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    <title>trueten.de (Artikel mit Tag ukraine)</title>
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    <description>»Wir sind Maurer, Maler, Elektriker, wir brauchen den Staat nicht, für nichts.« Lucio Urtubia</description>
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    <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 11:30:23 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: trueten.de - »Wir sind Maurer, Maler, Elektriker, wir brauchen den Staat nicht, für nichts.« Lucio Urtubia</title>
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    <title>107 Jahre Befehl Nr. 1824</title>
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            <category>Anarchismus</category>
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            <category>Geschichte</category>
            <category>International</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/58cbdf53eca58baf.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/58cbdf53eca58baf.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=435,width=655,top=870,left=1600,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5203 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/58cbdf53eca58baf.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das historische Foto zeigt eine Gruppe von Kämpfern der Anarchistischen Schwarzen Armee, angeführt von Fedir Schtschus, während des Ukrainischen Unabhängigkeitskriegs.Die Aufnahme stammt aus der Zeit zwischen 1918 und 1921. Die Gruppe, bekannt als die Dibriv-Abteilung, war Teil der Revolutionären Aufständischen Armee der Ukraine. Der Kontext ist der Ukrainische Unabhängigkeitskrieg und der Russische Bürgerkrieg.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das historische Foto zeigt eine Gruppe von Kämpfern der Anarchistischen Schwarzen Armee, angeführt von Fedir Schtschus, während des Ukrainischen Unabhängigkeitskriegs.Die Aufnahme stammt aus der Zeit zwischen 1918 und 1921. Die Gruppe, bekannt als die Dibriv-Abteilung, war Teil der Revolutionären Aufständischen Armee der Ukraine. &lt;br /&gt;
&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Heute in der Geschichte der Arbeiterbewegung: &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Trotzki&quot;&gt;Leo Trotzki&lt;/a&gt; verbot mit seinem Befehl Nr. 1824 am 4. Juni 1919 den &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Fourth_All-Ukrainian_Congress_of_Soviets&quot;&gt;4. Ukrainischen Kongress der Freien Sowjets&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;“Die Sektion des Rates, genannt Exekutivkomitee von Gulyai-Pole und die Mitglieder der Machnobrigade sind hiermit ab dem 15. Juni verboten und dürfen unter keinen Umständen tagen. Teilnahme daran wird als Verrat an der Sowjetrepublik betrachtet und entsprechend behandelt. Dieser Befehl tritt sofort in Kraft, telegraphisch.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Trotzki, Vorsitzender des revolutionären Rates der Sowjetrepublik&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Watsetis, Ausführender Befehlshaber&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aralov, Mitglied des revolutionären Rates der Sowjetrepublik&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kosharew, Regionaler militärischer Befehlshaber, Kharkov.”&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Alexander Berkmann, &lt;a href=&quot;https://www.anarchismus.at/anarchistische-klassiker/alexander-berkman/6369-nestor-machno-der-mann-der-die-bolschewiki-rettete&quot;&gt;Nestor Machno: Der Mann, der die Bolschewiki rettete&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem entsandte er Truppen, um die Rosa-Luxemburg-Kommune bei Provkovski zu zerschlagen, und erklärte den ukrainischen anarchistischen Aufständischen &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Nestor_Machno&quot;&gt;Nestor Machno&lt;/a&gt; für vogelfrei. Das Freie Territorium innerhalb der Ukraine, auch bekannt als Machnowia (nach Nestor Machno), bestand von 1918 bis 1921. Es war eine staatenlose, anarchistische Gesellschaft, die von Machnos Revolutionärer Aufstandsarmee (auch bekannt als Schwarze Armee) verteidigt wurde. Etwa 7 Millionen Menschen lebten in diesem Gebiet, weigerten sich, Pacht an die Grundbesitzer zu zahlen, und beschlagnahmten die Ländereien und das Vieh der Kirche, des Staates und privater Grundbesitzer. Sie richteten lokale Komitees ein, um diese zu verwalten, und teilten sie unter den verschiedenen Dörfern und Kommunen des Freistaates auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://kolektiva.social/@MikeDunnAuthor/116692349227174286&quot;&gt;Posting von Mike Dunn&lt;/a&gt;, mit eigenen Ergänzungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &lt;a href=&quot;https://www.telepolis.de/article/In-Zeiten-des-Krieges-3421811.html&quot;&gt;In Zeiten des Krieges. Nestor Machno und die &quot;Machnowschtschina&quot;- eine fast vergessene Episode aus der russischen Revolution&lt;/a&gt;, 15. Februar 2009 von Jens Berger und Frank Benedikt&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 16:49:00 +0200</pubDate>
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    <category>nestor ivanovyč machno</category>
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    <title>Der anarchistische Partisan Ruslan Sidiki braucht einen neuen Anwalt - sein Anwalt wurde verhaftet!</title>
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            <category>Anarchismus</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    Ich hatte letztes Jahr kurz &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/13708-Russland-Anarchistische-Partisanen-sabotieren-die-Kriegsmaschinerie.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://www.trueten.de/archives/13692-Russland-Anarchistische-Kriegssaboteure-vor-Gericht.html&quot;&gt;da&lt;/a&gt; über anarchistischen Widerstand gegen die russische Kriegsmaschinerie berichtet. Vor allem der Fall von Ruslan Sidiki schlug international hohe Wellen. Nun gibt es eine neue Entwicklung: Sein Anwalt wird gerade mit Repressionen überzogen. Hier die kurze Übersetzung des Textes &lt;a href=&quot;https://avtonom.org/en/news/anarchist-partisan-ruslan-sidiki-needs-new-lawyer-his-lawyer-was-arrested&quot;&gt;&quot;Anarchist partisan Ruslan Sidiki needs a new lawyer – his lawyer was arrested!&quot;&lt;/a&gt;  und die Bitte, nach Möglichkeit zu helfen und oder das Thema zu teilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2026-05-22_15-51-54.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/photo_2026-05-22_15-51-54.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=285,width=495,top=945,left=1680,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5191 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/photo_2026-05-22_15-51-54.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Der Anwalt von Ruslan Sidiki, Igor Popovsky, in Handschellen in einem Käfig vor Gericht&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Anwalt von Ruslan Sidiki,  Igor Popovsky&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Anwalt Igor Popovsky, der den Anarchisten Ruslan Sidiki vertrat und eine Untersuchung seiner Foltervorwürfe beantragt hatte, wurde wegen „Betrugs in besonders großem Umfang“ festgenommen. Das &lt;a href=&quot;https://t.me/theinsider/48864&quot;&gt;berichtete&lt;/a&gt; das Medienportal „The Insider“ unter Berufung auf den auf Enthüllungen spezialisierten Telegram-Kanal „112“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Kanal zufolge behaupten die Ermittler, Popovsky habe von seinem Mandanten 6 Millionen Rubel erhalten, nachdem er versprochen hatte, durch Einflussnahme auf das Gericht und die Staatsanwaltschaft zur Einstellung des Strafverfahrens beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festnahme erfolgte kurz nachdem Ruslan Sidikis Fall an das Militärberufungsgericht verwiesen worden war, obwohl Popovsky noch am 19. Mai Kontakt zu ihm hatte. Schließlich wurde Popovsky &lt;a href=&quot;https://t.me/mediazona_exclusive/5434&quot;&gt;laut Mediazona&lt;/a&gt; unter Hausarrest gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Igor Popovsky gehörte zu den wenigen russischen Anwälten, die offen die Anerkennung von Angeklagten in Sabotagefällen als Kriegsgefangene gemäß der Genfer Konvention forderten. Im Jahr 2024 reichte er bei den Ermittlern einen Antrag ein, in dem er sich auf die Behauptung der Staatsanwaltschaft bezog, Sidiki habe angeblich im Interesse des ukrainischen Geheimdienstes gehandelt, was es laut der Verteidigung ermöglichte, ihn als Kombattanten anzusehen. Zudem gelang es Popovsky, medizinische Unterlagen zu beschaffen, die darauf hindeuten, dass Sidiki nach seiner Festnahme gefoltert worden war, und er bestand auf einer Untersuchung dieser Umstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anarchist Black Cross Moskau betrachtet die Verfolgung von Igor Popovsky als Rache der russischen Sicherheitskräfte, weil er Dinge öffentlich gemacht hat, die sie nicht ans Licht kommen lassen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wird gegen einen der wenigen mutigen, von den Sicherheitsdiensten unabhängigen Anwälte ermittelt, während der inhaftierte Anarchist Ruslan Sidiki vor seiner Berufung ohne Rechtsbeistand dasteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Jetzt müssen wir Geld für einen neuen Anwalt für Ruslan sammeln.&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/RuslanSidiki.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/RuslanSidiki.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=865,width=1415,top=655,left=1220,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5192 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/RuslanSidiki.