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    <title>trueten.de (Artikel mit Tag israel)</title>
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    <description>»Zu argumentieren, dass Sie keine Privatsphäre brauchen, weil Sie nichts zu verbergen haben, ist so, als würden Sie sagen, dass Sie keine Meinungsfreiheit brauchen, weil Sie nichts zu sagen haben.« Edward Snowden</description>
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    <pubDate>Sat, 18 Apr 2026 10:23:50 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: trueten.de - »Zu argumentieren, dass Sie keine Privatsphäre brauchen, weil Sie nichts zu verbergen haben, ist so, als würden Sie sagen, dass Sie keine Meinungsfreiheit brauchen, weil Sie nichts zu sagen haben.« Edward Snowden</title>
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    <title>„Staatsräsonfunk“ – Techniken der Einseitigkeit</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14144-Staatsraesonfunk-Techniken-der-Einseitigkeit.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Sebastian Schröder)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Goldmann-Cover-final-q.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/Goldmann-Cover-final-q.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=858,width=625,top=658.5,left=1615,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5143 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/Goldmann-Cover-final-q.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Buchcover zeigt eine Collage mit Schlagzeilen verschiedener Zeitungen zum Thema sowie Buchtitel, Autor und Vorwortautor sowie Verlagsangaben&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://manifest-buecher.de/produkt/staatsraesonfunk/&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;»Staatsräsonfunk – Deutsche Medien und der Genozid in Gaza«&lt;/a&gt; von Fabian Goldmann erschien im Februar 2026 beim &lt;a href=&quot;https://manifest-buecher.de/manifest-verlag/&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;Manifest Verlag&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Mit „Staatsräsonfunk“ hat Fabian Goldmann eine empirisch fundierte Studie vorgelegt, eine schonungslose Abrechnung mit der deutschen „Nahost“-Berichterstattung. Goldmann legt die systematischen Verzerrungen, Auslassungen und Rechtfertigungen in tausenden Beiträgen seit dem 7. Oktober offen. Die Diskrepanz zwischen dokumentierten Fakten und medialer Darstellung erscheint dabei nicht als Ausrutscher, sondern als strukturelles Prinzip – mit tiefen politischen und historischen Wurzeln. etos.media-Autor Sebastian Schröder arbeitet heraus, weshalb diese Studie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der deutschen Medienlandschaft und ihre eingebetteten Rassismen und Befangenheiten leisten kann.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Buch „&lt;a href=&quot;https://etosmedia.de/kultur/staatsraesonfunk-wie-aus-journalisten-propagandisten-eines-genozids-wurden-im-gespraech-mit-fabian-goldmann/&quot;&gt;Staatsräsonfunk – Deutsche Medien und der Genozid in Gaza&lt;/a&gt;“ von &lt;a href=&quot;https://etosmedia.de/politik/video-fabian-goldmann-ueber-das-versagen-deutscher-medien-zu-israel-palaestina/&quot;&gt;Fabian Goldmann&lt;/a&gt; in die Hand nimmt, sieht sie schon auf dem Umschlag, die Überschriften der deutschen Presse seit dem 7. Oktober 2023: &lt;em&gt;„Die Barbaren sind unter uns“; „Die Terror-Klinik ist enttarnt“; „Free Palestine ist das neue Heil Hitler“; „Löst endlich das Palästinenserhilfswerk auf“; „Hamas versteckte Waffen in Baby-Brutkästen“; „Die begrenzte Operation Rafah“; „Können Journalisten Terroristen sein?“; „Tote nach Streit um Hilfsgüter“; „Manchmal ist es notwendig zu töten, um das Morden zu verhindern“&lt;/em&gt;. Diese Collage zeigt einen Bruchteil der deutschen Schlagzeilen seit dem 7. Oktober 2023 und so sind auf dem Buchumschlag zentrale Techniken der Einseitigkeit sichtbar: Verschleierung, Verharmlosung, Verdrehung, Rechtfertigung, Auslassung und Leugnung. Und unsichtbar daneben natürlich das Schweigen – das sprichwörtliche Totschweigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele haben sich nach wenigen Wochen entsetzt von den deutschen Medien abgewendet, denn der Widerspruch zwischen der Berichterstattung und den Bildern aus Gaza war zu groß. &lt;em&gt;„Aber vielleicht kann dieses Buch zumindest jenen, die (…) in den letzten zwei Jahren regelmäßig fassungslos vor den Zeitungsseiten, Fernsehbildschirmen und Timelines saßen, vermitteln, dass nicht sie die Verrücktgewordenen sind.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldmann hat deshalb gezählt, was wirklich veröffentlicht worden ist. Seine Studie arbeitet empirisch und kann dadurch die erschreckende Realität in Deutschland sichtbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu hat er einflussreiche und politisch breit gestreute Medienerzeugnisse (BILD, Spiegel, taz, tagesschau, Zeit) im Zeitraum vom 7. Oktober 2023 bis zum 19. Januar 2025 und zum Teil darüber hinaus analysiert. Es handelt sich um insgesamt 11.125 Beiträge zum Thema &lt;em&gt;„Nahost“&lt;/em&gt;. Zusätzlich werden die meinungsbildenden Polit-Talkshows &lt;em&gt;„Anne Will“, „Maischberger“, „Markus Lanz“, „Maybritt Illner“&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;„Hart aber fair“&lt;/em&gt; betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldmann legt die maßgebliche &lt;em&gt;„Analyse des Medien-Bias“&lt;/em&gt; vor, so Ilan Pappe im Vorwort. Eigentlich müsste das Erscheinen von &lt;em&gt;„Staatsräsonfunk“&lt;/em&gt; die deutsche Medienlandschaft durch die Fülle des Sichtbargewordenen erschüttern, und mit jedem Kapitel nimmt das Entsetzen des Lesenden zu. Das zufällig Beobachtete wird nun als Selbstverständnis der überwältigenden Mehrzahl aller Veröffentlichungen nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den deutschen Diskurs haben zu Anfang die Lüge von den &lt;em&gt;„40 geköpften Babys“&lt;/em&gt;, den in jedem angegriffenen Krankenhaus versteckten 138 (!) &lt;em&gt;„Hamas-Kommandozentralen“&lt;/em&gt; und andere als falsch nachgewiesene Pressemeldungen bestimmt. So wurde der Generalverdacht gegenüber palästinensischen Menschen, arabischen Menschen, Muslimen und Pro-Palästina-Aktivist*innen in Deutschland gesetzt (und verstärkt), und zugleich wurde &lt;em&gt;„jüdisch“&lt;/em&gt; mit Israel amalgamiert. Beide Prozesse weist der Autor empirisch nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführlich untersucht er das &lt;em&gt;„Mehl-Massaker“&lt;/em&gt; Ende Februar 2024, den Angriff, die Besetzung und die Zerstörung des Al-Shifa-Krankenhauses, den weltweit einzigartigen Vorgang der systematischen Ermordung mehrerer Hundert Journalisten sowie weitere Marksteine des israelischen Genozids. Der Widerspruch zwischen den Fakten und der Berichterstattung könnte nicht größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Bereich ist die Sprache: &lt;em&gt;„In der deutschen Nahost-Berichterstattung haben sich völlig unterschiedliche Begrifflichkeiten etabliert. Entscheidend ist nicht die Tat, sondern wer der Täter und wer das Opfer ist.“&lt;/em&gt; Konkret wird dieses Wording beschrieben im &lt;em&gt;„Glossar des Genozids“&lt;/em&gt; mit den Stichworten von &lt;em&gt;„Anti-Terror-Einsatz“&lt;/em&gt; bis &lt;em&gt;„Ziel“&lt;/em&gt;. Goldmann präsentiert das von den Medien tatsächlich Gemeinte, das nichts mehr mit der eigentlichen Bedeutung der Wörter gemein hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bestätigung seiner Hypothese findet der Autor auch bei der Untersuchung der Titelseiten der einflussreichsten Nachrichtenmagazine Spiegel, Stern und Focus: Hier herrscht nahezu Schweigen zum zentralen weltpolitischen Konflikt unserer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im abschließenden Kapitel werden die Gründe für das Verhalten der deutschen Medien durchleuchtet. Der herrschende Rassismus, die Macht der wenigen Medienkonzerne, die fast monopolartige Rolle der dpa, der gigantische öffentlich-rechtliche Rundfunk, das Feigenblatt Presserat, all das produziert den extremen deutschen Medien-Bias.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so war es schon immer in der BRD, möchte ich an dieser Stelle ergänzen. Vor 1989 galt die – meist unausgesprochene – Übereinkunft, die die Grenzen des Sagbaren streng innerhalb der Staatsräson festgelegt hat, in Konfrontation zur DDR und zur UdSSR. Vor 1989 waren die westdeutschen Medien entweder rechts oder liberal, aber immer staatstragend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im westlichen Siegestaumel der 1990er Jahre haben Genscher und Kohl als wichtigstes außenpolitisches Projekt den Frontalangriff gegen Jugoslawien geführt, und die Medien waren, so wie heute, ausnahmslos parteiisch, einzig Peter Handke hat den breiten anti-serbischen Konsens durchbrochen. Direkt an die mediale Hetze des Kosovokrieges hat sich die Formierung des &lt;em&gt;„Krieges gegen den Terror“&lt;/em&gt; angeschlossen, auch hier galt unangemessene Parteilichkeit mehr als journalistisches Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die herrschende Politik wird immer medial gestützt, nur das Ausmaß variiert und im Fall Gaza-Palästina-Israel legt Goldmann die besonders verfälschende Berichterstattung über ein besonderes Verbrechen dar. Auf 18 Seiten reiht der Autor die Beweise und Indizien auf, dass es sich in Gaza um einen Genozid handelt. Dokumentierte Worte und Taten lassen keinen anderen Schluss zu, doch die deutschen Medien schweigen, verdrehen und diffamieren.