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»Time to ban Viagra. Because if pregnancy is "god´s will", then so is your limp dick.« Bette Midler

Re: Kein Recht, Mutter zu sein?

In zwölf EU-Ländern können Frauen mit Behinderung noch immer ohne ihre Zustimmung sterilisiert werden. Die Autistin Sara Rocha kämpft in Portugal für ein gesetzliches Verbot dieser Praxis – und vernetzt sich mit Betroffenen aus ganz Europa, um das Tabuthema sichtbar zu machen. Ein Wohnprojekt in Berlin zeigt, wie Elternschaft mit Behinderung gelingen kann.

Zwangssterilisation ist eine Praxis, die in Europa eigentlich der Vergangenheit angehören sollte. Denn in der sogenannten Istanbul-Konvention haben sich die meisten EU-Länder verpflichtet, Frauen vor Gewalt zu schützen. Und doch ist es in zwölf Ländern nach wie vor legal, Frauen mit Behinderung ohne deren Einwilligung unfruchtbar zu machen. Für Sara Rocha ist das ein Riesenskandal: „Niemand hat das Recht zu entscheiden, ob jemand eine gute Mutter sein kann.“ Die autistische Aktivistin kämpft in Portugal für ein gesetzliches Verbot und vernetzt sich europaweit mit Betroffenen. Als schwangere Frau mit mehrfacher Behinderung ist ihr Engagement auch ein persönlicher Kampf.

Eine der Frauen, die mit Sara sprechen, ist Natacha. Mit 24 Jahren wurde die Belgierin gegen ihren Willen sterilisiert. Ihre Mutter traute ihr nicht zu, eigene Kinder großzuziehen. Erst heute findet Natacha Worte für ihren Schmerz und ihre Wut über das, was ihr widerfahren ist. Wie vielen anderen wurde ihr lange eingeredet, der Eingriff sei nur zu ihrem Besten. Heute bricht sie das Schweigen – gemeinsam mit anderen Betroffenen.

In Berlin lebt Sunny Stemmler mit ihrem dreijährigen Sohn Matteo in einer betreuten Wohngemeinschaft für Eltern mit Behinderung. Die 34-Jährige mit Lernschwierigkeiten hat lange gegen Vorurteile und Widerstände gekämpft. Heute zeigt ihr Beispiel: Elternschaft mit Behinderung ist möglich – wenn man sie zulässt und richtig unterstützt.




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Kommentare

    • Geschrieben vonKris
    • am
    Ich bin erschrocken, dass es diese Praxis heutzutage noch gibt.
    Andererseits sehr ich Elternschaft bei einigen Menschen kritisch und würde mir wünschen, die Vernunft würde über das Herz siegen.
    Ich habe Kinder von schwerst seelisch erkrankten Müttern gesehen, habe mitbekommen, wie diese misshandelt wurden, trotz Unterstützung sozialer Stellen.
    Doch eine Sterilisation ist ein absolutes No-Go und widersprecht den universellen Menschenrechten.
    Ich erinnere mich an die Zeit, als mir von einer Mutterschaft abgeraten wurde, wie hart mich das getroffen hat. Lange habe ich mit mir gerungen, geschrien, gewütet, Tränen vergossen, leise gelitten. Einige Stimmen wollte mich bestärken, dem ganzen eine CHance zu geben und doch ein Kind zu gebären. Heute sage ich, ich hätte dem kleinen Wesen keinen Gefallen getan. Und mir auch nicht. Ein Kind ist kein Experiment.
    Antwort

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