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»In der ganzen Naturgeschichte kenne ich kein ekelhafteres Lebewesen als die Sozialdemokratische Partei.« Gustav Landauer

Panasonic ist überall!

Nach dem Spruch der Einigungsstelle überlegen viele Kollegen, wie es jetzt weitergehen soll.

Es gibt keinen Anlaß trotz des um 3.5 Millionen auf 17.5 Millionen Euro erhöhten Volumens (Siehe Bericht der Esslinger Zeitung) auf den Kampf um die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu verzichten.

- Was ist nach den 12 Monaten in der Transfergesellschaft? Welche Aussichten haben die Kollegen, einen Arbeitsplatz zu finden? Einige Meinungen von Teilnehmern der Mahnwache machen die Sorgen deutlich:

"Qualifizierung an sich ist ja schön, aber allein dadurch wird kein einziger Arbeitsplatz geschaffen" - "Wenn überhaupt, dann bekommt sowieso nur ein Teil von uns Arbeit" - "Als Spargelstecher, oder Erdbeerpflücker kann ich meine Kinder nicht ernähren" - "Wir haben für Arbeitsplätze gekämpft, nicht für Abfindungen" - "Wer soll mich noch nehmen?"


- Die Meldungen über die geplante Vernichtung von 7500 Arbeitsplätzen bei der Allianz oder von 800 bis 1000 Arbeitsplätzen bei Wüstenrot usw. zeigen, daß es trotz einer leichten wirtschaftlichen Belebung zur keinen positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt kommt.

Wir wollen Arbeit - nicht Hartz IV! Das war und ist die Kernforderung der Kollegen gewesen. Doch wie soll es jetzt weitergehen? Einzelne Kollegen besuchten tagsüber die unbesetzte Mahnwache, teils um ihre Sachen abzuholen, vor allem aber haben wir den Eindruck, daß die Kollegen nachdem mal eine Nacht über den Schlichtungsspruch und die Betriebsversammlung geschlafen wurde, sich untereinander austauschen und beraten wollen. Die Mahnwache soll zumindest bis zu einer Einigung über die Transfergesellschaft weitergehen.

Donnerstag den 29.6. 17:00 soll es ein Treffen des Solikreis bei der Mahnwache geben.

Freitag den 30.6.2006 ist ab 10:00 Betriebsversammlung an der Mahnwache.

Zu den Fotoserien

Die Mahnwache am 116. Tag

Panasonic: Eckpunkte des Einigungsspruches

Gegen 24:00 kamen die Vertreter der Arbeitnehmer, Betriebsrat, Präsidentin der europäischen Betriebsräte Frau Bacayo, Rechtsanwalt Pusch, Prof. Zacher vor die Werkstore.

Nach dem der Gesamtbetriebsrat abgestimmt hatte, hat der Arbeitsrichter Carsten Witt ein Urteil gefällt. Die wichtigsten Eckpunkte. ca. 4 Mio. Euro mehr im Sozialplan, Teiler 60 anstatt 70, bei den unteren Lohngruppen 55, pro Kind 1500 Euro.

Das genaue Ergebnis wird heute auf einer Betriebsversammlung heute um 12:00 Uhr in der Werkskantine vorgestellt.


Was ist mit der Forderung der Kollegen nach Ersatzarbeitsplätzen?

Wir wollen Arbeit, nicht Hartz IV!





Mahnwache heute Nacht (Foto: Webmaster Betriebsrat)

Panasonic: 200 Kollegen warten am Tor 1 auf Ergebnisse der Einigungsstelle

Seit 10 Uhr warten zwischen 100 und 200 Panasonic Kollegen mit ihren Angehörigen auf Ergebnisse des heutigen Treffens der Einigungsstelle.