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt Ruslan Sidiki im Käfig vor Gericht&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ruslan Sidiki im Käfig vor Gericht&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;In den letzten Monaten gab es fast keine öffentlichen Entwicklungen in seinem Fall: Der Termin für die Berufungsverhandlung steht immer noch nicht fest, die Verwaltung der Haftanstalt schränkt Ruslans Zugang zu Büchern und der Presse weiterhin ein, und statt seine Foltervorwürfe ordnungsgemäß zu untersuchen, findet ein bürokratisches Hin und Her zwischen dem Untersuchungsausschuss und der Staatsanwaltschaft statt. Entscheidungen, die die Einleitung eines Strafverfahrens ablehnen, wurden bereits dreimal aufgehoben, doch die Verantwortlichen wurden immer noch nicht zur Rechenschaft gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die regelmäßige Arbeit des Anwalts gerade jetzt besonders wichtig. Unter den Bedingungen in der Haftanstalt ist ein Verteidiger nicht nur jemand, der Beschwerden und Berufungen vorbereitet. Er ist die einzige Person, die Ruslan regelmäßig und ungehindert besuchen, vertraulich mit ihm sprechen, Informationen von ihm ohne Zensur durch die Haftanstalt erhalten und schnell reagieren kann, falls der Druck gegen ihn zunimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe können blockiert werden. Bücher werden vielleicht nicht zugestellt. Zeitungen können „verschwinden“. Aber der Besuch eines Anwalts kann nicht einfach durch eine Verwaltungsentscheidung unterbunden werden. Für einen Gefangenen, der bereits nach seiner Festnahme gefoltert und während der Haft bedroht wurde, ist diese Verbindung zur Außenwelt eine Frage der Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://avtonom.org/en/news/anarchist-azat-miftakhov-reported-torture-he-was-subjected-after-being-transferred-polar-owl&quot;&gt;Aktuelle Nachrichten&lt;/a&gt; über die Folter von Azat Miftakhov in der Strafkolonie IK-18 in Kharp zeigen einmal mehr, wie gefährlich die Situation werden kann, wenn ein politischer Gefangener allein gegen das System steht. Öffentliche Aufmerksamkeit, Briefe, Unterstützung und regelmäßiger Zugang zu einem Anwalt verhindern die völlige Isolation. Das ist zwar keine Garantie gegen Gewalt, aber es ist eine der wichtigsten Möglichkeiten, das Risiko von Misshandlungen zu verringern und schnell zu erfahren, wenn es dazu kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Verhaftung von Popovsky waren 210.000 Rubel (ca. 2400 Euro) für drei Monate Anwaltskosten erforderlich, doch nun könnten die Kosten steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstütze Ruslan auf jede erdenkliche Weise. Selbst eine kleine Spende hilft dabei, eine regelmäßige Rechtsverteidigung und den Kontakt zu ihm aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://storage.googleapis.com/kldscp/zaodno.org/r?id=recMO04urgzzRYNy6&quot;&gt;Spenden in Rubel über die Plattform „Zaodno“&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Überweisungen in anderen Währungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IBAN: LT36 3250 0986 4982 1011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BIC: REVOLT21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karteninhaber: Anastasiia Bogdanova&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PayPal: &lt;a href=&quot;mailto:firesoffreedom@protonmail.com&quot;&gt;firesoffreedom@protonmail.com&lt;/a&gt; (mit dem Vermerk „für Sidiki“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Kryptowährung:&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitcoin: bc1qx63u6p0tlqd40hpcgeln7sksy2hgm0gekgpw8s&lt;br /&gt;
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Ethereum: 0xE8A926f292272391707ed1A7b55Db1466F0c0993&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Monero: 47AqYo1kkbWYeypvDTrNtcBAKPJaHXRNjQsdRhrBm6SNVffeRLfadrqXoQ2FHgPiud6T3vLB5VjS2QKJM9MnZVJJJ8cV9tw&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du Kryptowährung spendest, um Ruslan Sidiki zu unterstützen, schreib uns bitte eine E-Mail an: &lt;a href=&quot;mailto:firesoffreedom@protonmail.com&quot;&gt;firesoffreedom@protonmail.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/tshirt1.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/tshirt1.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=1295,width=868,top=440,left=1493.5,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5193 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/tshirt1.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Soli T-Shirt, getragen von einer blonden Person&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Soli T-Shirt&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Eine weitere Möglichkeit, Ruslan zu unterstützen, ist die Bestellung eines T-Shirts mit einem Aufdruck, der auf seinen Kunstwerken basiert. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Merchandise-Artikel fließt in die Unterstützung des Gefangenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versand der T-Shirts erfolgt aus Deutschland, und eine Lieferung ist fast überallhin auf der Welt möglich. Aus Sicherheitsgründen versenden wir T-Shirts mit diesem Aufdruck jedoch nicht nach Russland oder Weißrussland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die T-Shirts:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
▫️ Farben – rosa und weiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
▫️ Größen von XS bis 3XL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
▫️ Material: 100 % Bio-Baumwolle. Die Produkte sind von PETA (vegan) zertifiziert, und der Hersteller ist Mitglied von Fair Wear.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
▫️ Preis — 20 € + Versand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möchtest du eine Bestellung aufgeben? &lt;a href=&quot;https://cryptpad.fr/form/#/2/form/view/LJ47koW61rAds6NQrEkHzORouu6uOlQBkB26ks-RlaY/&quot;&gt;Fülle das Formular aus&lt;/a&gt;, und wir melden uns innerhalb weniger Tage bei dir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Adresse für Briefe:&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
391999, Region Rjasan, Rjashsk, Krasnaja-Straße 1a, SIZO-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sidiki Ruslan Kasemovich, geboren 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briefe können auch über den Dienst &lt;a href=&quot;https://prisonmail.online/&quot;&gt;&lt;strong&gt;PrisonMail.Online&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; verschickt werden, Anleitung zum Ausfüllen des Formulars:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Region: Oblast Rjasan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefängnis: Untersuchungsgefängnis-2 Rjasschsk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachname des Gefangenen: Сидики&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorname des Gefangenen: Руслан&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweiter Vorname des Gefangenen: Касемович&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geburtsjahr des Gefangenen: 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Anarchist Black Cross Moskau&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontaktadressen aller Gefangenen in Russland, die vom Anarchist Black Cross Moskau unterstützt werden, findest du &lt;a href=&quot;https://wiki.avtonom.org/en/index.php/Category:Currently_imprisoned_in_Russia&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Wenn du für einen bestimmten Gefangenen oder Fall spenden möchtest, kontaktiere uns bitte vorher per E-Mail, um sicherzustellen, dass die Unterstützer des Gefangenen oder Falls derzeit Spenden sammeln; unsere E-Mail-Adresse ist dieselbe wie die des angegebenen PayPal-Kontos. Wir sind auf &lt;a href=&quot;https://t.me/abc_moscow_en&quot;&gt;Telegram&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/abcmoscow&quot;&gt;Facebook&lt;/a&gt; vertreten, du kannst dich &lt;a href=&quot;https://lists.riseup.net/www/info/abc-msk-news&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; für unseren E-Mail-Newsletter anmelden.&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Sun, 24 May 2026 19:20:00 +0200</pubDate>
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    <title>Elon Musk wird uns nicht zum Mars bringen oder: über Raumfahrt, KI und Föderationen</title>
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    <author>nospam@example.com (Margaret Killjoy)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/960px-Mars_-_August_30_2021_-_Flickr_-_Kevin_M._Gill.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/960px-Mars_-_August_30_2021_-_Flickr_-_Kevin_M._Gill.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=975,width=975,top=600,left=1440,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5093 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/960px-Mars_-_August_30_2021_-_Flickr_-_Kevin_M._Gill.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Der Mars in natürlichen Farben, aufgenommen von der al-Amal. In der Bildmitte ist der Tharsis Montes zu sehen, links davon der Olympus Mons und rechts das Valles Marineris.&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Mars in natürlichen Farben, aufgenommen von der al-Amal. In der Bildmitte ist der Tharsis Montes zu sehen, links davon der Olympus Mons und rechts das Valles Marineris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: Kevin Gill from Los Angeles, CA, United States - Mars - August 30 2021&lt;br /&gt;
Lizenz: &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=114594182&quot;&gt;CC BY 2.0&lt;/a&gt; &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Elon Musk wird dich nicht zum Mars bringen, und keine der KI-Firmen arbeitet wirklich an einer allgemeinen künstlichen Intelligenz. Musks Technologie scheint bestenfalls dazu zu dienen, das Sonnensystem auszubeuten, und KI-Firmen bauen nur komplizierte, aber unintelligente Copy-Paste-Maschinen, die vorübergehend die gesamte Weltwirtschaft am Laufen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allem, was gerade los ist (eine Aktionswoche in Minneapolis läuft, ein Krieg gegen den Iran droht, die ICE verwüstet weiterhin Gemeinden, die Ukraine geht in ihr fünftes Jahr der Abwehr der russischen Invasion), scheint es seltsam, sich darauf zu konzentrieren, aber ich denke, es ist wichtig zu verstehen, dass Elon Musk dich nicht zum Mars bringen wird. Ich denke, das unterstreicht die Tatsache, dass die Menschen nur irgendwo auf dem Spektrum zwischen Betrüger und Tyrann liegen. Als mein Großvater in den Krieg zog, diente er im Pazifik auf der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Scamp_(U-Boot,_1942)&quot;&gt;USS Scamp&lt;/a&gt;, einem U-Boot der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Gato-Klasse&quot;&gt;Gato-Klasse&lt;/a&gt;. Die Gato-Klasse war das serienmäßig hergestellte U-Boot der US-Marine im Zweiten Weltkrieg. Weil die Marine beschloss, einen Landstreicher aus Iowa aufs College zu schicken, um Schiffbau zu lernen, überlebte mein Großvater den Krieg, die Scamp jedoch nicht. Ein paar Einsätze, nachdem er zur Schule gegangen war, ging die Scamp mit der gesamten Besatzung unter – zumindest nehmen wir das an, da ihre Überreste nie gefunden wurden. Die Schuld des Überlebenden verfolgte meinen Großvater bis zu seinem Lebensende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein U-Boot der Gato-Klasse wurde mit einer wasserdichten Trennwand in der Mitte des Maschinenraums gebaut, die die beiden Generatoren voneinander trennte, falls Wasser eindringen sollte. Geräte, die für widrige Bedingungen ausgelegt sind, werden absichtlich mit mehreren Redundanzen überdimensioniert. Ich bin mir sicher, dass jedes System an Bord über mehrere Backups verfügte, und das war das serienmäßig hergestellte Modell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Militär verwendet das Akronym PACE: Primary, Alternate, Contingency, Emergency (Primär, Alternativ, Notfall, Notfall). Man hat immer einen Plan und drei Backup-Pläne. Nicht nur die Backup-Systeme sollten über Backup-Systeme verfügen, sondern auch die Backup-Systeme der Backup-Systeme sollten über Backup-Systeme verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tesla baut tödliche Autos, in denen regelmäßig Menschen ums Leben kommen, weil ihre elektronischen Türgriffe im Notfall nicht funktionieren. Die meisten, aber nicht alle dieser Türen haben eine manuelle Überbrückung für den Fall eines Stromausfalls, aber bei vielen dieser manuellen Überbrückungen müssen Verkleidungen von den Türen entfernt werden. Und diese Überbrückungen sind