Vergleich zu ihren iranischen Kollegen noch einen langen Weg vor sich. Die Liste der Straftaten, die im Iran die Todesstrafe rechtfertigen, ist in ihrem Umfang schwindelerregend und umfasst Einbruch, Prostitution, Drogenhandel, Homosexualität, politische Dissidenz, Ehebruch und „Krieg gegen Gott“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem neuen israelischen Gesetz sollen Hinrichtungen durch Erhängen in einer vom israelischen Strafvollzugsdienst verwalteten Einrichtung vollstreckt werden. Wie langweilig. Auch hier kann sich Ben Gvir von der Islamischen Republik inspirieren lassen. Wie wäre es mit einer öffentlichen Hinrichtung auf dem Stadtplatz? Unterhaltung für die Massen ist in diesen schwierigen Zeiten nicht zu verachten, und sie ist kostenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum sollte er sich auf nur eine Methode beschränken? Die Islamische Republik hat Hinrichtungen auch durch Erschießungskommandos, Steinigung und das Herabstürzen von Menschen von einer Klippe vollzogen. Wäre Steinigung nicht ein passender Tribut an Ben Gvirs bekundetes Bekenntnis zur jüdischen Tradition?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine letzte Frage bleibt noch zu klären: Wer soll die Hinrichtungen durchführen? Israel hat kaum Erfahrung mit Henkern; tatsächlich hat bisher nur eine einzige Person diese Rolle ausgeübt. Shalom Nagar, der den Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann hinrichtete, berichtete später von PTBS und Albträumen, die ihn für den Rest seines Lebens verfolgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in dieser Angelegenheit kann Israel auf die reiche Erfahrung des Iran zurückgreifen. Die Frage der Henker nimmt einen großen Teil des öffentlichen und kulturellen Diskurses im Iran ein – unter anderem in dem eindringlichen Film „There Is No Evil“ von Regisseur Mohammad Rasoulof, der sich damit befasst, wie das Böse durch gewöhnliche Menschen vollstreckt wird, die dazu verdammt sind, in einer Gesellschaft von Henkern zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &lt;a href=&quot;https://iranwire.com/fa/citizen-rights/1754/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;aufschlussreiches Interview&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; mit einem solchen Henker – einem jungen Wehrpflichtigen, der in der Sicherheitseinheit des iranischen Strafvollzugsdienstes diente – wurde vor einem Jahrzehnt auf der Website IranWire veröffentlicht (einem außerhalb des Iran erscheinenden persischsprachigen Medium, das dem Regime gegenüber äußerst kritisch eingestellt ist). Da auch unsere Henker „gewöhnliche Menschen“ sein werden – Väter, Söhne, Brüder und Nachbarn –, lohnt es sich, seinen Überlegungen Beachtung zu schenken; sie könnten für uns bald relevant werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;„Ich sah mich als verantwortlich für den Tod eines Menschen“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Rasoul (ein Pseudonym, das der junge Soldat verwendete) wurde von seinem Kommandanten aufgefordert, bereits fünf Monate nach Dienstantritt eine Hinrichtung durchzuführen. „Ich fühlte mich sowohl unter Druck gesetzt als auch aufgeregt“, erzählte er IranWire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Wahrheit ist, dass ich schon vorher eine Art Neugierde verspürt hatte, einer solchen Zeremonie beizuwohnen“, fuhr er fort. „In dem Gefängnis, in dem ich Dienst tat, wurde der Hof, der sich jeden Morgen öffnet, erst nach der Hinrichtung wieder geöffnet. Als ich das Galgenseil sah, wollte ich die Zeremonie sehen, aber Soldaten durften Hinrichtungen nicht beiwohnen, es sei denn, sie fungierten als Henker.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er das erste Mal im Hof neben dem Galgen stand, zitterten seine Hände und Beine stärker als die des Angeklagten, der wegen Drogenhandels und Vergewaltigung zum Tode verurteilt worden war. „Ich konnte kaum laufen, aber sie sagten mir, ich solle den Angeklagten zum Galgen bringen und ihm die Schlinge um den Hals legen“, erzählte Rasoul. „Die Beine des Angeklagten waren wie gelähmt und er bewegte sich nur mühsam, und obwohl ich selbst zitterte, spürte ich das heftige Zittern seines Körpers. Trotzdem brachte ich ihn zum Galgen und legte ihm das Seil um den Hals.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei der Zeremonie, die als &lt;em&gt;qisas&lt;/em&gt; (Vergeltungstötung oder „Auge um Auge“) bekannt ist, bei der die Familie des Opfers des Hingerichteten entweder entscheiden kann, die Tötung zu stoppen, oder selbst den Hocker unter den Füßen des Hingerichteten wegtreten kann, sind es bei einer staatlichen Hinrichtung die Henker, die den Hocker wegtreten, erklärte Rasoul. „In dem Gefängnis, in dem ich tätig war, gab es einen Hocker, aber ich habe gehört, dass es in größeren Gefängnissen einen Kran gibt und der Henker nur einen Knopf drückt, um ihn zu bedienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasouls Aufgabe war es, den Hocker unter den Füßen des Angeklagten wegzuziehen, nachdem das Urteil verlesen worden war. „In dem Moment, in dem der Hocker weggetreten wird, ist die Aufgabe des Henkers beendet, und er muss die Hinrichtungszeremonie sofort verlassen“, sagte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung, so erzählte Rasoul, schlief er zwei Nächte lang nicht und litt unter Albträumen und Gewissensbissen. „Ich sah mich als verantwortlich für den Tod eines Menschen und gab mir selbst die Schuld. Ich ging zum Gefängnisberater und erzählte ihm alles. Er sagte: ‚Das sind Menschen, die sterben müssen. Diejenigen, die hingerichtet werden, haben sich selbst getötet; du tötest niemanden.‘ Er redete eine Weile, aber das half mir nicht, meine Qualen zu lindern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasoul war bei etwa 15 Hinrichtungen anwesend und erlebte viele Szenen, die ihn nicht mehr losließen. „Einmal, als ich einen Angeklagten hinführte, um ihm die Schlinge um den Hals zu legen, urinierte er vor Angst in die Hose“, erklärte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weinte auch während einer Hinrichtung. „Da war ein 19-jähriger Junge im Gefängnis, der sich mit seinem Freund gestritten und ihn getötet hatte. Er war ein sehr kluger und höflicher junger Mann. Die Sozialabteilung des Gefängnisses tat alles, um die Zustimmung der Familie des Opfers zur Vergebung zu erhalten, aber sie lehnten ab. Am Tag der Hinrichtung brachte ich ihn zum Galgen. Es war die Familie des Opfers, die ihm den Hocker unter den Füßen wegstieß. Ich brach einfach zusammen und weinte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Rasoul fand etwa zwei Jahre nach dem Ende seines Militärdienstes statt. „Seit zwei Jahren gehe ich nun schon zu einem Psychiater und nehme Medikamente, um meine Angstzustände und Albträume zu lindern“, sagte er. „Verzeih mir, wenn meine Stimme zittert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Version dieses Artikels wurde zuerst auf Hebräisch bei Local Call veröffentlicht. Lies ihn &lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;https://www.mekomit.co.il/%d7%9e%d7%94-%d7%a9%d7%91%d7%9f-%d7%92%d7%91%d7%99%d7%a8-%d7%99%d7%9b%d7%95%d7%9c-%d7%9c%d7%9c%d7%9e%d7%95%d7%93-%d7%9e%d7%95%d7%95%d7%99%d7%93%d7%95%d7%99%d7%95-%d7%a9%d7%9c-%d7%aa%d7%9c%d7%99%d7%99/&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;hier&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/writer/orlyn/&quot;&gt;Orly Noy&lt;/a&gt; 09. März 2026 in +972magazine: &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israelis-nightmares-iranian-hangman&quot;&gt;&quot;What Israelis can learn from the nightmares of an Iranian hangman&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Orly Noy ist Redakteurin bei Local Call, politische Aktivistin und Übersetzerin von persischer Lyrik und Prosa. Sie ist Vorsitzende des Vorstands von B’Tselem und Aktivistin der politischen Partei Balad. In ihren Texten beschäftigt sie sich mit den Schnittpunkten, die ihre Identität als Mizrahi, als linke Frau, als Frau, als vorübergehende Migrantin inmitten einer ewigen Einwanderin definieren, sowie mit dem ständigen Dialog zwischen diesen Identitäten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 15:32:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/14136-guid.html</guid>
    <category>iran</category>
<category>israel</category>
<category>palästina</category>
<category>todesstrafe</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Iranische Anarchisten: „Wir machen weiter mit dem Organisieren und Widerstand“</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14091-Iranische-Anarchisten-Wir-machen-weiter-mit-dem-Organisieren-und-Widerstand.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antifa</category>
            <category>Antifeminismus</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
            <category>Frauenkampf</category>
            <category>Grundrechte</category>
            <category>International</category>
            <category>Jugend</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Knast</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Misogynie</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
            <category>Polizei</category>
            <category>Polizeigewalt</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
            <category>Soziales</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
            <category>Todesstrafe</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14091-Iranische-Anarchisten-Wir-machen-weiter-mit-dem-Organisieren-und-Widerstand.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=14091</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=14091</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Zweites Interview mit der Anarchist Front über Unterdrückung und Widerstandsfähigkeit, regionalen Krieg und Internet-Sperren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/noKingnoleaderjpg.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/noKingnoleaderjpg.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=562,width=783,top=446.5,left=896,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5108 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/noKingnoleaderjpg.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt den Text in arabischen Schriftzeichen&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Graffiti: „Wir wollen weder König noch (obersten) Führer; weder schlecht noch schlechter“.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Als ihr &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2026/01/05/iran-general-strike-genuine-self-organisation-by-ordinary-people/&quot;&gt;das letzte Mal mit Freedom&lt;/a&gt; gesprochen habt, breiteten sich die Proteste im Iran schnell aus und wurden immer heftiger, aber die Unterdrückung wurde auch immer stärker. Könnt ihr uns sagen, was seitdem passiert ist und was eure Gruppe gemacht hat?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit unserem letzten Interview hat sich die Lage im Iran auf gewaltsame und beispiellose Weise verändert. Die weit verbreiteten Proteste in vielen Städten wurden mit harter Repression beantwortet. Sicherheitskräfte haben Demonstranten mit scharfer Munition angegriffen; Tausende wurden getötet oder verletzt, Zehntausende wurden verhaftet. Eine Atmosphäre strenger Sicherheitsvorkehrungen hat sich &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2026/01/19/iran-uprising-under-martial-law/&quot;&gt;im ganzen Land&lt;/a&gt; ausgebreitet. Es gibt auch Berichte und dokumentierte Beweise dafür, dass unter den aktuellen Kriegsbedingungen einige Gefangene an Orten festgehalten werden, die Luftangriffen ausgesetzt sind, und praktisch als menschliche Schutzschilde benutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten dieser Situation, bevor die Bewegung die Chance hatte, sich neu zu organisieren, kam es zu einer weiteren Entwicklung: Am 28. Februar 2026 begannen groß angelegte Militärangriffe der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran, bei denen Hunderte von Zielen im ganzen Land getroffen wurden. Mehrere hochrangige Kommandeure und Politiker der Islamischen Republik wurden bei diesen Angriffen getötet, und das Land befindet sich nun im Kriegszustand. Die Machtstruktur der Islamischen Republik steht vor einer schweren Krise, doch die politische Zukunft des Landes bleibt ungewiss und umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
US-amerikanische und israelische Streitkräfte haben zahlreiche Ziele im Iran angegriffen, wobei neben militärischen Zielen auch Zivilisten getötet wurden. Gleichzeitig hat die Islamische Republik ihre Raketenkapazitäten genutzt, um Ziele in der Region anzugreifen. Diese Auseinandersetzungen bedrohen das Leben von Millionen von Menschen in der gesamten Region, und bisher haben Hunderte von Zivilisten ihr Leben verloren. Die historischen Erfahrungen der Region zeigen auch, dass ausländische Interventionen selten zu echter Freiheit geführt haben und oft neue Formen der Herrschaft, Instabilität und geopolitischen Konkurrenz mit sich gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;video width=&quot;300&quot;  height=&quot;600&quot; controls=&quot;controls&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;source src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/video_2026-03-10_15-15-12.mp4&quot; type=&quot;video/mp4&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/video&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Bedingungen haben wir unsere Aktivitäten als Anarchisten fortgesetzt. Wir haben versucht, zu verhindern, dass diese Stimmen inmitten von Unterdrückung und Krieg zum Schweigen gebracht werden, indem wir &lt;a href=&quot;https://t.me/AnarchistFront_English&quot;&gt;Ereignisse dokumentiert, Erklärungen veröffentlicht&lt;/a&gt;, Netzwerke internationaler Solidarität aufrechterhalten und die Stimmen von Arbeiter*innen, Frauen und verschiedenen Bereichen der Gesellschaft nach außen getragen haben. Gleichzeitig haben wir einen wichtigen Schwerpunkt darauf gelegt, Diskussionen über Selbstorganisation und horizontale Organisation in Nachbarschaften, Arbeitsstätten und Universitäten auszuweiten und diese Kerne mit breiteren Netzwerken sozialer Solidarität zu verbinden. Wir glauben, dass ohne solche sozialen Grundlagen jede Protestwelle anfällig für staatliche Repression bleiben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Konnten sich die Menschen gegen die Repression, der sie ausgesetzt waren, verteidigen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Fällen haben die Menschen versucht, sich auf unterschiedliche Weise zu verteidigen: von der Schaffung solidarischer Netzwerke zur Versorgung der Verletzten und zur Unterstützung der Familien von Inhaftierten bis hin zu verschiedenen Formen des Straßenwiderstands. Wir müssen jedoch realistisch sein: Der Repressionsapparat der Islamischen Republik ist extrem umfangreich und hochgradig organisiert, was eine kollektive Verteidigung erschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter solchen Bedingungen haben die Menschen Methoden wie schnelle Zerstreuung auf den Straßen, anonyme Organisation und gegenseitige Unterstützung innerhalb der Nachbarschaften entwickelt. In einigen Regionen wie Kurdistan und Belutschistan, wo es eine längere Geschichte des sozialen Widerstands gibt, konnten sich die lokalen Gemeinschaften in einigen Fällen besser schützen. In den großen Städten war die Unterdrückung jedoch extrem hart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am stärksten gefährdete Gruppe sind nach wie vor politische Gefangene, insbesondere diejenigen, die während der jüngsten Proteste festgenommen wurden. Sie werden unter extrem gefährlichen Bedingungen festgehalten und sind weiterhin von schweren Strafen oder sogar der Hinrichtung bedroht. Die Erfahrungen dieser Zeit zeigen, dass lokale soziale Solidaritätsnetzwerke eine wichtige Rolle bei der sozialen Verteidigung und der Aufrechterhaltung des Widerstands spielen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Als wir Anarchist Front das letzte Mal interviewt haben, hatte die iranische Regierung gerade das Internet komplett abgeschaltet. Gab es seitdem wesentliche Veränderungen in eurer &lt;/strong&gt;&lt;a href=&quot;https://link.kompektiva.org/@anarchistfront&quot;&gt;&lt;strong&gt;Fähigkeit zu kommunizieren&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt; und auf das Internet zuzugreifen? Konnten die Menschen diese Einschränkungen umgehen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die iranische Regierung nutzt weiterhin Internetabschaltungen oder -beschränkungen als eines ihrer wichtigsten Mittel der Unterdrückung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren fiel eine weitgehende Abschaltung des Internets meist mit gewaltsamen Razzien und direkten Schüssen auf Demonstranten zusammen. Mit dem Ausbruch des Krieges wurden erneut großflächige Internetabschaltungen durchgeführt, wodurch Millionen von Menschen der Online-Kommunikation beraubt wurden. Schon vor dem Krieg, während der jüngsten Proteste, waren die Internetbeschränkungen strenger und länger als zuvor geworden und hatten die Kommunikation zwischen Aktivisten wochenlang unterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/NetzblockadenIran.