&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„Wie lange hätten die deutschen Bundesregierungen ihre bedingungslose Unterstützung Israels aufrechterhalten können, wenn Medien der deutschen Öffentlichkeit das wahre Ausmaß von Israels Gewalt in Gaza, Libanon und anderen Orten der Region vermittelt hätten? Wie viele Menschen hätten noch leben können, wenn Redaktionen ihre Berichterstattung an den Erkenntnissen von Menschenrechtlerinnen und Genozid-Forschern statt an Behauptungen von Israels Armee ausgerichtet hätten? Wenn die tagesschau am 28. November 2023 nicht nur Antisemitismus-, sondern auch Genozid-Experten zur Gewalt in Gaza befragt hätte. Wenn die tagesthemen am 10. Mai 2024 mit den Studenten gesprochen hätten, die in Berlin gegen Israels Genozid protestierten, anstatt sie mit der ‚Hitler-Jugend‚ zu vergleichen. Wenn die FAZ am 18. November 2024 die Forderung des Papstes, die Völkermord-Vorwürfe gegen Israel zu prüfen, begrüßt hätte, anstatt ‚seine Barmherzigkeit gilt vor allem der Hamas‘ zu kommentieren. Wenn die Süddeutsche Zeitung am 29. Dezember 2024 in ihrem Beitrag ‚Völkermord? Im Ernst?‘ die Fragezeichen gegen Ausrufezeichen ausgetauscht hätte? Wenn bei der taz jemand interveniert hätte, als selbst noch am 9. März 2025 ein Redakteur mit einem Mix aus Auslassungen, Irreführungen und IDF-Angaben behauptet: ‚Die Völkermord-Anklage gegen Israel erlebt eine Renaissance. Dieser Vorwurf ist haltlos.‘“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Angesichts von Fabian Goldmanns ausführlicher Darlegung des Genozidverbrechens ist es seltsam, wenn Sascha Stanicic im Vorwort des Verlages schreibt: &lt;em&gt;„Man kann (…) in Frage stellen, ob eine Beweisführung in Bezug auf das bisherige Vorgehen Israels unzweideutig möglich ist (…)“&lt;/em&gt;. Nein, der Beweis für Völkermord ist erbracht und wird täglich neu erbracht! Was soll das? Zum Nachschlagen und zu Studienzwecken wäre es gut, wenn die Empirie etwas deutlicher vom Text getrennt wäre; dies würde zugleich eine straffere Sortierung der Inhalte ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Komplex Gaza, Israel und Deutschland kann nur mithilfe der Studie &lt;em&gt;„Staatsräsonfunk“&lt;/em&gt; verstanden werden. Und die Arbeit weist vielfach über das Thema hinaus, sie ist zwingend für das Verständnis der bürgerlichen Medien in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fabian Goldmann&lt;br /&gt;
Staatsräsonfunk&lt;br /&gt;
Deutsche Medien und der Genozid in Gaza. Mit einem Geleitwort von Ilan Pappé.&lt;br /&gt;
Manifest Verlag&lt;br /&gt;
407 Seiten, 22 Euro&lt;br /&gt;
ISBN 978-3-96156-145-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstveröffentlichung am &lt;a href=&quot;https://etosmedia.de/kultur/buchrezension-staatsraesonfunk-techniken-der-einseitigkeit/&quot;&gt;16. April 2026 auf etos.media&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 20:54:00 +0200</pubDate>
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    <category>buchbesprechung</category>
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</item>
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    <title>Was Israelis aus den Albträumen eines iranischen Henkers lernen können</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14136-Was-Israelis-aus-den-Albtraeumen-eines-iranischen-Henkers-lernen-koennen.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/henker_iran.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/henker_iran.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=680,left=1320,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5138 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/henker_iran.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt einen Vermummten, der auf einer LKW Ladefläche einen Galgenstrick hält, der an einem Kran des LKWs befestigt ist. Hinter ihm stehen weitere derartige LKWs.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eine öffentliche Hinrichtung auf dem Fayyam-Platz in Shiraz, 21. November 2018. (Students&#039; News Agency)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Da Israel die Todesstrafe einführt, können sich Regierungsminister von dem, was sie als „iranisches Terrorregime“ bezeichnen, sowohl inspirieren lassen als auch warnen lassen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nur wenige von uns werden jemals eine so intensive Freude erleben wie die, die den israelischen Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, Ende letzten Monats überkam, als die Knesset &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israel-death-penalty-law-palestinian-prisoners/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;für die Legalisierung der Todesstrafe&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für Palästinenser stimmte. Die Champagnerflasche, die er &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/reels/DWl3SKAjeNH/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;zu öffnen versuchte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, mit theatralischer Feierlichkeit, wird der Größe der Euphorie, die er in diesem Moment empfunden haben muss, nicht ganz gerecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Todesstrafe ist, wie Ben Gvir sicherlich weiß, nicht nur Spaß und Spiel: Sie erfordert umfangreiche logistische Vorkehrungen. Und in dieser Hinsicht kann er viel von dem lernen, was er &lt;a href=&quot;https://www.middleeasteye.net/live-blog/live-blog-update/israeli-minister-invokes-genocidal-amalek-call-amid-war-iran&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;als&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; „iranisches Terrorregime“ bezeichnet – einem der weltweit führenden Vertreter dieser Praxis, der für &lt;a href=&quot;https://deathpenaltyinfo.org/amnesty-international-global-report-2024-lowest-number-of-countries-carried-out-highest-number-of-recorded-executions-in-a-decade&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;64 Prozent&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; der weltweit im Jahr 2024 dokumentierten staatlich sanktionierten Hinrichtungen verantwortlich ist. Ben Gvir hätte sich keinen professionelleren und erfahreneren Mentor wünschen können als die Islamische Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem neuen israelischen Gesetz rechtfertigen nur Morde, die mit der Absicht begangen wurden, „die Existenz des Staates Israel zu negieren“, die Todesstrafe. Und obwohl dies sicherlich vage genug ist, um so viele Palästinenser wie möglich einzubeziehen, werden seine Verfasser eine verpasste Gelegenheit bedauern, gegen andere Dissidenten und Abweichler vorzugehen – obwohl Finanzminister Bezalel Smotrich schnell darauf &lt;a href=&quot;https://www.ynet.co.il/news/article/bjb00punzbg&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;bestand&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, dass das Gesetz auch für „Verräter aus den eigenen Reihen“ gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch haben Israels rechtsextreme Gesetzgeber im Vergleich zu ihren iranischen Kollegen noch einen langen Weg vor sich. Die Liste der Straftaten, die im Iran die Todesstrafe rechtfertigen, ist in ihrem Umfang schwindelerregend und umfasst Einbruch, Prostitution, Drogenhandel, Homosexualität, politische Dissidenz, Ehebruch und „Krieg gegen Gott“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem neuen israelischen Gesetz sollen Hinrichtungen durch Erhängen in einer vom israelischen Strafvollzugsdienst verwalteten Einrichtung vollstreckt werden. Wie langweilig. Auch hier kann sich Ben Gvir von der Islamischen Republik inspirieren lassen. Wie wäre es mit einer öffentlichen Hinrichtung auf dem Stadtplatz? Unterhaltung für die Massen ist in diesen schwierigen Zeiten nicht zu verachten, und sie ist kostenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und warum sollte er sich auf nur eine Methode beschränken? Die Islamische Republik hat Hinrichtungen auch durch Erschießungskommandos, Steinigung und das Herabstürzen von Menschen von einer Klippe vollzogen. Wäre Steinigung nicht ein passender Tribut an Ben Gvirs bekundetes Bekenntnis zur jüdischen Tradition?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine letzte Frage bleibt noch zu klären: Wer soll die Hinrichtungen durchführen? Israel hat kaum Erfahrung mit Henkern; tatsächlich hat bisher nur eine einzige Person diese Rolle ausgeübt. Shalom Nagar, der den Nazi-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann hinrichtete, berichtete später von PTBS und Albträumen, die ihn für den Rest seines Lebens verfolgten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in dieser Angelegenheit kann Israel auf die reiche Erfahrung des Iran zurückgreifen. Die Frage der Henker nimmt einen großen Teil des öffentlichen und kulturellen Diskurses im Iran ein – unter anderem in dem eindringlichen Film „There Is No Evil“ von Regisseur Mohammad Rasoulof, der sich damit befasst, wie das Böse durch gewöhnliche Menschen vollstreckt wird, die dazu verdammt sind, in einer Gesellschaft von Henkern zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &lt;a href=&quot;https://iranwire.com/fa/citizen-rights/1754/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;aufschlussreiches Interview&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; mit einem solchen Henker – einem jungen Wehrpflichtigen, der in der Sicherheitseinheit des iranischen Strafvollzugsdienstes diente – wurde vor einem Jahrzehnt auf der Website IranWire veröffentlicht (einem außerhalb des Iran erscheinenden persischsprachigen Medium, das dem Regime gegenüber äußerst kritisch eingestellt ist). Da auch unsere Henker „gewöhnliche Menschen“ sein werden – Väter, Söhne, Brüder und Nachbarn –, lohnt es sich, seinen Überlegungen Beachtung zu schenken; sie könnten für uns bald relevant werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;„Ich sah mich als verantwortlich für den Tod eines Menschen“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Rasoul (ein Pseudonym, das der junge Soldat verwendete) wurde von seinem Kommandanten aufgefordert, bereits fünf Monate nach Dienstantritt eine Hinrichtung durchzuführen. „Ich fühlte mich sowohl unter Druck gesetzt als auch aufgeregt“, erzählte er IranWire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Wahrheit ist, dass ich schon vorher eine Art Neugierde verspürt hatte, einer solchen Zeremonie beizuwohnen“, fuhr er fort. „In dem Gefängnis, in dem ich Dienst tat, wurde der Hof, der sich jeden Morgen öffnet, erst nach der Hinrichtung wieder geöffnet. Als ich das Galgenseil sah, wollte ich die Zeremonie sehen, aber Soldaten durften Hinrichtungen nicht beiwohnen, es sei denn, sie fungierten als Henker.