nur von innen verfügbar. Bei einem Stromausfall sind die ausklappbaren Türgriffe von außen nicht zugänglich. Cybertrucks haben gepanzerte Glasfenster, was bedeutet, dass Rettungskräfte regelmäßig nicht in der Lage sind, Menschen zu retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist kein Unternehmen, das Dich zum Mars bringen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will hier nicht extra die Vorzüge des US-Militärs anpreisen, aber mein Großvater und Ingenieure wie er hätten uns vielleicht zum Mars bringen können (und Ingenieure seiner Generation haben uns zum Mond gebracht). Jedes Schiff, das mein Großvater entworfen hat, hat er persönlich getestet. Er ließ sich vom Kapitän in die schlimmsten Stürme fahren, die man sich vorstellen kann, und stand an Deck, um die Wellen und den Wind zu spüren und zu sehen, wie seine Konstruktion sich bewährte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elon Musk würde so was nie machen, weil sein Unternehmen nicht auf Zuverlässigkeit ausgelegt ist. Es geht um Kosteneffizienz. Der Hauptgrund, warum ich weiß, dass niemand ernsthaft daran interessiert ist, den Mars zu kolonisieren, ist, dass es schon Jahrzehnte her ist, seit jemand versucht hat, eine Biosphäre zu schaffen – ein in sich geschlossenes künstliches Ökosystem. Alle bisherigen Versuche sind gescheitert, und es scheint, als hätten die meisten Leute einfach aufgegeben. Solange wir nicht beweisen können, dass wir in autarken künstlichen Umgebungen leben können, können wir keine autarken Kolonien auf leblosen Planeten gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Science-Fiction-Buch und jeder Science-Fiction-Film nimmt diese spezielle Technologie als selbstverständlich hin, aber Autarkie ist eines der größten ungelösten Probleme zwischen uns und der Expansion innerhalb des Sonnensystems. Ich nehme an, wir halten es für selbstverständlich, weil es von außen so einfach aussieht, aber wir wissen einfach nicht, wie wir es machen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elon Musk versucht lediglich, Raketen kostengünstig zu bauen. Eine Zeit lang war ich verwirrt, warum so viele Starts von SpaceX mit spektakulären, explosiven Fehlschlägen enden, während die NASA seit Jahrzehnten Menschen auf dem Mond landen kann. Dann unterhielt ich mich auf einer Messe mit einem betrunkenen NASA-Ingenieur, der mir erzählte, dass das einzige Ziel von SpaceX darin bestehe, herauszufinden, wie kostengünstig sie Raketen bauen können. Das große technologische Problem, das sie lösen wollen, ist:&lt;em&gt; „Wie viel können wir weglassen?“&lt;/em&gt; Sie fragen sich: &lt;em&gt;„Was ist das absolute Minimum an funktionsfähigem Produkt?“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt alle möglichen dystopischen Anwendungen für solche Technologien. Wie zum Beispiel den Abbau von Asteroiden, hoffentlich durch Roboter, aber wahrscheinlich durch eine neue Klasse von Leibeigenen. Aber das ist kein Weg, um sichere, zuverlässige Transportmöglichkeiten zu einem anderen Planeten zu schaffen. Es ist nur ein Weg, das Sonnensystem auszubeuten. Wenn man einer KI eine Frage stellt, auf die sie keine Antwort weiß, erfindet sie eine Antwort. Das heißt nicht, dass sie „lügt“, sondern dass das, was wir als KI bezeichnen, eigentlich nicht intelligent ist. Sie denkt nicht. Große Sprachmodelle sind nur ausgefallene Textvorhersagen, die die Erde austrocknen, die Strompreise in die Höhe treiben und bald die gesamte Weltwirtschaft zerstören werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/960px-The_Shuttle_Enterprise_-_GPN-2000-001363.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/960px-The_Shuttle_Enterprise_-_GPN-2000-001363.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=735,width=975,top=720,left=1440,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5092 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/960px-The_Shuttle_Enterprise_-_GPN-2000-001363.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das NASA-Shuttle Enterprise vor der Werksanlage in Palmdale mit der Star-Trek-Besetzung. Von links nach rechts: Dr. James C. Fletcher (damaliger Leiter der NASA), DeForest Kelley (Dr. „Pille“ McCoy), George Takei (Mr. Sulu), James Doohan (Chefingenieur „Scotty“ Scott), Nichelle Nichols (Lt. Uhura), Leonard Nimoy (Mr. Spock), Gene Roddenberry (der Erfinder von Star Trek), Kongressabgeordneter Don Fuqua und Walter Koenig (Fähnrich Pavel Chekov).&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das NASA-Shuttle Enterprise vor der Werksanlage in Palmdale mit der Star-Trek-Besetzung. &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Ich bin mit Star Trek aufgewachsen, wo die Charaktere einem Computer eine Frage in einfacher Sprache stellen können und eine Antwort bekommen. &lt;em&gt;„Wie oft haben Menschen die folgenden Planeten besucht?“&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;„Vergleiche den folgenden Virus mit allen bekannten außerirdischen Kulturen, um seinen wahrscheinlichen Ursprung zu bestimmen.“&lt;/em&gt; Der Computer lügt sie nie an, weil er auf Datenbanken zurückgreift und Daten analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine subtilere Technologie als der Warp-Antrieb, der Teleporter, der Lebensmittelreplikator oder das Holodeck, aber der Bordcomputer ist in der Tat mächtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Sache ist die: Wir sind davon genauso weit entfernt wie von künstlicher Schwerkraft. Denn LLMs sind eine Technologie, die grundsätzlich nicht in der Lage ist, künstliche Intelligenz zu erzeugen. Die einzigen Menschen, die halluzinieren, sind die Gläubigen an KI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen Technologien, die es den Menschen in Star Trek ermöglichen, den Weltraum zu erforschen, sind soziale Technologien. Konkret geht es natürlich um die Art von demokratischem Kommunismus der Föderation und ihre radikale Inklusivität und ihren Multikulturalismus. Nichts davon befasst sich natürlich mit den ethischen Fragen der Weltraumkolonisierung. Die Frage &lt;em&gt;„Sollen wir in den Weltraum gehen?“&lt;/em&gt; spaltet die Linke ebenso tief wie Fragen rund um Autorität, Staatsmacht und Taktik, und ich treffe fast nie jemanden, der in dieser Frage agnostisch ist. Die Leute scheinen entweder zu glauben, dass es grundsätzlich gut oder schlecht ist, die Weltraumforschung voranzutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich vermute, dass diejenigen von uns, die mit Science-Fiction-Romanen aufgewachsen sind, eher dazu neigen, zu sagen: &lt;em&gt;„Ja, lasst uns in den Weltraum fliegen.“&lt;/em&gt; Um meine Karten offen auf den Tisch zu legen: Ich bin mit vielen Science-Fiction-Romanen aufgewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Octavia_E._Butler&quot;&gt;Octavia Butler&lt;/a&gt; beschreibt in ihren &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Octavia_E._Butler#Parable_/_Parabel_(Romanzyklus)&quot;&gt;„Parable“-Romanen&lt;/a&gt; eine im Wesentlichen religiöse Überzeugung, dass es das Schicksal der Menschheit ist, das Universum zu erforschen. Andere haben diese Idee kritisiert und darauf hingewiesen, dass sie aus derselben &lt;em&gt;„offensichtlichen Bestimmung“&lt;/em&gt; stammt, die so viel Siedlerkolonialismus und Völkermord ausgelöst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber theoretisch gibt es nirgendwo anders Leben, zumindest nicht im Sonnensystem, sodass die meisten ethischen Kritikpunkte gegen die Kolonisierung des Sonnensystems bei den meisten Leuten nicht so richtig ankommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem für mich ist, dass die Organisationen, die am ehesten den Weltraum erforschen und kolonisieren würden – Unternehmen und Regierungen –, genau die sind, denen man das nicht erlauben sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder nutzen Machtsysteme die besten Absichten von Menschen aus – die meisten Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten daran, das Wissen und die Fähigkeiten der Menschheit zu erweitern, und nicht, um dieses oder jenes System zu bereichern. Also sagt eine Regierung oder ein Unternehmen zu ihren Bürgern oder Mitarbeitern: „Wir werden den Mars kolonisieren, um das Universum besser zu verstehen und neue Lebensweisen zu ermöglichen!”, aber ihr Ziel ist eigentlich die Konsolidierung ihrer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem aktuellen System scheint Sklaverei im Asteroidenbergbau viel wahrscheinlicher als irgendeine Art von utopischer Erforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker der Weltraumforschung sagen oft: &lt;em&gt;„Wir müssen erst unsere Probleme hier lösen, bevor wir überhaupt über die Kolonisierung des Weltraums reden sollten“&lt;/em&gt;, und ich denke, da ist was Wahres dran. Nicht unbedingt als moralische Verpflichtung (ich denke, mit 8 Milliarden Menschen können wir an mehr als einem Projekt gleichzeitig arbeiten), sondern als technische Notwendigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der Voraussetzungen für die Erforschung des Weltraums ist die Zerstörung der Gesellschaft, die Leuten wie Musk, Trump, Putin (oder, ehrlich gesagt, Biden) Macht verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir eine Zukunft wie in Star Trek wollen, müssen wir das Geld abschaffen und den Multikulturalismus begrüßen, das ist alles, was ich sagen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und beweisen, dass wir in einer Biodome leben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, und das Problem der Weltraumstrahlung lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, wir werden das wahrscheinlich nicht so schnell schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sollten wir also einfach den Kapitalismus und den Staat abschaffen und von dort aus weitermachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/p/elon-musk-wont-get-us-to-mars&quot;&gt;&quot;Elon Musk Won&#039;t Get Us to Mars or: on space travel and AI and federations&quot;&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;https://substack.com/@margaretkilljoy&quot;&gt;Margaret Killjoy&lt;/a&gt;, 25.02.2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://margaretkilljoy.substack.com/about&quot;&gt;Birds Before the Storm&lt;/a&gt; ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Sat, 28 Feb 2026 13:31:00 +0100</pubDate>