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/NetzblockadenIran.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=447,width=783,top=504,left=896,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5107 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/NetzblockadenIran.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Diagramm zeigt den Einbruch der Internetaktivitäten im Iran zwischen 24.02.2026 und 01.03.2026&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Diagramm zeigt den Einbruch der Internetaktivitäten im Iran zwischen 24.02.2026 und 01.03.2026&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Trotzdem haben die Menschen viel Erfahrung und Geschick darin gesammelt, diese Einschränkungen zu umgehen. Tools wie V2Ray-Protokolle und Anwendungen wie Psiphon und Lantern sind weit verbreitet, und wann immer eine Verbindung verfügbar ist, bleibt Telegram eine der wichtigsten Kommunikationsplattformen. Auch Satelliten-Internet ist für einige Aktivisten wichtig geworden, obwohl der Zugang dazu nach wie vor begrenzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig hat die Erfahrung dieser Jahre gezeigt, dass sich keine soziale Bewegung allein auf das Internet verlassen kann. Die eigentliche Grundlage jeder sozialen Bewegung wird durch direkte Beziehungen, gegenseitiges Vertrauen und echte Verbindungen zwischen den Menschen geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sie haben vor der Gefahr gewarnt, dass Royalisten (die bei den Protesten eine kleine Minderheit darstellten) versuchen könnten, diese als Ausgangspunkt für ihre eigene politische Bewegung zu nutzen. Inwieweit sind sie Ihrer Meinung nach damit erfolgreich gewesen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monarchistische Strömungen haben versucht, sich mithilfe der von ihnen kontrollierten Medienplattformen und mit Unterstützung bestimmter ausländischer Regierungen als einzige politische Alternative zu präsentieren. Reza Pahlavi und seine Anhänger haben aktiv versucht, sich als Übergangsregierung zu positionieren, und wurden dabei von persischsprachigen Medien und einigen westlichen Regierungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächliche soziale Basis dieser Strömung innerhalb des Iran ist jedoch weitaus begrenzter, als ihre Medienpräsenz vermuten lässt. Viele der Menschen, die an den Protesten teilgenommen haben, sind im Wesentlichen gegen alle Formen des Autoritarismus auf die Straße gegangen und sehen die Rückkehr der Monarchie nicht als Lösung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich ist sich ein großer Teil der iranischen Gesellschaft sehr wohl bewusst, dass es keine Lösung ist, eine Form des Autoritarismus durch eine andere zu ersetzen. Aus diesem Grund betonen wir weiterhin, dass die Zukunft der Freiheit im Iran weder in der Wiederherstellung der Monarchie noch in der Fortführung anderer autoritärer Strukturen liegt, sondern in der sozialen Selbstverwaltung und demokratischen Formen der Gesellschaftsorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;video width=&quot;300&quot;  height=&quot;600&quot; controls=&quot;controls&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;source src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/video_2026-03-10_15-32-24.mp4?_=2&quot; type=&quot;video/mp4&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/video&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus unserer Sicht kann die Befreiung des iranischen Volkes nicht das Ergebnis von Projekten sein, die von ausländischen Mächten aufgezwungen werden. Freiheit kann nur aus dem Kampf und dem Willen des Volkes selbst entstehen, und die Umwandlung sozialer Bewegungen in Instrumente staatlicher Rivalitäten wird letztendlich der Gesellschaft schaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gibt es noch etwas, das unsere Leser über die Situation im Iran wissen sollten, und gibt es Möglichkeiten, wie sie Unterstützung leisten können?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Menschen im Iran nicht nur passive Opfer dieses Krieges sind. Innerhalb der iranischen Gesellschaft gibt es viele soziale Bewegungen: Arbeiter, Frauen, Studenten, ethnische Gemeinschaften und anarchistische Aktivisten, die unter extrem schwierigen Bedingungen weiter Widerstand leisten und sich organisieren. Die iranische Gesellschaft ist komplex, multiethnisch und dynamisch, und der Kampf für Freiheit geht in vielen Formen weiter. Am wichtigsten ist die internationale Solidarität zwischen den Volksbewegungen, nicht die Unterstützung von staatlichen Projekten oder Alternativen, die von oben aufgezwungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leser außerhalb des Iran können eine wichtige Rolle spielen, indem sie unabhängige Stimmen verstärken und übersetzen, Solidaritätsveranstaltungen organisieren und dazu beitragen, &lt;a href=&quot;https://t.me/AnarchistFront_English&quot;&gt;soziale Kämpfe im Iran&lt;/a&gt; sichtbarer zu machen. Je mehr diese Stimmen gehört werden, desto schwieriger wird es, sie zum Schweigen zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wir sind hier. Wir organisieren uns weiter und leisten Widerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder Mullahs noch Schah!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau! – Leben! – Freiheit!&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Oberes Foto: „Wir wollen weder König noch (obersten) Führer; weder schlecht noch schlechter“&lt;strong&gt;. &lt;/strong&gt;&lt;a href=&quot;https://bsky.app/profile/radicalgraffiti.bsky.social/post3mdyvprmkms2y&quot;&gt;&lt;strong&gt;Radical Graffiti&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;. Andere Medien: &lt;a href=&quot;https://t.me/AnarchistFront_English&quot;&gt;Anarchist Front&lt;/a&gt; auf Telegram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2026/03/10/iranian-anarchists-we-continue-to-organise-and-resist/&quot;&gt;Iranian anarchists: “We continue to organise and resist”&lt;/a&gt; von Gabriel Fonten, 10. März 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 15 Mar 2026 10:25:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/14091-guid.html</guid>
    <category>aufstand</category>
<category>benjamin netanjahu</category>
<category>donald trump</category>
<category>iran</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Straßenfeste und Ölkrisen oder: Wie man sich vorbereitet</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14094-Strassenfeste-und-OElkrisen-oder-Wie-man-sich-vorbereitet.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Capitalism is a Death Cult</category>
            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
            <category>Flucht</category>
            <category>Fortbewegung</category>
            <category>Fortbewegung</category>
            <category>Freiräume</category>
            <category>Globalisierung und Ökologie</category>
            <category>Grundrechte</category>
            <category>Hintergrund</category>
            <category>International</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Kapitalistische Barbarei</category>
            <category>Klimakrise</category>
            <category>Klimawandel</category>
            <category>Konsumterror</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Profitmaximierung</category>
            <category>Saftladen</category>
            <category>Solidarität</category>
            <category>Soziales</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
            <category>Technik</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14094-Strassenfeste-und-OElkrisen-oder-Wie-man-sich-vorbereitet.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=14094</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=14094</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    Es ärgert mich, wenn abgedroschene Sprüche tatsächlich zutreffen. Deshalb ärgert es mich, dass ja, der beste Zeitpunkt, sich vorzubereiten, gestern war. Der nächstbeste Zeitpunkt, sich vorzubereiten, ist heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist Zeit, sich vorzubereiten. Oder, wenn du regelmäßig meine Beiträge liest, ist es Zeit, deine Vorbereitungen zu überprüfen und aufzufrischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um es klar zu sagen: Ich mache mir keine besonderen Sorgen um einen Atomkrieg. Nicht mehr als gestern. Ich bin fest davon überzeugt, dass man auf alles vorbereitet sein sollte, aber man muss Prioritäten setzen, und ein Atomkrieg sollte auf deiner Liste immer ziemlich weit unten stehen, denn er ist unwahrscheinlich, schwer vorzubereiten und selbst wenn du vorbereitet bist, schwer zu überleben. In sehr vielen Szenarien mit einem Atomkrieg werden du und alle, die du liebst, mehr oder weniger ohne Vorwarnung sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, du kannst dir Jodtabletten besorgen, um deine Schilddrüse zu schützen und das Risiko für eine bestimmte Krebsart zu senken (obwohl diese Tabletten für alle über 40 kontraindiziert sind). Du kannst dir überraschenderweise sogar ziemlich einfach einen &lt;a href=&quot;https://www.survivopedia.com/9-ways-to-diy-a-low-effort-cheap-bomb-shelter/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;selbstgebauten Atombunker&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; bauen, und vielleicht mache ich mir das eines Tages auch mal. Aber ein Atomkrieg kommt entweder oder eben nicht, und es ist durchaus möglich, dass er einfach das Leben auf der Erde auslöscht, also lohnt es sich ehrlich gesagt nicht, sich darüber große Sorgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, es ist die Ölkrise, die mir Sorgen bereitet, und sie wird Folgewirkungen haben. Ein Fünftel des weltweiten Öls fließt durch die Straße von Hormus im Persischen Golf, südlich des Iran. Als ich heute Morgen aufwachte, erfuhr ich, dass &lt;a href=&quot;https://www.usnews.com/news/world/articles/2026-03-11/trump-and-iran-signal-no-quick-end-to-war-as-tankers-burn-in-iraqi-waters&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Öltanker brannten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Das ist &lt;a href=&quot;https://www.nytimes.com/2026/03/12/world/middleeast/iran-war-oil-iea.html&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;die größte Störung der Ölversorgungskette&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in der Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt mir seltsam vor, mich auf die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Amerikaner zu konzentrieren, wenn ich einen Krieg beschreibe, der von einem verrückten Kriegstreiber wie Pete Hegseth geführt wird, &lt;a href=&quot;https://www.msn.com/en-us/news/other/observers-roast-pete-hegseth-s-latest-fake-workout-video/ar-AA1WRmeo&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;der mit falschen Gewichten trainiert, um muskulös zu wirken&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, und &lt;a href=&quot;https://www.nytimes.com/2026/03/12/us/politics/hegseth-iran-war.html&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Moral als Schwäche betrachtet&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Es ist ein extrem unmoralischer Krieg, der von zwei extrem unmoralischen Regimes geführt wird (gegen ein drittes Land, das von einem extrem unmoralischen Regime regiert wird, aber wie immer sind es die Menschen selbst, die darunter leiden). Aber ich kann nur über so viele Dinge auf einmal schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/oilcrisis1974.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/oilcrisis1974.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=797,width=781,top=329,left=897,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5116 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/oilcrisis1974.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt zwei Reiter vor einem Laden, die in Anzügen und mit Aktenkoffer auf Pferden sitzen. Dem Vorderen wird ein Dokument von einem dritten Mann überreicht, der in einen weißen Laborkittel gekleidet vor einem Laden mit der Aufschrift &amp;quot;G.F &amp;amp; D. Thomas&amp;quot; steht. &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ölkrise 1974: Titelseite der &#039;Foundation News&#039;&lt;br /&gt;
Quelle: Wellcome Library, London&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;In den 1970er Jahren gab es eine Reihe von Ölkrisen, die durch Spannungen in Westasien verursacht wurden. 1973 weigerten sich die meisten arabischen Länder, Öl an Länder (wie die USA) zu verkaufen, die Israel während des Jom-Kippur-Kriegs unterstützt hatten (sechs Jahre zuvor, im Sechstagekrieg, hatte Israel den Westjordanland und den Gazastreifen von Nachbarländern gestohlen, und 1973 versuchten verschiedene Länder vergeblich, diesen Landraub zu stoppen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Embargo vervierfachte die Ölpreise im Westen, was zu Energie-Rationierungen und einem Börsencrash führte, der die US-Wirtschaft und damit die Weltgeschichte neu prägte. Die Revolution im Iran 1979 führte zu einer Verdopplung der Ölpreise und einer zweiten Ölkrise. Während dieser Krisen bildeten sich kilometerlange Schlangen vor den Tankstellen, wobei sich die Leute um die Zapfsäulen prügelten und sich gegenseitig aus den Autos bestahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benzinpreise sind bereits um etwa fünfzig Cent gestiegen und &lt;a href=&quot;https://www.mpamag.com/us/mortgage-industry/industry-trends/economist-oil-crisis-could-hit-consumers-hard-as-energy-giant-warns-of-catastrophic-consequences/568008&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;könnten bis nächste Woche 4 Dollar erreichen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Die Wirtschaft steckte bereits in Schwierigkeiten, da die &lt;a href=&quot;https://www.npr.org/2026/03/06/nx-s1-5737603/jobs-labor-market-economy&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;USA im letzten Monat 92.000 Arbeitsplätze verloren haben&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Es hätte also zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, der aktuelle Krieg gegen den Iran könnte (oder auch nicht) zu viel größeren Problemen führen als „Benzin ist 50 Cent teurer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Benzinpreis wirkt sich auf die Preise für alles aus. Die Sachen, die wir im Laden kaufen, wurden mit Lkws dorthin transportiert, die Benzin verbrauchen. Dünger wird aus Petrochemikalien hergestellt (ob das nun richtig ist oder nicht) und die Produktion von Lebensmitteln wird teurer werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stecken natürlich schon in einer Wirtschaftskrise. Und diese Krise wird sich noch verschärfen. Wenn die aktuelle Energiekrise nur von kurzer Dauer ist, werden Einzelhändler und Großhändler die Kosten tragen. Aber wenn sie einen Monat oder länger andauert (nach dem, was ich gelesen habe), dann werden die Kosten die Kunden erreichen, die ohnehin schon Schwierigkeiten hatten, das Nötigste zu bezahlen. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass die USA in der Lage sind, einen Krieg innerhalb eines Monats zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: Vorsorge. Wie bereitet man sich auf eine Ölkrise vor? Nun, mehr oder weniger so, wie man sich auf alles vorbereitet: Stärke deine Fähigkeit, kurz- und mittelfristige Störungen in der Lieferkette zu überstehen, indem du zu Hause Vorräte für ein paar Tage oder Wochen vorrätig hast. Lebensmittel, Wasser, Medikamente. Notstromversorgung. Halte zusätzliche haltbare Lebensmittel vorrätig, indem du jedes Mal, wenn du einkaufen gehst, etwas mehr kaufst, als du verbrauchst. Erweitere deine Vorratskammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man &lt;em&gt;kann&lt;/em&gt; Benzin lagern, aber das ist kompliziert. Ich persönlich habe das nur eine kurze Zeit lang gemacht, weil die Pflege mühsam ist. Da Benzin nicht lange haltbar ist, musst du deine Vorräte etwa alle 3 Monate austauschen (etwas länger, wenn du ethanolfreies Benzin bekommst, und noch etwas länger als &lt;em&gt;das&lt;/em&gt;, wenn du dir die Mühe machst, Additive hinzuzufügen). Wenn du Benzin lagern willst, besorg dir hochwertige Benzinkanister, füll sie auf und beschrifte sie mit dem Datum. Lagere sie zwei Monate lang und füll das Benzin dann in dein Fahrzeug und füll die Kanister wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich persönlich mache mir diese Mühe nur, wenn Grund zur Annahme besteht, dass es zu Engpässen kommen könnte. So wie, na ja, gerade jetzt. Ich glaube, ich gehe heute mal tanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im Allgemeinen solltest du dein Auto einfach öfter volltanken. Mach es dir zur Regel, nicht mit weniger als einem halben Tank zu Hause zu parken. Letztendlich kostet es genauso viel, den Tank immer voll zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du darüber nachgedacht hast, dir ein Elektroauto zuzulegen, ist jetzt vielleicht kein schlechter Zeitpunkt dafür. Es ist schwer zu sagen, wie sich eine Energiekrise auf die Stromkosten auswirken wird, aber sie wird wahrscheinlich nicht so schnell oder dramatisch zuschlagen wie der Benzinpreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das Wichtigste, was du tun kannst, um dich auf eine Energiekrise vorzubereiten, ist derselbe Schritt, der bei der Vorsorge immer der wichtigste ist: baue eine Gemeinschaft auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ohnehin etwas, was immer mehr Menschen aufgrund der ICE-Krise tun, in der bewaffnete Banden durch unsere Straßen ziehen und Menschen entführen. Überall im Land werden Schnellreaktionsnetzwerke aufgebaut, und ehrlich gesagt kann ich mir kein besseres Netzwerk vorstellen, in das man sich für &lt;em&gt;jede&lt;/em&gt; Krise einbinden könnte, als Nachbarn, die sich um andere Nachbarn sorgen und bereit sind, für sie zu kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art und Weise, wie ich gesehen habe, wie Menschen hyperlokale Gemeinschaften aufbauen, ist ein zweigleisiger Ansatz. Ein Ansatz besteht darin, sich mit den Menschen in deiner Nachbarschaft zusammenzutun, mit denen du die größte ideologische oder subkulturelle Affinität hast. Punk-Treffen, Anarchisten-Treffen oder, ich schätze, Transgender-Furry-Treffen (was auch immer ihr Zoomers so macht). Versucht, euch regelmäßig zu treffen – zum Abendessen, zu Potlucks, zum Gleitgel-Wrestling oder was auch immer euch so gefällt. Schafft dafür einen Kommunikationskreislauf. Diese Gruppe von Menschen lässt sich leichter organisieren, weil ihr von einem ähnlichen Standpunkt aus startet. Aber das reicht nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Ansatz besteht darin, sich mit all euren Nachbarn zu organisieren, die bereit sind, eine grundlegende Grundidee zu teilen, wie zum Beispiel: „Wir sollten nicht zulassen, dass bewaffnete Banden unsere Nachbarn entführen.“ Das ist eine ziemlich weit verbreitete Einstellung, und ihr werdet wahrscheinlich Leute finden, die dem zustimmen. Du kannst dazu aufrufen, ein Schnellreaktionsnetzwerk aufzubauen, aber du kannst auch zu einem Grillfest oder einer Straßenparty einladen. Ich habe den Verdacht, dass die Straßenparty die wichtigste soziale Struktur der Revolution sein wird. Dein Ziel mit deinen Nachbarn ist vielleicht nicht, sich sofort zu organisieren, sondern einfach, sich gegenseitig in eurem Leben wahrzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe schon einiges zum Thema Vorsorge geschrieben, falls du neugierig bist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/lets-make-2024-the-year-of-preparedness&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Eine Einführung in die Konzepte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/how-to-live-like-the-world-is-ending&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Wie man lebt, als würde die Welt untergehen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/why-were-prepared&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Warum wir vorbereitet sind&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/its-time-to-build-resilient-communities&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Aufbau widerstandsfähiger Gemeinschaften&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/get-yourself-a-go-bag&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Notrucksäcke&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://margaretkilljoy.substack.com/p/the-year-of-preparedness-storing-613&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Lebensmittelvorräte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/the-year-of-preparedness-storing&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Wasservorräte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/the-prepared-home&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Vorsorge für zu Hause&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/block-parties-and-oil-crises&quot;&gt;Block Parties and Oil Crises or: how to get ready&lt;/a&gt;, 12. März 2026 von Margaret Killjoy.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 14 Mar 2026 18:11:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/14094-guid.html</guid>
    <category>atomkrieg</category>
<category>gazastreifen</category>
<category>ice</category>
<category>iran</category>
<category>israel</category>
<category>lebensmittel</category>
<category>medikamente</category>
<category>notstromversorgung</category>
<category>ölkrise</category>
<category>pete hegseth donald trump</category>
<category>schnellreaktionsnetzwerk</category>
<category>sechstagekrieg</category>
<category>straße von hormus</category>
<category>wasser</category>
<category>westjordanland</category>
<category>wirtschaftskrise</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Iranische Anarchisten: Der Aufstand ist „echte Selbstorganisation durch einfache Menschen“</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14093-Iranische-Anarchisten-Der-Aufstand-ist-echte-Selbstorganisation-durch-einfache-Menschen.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antifa</category>
            <category>Antifeminismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Debatte</category>
            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
            <category>Feminismus</category>
            <category>Feminismus</category>
            <category>Frauenkampf</category>
            <category>Grundrechte</category>
            <category>International</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Knast</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Misogynie</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Politische und gewerkschaftliche Arbeit</category>
            <category>Polizei</category>
            <category>Polizeigewalt</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
            <category>Solidarität</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
            <category>Todesstrafe</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14093-Iranische-Anarchisten-Der-Aufstand-ist-echte-Selbstorganisation-durch-einfache-Menschen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=14093</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=14093</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Interview mit Mitgliedern der Anarchist Front, &lt;a href=&quot;https://anarchistfront.noblogs.org/%D9%BE%DB%8C%D9%88%D9%86%D8%AF%D9%87%D8%A7/&quot;&gt;einem Kollektiv, das Informationen&lt;/a&gt; über Ereignisse im Iran, in Afghanistan und Tadschikistan verbreitet&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Clipboard_01-03-2026_015.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Clipboard_01-03-2026_015.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=445,width=617,top=505,left=979,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5114 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Clipboard_01-03-2026_015.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Vermummte bei den Riots&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Screenshot: freedomnews&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Aufstand im Iran &lt;a href=&quot;https://www.anarshism.com/fa/iran-protest-7th-day-report/&quot;&gt;dauert nun schon über eine Woche an&lt;/a&gt;. Es ist nicht nur ein wirtschaftlicher Protest, sondern auch eine praktische Revolte gegen die gesamte Logik der Staatsmacht. Die Menschen haben die Kontrolle über die Straßen gestört, die Symbole der Unterdrückung zerstört und sich den Kugeln entgegen gestellt. Das ist genau Anarchie in Aktion: Lähmung der Regierungsmaschinerie von unten, ohne dass eine sofortige Ablösung durch eine neue Macht nötig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Regime reagierte mit direkten Schüssen, Razzien in Krankenhäusern und Massenverhaftungen, doch die Niederschlagung ist bisher gescheitert. Sporadische und flexible Taktiken (Autos anzünden, Kameras zerstören und Einsatzwege blockieren) haben die Macht vom Zentrum an den Rand verlagert und Raum für echte Selbstverwaltung geschaffen: Massenspenden, Verteidigung von Krankenhäusern und direkte Informationsverbreitung ohne Zwischenhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mehr zu erfahren, haben wir einige Fragen an die Anarchist Front geschickt, &lt;a href=&quot;https://anarchistfront.noblogs.org/%D9%BE%DB%8C%D9%88%D9%86%D8%AF%D9%87%D8%A7/&quot;&gt;ein Kollektiv, das Informationen&lt;/a&gt; über Ereignisse im Iran, in Afghanistan und Tadschikistan verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wie groß ist die Unterstützung für die Streiks in der Bevölkerung?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterstützung für radikale Streiks und Proteste im Iran ist extrem weit verbreitet. Von den zweiunddreißig Provinzen des Iran haben nur zwei oder drei nicht an diesen Streiks und Protesten teilgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wie würdest du den aktuellen Generalstreik im Iran charakterisieren? Was hat den Streik ausgelöst?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2026-01-02_19-00-06-2.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/photo_2026-01-02_19-00-06-2.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1025,width=783,top=215,left=896,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5112 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2026-01-02_19-00-06-2.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt eine abendliche Situation mit Menschen, die auf der Straße sitzen oder knien, ihnen gegenüber Sicherheitskräfte auf Motorrädern&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Sitzblockade vs. Motorradbullen&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Derzeit finden Streiks und Proteste gleichzeitig statt, und die Situation eskaliert rasch. Was als friedliche Schließung des Großen Basars von Teheran durch Ladenbesitzer begann, wurde gewalttätig, nachdem Sicherheitskräfte eingriffen. Von dort aus breiteten sich die Proteste schnell auf Städte im ganzen Land aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum dieser Unruhen stehen unerträglicher wirtschaftlicher Druck und eine galoppierende Inflation, die das tägliche Leben für große Teile der Gesellschaft unmöglich gemacht haben. Die ersten Streiks entstanden unter Handyverkäufern, ausgelöst durch das Chaos schwankender Wechselkurse und die explodierenden Kosten für importierte Waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Proteste sind vollkommen spontan und selbstorganisiert. Es gibt keine Führung, keine politische Fraktion, die sie lenkt, und kein zentrales Kommando, das Befehle erteilt. Das ist Wut, die direkt von der Basis kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig versucht der Sohn des ehemaligen iranischen Königs erneut, aus der Situation Kapital zu schlagen. Wann immer im Iran Proteste ausbrechen, beeilt er sich, sie als seine eigenen zu beanspruchen. Zwar hat er einige Anhänger im Land, doch der Großteil seiner Anhängerschaft lebt im Ausland. Abgesehen von den Royalisten haben Jahrzehnte der Unterdrückung durch die Islamische Republik die Möglichkeit, dass andere organisierte Oppositionskräfte im Land entstehen, praktisch zunichte gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wie werden die Proteste organisiert und welche Gruppen versuchen, davon zu profitieren?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Welle begann mit der Schließung von Märkten als Reaktion auf den katastrophalen Zusammenbruch des Rial, extreme Inflation, steigende Steuern und die völlige Unfähigkeit des Regimes, die Wirtschaftskrise zu bewältigen. Sie verwandelte sich rasch in aufgestaute Wut gegen die gesamte Machtstruktur. Slogans wie &lt;em&gt;„Tod für Khamenei“&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;„Basij, Sepah, ISIS – ihr seid alle gleich“&lt;/em&gt; spiegeln die Tiefe dieser Wut wider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentlichen Ursachen sind der totale wirtschaftliche Zusammenbruch des Regimes, der auf systemische Korruption, massive Militärausgaben und ausländische Sanktionen zurückzuführen ist. Sanktionen sind jedoch lediglich ein Vorwand, den das Regime nutzt, um Unterdrückung zu rechtfertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;video width=&quot;640&quot; height=&quot;345&quot; controls=&quot;controls&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;source src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/video_2026-01-03_18-52-56.mp4?_=1&quot; type=&quot;video/mp4&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/video&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naziabad&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation ist weitgehend horizontal und dezentral: über soziale Netzwerke, lokale Aufrufe von Basarhändlern und die organische Ausbreitung der Wut auf der Straße – ohne zentralen Anführer oder leitende Partei. Genau darin liegt ihre Stärke: echte Selbstorganisation von einfachen Menschen gegen die Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau hier liegt die Gefahr. Exilierte Oppositionsgruppen – insbesondere Royalisten, die mit Reza Pahlavi verbündet sind – sind auf den Plan getreten und versuchen, diesen Volksaufstand zu kapern. Durch Aufrufe aus dem Ausland streuen sie Slogans wie &lt;em&gt;„Lang lebe der Schah“&lt;/em&gt; ein, um die Proteste in Richtung der Wiederherstellung einer weiteren Erbmonarchie zu lenken – einer, die früher das Volk durch die SAVAK und blutige Unterdrückung zermalmte und nun versucht, die Macht durch diplomatisches Lächeln und leere Versprechungen zurückzugewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Gruppen unterstützen auch Anarchisten, Teile der Kommunisten, Teile der Liberalen und Republikaner diese Bewegung und hoffen, vom Sturz der Islamischen Republik zu profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen versuchen Teile der Islamischen Republik selbst, diesen Aufstand als interne reformistische Bewegung darzustellen, um das Regime in abgewandelter Form zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Könntet ihr euch als Kollektiv vorstellen: Woher kommt ihr, was ist euer Ziel, wie seid ihr organisiert?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Clipboard_01-03-2026_011.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Clipboard_01-03-2026_011.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=642,width=831,top=406.5,left=872,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5115 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Clipboard_01-03-2026_011.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Menschen an einer Straße reißen einen Fahnenmast mit der iranischen Fahne um.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die iranische Fahne wird herunter geholt.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Anarchistische Front&lt;a href=&quot;https://t.me/AnarchistFront_English/266&quot;&gt; ist die neueste Form eines Weges&lt;/a&gt;, der 2009 begann – ein Weg, der von vielen Höhen und Tiefen geprägt war, von &lt;em&gt;The Voice of Anarchism&lt;/em&gt; bis zur &lt;em&gt;Federation of the Era of Anarchism&lt;/em&gt;. Heute, mit einer erneuerten Struktur, die erfahrene Genoss*innen und neue Kräfte zusammenbringt, legen wir erneut den Schwerpunkt auf Selbstorganisation und radikalen Kampf – sowohl bei der Schärfung des politischen Bewusstseins als auch bei der aktiven Förderung und Unterstützung von Kämpfen vor Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anarchist Front gründet auf den Prinzipien der Solidarität, des Antiautoritarismus und des unerbittlichen Widerstands gegen alle Formen der Herrschaft. Wir wollen die bestehende Ordnung nicht reformieren; wir wollen sie zerstören – damit keine Macht, keine Klasse und keine Grenzen mehr bestehen. Unser Kampf wurzelt in den historischen Protesten und dem Widerstand der Menschen im Iran und in Afghanistan, bleibt aber gleichzeitig tief mit der globalen anarchistischen Bewegung verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während unser Hauptaugenmerk auf dem Iran und Afghanistan liegt, reicht unser Horizont weit über Grenzen hinaus. Wir streben nach einer Welt, in der Freiheit, Gleichheit, Solidarität und echte gegenseitige Hilfe verwirklicht werden – ohne jegliche Form von Herrschaft oder Ausbeutung. Für uns ist Anarchismus nicht nur eine Theorie; er ist eine Lebensweise, eine Handlungsweise und der Prozess des Aufbaus einer Welt, die frei von Macht, Unterdrückung und Lügen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Ein Großteil eurer Berichterstattung konzentriert sich auf Gewalt gegen Frauen. Seht ihr das als Teil des aktuellen Streiks?