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    <title>trueten.de (Artikel mit Tag Palästina)</title>
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    <description> »The boundaries which divide Life from Death are at best shadowy and vague. Who shall say where the one ends, and where the other begins?« Edgar Allan Poe</description>
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    <pubDate>Sat, 18 Apr 2026 10:23:50 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: trueten.de -  »The boundaries which divide Life from Death are at best shadowy and vague. Who shall say where the one ends, and where the other begins?« Edgar Allan Poe</title>
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    <title>„Staatsräsonfunk“ – Techniken der Einseitigkeit</title>
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    <author>nospam@example.com (Sebastian Schröder)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Goldmann-Cover-final-q.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Goldmann-Cover-final-q.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=858,width=625,top=658.5,left=1615,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5143 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Goldmann-Cover-final-q.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Buchcover zeigt eine Collage mit Schlagzeilen verschiedener Zeitungen zum Thema sowie Buchtitel, Autor und Vorwortautor sowie Verlagsangaben&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://manifest-buecher.de/produkt/staatsraesonfunk/&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;»Staatsräsonfunk – Deutsche Medien und der Genozid in Gaza«&lt;/a&gt; von Fabian Goldmann erschien im Februar 2026 beim &lt;a href=&quot;https://manifest-buecher.de/manifest-verlag/&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Manifest Verlag&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Mit „Staatsräsonfunk“ hat Fabian Goldmann eine empirisch fundierte Studie vorgelegt, eine schonungslose Abrechnung mit der deutschen „Nahost“-Berichterstattung. Goldmann legt die systematischen Verzerrungen, Auslassungen und Rechtfertigungen in tausenden Beiträgen seit dem 7. Oktober offen. Die Diskrepanz zwischen dokumentierten Fakten und medialer Darstellung erscheint dabei nicht als Ausrutscher, sondern als strukturelles Prinzip – mit tiefen politischen und historischen Wurzeln. etos.media-Autor Sebastian Schröder arbeitet heraus, weshalb diese Studie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der deutschen Medienlandschaft und ihre eingebetteten Rassismen und Befangenheiten leisten kann.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Buch „&lt;a href=&quot;https://etosmedia.de/kultur/staatsraesonfunk-wie-aus-journalisten-propagandisten-eines-genozids-wurden-im-gespraech-mit-fabian-goldmann/&quot;&gt;Staatsräsonfunk – Deutsche Medien und der Genozid in Gaza&lt;/a&gt;“ von &lt;a href=&quot;https://etosmedia.de/politik/video-fabian-goldmann-ueber-das-versagen-deutscher-medien-zu-israel-palaestina/&quot;&gt;Fabian Goldmann&lt;/a&gt; in die Hand nimmt, sieht sie schon auf dem Umschlag, die Überschriften der deutschen Presse seit dem 7. Oktober 2023: &lt;em&gt;„Die Barbaren sind unter uns“; „Die Terror-Klinik ist enttarnt“; „Free Palestine ist das neue Heil Hitler“; „Löst endlich das Palästinenserhilfswerk auf“; „Hamas versteckte Waffen in Baby-Brutkästen“; „Die begrenzte Operation Rafah“; „Können Journalisten Terroristen sein?“; „Tote nach Streit um Hilfsgüter“; „Manchmal ist es notwendig zu töten, um das Morden zu verhindern“&lt;/em&gt;. Diese Collage zeigt einen Bruchteil der deutschen Schlagzeilen seit dem 7. Oktober 2023 und so sind auf dem Buchumschlag zentrale Techniken der Einseitigkeit sichtbar: Verschleierung, Verharmlosung, Verdrehung, Rechtfertigung, Auslassung und Leugnung. Und unsichtbar daneben natürlich das Schweigen – das sprichwörtliche Totschweigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele haben sich nach wenigen Wochen entsetzt von den deutschen Medien abgewendet, denn der Widerspruch zwischen der Berichterstattung und den Bildern aus Gaza war zu groß. &lt;em&gt;„Aber vielleicht kann dieses Buch zumindest jenen, die (…) in den letzten zwei Jahren regelmäßig fassungslos vor den Zeitungsseiten, Fernsehbildschirmen und Timelines saßen, vermitteln, dass nicht sie die Verrücktgewordenen sind.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldmann hat deshalb gezählt, was wirklich veröffentlicht worden ist. Seine Studie arbeitet empirisch und kann dadurch die erschreckende Realität in Deutschland sichtbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu hat er einflussreiche und politisch breit gestreute Medienerzeugnisse (BILD, Spiegel, taz, tagesschau, Zeit) im Zeitraum vom 7. Oktober 2023 bis zum 19. Januar 2025 und zum Teil darüber hinaus analysiert. Es handelt sich um insgesamt 11.125 Beiträge zum Thema &lt;em&gt;„Nahost“&lt;/em&gt;. Zusätzlich werden die meinungsbildenden Polit-Talkshows &lt;em&gt;„Anne Will“, „Maischberger“, „Markus Lanz“, „Maybritt Illner“&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;„Hart aber fair“&lt;/em&gt; betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldmann legt die maßgebliche &lt;em&gt;„Analyse des Medien-Bias“&lt;/em&gt; vor, so Ilan Pappe im Vorwort. Eigentlich müsste das Erscheinen von &lt;em&gt;„Staatsräsonfunk“&lt;/em&gt; die deutsche Medienlandschaft durch die Fülle des Sichtbargewordenen erschüttern, und mit jedem Kapitel nimmt das Entsetzen des Lesenden zu. Das zufällig Beobachtete wird nun als Selbstverständnis der überwältigenden Mehrzahl aller Veröffentlichungen nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den deutschen Diskurs haben zu Anfang die Lüge von den &lt;em&gt;„40 geköpften Babys“&lt;/em&gt;, den in jedem angegriffenen Krankenhaus versteckten 138 (!) &lt;em&gt;„Hamas-Kommandozentralen“&lt;/em&gt; und andere als falsch nachgewiesene Pressemeldungen bestimmt. So wurde der Generalverdacht gegenüber palästinensischen Menschen, arabischen Menschen, Muslimen und Pro-Palästina-Aktivist*innen in Deutschland gesetzt (und verstärkt), und zugleich wurde &lt;em&gt;„jüdisch“&lt;/em&gt; mit Israel amalgamiert. Beide Prozesse weist der Autor empirisch nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführlich untersucht er das &lt;em&gt;„Mehl-Massaker“&lt;/em&gt; Ende Februar 2024, den Angriff, die Besetzung und die Zerstörung des Al-Shifa-Krankenhauses, den weltweit einzigartigen Vorgang der systematischen Ermordung mehrerer Hundert Journalisten sowie weitere Marksteine des israelischen Genozids. Der Widerspruch zwischen den Fakten und der Berichterstattung könnte nicht größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Bereich ist die Sprache: &lt;em&gt;„In der deutschen Nahost-Berichterstattung haben sich völlig unterschiedliche Begrifflichkeiten etabliert. Entscheidend ist nicht die Tat, sondern wer der Täter und wer das Opfer ist.“&lt;/em&gt; Konkret wird dieses Wording beschrieben im &lt;em&gt;„Glossar des Genozids“&lt;/em&gt; mit den Stichworten von &lt;em&gt;„Anti-Terror-Einsatz“&lt;/em&gt; bis &lt;em&gt;„Ziel“&lt;/em&gt;. Goldmann präsentiert das von den Medien tatsächlich Gemeinte, das nichts mehr mit der eigentlichen Bedeutung der Wörter gemein hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bestätigung seiner Hypothese findet der Autor auch bei der Untersuchung der Titelseiten der einflussreichsten Nachrichtenmagazine Spiegel, Stern und Focus: Hier herrscht nahezu Schweigen zum zentralen weltpolitischen Konflikt unserer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im abschließenden Kapitel werden die Gründe für das Verhalten der deutschen Medien durchleuchtet. Der herrschende Rassismus, die Macht der wenigen Medienkonzerne, die fast monopolartige Rolle der dpa, der gigantische öffentlich-rechtliche Rundfunk, das Feigenblatt Presserat, all das produziert den extremen deutschen Medien-Bias.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so war es schon immer in der BRD, möchte ich an dieser Stelle ergänzen. Vor 1989 galt die – meist unausgesprochene – Übereinkunft, die die Grenzen des Sagbaren streng innerhalb der Staatsräson festgelegt hat, in Konfrontation zur DDR und zur UdSSR. Vor 1989 waren die westdeutschen Medien entweder rechts oder liberal, aber immer staatstragend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im westlichen Siegestaumel der 1990er Jahre haben Genscher und Kohl als wichtigstes außenpolitisches Projekt den Frontalangriff gegen Jugoslawien geführt, und die Medien waren, so wie heute, ausnahmslos parteiisch, einzig Peter Handke hat den breiten anti-serbischen Konsens durchbrochen. Direkt an die mediale Hetze des Kosovokrieges hat sich die Formierung des &lt;em&gt;„Krieges gegen den Terror“&lt;/em&gt; angeschlossen, auch hier galt unangemessene Parteilichkeit mehr als journalistisches Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die herrschende Politik wird immer medial gestützt, nur das Ausmaß variiert und im Fall Gaza-Palästina-Israel legt Goldmann die besonders verfälschende Berichterstattung über ein besonderes Verbrechen dar. Auf 18 Seiten reiht der Autor die Beweise und Indizien auf, dass es sich in Gaza um einen Genozid handelt. Dokumentierte Worte und Taten lassen keinen anderen Schluss zu, doch die deutschen Medien schweigen, verdrehen und diffamieren.&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Wie lange hätten die deutschen Bundesregierungen ihre bedingungslose Unterstützung Israels aufrechterhalten können, wenn Medien der deutschen Öffentlichkeit das wahre Ausmaß von Israels Gewalt in Gaza, Libanon und anderen Orten der Region vermittelt hätten? Wie viele Menschen hätten noch leben können, wenn Redaktionen ihre Berichterstattung an den Erkenntnissen von Menschenrechtlerinnen und Genozid-Forschern statt an Behauptungen von Israels Armee ausgerichtet hätten? Wenn die tagesschau am 28. November 2023 nicht nur Antisemitismus-, sondern auch Genozid-Experten zur Gewalt in Gaza befragt hätte. Wenn die tagesthemen am 10. Mai 2024 mit den Studenten gesprochen hätten, die in Berlin gegen Israels Genozid protestierten, anstatt sie mit der ‚Hitler-Jugend‚ zu vergleichen. Wenn die FAZ am 18. November 2024 die Forderung des Papstes, die Völkermord-Vorwürfe gegen Israel zu prüfen, begrüßt hätte, anstatt ‚seine Barmherzigkeit gilt vor allem der Hamas‘ zu kommentieren. Wenn die Süddeutsche Zeitung am 29. Dezember 2024 in ihrem Beitrag ‚Völkermord? Im Ernst?‘ die Fragezeichen gegen Ausrufezeichen ausgetauscht hätte? Wenn bei der taz jemand interveniert hätte, als selbst noch am 9. März 2025 ein Redakteur mit einem Mix aus Auslassungen, Irreführungen und IDF-Angaben behauptet: ‚Die Völkermord-Anklage gegen Israel erlebt eine Renaissance. Dieser Vorwurf ist haltlos.‘“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Angesichts von Fabian Goldmanns ausführlicher Darlegung des Genozidverbrechens ist es seltsam, wenn Sascha Stanicic im Vorwort des Verlages schreibt: &lt;em&gt;„Man kann (…) in Frage stellen, ob eine Beweisführung in Bezug auf das bisherige Vorgehen Israels unzweideutig möglich ist (…)“&lt;/em&gt;. Nein, der Beweis für Völkermord ist erbracht und wird täglich neu erbracht! Was soll das? Zum Nachschlagen und zu Studienzwecken wäre es gut, wenn die Empirie etwas deutlicher vom Text getrennt wäre; dies würde zugleich eine straffere Sortierung der Inhalte ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komplex Gaza, Israel und Deutschland kann nur mithilfe der Studie &lt;em&gt;„Staatsräsonfunk“&lt;/em&gt; verstanden werden. Und die Arbeit weist vielfach über das Thema hinaus, sie ist zwingend für das Verständnis der bürgerlichen Medien in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabian Goldmann&lt;br /&gt;
Staatsräsonfunk&lt;br /&gt;
Deutsche Medien und der Genozid in Gaza. Mit einem Geleitwort von Ilan Pappé.&lt;br /&gt;
Manifest Verlag&lt;br /&gt;
407 Seiten, 22 Euro&lt;br /&gt;
ISBN 978-3-96156-145-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstveröffentlichung am &lt;a href=&quot;https://etosmedia.de/kultur/buchrezension-staatsraesonfunk-techniken-der-einseitigkeit/&quot;&gt;16. April 2026 auf etos.media&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 20:54:00 +0200</pubDate>
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</item>
