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»Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.« Paul Valéry

Blogkino: Le Samouraï (1967)

Heute führen wir in unserer Reihe Blogkino die Reihe mit französischen Krimis mit einer Wiederholung fort. Ich habe damit kein Problem, handelt es sich doch bei einem meiner Lieblingsthriller. Der vor einiger Zeit dahin geschiedene Alain Delon (der bevor er sich zu einem reaktionären Sack entwickelte, ein paar richtungsweisende Filme drehte)  verkörperte in dem Thriller "Le Samouraï", der hierzulande unter dem Titel "Der eiskalte Engel" lief, einen einsamen Killer - Jef Costello. Regie führte Jean-Pierre Melville. Gut. Über Delon lässt sich außerhalb der Leinwand nicht streiten, in vielen seiner älteren Filme ist er Monsieur Cool, so auch in diesem Film:

"„Es gibt keine größere Einsamkeit als die eines Samurai, außer vielleicht die eines Tigers im Dschungel.“ Mit diesem fiktiven Zitat aus den Büchern des Bushidō begegnet der Zuschauer Jef Costello, der einsam auf dem Bett in seinem äußerst bescheidenen, spärlich möblierten Appartement liegt. Fast mechanisch kleidet er sich an, setzt den Hut auf und verabschiedet sich von seinem Zimmergenossen, einem Dompfaff im Käfig. Auf der Straße entwendet er routiniert einen unverschlossen geparkten Citroën DS und fährt zu einer abgelegenen Garage, wo ein Mann wortlos die Nummernschilder austauscht und ihm einen Revolver aushändigt.

Nachdem er sich bei seiner Freundin, die als illegale Edelprostituierte mit eigener Wohnung arbeitet, ein Alibi verschafft hat, geht er in einen Nachtklub und erschießt den Barbesitzer. Dabei wird er von der Pianistin Valérie überrascht, die ihn flüchten lässt, ohne einen Ton zu sagen. Costello wird noch in der gleichen Nacht mit vielen anderen Männern bei einer ganz Paris umfassenden Razzia von der Polizei mitgenommen. Er war im Lokal von mehreren Gästen gesehen worden, und so kommt es zu einer polizeilichen Gegenüberstellung. Da sich aber nicht alle Zeugen sicher sind, die Pianistin Valérie leugnet, in ihm den Mörder zu erkennen, und das Alibi seiner Freundin stichhaltig scheint, kann der Kommissar ihn nicht festhalten. Bei der Freundin Costellos dringt der Kriminalist mit dem Versuch nicht durch, ihr einerseits wegen Falschaussage zu drohen und sie andererseits mit dem Verweis auf die Pianistin eifersüchtig zu machen. Costello lässt er beschatten.

Wegen des Verhörs bei der Polizei beginnen Costellos Auftraggeber, ihm zu misstrauen, und wollen ihn loswerden. Bei der vereinbarten Geldübergabe auf einem Bahnhof versucht ihn der Handlanger der Auftraggeber zu ermorden; Costello setzt sich erfolgreich zur Wehr und wird dabei am linken Arm verletzt. Der Killer flieht. Costello gerät zwischen die Fronten. Da er sich das Motiv der Pianistin nicht erklären kann, sucht er sie auf und stellt sie zur Rede. Eine nachts in seiner Wohnung angebrachte Wanze, die von einem gegenüberliegenden Hotelzimmer aus abgehört werden soll, entdeckt der misstrauische Costello nach seiner Rückkehr schnell und setzt sie außer Betrieb. Costello wird nun auf Schritt und Tritt von Dutzenden Zivilpolizist(inn)en überwacht. Er bemerkt dies und kann seine Verfolger nach einer Irrfahrt durch die Pariser Metro abschütteln. Erneut stiehlt er einen Wagen und gelangt unbemerkt in seine Wohnung. (...)"