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind Frauen, Studierende und Jugendliche aktiv auf den Straßen präsent. Sie bildeten den sozialen Kern der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“. Daher ja – die aktuellen Streiks stehen im Einklang mit den Forderungen der Mahsa-Bewegung und mit den Kämpfen für Frauenrechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir glauben, dass diese Bewegung, während sie den Geist von „Frau, Leben, Freiheit“ bewahrt, auch eine Gelegenheit für passivere und konservativere Teile der Gesellschaft geschaffen hat, sich dem kollektiven Kampf gegen die Islamische Republik anzuschließen und sich mit anderen zu vereinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;video width=&quot;464&quot; height=&quot;848&quot; controls=&quot;controls&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;source src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/video_2026-01-03_18-45-51.mp4?_=2&quot; type=&quot;video/mp4&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/video&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trauerzug für den Demonstranten Ismail Qureshindi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Hauptanliegen – abgesehen von der Konfrontation mit der kriminellen Islamischen Republik, die erst letzte Nacht mehr als sieben Menschen in unserer Region getötet hat – ist die Konfrontation mit royalistischen Strömungen, die die Bewegung unterwandert haben und die Situation ausnutzen. Ihre frauenfeindlichen Tendenzen sind sowohl in ihrem Diskurs als auch in ihrer politischen Praxis deutlich sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wie ist die Lage des Anarchismus im Iran und in Afghanistan, und vor welchen Herausforderungen stehen Aktivist*innen?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drohungen, Vorladungen, Schläge, Morddrohungen, Inhaftierungen und sexuelle Gewalt sind Realitäten, mit denen Anarchist*innen in den letzten zwei Jahren und schon davor konfrontiert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein in den letzten fünf Monaten wurden zwei unserer Genoss*innen verhaftet und vier weitere vorgeladen. Die Bedingungen im Iran sind für uns extrem gefährlich. Derzeit sitzt einer unserer direkten Genoss*innen von der Anarchistischen Front, Afshin Heyratian, im Evin-Gefängnis ein. Andere anarchistische Genoss*innen sind in Gefängnissen in der Provinz Yazd inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hoffen, dass wir durch den Kampf unsere Genoss*innen befreien und sichere Bedingungen für uns schaffen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Siehst du die Gefahr einer ausländischen Intervention im Iran? Was wäre das Ergebnis?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2026-01-02_19-00-17.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/photo_2026-01-02_19-00-17.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1039,width=821,top=208,left=877,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5111 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2026-01-02_19-00-17.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Zwei Personen knien sich auf der Straße gegenüber und zeigen das Victory Zeichen&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wir werden siegen!&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wie bereits erwähnt, sind Royalisten und Anhänger von Reza Pahlavi stark von westlichen Mächten abhängig. Zusammen mit anderen Teilen der Opposition haben sie Bedingungen geschaffen, unter denen westliche Regierungen – unter dem Deckmantel, dem iranischen Volk zu helfen – offen über Militärschläge oder eine mediale Intervention im Iran diskutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trump und Netanjahu haben dem Iran wiederholt mit militärischen Maßnahmen gedroht, besonders in Zeiten aktiver Proteste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir nutzen diese Gelegenheit, um unsere absolute und bedingungslose Ablehnung jeglicher militärischer Besetzung oder ausländischer Intervention westlicher Staaten im Iran zu bekräftigen – auf jeder Ebene und in jeder Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wie wir während des zwölftägigen Iran-Israel-Konflikts in den Bereichen Berichterstattung, gegenseitige Hilfe und Widerstand im Iran präsent waren, betonen wir: Sollte es zu einer ausländischen Intervention kommen, haben wir sowohl den Willen als auch die Bereitschaft, uns ihr entgegenzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind eine lokale Kraft, bestehend aus horizontalen und vielfältigen Netzwerken anarchistischer Aktivist*innen, die sich zuvor im Rahmen der „Federation of the Era of Anarchism“ organisiert haben. Wir sind in erster Linie keine militaristische Gruppe. Je nach den zukünftigen Entwicklungen können wir jedoch neue Positionen einnehmen und uns entsprechend vorbereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen die iranische Gesellschaft insgesamt nicht als begierig auf eine ausländische Intervention an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Und schließlich: Wie können Menschen im Ausland über die Ereignisse im Iran und in Afghanistan auf dem Laufenden bleiben?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2026-01-01_21-54-10.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/photo_2026-01-01_21-54-10.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1039,width=1039,top=208,left=768,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5110 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2026-01-01_21-54-10.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Zwei Vermummte halten das Logo der Anarchist Front, dadrüber der Text &amp;quot;Anarchist News&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;SharePic der Anarchist Front &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wir bieten Echtzeit-Berichterstattung und Organisation &lt;a href=&quot;http://t.me/AnarchistFront&quot;&gt;auf Persisch&lt;/a&gt;. Unsere Reporter stehen in direktem Kontakt und sind physisch in den großen iranischen Städten präsent. Am Ende jedes Tages veröffentlicht die Nachrichten- und Journalismusplattform der Anarchistischen Front einen umfassenden Tagesbericht auf Persisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem veröffentlichen wir tägliche Nachrichten auf Italienisch, Spanisch (Argentinien), Arabisch, &lt;a href=&quot;http://t.me/AnarchistFront_English&quot;&gt;Englisch&lt;/a&gt; und gelegentlich auf Deutsch und Schwedisch. Es gibt auch eine Plattform für Genoss*innen aus nicht-persischsprachigen Ländern, einschließlich einer internationalen Koordinierungsgruppe. Wir erhalten Berichte aus aller Welt und agieren als anarchistische politische Kraft, die während andauernder Krisen Solidarität und Unterstützung bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Afghanistan und Tadschikistan betrifft: Unsere Genoss*innen sind in Afghanistan vor Ort, und wir haben auch Genoss*innen in Tadschikistan. Ähnlich wie im Iran betreiben wir in diesen Regionen sowohl Nachrichtenarbeit als auch praktische Aktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere letzte Forderung ist das anhaltende Bewusstsein freier Menschen aller Richtungen auf der ganzen Welt. Wir bitten sie, den Blick nicht von den konkreten Bedingungen im Nahen Osten und in Nordafrika – insbesondere im Iran und in Afghanistan – abzuwenden und sich gegen Falschinformationen, irreführende Darstellungen und große Erzählungen zu wehren, die die Gesellschaft, ihre Dynamik und ihre Forderungen aus der politischen Analyse ausblenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir rufen außerdem zu Solidarität und gegenseitiger Zusammenarbeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2026/01/05/iran-general-strike-genuine-self-organisation-by-ordinary-people/&quot;&gt;&quot;Iranian anarchists: Uprising is “genuine self-organisation by ordinary people”Iranian anarchists: Uprising is “genuine self-organisation by ordinary people”&quot;&lt;/a&gt; von Gabriel Fonten, 05. Januar 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert] 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 13 Mar 2026 12:44:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/14093-guid.html</guid>
    <category>aufstand</category>
<category>benjamin netanjahu</category>
<category>donald trump</category>
<category>iran</category>
<category>ismail qureshindi</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Eine Kritik der Strategie der Massenmobilisierung</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14047-Eine-Kritik-der-Strategie-der-Massenmobilisierung.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Debatte</category>
            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
            <category>Frauenkampf</category>
            <category>Grundrechte</category>
            <category>International</category>
            <category>Kritik und Selbstkritik</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Polizei</category>
            <category>Polizeigewalt</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
            <category>Solidarität</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
            <category>Theorie</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14047-Eine-Kritik-der-Strategie-der-Massenmobilisierung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=14047</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=14047</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2455561_255.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2455561_255.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=691,width=1215,top=742,left=1320,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5071 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2455561_255.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt Menschenmassen auf einer Straße, im mittleren Hintergrund eine brennende Barrikade&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Szene während der Proteste&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.asriran.com/fa/news/1137494/%D9%81%D8%A7%D8%B1%D8%B3-%D9%81%D9%87%D8%B1%D8%B3%D8%AA-%D8%AC%D8%A7%D9%86%E2%80%8C%D8%A8%D8%A7%D8%AE%D8%AA%DA%AF%D8%A7%D9%86-%D9%86%D8%A7%D8%A2%D8%B1%D8%A7%D9%85%DB%8C%E2%80%8C%D9%87%D8%A7%DB%8C-%D8%AF%DB%8C%E2%80%8C%D9%85%D8%A7%D9%87-%D8%AF%D9%82%DB%8C%D9%82%E2%80%8C%D8%AA%D8%B1-%D9%85%DB%8C-%D8%B4%D9%88%D8%AF&quot;&gt;Ersha Iran&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;In der Literatur zu sozialen Bewegungen geht es bei der Strategie der Massenmobilisierung um eine Reihe von Strategien, die auf riesigen Versammlungen, massiver physischer Präsenz und symbolisch-materiellem Druck der Bevölkerung basieren, um die politische Ordnung zu knacken. Bei dieser Strategie wird die Ansammlung von Menschen mit der Ansammlung von Macht gleichgesetzt, und man geht davon aus, dass die Unterdrückungskräfte angesichts einer sehr großen Menschenmenge machtlos oder zögerlich werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Annahmen werden aber mittlerweile stark kritisiert. Es ist klar, dass eine große Menschenmenge eine symbolische Funktion haben kann, um die Moral der Demonstranten zu stärken, aber eine große Menschenmenge bedeutet nicht automatisch mehr Macht. Politische Macht braucht eine effektive und flexible Organisation und Struktur, Taktiken und Strategien; eine große Menschenmenge lässt sich nicht so einfach lenken, und die Umstände können unerwartete und unkontrollierbare Auswirkungen auf sie haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Taktik mit minimaler Ordnung funktioniert und sich auf die Anzahl der Menschen sowie kollektive Emotionen und Gedanken stützt, können selbst kleine Störungen (informativ, kommunikativ, physisch-psychologisch usw.) einen Dominoeffekt auslösen, den Zusammenhalt zerstören und letztendlich zum Scheitern der gesamten Taktik führen. Andererseits teilen viele Menschen kein klares gemeinsames Ziel, keine einheitliche Vorstellung vom nächsten Schritt und keine gleiche Risikobereitschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Krisenzeiten führt diese Heterogenität zu Verwirrung und Uneinigkeit. Aus strategischer Sicht muss eine effektive Kraft in der Lage sein, rechtzeitig die Richtung zu ändern, anzuhalten, voranzukommen und sich zurückzuziehen. Eine Massenbewegung ist jedoch in unterschiedlichem Maße zustimmungsabhängig, die Entscheidungsfindung verläuft langsam, emotionale Reaktionen werden verstärkt, sodass diese Strategie nur eine geringe Flexibilität aufweist und nur einmal angewendet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen setzt diese Strategie auf einen Höhepunkt und geht davon aus, dass sich alles ändern wird, wenn die Straßen einmal voll sind. Da diese Strategie jedoch an einen bestimmten Zeitrahmen gebunden ist, kann sie nicht unbegrenzt wiederholt werden (ihr Schockeffekt nimmt mit jeder Wiederholung ab) und sie verträgt keinen Stress, da die Mobilisierung der Menschen jedes Mal schwieriger wird als zuvor und sie schnell nachlässt, wenn sie verschoben oder gestoppt wird. In der Praxis kommt es, wenn dieser Höhepunkt nicht eintritt, zu einer starken psychologischen Erosion und zu physischen menschlichen Kosten, denn die Kosten für die Niederschlagung einer Massenmobilisierungstaktik sind viel höher als die Kosten für das Scheitern kleinerer Proteste und können zur Erschöpfung der Fähigkeit zum kollektiven Handeln führen. All dies, während die derzeitigen Regierungen bereit sind, diesen bestimmten Moment zu kontrollieren, basierend auf den Erfahrungen mit Revolutionen und klassischen Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere falsche Annahme in Bezug auf den Höhepunkt ist, dass die Kräfte der Unterdrückung angesichts einer großen Menschenmenge den Willen der Mehrheit verstehen und sich den Reihen des Volkes anschließen werden. Aber die Kräfte der Unterdrückung, insbesondere in unserem Land Iran, wo jetzt alles klar und transparent ist, sind sich des Willens der Mehrheit des Volkes voll bewusst und müssen ihn nicht offen auf den Straßen sehen, um daran zu glauben. Unser Volk kann diesen gierigen und inkompetenten Militärs, denen es an den grundlegenden menschlichen Werten des Denkens und Fühlens mangelt, nichts versprechen, was über ihre aktuellen Interessen hinausgeht. Deshalb werden sie auf keinen Fall zu dem Schluss kommen, dass es in ihrem besten Interesse ist, sich mit dem Volk zusammenzuschließen. Die meisten von ihnen haben auch das Blut der Menschen an ihren Händen und sehen für sich selbst keinen Weg zurück. Tatsächlich sind die Militärs selbst der Hauptfeind unseres Volkes, und wir müssen planen, organisieren und daran arbeiten, sie zu besiegen. Wir können das Militär nicht bitten, dabei zu helfen, Politiker zu stürzen, weil die Militärklasse selbst, wie eine Mafia-Sicherheitsbande, die gesamte politische und wirtschaftliche Macht innehat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte auch beachtet werden, dass die Konzentration der Bevölkerung das Risiko von menschlichen Opfern erhöht, besonders wenn wir es mit einer Regierung zu tun haben, die keine Skrupel hat, Massenmord zu begehen. Unter solchen Umständen bedeutet die Einladung von einer Million Menschen zu einer Massenprotestaktion, Entscheidungen über das Leben und die Sicherheit einer großen Anzahl von Menschen zu treffen, ohne die Folgen vollständig kontrollieren zu können. Bei dieser Strategie werden Individuen auf eine Masse von Menschen und eine Zahl reduziert. Aus dieser Perspektive kann die Strategie der Massenmobilisierung als gleichwertig mit der veralteten und unmoralischen Kriegsstrategie der „menschlichen Welle” angesehen werden, bei der Menschenleben als Werkzeug benutzt werden, indem sie entwertet werden. Es ist erwähnenswert, dass die freiwillige und enthusiastische Beteiligung von Einzelpersonen an der Umsetzung dieser Strategie ihre moralische Belastung nicht verringert, da im Iran-Irak-Krieg das iranische Volk offenbar bereitwillig in den Krieg gezogen ist, aber heute werden die Handlungen der Befehlshaber dieses Krieges verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.anarshism.com/critique-mass-mobilization-strategy/&quot;&gt;A Critique of the Mass Mobilization Strategy&lt;/a&gt;, 23. Januar 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkungen: Dieser Beitrag ist ein Repost einer Übersetzung eines persischsprachigen Tweets von Daikatuo. Diese Kritik wird von post-linken Anarchisten auf der Grundlage ihrer Erfahrungen in anderen sozialen Bewegungen geäußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten, mit Dank an &lt;a href=&quot;https://anarchism.space/@gorekhaa/115997517488309270&quot;&gt;G.R.K.