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    <title>Was Israelis aus den Albträumen eines iranischen Henkers lernen können</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14136-Was-Israelis-aus-den-Albtraeumen-eines-iranischen-Henkers-lernen-koennen.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/henker_iran.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/henker_iran.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=680,left=1320,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5138 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/henker_iran.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt einen Vermummten, der auf einer LKW Ladefläche einen Galgenstrick hält, der an einem Kran des LKWs befestigt ist. Hinter ihm stehen weitere derartige LKWs.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine öffentliche Hinrichtung auf dem Fayyam-Platz in Shiraz, 21. November 2018. (Students&#039; News Agency)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Da Israel die Todesstrafe einführt, können sich Regierungsminister von dem, was sie als „iranisches Terrorregime“ bezeichnen, sowohl inspirieren lassen als auch warnen lassen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nur wenige von uns werden jemals eine so intensive Freude erleben wie die, die den israelischen Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, Ende letzten Monats überkam, als die Knesset &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israel-death-penalty-law-palestinian-prisoners/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;für die Legalisierung der Todesstrafe&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für Palästinenser stimmte. Die Champagnerflasche, die er &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/reels/DWl3SKAjeNH/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;zu öffnen versuchte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, mit theatralischer Feierlichkeit, wird der Größe der Euphorie, die er in diesem Moment empfunden haben muss, nicht ganz gerecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Todesstrafe ist, wie Ben Gvir sicherlich weiß, nicht nur Spaß und Spiel: Sie erfordert umfangreiche logistische Vorkehrungen. Und in dieser Hinsicht kann er viel von dem lernen, was er &lt;a href=&quot;https://www.middleeasteye.net/live-blog/live-blog-update/israeli-minister-invokes-genocidal-amalek-call-amid-war-iran&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;als&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; „iranisches Terrorregime“ bezeichnet – einem der weltweit führenden Vertreter dieser Praxis, der für &lt;a href=&quot;https://deathpenaltyinfo.org/amnesty-international-global-report-2024-lowest-number-of-countries-carried-out-highest-number-of-recorded-executions-in-a-decade&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;64 Prozent&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; der weltweit im Jahr 2024 dokumentierten staatlich sanktionierten Hinrichtungen verantwortlich ist. Ben Gvir hätte sich keinen professionelleren und erfahreneren Mentor wünschen können als die Islamische Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem neuen israelischen Gesetz rechtfertigen nur Morde, die mit der Absicht begangen wurden, „die Existenz des Staates Israel zu negieren“, die Todesstrafe. Und obwohl dies sicherlich vage genug ist, um so viele Palästinenser wie möglich einzubeziehen, werden seine Verfasser eine verpasste Gelegenheit bedauern, gegen andere Dissidenten und Abweichler vorzugehen – obwohl Finanzminister Bezalel Smotrich schnell darauf &lt;a href=&quot;https://www.ynet.co.il/news/article/bjb00punzbg&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;bestand&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, dass das Gesetz auch für „Verräter aus den eigenen Reihen“ gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch haben Israels rechtsextreme Gesetzgeber im Vergleich zu ihren iranischen Kollegen noch einen langen Weg vor sich. Die Liste der Straftaten, die im Iran die Todesstrafe rechtfertigen, ist in ihrem Umfang schwindelerregend und umfasst Einbruch, Prostitution, Drogenhandel, Homosexualität, politische Dissidenz, Ehebruch und „Krieg gegen Gott“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem neuen israelischen Gesetz sollen Hinrichtungen durch Erhängen in einer vom israelischen Strafvollzugsdienst verwalteten Einrichtung vollstreckt werden. Wie langweilig. Auch hier kann sich Ben Gvir von der Islamischen Republik inspirieren lassen. Wie wäre es mit einer öffentlichen Hinrichtung auf dem Stadtplatz? Unterhaltung für die Massen ist in diesen schwierigen Zeiten nicht zu verachten, und sie ist kostenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum sollte er sich auf nur eine Methode beschränken? Die Islamische Republik hat Hinrichtungen auch durch Erschießungskommandos, Steinigung und das Herabstürzen von Menschen von einer Klippe vollzogen. Wäre Steinigung nicht ein passender Tribut an Ben Gvirs bekundetes Bekenntnis zur jüdischen Tradition?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine letzte Frage bleibt noch zu klären: Wer soll die Hinrichtungen durchführen? Israel hat kaum Erfahrung mit Henkern; tatsächlich hat bisher nur eine einzige Person diese Rolle ausgeübt. Shalom Nagar, der den Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann hinrichtete, berichtete später von PTBS und Albträumen, die ihn für den Rest seines Lebens verfolgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in dieser Angelegenheit kann Israel auf die reiche Erfahrung des Iran zurückgreifen. Die Frage der Henker nimmt einen großen Teil des öffentlichen und kulturellen Diskurses im Iran ein – unter anderem in dem eindringlichen Film „There Is No Evil“ von Regisseur Mohammad Rasoulof, der sich damit befasst, wie das Böse durch gewöhnliche Menschen vollstreckt wird, die dazu verdammt sind, in einer Gesellschaft von Henkern zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &lt;a href=&quot;https://iranwire.com/fa/citizen-rights/1754/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;aufschlussreiches Interview&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; mit einem solchen Henker – einem jungen Wehrpflichtigen, der in der Sicherheitseinheit des iranischen Strafvollzugsdienstes diente – wurde vor einem Jahrzehnt auf der Website IranWire veröffentlicht (einem außerhalb des Iran erscheinenden persischsprachigen Medium, das dem Regime gegenüber äußerst kritisch eingestellt ist). Da auch unsere Henker „gewöhnliche Menschen“ sein werden – Väter, Söhne, Brüder und Nachbarn –, lohnt es sich, seinen Überlegungen Beachtung zu schenken; sie könnten für uns bald relevant werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;„Ich sah mich als verantwortlich für den Tod eines Menschen“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Rasoul (ein Pseudonym, das der junge Soldat verwendete) wurde von seinem Kommandanten aufgefordert, bereits fünf Monate nach Dienstantritt eine Hinrichtung durchzuführen. „Ich fühlte mich sowohl unter Druck gesetzt als auch aufgeregt“, erzählte er IranWire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Wahrheit ist, dass ich schon vorher eine Art Neugierde verspürt hatte, einer solchen Zeremonie beizuwohnen“, fuhr er fort. „In dem Gefängnis, in dem ich Dienst tat, wurde der Hof, der sich jeden Morgen öffnet, erst nach der Hinrichtung wieder geöffnet. Als ich das Galgenseil sah, wollte ich die Zeremonie sehen, aber Soldaten durften Hinrichtungen nicht beiwohnen, es sei denn, sie fungierten als Henker.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er das erste Mal im Hof neben dem Galgen stand, zitterten seine Hände und Beine stärker als die des Angeklagten, der wegen Drogenhandels und Vergewaltigung zum Tode verurteilt worden war. „Ich konnte kaum laufen, aber sie sagten mir, ich solle den Angeklagten zum Galgen bringen und ihm die Schlinge um den Hals legen“, erzählte Rasoul. „Die Beine des Angeklagten waren wie gelähmt und er bewegte sich nur mühsam, und obwohl ich selbst zitterte, spürte ich das heftige Zittern seines Körpers. Trotzdem brachte ich ihn zum Galgen und legte ihm das Seil um den Hals.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei der Zeremonie, die als &lt;em&gt;qisas&lt;/em&gt; (Vergeltungstötung oder „Auge um Auge“) bekannt ist, bei der die Familie des Opfers des Hingerichteten entweder entscheiden kann, die Tötung zu stoppen, oder selbst den Hocker unter den Füßen des Hingerichteten wegtreten kann, sind es bei einer staatlichen Hinrichtung die Henker, die den Hocker wegtreten, erklärte Rasoul. „In dem Gefängnis, in dem ich tätig war, gab es einen Hocker, aber ich habe gehört, dass es in größeren Gefängnissen einen Kran gibt und der Henker nur einen Knopf drückt, um ihn zu bedienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasouls Aufgabe war es, den Hocker unter den Füßen des Angeklagten wegzuziehen, nachdem das Urteil verlesen worden war. „In dem Moment, in dem der Hocker weggetreten wird, ist die Aufgabe des Henkers beendet, und er muss die Hinrichtungszeremonie sofort verlassen“, sagte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung, so erzählte Rasoul, schlief er zwei Nächte lang nicht und litt unter Albträumen und Gewissensbissen. „Ich sah mich als verantwortlich für den Tod eines Menschen und gab mir selbst die Schuld. Ich ging zum Gefängnisberater und erzählte ihm alles. Er sagte: ‚Das sind Menschen, die sterben müssen. Diejenigen, die hingerichtet werden, haben sich selbst getötet; du tötest niemanden.‘ Er redete eine Weile, aber das half mir nicht, meine Qualen zu lindern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasoul war bei etwa 15 Hinrichtungen anwesend und erlebte viele Szenen, die ihn nicht mehr losließen. „Einmal, als ich einen Angeklagten hinführte, um ihm die Schlinge um den Hals zu legen, urinierte er vor Angst in die Hose“, erklärte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weinte auch während einer Hinrichtung. „Da war ein 19-jähriger Junge im Gefängnis, der sich mit seinem Freund gestritten und ihn getötet hatte. Er war ein sehr kluger und höflicher junger Mann. Die Sozialabteilung des Gefängnisses tat alles, um die Zustimmung der Familie des Opfers zur Vergebung zu erhalten, aber sie lehnten ab. Am Tag der Hinrichtung brachte ich ihn zum Galgen. Es war die Familie des Opfers, die ihm den Hocker unter den Füßen wegstieß. Ich brach einfach zusammen und weinte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Rasoul fand etwa zwei Jahre nach dem Ende seines Militärdienstes statt. „Seit zwei Jahren gehe ich nun schon zu einem Psychiater und nehme Medikamente, um meine Angstzustände und Albträume zu lindern“, sagte er. „Verzeih mir, wenn meine Stimme zittert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Version dieses Artikels wurde zuerst auf Hebräisch bei Local Call veröffentlicht. Lies ihn &lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;https://www.mekomit.co.il/%d7%9e%d7%94-%d7%a9%d7%91%d7%9f-%d7%92%d7%91%d7%99%d7%a8-%d7%99%d7%9b%d7%95%d7%9c-%d7%9c%d7%9c%d7%9e%d7%95%d7%93-%d7%9e%d7%95%d7%95%d7%99%d7%93%d7%95%d7%99%d7%95-%d7%a9%d7%9c-%d7%aa%d7%9c%d7%99%d7%99/&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;hier&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/writer/orlyn/&quot;&gt;Orly Noy&lt;/a&gt; 09. März 2026 in +972magazine: &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israelis-nightmares-iranian-hangman&quot;&gt;&quot;What Israelis can learn from the nightmares of an Iranian hangman&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Orly Noy ist Redakteurin bei Local Call, politische Aktivistin und Übersetzerin von persischer Lyrik und Prosa. Sie ist Vorsitzende des Vorstands von B’Tselem und Aktivistin der politischen Partei Balad. In ihren Texten beschäftigt sie sich mit den Schnittpunkten, die ihre Identität als Mizrahi, als linke Frau, als Frau, als vorübergehende Migrantin inmitten einer ewigen Einwanderin definieren, sowie mit dem ständigen Dialog zwischen diesen Identitäten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 15:32:00 +0200</pubDate>
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    <title>&quot;Wo ist Eure Grenze?“</title>
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            <category>Erkenntnistheoretisches</category>
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            <category>International</category>