Nach einer kurzen Information haben bis auf den Betriebsratsvorsitzenden die anderen Betriebsräte die Verhandlungen verlassen. Es gab bis gegen 19:00 Uhr kein neues oder wesentlich erweitertes Angebot. Es wurde vom Richter zwar minimale Erhöhungen bei den Abfindungen ist Aussicht gestellt, für viele Kollegen ist dies jedoch keine Alternative, sie wollen

"Arbeit - kein Hartz IV!"




Bilderserie: Hüseyin Kurc vom Betriebsrat erklärt kurz den Stand der Verhandlungen

Mehrere hungerstreikende Kollegen, die wie die Esslinger Zeitug in einem heute erschienenen Artikel berichtet, in Lebensgefahr schweben, mußten notärztlich versorgt werden. Zeitweise waren am Vormittag neben dem ständig anwesenden Arzt vier Notarztwägen im Einsatz. Ein hungerstreikender Kollege wird heute abend am Herz operiert.

Mustafa wir wünschen Dir von Herzen gute Besserung!

Bilderserie: Dauereinsatz

Die Geschäftsleitung zeigt sich davon ungerührt: Die hungerstreikenden Kollegen müssen von ihren Kollegen zur mehreren hundert Meter entfernten Toilette geführt werden, obwohl wenige Meter hinter dem Tor 1 eine Toilette zur Verfügung steht.

Bilderserie: Beschämend.

Vielleicht befürchtet die Geschäftsleitung jedoch auch eventuelle Aktionen der Kollegen auf dem Werksgelände, da das Treffen der Einigungsstelle selber von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes "geschützt" wird.

Offenbar betrachtet Panasonic die "lieben Mitarbeiter" auch als datenschutzrechtliches Freiwild: So empfinden es jedenfalls viele Kollegen, deren persönliche Daten von Panasonic an die "Refugio" gegeben wurde, z.B. Name, Adresse, Geburtsdatum, und die Verdiensthöhe.

Die Kollegen wurden daraufhin von "Refugio" angeschrieben, daß sie in die Transfergesellschaft gehen sollen.

"Rechtlich" nicht zu beanstanden - wen wundert's ist doch Panasonic Gesellschafter der "Refugio". Das unterstreicht auch die Funktion der Transfergesellschaften, die dazu eingesetzt werden könnte, um den Widerstand der Kollegen zu brechen. Einige von ihnen haben berichtet, daß ihre Ehefrauen ihnen jetzt auch noch Druck machen, in die "Refugio" zu wechseln.

So haben auch am 20.6., also ein Tag nach der vereinbarten Frist für den Übertritt, sich noch Kollegen für den Wechsel in die "Refugio"entschieden.

Doch welche Aussichten auf Arbeit haben die Kollegen nach der Transfergesellschaft? Jeder, der die Augen vor der Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht verschlossen hat, kann sich das ausrechnen...

Maßlos enttäuscht sind viele der Kollegen von der IG Metall: Im Gegensatz zur bisher gezeigten Solidarität gewerkschaftlicher Vertrauenskörper, Betriebsräte, von Mitgliederversammlungen usw. steht sich die Esslinger Ortsverwaltung in der Kritik der Kollegen. Wie schon bei der gestrigen Kundgebung zeigte auch bei dieser Aktion der Kollegen die örtliche IG Metall den Kollegen die kalte Schulter.

Auch wenn es in der Sache durchaus Meinungsverschiedenheiten geben mag ist das keine Art, wie eine Gewerkschaft mit Widersprüchen innerhalb ihrer eigenen Reihen umgehen darf. Das nutzt nur den Unternehmern, die sich über Berichte darüber, daß die Kollegen aus der IG Metall austreten wollen - die Hände reiben.

Einige Kollegen wollte für das heutige Treffen bei der Ortsverwaltung eine Lautsprecheranlage ausleihen, diese ist jedoch "defekt".