&lt;/a&gt; für die Information.&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: left;&quot;&gt;Persisches Original:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: #0f1419; font-family: Vazirmatn, Tahoma, Arial, sans-serif; font-size: 17px; white-space-collapse: preserve;&quot;&gt;از دایرکت، از ایران. «نقد استراتژی میدان میلیونی در ادبیات جنبش‌های اجتماعی، استراتژی میدان میلیونی اصطلاحا به خانواده‌ای از راهبردها اطلاق می‌شود که بر تجمع عظیم، حضور فیزیکی انبوه و فشار نمادین-مادی جمعیت برای فروپاشی نظم سیاسی متکی‌اند. در این استراتژی انباشت جمعیت معادل انباشت قدرت دانسته می‌شود و گمان بر این است که نیروی سرکوب در برابر توده‌ی بسیار بزرگ مردم ناتوان یا مردد می‌شود. اما امروزه این پیش‌فرض‌ها محل نقدهای جدی هستند. قابل انکار نیست که انبوه جمعیت می‌تواند کارکردی نمادین در افزایش روحیه‌ی معترضان داشته باشد، اما جمعیت زیاد لزوما به قدرت بیشتر منجر نمی‌شود. قدرت سیاسی نیازمند سازمان و ساختار، تاکتیک و استراتژی‌پردازی مؤثر و منعطف است؛ در حالی که با جمعیتِ زیاد نمی‌توان مانور داد و شرایط محیطی می‌توانند تأثيرات غیرمنتظره و غیرقابل کنترلی روی جمعیت داشته باشد. از آنجا که این تاکتیک با نظم حداقلی و با تکیه بر عدد افراد و احساسات و افکار جمعی کار می‌کند، حتی اختلال‌های کوچک (اطلاعاتی، ارتباطی، جسمی-روانی،...) می‌توانند اثر آبشاری ایجاد کنند، انسجام را بشکنند و در نهایت کل تاکتیک را از کار بیاندازند. و از طرف دیگر، تعدادِ زیادِ افراد غالبا هدف مشترک دقیق، تصور یکسان از حرکت بعدی و سطح ریسک‌پذیری یکسان ندارند و در لحظه‌ی بحران، این ناهمگنی به سردرگمی و واگرایی منجر می‌شود. از منظر استراتژیک، یک نیروی مؤثر باید بتواند جهت عوض کند، متوقف شود و به موقع پیشروی و عقب‌نشینی کند. اما جمعیت میلیونی فرمان‌پذیری ناهمگن دارد، انتقال تصمیم در آن کند است، واکنش‌های احساسی در آن تقویت می‌شود و در نتیجه، این راهبرد انعطاف‌پذیری پایینی دارد و بیشتر یک‌بارمصرف است. اساسا این راهبرد روی یک لحظه‌ی اوج حساب می‌کند و گمان می‌کند اگر یک‌بار خیابان پر شود، همه‌چیز تغییر می‌کند، اما از آنجا که این استراتژی به یک بازه‌ی زمانی خاص وابسته است، قابل تکرار نامحدود نیست (اثر شوک آن با تکرار کاهش می‌یابد) و تحمل کش‌دار شدن را ندارد چرا که هربار بسیج مردم سخت‌تر از قبل می‌شود، در صورت تعویق یا توقف، به سرعت افول می‌کند. در عمل اگر آن لحظه‌ی اوج به نتیجه نرسد، فرسایش روانی و آسیب جانی شدیدی ایجاد می‌شود چرا که هزینه‌ی شکست یک میدان میلیونی، از شکست اعتراضات کوچک‌تر بسیار بیشتر است و می‌تواند به تخلیه‌ی توان کنش جمعی منجر شود. و تمام این‌ها در حالی است که حکومت‌های امروزی بنابر تجربه‌ی انقلاب‌ها و جنبش‌های کلاسیک برای کنترل آن لحظه‌ی خاص آماده شده‌اند. پیش‌فرض نادرست دیگر در رابطه با لحظه‌ی اوج این است که گمان می‌شود نیروهای سرکوب در مواجهه با انبوه جمعیت متوجه خواست اکثریت شده و به صفوف مردم می‌پیوندند. اما نیروهای سرکوب، خصوصا در کشور ما که دیگر همه‌چیز در آن واضح و شفاف است، کاملا بر خواست اکثریت مردم واقف هستند و لازم نیست آن را علنا در خیابان ببینند تا باور کنند. مردم ما نمی‌توانند به این نظامیان مفت‌خور و بی‌کفایت که از حداقل‌های انسانی اندیشه و احساس بی‌بهره‌اند، وعده‌ای بدهند که از منافع فعلیشان پیشی بگیرد. بنابراین تحت هیچ شرایطی به این نتیجه‌گیری نخواهند رسید که همراهی با مردم، به نفع آن‌ها خواهد بود. اغلب آن‌ها نیز دستشان به خون مردم آلوده است و راه برگشتی برای خود نمی‌بینند. در واقع دشمن اصلی مردم ما، خود نظامی‌ها هستند و باید برای شکست خود آن‌ها برنامه‌ریزی، سازمان‌یابی و تلاش کرد. ما نمی‌توانیم از نظامی‌ها برای پایین کشیدن سیاست‌مداران کمک بخواهیم، چرا که اساسا خود طبقه‌ی نظامیان شبیه به یک گنگ مافیایی-امنیتی کل قدرت سیاسی و اقتصادی را در دست دارد. همچنین باید توجه داشت تمرکز جمعیت ریسک تلفات انسانی را بالا می‌برد، خصوصا زمانی که با حکومتی مواجه هستیم که هیچ ابایی از کشتار جمعی ندارد. در چنین شرایطی دعوت به میدان میلیونی یعنی تصمیم‌گیری درباره‌ی جان و امنیت انبوهی از افراد، بدون امکان کنترل کامل پیامدها. در این استراتژی افراد به جِرم جمعیت و عدد فروکاسته می‌شوند، از این منظر می‌توان استراتژی جمعیت میلیونی را معادل استراتژی جنگی منسوخ و غیراخلاقی «موج انسانی» دانست که با بی‌ارزش دانستن جان انسان‌ها، از آن‌ها استفاده‌ی ابزاری می‌کند. شایان ذکر است حضور داوطلبانه و مشتاقانه‌ی افراد در پیشبرد این استراتژی، بار اخلاقی آن را کاهش نمی‌دهد، همانطور که در جنگ ایران و عراق، مردم ایران ظاهرا با میل و رغبت به میدان می‌رفتند اما امروزه عملکرد فرماندهان آن جنگ، محکوم می‌شود. (ادامه دارد) &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;&lt;/p&gt;&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 01 Feb 2026 11:23:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/14047-guid.html</guid>
    <category>iran</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>12 Tage, die den Israelis den Krieg nach Hause gebracht haben</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13739-12-Tage,-die-den-Israelis-den-Krieg-nach-Hause-gebracht-haben.html</link>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13739-12-Tage,-die-den-Israelis-den-Krieg-nach-Hause-gebracht-haben.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=13739</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13739</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Die iranischen Raketen haben bei vielen Israelis zum ersten Mal existenzielle Angst ausgelöst. Selbst wenn der Waffenstillstand hält, wird ihr erschüttertes Gefühl der Sicherheit noch lange anhalten.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/IMG_9605-1200x802.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/IMG_9605-1200x802.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=817,width=1215,top=319,left=680,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4827 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/IMG_9605-1200x802.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Israelische Rettungskräfte räumen Trümmer weg und suchen nach Vermissten in der südisraelischen Stadt Be&#039;er Sheva, nachdem eine iranische Rakete ein siebenstöckiges Gebäude getroffen hat und mindestens vier Menschen ums Leben gekommen sind, 24. Juni 2025.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Israelische Rettungskräfte räumen Trümmer weg und suchen nach Vermissten in der südisraelischen Stadt Be&#039;er Sheva, nachdem eine iranische Rakete ein siebenstöckiges Gebäude getroffen hat und mindestens vier Menschen ums Leben gekommen sind, 24. Juni 2025. (Foto: Oren Ziv)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;In den letzten 12 Tagen habe ich die täglichen Szenen der iranischen Raketenangriffe in Israel dokumentiert, die meist nachts stattfanden. An einigen Orten kam ich nur wenige Minuten nach dem Einschlag an, als die Brände noch brannten und die Verletzten aus den Trümmern geborgen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ankunft in der Dunkelheit ist immer trügerisch – man sieht nicht viel außer Krankenwagen und Feuerwehrautos. Nach und nach, mit den ersten Lichtstrahlen des Tages, offenbart sich das wahre Ausmaß der Katastrophe: wie viele Häuser, Fahrzeuge und Fenster beschädigt wurden, in welchem Umkreis und ob noch Menschen unter den Trümmern begraben sind. Stunden nach dem Einschlag kehren die Bewohner zurück, um zu versuchen, einige ihrer Habseligkeiten zu retten, während Nachbarn und Schaulustige eintreffen, um sich die Schäden anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem tödlichen Unglücksort in Bat Yam, wo &lt;a href=&quot;https://www.ynetnews.com/article/rjz8k3w4ee&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;neun Menschen ums Leben kamen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, arbeiteten Rettungskräfte tagelang daran, die Trümmer zu beseitigen und alle Leichen zu bergen. Die eingestürzten Gebäude, die klaffenden Krater, die mit Asche bedeckten Bäume und Autos und die Menschen, die in Pyjamas mit ihren Kindern und Habseligkeiten in den Armen flohen, erinnern unheimlich an die Bilder, die die Israelis in den letzten zwei Jahren aus Gaza gesehen haben – trotz &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israeli-media-pact-of-silence-gaza/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;der Selbstzensur der Medien&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei früheren Schießereien oder Raketenangriffen in Israel, wo oft &lt;em&gt;„Tod den Arabern“&lt;/em&gt; zu hören war, habe ich keine Rufe nach Rache oder &lt;em&gt;„Tod den Iranern“&lt;/em&gt; gehört. Vielleicht liegt es am Schock, vielleicht an Israels Rolle als Kriegsinitiator oder vielleicht an einer tieferen Einsicht in die Grenzen der israelischen Macht. Schließlich ist dies Israels erster Krieg gegen einen souveränen Staat seit &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/topic/yom-kippur-war/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;1973&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und der erste, den es seit &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/topic/1967-war/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;1967&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; gegen einen Staat begonnen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Morgen des 24. Juni herrscht eine fragile Waffenruhe – allerdings nicht bevor eine iranische Rakete ein Wohnhaus in der südisraelischen Stadt Be&#039;er Sheva getroffen und vier Menschen getötet hat. Unabhängig davon, ob die Waffenruhe hält, kann Premierminister Benjamin Netanjahu bereits einen großen Erfolg für sich verbuchen: Er hat das &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israels-greatest-threat-isnt-iran-or-hamas-but-its-own-hubris/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Gefühl der Unantastbarkeit der Israelis&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; erschüttert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2G5A1810-1280x854.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2G5A1810-1280x854.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=869,width=1295,top=293,left=640,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4828 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2G5A1810-1280x854.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Rettungsteams holen eine Frau aus ihrem Haus in Nord-Tel Aviv, nachdem eine iranische Rakete ihr Viertel getroffen hat, 22. Juni 2025. &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Rettungsteams holen eine Frau aus ihrem Haus in Nord-Tel Aviv, nachdem eine iranische Rakete ihr Viertel getroffen hat, 22. Juni 2025. (Foto: Oren Ziv)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Dieser Krieg, der mindestens 28 Menschen in Israel das Leben gekostet hat, hat Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Israelis, vor allem in Tel Aviv und den umliegenden Vororten, in echte Angst um ihr Leben versetzt. Für einige von ihnen ist es das erste Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angst hat das Leben in Israel schon immer begleitet – sei es durch Schießereien und Messerstechereien, Intifadas oder &lt;em&gt;„Runden“&lt;/em&gt; von Kämpfen mit der Hamas und der Hisbollah. Aber dieses Mal fühlt es sich anders an. Es ist nicht nur existenzielle Angst, sondern eine unmittelbare, persönliche Angst, vor allem im Zentrum des Landes. Die Menschen spüren den Tod in ihrer Nähe, in den Geräuschen explodierender Raketen und dem Ausmaß der Zerstörung, die nicht abgefangene Angriffe hinterlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bisher verdrängt oder durch eine Art Routine bewältigt werden konnte, muss nun direkt angegangen werden. Die Tötungen, die Zerstörung von Häusern und die Unterbrechung des Alltagslebens lassen nur einen Schluss zu: Die Politik Israels macht das Land für seine eigene Bevölkerung unbewohnbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Tiefsitzende Angst&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
Über die physischen Schäden hinaus ist auch die psychische Belastung enorm. In den letzten zwei Jahren haben sich die Israelis an Sirenen und Luftschutzbunker gewöhnt. Als die Houthis Raketen und Drohnen auf Israel abfeuerten und &lt;a href=&quot;https://www.newarab.com/news/houthis-now-issue-alerts-attacks-tel-aviv-airport&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Evakuierungsaufforderungen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; herausgaben, die denen der israelischen Armee in Gaza nachempfunden waren, verspotteten viele Israelis sie. Die Raketen der Hamas und der Hisbollah haben zwar im Süden und Norden Israels Schäden angerichtet, sind aber für die Raketenabwehrsysteme der Armee leichter abzufangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die iranischen Raketen sind &lt;a href=&quot;https://adamtooze.substack.com/p/chartbook-392-incoming-from-out-of&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;ein anderes Kaliber&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, und die nüchterne Stimmung in der Bevölkerung spiegelt dies wider. Die Straßen im Zentrum von Tel Aviv sind fast menschenleer, was an die COVID-19-Zeit erinnert – nur ohne die Sicherheit, sich im Freien aufhalten zu können. Und obwohl die meisten jüdischen Israelis in ihren Wohnblocks über Luftschutzbunker oder Zugang zu öffentlichen Schutzräumen in der Nähe verfügen (palästinensische Bürger sind hingegen &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/tamra-khatib-palestinians-israel-neglect-iran-missiles/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;chronisch ungeschützt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;), haben sich viele stattdessen in Tiefgaragen begeben, da sie wissen, dass alles, was sich über der Erde befindet, durch einen direkten Treffer zerstört werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2G5A3763-1280x854.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2G5A3763-1280x854.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=869,width=1295,top=293,left=640,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4829 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2G5A3763-1280x854.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Israelis bauen am 23. Juni 2025 Zelte in der Tiefgarage des Einkaufszentrums Dizengoff Center auf&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Israelis bauen am 23. Juni 2025 Zelte in der Tiefgarage des Einkaufszentrums Dizengoff Center auf (Foto: Oren Ziv)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Mitte letzter Woche füllte sich die feuchte Parkgarage des Einkaufszentrums Dizengoff Center mit Zelten, Matratzen, Strandstühlen und Ventilatoren. Ein ähnliches Bild bot sich in der 16.000 Personen fassenden öffentlichen Schutzanlage unter dem zentralen Busbahnhof im Süden Tel Avivs, die zum ersten Mal seit dem Golfkrieg 1990/91 wieder geöffnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Ich bin hierhergekommen, weil die iranischen Raketen viel größer, lauter, beängstigender und zerstörerischer sind als die der Hisbollah und der Houthis“&lt;/em&gt;, sagte die 30-jährige Mali, die mit ihrer Katze im vierten Untergeschoss des Dizengoff Centers Zuflucht gesucht hatte, gegenüber dem +972 Magazine. &lt;em&gt;„Ich habe beschlossen, dass es besser ist, auf Nummer sicher zu gehen und hier zu bleiben.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 46-jährige Pnina sagte, sie habe auf dem Parkplatz des Dizengoff Centers Zuflucht gesucht, weil der Schutzraum in ihrem Gebäude nicht sicher sei. &lt;em&gt;„Die Schäden an anderen Orten haben uns dazu bewogen, hierher zu kommen“&lt;/em&gt;, erklärte sie. &lt;em&gt;„Freiwillige haben uns Zelte gebracht. Tagsüber gehe ich nach Hause, um zu arbeiten und zu lernen, aber ich schlafe jede Nacht hier.