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    <title>Nestor Machno, ein Bauer aus der Ukraine</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    Anarchist und Kommunist – zwei Begriffe, die in der Sowjetunion unvereinbar waren. Aber genau das hat Nestor Machno Anfang des 20. Jahrhunderts in der Ukraine gefordert. In atemberaubendem Tempo rekonstruiert Hélène Chatelain sein Leben anhand seiner Schriften, sowjetischer Propagandafilme, Reaktionen heutiger Arbeiter und der Erinnerung, die er im Herzen seines Volkes in Huliai Polye hinterlassen hat. Zwischen der Revolution von 1917 und 1921 ist Machno der Initiator der ersten Kommunen in der Ukraine. Er teilt einige kommunistische Bestrebungen, aber seine lokale Macht und seine Ablehnung von Gewalt und neuen Direktiven können nur Schatten auf die entstehenden Sowjets werfen. Lenin versucht, mit Machno zu vermitteln, um ihn zurück in den Schoß der Bolschewiki zu holen, aber er wehrt sich. Die von der sowjetischen Propaganda geschaffene Legende macht ihn zu einem konterrevolutionären Anarchisten, Banditen und Antisemiten; für die Menschen in Huliai Polye hingegen verteidigt er die Freiheit und die Armen, und die machnowistischen Zeitungen zeigen, dass er auch die Juden verteidigte. &lt;em&gt;„Arbeiter der Welt, geht in die Tiefen eurer Seele, denn nur dort werdet ihr die Wahrheit finden.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube-nocookie.com/embed/lsw_AQneCGs?si=bPrixweCptGpmyra&quot; title=&quot;YouTube video player&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; referrerpolicy=&quot;strict-origin-when-cross-origin&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 18:23:00 +0100</pubDate>
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    <title>Nie wieder kriegstüchtig!</title>
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    <author>nospam@example.com (Umbruch Bildarchiv)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2060v.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/2060v.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=815,width=1215,top=320,left=680,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4961 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/2060v.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto von © Monika von Wegerer zeigt zwei Menschen von hinten, die sich zwei ergänzende Texttafeln umgehängt haben: Die links: &amp;quot;Krieg ist Drecksarbeit&amp;quot; die rechts: &amp;quot;von Drecksäcken für Drecksäcke&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: © Monika von Wegerer via Umbruch Bildarchiv&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Unter dem Motto „Nie wieder kriegstüchtig!“ haben am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart tausende Menschen gegen die Aufrüstungspolitik der Bundesregierung, für die Beendigung der Kriege in der Ukraine und in Gaza, gegen Wehrpflicht, Mittelstreckenraketen und gegen die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft demonstriert.&lt;br /&gt;
Nach Angaben der Veranstalter demonstrierten auf dem Bebelplatz in Berlin 20.000 Menschen und 15.000 auf dem Schlossplatz in Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgerufen hatte ein Bündnis von mehr als 400 Organisationen und Gruppen vor allem aus der Friedensbewegung, darunter DFG-VK, IPPNW, das Netzwerk Friedenskooperative und Pax Christi. Bei den Kundgebungen sprachen auch Vertreter von Die Linke, BSW und SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://nie-wieder-krieg.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://nie-wieder-krieg.org/&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 13:28:00 +0200</pubDate>
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    <title>Der Antimilitarismus der Dummköpfe</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Wie westliche Linke und Anarchisten „passende” Stimmen aus Osteuropa fanden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Debatten über Antimilitarismus bringen die anarchistische Bewegung im Westen immer wieder durcheinander. Oft sieht man in diesen Debatten, dass einige Organisationen aus der Ukraine oder Russland die Position „Kein Krieg, sondern Klassenkampf” unterstützen. Dreieinhalb Jahre nach dem Beginn der groß angelegten Invasion der Ukraine ist die anarchistische Bewegung extrem gespalten. Frühere Strategien, „auf lokale Stimmen zu hören”, sind bei denen, die von vornherein kein Interesse daran hatten, größtenteils gescheitert. Da in Zukunft sicherlich weitere Skandale folgen werden, ist es wichtig zu verstehen, wie es zu dieser Situation gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/three-768x576.jpeg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/three-768x576.jpeg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=591,width=783,top=432,left=896,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4921 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/three-768x576.jpeg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Foto zeigt verschiedene Personen mit Transparenten und Texttafeln. Auf einem schwarzen Transparent steht: &amp;quot;Destroy Empires &amp;amp; Dictatorships&amp;quot; links davon auf einer Texttafel: &amp;quot;Don&#039;t turn a blind Eye to War Crimes&amp;quot; sowie &amp;quot;From Ukraine to Palestine - Occupation is a Crime!&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Foto: &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk&quot;&gt;freedomnews&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Vor mehr als zehn Jahren annektierte Russland die Krim und besetzte einen Teil der Ostukraine. Schon damals nannte der Kreml verschiedene Gründe für die Besetzung, je nachdem, welche politischen Ansichten die Zielgruppe hatte. Für die linke/antifaschistische Bewegung haben russische Propagandisten die Geschichte verbreitet, dass ein faschistisches Regime in Kiew illegal die Macht übernommen hat. Die Invasion von 2014 wurde als antifaschistische Aktion dargestellt. Die meisten Anarchisten und Antifaschisten in der Region waren nach vielen Jahren der Propaganda immun gegen solche Lügen geworden. Für einige westliche Antifaschisten und Linke war die Präsenz faschistischer Flaggen während der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Euromaidan&quot;&gt;Maidan-Proteste&lt;/a&gt; &lt;a class=&quot;fn&quot; name=&quot;fn001t&quot; href=&quot;#fn001f&quot;&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt; jedoch so schockierend, dass sie die Geschichte eines rechtsextremen Staatsstreichs ohne weitere Fakten glaubten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Anarchisten in der Ukraine waren damals der Meinung, dass es zur Bekämpfung des russischen Imperiums ausreichte, sich mit der Situation vertraut zu machen, um zu verstehen, was im Land vor sich ging, und Fakten über die Geschehnisse zu liefern. In Belarus hatten wir eine ähnliche Vorstellung davon, wie wir mit Genossen im Westen im Kampf gegen die russische Propaganda zusammenarbeiten sollten. Diese lautete: Die Wahrheit spricht für sich selbst, und diejenigen, die auf Putins Position bestehen, sind einfach Menschen, die aus irgendeinem Grund nicht von den Fakten erreicht wurden. Aber selbst dann trafen wir auf Menschen, die besser wussten, was in ihrem eigenen Haus vor sich ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich noch gut daran, wie bei einer Präsentation ein antiautoritärer Aktivist aus der Ukraine über den Maidan und die Situation nach den Protesten sprach und ein deutscher Experte darauf antwortete, dass Kiew einfach von Faschisten besetzt worden sei. Versuche, ihm das Gegenteil zu beweisen, waren in diesem Moment zwecklos. Die russische Propaganda hatte schon ihre Wirkung gezeigt. Damals, als ich bei einer Präsentation über die Ukraine saß, kam mir gar nicht in den Sinn, dass wir mit unserem Glauben an kritisches Denken im anarchistischen und linken Milieu unglaublich naiv waren...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der vollständigen Invasion gehörte ich zu denen, die darauf bestanden, dass wir die Stimmen der Anarchisten aus der Ukraine hören müssen, um den Krieg zu verstehen und zu wissen, was wir in dieser Situation entsprechend unseren Möglichkeiten tun können. Meiner Meinung nach führten solche Aufrufe dazu, dass dauerhafte Kontakte zwischen westlichen Gruppen und Aktivisten aus der Ukraine/Weißrussland/Russland entstanden. Und eine Zeit lang war das auch so, denn die Leute interessierten sich dafür, recherchierten und hörten zu. Aber das hielt nicht lange an. Bald darauf tauchten selbsternannte Kämpfer des Militarismus innerhalb der anarchistischen Bewegung auf. Für sie waren die Botschaften der ukrainischen und russischen Anarchisten inakzeptabel. Anstatt sich solidarisch zu organisieren, beschlossen einige westliche Linke und Anarchisten, nach Gruppen in Belarus, der Ukraine und Russland zu suchen, die ihren dogmatischen Ansichten über den Krieg und die Rolle der westlichen Länder darin voll und ganz entsprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Russland wurden solche Verbündeten relativ schnell gefunden. Für Antimilitaristen ließen sich die Positionen der russischen Organisation KRAS-MAT leicht in die westliche, veraltete Analyse von Kriegen integrieren. Sie machten den Angriff des Kremls auf die Ukraine zu einem Konflikt zwischen den herrschenden Eliten beider Länder. Texte, in denen die ukrainische Gesellschaft aufgefordert wurde, die Waffen niederzulegen und gegen die eigene Regierung zu kämpfen, verbreiteten sich auf verschiedenen anarchistischen und linken Websites. Die Linken und Anarchisten interessierten sich nicht besonders für die Kritik anderer Gruppen in den betroffenen Regionen an KRA-MAT. Die ideologische Nähe der westlichen Linken zu KRAS-MAT war wichtiger als alle politischen Probleme mit dem Syndikat der Akademiker, das längst aufgehört hatte, sich an der Arbeiterbewegung in Russland zu beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings war die Position von KRAS-MAT selbst in den Augen westlicher Anarchisten relativ schwach. Schließlich existiert die Organisation innerhalb des Aggressorstaates, wo Widerstand gegen den Krieg fast völlig fehlt. In dieser Situation begannen einige linke Pazifisten und Antimilitaristen chaotisch nach Verbündeten in der Ukraine und Weißrussland zu suchen, die ihre politische Analyse der Region bestätigen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 2022-2023 fanden einige Pazifisten und Antimilitaristen die Ukrainische Pazifistische Bewegung (UPM). Die UPM hat sich nie zu linken Ansichten bekannt, und auf den Informationsplattformen der Organisation findet man oft eine Mischung aus rechten und linken Ideen. Außerdem störte es westliche Linke nicht besonders, dass einer der Anführer der Organisation der pro-russische Blogger Ruslan Kotsaba war, der 2023 aus der Organisation ausgeschlossen wurde. Neun Monate später schloss er sich der rechtsgerichteten pro-russischen Organisation „Another Ukraine” an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Zeitraum entdeckten europäische Anarchisten und Linke auch die ukrainische Organisation „Assembly”. Es waren jedoch nicht die Linken, die sich zu „Assembly” gesellten, sondern vielmehr die Autoren von „Assembly”, die mit Hilfe automatischer Übersetzungen in linke Plattformen wie libcom eindrangen und das Informationsfeld über die Ukraine vollständig füllten. Die oft in einem sensationellen Stil verfassten Texte des Kollektivs passen gut zu den alten politischen Analysen von Linken und einigen anarchistischen Organisationen im Westen. Für die meisten Aktivisten lässt sich Assembly anhand dieses Auszugs verstehen, der die Geschichte des Widerstands gegen die Mobilisierung in der Ukraine einleitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Überall im Gulag-Dunkel mitten in Europa breitet sich ein Volkskrieg gegen den Krieg aus. Die Erben der freiheitsliebenden Saporoger Kosaken, Machnowisten und Rebellen von Karmaljuk und Dowbusch reagieren mit ihrer eigenen Gewalt auf die Gewalt der Erben des NKWD, der Gestapo und der Todesschwadronen Pinochets. Und wir stehen erst am Anfang einer umfassenden Razzia gegen Wehrpflichtige, die nach dem 16. Juli erwartet wird.