Blogkino: Le Clan des Siciliens (1969)

Heute führen wir in unserer Reihe Blogkino die Reihe mit französischen Krimis mit dem Gangsterfilm "Le Clan des Siciliens" fort: Profigangster Roger Sartet hat ein Problem. Er sitzt im Gefängnis und als Mörder eines Polizisten droht ihm die Guillotine. Er muss also schnellstens aus dem Gefängnis entkommen. Um sich Hilfe von außen zu sichern, bändelt er mit dem aus Sizilien stammenden Clan der Malanese an. Über einen ebenfalls einsitzenden Sohn der Familie lässt Sartet durchsickern, dass er über Insiderwissen verfügt, das einen spektakulären Diamantenraub zum Kinderspiel machen würde...


 

Blogkino: Le feu follet (1963)

Heute führen wir in unserer Reihe Blogkino die Reihe mit französischen Krimis fort. Nachdem in der vorigen Woche Louis Malle's  Ascenseur pour l'échafaud den Aufschlag machte, setzen wir noch einen drauf und zeigen sein im darauffolgenden Jahr entstandenes Drama "Le feu follet": Nach seiner Rückkehr aus den USA hat Alain Leroy eine viermonatige Entziehungskur hinter sich. Der Arzt der in Versailles gelegenen Privatklinik hält ihn für geheilt und drängt auf Entlassung, aber Leroy plagt „die Angst“. Der Film schildert die letzten 48 Stunden im Leben von Alain Leroy.

Die Handlung setzt ein nach der Nacht, die Leroy mit Lydia, einer Freundin seiner in den USA lebenden Ehefrau, in einem noblen Hotel verbracht hat. Den Tag verbringt er in der Klinik, mit den anderen Patienten jedoch ist ihm kein Gespräch möglich. In seinem Zimmer sieht man ihn mit einer Luger-Pistole hantieren, die er vor dem Arzt sofort verbirgt. Am darauffolgenden Tag fährt Leroy nach Paris und trifft der Reihe nach Freunde aus der Zeit, bevor er in die USA zog...


Blogkino: Ascenseur pour l'échafaud (1958)

Heute beginnen wir nach der langen Serie mit japanischen Samuraifilmen in unserer Reihe Blogkino eine Reihe mit französischen Krimis. Den Aufschlag macht Louis Malle's  Ascenseur pour l'échafaud, den wir im französischen Original zeigen: 

Für sein Spielfilmdebüt vereinte der vierundzwanzigjährige Louis Malle eine fesselnde Darstellung von Jeanne Moreau, die stimmungsvolle Kameraarbeit von Henri Decaë und eine mittlerweile legendäre Jazz-Filmmusik von Miles Davis. Malles atmosphärisch dichter Krimi spielt im Laufe einer unruhigen Pariser Nacht und zeigt Moreau und Maurice Ronet als Liebespaar, dessen Plan, ihren Ehemann (seinen Chef) zu ermorden, schiefgeht – was eine Kette von Ereignissen auslöst, die ihr Schicksal besiegelt. Als Meilenstein in der Karriere des Regisseurs und der Hauptdarstellerin war Fahrstuhl zum Schafott ein erstaunlicher Auftakt zu Malles vielseitigem Werk und etablierte Moreau als eine der faszinierendsten Schauspielerinnen, die je auf der Leinwand zu sehen waren.


 

Blogkino: Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit - The Human Condition - Ningen no jōken (1959)

Heute führen wir in unsere Reihe Blogkino die kurze Serie mit Filmen des japanischen Regisseurs Masaki Kobayashi fort. Er schuf ab 1959 mit der Trilogie Barfuß durch die Hölle (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von Gomikawa Jumpei. Der neuneinhalbstündige Film erzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven Kaiserreich Japan in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.

Wir zeigen heute Teil 2, der hierzulande als "Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit" lief: Nachdem Kaji seine Befreiung vom Militärdienst eingebüßt hatte, weil er chinesische Gefangene vor ungerechter Strafe bewahrte, wird er im zweiten Teil in die Kwantung-Armee eingezogen. Konträr zu seiner antimilitaristischen Einstellung erweist sich Kaji in seiner Ausbildung als hervorragender Soldat, versucht aber im Umgang mit den anderen Soldaten seine Ideale umzusetzen, entgegen aller vorherrschenden Brutalität. Der Film endet mit der erfolgreichen sowjetischen Invasion in der Mandschurei.