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tiefe Angst, die die Israelis empfinden, kommt nicht von ungefähr. Nach den von der Hamas angeführten Angriffen vom 7. Oktober, die Tausende von Menschen im Süden Israels in Angst und Schrecken versetzten, verfolgt Israel eine Politik, die allen, die als Feinde gelten, das Leben zur Hölle macht: durch die Zerstörung des Gazastreifens, ethnische Säuberungen im Westjordanland und Luftangriffe auf den Libanon, den Jemen, Syrien und jetzt auch den Iran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;em&gt;„Gaza-Doktrin&lt;/em&gt;“ wurde komplett auf den Iran übertragen, komplett mit bizarren Aussagen des IDF-Sprechers über die „&lt;a href=&quot;https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/idf-issues-another-evacuation-warning-for-parts-of-tehran/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Evakuierung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;“ ganzer Stadtteile in Teheran, zusammen mit Rechtfertigungen für die Bombardierung eines Fernsehsenders wegen „&lt;a href=&quot;https://www.haaretz.com/israel-news/2025-06-19/ty-article-opinion/.premium/propaganda-tv-channels-arent-legitimate-targets-for-bombing-including-israeli-ones/00000197-8727-d447-a5bf-bfb72e010000&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Anstiftung zum Völkermord&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;“ und einer Universität wegen „&lt;a href=&quot;https://13tv.co.il/item/news/politics/security/warday621-904630700/?pid=62&amp;amp;refc=902992443&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Verbindungen zu den Revolutionsgarden&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;“. Und der Kollateralschaden dieses Strebens nach „totalem Sieg“ besteht darin, dass das Leben für normale Israelis unerträglich geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in vielen Fällen in der Vergangenheit sind es diejenigen, die alles verloren haben, die die Situation am klarsten sehen – die durch ihre persönliche Tragödie das größere Desaster erkennen können. Der Anwalt Raja Khatib, der seine Frau, zwei Töchter und seine Schwägerin bei einem &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/tamra-khatib-palestinians-israel-neglect-iran-missiles/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;direkten Raketentreffer&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; auf sein Haus in der nördlichen Stadt Tamra verloren hat, sagte nach der Beerdigung gegenüber +972: &lt;em&gt;„Wir beenden den Kampf in Gaza und beginnen dann im Libanon; wir beenden den Kampf im Libanon und beginnen in Syrien; wir beenden den Kampf in Syrien und beginnen im Iran; wir beenden den Kampf im Iran und beginnen einen dritten oder vierten Libanonkrieg – wir wissen gar nicht mehr, wofür diese Kriege eigentlich geführt werden.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/448A7317-1280x854.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/448A7317-1280x854.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=869,width=1295,top=293,left=640,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4830 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/448A7317-1280x854.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Palästinenser trauern um vier Mitglieder der Familie Khatib, die bei einem iranischen Raketenangriff in der arabischen Stadt Tamra im Norden Israels am 17. Juni 2025 ums Leben gekommen sind. &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Palästinenser trauern um vier Mitglieder der Familie Khatib, die bei einem iranischen Raketenangriff in der arabischen Stadt Tamra im Norden Israels am 17. Juni 2025 ums Leben gekommen sind. (Foto: Oren Ziv)&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Nur zwei Tage vor der Katastrophe waren Khatib und seine Familie aus einem Urlaub in Italien zurückgekehrt. &lt;em&gt;„Ich habe dort ein Haus am Gardasee“&lt;/em&gt;, erklärte er. &lt;em&gt;„Ich sehe, wie die Menschen dort leben – sie wachen morgens voller Hoffnung auf, lieben ihre Mitmenschen, überlegen, wie sie ein gutes Leben führen und ihren Urlaub planen können. Und hier? Hier haben wir es mit Kriegen und Opfern zu tun. Glaubt mir: Es darf keine Opfer mehr geben. Beendet diesen verfluchten Krieg, mit allen Mitteln – setzt euch an einen Tisch und verhindert weitere Opfer.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Eingeschränkte Freiheiten&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
Nach dem 7. Oktober flohen die meisten Menschen, die Israel verließen, nicht vor dem Angriff der Hamas selbst, sondern vor der Realität, die durch die Reaktion Israels geschaffen wurde: ein Rachekrieg, die Aufgabe der Geiseln und der Zusammenbruch des Gesellschaftsvertrags zwischen der Regierung und ihren Bürgern. Die israelische Regierung ging sofort mit &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/topic/freedom-of-expression/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;beispielloser Härte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; gegen die Meinungsfreiheit der Kriegsgegner vor, wobei insbesondere palästinensische Bürger Israels ins Visier genommen wurden. Nun ist die gesamte Öffentlichkeit von dieser Unterdrückung betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am deutlichsten zeigt sich das durch das &lt;a href=&quot;https://www.timesofisrael.com/ban-on-israelis-flying-out-raises-legal-red-flags-with-many-needing-to-leave/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Verbot, das Land mit dem Flugzeug zu verlassen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, und die &lt;a href=&quot;https://www.israelhayom.co.il/travel/israelisabroad/article/18194561&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;extremen Warnungen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; vor der Gefahr einer Überquerung der Grenze zu Jordanien oder Ägypten auf dem Landweg, wodurch Israel praktisch zu einem Ghetto geworden ist. Ein weiteres Beispiel ist der Angriff auf die Pressefreiheit in Form von &lt;a href=&quot;https://www.ynet.co.il/news/article/rjje5xqxex&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;offiziellen Anweisungen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; der &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israeli-military-censor-media-2024/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;israelischen Militärzensur&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, die Standorte von Raketenangriffen nicht zu veröffentlichen, was dazu führt, dass Anwohner und Angehörige inmitten einer Flut von Gerüchten in den sozialen Medien Ratespiele spielen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig hat die Hetze gegen die Medien zugenommen. Rechte verfolgen und belästigen jetzt Fotografen und Kamerateams an den Orten der Raketenangriffe. Am Einschlagort in Be&#039;er Sheva versammelten sich am 24. Juni mehrere Anwohner um einen Reporter des Senders Channel 13 und beschuldigten ihn, für Al Jazeera zu arbeiten – eine Anschuldigung, die insbesondere seit dem &lt;a href=&quot;https://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-68961753&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Verbot&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; des katarischen Senders durch Israel zu einer gängigen Beleidigung für alle Medien außer dem rechtsextremen Channel 14 geworden ist. „Du dienst dem Feind“, sagte mir ein Geschäftsinhaber in der Nähe, als ich Fotos machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2G5A2219-1280x854.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2G5A2219-1280x854.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=869,width=1295,top=293,left=640,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4831 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2G5A2219-1280x854.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Eine zivile Sicherheitsgruppe unter der Leitung des rechtsextremen Rappers Yoav Eliassi, bekannt unter seinem Künstlernamen „The Shadow“, hat am 22. Juni 2025 eine Gruppe ausländischer Journalisten an einem Raketenabschussort in Tel Aviv festgenommen.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine zivile Sicherheitsgruppe unter der Leitung des rechtsextremen Rappers Yoav Eliassi, bekannt unter seinem Künstlernamen &lt;em&gt;„The Shadow“&lt;/em&gt;, hat am 22. Juni 2025 eine Gruppe ausländischer Journalisten an einem Raketenabschussort in Tel Aviv festgenommen. (Foto: Oren Ziv)&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Am vergangenen Samstagabend stürmte die Polizei ein Hotel in Haifa, das von mehreren Fernsehsendern genutzt wurde, und beschlagnahmte die Kameras von drei arabischen Journalisten, die für ausländische Medien arbeiteten. Die Beamten überprüften ihre Presseausweise und luden sie zur Befragung vor. Einem Zeugen zufolge wiesen die Journalisten darauf hin, dass Al Jazeera trotz der Beschlagnahmung weiterhin live sendete, doch die Polizei antwortete:&lt;em&gt; „Sagen Sie das während der Untersuchung.“&lt;/em&gt; Die Ausrüstung der Journalisten wurde noch nicht zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag zuvor hatte die Militärzensur bekannte Richtlinien herausgegeben. In der englischen Fassung fügte das Regierungspressebüro (GPO) jedoch eine umstrittene Klausel hinzu, wonach ausländische Journalisten für ihre Veröffentlichungen zuvor die Genehmigung der Zensur einholen müssen – eine Forderung, die über die gesetzlichen Befugnisse der Zensur hinausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommunikationsminister Shlomo Karhi verteidigte diese Maßnahme mit der Begründung, dass die nationale Sicherheit Vorrang vor der Pressefreiheit habe. Generalstaatsanwalt Gali Baharav-Miara soll jedoch Einwände erhoben und von den beteiligten Ministern eine Erklärung verlangt haben. Offiziell wurde keine wesentliche Änderung der Politik angekündigt, aber es wurde eingeräumt, dass die Vorschriften uneinheitlich angewendet werden, und Journalisten wurde empfohlen, vorsichtshalber eine vorherige Genehmigung einzuholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig von rechtlichen Debatten ist klar, dass die Aufwiegelung vor Ort Auswirkungen auf die Pressefreiheit hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Die Leute denken, wir sind Al Jazeera“&lt;/em&gt;, sagte ein arabischer Journalist (der aus Angst vor Repressalien anonym bleiben wollte), der für einen internationalen Sender auf Arabisch sendet. &lt;em&gt;„Sie sagen: ‚Wir werden euch köpfen.‘“&lt;/em&gt; Er erklärte, dass er sogar erwägt habe, ein Schild mit der Aufschrift &lt;em&gt;„Ich bin nicht Al Jazeera“&lt;/em&gt; zu tragen, um Belästigungen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Die Leute fühlen sich von einem Minister und der Polizei unterstützt und müssen einen schwachen Staat verteidigen“&lt;/em&gt;, fuhr er fort. Deshalb versuchten Journalisten jetzt, ihre Berichterstattung vor Ort so kurz wie möglich zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Angriff auf den Iran verbot die israelische Regierung alle Proteste, und die Polizei ging in den letzten anderthalb Wochen systematisch gegen selbst kleinste Demonstrationen vor. Die lang andauernden &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israeli-hostage-families-ceasefire-netanyahu/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Demonstrationen für eine Geiselbefreiung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; wurden komplett aufgegeben, und das Verbot hat dazu geführt, dass das Thema aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/448A6093-1280x854.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/448A6093-1280x854.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=869,width=1295,top=293,left=640,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4832 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/448A6093-1280x854.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die israelische Polizei hat am 16. Juni 2025 in Tel Aviv eine kleine Mahnwache gegen den Krieg mit dem Iran aufgelöst und vier Aktivisten festgenommen, noch bevor die Demo überhaupt losging.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die israelische Polizei hat am 16. Juni 2025 in Tel Aviv eine kleine Mahnwache gegen den Krieg mit dem Iran aufgelöst und vier Aktivisten festgenommen, noch bevor die Demo überhaupt losging. (Foto: Oren Ziv)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Letzten Sonntag versammelten sich etwa 20 Demonstranten mit Anti-Kriegs-Plakaten auf dem Habima-Platz in Tel Aviv, wobei sie großen Abstand zueinander hielten, um das Verbot öffentlicher Versammlungen nicht zu verletzen. Innerhalb einer Minute traf eine Polizeieinheit ein, die zahlenmäßig den Demonstranten ebenbürtig war, zerriss die Plakate und nahm gewaltsame Festnahmen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Tag nahm die Polizei in Haifa mehrere Demonstranten fest und behauptete, ihre Anti-Kriegs-T-Shirts seien illegal. Später nahm die Polizei zwei Personen über Nacht fest, darunter den Anti-Netanjahu-Aktivisten Amir Haskel, der in Tel Aviv mit einem Plakat mit der Aufschrift&lt;em&gt; „53 Geiseln in Gaza – ihre Zeit läuft ab“&lt;/em&gt; auf einem Gehweg stand. Der Human Rights Defenders Fund hat 12 Demonstranten, die seit dem ersten Angriff Israels auf den Iran festgenommen wurden, rechtlich unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwölf Tagen, in denen viele Israelis um ihr Leben gefürchtet haben, ist die Bevölkerung erschöpft. Die Menschen sind erleichtert, dass sie bei Einhaltung der Waffenruhe zu ihrem normalen Alltag zurückkehren können – und dass damit ein Krieg zu Ende geht, den viele zwar unterstützt haben, aber auch befürchteten, dass Netanjahu ihn wie in Gaza über Monate oder länger hinausziehen würde. Einige, die weniger Vertrauen in den Waffenstillstand haben, kehren noch nicht nach Hause zurück, sondern bleiben lieber außerhalb des Landeszentrums oder in der Nähe von Schutzräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Netanjahu &lt;a href=&quot;https://www.israelhayom.com/2025/06/24/netanyahu-announces-ceasefire-with-iran-we-removed-an-existential-threat/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;erklärt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, dass Israel mit seinen Angriffen auf den Iran &lt;em&gt;„eine existenzielle Bedrohung beseitigt“&lt;/em&gt; habe, kehren die Israelis in eine &lt;em&gt;„Routine“&lt;/em&gt; zurück, die nach wie vor von einem andauernden Krieg geprägt ist, da ihre Armee weiterhin Katastrophen in Gaza anrichtet. Das Ende der iranischen Raketen mag das Sicherheitsgefühl der Israelis wiederherstellen, aber das Gefühl der Immunität, das sie vor zwei Wochen hatten, wird viel länger brauchen, um zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Version dieses Artikels wurde zuerst auf Hebräisch auf Local Call veröffentlicht. Lies ihn &lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;hier&lt;/span&gt;. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oren Ziv ist Fotojournalist, Reporter für &lt;a href=&quot;https://www.mekomit.co.il/%d7%94%d7%99%d7%a9%d7%a8%d7%90%d7%9c%d7%99%d7%9d-%d7%a9%d7%95%d7%91-%d7%99%d7%95%d7%a6%d7%90%d7%99%d7%9d-%d7%9e%d7%94%d7%91%d7%aa%d7%99%d7%9d-%d7%94%d7%a4%d7%a2%d7%9d-%d7%9b%d7%93%d7%99-%d7%9c%d7%94/&quot;&gt;Local Call&lt;/a&gt; und hat das Fotokollektiv &lt;a href=&quot;http://www.activestills.org&quot;&gt;Activestills&lt;/a&gt; mitgegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/iran-missiles-israelis-fear-immunity/&quot;&gt;12 days that brought the war home to Israelis&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/writer/orenziv/&quot;&gt;Oren Ziv&lt;/a&gt;, 24. Juni 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 25 Jun 2025 14:34:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/13739-guid.html</guid>
    <category>al jazeera</category>
<category>bat yam</category>
<category>be'er sheva</category>
<category>gaza</category>
<category>iran</category>
<category>israel</category>
<category>palästina</category>
<category>usa</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Bombardierung des Iran bringt die Welt einem Atomkrieg näher</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13736-Bombardierung-des-Iran-bringt-die-Welt-einem-Atomkrieg-naeher.html</link>
            <category>AntiAtom</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13736-Bombardierung-des-Iran-bringt-die-Welt-einem-Atomkrieg-naeher.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=13736</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13736</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Pictures_of_the_Israeli_attack_on_Tehran_1_Mehr.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Pictures_of_the_Israeli_attack_on_Tehran_1_Mehr.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=868,width=1295,top=293.5,left=640,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4824 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Pictures_of_the_Israeli_attack_on_Tehran_1_Mehr.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt die bombardierte Stadt, durch die Rauchschwaden ziehen.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Teheran am Freitag, dem 13. Juni 2025, in der Morgendämmerung.&lt;br /&gt;