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            <category>Politik und Gesellschaft</category>
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            <category>Polizei</category>
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            <category>Soziales</category>
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    <author>nospam@example.com (Sebastian Schröder)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;„Wo ist Eure Grenze?“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Frage stand auf einem Plakat auf der grossen Demonstration am 11. November 2023 in Wuppertal. Zu diesem Zeitpunkt ging die Bombardierung und die Blockade Gazas bereits einen Monat lang, tausende Menschen wurden schon getötet. Trotzdem war das Grauen, das bis heute folgte, im November 2023 unvorstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte heute an diese Demonstration erinnern. Sie war unter dem Motto „Stoppt die israelischen Kriegsverbrechen“ angemeldet. Im Polizeibericht heisst es, dass „die Versammlung insgesamt überwiegend friedlich“ verlaufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, die Demonstration war friedlich. Aber die 2000 Menschen, die damals gegen den Genozid auf die Strasse gegangen sind, wurden auf vielfache Weise während der Demonstration bedrängt und verunsichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vorher, bei der Genehmigung der Demonstration, hat die Polizei das ursprüngliche Motto „Stoppt den israelischen Vernichtungskrieg in Gaza“ untersagt, so dass es in „Stoppt die israelischen Kriegsverbrechen“ geändert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war am 11. November 2023 in Wuppertal verboten, das Wort Genozid auf einem Plakat zu zeigen! Eine junge Frau wurde gezwungen, das Wort „genocide“ zu übermalen, weil sie sonst von der Polizei angezeigt worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wuppertaler Polizeipräsident hat - als oberster Polizist der Stadt - in Begleitung eines Übersetzers persönlich alle arabischsprachigen Plakate kontrolliert. Auch gerufene Parolen wurden überwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während auf der kleinen pro-israelischen Gegendemonstration viele aus der Wuppertaler Zivilgesellschaft von CDU bis Linke waren, sind auf der Demonstration „Stoppt die israelischen Kriegsverbrechen“ fast überhaupt keine linken Menschen aus unserer Stadt gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei bekannte Juso-Mitglieder haben die Teilnehmenden unseres Demozuges mit aggressiven Blicken gemustert, einer der beiden hat heute ein hohes politisches Amt in der Kommunalpoltik inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutschlandweit bekannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach war zusammen mit einem Team von STERN TV auf der Demonstration und hat die Leute mit provokativen Fragen und Statements bedrängt. Aus dem Filmmaterial wurde ein aggressiv-diffamierender Bericht für RTL gemacht, der die Vorurteile gegenüber pro-palästinensischen Menschen bestätigen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das, unangemessene Polizeikontrolle, völkermord-leugnende pro-Israel Demonstranten, das Wegducken der fortschrittlichen Zivilgesellschaft, offene Zensur, Krawall TV mit rechtem Polit-Promi, hat bei den friedlich Demonstrierenden ein Gefühl der Bedrohung und des Ausgeschlossenseins hervorgerufen.Wuppertal war im November 2023 exemplarisch für Deutschland, wo Misstrauen, Vorurteile und Ausgrenzung und das Schweigen der Mehrheit alles bestimmt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und heute, im März 2026? Alles ist seit November 2923 viel schlimmer geworden, und alle sehen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Genozid in Gaza wird fortgesetzt, die ethnische Säuberung der Westbank wird fortgesetzt, Israel führt eine Invasion im Libanon durch, der völkerrechtswidrige Angriffskrieg von USA und Israel zerstört den sogenannten Nahen Osten und die Weltwirtschaft.&lt;br /&gt;
Ob bald Atombomben von den USA und Israel geworfen werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wo ist Eure Grenze?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir möchten jetzt &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Refaat_Alareer&quot;&gt;Refaat Alareer&lt;/a&gt; gedenken, dem grossen palästinensischen Schriftsteller und Hochschullehrer, der am 6. Dezember zusammen mit anderen Mitgliedern seiner Familie getötet wurde. Er hinterlässt uns sein Gedicht „Wenn ich sterben muss“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wenn ich sterben muss&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Wenn ich sterben muss,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;musst du leben&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;um meine Geschichte zu erzählen&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;um meine Besitztümer zu verkaufen&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;um ein Stück Soff zu kaufen&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;um einige Fäden&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;(mache es weiß mit einem langen Ende)&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;sodass ein Kind, irgendwo in Gaza&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;während es das Paradies im Auge hat&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;wartend auf seinen Vater,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;der in einem Feuer verschwand&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;und niemanden verabschiedete&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;nicht einmal sein eigen Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;nicht einmal sich selbst -&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;den Drachen sieht, meinen Drachen,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;den du nähtest,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;über sich fliegend&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;und für einen Moment denkt,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;dort ist ein Engel,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;der Liebe zurückgibt&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Wenn ich sterben muss&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;lass es Hoffnung bringen&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;lass es eine Geschichte sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Übersetzung &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/tarek_bae/?hl=de&quot;&gt;@tarek_bae&lt;/a&gt; auf Instagram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.njuuz.de/home/politik/wo-ist-eure-grenze/&quot;&gt;Rede von Sebastian Schröder am 21. März 2026 auf der „Demonstration für ein befreites und selbstbestimmtes Palästina“&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 11:27:00 +0100</pubDate>
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    <title>Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg</title>
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    <author>nospam@example.com (RaceTheBreeze!)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/diekriegslogik.webp&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/diekriegslogik.webp&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=582,width=381,top=796.5,left=1737,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5005 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;3100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/diekriegslogik.webp&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Buchcover zeigt eine Person, die eine Kerze anzündet. Dahinter ein Transparent mit dem Text &amp;quot;Palestinians and Jews for Peace&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bernd Drücke (Hg.)&lt;br /&gt;
Die Kriegslogik durchbrechen!&lt;br /&gt;
Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg&lt;br /&gt;
14,90 € beim Verlag&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Sammelband &lt;a href=&quot;https://www.graswurzel.net/gwr/produkt/die-kriegslogik-durchbrechen/&quot;&gt;&#039;Kriegslogik durchbrechen&#039;&lt;/a&gt; soll dazu beitragen, dass politische Diskussionen in einem Klima geführt werden können, das nicht von Einschüchterung geprägt ist. Zu Wort kommen Menschen, die sich für Aussöhnung und eine solidarische Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Herrschaft und Gewalt einsetzen. Die Aktivist*innen u.a. von New Profile, Combatants for Peace und Palestinians and Jews for Peace weigern sich, Feinde zu sein. Sie solidarisieren sich mit den Geiseln, den Angehörigen der Opfer von Gewalt in Israel und Palästina, den Geflüchteten und Menschen, die sich dem Mord auf Kommando verweigern. Sie stellen sich sowohl gegen den Terror der islamistischen Hamas als auch gegen den der extrem rechten Netanjahu-Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch dokumentiert Beiträge, die vom 7. Oktober 2023 bis zum (mittlerweile gebrochenen) Waffenstillstand am 19. Januar 2025 in der Monatszeitschrift &lt;a href=&quot;https://www.graswurzel.net/&quot;&gt;Graswurzelrevolution (GWR)&lt;/a&gt; erschienen sind, sowie ein aktuelles Geleitwort von Moshe Zuckermann und einen Beitrag aus der GWR 500 vom Sommer 2025 als Nachtrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wann: Freitag 12. Dezember um 20 Uhr&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wo: Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustr. 2a, 2. Hinterhof, Metro-Station Mehringdamm&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h4&gt;&lt;strong&gt;Eintritt: frei!&lt;/strong&gt;&lt;/h4&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Dec 2025 11:43:00 +0100</pubDate>
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    <title>77 Jahre und zwei Jahre oder: Über Palästina</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13869-77-Jahre-und-zwei-Jahre-oder-UEber-Palaestina.html</link>
            <category>Anarchismus</category>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width:40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2025-10-08_00-16-18.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/photo_2025-10-08_00-16-18.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=735,top=80,left=920,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4960 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2025-10-08_00-16-18.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt eine Frau von hinten, die aus einem zwerbombten Wohnhaus in Richtung der Grenzmauer blickt.