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er das erste Mal im Hof neben dem Galgen stand, zitterten seine Hände und Beine stärker als die des Angeklagten, der wegen Drogenhandels und Vergewaltigung zum Tode verurteilt worden war. „Ich konnte kaum laufen, aber sie sagten mir, ich solle den Angeklagten zum Galgen bringen und ihm die Schlinge um den Hals legen“, erzählte Rasoul. „Die Beine des Angeklagten waren wie gelähmt und er bewegte sich nur mühsam, und obwohl ich selbst zitterte, spürte ich das heftige Zittern seines Körpers. Trotzdem brachte ich ihn zum Galgen und legte ihm das Seil um den Hals.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei der Zeremonie, die als &lt;em&gt;qisas&lt;/em&gt; (Vergeltungstötung oder „Auge um Auge“) bekannt ist, bei der die Familie des Opfers des Hingerichteten entweder entscheiden kann, die Tötung zu stoppen, oder selbst den Hocker unter den Füßen des Hingerichteten wegtreten kann, sind es bei einer staatlichen Hinrichtung die Henker, die den Hocker wegtreten, erklärte Rasoul. „In dem Gefängnis, in dem ich tätig war, gab es einen Hocker, aber ich habe gehört, dass es in größeren Gefängnissen einen Kran gibt und der Henker nur einen Knopf drückt, um ihn zu bedienen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasouls Aufgabe war es, den Hocker unter den Füßen des Angeklagten wegzuziehen, nachdem das Urteil verlesen worden war. „In dem Moment, in dem der Hocker weggetreten wird, ist die Aufgabe des Henkers beendet, und er muss die Hinrichtungszeremonie sofort verlassen“, sagte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung, so erzählte Rasoul, schlief er zwei Nächte lang nicht und litt unter Albträumen und Gewissensbissen. „Ich sah mich als verantwortlich für den Tod eines Menschen und gab mir selbst die Schuld. Ich ging zum Gefängnisberater und erzählte ihm alles. Er sagte: ‚Das sind Menschen, die sterben müssen. Diejenigen, die hingerichtet werden, haben sich selbst getötet; du tötest niemanden.‘ Er redete eine Weile, aber das half mir nicht, meine Qualen zu lindern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rasoul war bei etwa 15 Hinrichtungen anwesend und erlebte viele Szenen, die ihn nicht mehr losließen. „Einmal, als ich einen Angeklagten hinführte, um ihm die Schlinge um den Hals zu legen, urinierte er vor Angst in die Hose“, erklärte er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er weinte auch während einer Hinrichtung. „Da war ein 19-jähriger Junge im Gefängnis, der sich mit seinem Freund gestritten und ihn getötet hatte. Er war ein sehr kluger und höflicher junger Mann. Die Sozialabteilung des Gefängnisses tat alles, um die Zustimmung der Familie des Opfers zur Vergebung zu erhalten, aber sie lehnten ab. Am Tag der Hinrichtung brachte ich ihn zum Galgen. Es war die Familie des Opfers, die ihm den Hocker unter den Füßen wegstieß. Ich brach einfach zusammen und weinte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Rasoul fand etwa zwei Jahre nach dem Ende seines Militärdienstes statt. „Seit zwei Jahren gehe ich nun schon zu einem Psychiater und nehme Medikamente, um meine Angstzustände und Albträume zu lindern“, sagte er. „Verzeih mir, wenn meine Stimme zittert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Eine Version dieses Artikels wurde zuerst auf Hebräisch bei Local Call veröffentlicht. Lies ihn &lt;/em&gt;&lt;a href=&quot;https://www.mekomit.co.il/%d7%9e%d7%94-%d7%a9%d7%91%d7%9f-%d7%92%d7%91%d7%99%d7%a8-%d7%99%d7%9b%d7%95%d7%9c-%d7%9c%d7%9c%d7%9e%d7%95%d7%93-%d7%9e%d7%95%d7%95%d7%99%d7%93%d7%95%d7%99%d7%95-%d7%a9%d7%9c-%d7%aa%d7%9c%d7%99%d7%99/&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;hier&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/writer/orlyn/&quot;&gt;Orly Noy&lt;/a&gt; 09. März 2026 in +972magazine: &lt;a href=&quot;https://www.972mag.com/israelis-nightmares-iranian-hangman&quot;&gt;&quot;What Israelis can learn from the nightmares of an Iranian hangman&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Orly Noy ist Redakteurin bei Local Call, politische Aktivistin und Übersetzerin von persischer Lyrik und Prosa. Sie ist Vorsitzende des Vorstands von B’Tselem und Aktivistin der politischen Partei Balad. In ihren Texten beschäftigt sie sich mit den Schnittpunkten, die ihre Identität als Mizrahi, als linke Frau, als Frau, als vorübergehende Migrantin inmitten einer ewigen Einwanderin definieren, sowie mit dem ständigen Dialog zwischen diesen Identitäten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 15:32:00 +0200</pubDate>
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    <title>&quot;Wo ist Eure Grenze?“</title>
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    <author>nospam@example.com (Sebastian Schröder)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;„Wo ist Eure Grenze?“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Frage stand auf einem Plakat auf der grossen Demonstration am 11. November 2023 in Wuppertal. Zu diesem Zeitpunkt ging die Bombardierung und die Blockade Gazas bereits einen Monat lang, tausende Menschen wurden schon getötet. Trotzdem war das Grauen, das bis heute folgte, im November 2023 unvorstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte heute an diese Demonstration erinnern. Sie war unter dem Motto „Stoppt die israelischen Kriegsverbrechen“ angemeldet. Im Polizeibericht heisst es, dass „die Versammlung insgesamt überwiegend friedlich“ verlaufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, die Demonstration war friedlich. Aber die 2000 Menschen, die damals gegen den Genozid auf die Strasse gegangen sind, wurden auf vielfache Weise während der Demonstration bedrängt und verunsichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vorher, bei der Genehmigung der Demonstration, hat die Polizei das ursprüngliche Motto „Stoppt den israelischen Vernichtungskrieg in Gaza“ untersagt, so dass es in „Stoppt die israelischen Kriegsverbrechen“ geändert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war am 11. November 2023 in Wuppertal verboten, das Wort Genozid auf einem Plakat zu zeigen! Eine junge Frau wurde gezwungen, das Wort „genocide“ zu übermalen, weil sie sonst von der Polizei angezeigt worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wuppertaler Polizeipräsident hat - als oberster Polizist der Stadt - in Begleitung eines Übersetzers persönlich alle arabischsprachigen Plakate kontrolliert. Auch gerufene Parolen wurden überwacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während auf der kleinen pro-israelischen Gegendemonstration viele aus der Wuppertaler Zivilgesellschaft von CDU bis Linke waren, sind auf der Demonstration „Stoppt die israelischen Kriegsverbrechen“ fast überhaupt keine linken Menschen aus unserer Stadt gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei bekannte Juso-Mitglieder haben die Teilnehmenden unseres Demozuges mit aggressiven Blicken gemustert, einer der beiden hat heute ein hohes politisches Amt in der Kommunalpoltik inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutschlandweit bekannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach war zusammen mit einem Team von STERN TV auf der Demonstration und hat die Leute mit provokativen Fragen und Statements bedrängt. Aus dem Filmmaterial wurde ein aggressiv-diffamierender Bericht für RTL gemacht, der die Vorurteile gegenüber pro-palästinensischen Menschen bestätigen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das, unangemessene Polizeikontrolle, völkermord-leugnende pro-Israel Demonstranten, das Wegducken der fortschrittlichen Zivilgesellschaft, offene Zensur, Krawall TV mit rechtem Polit-Promi, hat bei den friedlich Demonstrierenden ein Gefühl der Bedrohung und des Ausgeschlossenseins hervorgerufen.Wuppertal war im November 2023 exemplarisch für Deutschland, wo Misstrauen, Vorurteile und Ausgrenzung und das Schweigen der Mehrheit alles bestimmt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und heute, im März 2026? Alles ist seit November 2923 viel schlimmer geworden, und alle sehen es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Genozid in Gaza wird fortgesetzt, die ethnische Säuberung der Westbank wird fortgesetzt, Israel führt eine Invasion im Libanon durch, der völkerrechtswidrige Angriffskrieg von USA und Israel zerstört den sogenannten Nahen Osten und die Weltwirtschaft.&lt;br /&gt;
Ob bald Atombomben von den USA und Israel geworfen werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wo ist Eure Grenze?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir möchten jetzt &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Refaat_Alareer&quot;&gt;Refaat Alareer&lt;/a&gt; gedenken, dem grossen palästinensischen Schriftsteller und Hochschullehrer, der am 6. Dezember zusammen mit anderen Mitgliedern seiner Familie getötet wurde. Er hinterlässt uns sein Gedicht „Wenn ich sterben muss“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wenn ich sterben muss&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Wenn ich sterben muss,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;musst du leben&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;um meine Geschichte zu erzählen&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;um meine Besitztümer zu verkaufen&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;um ein Stück Soff zu kaufen&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;um einige Fäden&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;(mache es weiß mit einem langen Ende)&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;sodass ein Kind, irgendwo in Gaza&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;während es das Paradies im Auge hat&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;wartend auf seinen Vater,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;der in einem Feuer verschwand&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;und niemanden verabschiedete&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;nicht einmal sein eigen Fleisch&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;nicht einmal sich selbst -&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;den Drachen sieht, meinen Drachen,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;den du nähtest,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;über sich fliegend&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;und für einen Moment denkt,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;dort ist ein Engel,&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;der Liebe zurückgibt&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;Wenn ich sterben muss&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;lass es Hoffnung bringen&lt;br /&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;lass es eine Geschichte sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Übersetzung &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/tarek_bae/?hl=de&quot;&gt;@tarek_bae&lt;/a&gt; auf Instagram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://www.njuuz.de/home/politik/wo-ist-eure-grenze/&quot;&gt;Rede von Sebastian Schröder am 21. März 2026 auf der „Demonstration für ein befreites und selbstbestimmtes Palästina“&lt;/a&gt;&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 11:27:00 +0100</pubDate>