Foto: &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=167595554&quot;&gt;Mehr News Agency&lt;/a&gt;, CC BY 4.0&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Friedensnobelpreisträgerorganisation IPPNW verurteilt die Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran aufs Schärfste und fordert einen sofortigen Waffenstillstand, um eine weitere Eskalation und den Verlust von Menschenleben zu verhindern. Die Bundesregierung müsse die Militärschläge verurteilen und sich weiter für eine diplomatische Lösung einsetzen. Die Bombardierungen durch beide Staaten sind völkerrechtswidrig, bedrohen die Zivilbevölkerung und destabilisieren die gesamte Region. Sie stehen den Bemühungen der EU entgegen, den gewaltsamen Konflikt durch Verhandlungen zu deeskalieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Iran verfügt nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) und des US-Geheimdienstes derzeit nicht über ein aktives Atomwaffenprogramm. Er ist im Gegensatz zu Israel Mitglied des Nichtverbreitungsvertrages und hat in der Vergangenheit strengen Inspektionen durch die IAEO zugestimmt. Die strittigen Fragen um den möglichen zivil-militärischen „Dual-Use“-Charakter des iranischen Nuklearprogramms müssen im Rahmen der bestehenden völkerrechtlichen Vereinbarungen wie dem Atomwaffensperrvertrag gelöst werden. Die Angriffe auf den Iran untergraben jedoch in höchstem Maße die laufenden diplomatischen Bemühungen, die Nichtverbreitungsbemühungen in der Region wiederherzustellen. Der Rückzug aus dem 2015 beschlossenen Iran-Atomabkommen unter der ersten Trump-Regierung hat bereits maßgeblich zu dieser jüngsten regionalen und globalen Krise beigetragen. Wie kontraproduktiv für die Verhandlungen die Angriffe sind, zeigt die gestrige Ankündigung des iranischen Parlaments, aus dem Atomwaffensperrvertrag auszutreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Artikel X des Atomwaffensperrvertrags hat ein Mitgliedstaat das Recht, aus dem Vertrag auszutreten, wenn „außergewöhnliche Ereignisse“, die mit dem Abkommen zusammenhängen, die obersten Interessen seines Landes gefährdet haben. Der Iran könnte die Angriffe auf seine Atomanlagen, seine militärischen Einrichtungen und seine politische Führung als Erfüllung der Kriterien für einen Rückzug anführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus hatte bereits am 13. Juni 2025 die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) gewarnt, dass atomare Anlagen unter keinen Umständen angegriffen werden dürften, da die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung „mit schwerwiegenden Folgen “ bestehe. In den iranischen Anreicherungsanlagen wird Uran in einer äußerst giftigen chemischen Form verwendet, dem Uranhexafluorid UF6. UF6 ist eine sehr gefährliche Substanz, die sowohl radioaktiv als auch stark ätzend und giftig ist, insbesondere beim Einatmen oder Verschlucken. Menschen in der Nähe der bombardierten Anlagen könnten schwer an Nieren, Leber, Lunge, Gehirn, Haut und Augen geschädigt werden. UF6 reagiert mit feuchter Luft und bildet eine ätzende saure Verbindung, die zu schweren Gesundheitsschäden führen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Regierungen der USA und Israels bringen die Welt einem Atomkrieg näher. Es ist zu befürchten, dass die völkerrechtswidrigen Angriffe auf den Iran einen gegenteiligen Effekt haben werden und die iranische Regierung zu der Überzeugung gelangen lassen, ein militärisches Atomprogramm voranzutreiben, um vermeintlich sicher zu sein. Militärische `Lösungen´ erzeugen neue Probleme und verschärfen bestehende Sicherheitsdilemmata“, kritisiert der IPPNW-Vorsitzende Dr. Lars Pohlmeier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atomwaffenstaaten tragen erhebliche Verantwortung für die fortschreitende Schwächung des globalen Nichtverbreitungsregimes. Sie sind ihren Abrüstungsverpflichtungen im Rahmen des Nichtverbreitungsvertrages nicht nachgekommen, sondern investieren stattdessen massiv in neue Atomwaffen. Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI warnte vor einem neuen nuklearen Wettrüsten. Die Zahl der einsatzfähigen Sprengköpfe und Bomben würde steigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die IPPNW fordert den Iran, Israel sowie Deutschland und alle UN-Mitgliedsstaaten auf, sich den fast 100 Staaten anzuschließen, die bereits den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen unterzeichnet haben. Israel, als einzig nuklear bewaffneter Staat der Region, muss zudem konkrete Schritte zur Abrüstung unternehmen, insbesondere durch die Beteiligung an der Einrichtung einer massenvernichtungswaffenfreien Zone im Nahen und Mittleren Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/bombardierung-des-iran-bringt-die-we.html&quot;&gt;IPPNW-Pressemitteilung vom 23. Juni 2025&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 23 Jun 2025 18:15:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/13736-guid.html</guid>
    <category>Donald Trump</category>
<category>Iran</category>
<category>Israel</category>
<category>USA</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Israel verwandelt Hilfsgüterverteilungsstellen in Gaza in offene Schlachtfelder</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13735-Israel-verwandelt-Hilfsgueterverteilungsstellen-in-Gaza-in-offene-Schlachtfelder.html</link>
            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Gesundheit</category>
            <category>International</category>
            <category>Kapitalismus</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
            <category>Solidarität</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13735-Israel-verwandelt-Hilfsgueterverteilungsstellen-in-Gaza-in-offene-Schlachtfelder.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=13735</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13735</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;h3&gt;Während die Welt auf den Iran schaut, haben die Angriffe Israels auf hungernde Palästinenser, die Hilfe suchen, stark zugenommen.&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/1df0a8f9100cd90b.webp&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/1df0a8f9100cd90b.webp&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=836,width=1471,top=309.5,left=552,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4823 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/1df0a8f9100cd90b.webp&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Palästinenser, die westlich von Gaza-Stadt Hilfe suchen, suchen Schutz, als israelische Truppen auf die Menge schießen. &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Palästinenser, die westlich von Gaza-Stadt Hilfe suchen, suchen Schutz, als israelische Truppen auf die Menge schießen. Juni 2025. (Screenshot aus einem Video von Abdel Qader Sabbah)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;DEIR AL-BALAH, GAZA – Während die Welt auf den Iran schaut, hat Israels Vernichtungskampagne in Gaza neue, schreckliche Ausmaße erreicht. Jeden Tag müssen hungernde Palästinenser in abgelegene Gebiete gehen, um zu versuchen, Essen zu bekommen, und werden dabei massiv angegriffen, sodass die sogenannten Hilfsgüterverteilungsstellen zu offenen Schlachtfeldern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Angriffe auf Palästinenser, die nach Essen suchen, haben in der letzten Woche stark zugenommen, wobei täglich Dutzende Menschen erschossen und beschossen werden. Die Zahl der Todesopfer allein in den letzten Tagen ist schockierend: Mindestens 38 Menschen wurden am Montag getötet, 59 am Dienstag, 22 am Donnerstag und 35 am Freitag. Seit Ende Mai wurden über 400 Menschen getötet und mehr als 3.000 verletzt, in dem, was das Gesundheitsministerium in Gaza als „Hilfsgütermassaker“ bezeichnet – ein neuer Begriff, der in das Vokabular des Völkermords in Gaza aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahmed Nejm, ein 28-Jähriger, der mit seiner zehnköpfigen Familie in Deir al-Balah auf der Flucht ist, sitzt im Rollstuhl und kann nicht mehr laufen, seit er bei einem israelischen Angriff auf eine Versammlung von Palästinensern, die in der Nähe von Wadi Gaza (dem Netzarim-Korridor) Hilfe suchten, am 11. Juni verletzt wurde. Er war sich der Risiken bewusst, als er sich dorthin begab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Ahmed_Nejm_by_Hamza_Salha.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Ahmed_Nejm_by_Hamza_Salha.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=783,width=1039,top=336,left=768,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4822 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Ahmed_Nejm_by_Hamza_Salha.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt den in einem Rollstuhl sitzenden Ahmed Nejm&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ahmed Nejm wurde am 11. Juni bei einem israelischen Angriff auf eine Hilfsgüterverteilungsstelle im Wadi Gaza verwundet. (Foto von Hamza Salha)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;„Wir versuchen, diese Hungersnot zu überstehen“, sagte Nejm gegenüber Drop Site. „Es gibt kein Brot und kein Mehl. Deshalb haben wir uns auf die Suche nach Hilfe gemacht.“ Er berichtete, dass er mit seinen Cousins und Nachbarn vor Tagesanbruch an dem Ort angekommen sei, um dort zusammen mit Hunderten anderen zu warten. Stunden später griffen die Israelis ohne Vorwarnung an und eröffneten das Feuer mit scharfer Munition und Quadcoptern. Dutzende wurden getötet, darunter Nejms 15-jähriger Cousin Abdulrahman. Mit Blut bedeckt gelang es Nejm, unter den Kugeln wegzukriechen. Krankenwagen konnten den Ort nicht erreichen, und er wurde schließlich ins Al-Aqsa-Krankenhaus gebracht. „Wir waren in einem Gebiet, das [die Israelis] auf der Karte als grün markiert hatten. Ich weiß nicht, warum sie angefangen haben zu schießen“, sagte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schlimmste Massaker an Helfern ereignete sich am 17. Juni, als mindestens 59 Palästinenser getötet und über 200 verletzt wurden, als sie sich in Khan Yunis versammelt hatten, um Mehlrationen zu erhalten. Das Nasser-Krankenhaus war mit Verletzten überfüllt. „Das medizinische Team, das auf den Zustrom von Patienten reagierte, musste die Entbindungsstation räumen, um Platz für die Verwundeten zu schaffen, und die Kreißsäle in Notoperationssäle umwandeln. Viele der Verletzten mussten amputiert werden, um ihr Leben zu retten“, erklärte Ärzte ohne Grenzen, die in Nasser im Einsatz waren, in einer Erklärung. „Jeden Tag werden Palästinenser bei ihren Versuchen, Vorräte aus den unzureichenden Hilfslieferungen zu erhalten, die nach Gaza gelangen, mit einem Blutbad konfrontiert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Leben der Palästinenser wird so gering geschätzt. Es ist mittlerweile Routine, verzweifelte und hungernde Menschen zu erschießen, während sie versuchen, ein wenig Essen von einer Gruppe von Söldnern zu ergattern“, schrieb Philippe Lazzarini, Generalkommissar des UNRWA, am Mittwoch in einem &lt;a href=&quot;https://x.com/UNLazzarini/status/1935290418536534334&quot;&gt;Post&lt;/a&gt; in den sozialen Medien. „Hungernde Menschen in den Tod zu treiben, ist ein Kriegsverbrechen. Die Verantwortlichen für dieses System müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Das ist eine Schande und ein Schandfleck für unser kollektives Gewissen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen Hilfsgüter, die die Israelis ins Land gelassen haben, haben fast nichts zur Linderung der humanitären Katastrophe in Gaza beigetragen. Zwischen dem 2. März und dem 27. Mai verhängte Israel eine vollständige Blockade, sodass weder Lebensmittel noch Hilfsgüter ins Land gelangen konnten. Am 27. Mai richtete die Gaza Humanitarian Foundation, eine von den USA und Israel unterstützte Gruppe, im Süden einige militarisierte Verteilungszentren ein. Das Projekt wurde von den Vereinten Nationen und internationalen Organisationen als Instrumentalisierung der Hilfe verurteilt. Israel hat auch eine sehr begrenzte Anzahl von UN-Hilfsgüterlastwagen über den Grenzübergang Zikim im Norden nach Gaza einreisen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende April ist die Zahl der Mahlzeiten, die in Gemeinschaftsküchen in Gaza zubereitet werden, um 83 % zurückgegangen. Zwischen März und Mai hat sich die Rate der akuten Unterernährung in Gaza mehr als verdoppelt, und laut UNO leidet die gesamte Bevölkerung Hunger und steht am Rande einer totalen Hungersnot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Gaza ist der hungrigste Ort der Welt“, sagte Jens Laerke, Sprecher des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, im Mai in einer Fernsehansprache. „Es ist das einzige definierte Gebiet – ein Land oder ein definiertes Gebiet innerhalb eines Landes –, in dem die gesamte Bevölkerung von einer Hungersnot bedroht ist.“ Israel verhindere absichtlich die Lieferung von Hilfsgütern und benutze Lebensmittel als Kriegswaffe. „Die Hilfsaktion, die wir bereit haben, wird in eine operative Zwangsjacke gesteckt, die sie zu einer der am stärksten behinderten Hilfsaktionen nicht nur in der heutigen Welt, sondern in der jüngeren Geschichte der globalen humanitären Hilfe überhaupt macht. Die Blockade und die strenge Kontrolle der Aktion werden von einer Konfliktpartei verhängt – der Besatzungsmacht Israel in Gaza.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eskalierenden Angriffe finden vor dem Hintergrund schwerer Störungen des Internet- und Telekommunikationsnetzes statt. Israelische Angriffe im Juni haben Glasfaserkabel durchtrennt, was zu einem vollständigen Ausfall der Internetverbindung geführt hat. Nur ein Teil der Dienste konnte wiederhergestellt werden, was die Gefahr eines vollständigen Zusammenbruchs der Kommunikation in ganz Gaza erhöht. Neben der geringeren Zahl von Bildern und Berichten, die aus dem Gebiet kommen, ist auch die humanitäre Koordination innerhalb des Gebiets stark beeinträchtigt, und die Palästinenser haben zunehmend Schwierigkeiten, lebensrettende Informationen und Notdienste zu erreichen oder Kontakt zu Freunden und Familienangehörigen aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Lage ist im Moment wirklich schwierig“, schrieb Dr. Yahya al-Agha, Arzt im Nasser-Krankenhaus, am Freitag in einer Nachricht an Drop Site. „Die Kommunikation in Khan Yunis ist unterbrochen und wir haben Probleme, ins Internet zu kommen“, sagte er und erklärte, dass er nur von bestimmten Orten aus mit einer eSIM-Karte, die eine Verbindung zu israelischen Mobilfunknetzen herstellt, Nachrichten senden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
UNICEF-Sprecher James Elder, der kürzlich in Gaza war, sagte in einer Erklärung, dass die Kommunikationssperre direkt zu den Massakern beitrage. „Es gab Fälle, in denen Informationen darüber verbreitet wurden, dass eine [Verteilungsstelle] geöffnet ist, aber dann wurde in den sozialen Medien mitgeteilt, dass sie geschlossen ist, aber diese Informationen wurden verbreitet, als das Internet in Gaza ausgefallen war und die Menschen keinen Zugang dazu hatten“, sagte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen ist seit mehr als 100 Tagen kein Treibstoff mehr nach Gaza gelangt, was einen vollständigen Stillstand der Feldlazarette, der Lieferungen und der Versorgung mit lebenswichtigen medizinischen Geräten droht. Die UN warnt davor, dass für Geburten und medizinische Notfälle unverzichtbare Versorgungseinheiten geschlossen werden müssen und Neugeborene, die auf Intensivgeräte angewiesen sind, ersticken werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das israelische Militär erlässt weiterhin Massenvertreibungsbefehle und erweitert sogenannte Kampfzonen, darunter eine &lt;a href=&quot;https://x.com/avichayadraee/status/1933524803266531362?s=46&quot;&gt;Ankündigung&lt;/a&gt; vom 13. Juni, die weite Teile aller fünf Gouvernements im Gazastreifen betraf, und eine &lt;a href=&quot;https://x.com/AvichayAdraee/status/1936033678846460094&quot;&gt;heute&lt;/a&gt;, die große Teile der Stadt Gaza betrifft. Über 82 % des Gazastreifens sind seit dem 18. März, als Israel seinen völkermörderischen Angriff in vollem Umfang wieder aufgenommen hat, als rote Zone ausgewiesen, und in den letzten drei Monaten wurden mehr als 680.000 Menschen neu vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Gesundheitsministerium bestätigte Zahl der Todesopfer seit Beginn des Völkermords liegt jetzt bei über 55.700 – 5.400 davon wurden seit dem 18. März getötet – Zahlen, die als weit unter dem tatsächlichen Ausmaß liegend anerkannt sind, da viele Tausende unter den Trümmern vermisst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israelische Angriffe auf Zivilisten, die versuchen, an Lebensmittel zu kommen, gab es sowohl an Hilfsverteilungsstellen der GHF als auch in Gebieten außerhalb der GHF, wo sich Tausende versammelt haben, um auf die wenigen UN-Hilfstrucks zu warten, die in den Gazastreifen gelassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahmed Matar, ein 20-jähriger ehemaliger Informatikstudent der Al-Aqsa-Universität, wurde am 10. Juni getötet, als er in der Nähe des Netzarim-Korridors an der Rashid-Straße, einer Küstenstraße, auf Hilfe wartete. Laut seiner 20-jährigen Cousine Nayfah Matar war er verzweifelt auf der Suche nach Essen und kam um 4:30 Uhr morgens dorthin, nachdem er gehört hatte, dass Lastwagen mit Hilfsgütern früh am Morgen eintreffen würden. Um 6:00 Uhr morgens eröffnete das israelische Militär das Feuer und bombardierte die Tausende Menschen, die sich in der Gegend versammelt hatten. Matar wurde am Bein und am Bauch getroffen und starb. Ein Nachbar erkannte ihn und brachte ihn ins Al-Quds-Krankenhaus. „Als sein Vater kam, um ihn zu sehen, brach er vor Entsetzen über den Anblick und den Schock, seinen Sohn tot und in seinem eigenen Blut liegend zu sehen, zusammen“, sagte Nayfah. „Bis heute hat sein Vater seinen Tod nicht ganz begriffen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ahmed ist einer von Tausenden, die durch den Krieg und die zionistische Besatzung ihr Leben verloren haben. Ihre Hoffnungen und Träume wurden zerstört, und sie erlebten die schwersten Tage ihres Lebens: Vertreibung, Unterdrückung, Demütigung und Hungersnot“, fügte sie hinzu. „Die Besatzung begeht weiterhin ohne Unterlass endlose Massaker an den Palästinensern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://substack.com/@hamzasalha&quot;&gt;Hamza M.Salha&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://substack.com/@sharifabdelkouddous&quot;&gt;Sharif Abdel Kouddous&lt;/a&gt;, 20. Juni 2025 &lt;a href=&quot;https://www.dropsitenews.com/p/gaza-aid-massacres-israeli-attacks-ghf&quot;&gt;Israel Turns Gaza Aid Distribution Sites Into Open Killing Fields&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