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen schreibt die Versammlung nichts Besonderes. Vielmehr sammelt sie die Unzufriedenheit innerhalb der ukrainischen Gesellschaft, wie zum Beispiel: den Kampf gegen Korruption, den Widerstand gegen die Mobilisierung, die Gesetzlosigkeit lokaler Beamter. All das wird in den ukrainischen Medien und in sozialen Netzwerken thematisiert. Das Fehlen von Kritik am russischen Regime und ihre Versuche, Russland und die Ukraine auf eine politische Gleichstellung zu bringen, zeigen zumindest die Unwilligkeit von Assembly, die russische Welt zu verstehen. Die relative Popularität von Assembly in westlichen Kreisen hat den Dogmatismus der Gruppe nur noch verstärkt, die sich völlig von allen anarchistischen Organisationen in der Region entfernt hat. Die einzige Ausnahme ist ihre aktive Zusammenarbeit mit der oben erwähnten KRAS-MAT.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktivisten aus der Ukraine und Weißrussland haben erfolglos versucht, auf die Unzulänglichkeit der Assembly aufmerksam zu machen. Aber wieder einmal stießen sie auf eine ideologische Mauer. Die Assembly erwies sich, wie andere Organisationen auch, für westliche Antimilitaristen als viel bequemer als die objektive Wahrheit, die viel größere Anstrengungen in Form von ständiger Recherche, Diskussionen und sogar Reisen in kriegsgeschüttelte Länder erfordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Situation in Belarus war für die westliche Linke noch komplizierter als in der Ukraine. Nach der &lt;a href=&quot;https://pramen.io/en/2021/06/when-we-rise-a-critical-analysis-of-the-2020-revolt-against-the-dictatorship-brochure/&quot;&gt;2020er-Razzia&lt;/a&gt; gegen Dissidenten und Proteste gab es in Belarus nur noch wenige anarchistische Organisationen, und die linke Bewegung war weitgehend abwesend und uninteressant. Belarussische anarchistische Organisationen verurteilten den Krieg sofort und riefen zum Widerstand gegen die russische Aggression auf. Es gab im Land keine Entsprechungen zur Assembly oder KRAS-MAT. Irgendwo in den Weiten des Internets und der NGO-Szene entdeckte die deutsche Linke jedoch Olga Karach mit ihrem Projekt „Our Home“, das seit 2022 versucht, dem Westen Geschichten über den Massenwiderstand gegen die Wehrpflicht in Belarus zu verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die belarussische Jugend leistet tatsächlich Widerstand gegen den Militarismus, aber das hat nicht erst 2022 angefangen. Es gibt ihn schon seit vielen Jahrzehnten. Websites und Foren mit Infos darüber, wie man den Militärdienst umgehen kann, tauchten bereits Anfang der 2000er Jahre auf. Aber für westliche Aktivisten schien Olga Karachs Geschichte sehr plausibel. Die Ideologie von „Our Home“ lässt sich jedoch als ... Geld beschreiben. Das Projekt gibt es schon lange und es hat während seiner Existenz genug Geld von europäischen und amerikanischen Stiftungen für die Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten bekommen. Aber Olga Karachs Probleme fingen nach 2020 an, als Svetlana Tikhanovskaya auftauchte und Dutzende neuer liberaler Organisationen entstanden, die mit den Projekten von „Unser Zuhause” konkurrierten. Eine Zeit lang versuchte Karach, Tichanowskaja um die Führung der Opposition zu bekämpfen, aber sie hatte relativ wenig Chancen, da jeder innerhalb der Opposition wusste, wer Karach war. Im November 2022 veröffentlichte Pramen einen Artikel über Karach mit der Info, dass westliche Pazifisten begonnen hatten, Geld für ihre Projekte zu sammeln. Ich musste mich persönlich mit einigen deutschen Linken über diese Angelegenheit austauschen, aber die Infos über „Unser Zuhause“ wurden weitgehend ignoriert. Durch ihre langjährige Arbeit im NGO-Bereich ist Olga sehr geschickt darin geworden, verschiedenen politischen Gruppen die richtigen Botschaften zu verkaufen, und scheint mittlerweile regelmäßig Beiträge für die deutsche anarcho-pazifistische Zeitung Graswurzel Revolution zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Moment bezweifle ich, dass Diskussionen oder Präsentationen zu einem besseren Verständnis dessen führen können, was unter den „Skeptikern” des Kampfes gegen die „russische Welt” vor sich geht. Außerdem haben drei Jahre Diskussionen über den Krieg in der Ukraine in vielerlei Hinsicht wieder mal gezeigt, wie naiv ich bin und wie sehr ich an Anarchisten glaube. Zum Beispiel haben wir irgendwann die pro-russische stalinistische Organisation „Borotba“ aus der Ukraine aus den Augen verloren, die jahrelang Mythen über das ukrainische faschistische Regime verbreitet hat, und keine Texte oder öffentlichen Reden konnten diesen Mythos ausräumen. Die Verbindungen von Borotba zum Kreml blieben von den westlichen linken Strukturen weitgehend unbemerkt, und der Schaden, den die Organisation der antifaschistischen Bewegung in der Ukraine und darüber hinaus zugefügt hat, ist nach wie vor erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich erinnert die Situation in der anarchistischen Bewegung sehr an etwas, das mir in Griechenland passiert ist. Während einer meiner Reisen durch das Land hatte ich das Glück, mich im selben Auto wie einige griechische Antifaschisten wiederzufinden. Es war eine lange Fahrt, und ich schlief ziemlich schnell ein. Eine halbe Stunde später wurde ich von russischem Nazi-Rap geweckt. Als ich die griechischen Antifaschisten fragte, woher sie diese Musik hätten, antworteten sie, dass es ein Geschenk ihrer antifaschistischen Freunde aus dem Donbass sei. Als ich ihnen sagte, dass es sich um Nazi-Rap handele, wiesen sie meine Bemerkung einfach zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Glück bestanden die griechischen Antifaschisten nicht darauf, dass wir weiter die Musik ihrer Freunde aus dem Donbass hörten. Beispiele aus drei Ländern mit unterschiedlichen politischen Gruppen zeigen, dass das Konzept, „Stimmen aus der Region hören zu müssen”, bei ideologischem Dogmatismus nicht funktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westliche Linke und einige Anarchisten sind bereit, mit offen betrügerischen Organisationen zusammenzuarbeiten, nur um alte ideologische Prinzipien zu bewahren. Mit diesem Ansatz und in einer Atmosphäre der Informationskriegsführung ist es relativ einfach, eine Person oder eine Gruppe zu finden, die bequeme Slogans wiederholt und einen bedeutenden Teil der organisierten anarchistischen Bewegung völlig ignoriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Analyse von Nikita Ivansky 2. September: &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2025/09/02/the-anti-militarism-of-fools/&quot;&gt;The anti-militarism of fools&lt;/a&gt; in freedoomnews&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;br /&gt;
&lt;div id=&quot;fn001&quot; class=&quot;fn&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 10pt;&quot;&gt;&lt;a class=&quot;fnf&quot; href=&quot;#fn001t&quot; name=&quot;fn001f&quot;&gt;1&lt;/a&gt; Der Link im Originaltext auf den &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Euromaidan&quot;&gt;englischsprachigen Wikipedia Beitrag&lt;/a&gt; wurde durch den auf das deutschsprachige Wikipedia getauscht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 12:58:00 +0200</pubDate>
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    <title>Russland: Anarchistische Partisanen sabotieren die Kriegsmaschinerie</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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    &lt;h3&gt;Der Prozess und die Verurteilung von Ruslan Sidiki haben sowohl den Terror eines autoritären Staates als auch die Macht heimlicher direkter Aktionen offenbart.&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/RuslanSidiki.png&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/RuslanSidiki.png&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=865,width=1415,top=295,left=580,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4813 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/RuslanSidiki.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Ruslan Sidiki in einem Käfig vor Gericht&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ruslan Sidiki&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Am 23. Mai hat Richter Oleg Shishov am Militärgericht der Garnison Rjasan Ruslan Sidiki wegen Bombenanschlägen auf Eisenbahnschienen, die zur Front führen, und wegen eines Drohnenangriffs auf eine Militärbasis zu 29 Jahren Haft verurteilt. Sidiki muss die ersten sieben Jahre in einem Hochsicherheitsgefängnis verbringen und danach in einer Hochsicherheitsstrafkolonie. Außerdem muss er rund 58 Millionen Rubel (etwa 640.000 Euro) an Geldstrafen und Schadensersatz zahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Russische Eisenbahn meldete Schäden in Höhe von mehr als 17 Millionen Rubel und die Unterbrechung des Betriebs von 61 Zügen, die dieselbe Strecke befuhren. Das petrochemische Unternehmen Apatit gab an, dass 700 Tonnen Beton zerbröckelten und sich mit dem Boden vermischten, wodurch Schäden in Höhe von 38 Millionen Rubel entstanden seien. Bogdan Fedak, ein Vertreter des Verteidigungsministeriums, bestätigte, dass die Drohne auf dem Flugplatz Dyagilyevo nur minimalen Schaden angerichtet habe, aber&lt;em&gt; „die Kampfbereitschaft der Militäreinheit“ &lt;/em&gt;gefährdet habe, obwohl er auf Nachfrage nicht sagen konnte, worin die Gefahr bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Natürlich kann jeder laute Knall und die Nachricht von einer Explosion jemanden erschrecken“&lt;/em&gt;, sagte Sidiki in seinem abschließenden Statement vor Gericht. &lt;em&gt;„Genauso wie Raketen, die über Häuser fliegen, und der Beginn militärischer Operationen die Bevölkerung des Landes, gegen das diese Aktionen gerichtet sind, einschüchtern.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/image-8-768x576.png&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/image-8-768x576.png&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=591,width=783,top=432,left=896,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4814 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/image-8-768x576.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Das Bild zeigt eine losgeschraubte Eisenbahnschiene&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&quot;Opfer&quot; des BOAK Anschlags: Demontierte Schiene&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Sabotageakte an Eisenbahnstrecken, über die militärische Ausrüstung durch Russland in die Ukraine transportiert wird, nahmen nach der Ankündigung des umfassenden Krieges im Jahr 2022 stark zu. Die gewaltsame Unterdrückung von Straßenprotesten und Antikriegsdemonstrationen hat keine andere Möglichkeit gelassen als heimliche direkte Aktionen.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