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    <title>Straßenfeste und Ölkrisen oder: Wie man sich vorbereitet</title>
    <link>https://www.xn--trten-lva.de/archives/14094-Strassenfeste-und-OElkrisen-oder-Wie-man-sich-vorbereitet.html</link>
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            <category>Fortbewegung</category>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
    <content:encoded>
    Es ärgert mich, wenn abgedroschene Sprüche tatsächlich zutreffen. Deshalb ärgert es mich, dass ja, der beste Zeitpunkt, sich vorzubereiten, gestern war. Der nächstbeste Zeitpunkt, sich vorzubereiten, ist heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist Zeit, sich vorzubereiten. Oder, wenn du regelmäßig meine Beiträge liest, ist es Zeit, deine Vorbereitungen zu überprüfen und aufzufrischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um es klar zu sagen: Ich mache mir keine besonderen Sorgen um einen Atomkrieg. Nicht mehr als gestern. Ich bin fest davon überzeugt, dass man auf alles vorbereitet sein sollte, aber man muss Prioritäten setzen, und ein Atomkrieg sollte auf deiner Liste immer ziemlich weit unten stehen, denn er ist unwahrscheinlich, schwer vorzubereiten und selbst wenn du vorbereitet bist, schwer zu überleben. In sehr vielen Szenarien mit einem Atomkrieg werden du und alle, die du liebst, mehr oder weniger ohne Vorwarnung sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, du kannst dir Jodtabletten besorgen, um deine Schilddrüse zu schützen und das Risiko für eine bestimmte Krebsart zu senken (obwohl diese Tabletten für alle über 40 kontraindiziert sind). Du kannst dir überraschenderweise sogar ziemlich einfach einen &lt;a href=&quot;https://www.survivopedia.com/9-ways-to-diy-a-low-effort-cheap-bomb-shelter/&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;selbstgebauten Atombunker&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; bauen, und vielleicht mache ich mir das eines Tages auch mal. Aber ein Atomkrieg kommt entweder oder eben nicht, und es ist durchaus möglich, dass er einfach das Leben auf der Erde auslöscht, also lohnt es sich ehrlich gesagt nicht, sich darüber große Sorgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, es ist die Ölkrise, die mir Sorgen bereitet, und sie wird Folgewirkungen haben. Ein Fünftel des weltweiten Öls fließt durch die Straße von Hormus im Persischen Golf, südlich des Iran. Als ich heute Morgen aufwachte, erfuhr ich, dass &lt;a href=&quot;https://www.usnews.com/news/world/articles/2026-03-11/trump-and-iran-signal-no-quick-end-to-war-as-tankers-burn-in-iraqi-waters&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Öltanker brannten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Das ist &lt;a href=&quot;https://www.nytimes.com/2026/03/12/world/middleeast/iran-war-oil-iea.html&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;die größte Störung der Ölversorgungskette&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in der Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt mir seltsam vor, mich auf die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Amerikaner zu konzentrieren, wenn ich einen Krieg beschreibe, der von einem verrückten Kriegstreiber wie Pete Hegseth geführt wird, &lt;a href=&quot;https://www.msn.com/en-us/news/other/observers-roast-pete-hegseth-s-latest-fake-workout-video/ar-AA1WRmeo&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;der mit falschen Gewichten trainiert, um muskulös zu wirken&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, und &lt;a href=&quot;https://www.nytimes.com/2026/03/12/us/politics/hegseth-iran-war.html&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Moral als Schwäche betrachtet&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Es ist ein extrem unmoralischer Krieg, der von zwei extrem unmoralischen Regimes geführt wird (gegen ein drittes Land, das von einem extrem unmoralischen Regime regiert wird, aber wie immer sind es die Menschen selbst, die darunter leiden). Aber ich kann nur über so viele Dinge auf einmal schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/oilcrisis1974.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/oilcrisis1974.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=797,width=781,top=329,left=897,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5116 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/oilcrisis1974.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt zwei Reiter vor einem Laden, die in Anzügen und mit Aktenkoffer auf Pferden sitzen. Dem Vorderen wird ein Dokument von einem dritten Mann überreicht, der in einen weißen Laborkittel gekleidet vor einem Laden mit der Aufschrift &amp;quot;G.F &amp;amp; D. Thomas&amp;quot; steht. &quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ölkrise 1974: Titelseite der &#039;Foundation News&#039;&lt;br /&gt;
Quelle: Wellcome Library, London&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;In den 1970er Jahren gab es eine Reihe von Ölkrisen, die durch Spannungen in Westasien verursacht wurden. 1973 weigerten sich die meisten arabischen Länder, Öl an Länder (wie die USA) zu verkaufen, die Israel während des Jom-Kippur-Kriegs unterstützt hatten (sechs Jahre zuvor, im Sechstagekrieg, hatte Israel den Westjordanland und den Gazastreifen von Nachbarländern gestohlen, und 1973 versuchten verschiedene Länder vergeblich, diesen Landraub zu stoppen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Embargo vervierfachte die Ölpreise im Westen, was zu Energie-Rationierungen und einem Börsencrash führte, der die US-Wirtschaft und damit die Weltgeschichte neu prägte. Die Revolution im Iran 1979 führte zu einer Verdopplung der Ölpreise und einer zweiten Ölkrise. Während dieser Krisen bildeten sich kilometerlange Schlangen vor den Tankstellen, wobei sich die Leute um die Zapfsäulen prügelten und sich gegenseitig aus den Autos bestahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benzinpreise sind bereits um etwa fünfzig Cent gestiegen und &lt;a href=&quot;https://www.mpamag.com/us/mortgage-industry/industry-trends/economist-oil-crisis-could-hit-consumers-hard-as-energy-giant-warns-of-catastrophic-consequences/568008&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;könnten bis nächste Woche 4 Dollar erreichen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Die Wirtschaft steckte bereits in Schwierigkeiten, da die &lt;a href=&quot;https://www.npr.org/2026/03/06/nx-s1-5737603/jobs-labor-market-economy&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;USA im letzten Monat 92.000 Arbeitsplätze verloren haben&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;. Es hätte also zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, der aktuelle Krieg gegen den Iran könnte (oder auch nicht) zu viel größeren Problemen führen als „Benzin ist 50 Cent teurer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Benzinpreis wirkt sich auf die Preise für alles aus. Die Sachen, die wir im Laden kaufen, wurden mit Lkws dorthin transportiert, die Benzin verbrauchen. Dünger wird aus Petrochemikalien hergestellt (ob das nun richtig ist oder nicht) und die Produktion von Lebensmitteln wird teurer werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stecken natürlich schon in einer Wirtschaftskrise. Und diese Krise wird sich noch verschärfen. Wenn die aktuelle Energiekrise nur von kurzer Dauer ist, werden Einzelhändler und Großhändler die Kosten tragen. Aber wenn sie einen Monat oder länger andauert (nach dem, was ich gelesen habe), dann werden die Kosten die Kunden erreichen, die ohnehin schon Schwierigkeiten hatten, das Nötigste zu bezahlen. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass die USA in der Lage sind, einen Krieg innerhalb eines Monats zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: Vorsorge. Wie bereitet man sich auf eine Ölkrise vor? Nun, mehr oder weniger so, wie man sich auf alles vorbereitet: Stärke deine Fähigkeit, kurz- und mittelfristige Störungen in der Lieferkette zu überstehen, indem du zu Hause Vorräte für ein paar Tage oder Wochen vorrätig hast. Lebensmittel, Wasser, Medikamente. Notstromversorgung. Halte zusätzliche haltbare Lebensmittel vorrätig, indem du jedes Mal, wenn du einkaufen gehst, etwas mehr kaufst, als du verbrauchst. Erweitere deine Vorratskammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man &lt;em&gt;kann&lt;/em&gt; Benzin lagern, aber das ist kompliziert. Ich persönlich habe das nur eine kurze Zeit lang gemacht, weil die Pflege mühsam ist. Da Benzin nicht lange haltbar ist, musst du deine Vorräte etwa alle 3 Monate austauschen (etwas länger, wenn du ethanolfreies Benzin bekommst, und noch etwas länger als &lt;em&gt;das&lt;/em&gt;, wenn du dir die Mühe machst, Additive hinzuzufügen). Wenn du Benzin lagern willst, besorg dir hochwertige Benzinkanister, füll sie auf und beschrifte sie mit dem Datum. Lagere sie zwei Monate lang und füll das Benzin dann in dein Fahrzeug und füll die Kanister wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich persönlich mache mir diese Mühe nur, wenn Grund zur Annahme besteht, dass es zu Engpässen kommen könnte. So wie, na ja, gerade jetzt. Ich glaube, ich gehe heute mal tanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im Allgemeinen solltest du dein Auto einfach öfter volltanken. Mach es dir zur Regel, nicht mit weniger als einem halben Tank zu Hause zu parken. Letztendlich kostet es genauso viel, den Tank immer voll zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du darüber nachgedacht hast, dir ein Elektroauto zuzulegen, ist jetzt vielleicht kein schlechter Zeitpunkt dafür. Es ist schwer zu sagen, wie sich eine Energiekrise auf die Stromkosten auswirken wird, aber sie wird wahrscheinlich nicht so schnell oder dramatisch zuschlagen wie der Benzinpreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das Wichtigste, was du tun kannst, um dich auf eine Energiekrise vorzubereiten, ist derselbe Schritt, der bei der Vorsorge immer der wichtigste ist: baue eine Gemeinschaft auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ohnehin etwas, was immer mehr Menschen aufgrund der ICE-Krise tun, in der bewaffnete Banden durch unsere Straßen ziehen und Menschen entführen. Überall im Land werden Schnellreaktionsnetzwerke aufgebaut, und ehrlich gesagt kann ich mir kein besseres Netzwerk vorstellen, in das man sich für &lt;em&gt;jede&lt;/em&gt; Krise einbinden könnte, als Nachbarn, die sich um andere Nachbarn sorgen und bereit sind, für sie zu kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art und Weise, wie ich gesehen habe, wie Menschen hyperlokale Gemeinschaften aufbauen, ist ein zweigleisiger Ansatz. Ein Ansatz besteht darin, sich mit den Menschen in deiner Nachbarschaft zusammenzutun, mit denen du die größte ideologische oder subkulturelle Affinität hast. Punk-Treffen, Anarchisten-Treffen oder, ich schätze, Transgender-Furry-Treffen (was auch immer ihr Zoomers so macht). Versucht, euch regelmäßig zu treffen – zum Abendessen, zu Potlucks, zum Gleitgel-Wrestling oder was auch immer euch so gefällt. Schafft dafür einen Kommunikationskreislauf. Diese Gruppe von Menschen lässt sich leichter organisieren, weil ihr von einem ähnlichen Standpunkt aus startet. Aber das reicht nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Ansatz besteht darin, sich mit all euren Nachbarn zu organisieren, die bereit sind, eine grundlegende Grundidee zu teilen, wie zum Beispiel: „Wir sollten nicht zulassen, dass bewaffnete Banden unsere Nachbarn entführen.“ Das ist eine ziemlich weit verbreitete Einstellung, und ihr werdet wahrscheinlich Leute finden, die dem zustimmen. Du kannst dazu aufrufen, ein Schnellreaktionsnetzwerk aufzubauen, aber du kannst auch zu einem Grillfest oder einer Straßenparty einladen. Ich habe den Verdacht, dass die Straßenparty die wichtigste soziale Struktur der Revolution sein wird. Dein Ziel mit deinen Nachbarn ist vielleicht nicht, sich sofort zu organisieren, sondern einfach, sich gegenseitig in eurem Leben wahrzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe schon einiges zum Thema Vorsorge geschrieben, falls du neugierig bist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/lets-make-2024-the-year-of-preparedness&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Eine Einführung in die Konzepte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/how-to-live-like-the-world-is-ending&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Wie man lebt, als würde die Welt untergehen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/why-were-prepared&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Warum wir vorbereitet sind&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/its-time-to-build-resilient-communities&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Aufbau widerstandsfähiger Gemeinschaften&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/get-yourself-a-go-bag&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Notrucksäcke&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://margaretkilljoy.substack.com/p/the-year-of-preparedness-storing-613&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Lebensmittelvorräte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/the-year-of-preparedness-storing&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Wasservorräte&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/the-prepared-home&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration: underline;&quot;&gt;Vorsorge für zu Hause&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/block-parties-and-oil-crises&quot;&gt;Block Parties and Oil Crises or: how to get ready&lt;/a&gt;, 12. März 2026 von Margaret Killjoy.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 14 Mar 2026 18:11:00 +0100</pubDate>
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    <title>Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg</title>
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    <author>nospam@example.com (RaceTheBreeze!)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/diekriegslogik.webp&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/diekriegslogik.webp&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=582,width=381,top=796.5,left=1737,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5005 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;3100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/diekriegslogik.webp&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Buchcover zeigt eine Person, die eine Kerze anzündet. Dahinter ein Transparent mit dem Text &amp;quot;Palestinians and Jews for Peace&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bernd Drücke (Hg.)&lt;br /&gt;
Die Kriegslogik durchbrechen!&lt;br /&gt;
Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg&lt;br /&gt;
14,90 € beim Verlag&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Sammelband &lt;a href=&quot;https://www.graswurzel.net/gwr/produkt/die-kriegslogik-durchbrechen/&quot;&gt;&#039;Kriegslogik durchbrechen&#039;&lt;/a&gt; soll dazu beitragen, dass politische Diskussionen in einem Klima geführt werden können, das nicht von Einschüchterung geprägt ist. Zu Wort kommen Menschen, die sich für Aussöhnung und eine solidarische Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Herrschaft und Gewalt einsetzen. Die Aktivist*innen u.a. von New Profile, Combatants for Peace und Palestinians and Jews for Peace weigern sich, Feinde zu sein. Sie solidarisieren sich mit den Geiseln, den Angehörigen der Opfer von Gewalt in Israel und Palästina, den Geflüchteten und Menschen, die sich dem Mord auf Kommando verweigern. Sie stellen sich sowohl gegen den Terror der islamistischen Hamas als auch gegen den der extrem rechten Netanjahu-Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch dokumentiert Beiträge, die vom 7. Oktober 2023 bis zum (mittlerweile gebrochenen) Waffenstillstand am 19. Januar 2025 in der Monatszeitschrift &lt;a href=&quot;https://www.graswurzel.net/&quot;&gt;Graswurzelrevolution (GWR)&lt;/a&gt; erschienen sind, sowie ein aktuelles Geleitwort von Moshe Zuckermann und einen Beitrag aus der GWR 500 vom Sommer 2025 als Nachtrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wann: Freitag 12. Dezember um 20 Uhr&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wo: Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustr. 2a, 2. Hinterhof, Metro-Station Mehringdamm&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h4&gt;&lt;strong&gt;Eintritt: frei!&lt;/strong&gt;&lt;/h4&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Sat, 06 Dec 2025 11:43:00 +0100</pubDate>
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    <title>77 Jahre und zwei Jahre oder: Über Palästina</title>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width:40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2025-10-08_00-16-18.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/photo_2025-10-08_00-16-18.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=735,top=80,left=920,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4960 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2025-10-08_00-16-18.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt eine Frau von hinten, die aus einem zwerbombten Wohnhaus in Richtung der Grenzmauer blickt.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: Global Sumud Flotilla&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Ich bin um 3 Uhr morgens aufgewacht und hab mein Handy gecheckt, weil ich nicht immer die Person bin, die ich sein will, und nicht immer die Gewohnheiten hab, die ich haben will. Ich bin aufgewacht, hab mein Handy gecheckt und gesehen, dass ein weiteres Schiff der Hilfsflotte für Palästina in internationalen Gewässern vom israelischen Militär abgefangen wurde. Ich sah, dass Menschen, die ich kenne und die ich kennen könnte, entführt worden waren und dass sie allem Anschein nach derzeit von israelischer Seite gefoltert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich konnte nicht mehr einschlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gehe davon aus, dass ihr alle bereits auf die Hilfsflotten aufmerksam geworden seid, Schiffe &lt;a href=&quot;https://globalsumudflotilla.org/&quot;&gt;voller mutiger Menschen aus aller Welt&lt;/a&gt;, aber falls nicht, dann tut dies bitte. Jedes Mal, wenn ein Aktivist entführt wird, gibt es konkrete Aufrufe zum Handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe nicht viel über Palästina, obwohl ich in den letzten zwei Jahren fast jeden Tag darüber nachgedacht habe. Ich schreibe nicht darüber, weil ich nicht die Stimme bin, auf die die Leute in dieser Frage hören sollten. Ich mache mir Sorgen, vielleicht mehr als ich sollte, dass ich in der Diskussion zu viel Raum einnehme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich weiß ein paar Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, dass es seit 77 Jahren (und länger) Völkermord und Widerstand in Palästina gibt und dass es jetzt seit zwei Jahren eine dramatische Eskalation in Gaza gibt. Es lohnt sich, diese ganze Geschichte und die Gegenwart zu verstehen, vor allem, wenn du Sympathie für den Zionismus hast oder in deinem Kopf Zionismus mit Judentum verwechselst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einen Teil dieser Geschichte bereits in meinem Podcast behandelt, darunter Diskussionen über die &lt;a href=&quot;https://www.iheart.com/podcast/1119-cool-people-who-did-cool-96003360/episode/part-one-israeli-international-solidarity-134535598/&quot;&gt;israelische und internationale Solidarität mit den Palästinensern&lt;/a&gt; und die lange Geschichte der &lt;a href=&quot;https://www.iheart.com/podcast/1119-cool-people-who-did-cool-96003360/episode/part-one-hunger-strikes-from-ireland-119893337/&quot;&gt;Hungerstreiks&lt;/a&gt;. Der Zionismus war bewusst ein Siedlerkolonialprojekt (denn das waren keine Schimpfwörter für die Europäer zu der Zeit, als der Zionismus Ende des 19. Jahrhunderts seinen Anfang nahm), und die ersten zionistischen Siedlungen in Palästina schufen eine Gesellschaft (und vor allem eine Wirtschaft), die völlig losgelöst von den bestehenden Menschen und der Kultur der Region war. Ich schreibe „die ersten zionistischen Siedlungen” und nicht „die ersten jüdischen Siedlungen”, weil Juden schon immer in Palästina gelebt haben, auch ziemlich aktiv im 19. Jahrhundert vor dem Zionismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Osmanische Reich hat religiösen Minderheiten zwar keine vollen und gleichen Rechte gewährt, aber es war wesentlich freundlicher zu Juden als Europa. Als die Juden 1492 von der Iberischen Halbinsel vertrieben wurden, waren es die Osmanen, die sie aufnahmen. Auch schwule Männer flohen aus Europa ins Osmanische Reich, weil die muslimische Gesellschaft Homosexualität wesentlich toleranter gegenüberstand als das christliche Europa. (Das Osmanische Reich verdient eine eigene Kritik, auf die ich in meinen Episoden über den Widerstand gegen den Völkermord an den Armeniern ausführlich eingegangen bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube nicht, dass ich es so gut ausdrücken kann wie die jüdischen Antizionisten, und wahrscheinlich hast du in den letzten Jahren schon oft darüber gelesen, aber wir dürfen niemals, niemals zulassen, dass Judentum oder Jüdischsein mit Zionismus gleichgesetzt werden. Das ist genau das, was sowohl Zionisten als auch Antisemiten (und die gar nicht so seltenen antisemitischen rechten christlichen Zionisten) wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beste Buch, das ich persönlich über die Geschichte des zionistischen Projekts gelesen habe, ist „The Hundred Years’ War on Palestine“ von Rashid Khalidi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehme an diesem Memoirenkurs von &lt;a href=&quot;https://raechelannejolie.substack.com/&quot;&gt;Raechel Anne Jolie&lt;/a&gt; teil, weil ich abstrakt gesehen versuche, eine Art Memoiren zu schreiben, und Raechel weiß, was sie tut. Für das Schreiben dieser Memoiren habe ich alte Tagebücher und alte Texte durchgesehen und viel über das halbe Jahr gelesen, das ich in Amsterdam verbracht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich in Amsterdam lebte (2005 und 2006), war ich mit vielen Israelis befreundet, weil viele israelische Anarchisten in Amsterdam lebten, weil sie sich weigerten, in der IDF/IOF zu dienen. Denn die Unterdrückung der Palästinenser hat nicht erst vor zwei Jahren begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache mir Gedanken darüber, mich auf die Erfahrungen dieser Israelis zu konzentrieren, weil sie in der Diskussion nicht mehr im Mittelpunkt stehen sollten als weiße Amerikaner in Diskussionen über die Dekolonisierung, die hier in Nordamerika genauso wichtig ist. Aber man kann sich nicht aussuchen, wo man geboren wird, und für mich war es durch die Bekanntschaft mit diesen Israelis in Amsterdam ziemlich einfach zu verstehen, dass Judentum und Zionismus zwei völlig verschiedene Dinge sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann dir von zwei jungen Männern erzählen, die beide Yoni hießen. Der eine Yoni war ein leidenschaftlicher anarchistischer Aktivist, prinzipientreu und organisiert. Als er zum Dienst in der IDF einberufen wurde, marschierte er in das Büro und sagte ihnen, dass er auf keinen Fall ein Gewehr in die Hand nehmen würde, um die Palästinenser zu unterdrücken. Er verbrachte einige Zeit im Gefängnis wegen seiner Dienstverweigerung und verließ dann das Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der andere Yoni war der Typ, der mich auf Blind Guardian gebracht hat. Er liebte Chaos und Magie und erzählte mir, er sei der Schlagzeuger jeder Anarcho-Punk-Band in Israel, obwohl er Metal viel lieber mochte. Als er zum Militärdienst einberufen wurde, ging er zur IDF und sagte: „Klar, gebt mir eine Waffe. Ich will Menschen töten. Ich weiß nicht, wen ich töten werde. Vielleicht mich, vielleicht dich, aber gib mir eine Waffe.“ Die IDF entschied, dass sie den Chaosmagier Yoni nicht haben wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird dich nicht überraschen, dass ich mich mit Chaos Yoni besser angefreundet habe, obwohl die wichtigste Geschichte, die ich über ihn zu erzählen habe, die ist, dass ich ihm versehentlich mit einem Schlagstock auf das Ohr geschlagen habe, als wir mit der Schutzausrüstung herumspielten, die unsere Freunde von der Polizei geklaut hatten. Sein ganzes Ohr war etwa eine Woche lang lila und blau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann dir auch von Tal erzählen. Ruhe in Frieden, Tal. Tal war eine israelische Anarchistin, die in Amsterdam lebte und jung an Krebs starb. Sie war ziemlich klein. Sie war mit einem Niederländer namens Sjoerd (ausgesprochen ungefähr „short“) zusammen, der sehr groß war. Ich fand das super witzig. Niemand sonst fand das lustig. Tal lebte in Amsterdam, weil sie nichts mit der israelischen Besetzung Palästinas zu tun haben wollte, aber sie fuhr fast jeden Monat mit Sjoerd zurück, um an den Protesten im Westjordanland teilzunehmen. Dort arbeiteten die beiden solidarisch – und als freiwillige menschliche Schutzschilde – für die Palästinenser im Westjordanland, die an einer der größten zivilen Ungehorsamskampagnen teilnahmen, die die Welt je gesehen hat, und bei jeder Gelegenheit mit Schüssen konfrontiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn was man auch wissen und nicht vergessen sollte, wenn wir nun zwei Jahre dieses „Krieges“ hinter uns haben, ist, dass die Palästinenser verdammt noch mal alles versucht haben. Sie haben internationale Appelle versucht, sie haben massive gewaltfreie Kampagnen versucht, sie haben Hungerstreiks versucht, sie haben versucht, innerhalb des Systems zu arbeiten. In den 1990er Jahren, nach einem halben Jahrhundert des Kampfes, waren sie bereit, sehr, sehr erhebliche Kompromisse einzugehen, um eine Zwei-Staaten-Lösung zu akzeptieren. Aber das Angebot, das sie erhielten (ausgehandelt von Bill Clinton), war keine Zwei-Staaten-Lösung, sondern reine und unverhüllte Unterdrückung und Unterwerfung, und ihr Kampf ging weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch immer, freies Palästina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Margaret Killjoy, &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/77-years-and-two-years&quot;&gt;77 years and two years or: On Palestine&lt;/a&gt;, 08. Oktober 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [authorisiert]&lt;p&gt;&lt;hr /&gt;&lt;p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 13:39:00 +0200</pubDate>
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    <title>All eyes on Gaza</title>
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    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/08a55df8a459776f.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/08a55df8a459776f.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=320,left=680,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4953 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/08a55df8a459776f.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto von © Björn Obmann zeigt einen Ausschnitt aus der Demo. Sichtbar sind eine Fahne der &amp;quot;Antikolonialen Aktion&amp;quot; eine Papptafel mit dem Text &amp;quot;Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht&amp;quot; sowie eine Tafel mit &amp;quot;Jüdische Mitbüger:innen wegen Israelkritik unter Extremismusverdacht?!? Wann hört die Freak-Show endlich auf?&amp;quot;. Halb verdeckt ist ein Transparent mit dem Text: &amp;quot;Die Würde des Menschen ist antastbar&amp;quot; zu sehen.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Unter dem Titel „All Eyes on Gaza – Stoppt den Genozid!“ demonstrierten am 27. September 100.000 Menschen in Berlin für ein Ende des Krieges in Gaza, für den Stopp deutscher Waffenlieferungen nach Israel und für einen ungehinderten Zugang humanitärer Hilfe für die Menschen im Gazastreifen. Ein Bündnis aus mehr als 50 Organisationen, Verbänden und Einzelpersonen hatten die Versammlung organisiert, darunter propalästinensische Gruppen, jüdische Aktivist*innen, Medico International, Amnesty International und die Partei Die Linke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den &lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/all-eyes-on-gaza&quot;&gt;Fotos beim Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;„In Gaza werden nach wie vor ganze Familien durch Bomben ausgelöscht und tagtäglich wahllos Zivilist:innen umgebracht, unter ihnen viele Kinder. Hungernde Menschen suchen an den wenigen israelisch kontrollierten Ausgabestellen nach Hilfe und finden dort stattdessen den Tod. Unabhängige humanitäre Hilfe und Versorgung wird durch Israel blockiert und verhindert. Fast die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens befindet sich auf der Flucht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Vorgehen der israelischen Regierung wird von Expert:innen und internationalen Organisationen seit Langem als Genozid beschrieben und vom Internationalen Gerichtshof als solcher untersucht. Während jede:r sehen kann, wie die israelische Armee Massengräuel in Gaza verübt, leugnet die Bundesregierung die systematische Gewalt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir wollen die deutsche Komplizenschaft beenden und gegen die sogenannte Staatsräson auf die Straße gehen! Wir fordern von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Beenden Sie jegliche militärische Kooperation mit Israel. Dazu gehören Import, Export und Transit von Waffen, Munition und anderen Rüstungsgütern.