This article was originally published by &lt;a  title=&quot;Drop Site News&quot; href=&quot;https://www.dropsitenews.com/&quot;&gt;Drop Site News&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Mit freundlicher Genehmigung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 22 Jun 2025 14:31:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/13735-guid.html</guid>
    <category>deir al-balah</category>
<category>gaza</category>
<category>iran</category>
<category>israel</category>
<category>palästina</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>
<item>
    <title>Die größte Gefahr für Israel ist nicht der Iran oder die Hamas, sondern seine eigene Überheblichkeit</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13729-Die-groesste-Gefahr-fuer-Israel-ist-nicht-der-Iran-oder-die-Hamas,-sondern-seine-eigene-UEberheblichkeit.html</link>
            <category>Antifa</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antimilitarismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
            <category>Antirepression</category>
            <category>Antisemitismus</category>
            <category>Debatte</category>
            <category>Hintergrund</category>
            <category>International</category>
            <category>Krieg und Frieden</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
            <category>Politik und Gesellschaft</category>
            <category>Politische Rechte</category>
            <category>Recht und Unrecht</category>
            <category>Staatsapparat</category>
            <category>Staatsterrorismus</category>
    
    <comments>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13729-Die-groesste-Gefahr-fuer-Israel-ist-nicht-der-Iran-oder-die-Hamas,-sondern-seine-eigene-UEberheblichkeit.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://www.xn--trten-lva.de/wfwcomment.php?cid=13729</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://www.xn--trten-lva.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13729</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;b&gt;Ein Volk, dessen ganze Existenz nur von militärischer Macht abhängt, ist dazu verdammt, in den dunkelsten Ecken der Zerstörung zu landen und letztendlich zu verlieren.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2G5A0527.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2G5A0527.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=817,width=1215,top=319,left=680,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4819 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2G5A0527.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Zerstörte Häuser in der israelischen Stadt Rishon LeZion in Zentralisrael, nachdem eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete am 14. Juni 2025 die Gegend getroffen hat. (Oren Ziv)&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zerstörte Häuser in der israelischen Stadt Rishon LeZion in Zentralisrael, nachdem eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete am 14. Juni 2025 die Gegend getroffen hat. (Foto: Oren Ziv)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Es ist über 46 Jahre her, dass ich mit meiner Familie im Alter von neun Jahren den Iran verlassen habe. Ich habe den größten Teil meines Lebens in Israel verbracht, wo wir eine Familie gegründet und unsere Töchter großgezogen haben – aber der Iran ist immer meine Heimat geblieben. Seit Oktober 2023 habe ich unzählige Bilder von Männern, Frauen und Kindern gesehen, die neben den Trümmern ihrer Häuser stehen, und ihre Schreie haben sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Aber wenn ich die Bilder aus dem Iran nach den israelischen Angriffen sehe und die Schreie in meiner Muttersprache Persisch höre, fühlt sich das Gefühl des Zusammenbruchs in mir anders an. Der Gedanke, dass diese Zerstörung von dem Land verursacht wird, dessen Staatsbürger ich bin, ist unerträglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Jahre ist die israelische Öffentlichkeit davon überzeugt, dass sie in dieser Region existieren kann, während sie ihre Nachbarn zutiefst verachtet – indem sie nach Belieben und mit brutaler Gewalt mörderische Überfälle auf jeden verübt, der ihr in die Quere kommt. Seit fast 80 Jahren steht der „endgültige Sieg“ kurz bevor: Man muss nur die Palästinenser besiegen, die Hamas vernichten, den Libanon zerschlagen, die nuklearen Fähigkeiten des Iran zerstören – und schon gehört das Paradies uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber seit fast 80 Jahren erweisen sich diese sogenannten „Siege“ als Pyrrhussiege. Jeder einzelne stürzt Israel tiefer in Isolation, Bedrohung und Hass. Die Nakba von 1948 hat die Flüchtlingskrise ausgelöst, die einfach nicht verschwinden will, und den Grundstein für das Apartheidregime gelegt. Der Sieg von 1967 hat zu einer Besatzung geführt, die den palästinensischen Widerstand weiter anheizt. Der Krieg vom Oktober 2023 ist zu einem Völkermord eskaliert, der Israel zu einem globalen Paria gemacht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das israelische Militär – das in diesem ganzen Prozess eine zentrale Rolle spielt – ist zu einer sinnlosen Massenvernichtungswaffe geworden. Es hält seinen hohen Status in der betäubten Öffentlichkeit mit spektakulären Stunts aufrecht: &lt;a href=&quot;https://www.ohchr.org/en/press-releases/2024/09/exploding-pagers-and-radios-terrifying-violation-international-law-say-un&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Pager explodieren&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in den Taschen von Männern auf einem libanesischen Markt, oder eine Drohnenbasis wird mitten im Herzen eines feindlichen Staates errichtet. Und unter dem Kommando einer genozidalen Regierung verstrickt es sich immer tiefer in Kriege, aus denen es keinen Ausweg sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viele Jahre lang hat sich die israelische Gesellschaft unter dem Bann dieser angeblich allmächtigen Armee davon überzeugt, dass sie unverwundbar sei. Die totale Verehrung des Militärs auf der einen Seite und die arrogante Verachtung der Nachbarn in der Region auf der anderen Seite haben den Glauben genährt, dass wir niemals einen Preis zahlen würden. Dann kam der 7. Oktober und zerstörte – wenn auch nur für einen Moment – die Illusion der Unantastbarkeit. Aber anstatt sich mit der Bedeutung dieses Moments auseinanderzusetzen, gab sich die Öffentlichkeit einer Rachekampagne hin. Denn nur durch Gemetzel ergab die Welt wieder einen Sinn: Israel tötet, Palästinenser sterben. Die Ordnung ist wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb waren die &lt;a href=&quot;https://www.bbc.com/news/articles/cx270vklvv7o&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Bilder von bombardierten Gebäuden&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in &lt;a href=&quot;https://www.jpost.com/middle-east/iran-news/article-857748&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Ramat Gan&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/drone-images-show-heavy-damage-in-rishon-lezion-after-deadly-iranian-ballistic-missile-attack/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Rishon LeZion&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://www.timesofisrael.com/6-dead-including-2-children-in-iranian-missile-strike-on-bat-yam-apartment-building/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Bat Yam&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://edition.cnn.com/2025/06/14/world/video/missile-strike-kirya-israel-military-vrtc&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Tel Aviv&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://www.ynetnews.com/article/r1j9yp5qle&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Tamra&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; (einer arabischen Stadt in Galiläa) so erschütternd. Sie ähnelten auf eindringliche Weise denen, die wir aus Gaza gewohnt sind: verkohlte Betonskelette, Staubwolken, in Trümmern und Asche versunkene Straßen, von Rettungskräften aufgesammelte Kinderspielsachen. Diese Bilder haben unsere kollektive Illusion, dass wir gegen alles immun sind, kurzzeitig zerstört. Die zivilen Opfer auf beiden Seiten – &lt;a href=&quot;https://www.timesofisrael.com/liveblog-june-15-2025/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;13 Israelis&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und mindestens &lt;a href=&quot;https://www.france24.com/en/middle-east/20250615-%F0%9F%94%B4-live-israel-says-hit-iranian-defence-ministry-headquarters-nuclear-weapons-linked-sites&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;128 Iraner&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; – zeigen die menschlichen Kosten dieser neuen Front, auch wenn das Ausmaß bei weitem nicht an die Zerstörung heranreicht, die Gaza regelmäßig erleidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Die Armee als Doktrin&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;Es gab eine Zeit, in der einige jüdische Führer in Israel verstanden, dass unsere Existenz in dieser Region nicht durch die Illusion völliger Immunität aufrechterhalten werden kann. Sie waren vielleicht nicht frei von einem Gefühl der Überlegenheit, aber sie begriffen diese grundlegende Wahrheit. Der verstorbene linke Politiker &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/yossi-sarid-conservative-innovator-of-the-israeli-left/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Yossi Sarid&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; erinnerte sich einmal daran, wie &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/yitzhak-rabin-oslo-accords-aoc/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Yitzhak Rabin&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; zu ihm sagte: „Ein Volk, das fünfzig Jahre lang seine Muskeln spielen lässt, wird irgendwann müde.“ Rabin hat verstanden, dass ein Leben auf ewig mit dem Schwert, entgegen Netanjahus &lt;a href=&quot;https://imemc.org/article/73591/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;schrecklicher Versprechung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, keine Option ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gibt es in Israel keine jüdischen Politiker dieser Art mehr. Wenn die zionistische Linke einen &lt;a href=&quot;https://www.bbc.com/news/articles/c74n23y1x48o&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;rücksichtslosen Angriff&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; auf den Iran bejubelt, zeigt sie damit ihre hartnäckige Verbundenheit mit der Fantasie, dass die Armee uns immer beschützen wird, egal was wir tun oder wie sehr wir uns von der Region, in der wir leben, entfremden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein starkes Volk, eine entschlossene Armee und eine widerstandsfähige Heimatfront. So haben wir immer gewonnen, und so werden wir auch heute gewinnen“, schrieb Yair Golan, Vorsitzender der Demokratischen Partei – einem Zusammenschluss der zionistischen linken Parteien Meretz und Arbeitspartei – in einem &lt;a href=&quot;https://x.com/YairGolan1/status/1933344080831938967&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Beitrag auf X&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; nach dem Angriff am Freitag. Seine Parteikollegin, MK Naama Lazimi, &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/NaamaLazimiOfficial/posts/pfbid01JBMkWQpaoqd7pQQwFMkgqz96pwLGdGj2WULHrSM4aVfNMc4fafwAPtg7NJVptEsl&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;schloss sich an&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und dankte „den fortschrittlichen Nachrichtensystemen und der Überlegenheit des Geheimdienstes. Die IDF und alle Sicherheitssysteme. Die heldenhaften Piloten und die Luftwaffe. Israels Verteidigungssysteme.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist die Fantasie von der Immunität durch die Armee in der zionistischen Linken noch tiefer verwurzelt als in der Rechten. Die Antwort der Rechten auf ihre Sicherheitsängste ist Vernichtung und ethnische Säuberung – das ist ihr Endziel. Aber die Mitte-Links-Parteien setzen ihr Vertrauen fast ausschließlich in die angeblich unbegrenzten Fähigkeiten der Armee. Ohne Frage verehrt die jüdische Mitte-Links-Bewegung in Israel das Militär viel mehr als die Rechte, die es nur als Werkzeug sieht, um ihre Vision von Zerstörung und ethnischer Säuberung umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Israelis müssen verstehen, dass wir nicht immun sind. Ein Volk, dessen gesamte Existenz allein von militärischer Macht abhängt, ist dazu verdammt, in den dunkelsten Ecken der Zerstörung zu enden und letztendlich besiegt zu werden. Wenn wir diese grundlegende Lektion aus den letzten zwei Jahren nicht gelernt haben, geschweige denn aus den letzten achtzig, dann sind wir wirklich verloren. Nicht wegen des iranischen Atomprogramms oder des palästinensischen Widerstands, sondern wegen der blinden, arroganten Hybris, die eine ganze Nation erfasst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Version dieses Artikels wurde zuerst auf Hebräisch auf Local Call veröffentlicht. Lies ihn &lt;a href=&quot;https://www.mekomit.co.il/%d7%9c%d7%90-%d7%97%d7%9e%d7%90%d7%a1-%d7%95%d7%9c%d7%90-%d7%90%d7%99%d7%a8%d7%90%d7%9f-%d7%9e%d7%94-%d7%a9%d7%92%d7%95%d7%9e%d7%a8-%d7%90%d7%95%d7%aa%d7%a0%d7%95-%d7%94%d7%95%d7%90-%d7%a4%d7%a0/&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;hier&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Orly Noy ist Redakteurin bei Local Call, politische Aktivistin und Übersetzerin von persischer Lyrik und Prosa. Sie ist Vorsitzende des Vorstands von B&#039;Tselem und Aktivistin der politischen Partei Balad. In ihren Texten beschäftigt sie sich mit den Schnittpunkten und Definitionen ihrer Identität als Mizrahi, linke Frau, Frau, temporäre Migrantin in einem Land mit ewigen Einwanderern und dem ständigen Dialog zwischen diesen Identitäten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:  &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israels-greatest-threat-isnt-iran-or-hamas-but-its-own-hubris/&quot;&gt;&quot;Israel’s greatest threat isn’t Iran or Hamas, but its own hubris&quot;&lt;/a&gt; von &lt;a title=&quot;Orly Noy&quot; href=&quot;https://www.972mag.com/writer/orlyn/&quot;&gt;Orly Noy&lt;/a&gt; in +972magazine 15. Juni 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 00:38:00 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://www.xn--trten-lva.de/archives/13729-guid.html</guid>
    <category>b'tselem</category>
<category>balad</category>
<category>gaza</category>
<category>iran</category>
<category>israel</category>
<category>nakba</category>
<category>rishon lezion</category>
<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de</creativeCommons:license>
</item>

</channel>
</rss>