„Am frühen Morgen des 24. Februar“&lt;/em&gt;, schrieb Sidiki, &lt;em&gt;„fuhr ich im Zug von Rjasan nach Moskau … Ich begann, die Nachrichten zu verfolgen und sah, dass eine groß angelegte Invasion begonnen hatte. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl (zu wissen), dass man nichts tun konnte. Ich sah, wie Züge mit militärischer Ausrüstung fuhren, und aus Verzweiflung wollte ich die Waffenlastwagen beschatten“.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang März schrieb Sidiki an einen Kameraden in der Ukraine und fragte ihn, ob er in der Armee kämpfen würde. Der Kamerad antwortete: &lt;em&gt;„Wir verbrennen ihre Ausrüstung zu Hunderten, und sie löschen unsere Städte von der Landkarte.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;„Vorsicht, Moskau“&lt;/h2&gt;In den ersten vier Monaten des Krieges sind laut Medienberichten, die The Insider gesehen hat, 63 Züge in Russland entgleist. Mehrere Untergrundgruppen haben sich dazu bekannt, Berichte in sozialen Medien gepostet und Rezepte für Sprengstoff geteilt. Die Russische Eisenbahn hat behauptet, dass die Hälfte dieser Entgleisungen auf technische Probleme zurückzuführen sei und nicht auf politische Sabotage – lieber wird man der fahrlässigen Tötung beschuldigt, als das Ausmaß der Aktionen zuzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 2020 waren die &lt;em&gt;„Rail Guerrillas“&lt;/em&gt; in Belarus im Rahmen des Aufstands gegen die Diktatur im Land aktiv an der Sabotage staatlicher Infrastruktur beteiligt. Im Jahr 2022 verlagerte sich der Schwerpunkt hauptsächlich auf die Sabotage der russischen Kriegsmaschinerie in Belarus. Im selben Jahr verabschiedete das belarussische Regime ein Gesetz, das die Todesstrafe für versuchte Sabotageakte vorsieht, und ging gewaltsam gegen die Bewegung im Land vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2022 gab der russische Sicherheitsdienst (FSB) bekannt, dass er zwei Russen festgenommen habe, die &lt;em&gt;„Anhänger des ukrainischen Nazismus”&lt;/em&gt; seien und wegen Sabotage angeklagt würden. Als&lt;em&gt; „Beweis“&lt;/em&gt; für ihre Verbrechen wurde ein Video veröffentlicht, in dem ein Mann mit unkenntlich gemachtem Gesicht, der ein T-Shirt mit Union Jacks trug, in die Kamera sprach. Ihre Namen wurden nicht bekannt gegeben, aber selbst nach einer Untersuchung durch The Insider konnten keine Daten über Anklagen in der Region gefunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ankündigung des FSB passte ein bisschen zu gut in die öffentliche Darstellung der&lt;em&gt; „Entnazifizierung der Ukraine“&lt;/em&gt;, wie sie von der russischen Führung propagiert wurde. Hinter den Kulissen suchte der FSB nach den Anarchisten und anderen politischen Aktivisten. Im öffentlichen Chat &lt;em&gt;„Beware, Moscow”&lt;/em&gt; warnte eine Nachricht, dass der Sicherheitsdienst nach einer&lt;em&gt; „militanten Organisation von Anarchokommunisten” &lt;/em&gt;fahndete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Ermittlern zufolge handelte es sich bei der Gruppe, die für mehrere Sabotageakte verantwortlich war, nicht um Anhänger des ukrainischen Faschismus, sondern um deren politische Gegenkraft: die &lt;a href=&quot;https://crimethinc.com/2022/08/22/russia-the-anarcho-communist-combat-organization-an-interview-with-a-clandestine-anarchist-group&quot;&gt;Combat Organisation of Anarcho-Communists (BOAK)&lt;/a&gt;. Die militante Untergrundgruppe hatte es geschafft, Militärgüterzüge aufzuhalten, indem sie acht Schrauben gelöst, eine Schienenverbindung gespalten und die Gleise teilweise verschoben hatte. &lt;em&gt;„Als Anarchisten und Revolutionäre“&lt;/em&gt;, schrieb ein Mitglied der BOAK im Februar 2025,&lt;em&gt; „war es für uns klar, dass wir die Gesellschaft verteidigen müssen, wenn sie mit faschistischer imperialistischer Aggression konfrontiert ist“.&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Die Niederlage der Ukraine wird den Triumph der reaktionärsten Kräfte in Russland bedeuten“&lt;/em&gt;, heißt es in einer weiteren Erklärung der BOAK, &lt;em&gt;„und damit ihre Verwandlung in ein neostalinistisches Konzentrationslager mit unbegrenzter Macht in den Händen des FSB und einer totalitären orthodoxen imperialistischen Ideologie besiegeln“.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere BOAK-Genossen gingen in den Widerstand in der Ukraine, darunter einer der Gründer der Kampforganisation Dmitry Petrov. Vom ersten Tag der Invasion der Ukraine an arbeitete Petrov am Aufbau antiautoritärer und autonomer Militäreinheiten, darunter der Anti-Autoritäre Zug, der bis zum Sommer 2022 kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Wir befinden uns gerade an einem Wendepunkt in der Geschichte Osteuropas“&lt;/em&gt;, schrieb Petrow in &lt;em&gt;„To be an independent force“. &lt;em&gt;„Inmitten des Abgrunds der Ereignisse ist das kleine schwarze Segel der anarchistischen Bewegung deutlich zu sehen.“&lt;/em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden Jahr wurde Dmitry Petrow zusammen mit Finbar Cafferly und Cooper Andrews getötet, als sie in der Nähe von Bachmut in der Ukraine kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Terrorstaat&lt;/h2&gt;Wie Sidiki vor Gericht sagte, musste er untertauchen, als &lt;em&gt;„alle Möglichkeiten, die Situation friedlich zu beeinflussen“&lt;/em&gt;, abgeschnitten wurden. &lt;em&gt;„Wer sich dem Krieg widersetzt, wird zum Verräter erklärt und unterdrückt ... Es ist nicht überraschend, dass manche lieber das Land verlassen und andere zu Sprengstoff greifen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sidiki&#039;s Verteidiger hatte argumentiert, dass die Anklage wegen terroristischer Ausbildung fallen gelassen werden sollte, und verwies dabei sowohl auf die Vorkenntnisse des Angeklagten im Umgang mit Sprengstoff und Drohnen als auch auf die Anerkennung des Angeklagten als Kriegsgefangener durch das Gericht. Die Zerstörung von Eigentum des Militärs sei Sabotage, so Sidiki, während die gezielten Angriffe des russischen Militärs auf die Energieinfrastruktur der Ukraine der rechtlichen Definition von Terrorismus entsprächen – &lt;em&gt;„die Verübung einer Explosion oder anderer Handlungen, die die Bevölkerung in Angst versetzen, um die Entscheidungsfindung der Behörden zu beeinflussen“&lt;/em&gt;. Der Zugang zu Wasser, Strom und Gas wurde stark eingeschränkt, um Druck auf die Führung der Ukraine auszuüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Mediazona berichtet, sagte Sidiki zuvor aus dem Gefängnis: &lt;em&gt;„Habe ich mich wie ein Guerillakämpfer gefühlt? Ich denke, man könnte mich so bezeichnen. Wenn im Zweiten Weltkrieg Menschen, die sich auf dem Territorium des Dritten Reiches gegen dieses Regime stellten, als Partisanen bezeichnet wurden, dann kann man mich auch dazu zählen ...“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Mit Strom zu foltern und eine gefesselte Person zu schlagen, ist eine extrem niederträchtige Tat“&lt;/em&gt;, sagte Sidiki bei seiner letzten Anhörung. &lt;em&gt;„Hier liegt die Verantwortung nicht nur bei denen, die diese Methoden angewandt haben, sondern auch bei denen, die davon wissen und nicht reagieren und helfen, sie zu vertuschen.“&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
In einem Käfig stehend, waren seine letzten Worte an das Gericht ein Auszug aus einem Gedicht von Nestor Machno:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Lasst sie uns jetzt begraben,&lt;br /&gt;
aber unser Wesen wird nicht&lt;br /&gt;
in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
Es wird zur richtigen Zeit wieder aufstehen&lt;br /&gt;
und siegen. Daran glaube ich.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Josie Ó Súileabháin,  in freedomnews.org.uk: &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2025/06/09/russia-anarchist-partisans-sabotage-the-war-machine&quot;&gt;&quot;Russia: Anarchist partisans sabotage the war machine&quot;&lt;/a&gt;, 9. Juni 2025&lt;br /&gt;
Fotos: Ebenda&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 11 Jun 2025 10:46:00 +0200</pubDate>
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    <title>Russland: Anarchistische Kriegssaboteure vor Gericht</title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Alexy Rozhkov zu 16 Jahren Haft verurteilt, Ruslan Sidiki droht lebenslange Haft wegen „politischem Terrorismus“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/image-13.webp&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/image-13.webp&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=514,width=783,top=470.5,left=896,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4798 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/image-13.webp&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Alexy Rozhkov und Ruslan Sidiki vor Gericht Alexy im Glaskasten, Ruslan hinter Gitterstäben...&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Alexy Rozhkov und Ruslan Sidiki vor Gericht&lt;br /&gt;
Photo: Mediazona / via freedomnews.org.uk&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Vor dem Militärgericht in Jekaterinburg wurde Alexy Rozhkov gestern (20. Mai) wegen Brandstiftung an einer Rekrutierungsstelle zu &lt;a href=&quot;https://novayagazeta.eu/articles/2025/05/20/russian-activist-abducted-in-kyrgyzstan-handed-16-year-sentence-for-enlistment-office-arson-en-news&quot;&gt;16 Jahren Haft&lt;/a&gt; verurteilt. Ebenfalls gestern stand &lt;a href=&quot;https://meduza.io/en/feature/2025/02/10/some-people-leave-the-country-others-turn-to-explosives&quot;&gt;Ruslan Sidiki&lt;/a&gt; vor dem Militärgericht in Rjasan unter Anklage wegen der Zerstörung von Eisenbahnschienen, die zum Entgleisen von neunzehn Waggons mit Düngemitteln geführt hatte. Sidiki wurde im November 2023 festgenommen und wird außerdem der versuchten Zerstörung von Militärflugzeugen beschuldigt, wobei er in beiden Fällen ferngesteuerte GPS-gesteuerte Drohnen eingesetzt haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Anarchisten geben die ihnen vorgeworfenen Taten zu, weisen jedoch die politische Anschuldigung des Terrorismus zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rozhkov wurde zunächst wegen „Sachbeschädigung“ angeklagt, nachdem die Behörden &lt;a href=&quot;https://meduza.io/en/feature/2022/12/28/i-believe-i-saved-people&quot;&gt;erfolglos versucht hatten&lt;/a&gt;, ihn wegen „versuchten Mordes“ an einem Wachmann im Rekrutierungsbüro anzuklagen. Nachdem er aus Russland nach Kirgisistan geflohen war, wurde er von den Sicherheitsdiensten entführt und nach Russland zurückgeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe einfach verstanden, dass man nicht gleichgültig bleiben kann“, sagte Rozhkov in einem &lt;a href=&quot;https://doxa.team/articles/molotov-rozhkova&quot;&gt;Interview mit DOXA&lt;/a&gt; kurz vor seiner Verhaftung und illegalen Abschiebung. „Was jetzt passiert, ist unrechtmäßig, es ist illegal. Jeder Krieg bedeutet den Tod für normale Bürger.