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nutzen Sie alle zur Verfügung stehenden Mittel, um den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe nach den anerkannten humanitären Prinzipien sowie einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand für Gaza zu erreichen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Setzen Sie sich für ein Ende der seit Jahrzehnten andauernden Vertreibung und der illegalen Besatzung des palästinensischen Gebiets ein.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Unterstützen Sie die internationale Gerichtsbarkeit ohne Einschränkungen und setzen Sie ihre Entscheidungen vollständig um.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Setzen Sie sich für die Freilassung aller Opfer von Kriegsverbrechen ein, die sich als illegal Inhaftierte zu Tausenden in israelischen Gefängnissen und zu Dutzenden in Geiselhaft in Gaza befinden.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Setzen sie sich für die Verwirklichung des Rechts auf individuelle und kollektive Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Palästinenser:innen ein.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Schützen Sie die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Wissenschaftsfreiheit in Deutschland. Beenden Sie die Unterdrückung legitimer Proteste und freier Meinungsäußerung der Palästina-solidarischen Bewegung.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wir verurteilen alle Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen, unabhängig davon, ob sie von israelischen oder palästinensischen Akteur:innen begangen werden. Für uns gelten das Völkerrecht und die Menschenrechte immer und für alle. Angesichts der Massentötungen in Gaza und der systematischen Zerstörung richten wir unsere Hauptkritik aber an die israelische Regierung und ihre Unterstützer:innen.“&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;(&lt;a href=&quot;https://all-eyes-on-gaza.de/&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Aufruf zur Veranstaltung&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Weitere Ereignisse zu diesem Thema&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/united-for-gaza/&quot;&gt;United for Gaza&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/stop-arming-financing-excusing-genocide/&quot;&gt;Stop arming financing excusing genocide!&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/fuer-einen-gerechten-frieden-in-palaestina-und-israel-2/&quot;&gt;Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/fuer-einen-gerechten-frieden-in-palaestina-und-israel/&quot;&gt;Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/free-palestine-will-not-be-cancelled/&quot;&gt;Propalästinensche Anti-Kriegsdemo in Berlin&lt;img src=&quot;https://umbruch-bildarchiv.org/wp-content/themes/atschak-ub-theme-pkg-c86e82fb85ad/assets/img/icon_post_list.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.umbruch-bildarchiv.de/willkomm1.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Umbruch Bildarchiv Startseite&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/welcome.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Überblick über das Umbruch Bildarchiv&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/suchfeld.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Umbruch Bildarchiv Ereignisse&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Links&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://all-eyes-on-gaza.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://all-eyes-on-gaza.de/&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 14:20:00 +0200</pubDate>
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    <category>gaza</category>
<category>israel</category>
<category>libanon</category>
<category>palästina</category>
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    <title>Wie lange noch?!</title>
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            <category>And Justice for all</category>
            <category>Antiimperialismus</category>
            <category>Antirassismus</category>
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            <category>International</category>
            <category>Perspektive und Befreiung</category>
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            <category>Politische Rechte</category>
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    <author>nospam@example.com (Sebastian Schröder)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Rede von Sebastian Schröder auf der Mahnwache und Kundgebung „Freiheit für Palästina“ am 4. Oktober 2025 in Wuppertal&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Sebastian Schröder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin in der Palästina-Solidarität aktiv und möchte heute über unsere Wuppertaler Partnerstadt Beʾer Scheva sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen rassistischen Vorfall wird in der israelischen Zeitung Haaretz vom 25. September 2024 berichtet. Ich zitiere den Originaltext in einer Übersetzung aus dem Englischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Israel flößt seinen Kindern die Werte des Mobs ein&lt;br /&gt;
Zilberman High School in Be’er Sheva.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich Dutzende von Schülern in einer Schule vor, die ein 12-jähriges arabisches Mädchen aus der 7. Klasse umringen und laut „Dein Dorf soll brennen“ singen. So geschah es letzte Woche in der Zilberman-Schule in Be’er Sheva, nachdem das Mädchen es gewagt hatte, während einer Klassendiskussion Mitgefühl für die Kinder von Gaza auszudrücken (Haaretz, 24. September).&lt;br /&gt;
Und was tat die Schule daraufhin? Sie suspendierte das Mädchen. Und das Bildungsministerium? Es stützte die Suspendierung. Und die Eltern der anderen Schüler an der Schule? Sie forderten in einer WhatsApp-Gruppe, dass sie vom Unterricht ferngehalten wird. Und die Gemeinde? Nun, die stellvertretende Bürgermeisterin schlug vor, ihrer gesamten Familie die Staatsbürgerschaft zu entziehen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image6609_medium_marked.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/main_image6609_medium_marked.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=795,width=1185,top=330,left=695,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4956 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image6609_medium_marked.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt eine Frau die einem Jungen anlächelt, beide spielen während des Protestes auf Trommeln.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Protest von Frauen gegen die Vertreibung der Beduinen, Beʾer Scheva, Israel, 21.3.2012&lt;br /&gt;
Fotograf: Keren Manor / Activestills&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Text lautet im folgenden:&lt;br /&gt;
„Das Mädchen erzählte Haaretz, dass sie in der Diskussion im Klassenzimmer sagte, dass Kinder in Gaza an Hunger leiden und sterben. Als der Unterricht zu Ende war, begannen die anderen Schüler in der Klasse, sie anzugreifen, beschuldigten sie, die Hamas zu unterstützen, beschimpften sie und sangen „Dein Dorf sollte brennen“. Diese Mob-Kultur ist gut etabliert: Videos von der Schule wurden in den sozialen Medien gepostet, und die Reaktionen, die zur Gewalt aufriefen, haben ihren Zweck erfüllt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter heisst es:&lt;br /&gt;
„Der Vater des Mädchens erzählte, dass „sehr schnell die Schüler anfingen, sich um sie zu scharen“ und dass „der Lehrer einfach wegging und das Mädchen sich gegen die Schüler wehren ließ, bis ein anderer Lehrer kam, die Situation sah und sie zur Direktorin brachte.“ Die Direktorin ihrerseits alarmierte den Vater und teilte ihm mit, dass seine Tochter für mehrere Tage suspendiert werde, „um zu verstehen, woher die Winde wehen“ und um seine Tochter vor Angriffen und Belästigungen zu schützen. Der Vater beschloss, auch seine zweite Tochter zu Hause zu behalten, aus Angst, dass sie belästigt werden würde, und er sagte, dass andere arabische Schüler an der Schule das Gleiche taten. Das Bildungsministerium berichtete, dass beschlossen wurde, das Mädchen aufgrund ihres Verhaltens von der Schule fernzuhalten, bis die Angelegenheit vollständig geklärt ist, und um Reibereien zwischen ihr und den anderen Schülern zu vermeiden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung lautet weiter:&lt;br /&gt;
„Der Vorfall an der Zilberman-Schule ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich in der Gesellschaft und im Land beunruhigende Entwicklungen vollziehen und dass der Krieg nur dazu beigetragen hat, sie zu beschleunigen. Jedes Glied in der Kette der Ereignisse und alle Beteiligten – Erwachsene und Kinder, auch auf privater, institutioneller, bildungsbezogener, kommunaler und nationaler Ebene – sind davon betroffen. Ein 12-jähriges Mädchen äußerte ihre Meinung während einer Diskussion in der Klasse. Sie ist dem Mobbing in der Gruppe überlassen und wenn Erwachsene so freundlich sind, einzugreifen, finden sie es angemessen, sie zu suspendieren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter heisst es:&lt;br /&gt;