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: Global Sumud Flotilla&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Ich bin um 3 Uhr morgens aufgewacht und hab mein Handy gecheckt, weil ich nicht immer die Person bin, die ich sein will, und nicht immer die Gewohnheiten hab, die ich haben will. Ich bin aufgewacht, hab mein Handy gecheckt und gesehen, dass ein weiteres Schiff der Hilfsflotte für Palästina in internationalen Gewässern vom israelischen Militär abgefangen wurde. Ich sah, dass Menschen, die ich kenne und die ich kennen könnte, entführt worden waren und dass sie allem Anschein nach derzeit von israelischer Seite gefoltert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich konnte nicht mehr einschlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gehe davon aus, dass ihr alle bereits auf die Hilfsflotten aufmerksam geworden seid, Schiffe &lt;a href=&quot;https://globalsumudflotilla.org/&quot;&gt;voller mutiger Menschen aus aller Welt&lt;/a&gt;, aber falls nicht, dann tut dies bitte. Jedes Mal, wenn ein Aktivist entführt wird, gibt es konkrete Aufrufe zum Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe nicht viel über Palästina, obwohl ich in den letzten zwei Jahren fast jeden Tag darüber nachgedacht habe. Ich schreibe nicht darüber, weil ich nicht die Stimme bin, auf die die Leute in dieser Frage hören sollten. Ich mache mir Sorgen, vielleicht mehr als ich sollte, dass ich in der Diskussion zu viel Raum einnehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich weiß ein paar Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, dass es seit 77 Jahren (und länger) Völkermord und Widerstand in Palästina gibt und dass es jetzt seit zwei Jahren eine dramatische Eskalation in Gaza gibt. Es lohnt sich, diese ganze Geschichte und die Gegenwart zu verstehen, vor allem, wenn du Sympathie für den Zionismus hast oder in deinem Kopf Zionismus mit Judentum verwechselst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einen Teil dieser Geschichte bereits in meinem Podcast behandelt, darunter Diskussionen über die &lt;a href=&quot;https://www.iheart.com/podcast/1119-cool-people-who-did-cool-96003360/episode/part-one-israeli-international-solidarity-134535598/&quot;&gt;israelische und internationale Solidarität mit den Palästinensern&lt;/a&gt; und die lange Geschichte der &lt;a href=&quot;https://www.iheart.com/podcast/1119-cool-people-who-did-cool-96003360/episode/part-one-hunger-strikes-from-ireland-119893337/&quot;&gt;Hungerstreiks&lt;/a&gt;. Der Zionismus war bewusst ein Siedlerkolonialprojekt (denn das waren keine Schimpfwörter für die Europäer zu der Zeit, als der Zionismus Ende des 19. Jahrhunderts seinen Anfang nahm), und die ersten zionistischen Siedlungen in Palästina schufen eine Gesellschaft (und vor allem eine Wirtschaft), die völlig losgelöst von den bestehenden Menschen und der Kultur der Region war. Ich schreibe „die ersten zionistischen Siedlungen” und nicht „die ersten jüdischen Siedlungen”, weil Juden schon immer in Palästina gelebt haben, auch ziemlich aktiv im 19. Jahrhundert vor dem Zionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Osmanische Reich hat religiösen Minderheiten zwar keine vollen und gleichen Rechte gewährt, aber es war wesentlich freundlicher zu Juden als Europa. Als die Juden 1492 von der Iberischen Halbinsel vertrieben wurden, waren es die Osmanen, die sie aufnahmen. Auch schwule Männer flohen aus Europa ins Osmanische Reich, weil die muslimische Gesellschaft Homosexualität wesentlich toleranter gegenüberstand als das christliche Europa. (Das Osmanische Reich verdient eine eigene Kritik, auf die ich in meinen Episoden über den Widerstand gegen den Völkermord an den Armeniern ausführlich eingegangen bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass ich es so gut ausdrücken kann wie die jüdischen Antizionisten, und wahrscheinlich hast du in den letzten Jahren schon oft darüber gelesen, aber wir dürfen niemals, niemals zulassen, dass Judentum oder Jüdischsein mit Zionismus gleichgesetzt werden. Das ist genau das, was sowohl Zionisten als auch Antisemiten (und die gar nicht so seltenen antisemitischen rechten christlichen Zionisten) wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beste Buch, das ich persönlich über die Geschichte des zionistischen Projekts gelesen habe, ist „The Hundred Years’ War on Palestine“ von Rashid Khalidi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehme an diesem Memoirenkurs von &lt;a href=&quot;https://raechelannejolie.substack.com/&quot;&gt;Raechel Anne Jolie&lt;/a&gt; teil, weil ich abstrakt gesehen versuche, eine Art Memoiren zu schreiben, und Raechel weiß, was sie tut. Für das Schreiben dieser Memoiren habe ich alte Tagebücher und alte Texte durchgesehen und viel über das halbe Jahr gelesen, das ich in Amsterdam verbracht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich in Amsterdam lebte (2005 und 2006), war ich mit vielen Israelis befreundet, weil viele israelische Anarchisten in Amsterdam lebten, weil sie sich weigerten, in der IDF/IOF zu dienen. Denn die Unterdrückung der Palästinenser hat nicht erst vor zwei Jahren begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache mir Gedanken darüber, mich auf die Erfahrungen dieser Israelis zu konzentrieren, weil sie in der Diskussion nicht mehr im Mittelpunkt stehen sollten als weiße Amerikaner in Diskussionen über die Dekolonisierung, die hier in Nordamerika genauso wichtig ist. Aber man kann sich nicht aussuchen, wo man geboren wird, und für mich war es durch die Bekanntschaft mit diesen Israelis in Amsterdam ziemlich einfach zu verstehen, dass Judentum und Zionismus zwei völlig verschiedene Dinge sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann dir von zwei jungen Männern erzählen, die beide Yoni hießen. Der eine Yoni war ein leidenschaftlicher anarchistischer Aktivist, prinzipientreu und organisiert. Als er zum Dienst in der IDF einberufen wurde, marschierte er in das Büro und sagte ihnen, dass er auf keinen Fall ein Gewehr in die Hand nehmen würde, um die Palästinenser zu unterdrücken. Er verbrachte einige Zeit im Gefängnis wegen seiner Dienstverweigerung und verließ dann das Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Yoni war der Typ, der mich auf Blind Guardian gebracht hat. Er liebte Chaos und Magie und erzählte mir, er sei der Schlagzeuger jeder Anarcho-Punk-Band in Israel, obwohl er Metal viel lieber mochte. Als er zum Militärdienst einberufen wurde, ging er zur IDF und sagte: „Klar, gebt mir eine Waffe. Ich will Menschen töten. Ich weiß nicht, wen ich töten werde. Vielleicht mich, vielleicht dich, aber gib mir eine Waffe.“ Die IDF entschied, dass sie den Chaosmagier Yoni nicht haben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird dich nicht überraschen, dass ich mich mit Chaos Yoni besser angefreundet habe, obwohl die wichtigste Geschichte, die ich über ihn zu erzählen habe, die ist, dass ich ihm versehentlich mit einem Schlagstock auf das Ohr geschlagen habe, als wir mit der Schutzausrüstung herumspielten, die unsere Freunde von der Polizei geklaut hatten. Sein ganzes Ohr war etwa eine Woche lang lila und blau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann dir auch von Tal erzählen. Ruhe in Frieden, Tal. Tal war eine israelische Anarchistin, die in Amsterdam lebte und jung an Krebs starb. Sie war ziemlich klein. Sie war mit einem Niederländer namens Sjoerd (ausgesprochen ungefähr „short“) zusammen, der sehr groß war. Ich fand das super witzig. Niemand sonst fand das lustig. Tal lebte in Amsterdam, weil sie nichts mit der israelischen Besetzung Palästinas zu tun haben wollte, aber sie fuhr fast jeden Monat mit Sjoerd zurück, um an den Protesten im Westjordanland teilzunehmen. Dort arbeiteten die beiden solidarisch – und als freiwillige menschliche Schutzschilde – für die Palästinenser im Westjordanland, die an einer der größten zivilen Ungehorsamskampagnen teilnahmen, die die Welt je gesehen hat, und bei jeder Gelegenheit mit Schüssen konfrontiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn was man auch wissen und nicht vergessen sollte, wenn wir nun zwei Jahre dieses „Krieges“ hinter uns haben, ist, dass die Palästinenser verdammt noch mal alles versucht haben. Sie haben internationale Appelle versucht, sie haben massive gewaltfreie Kampagnen versucht, sie haben Hungerstreiks versucht, sie haben versucht, innerhalb des Systems zu arbeiten. In den 1990er Jahren, nach einem halben Jahrhundert des Kampfes, waren sie bereit, sehr, sehr erhebliche Kompromisse einzugehen, um eine Zwei-Staaten-Lösung zu akzeptieren. Aber das Angebot, das sie erhielten (ausgehandelt von Bill Clinton), war keine Zwei-Staaten-Lösung, sondern reine und unverhüllte Unterdrückung und Unterwerfung, und ihr Kampf ging weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch immer, freies Palästina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Margaret Killjoy, &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/77-years-and-two-years&quot;&gt;77 years and two years or: On Palestine&lt;/a&gt;, 08. Oktober 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [authorisiert]&lt;p&gt;&lt;hr /&gt;&lt;p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 13:39:00 +0200</pubDate>
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    <title>All eyes on Gaza</title>
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    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/08a55df8a459776f.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/08a55df8a459776f.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=320,left=680,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4953 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/08a55df8a459776f.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto von © Björn Obmann zeigt einen Ausschnitt aus der Demo. Sichtbar sind eine Fahne der &amp;quot;Antikolonialen Aktion&amp;quot; eine Papptafel mit dem Text &amp;quot;Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht&amp;quot; sowie eine Tafel mit &amp;quot;Jüdische Mitbüger:innen wegen Israelkritik unter Extremismusverdacht?!? Wann hört die Freak-Show endlich auf?&amp;quot;. Halb verdeckt ist ein Transparent mit dem Text: &amp;quot;Die Würde des Menschen ist antastbar&amp;quot; zu sehen.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Unter dem Titel „All Eyes on Gaza – Stoppt den Genozid!“ demonstrierten am 27. September 100.000 Menschen in Berlin für ein Ende des Krieges in Gaza, für den Stopp deutscher Waffenlieferungen nach Israel und für einen ungehinderten Zugang humanitärer Hilfe für die Menschen im Gazastreifen. Ein Bündnis aus mehr als 50 Organisationen, Verbänden und Einzelpersonen hatten die Versammlung organisiert, darunter propalästinensische Gruppen, jüdische Aktivist*innen, Medico International, Amnesty International und die Partei Die Linke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/all-eyes-on-gaza&quot;&gt;Fotos beim Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„In Gaza werden nach wie vor ganze Familien durch Bomben ausgelöscht und tagtäglich wahllos Zivilist:innen umgebracht, unter ihnen viele Kinder. Hungernde Menschen suchen an den wenigen israelisch kontrollierten Ausgabestellen nach Hilfe und finden dort stattdessen den Tod. Unabhängige humanitäre Hilfe und Versorgung wird durch Israel blockiert und verhindert. Fast die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens befindet sich auf der Flucht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Vorgehen der israelischen Regierung wird von Expert:innen und internationalen Organisationen seit Langem als Genozid beschrieben und vom Internationalen Gerichtshof als solcher untersucht. Während jede:r sehen kann, wie die israelische Armee Massengräuel in Gaza verübt, leugnet die Bundesregierung die systematische Gewalt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir wollen die deutsche Komplizenschaft beenden und gegen die sogenannte Staatsräson auf die Straße gehen! Wir fordern von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Beenden Sie jegliche militärische Kooperation mit Israel. Dazu gehören Import, Export und Transit von Waffen, Munition und anderen Rüstungsgütern.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nutzen Sie alle zur Verfügung stehenden Mittel, um den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe nach den anerkannten humanitären Prinzipien sowie einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand für Gaza zu erreichen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Setzen Sie sich für ein Ende der seit Jahrzehnten andauernden Vertreibung und der illegalen Besatzung des palästinensischen Gebiets ein.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Unterstützen Sie die internationale Gerichtsbarkeit ohne Einschränkungen und setzen Sie ihre Entscheidungen vollständig um.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Setzen Sie sich für die Freilassung aller Opfer von Kriegsverbrechen ein, die sich als illegal Inhaftierte zu Tausenden in israelischen Gefängnissen und zu Dutzenden in Geiselhaft in Gaza befinden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Setzen sie sich für die Verwirklichung des Rechts auf individuelle und kollektive Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Palästinenser:innen ein.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Schützen Sie die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Wissenschaftsfreiheit in Deutschland. Beenden Sie die Unterdrückung legitimer Proteste und freier Meinungsäußerung der Palästina-solidarischen Bewegung.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir verurteilen alle Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen, unabhängig davon, ob sie von israelischen oder palästinensischen Akteur:innen begangen werden. Für uns gelten das Völkerrecht und die Menschenrechte immer und für alle. Angesichts der Massentötungen in Gaza und der systematischen Zerstörung richten wir unsere Hauptkritik aber an die israelische Regierung und ihre Unterstützer:innen.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;(&lt;a href=&quot;https://all-eyes-on-gaza.de/&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Aufruf zur Veranstaltung&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Weitere Ereignisse zu diesem Thema&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/united-for-gaza/&quot;&gt;United for Gaza&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/stop-arming-financing-excusing-genocide/&quot;&gt;Stop arming financing excusing genocide!&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/fuer-einen-gerechten-frieden-in-palaestina-und-israel-2/&quot;&gt;Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/fuer-einen-gerechten-frieden-in-palaestina-und-israel/&quot;&gt;Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/free-palestine-will-not-be-cancelled/&quot;&gt;Propalästinensche Anti-Kriegsdemo in Berlin&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.umbruch-bildarchiv.de/willkomm1.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Umbruch Bildarchiv Startseite&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/welcome.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Überblick über das Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/suchfeld.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Umbruch Bildarchiv Ereignisse&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://all-eyes-on-gaza.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://all-eyes-on-gaza.de/&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 14:20:00 +0200</pubDate>