“ Er war der dritte Mensch in Russland, der nach dem vollständigen Einmarsch Russlands in die Ukraine im März 2022 ein Rekrutierungsbüro in Brand gesetzt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sidiki seinerseits sagt, er habe &lt;a href=&quot;https://zona.media/article/2025/05/13/sidiki-ryazan&quot;&gt;keine anderen Mittel&lt;/a&gt; des Widerstands gesehen als direkte Aktionen. Die Zerstörung der Eisenbahninfrastruktur, um den Transport von Sprengstoff an die Grenze zur Ukraine zu stoppen, sei geplant gewesen, um sicherzustellen, dass bei der Beschädigung der militärischen Infrastruktur keine Menschen zu Schaden kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bekenne mich teilweise schuldig“, sagte Sidiki vor Gericht. &quot;Ich erkenne die Tatsache der Ausbildung zu terroristischen Aktivitäten nicht an, ich hatte die Fähigkeiten bereits zuvor. Ich sehe keine terroristischen Absichten, da das Ziel Sabotage war und nicht die Einschüchterung der Bevölkerung. Ich gebe zu, die (dritte) Explosion vorbereitet zu haben. Die in meinem Haus gefundenen Komponenten sind Chemikalien, da ich mich für Agrarchemie und Pflanzenbau interessiere.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sabotageakte gegen die Eisenbahn in Russland sind häufiger geworden, wobei 2024 eine &lt;a href=&quot;https://zona.media/news/2025/04/16/railways&quot;&gt;Rekordzahl von Brandstiftungen&lt;/a&gt; gegen die Eisenbahninfrastruktur verzeichnet wurde. Viele der Festgenommenen und Verurteilten sind junge Erwachsene oder Teenager. Der 16-jährige Pavel Khazov wurde zu neun Jahren Haft verurteilt, der 17-jährige Space Nevolainen zu sechs Jahren, weil sie wegen der Brandstiftung an einem leeren Zugwaggon auf eine Liste von „Terroristen“ gesetzt worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mediazona berichtete über Fälle von dreizehn Minderjährigen, die wegen Brandstiftung an Relaiskästen für die Eisenbahn oder an militärischer Ausrüstung angeklagt wurden. Einige gaben an, dafür von einer unbekannten Person bezahlt worden zu sein. &lt;a href=&quot;https://zona.media/news/2025/05/12/babaevo&quot;&gt;Pavel berichtete&lt;/a&gt;, dass er von einem Mann namens „Gustav“ dafür bezahlt wurde, den Zug anzuzünden, doch diese klare Zusammengehörigkeit der Minderjährigen qualifiziert sie in den Augen des Gesetzes dennoch als Terroristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sind eindeutige Anzeichen für politische Schauprozesse, bei denen Sachbeschädigungen zu Terrorakten umgedeutet werden, um Unterstützung für den Krieg in der Ukraine zu mobilisieren und einen inneren Feind zu schaffen, gegen den die Russen kämpfen können, einen Feind, der von einem anderen, ausländischen Feind bezahlt wird. Im Fall von Ruslan Sidiki wird er nicht nur der Taten beschuldigt, die er begangen hat. Er wird beschuldigt, vom ukrainischen Geheimdienst bezahlt worden zu sein; seine revolutionären Taten seien nur ein Tausch gegen die britische Staatsbürgerschaft und Bargeld gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Berichte über Folter&lt;/h2&gt;Er hat „die Vorbereitung der (dritten) Explosion“ nur unter Folter durch die russischen Behörden zugegeben. Trotz einer Beschwerde wurde diese Gewalt bis heute nicht untersucht, während der Prozess gegen Sidiki weitergeht. Drei Wochen nach dem Angriff auf einen Militärflugplatz wurde er verhaftet und auf die Polizeiwache gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sidiki wurde an Sicherheitskräfte in Zivil übergeben, die von ihm ein Geständnis forderten, andernfalls würde er gefoltert, aus der Stadt gebracht und hingerichtet werden. Sie würden es so aussehen lassen, als habe er versucht zu fliehen, sagten sie ihm. „Als ich auf dem Boden lag, traten sie mir auf die Hände und Füße, sodass ich sie nicht bewegen konnte, obwohl ich mich nicht wehrte“, &lt;a href=&quot;https://zona.media/article/2024/09/05/sidiki-turtures&quot;&gt;erinnerte sich Sidiki in Mediazona&lt;/a&gt;. „Dann sagte einer von ihnen zu jemandem: ‚Ruf an!‘“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Moment durchfuhr mich ein elektrischer Stromschlag, der meine Muskeln zusammenzog und unerträgliche Schmerzen verursachte. Ich schrie laut und schlug meinen Kopf auf den Boden, während einer von ihnen vor mir stand und mich mit seinem Handy filmte.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sidiki wurde mit sexueller Gewalt und der Amputation von Gliedmaßen bedroht und während der Elektroschocks mit verwirrenden Fragen konfrontiert. „Meiner Meinung nach“, erinnert sich Sidiki, „war der Stromstoß aus ihrem Foltergerät vergleichbar mit einer Rosette der Kategorie 220 Volt. Da ich als Elektriker arbeite, habe ich in meinem Leben schon öfter solche Spannungen erlebt und kann die Wirkung vergleichen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie lange die Folter genau gedauert hat, kann ich nicht sagen, da ich nach ein paar Schocks benommen war, aber ich kann sagen, dass es unerträglich schmerzhaft war.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Korrespondent von Mediazona verfolgt Sidikis Fall, ebenso wie Solidarity Zone, da beide versuchen, trotz strenger Einschränkungen durch Richter Oleg Shishov, der Journalisten die Aufzeichnung der Verhandlung untersagt hat, aus dem Gerichtssaal zu berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich wurde in ein Auto gesetzt, in dem nur Leute mit Masken waren“, erinnert sich Sidiki. „Ich glaube, das war kein Zufall, und der Ermittler und der Anwalt fuhren in einem anderen Auto. Ich wurde zu Verstecken und Sabotageorten gebracht, wo ich, nachdem ich den IVS verlassen hatte, sofort von maskierten Leuten im Kopf-, Brust- und Bauchbereich geschlagen wurde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Außerdem hatten diese Leute einen Elektroschocker in Form eines Schlagstocks, und die meiste Zeit wurde ich mit Stromschlägen traktiert, bis die Batterie leer war. Von diesem Elektroschocker sind Spuren in Form von Verbrennungen auf meinem Körper zurückgeblieben, auch meine Kleidung ist verbrannt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe immer noch Angst um mein Leben und meine Gesundheit wegen dieser Leute, die mich nach meiner Festnahme gefoltert und geschlagen haben“, sagte Sidiki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anklage gegen Sidiki versucht, von seiner politischen Einstellung als Anarchist als Hauptmerkmal des ihm vorgeworfenen Terrorismus abzulenken. Anwohner und Freunde aus seiner Kindheit wurden vor Gericht gezerrt, um jemanden zu finden, der von Sidikis Handlungen negativ betroffen war. Der Zugführer reichte eine Beschwerde ein und forderte eine Entschädigung in Millionenhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anarchist räumte „trocken“ ein, dass dem Zugführer „moralischer Schaden“ zugefügt worden sei. Schließlich fuhr er nur einen Zug voller Sprengstoff in ein Land, das von seinem eigenen Land angegriffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch trotz der Vorwürfe, Sidiki sei vom ukrainischen Geheimdienst bezahlt worden, über die nur in den &lt;a href=&quot;https://tass.com/world/1824953&quot;&gt;diskreditierten staatlichen Medien TASS&lt;/a&gt; berichtet wurde, schienen seine Ziele persönlich und eher in der Politik begründet zu sein, die die Russische Föderation gerne ignorieren würde: Sabotage und direkte Aktionen gegen Autoritarismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Dröhnen der Tu-22 und Tu-95 vor dem Fenster fiel mit den Angriffen auf die Ukraine zusammen, und das bestimmte meine Wahl des Ziels: den Militärflugplatz Dyagilevo, nur zehn Kilometer von meinem Zuhause entfernt. Ich lebte mit meiner 80-jährigen Großmutter zusammen und wusste, wie schwer es für alte und kranke Menschen im Winter ohne Heizung und Licht ist“, schreibt Sidiki laut Solidarity Zone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Während ich die Badewanne mit heißem Wasser füllte, dachte ich an diejenigen, denen tausend Kilometer entfernt aufgrund geopolitischer Ambitionen die grundlegendsten Lebensbedingungen vorenthalten wurden. Und gleichzeitig reden sie immer noch von “brüderlichen Völkern„ und davon, dass “Russland keine Zivilisten bekämpft&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Anarchist zu sein bedeutet für mich, wenn möglich, zu helfen oder mich an Projekten in meiner Nähe zu beteiligen“, sagt er gegenüber Mediazona. „An Aktionen teilnehmen, deren Kern der Schutz der Rechte und Freiheiten der arbeitenden Bevölkerung ist. Wenn es die Umstände erlauben, deine Ideen den richtigen Leuten näherbringen. Neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die es dir ermöglichen, das oben Genannte effektiver zu tun.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Als ich im Gefängnis war“, sagte Rozhkov in einem Interview vor seiner Verhaftung, &quot;kam ein Anwalt vom Anarchistischen Schwarzen Kreuz zu mir. Mir wurde Hilfe angeboten. Wir stellten auch einige Fragen: Möchte ich Briefe, Hilfe, Überweisungen erhalten und den Fall öffentlich machen? Ich lehnte Unterstützung und Öffentlichkeit ab, aber ich beschloss, dass es schön wäre, Briefe von Menschen zu erhalten, die nicht gleichgültig sind, die Menschen wie uns in Gefangenschaft helfen. Die Briefe haben mir wirklich sehr geholfen ...„&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Wenn du das Leben von Gefangenen irgendwie aufhellen willst„, &lt;a href=&quot;https://zona.media/article/2025/02/06/sidiki&quot;&gt;sagt Sidiki&lt;/a&gt;, “schreib Briefe, schick Postkarten, das bringt dich trotz aller Schwierigkeiten zum Lächeln&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachrichten an Ruslan Sidiki und Alexy Rozhkov sollten ins Russische übersetzt und entweder an Solidarity Zone oder an folgende Adressen geschickt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
620019, Russland, Jekaterinburg, Repina-Straße 4, SIZO-1, Rozhkov Alexey Igorevich 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
125130, Moskau, st. Vyborgskaya, d. 20, SIZO-5, Sidiki Ruslan Kasemovich 1988&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Josie Ó Súileabháin via &lt;a href=&quot;https://freedomnews.org.uk/2025/05/21/russia-anarchist-war-saboteurs-on-trial&quot;&gt;Russia: Anarchist war saboteurs on trial&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]&lt;hr /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 24 May 2025 17:44:00 +0200</pubDate>
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    <title>Austrittserklärung aus der Partei &quot;Die Linke&quot;</title>
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    <author>nospam@example.com (Martin Fritsch)</author>
    <content:encoded>