Teil 1 hatten wir am 30. Juni hier gezeigt.




Blogkino: "Komm und sieh" - Иди и смотри - Idi i smotri (1985)

Heute gedenken wir in unserer Reihe Blogkino des gestrigen, 85. Jahrestags des Überfalls des Hitlerfaschismus auf die Sowjetunion. Dieser Jahrestag war hierzulande kaum der Rede wert, was ist schon so ein Vernichtungsfeldzug mit 27 Millionen Toten. Ganz im Gegenteil inspizierte Kriegsminister Pistorius am Montag die Schlagkraft der deutschen Panzertruppe in Litauen. Wer noch nicht der völligen Geschichtsvergessenheit erlegen ist, dem sei der Film »Komm und sieh« (oder auch »Geh und sieh«) von 1985 empfohlen, ein Meisterwerk des Sowjetkinos und der Antikriegsfilme überhaupt. Es ist ein einziger Alptraum, den Regisseur Elem Klimow erzählt, die Geschichte des Jungen Fljora (Alexej Krawtschenko), der sich während der deutschen Besatzung in Belarus Partisanen anschließt. Dankenswerterweise hat die russische Filmgesellschaft Mosfilm den Streifen auf Youtube in ansprechender Qualität mit englischem Untertitel hochgeladen. Auf großer Leinwand ist er übrigens am Mittwoch nachmittag im Berliner Kino »Babylon« zu erleben. (jW)




Blogkino: Zatoichi: Darkness Is His Ally - Zatoichi (1989)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem sechsundzwanzigsten und damit letzten Teil der Reihe: Zatoichi: Darkness Is His Ally - Zatoichi. Der blinde Masseur Ichi, ein Verteidiger der Unschuldigen, wird in einem ländlichen Dorf in einen Konflikt zwischen rivalisierenden Yakuza-Clans verwickelt, was zu blutigen Schwertkämpfen führt, während er versucht, den Frieden aufrechtzuerhalten und die Dorfbewohner vor dem Bandenkrieg zu schützen.


Blogkino: Zatoichi's Conspiracy - Shin Zatōichi monogatari: Kasama no chimatsuri (1973)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem fünfundzwanzigsten Teil der Reihe: Zatoichi's Conspiracy -Shin Zatōichi monogatari: Kasama no chimatsuri. Zatoichi kehrt zum ersten Mal seit über zehn Jahren in sein Heimatdorf zurück und stellt fest, dass sich viel geändert hat und dass Korruption im Überfluss vorhanden ist. Wie im richtigen Leben.



Blogkino: Zatoichi in Desperation - Shin Zatōichi monogatari: Oreta tsue (1972)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem vierundzwanzigsten Teil der Reihe: Zatoichi in Desperation - Shin Zatōichi monogatari: Oreta tsue: "Die Handlung folgt dem blinden Helden, der auf tragische Weise den Tod einer alten Frau verursacht. Um Sühne zu leisten, begibt er sich auf eine gefährliche Reise, um ihre Tochter zu finden. Dabei gerät er in eine Reihe von Konflikten und Schwierigkeiten." (IMDB)




Blogkino: Zatoichi at Large - Zatōichi goyō-tabi (1972)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem dreiundzwanzigsten Teil der Reihe:  Zatoichi at Large - Zatōichi goyō-tabi. Zatoichi stößt auf eine schwangere Frau, die an Schwertwunden stirbt, und hilft ihr bei der Geburt ihres Kindes. Ihr letzter Wunsch an ihn: Bring den Jungen zu seinem Vater. Von hier an entwickelt sich der Film zu einem der wildesten Abenteuer der Zatoichi-Reihe, mit skurrilen Einlagen wie einem mysteriösen Kind, das Ichi folgt und ihn mit Steinen bewirft, Affenauftritten und einer unerwartet komischen Darstellung des Ronin-Herausforderers. (criterion)

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