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    <author>nospam@example.com (Sebastian Schröder)</author>
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    &lt;strong&gt;Rede von Sebastian Schröder auf der Mahnwache und Kundgebung „Freiheit für Palästina“ am 4. Oktober 2025 in Wuppertal&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Sebastian Schröder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin in der Palästina-Solidarität aktiv und möchte heute über unsere Wuppertaler Partnerstadt Beʾer Scheva sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen rassistischen Vorfall wird in der israelischen Zeitung Haaretz vom 25. September 2024 berichtet. Ich zitiere den Originaltext in einer Übersetzung aus dem Englischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Israel flößt seinen Kindern die Werte des Mobs ein&lt;br /&gt;
Zilberman High School in Be’er Sheva.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich Dutzende von Schülern in einer Schule vor, die ein 12-jähriges arabisches Mädchen aus der 7. Klasse umringen und laut „Dein Dorf soll brennen“ singen. So geschah es letzte Woche in der Zilberman-Schule in Be’er Sheva, nachdem das Mädchen es gewagt hatte, während einer Klassendiskussion Mitgefühl für die Kinder von Gaza auszudrücken (Haaretz, 24. September).&lt;br /&gt;
Und was tat die Schule daraufhin? Sie suspendierte das Mädchen. Und das Bildungsministerium? Es stützte die Suspendierung. Und die Eltern der anderen Schüler an der Schule? Sie forderten in einer WhatsApp-Gruppe, dass sie vom Unterricht ferngehalten wird. Und die Gemeinde? Nun, die stellvertretende Bürgermeisterin schlug vor, ihrer gesamten Familie die Staatsbürgerschaft zu entziehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image6609_medium_marked.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/main_image6609_medium_marked.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=795,width=1185,top=330,left=695,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4956 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image6609_medium_marked.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt eine Frau die einem Jungen anlächelt, beide spielen während des Protestes auf Trommeln.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Protest von Frauen gegen die Vertreibung der Beduinen, Beʾer Scheva, Israel, 21.3.2012&lt;br /&gt;
Fotograf: Keren Manor / Activestills&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Text lautet im folgenden:&lt;br /&gt;
„Das Mädchen erzählte Haaretz, dass sie in der Diskussion im Klassenzimmer sagte, dass Kinder in Gaza an Hunger leiden und sterben. Als der Unterricht zu Ende war, begannen die anderen Schüler in der Klasse, sie anzugreifen, beschuldigten sie, die Hamas zu unterstützen, beschimpften sie und sangen „Dein Dorf sollte brennen“. Diese Mob-Kultur ist gut etabliert: Videos von der Schule wurden in den sozialen Medien gepostet, und die Reaktionen, die zur Gewalt aufriefen, haben ihren Zweck erfüllt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter heisst es:&lt;br /&gt;
„Der Vater des Mädchens erzählte, dass „sehr schnell die Schüler anfingen, sich um sie zu scharen“ und dass „der Lehrer einfach wegging und das Mädchen sich gegen die Schüler wehren ließ, bis ein anderer Lehrer kam, die Situation sah und sie zur Direktorin brachte.“ Die Direktorin ihrerseits alarmierte den Vater und teilte ihm mit, dass seine Tochter für mehrere Tage suspendiert werde, „um zu verstehen, woher die Winde wehen“ und um seine Tochter vor Angriffen und Belästigungen zu schützen. Der Vater beschloss, auch seine zweite Tochter zu Hause zu behalten, aus Angst, dass sie belästigt werden würde, und er sagte, dass andere arabische Schüler an der Schule das Gleiche taten. Das Bildungsministerium berichtete, dass beschlossen wurde, das Mädchen aufgrund ihres Verhaltens von der Schule fernzuhalten, bis die Angelegenheit vollständig geklärt ist, und um Reibereien zwischen ihr und den anderen Schülern zu vermeiden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung lautet weiter:&lt;br /&gt;
„Der Vorfall an der Zilberman-Schule ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich in der Gesellschaft und im Land beunruhigende Entwicklungen vollziehen und dass der Krieg nur dazu beigetragen hat, sie zu beschleunigen. Jedes Glied in der Kette der Ereignisse und alle Beteiligten – Erwachsene und Kinder, auch auf privater, institutioneller, bildungsbezogener, kommunaler und nationaler Ebene – sind davon betroffen. Ein 12-jähriges Mädchen äußerte ihre Meinung während einer Diskussion in der Klasse. Sie ist dem Mobbing in der Gruppe überlassen und wenn Erwachsene so freundlich sind, einzugreifen, finden sie es angemessen, sie zu suspendieren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter heisst es:&lt;br /&gt;
„Die Schule hat kläglich versäumt, das Mädchen zu verteidigen, und mit ihrer Entscheidung, sie zu suspendieren, unterstützt sie tatsächlich das Mobbing-Verhalten der anderen Schüler und vermittelt Werte, die die politische Verfolgung, die jüdische Vorherrschaft (dass jüdische Kinder angeblich alles über Araber sagen dürfen, während Araber sich nicht politisch äußern dürfen), Gruppenmobbing und Mob-Attacken unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem ordentlich geführten Land wäre die richtige Adresse, um dieses Unrecht zu korrigieren, der Bildungsminister gewesen. In Israel ist das Yoav Kisch, ein erwiesener politischer Gesetzesbrecher und Teil einer rassistischen, nationalistischen Regierung. Man würde hoffen, dass jemand im Bildungsministerium, in der Gemeinde oder in der Schule zur Vernunft kommt und diese Schülerin schützt.“&lt;br /&gt;
Zitat Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Wuppertalerin hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Wuppertal über diesen schlimmen Vorfall informiert und gebeten, sich dazu zu äußern. Aber die Lehrer*innen-Gewerkschaft GEW schweigt gegenüber diesem Verbrechen, das sich in jeder Schule in Beʾer Scheva wiederholen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wuppertal ist dieser pogromartige Angriff auf ein zwölfjähriges palästinensisches Mädchen kein Thema – nein, es ist sogar noch schlimmer: im Lokalteil der Westdeutschen Zeitung vom 9. August 2025 kommen israelische Einwohner*innen von Beʾer Scheva mit Wurzeln in Elberfeld zu Wort. Sie sagen zur beduinischen Minderheit : „in einem Kindergarten werden (.) auch beduinische Kinder betreut (.) und alle gleich behandelt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Wirklichkeit ist eine andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image14720_medium_marked.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/main_image14720_medium_marked.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=795,width=1185,top=330,left=695,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4957 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image14720_medium_marked.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Beduinen und Unterstützer protestieren gegen den Prawer-Plan, eine Regierungsmaßnahme, die darauf abzielt, Beduinen aus ihren nicht anerkannten Dörfern weiter zu vertreiben und sie in städtischen Gemeinden zu konzentrieren. Beʾer Scheva, Israel, 6. Oktober 2011.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Protest gegen den Prawer-Plan, Beʾer Scheva, Israel, 6.10.2011&lt;br /&gt;
Fotograf: Keren Manor&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die indigene beduinische Bevölkerung wird von der israelischen Mehrheitsbevölkerung separiert, sie haben nicht die gleichen Rechte, und immer wieder wird versucht, sie aus den Dörfern zu vertreiben. Bei Wikipedia heisst es:“Während des Palästinakrieges von 1948 ist ein Großteil der (…) Beduinen geflohen oder wurde vertrieben. Eine weitere Vertreibung von etwa 10.000 Beduinen aus der Region von Beʾer Scheva und Al-Auja (Jericho) in Richtung des Sinai folgte 1950. Ein großer Teil des Negev wurde staatliches bzw. militärisches Gebiet, und die Beduinen wurden auf ein reservat-ähnliches Gebiet im Nordosten des Negev umgesiedelt, das 10 Prozent der der Fläche (..) ausmacht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. September haben tausende Beduin*innen in Beʾer Scheva gegen die Zwangsvertreibungen demonstriert. Unter der aktuellen faschistischen Regierung wurden bereits 4.450 Zwangsräumungen durchgeführt. Ein Tag vor der länger geplanten Demonstration haben die israelischen Polizeikräfte die Bewohner*innen des Dorfes Al Sir gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Die Hausbeitzer*innen mussten ihre eigenen Häuser abreissen -wenn sie dies nicht getan haben, haben sie eine Strafzahlung vom israelischen Staat bekommen. Die brutalen und rassistischen Vorgänge sind auf Instagram bei standing.together.english und negevrcuv dolumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wuppertal wird zu den Vertreibungen der Beduin*innen geschwiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wuppertal wird zur strukturellen rassistischen Gewalt an den Schulen in Beʾer Scheva geschwiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wuppertal wird zu den Kriegsverbrechen des Shimon Tobol, des ehemaligen stellvertretenden Bürgermeisters von Beʾer Scheva, geschwiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange noch?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/13730-Die-Negev-ist-fuer-alle!.html&quot;&gt;„Die Negev ist für alle!“&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Keren Manor / &lt;a href=&quot;https://www.activestills.org/&quot;&gt;activestills.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstveröffentlichung bei &lt;a href=&quot;https://www.njuuz.de/home/politik/wie-lange-noch/&quot;&gt;njuuz - News für Wuppertal&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 11:42:00 +0200</pubDate>