    Hiermit erkläre ich meinen Austritt aus der Partei DIE LINKE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 40%&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/BrokenLinke.jpg&#039; onclick=&quot;F1 = window.open(&#039;/uploads/BrokenLinke.jpg&#039;,&#039;Zoom&#039;,&#039;height=914,width=1021,top=270.5,left=777,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes&#039;); return false;&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4621 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_right&quot; width=&quot;100%&quot;  src=&quot;https://www.xn--trten-lva.de/uploads/BrokenLinke.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;Die Grafik zeigt das Logo der Partei &amp;quot;Die Linke&amp;quot; hinter einer zerbrochenen Glasscheibe&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Grafik: Thomas Trueten&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;Credits: Logo: Die Linke, Scherben: Designed by &lt;a href=&quot;https://www.rawpixel.com&quot;&gt;rawpixel.com&lt;/a&gt; via &lt;a href=&quot;https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/hintergrund-des-realistischen-gebrochenen-glaseffekts_18834237.htm&quot;&gt;Freepik&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Angesichts der militärischen Eskalation in Europa und Nahost sehe ich mich nicht in der Lage, guten Gewissens eine Partei zur Wahl zu empfehlen, die in der existentiellen Frage von Krieg und Frieden so indifferent agiert, wie DIE LINKE. Statt die Friedensbewegung und andere anti-imperialistische Organisationen parlamentarisch, argumentativ und mit Kampagnen zu unterstützen, meidet DIE LINKE das Thema, das wie kein anderes die neoliberale Agenda dominiert und läuft teilweise sogar den Narrativen von Kriegstreibern hinterher. Die Rechten mobilisieren mit &quot;Kanonen statt Butter&quot; für &quot;Sicherheit&quot; und einen &quot;Sieg für die Ukraine&quot; und ruinieren damit den Sozialstaat, die Infrastruktur, die Wirtschaft und den Klimaschutz und für die angebliche Friedenspartei ist dieser Zusammenhang nur ein nachrangiges Thema im Wahlkampf???&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frieden ist nicht Alles, aber ohne Frieden ist alles nichts. Man kann nicht glaubwürdig für soziale Sicherheit eintreten, wenn man nicht entschlossen gegen jede Kriegspropaganda zu Felde zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIE LINKE beschränkt sich auf ihre Kernforderungen: &quot;Die Mieten und die Preise müssen runter.&quot; Für die Jugend ist nach einer repräsentativen Umfrage die Kriegsgefahr die wichtigste Sorge! Wollen wir sie der rechten Propaganda &quot;Sicherheit braucht Aufrüstung&quot; kampflos überlassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Details der Begründung findet ihr unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Fritsch&lt;br /&gt;
Mitgl. Nr. 4010336;&lt;br /&gt;
(...)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----------------- B e g r ü n d u n g ---------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die LINKE ist schon seit Beginn des Ukrainekrieges leider bei den großen Aktionen der Friedensbewegung leider nicht vorneweg marschiert, sondern stand als skeptischer Zuschauer am Rand. Trotz der Zuspitzung des Krieges, seinen sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen in Deutschland hat sich das auch nach dem BPT nicht wesentlich geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wurden alle friedenspolitischen Änderungsanträge am Leitantrag abgelehnt. Auch die überwiesenen Friedensanträge an den PV, die koordinierte Aktivitäten mit der Friedensbewegung und Kampagnen gegen die Eskalation des Krieges, die Militarisierung und Aufrüstung wurden abgelehnt. Auch der Zusammenhang zwischen dem &quot;Zeitenwende&quot;-Kurs und den massiven Verwerfungen bei Sozialem, Klima, Demokratie und Infrastruktur sollten im Wahlkampf kein zentrales Thema sein. Nicht einmal für eine Kampagne gegen die Stationierung der Mittelstreckenraketen wurden die nötigen Ressourcen bewilligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnend für den Kurs ist Jan&#039;s DLF-Interview das sich deckt mit den Statements im ND. Es stützt wesentliche NATO-Propaganda-Narrative und wird wohl die öffentliche Wahrnehmung unserer Partei in den Medien prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, Russland nach 15 Sanktionspaketen durch ein weiteres wirtschaftlich schaden zu können ist absurd. Solange 7/8 der Weltbevölkerung die Sanktionen nicht mittragen wird das Ergebnis ebenso wirken, wie bei den bisherigen Energie-Sanktionen. Durch Verknappung steigt der Preis auf den Weltmärkten, Energiekonzerne und Russland kassieren Extra-Profite, die bezahlt die europäische Bevölkerung und insbesondere Deutschland gelangt in eine Rezession. Also Russland verzeichnet höhere Gewinne aus Energieexporten nicht t r o t z der Sanktionen, sondern w e g e n der Sanktionen. Um das zu verstehen hilft bei Marxisten ein Blick in „Das Kapital“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingriffe in freie Schifffahrtswege sind eine weitere Eskalationsstufe, völkerrechtlich bedenklich und ein Präzedenzfall für andere Staaten, die ihre Interessen durchsetzen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Argumentation folgt dem NATO-Narrativ eines unprovozierten Angriffskrieges, dem Schwarz/Weiß Denken und der Maxime, man müsse und könne Russland so schwächen, dass es verhandeln muss. Welch fataler Irrtum: Jeder Tag vernichtet Menschenleben und schwächt die westliche Position. Die Istanbuler Verhandlungen vom März 2022 erbrachten nach Auffassung beider Delegationen für die Ukraine und Russland akzeptable Kompromisse. Sie wurden von den USA torpediert, wie selbst Frau Newland bestätigte. Seitdem wird jeder Politiker, der zu Verhandlungen drängt oder mit Putin spricht von den Repräsentanten des „Westens“ und den herrschenden Medien diffamiert, sei es der Papst, der UN-Generalsekretär oder der EU-Ratspräsident. Es sollte daher klar sein, wer Verhandlungen blockiert und es ist unsere Aufgabe, bei unseren Regierenden diese Blockade-Haltung aufzubrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres ist der sprachliche Duktus, der tiefe Verachtung der russischen Politik offenbart und abschätzige Herabwürdigung des Gegners. Kein Gedanke daran, dass auch Russland seine Sicherheitsinteressen gewahrt sehen möchte. Dabei beschreibt Jan selbst in seinem Buch, dass Friedensverhandlungen nur zum Erfolg führen, wenn beide Seiten sich auf Augenhöhe mit Respekt begegnen, ohne gegenseitige Schuldzuweisungen auch die jeweils anderen Interessen zumindest zur Kenntnis nehmen. Denn beide Seiten müssen das Ergebnis ihren Nationen als akzeptablen Kompromiss vermitteln können. Offenbar ist unsere Parteispitze von politischer Weitsicht und gesellschaftlicher Verantwortung, wie sie John. F. Kennedy oder Willi Brand in Krisenzeiten des Kalten Krieges bewiesen haben, noch weit entfernt. Und beide erhoben nicht einmal den Anspruch, Sozialisten zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu passen auch die Abstimmungen unserer EU-Parlamentarier in Fragen zu Waffenlieferungen und Aufrüstung: Am 18.9. 1x dafür, 1x Enthaltung, 1x dagegen. Bei der Ukraine Resolution Am 29. 11. war Carola Rackete gleich in die Ukraine gereist um für Waffenlieferungen zu posieren. Das gibt ein verheerendes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die LINKE will für „ein bisschen Frieden“ werben, aber doch demonstrativ anschlussfähig bleiben an den NATO-Konfrontationskurs. Ob das Wähler überzeugt, von denen die Hälfte die zunehmende Konfrontation mit Sorge betrachten? Wir können nicht glaubhaft für soziale Sicherung, Daseinsfürsorge, und Klimaschutz eintreten, ohne den „Elefanten im Raum“ zu benennen, den Zusammenhang zur Aufrüstung und den Folgen der Sanktionen herzustellen. Die drohenden sozialen Verwerfungen werden nicht uns nutzen, sondern den Rechten. Diese Lehre aus der Weimarer Zeit sollten wir beherzigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt erst recht für die Lehren aus NAZI-Diktatur und Holocaust: Wir müssen eintreten gegen jede Form von Rassismus und Faschismus, egal wer ihn verübt und wer aus Gründen angeblicher &quot;Staatsräson&quot; für sich Sonderrechte reklamiert. Das gilt natürlich auch für Faschisten und Rassisten in den Regierungen von Israel und der Ukraine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat sich die LINKE zur Anitsemitismus-Resolution des neoliberalen Blocks im Bundestag nur enthalten, weil einige der Gruppe wohl sonst sogar dafür stimmen wollten-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese hat eindeutig das Ziel, die Freiheit in Kultur und Wissenschaft in Bezug auf völkerrechtswidrige Gewalt des israelischen Staates einzudämmen. Mit explizitem Bezug auf „Vorfälle“ bei der Berlinade oder Dokumenta drohen Veranstaltern finanzielle und rechtliche Repressionen und die völlig unbestimmten Rechtsbegriffe erzeugen ein Klima von Zensur bei Behörden und Selbstzensur bei Veranstaltern. Natürlich soll es in einer freien Demokratie über solche „Vorfälle“ streitbare Debatten geben, und gerade wir LINKEN sollten uns auch für die „Freiheit der Andersdenkenden“ einsetzen, aber diese Resolution zielt darauf ab, solche Debatten gar nicht erst zu ermöglichen. Das ist ein weiterer Schritt ins autoritäre Meinungsmanagement – Bestrafe Eine*n, erziehe Hunderte – Orban lässt grüßen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteiausschluss unseres Palästina Aktivisten Ramsis Kilani auf Betreiben von Spitzenfunktionären ist skandalös.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er in der Anhörung die Anklagepunkte, diffamierende und haltlose Zuschreibungen seitens rechter Medien, widerlegte, ihm in der mündlichen Urteilsbegründung bescheinigt wurde, dass ihm kein Antisemitismus oder vorsätzliche Parteischädigung vorzuwerfen sei, wurde er ausgeschlossen. Begründung war, dass es eine mediale Kampagne gäbe, infolge derer Institutionen die Zusammenarbeit mit der Linken wegen seiner Aktivitäten in der Palästina-Solidarität infrage gestellt hätten.&lt;br /&gt;
Ob man seine Aussagen teilt oder nicht, verlangen wir von allen Genoss*innen, ihre Standpunkte dem medialen Klima unterzuordnen? In unserem Programm heißt es: “Wir haben uns zusammengeschlossen zu einer neuen politischen Kraft, die für Freiheit und Gleichheit steht, konsequent für Frieden kämpft, demokratisch und sozial ist, ökologisch und feministisch, offen und plural, streitbar und tolerant”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteivorstand hat eine Stellungnahme dazu abgelehnt, wohl wissend, dass die Presse dies als Zustimmung wertet.&lt;hr /&gt; 
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    <pubDate>Wed, 18 Dec 2024 12:18:00 +0100</pubDate>
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    <title> Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 8: Generalfeldmarschall von Eichhorn </title>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Trueten)</author>
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&lt;br /&gt;
Quelle: Gackenholz, Hermann, &quot;Eichhorn, Hermann von&quot; in: &lt;a href=&quot;https://www.deutsche-biographie.de/pnd117497819.html#ndbcontent&quot;&gt;Neue Deutsche Biographie 4&lt;/a&gt; (1959), S. 377 [Online-Version]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Quellen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;bull; WikiPedia: &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_von_Eichhorn_(Generalfeldmarschall)&quot;&gt;Hermann von Eichhorn (Generalfeldmarschall)&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&amp;bull; Frankfurter Zeitung 01.08.1918: &lt;a href=&quot;https://www.faz.net/aktuell/politik/historisches-e-paper/hermann-von-eichhorn-attentat-auf-generalfeldmarschall-in-kiew-1918-15544623.html&quot;&gt;Generalfeldmarschall von Eichhorn in Kiew ermordet&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 30 Jul 2024 12:20:00 +0200</pubDate>
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