„Die Schule hat kläglich versäumt, das Mädchen zu verteidigen, und mit ihrer Entscheidung, sie zu suspendieren, unterstützt sie tatsächlich das Mobbing-Verhalten der anderen Schüler und vermittelt Werte, die die politische Verfolgung, die jüdische Vorherrschaft (dass jüdische Kinder angeblich alles über Araber sagen dürfen, während Araber sich nicht politisch äußern dürfen), Gruppenmobbing und Mob-Attacken unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem ordentlich geführten Land wäre die richtige Adresse, um dieses Unrecht zu korrigieren, der Bildungsminister gewesen. In Israel ist das Yoav Kisch, ein erwiesener politischer Gesetzesbrecher und Teil einer rassistischen, nationalistischen Regierung. Man würde hoffen, dass jemand im Bildungsministerium, in der Gemeinde oder in der Schule zur Vernunft kommt und diese Schülerin schützt.“&lt;br /&gt;
Zitat Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Wuppertalerin hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Wuppertal über diesen schlimmen Vorfall informiert und gebeten, sich dazu zu äußern. Aber die Lehrer*innen-Gewerkschaft GEW schweigt gegenüber diesem Verbrechen, das sich in jeder Schule in Beʾer Scheva wiederholen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wuppertal ist dieser pogromartige Angriff auf ein zwölfjähriges palästinensisches Mädchen kein Thema – nein, es ist sogar noch schlimmer: im Lokalteil der Westdeutschen Zeitung vom 9. August 2025 kommen israelische Einwohner*innen von Beʾer Scheva mit Wurzeln in Elberfeld zu Wort. Sie sagen zur beduinischen Minderheit : „in einem Kindergarten werden (.) auch beduinische Kinder betreut (.) und alle gleich behandelt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Wirklichkeit ist eine andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image14720_medium_marked.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/main_image14720_medium_marked.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=795,width=1185,top=330,left=695,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4957 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/main_image14720_medium_marked.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Beduinen und Unterstützer protestieren gegen den Prawer-Plan, eine Regierungsmaßnahme, die darauf abzielt, Beduinen aus ihren nicht anerkannten Dörfern weiter zu vertreiben und sie in städtischen Gemeinden zu konzentrieren. Beʾer Scheva, Israel, 6. Oktober 2011.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Protest gegen den Prawer-Plan, Beʾer Scheva, Israel, 6.10.2011&lt;br /&gt;
Fotograf: Keren Manor&lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die indigene beduinische Bevölkerung wird von der israelischen Mehrheitsbevölkerung separiert, sie haben nicht die gleichen Rechte, und immer wieder wird versucht, sie aus den Dörfern zu vertreiben. Bei Wikipedia heisst es:“Während des Palästinakrieges von 1948 ist ein Großteil der (…) Beduinen geflohen oder wurde vertrieben. Eine weitere Vertreibung von etwa 10.000 Beduinen aus der Region von Beʾer Scheva und Al-Auja (Jericho) in Richtung des Sinai folgte 1950. Ein großer Teil des Negev wurde staatliches bzw. militärisches Gebiet, und die Beduinen wurden auf ein reservat-ähnliches Gebiet im Nordosten des Negev umgesiedelt, das 10 Prozent der der Fläche (..) ausmacht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. September haben tausende Beduin*innen in Beʾer Scheva gegen die Zwangsvertreibungen demonstriert. Unter der aktuellen faschistischen Regierung wurden bereits 4.450 Zwangsräumungen durchgeführt. Ein Tag vor der länger geplanten Demonstration haben die israelischen Polizeikräfte die Bewohner*innen des Dorfes Al Sir gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Die Hausbeitzer*innen mussten ihre eigenen Häuser abreissen -wenn sie dies nicht getan haben, haben sie eine Strafzahlung vom israelischen Staat bekommen. Die brutalen und rassistischen Vorgänge sind auf Instagram bei standing.together.english und negevrcuv dolumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wuppertal wird zu den Vertreibungen der Beduin*innen geschwiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wuppertal wird zur strukturellen rassistischen Gewalt an den Schulen in Beʾer Scheva geschwiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wuppertal wird zu den Kriegsverbrechen des Shimon Tobol, des ehemaligen stellvertretenden Bürgermeisters von Beʾer Scheva, geschwiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange noch?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/13730-Die-Negev-ist-fuer-alle!.html&quot;&gt;„Die Negev ist für alle!“&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Keren Manor / &lt;a href=&quot;https://www.activestills.org/&quot;&gt;activestills.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstveröffentlichung bei &lt;a href=&quot;https://www.njuuz.de/home/politik/wie-lange-noch/&quot;&gt;njuuz - News für Wuppertal&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 11:42:00 +0200</pubDate>
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    <category>beduinen</category>
<category>beʾer scheva</category>
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<category>palästina</category>
<category>prawer plan</category>
<category>wuppertal</category>
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    <title>Das laute Schweigen</title>
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            <category>And Justice for all</category>
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            <category>Film</category>
            <category>Flucht</category>
            <category>Geschichte</category>
            <category>Hintergrund</category>
            <category>International</category>
            <category>Kapitalismus</category>
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            <category>Kritik und Selbstkritik</category>
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            <category>Manipulation</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Der Dokumentarfilm untersucht die deutsche Politik gegenüber Israel und Palästina und zeigt, wie palästinasolidarische Stimmen in Öffentlichkeit und Kultur zunehmend unter Druck geraten. Durch Interviews, Fallbeispiele und Analysen macht der Film sichtbar, wie Debatten eingeschränkt, Kritik delegitimiert und Meinungsäußerungen sanktioniert werden. DAS LAUTE SCHWEIGEN eröffnet damit eine Auseinandersetzung mit einem Thema, das in Deutschland von Spannungen, Tabuisierungen und Machtasymmetrien geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Thematik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Deutschland unterstützt Israel und dessen Interessen seit Jahrzehnten, nicht erst seit dem tödlichen Angriff der Hamas auf Israel am 7.Oktober 2023, aber seitdem ungebrochen - diplomatisch, materiell und moralisch*. Diese Unterstützung wurde auch fortgesetzt, als der Internationale Gerichtshof (IGH) die Plausibilität eines Völkermords durch die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen feststellte. Staatliche Behörden und große Teile der deutschen Medienlandschaft haben versucht, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, die die Verwicklung Deutschlands an einem möglichen Völkermord** in Gaza infrage stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser repressiven Dynamik zählen die Kriminalisierung von pro-palästinensischem Aktivismus, Verleumdungskampagnen gegen Einzelpersonen und Gruppen, gesetzliche Einschränkungen, Polizeigewalt und Bürgerrechtsverletzungen – wie u.A. von Amnesty International dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Deutsche Regierung hat im August 2025 offiziell angekündigt, keine weiteren Waffenexporte an Israel zu genehmigen, die potentiell gegen zivile Ziele in Gaza verwendet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
**Israels Krieg auf Gaza wird u. A. von Amnesty Interational, HRW, MSF, UN-Sonderkomitee, Genocide Watch und B’Tselem als Völkermord eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr &lt;a href=&quot;https://daslauteschweigen.de/&quot;&gt;Informationen&lt;/a&gt; sowie zum &lt;a href=&quot;https://daslauteschweigen.de/support-us&quot;&gt;Crowdfunding&lt;/a&gt; für den Film.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/5udxn1GApGU?si=0g-yGne1bGnufvyc&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 11:19:00 +0200</pubDate>
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    <title>‘Don’t Mention the Children’. A poem for the children of Gaza</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;em&gt;‘Israel bans radio advert listing names of children killed in Gaza.’ &lt;/em&gt;Guardian, 24 Juli 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Don’t mention the children.&lt;br /&gt;
Don’t name the dead children.&lt;br /&gt;
The people must not know the names&lt;br /&gt;
of the dead children.&lt;br /&gt;
The names of the children must be hidden.&lt;br /&gt;
The children must be nameless.&lt;br /&gt;
The children must leave this world&lt;br /&gt;
having no names.&lt;br /&gt;
No one must know the names of&lt;br /&gt;
the dead children.&lt;br /&gt;
No one must say the names of&lt;br /&gt;
the dead children.&lt;br /&gt;
No one must even think that the children&lt;br /&gt;
have names.&lt;br /&gt;
People must understand that it would be dangerous&lt;br /&gt;
to know the names of the children.&lt;br /&gt;
The people must be protected from&lt;br /&gt;
knowing the names of the children.&lt;br /&gt;
The names of the children could spread&lt;br /&gt;
like wildfire.&lt;br /&gt;
The people would not be safe if they knew&lt;br /&gt;
the names of the children.&lt;br /&gt;
Don’t name the dead children.&lt;br /&gt;
Don’t remember the dead children.&lt;br /&gt;
Don’t think of the dead children.&lt;br /&gt;
Don’t say: ‘dead children’.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A poem for the children of Gaza, by &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Rosen_(Schriftsteller)&quot;&gt;Michael Rosen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/tENn0dTF2eY?si=_UycDjPNvuXbL2VL&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 14:19:00 +0200</pubDate>
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