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    <title>Das laute Schweigen</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    Der Dokumentarfilm untersucht die deutsche Politik gegenüber Israel und Palästina und zeigt, wie palästinasolidarische Stimmen in Öffentlichkeit und Kultur zunehmend unter Druck geraten. Durch Interviews, Fallbeispiele und Analysen macht der Film sichtbar, wie Debatten eingeschränkt, Kritik delegitimiert und Meinungsäußerungen sanktioniert werden. DAS LAUTE SCHWEIGEN eröffnet damit eine Auseinandersetzung mit einem Thema, das in Deutschland von Spannungen, Tabuisierungen und Machtasymmetrien geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Thematik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Deutschland unterstützt Israel und dessen Interessen seit Jahrzehnten, nicht erst seit dem tödlichen Angriff der Hamas auf Israel am 7.Oktober 2023, aber seitdem ungebrochen - diplomatisch, materiell und moralisch*. Diese Unterstützung wurde auch fortgesetzt, als der Internationale Gerichtshof (IGH) die Plausibilität eines Völkermords durch die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen feststellte. Staatliche Behörden und große Teile der deutschen Medienlandschaft haben versucht, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, die die Verwicklung Deutschlands an einem möglichen Völkermord** in Gaza infrage stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser repressiven Dynamik zählen die Kriminalisierung von pro-palästinensischem Aktivismus, Verleumdungskampagnen gegen Einzelpersonen und Gruppen, gesetzliche Einschränkungen, Polizeigewalt und Bürgerrechtsverletzungen – wie u.A. von Amnesty International dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Deutsche Regierung hat im August 2025 offiziell angekündigt, keine weiteren Waffenexporte an Israel zu genehmigen, die potentiell gegen zivile Ziele in Gaza verwendet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**Israels Krieg auf Gaza wird u. A. von Amnesty Interational, HRW, MSF, UN-Sonderkomitee, Genocide Watch und B’Tselem als Völkermord eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr &lt;a href=&quot;https://daslauteschweigen.de/&quot;&gt;Informationen&lt;/a&gt; sowie zum &lt;a href=&quot;https://daslauteschweigen.de/support-us&quot;&gt;Crowdfunding&lt;/a&gt; für den Film.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/5udxn1GApGU?si=0g-yGne1bGnufvyc&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 11:19:00 +0200</pubDate>
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    <title>Ava DuVernay, Javier Bardem, Olivia Colman und Mark Ruffalo unter mehr als 1.300, die eine Zusammenarbeit mit israelischen Filminstitutionen ablehnen</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/FilmWorkers4PalestineLogo.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/FilmWorkers4PalestineLogo.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1015,width=1015,top=220,left=780,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4924 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/FilmWorkers4PalestineLogo.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Logo der Filmworkers for Palestine zeigt eine stilisierte Blende einer Kamera mit 8 Lamellen.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Logo der Filmworkers for Palestine&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;In einer historischen Aktion gehören Oscar-, BAFTA-, Emmy-, Cannes-, Berlin-, Venedig-, César-, Goya- und Peabody-Preisträger zu den mehr als 1.300 Filmemachern, die sich weigern, mit israelischen Filminstitutionen und -unternehmen zusammenzuarbeiten, die „am Völkermord und der Apartheid gegen das palästinensische Volk beteiligt sind“.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schauspieler Olivia Colman, Ayo Edebiri, Mark Ruffalo, Riz Ahmed, Tilda Swinton und Javier Bardem sowie die Drehbuchautoren und Regisseure Yorgos Lanthimos, Ava DuVernay, Asif Kapadia, Emma Seligman, Boots Riley, Adam McKay und Joshua Oppenheimer sagen: &lt;em&gt;„In dieser dringenden Krisensituation, in der viele unserer Regierungen das Gemetzel in Gaza ermöglichen, müssen wir alles in unserer Macht Stehende tun, um gegen die Mitschuld an diesem unerbittlichen Horror vorzugehen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Branchenprofis, darunter die Produzenten James Wilson, Robyn Slovo und Tracey Seaward, sagen: &lt;em&gt;„Wir folgen dem Aufruf palästinensischer Filmemacher, die die internationale Filmindustrie dazu aufgefordert haben, Schweigen, Rassismus und Entmenschlichung abzulehnen und ‚alles Menschenmögliche zu tun‘, um die Mitschuld an ihrer Unterdrückung zu beenden.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Hinweis darauf, dass &lt;em&gt;„das höchste Gericht der Welt, der Internationale Gerichtshof, entschieden hat, dass in Gaza ein plausibles Risiko eines Völkermords besteht und dass die Besetzung und Apartheid Israels gegenüber den Palästinensern rechtswidrig sind“&lt;/em&gt;, heißt es in einer Fußnote der Erklärung, dass Beispiele für Mittäterschaft &lt;em&gt;„die Verharmlosung oder Rechtfertigung von Völkermord und Apartheid und/oder die Zusammenarbeit mit der Regierung, die diese begeht“&lt;/em&gt;, umfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Film Workers for Palestine, die die Erklärung veröffentlicht haben, schreiben auf einer &lt;a href=&quot;https://filmworkersforpalestine.org/#pledgefaq&quot;&gt;FAQ-Seite&lt;/a&gt;: &lt;em&gt;„Obwohl sie im israelischen Apartheid-System tätig sind und somit davon profitieren, hat die überwiegende Mehrheit der israelischen Filmproduktions- und -vertriebsgesellschaften, Verkaufsagenturen, Kinos und anderen Filminstitutionen niemals die vollständigen, international anerkannten Rechte des palästinensischen Volkes unterstützt.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Massendeklaration wurde von Filmmakers United Against Apartheid inspiriert, einer Organisation, die 1987 von Jonathan Demme, Martin Scorsese und 100 weiteren prominenten Filmemachern gegründet wurde, um von der US-Filmindustrie zu fordern, den Vertrieb von Filmen im Apartheid-Südafrika zu verweigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oscar-nominierte Produzent und Regisseur Mike Lerner kommentierte seine Entscheidung, die Film Workers Pledge zu unterzeichnen, wie folgt: &lt;em&gt;„Es liegt in der Verantwortung jedes unabhängig denkenden Künstlers, alle ihm zur Verfügung stehenden Ausdrucksmöglichkeiten zu nutzen, um den weltweiten Widerstand gegen dieses Grauen zu unterstützen. Diese Erklärung ist ein wichtiges gewaltfreies Instrument, um die tödliche Straffreiheit zu untergraben, die Israel und seine Verbündeten derzeit genießen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://drive.google.com/file/d/1oSby6Ps4oddrz9asm0rB7BJoJv2Ptm8H/view?usp=sharing/&quot;&gt;Pressemitteilung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;a href=&quot;https://filmworkersforpalestine.org&quot;&gt;Film Workers for Palestine&lt;/a&gt; ist ein Aufruf, der von mehr als 8.000 Filmemachern und Kinomitarbeitern unterstützt wird, um sich für ein Ende des Völkermords und für ein freies Palästina einzusetzen. Wir schaffen Räume und Infrastrukturen für die Organisation als Reaktion auf den Krieg gegen die Palästinenser und die Zensur von Stimmen, die sich gegen Israels Völkermordkampagne aussprechen.&lt;p&gt;&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 14:00:00 +0200</pubDate>
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    <title>Datenbank der israelischen Armee zeigt: Mindestens 83 % der Getöteten in Gaza waren Zivilisten</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/13805-Datenbank-der-israelischen-Armee-zeigt-Mindestens-83-%25-der-Getoeteten-in-Gaza-waren-Zivilisten.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Geheime Infos vom Mai zeigen, dass Israel dachte, es hätte bei seinen Angriffen auf Gaza etwa 8.900 Militante getötet, was auf einen Anteil an zivilen Opfern hindeutet, der in der modernen Kriegsführung kaum zu finden ist, so eine gemeinsame Untersuchung.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daten aus einer internen Datenbank des israelischen Geheimdienstes zeigen, dass mindestens 83 % der Palästinenser, die bei Israels Angriff auf Gaza getötet wurden, Zivilisten waren. Das haben eine Untersuchung des +972 Magazine, Local Call und The Guardian ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/In-Article-Graphics.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/In-Article-Graphics.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=915,width=1215,top=270,left=680,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4909 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/In-Article-Graphics.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Diagramme zeigen 44100 getötete Zivilisten gegenüber 8900 Kämpfern, was 83% zivile Tote gegenüber 17% Kämpfer entspricht. Quellen: Interne israelische Datenbank, die im Mai durch +972, Local Call und The Guardian beschafft wurde.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zahl der palästinensischen Zivilisten und Kämpfer, die zwischen Oktober 2023 und Mai 2025 durch die IDF in Gaza getötet wurden.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Zahlen aus der geheimen Datenbank, in der die Todesfälle von Militanten der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) erfasst sind, stehen in krassem Widerspruch zu den öffentlichen Erklärungen der israelischen Armee und Regierungsvertreter während des gesamten Krieges, die im Allgemeinen ein Verhältnis von 1:1 oder 2:1 zwischen zivilen Opfern und militanten Opfern &lt;a href=&quot;https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/netanyahu-lashes-foreign-press-for-false-reporting-regarding-gaza-humanitarian-situation/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;angegeben haben&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Stattdessen stützen die geheimen Daten die &lt;a href=&quot;https://aoav.org.uk/2024/netanyahu-got-it-wrong-before-the-us-congress-idfs-clean-performance-in-gaza-is-a-lie/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Ergebnisse&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.thenation.com/article/world/gaza-death-toll-evidence/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;mehrerer&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://euromedmonitor.org/en/article/6004/Contrary-to-Israeli-claims,-9-out-of-10-of-those-killed-in-Gaza-are-civilians%E2%80%8B&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Studien&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://www.frontiersin.org/journals/public-health/articles/10.3389/fpubh.2024.1359189/full&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;die darauf hindeuten,&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; dass Israels Bombardierung des Gazastreifens Zivilisten in einem Ausmaß getötet hat, das in der modernen Kriegsführung kaum Parallelen findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die israelische Armee hat die Existenz der Datenbank bestätigt, die vom Militärgeheimdienst (bekannt unter dem hebräischen Akronym „Aman“) verwaltet wird. Mehrere mit der Datenbank vertraute Geheimdienstquellen sagten, die Armee betrachte sie als einzige verlässliche Quelle für die Zahl der militanten Opfer. Mit den Worten eines von ihnen: „Es gibt keine andere Quelle, die man überprüfen kann.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datenbank enthält eine Liste mit 47.653 Namen von Palästinensern in Gaza, die Aman als aktive Mitglieder der militärischen Flügel der Hamas und der PIJ betrachtet. Den Quellen zufolge basiert die Liste auf internen Dokumenten der Gruppen, die der Armee zugespielt wurden (die von +972, Local Call und The Guardian nicht überprüft werden konnten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Datenbank sind 34.973 Namen als Aktivisten der Hamas und 12.702 als Aktivisten der Islamischen Dschihad aufgeführt (eine kleine Anzahl ist als bei beiden Gruppen aktiv aufgeführt, wird aber nur einmal in der Gesamtzahl gezählt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Daten, die im Mai dieses Jahres erhoben wurden, glaubte die israelische Armee, seit dem 7. Oktober etwa 8.900 Aktivisten getötet zu haben – 7.330 davon galten als sicher tot und 1.570 als „wahrscheinlich tot“. Die meisten von ihnen waren einfache Mitglieder, und die Armee vermutete, dass sie 100 bis 300 hochrangige Hamas-Mitglieder von insgesamt 750 in der Datenbank aufgeführten Personen getötet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine mit der Datenbank vertraute Quelle erklärte, dass jedem Namen auf der Liste, von dem die Armee sicher ist, dass er getötet wurde, eine bestimmte Information beigefügt ist, die diese Einstufung rechtfertigt. +972, Local Call und The Guardian haben die Zahlen aus der Datenbank bekommen, ohne Namen oder zusätzliche Geheimdienstberichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die täglichen Gesamtzahlen der Todesopfer, die vom Gesundheitsministerium in Gaza veröffentlicht werden (und die Local Call letztes Jahr &lt;a href=&quot;https://www.mekomit.co.il/%d7%94%d7%a6%d7%91%d7%90-%d7%91%d7%93%d7%a7-%d7%95%d7%9e%d7%a6%d7%90-%d7%a9%d7%93%d7%99%d7%95%d7%95%d7%97%d7%99-%d7%94%d7%94%d7%a8%d7%95%d7%92%d7%99%d7%9d-%d7%91%d7%9e%d7%a9%d7%a8%d7%93-%d7%94%d7%91/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;enthüllte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, dass sie sogar vom israelischen Militär als zuverlässig angesehen werden), unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und Militanten. Wenn man aber die Zahlen der militanten Opfer aus der internen Datenbank der israelischen Armee vom Mai mit den Gesamtopferzahlen des Gesundheitsministeriums vergleicht, kann man ungefähr berechnen, wie hoch der Anteil der zivilen Opfer in den ersten drei Monaten des Krieges war, als die Zahl der Todesopfer bei 53.000 lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man davon ausgeht, dass alle sicheren und wahrscheinlichen Todesfälle von Militanten in der Zahl der Todesopfer berücksichtigt wurden, bedeutet das, dass über 83 Prozent der Toten in Gaza Zivilisten waren. Wenn man die wahrscheinlichen Todesfälle nicht mitzählt und nur die sicheren Todesfälle berücksichtigt, steigt der Anteil der zivilen Todesopfer auf über 86 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geheimdienstquellen erklärten, dass die Gesamtzahl der getöteten Hamas- und PIJ-Kämpfer wahrscheinlich höher ist als die in der internen Datenbank erfasste Zahl, da diese weder Kämpfer umfasst, die getötet wurden, aber nicht namentlich identifiziert werden konnten, noch Gazaner, die an den Kämpfen teilgenommen haben, aber nicht offiziell Mitglieder der Hamas oder der PIJ waren, noch politische Persönlichkeiten der Hamas wie Bürgermeister und Minister, die Israel ebenfalls als legitime Ziele betrachtet (&lt;a href=&quot;https://casebook.icrc.org/highlight/targeting-under-international-humanitarian-law&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;unter Verstoß&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; gegen das Völkerrecht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt aber nicht unbedingt, dass der Anteil der zivilen Opfer niedriger ist als oben berechnet; er könnte sogar noch höher sein. &lt;a href=&quot;https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(24)02678-3/fulltext&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Jüngste&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2025.06.19.25329797v1.full&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Studien&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; deuten darauf hin, dass die Zahl der Todesopfer des Gesundheitsministeriums – die derzeit bei etwa &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/MOHGaza1994&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;62.000&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; liegt – wahrscheinlich ebenfalls deutlich unter der Gesamtzahl der Opfer der israelischen Angriffe liegt, möglicherweise um mehrere Zehntausend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;Manipulation der Zahlen&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;Seit Beginn des Krieges haben israelische Beamte versucht, Vorwürfe der mutwilligen Tötung in Gaza zurückzuweisen, während die Zahl der palästinensischen Todesopfer rapide anstieg. Im Dezember 2023, als die Zahl der Todesopfer bereits bei 16.000 lag, sagte der internationale Sprecher der israelischen Armee, Jonathan Conricus, &lt;a href=&quot;https://edition.cnn.com/2023/12/05/middleeast/israel-hamas-military-civilian-ratio-killed-intl-hnk/index.html&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;gegenüber CNN&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, dass Israel für jeden getöteten Militanten zwei Zivilisten getötet habe – ein Verhältnis, das er als „enorm positiv” bezeichnete. Im Mai 2024, als die Zahl der Todesopfer bei 35.000 lag, behauptete Premierminister Benjamin Netanjahu, dass das Verhältnis tatsächlich näher bei 1:1 liege, eine Behauptung, die er im September desselben Jahres wiederholte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Zahl der Militanten, die Israel seit dem 7. Oktober getötet haben will, schwankt scheinbar ohne jede Logik. Im November 2023 deutete ein hochrangiger Sicherheitsbeamter gegenüber der israelischen Nachrichtenseite Ynet an, dass Israel bereits über 10.000 Militante getötet habe. In einer offiziellen militärischen Einschätzung, die der Regierung im folgenden Monat &lt;a href=&quot;https://www.ynet.co.il/news/article/s10aw3bwp&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;vorgelegt wurde&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, sank diese Zahl auf 7.860.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width:100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image55905_medium_marked.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/main_image55905_medium_marked.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=495,width=735,top=480,left=920,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4913 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image55905_medium_marked.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Izz al-Din al-Qassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, trauern um 15 ihrer Mitglieder, die bei dem Angriff israelischer Kolonialtruppen auf Khan Yunis im Süden des Gazastreifens am 31. Januar 2025 getötet wurden. Große Menschenmengen versammeln sich, um für sie zu beten. Der Völkermordkrieg Israels gegen Gaza hat mindestens 47.460 Palästinenser getötet, mehr als 10.000 Leichen liegen noch unter den Trümmern zerstörter Gebäude. Die tatsächliche Zahl der Todesopfer dürfte noch viel höher sein. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens 3 % der Bevölkerung in Gaza von israelischen Kolonialtruppen getötet wurden, noch bevor die Tausenden von Todesfällen aufgrund schlechter sanitärer Bedingungen, des Zusammenbruchs des Gesundheitssystems und Unterernährung mitgerechnet sind.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Beerdigung palästinensischer Kämpfer, Khan Yunis, 31.1.2025&lt;br /&gt;
Foto: Yousef Zaanoun / &lt;a href=&quot;https://activestills.org&quot;&gt;Activestills&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die mysteriösen Sprünge und Rückgänge bei den Zahlen der militanten Opfer setzten sich bis ins Jahr 2024 fort. Im Februar dieses Jahres behauptete der Sprecher der israelischen Streitkräfte, dass Israel 13.000 Hamas-Kämpfer getötet habe, aber eine Woche später meldete die Armee eine niedrigere Zahl von 12.000. Im August 2024 erklärte die Armee, sie habe 17.000 Hamas- und PIJ-Aktivisten getötet – eine Zahl, die zwei Monate später „mit hoher Wahrscheinlichkeit” auf 14.000 Getötete &lt;a href=&quot;https://www.israelhayom.co.il/news/defense/article/16571171&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;wieder sank&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Im November 2024 bezifferte Netanjahu &lt;a href=&quot;https://www.gov.il/en/pages/spoke-statement261124&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;die Zahl&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; auf „fast 20.000”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Abschiedsrede im Januar dieses Jahres &lt;a href=&quot;https://www.idf.il/%D7%90%D7%AA%D7%A8%D7%99-%D7%99%D7%97%D7%99%D7%93%D7%95%D7%AA/%D7%99%D7%95%D7%9E%D7%9F-%D7%94%D7%9E%D7%9C%D7%97%D7%9E%D7%94/%D7%9B%D7%9C-%D7%94%D7%9B%D7%AA%D7%91%D7%95%D7%AA/%D7%94%D7%A4%D7%A6%D7%95%D7%AA/%D7%94%D7%A6%D7%94%D7%A8%D7%AA-%D7%94%D7%A8%D7%9E%D7%98%D7%9B-%D7%9C-%D7%91%D7%A0%D7%95%D7%A9%D7%90-%D7%A4%D7%A8%D7%99%D7%A9%D7%AA%D7%95/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;wiederholte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; der scheidende Generalstabschef Herzi Halevi, dass Israel seit dem 7. Oktober 20.000 Militante in Gaza getötet habe. Und im Juni &lt;a href=&quot;https://besacenter.org/the-gaza-terror-offensive-october-7-8-2023/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;zitierte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; das rechtsgerichtete Begin-Sadat-Zentrum für Strategische Studien an der Bar-Ilan-Universität Militärquellen, wonach die Zahl der militanten Opfer in Gaza bei 23.000 liege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geheimdienstquellen sagten gegenüber +972, Local Call und The Guardian, dass einige dieser Behauptungen wahrscheinlich aus einer älteren, ungenauen Datenbank des Südkommandos der Armee stammen, die Ende letzten Jahres – ohne eine Liste mit Namen – schätzte, dass etwa 17.000 Militante getötet worden seien. „Diese Zahlen sind Märchen des Südkommandos“, sagte eine Geheimdienstquelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übertriebenen Berichte des Südkommandos basierten wahrscheinlich auf Aussagen von Kommandanten vor Ort, deren Untergebene regelmäßig zivile Opfer fälschlicherweise als militante Kämpfer gemeldet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben beispielsweise +972 und Local Call &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/drones-grenades-gaza-chinese-autel/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;kürzlich einen Fall aufgedeckt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, in dem ein in Rafah stationiertes Bataillon etwa 100 Palästinenser getötet und alle als „Terroristen“ registriert hatte, während ein Offizier des Bataillons aussagte, dass bis auf zwei Fälle alle Opfer unbewaffnet gewesen seien. Eine &lt;a href=&quot;https://www.haaretz.com/israel-news/2024-12-18/ty-article-magazine/.premium/idf-soldiers-expose-arbitrary-killings-and-rampant-lawlessness-in-gazas-netzarim-corridor/00000193-da7f-de86-a9f3-fefff2e50000&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Untersuchung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; von Haaretz im letzten Jahr ergab ähnlich, dass nur 10 von 200 „Terroristen“, die laut IDF-Sprecher von der 252. Division im Netzarim-Korridor getötet worden waren, als Hamas-Kämpfer identifiziert werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2024 &lt;a href=&quot;https://www.israelhayom.co.il/news/geopolitics/article/15587747&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;berichtete&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; die rechtsgerichtete Tageszeitung Israel Hayom, dass mehrere Mitglieder des Außen- und Verteidigungsausschusses der Knesset die Zuverlässigkeit der ihnen von der Armee vorgelegten Zahlen zu den Opfern unter den Militanten in Frage gestellt hätten. Nach Prüfung der Daten der Armee stellten die Ausschussmitglieder fest, dass die tatsächliche Zahl viel niedriger war und dass die Armee die Zahl der militanten Opfer „aufgebläht“ hatte, „um ein Verhältnis von 2:1“ zwischen zivilen und militanten Todesopfern herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„„Wir melden viele getötete Hamas-Kämpfer, aber ich glaube, dass die meisten der von uns als tot gemeldeten Personen gar keine Hamas-Kämpfer sind“, sagte eine Geheimdienstquelle, die die Streitkräfte vor Ort begleitet hatte, gegenüber +972, Local Call und The Guardian. „Die Leute werden nach ihrem Tod zum Terroristen befördert. Hätte ich auf die Brigade gehört, wäre ich zu dem Schluss gekommen, dass wir 200 Prozent der Hamas-Kämpfer in der Gegend getötet hätten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image58569_NIa0pRZCoY-1280x853.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/main_image58569_NIa0pRZCoY-1280x853.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=868,width=1295,top=293.5,left=640,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4910 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image58569_NIa0pRZCoY-1280x853.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Leichen von Palästinensern, die auf der Suche nach Hilfe getötet wurden, Al-Shifa-Krankenhaus, Gaza-Stadt, nördlicher Gazastreifen, 20. Juli 2025. Foto: Yousef Zaanoun/Activestills&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Leichen von Palästinensern, die auf der Suche nach Hilfe getötet wurden, Al-Shifa-Krankenhaus, Gaza-Stadt, nördlicher Gazastreifen, 20. Juli 2025. &lt;br /&gt;
Foto: Yousef Zaanoun / &lt;a href=&quot;https://activestills.org&quot;&gt;Activestills&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Eine offizielle Sicherheitsquelle bestätigte, dass die Zahlen der Armee zu militanten Opfern – wie die Zahl 17.000 – vor der Nutzung der Geheimdienstdatenbank nur „Schätzungen“ waren, die größtenteils auf Aussagen von Offizieren beruhten. „Die Zählmethode hat sich geändert“, sagte die Quelle. „Zu Beginn des Krieges haben wir uns auf Kommandeure verlassen, die sagten: ‚Ich habe fünf Terroristen getötet.‘&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geheimdienstdatenbank hingegen basiert auf einer Analyse jeder einzelnen Person und ist die einzige Zahl, zu der sich die Armee mit hoher Sicherheit „binden“ kann, erklärte die Quelle – auch wenn davon ausgegangen wird, dass es sich um eine zu niedrige Zahl handeln könnte. Die Quelle fügte hinzu, dass die Zahlen, die politische Führer öffentlich nennen, nicht mit den verfügbaren Geheimdienstdaten abgestimmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der palästinensische Analyst Muhammad Shehada sagte gegenüber +972, Local Call und The Guardian, dass die Zahlen in der Geheimdienstdatenbank ziemlich genau mit den Zahlen übereinstimmen, die ihm von Vertretern der Hamas und der PIJ genannt wurden: Im Dezember 2024 schätzten sie, dass Israel etwa 6.500 ihrer Mitglieder getötet hat, darunter auch aus dem politischen Flügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;„Sie lügen ohne Unterlass“&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;Kurz nach dem 7. Oktober begann Yossi Sariel, der damalige Kommandeur der Eliteeinheit der Armee für Fernmeldeaufklärung, Unit 8200, seinen Untergebenen täglich eine Übersicht über die Zahl der in Gaza getöteten Hamas- und PIJ-Kämpfer zu übermitteln. Die Grafik, die drei mit ihr vertrauten Quellen zufolge als „Kriegs-Dashboard“ bezeichnet wurde, wurde von Sariel als Maßstab für den Erfolg der Armee präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Er legte großen Wert auf ‚Daten, Daten, Daten‘“, erklärte einer von Sariels Untergebenen. „Es musste alles quantitativ gemessen werden. Um Effizienz zu zeigen. Um alles smarter und technologischer zu machen.“ Eine andere Quelle sagte, es sei wie „ein Fußballspiel, bei dem Offiziere herum sitzen und zusehen, wie die Zahlen auf dem Dashboard steigen“. (Yossi Sariel lehnte unsere Bitte um Stellungnahme ab und verwies uns an den Sprecher der IDF.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generalmajor (a. D.) Itzhak Brik, der viele Jahre als Kommandeur in der israelischen Armee und später als Ombudsmann für Beschwerden von Soldaten tätig war, erklärte, wie diese Sichtweise eine Kultur des Lügens förderte. „Sie haben ein Maß geschaffen, nach dem man umso erfolgreicher war, je mehr man getötet hat, und infolgedessen haben sie über die Zahl der Getöteten gelogen“, sagte er und bezeichnete die vom Sprecher der IDF vorgelegten Zahlen als „einen der schwerwiegendsten Bluffs“ in der Geschichte Israels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/IDF_Spokespersons_Unit_change_of_command_ceremony_March_2023._IV.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/IDF_Spokespersons_Unit_change_of_command_ceremony_March_2023._IV.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=697,width=1039,top=379,left=768,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4912 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/IDF_Spokespersons_Unit_change_of_command_ceremony_March_2023._IV.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das IDF Foto zeigt IDF Sprecher Daniel Hagari während der Kommandoübergabezeremonie in Uniform.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;IDF Sprecher Daniel Hagari während der Kommandoübergabezeremonie der IDF-Pressestelle, 9. März 2023&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=130306838&quot;&gt;Pressestelle der israelischen Streitkräfte&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
Lizenz: CC BY-SA 3.0&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;„Sie lügen ununterbrochen – sowohl die militärische als auch die politische Führung“, fügte Brik hinzu. „Bei jedem Überfall hieß es in den Verlautbarungen des IDF-Sprechers: ‚Hunderte von Terroristen wurden getötet‘“, fuhr er fort. „Es stimmt zwar, dass Hunderte getötet wurden, aber es waren keine Terroristen. Es gibt absolut keinen Zusammenhang zwischen den Zahlen, die sie bekannt geben, und dem, was tatsächlich passiert ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gespräch mit Soldaten, deren Aufgabe es war, die Leichen der Menschen zu untersuchen und zu identifizieren, die die Armee in Gaza getötet hat, sagte er, sie hätten ihm erzählt: „Alle, von denen die Armee behauptet, sie getötet zu haben, sind größtenteils Zivilisten. Punkt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Hamas als auch die PIJ wurden durch die israelische Offensive in den letzten zwei Jahren stark geschwächt, bei der die meisten hochrangigen Kommandeure der Gruppen getötet und ihre militärische Infrastruktur erheblich beschädigt wurden. Dennoch zeigen die Daten aus der Geheimdienstdatenbank, dass Israel nur ein Fünftel derjenigen getötet hat, die es als Militante betrachtet. Schätzungen des amerikanischen Geheimdienstes &lt;a href=&quot;https://www.reuters.com/world/middle-east/hamas-has-added-up-15000-fighters-since-start-war-us-figures-show-2025-01-24/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;deuten darauf hin&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, dass die Hamas während des Krieges 15.000 Kämpfer rekrutiert hat – doppelt so viele, wie Israel getötet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die weit verbreitete Völkermordrhetorik der israelischen Führung und des hochrangigen Militärkommandos seit Beginn des Krieges lässt vermuten, dass sie allen Palästinensern in Gaza Schaden zufügen wollen, nicht nur den Militanten. Am Morgen des 7. Oktober sagte der damalige Stabschef Herzi Halevi zu seiner Frau: „Gaza wird zerstört werden“, wie sie kürzlich in einem &lt;a href=&quot;https://news.walla.co.il/item/3771541&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Podcast&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; verriet. Und in einer &lt;a href=&quot;https://www.theguardian.com/world/2025/aug/17/israeli-general-aharon-haliva-palestinians-7-october-gaza&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;durchgesickerten Aufnahme&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; aus den letzten Monaten, die letzte Woche auf dem israelischen Sender Channel 12 ausgestrahlt wurde, sagte der damalige Direktor von Aman, Aharon Haliva, dass für jeden am 7. Oktober getöteten Israeli „50 Palästinenser sterben müssen“, und fügte hinzu: „Es spielt jetzt keine Rolle, ob es Kinder sind.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Völkerrecht legt nicht fest, was eine „akzeptable“ Zahl ziviler Opfer ist, sondern prüft jeden Angriff nach dem Grundsatz der „Verhältnismäßigkeit“. In diesem Zusammenhang haben +972 und Local Call bereits im November 2023 &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/mass-assassination-factory-israel-calculated-bombing-gaza/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;aufgedeckt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, dass die israelische Armee nach dem 7. Oktober die Beschränkungen für zivile Opfer deutlich gelockert hat und die Tötung von mehr als 100 palästinensischen Zivilisten bei dem Versuch, einen hochrangigen Hamas-Kommandeur zu ermorden, sowie von bis zu 20 niedrigrangigen Aktivisten genehmigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis dieser Schusswaffenpolitik und der allgemeinen Rachekultur nach dem 7. Oktober ist laut Experten eine für moderne Kriegsführung extrem hohe Zahl ziviler Opfer in Gaza, selbst im Vergleich zu Konflikten, die für wahllose Tötungen bekannt sind, wie die Bürgerkriege in Syrien und im Sudan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 100%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/In-Article-Graphics-2.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/In-Article-Graphics-2.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=915,width=1215,top=270,left=680,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4911 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/In-Article-Graphics-2.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Grafik zeigt die prozentuale Rate im Vergleich zu Ruanda 1994 (99,8%), Mariupol 2022 (95%), Srebenica 1992-1995 (92%) Gaza, Aleppo 2012-2016 (59%+5 Unbekannte) Bosnien 1992-1995 (57%), Sudan 2023-2024 (49,5+ 43,5%), Syrien 2012-2024 (29%+5%), Ukraine 2022-2025 (10% +11%) sowie Afghanistan 2001-2021 (8%+4%)&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Geschätzter Anteil getöteter Zivilisten in ausgewählten Konflikten&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;„Der Anteil der Zivilisten unter den Getöteten ist ungewöhnlich hoch, vor allem weil das schon so lange so geht“, sagte Therese Pettersson vom Uppsala Conflict Data Programme (UCDP), das Daten zu zivilen Opfern weltweit sammelt. Sie fügte hinzu, dass man ähnliche Zahlen für zivile Opfer finden kann, wenn man eine bestimmte Stadt oder Schlacht innerhalb eines größeren Konflikts betrachtet, aber „sehr selten“, wenn man einen Krieg als Ganzes betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den von der UCDP seit 1989 erfassten globalen Konflikten sei der Anteil der Zivilisten an den Todesopfern nur bei den Völkermorden in Srebrenica (1992–95) und Ruanda (1994) sowie während der dreimonatigen Belagerung von Mariupol durch Russland (2022) höher gewesen, so Pettersson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wenn ein Waffenstillstand erreicht ist, wird es möglich sein, die Zahl der zivilen und militanten Opfer in Gaza genau zu berechnen. Die Datenbank der Geheimdienste deutet jedoch darauf hin, dass der Anteil der zivilen Opfer weitaus höher ist als die Zahlen, die Israel seit fast zwei Jahren der Welt präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+972 und Local Call haben Ende Juli zunächst den Sprecher der israelischen Streitkräfte um eine Stellungnahme gebeten und eine Erklärung erhalten, die unsere Ergebnisse nicht bestreitet: „Während des gesamten Krieges wurden umfassende Geheimdienstbewertungen zur Zahl der im Gazastreifen getöteten Terroristen durchgeführt. Die Zählung ist ein komplexer Geheimdienstprozess, der auf der Lage der Streitkräfte vor Ort und Geheimdienstinformationen basiert und eine Vielzahl von Geheimdienstquellen miteinander vergleicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Wochen später, nachdem der Guardian um eine Stellungnahme zu denselben Daten gebeten hatte, erklärte die Armee, sie wolle ihre Antwort „umformulieren“ und wies unsere Ergebnisse ohne weitere Erklärung zurück: „Die in dem Artikel genannten Zahlen sind falsch und entsprechen nicht den Daten, die in den Systemen der IDF verfügbar sind. Während des gesamten Krieges werden kontinuierlich Geheimdienstbewertungen über die Zahl der im Gazastreifen getöteten Terroristen durchgeführt, basierend auf BDA-Methoden [Bomb Damage Assessment, Bombenbeschädigungsbewertung] und Gegenprüfungen aus verschiedenen Quellen … [einschließlich] Dokumenten, die von Terrororganisationen im Gazastreifen stammen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprecher antwortete nicht sofort auf die Frage, warum das Militär unterschiedliche Antworten auf Fragen zu einem einzigen Datensatz gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emma Graham-Harrison vom Guardian hat zu diesem Bericht beigetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Yuval Abraham, &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israeli-intelligence-database-83-percent-civilians-militants/&quot;&gt;&quot;Israeli army database suggests at least 83% of Gaza dead were civilians&quot;&lt;/a&gt;, +972 Magazine, 21. August 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yuval Abraham ist Journalist und Filmemacher und lebt in Jerusalem.+972 Magazine ist ein im August 2010 von einem Kollektiv palästinensischer und israelischer Journalisten und Bloggern gegründetes unabhängiges, gemeinnütziges, linkes Online-Magazin mit Sitz in Israel und mit Mitarbeitern im Westjordanland und im Gazastreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotos: &lt;a href=&quot;https://activestills.org/&quot;&gt;ActiveStills&lt;/a&gt; (mit freundlicher Genehmigung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.972mag.com/members/?=post_banner&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4656 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; src=&quot;https://www.trueten.de/uploads/Support-972-2.jpg&quot; alt=&quot;Support +972Magazine!&quot; width=&quot;100%&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Thu, 21 Aug 2025 17:00:00 +0200</pubDate>
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