Fotoreportage von der Solidaritätskundgebung mit den Panasonic Kollegen

Zwischen 30 bis 50 Dauerteilnehmer - angesichts der Bedeutung des Kampfes der Panasonic Kollegen zu wenige - fanden heute den Weg zum Kundgebungsort am Postmichelbrunnen in Esslingen. Deutlich mehr Menschen blieben allerdings mehr oder weniger lange stehen um den Rednern und den Kulturbeiträgen zuzuhören oder sich in Gesprächen mit den betroffenen Kollegen zu informieren.

Trotz der großen Anstrengung waren einige der hungerstreikenden Kollegen der Mahnwache zur Kundgebung gekommen. Inzwischen wurden 6 der Kollegen ins Krankenhaus eingeliefert, momentan ist ein Kollege noch in stationärer Behandlung.

Bilderserie zur Kundgebung zu Panasonic in Esslingen: Hungerstreikende

Für Empörung sorgte die Information durch Vertreter des Pansonic Betriebsrates, daß sich beim gestrigen Gespräch im Wirtschaftsministerium auf Seiten der Landesregierung wie auch auf Seiten Panasonic überhaupt nichts getan hätte.

Die Kollegen sollen eben in die Transfergesellschaft gehen.

Der Esslinger Oberbürgermeister glänzte - wie auch der Gemeinderat bis auf Dilek Hüsniye Toy, Gemeinderätin von FÜR (Fortschrittlich - Überparteilich - Rege) Esslingen - durch Abwesenheit.

Bilderserie zur Kundgebung zu Panasonic in Esslingen: Redner


Die Kollegen wendeten sich in mehreren Beiträgen gegen die in verschiedenen Medien penetrant wiederholte Berichterstattung, ihnen ginge es nur um höhere Abfindungen:

"Wir wollen Arbeit, nicht Hartz IV!"

Leider zeigte auch bei dieser Aktion der Kollegen die örtliche IG Metall den Kollegen die kalte Schulter.

Auch wenn es in der Sache durchaus Meinungsverschiedenheiten geben mag ist das keine Art, wie eine Gewerkschaft mit Widersprüchen innerhalb ihrer eigenen Reihen umgehen darf. Das nutzt nur den Unternehmern, die sich über Berichte darüber, daß die Kollegen aus der IG Metall austreten wollen - die Hände reiben.

Die Kollegen bitten für den morgigen Einigungsstellentermin ab 10:00 Uhr um Unterstützung vor dem Tor 1 und bei der Mahnwache.

1. Esslinger Friedensforum: Iran, Kongo, Völkerrecht und Auslandseinsätze der Bundeswehr

mit: Heike Hänsel (MdB, Linksfraktion) und Florian Pfaff (Major der Bundeswehr)


Veranstalter:
Rosa-Luxemburg-Forum Baden-Württemberg

Termin: 23.06.2006; 17:00 Uhr


Ort: Palmscher Bau, Innere Brücke 2, 73728 Esslingen

17:00 Uhr Begrüßung/Einleitungsreferat Thomas Mitsch (Kreisvorstand WASG Esslingen und Friedensaktivist)
17:15 Uhr Florian Pfaff (Major der Bundeswehr)
17:35 Uhr Heike Hänsel (MdB, Linksfraktion und Friedensaktivistin)
17:55 Uhr Diskussion -“ Moderation Alexander Schlager (Vorstand Rosa-Luxemburg-Forum Baden-Württemberg)


Iran

Kaum ein außenpolitisches Thema wird derzeit so kontrovers diskutiert wie das Atomprogramm des Iran und die Reaktionen hierauf durch verschiedene Staaten und internationale Organisationen wie die IAEA und die UNO. Und kaum ein anderes Thema beunruhigt die Menschen so, droht doch eine ähnliche Eskalation bis hin zum Krieg wie im Falle des Irak. Während der Iran auf seinem völkerrechtlich verbrieften Recht zur zivilen Nutzung der Atomenergie besteht, werfen andere ihm vor, an einem verdeckten Atomwaffenprogramm zu arbeiten und fordern Sanktionen.



Kongo
Am 1. Juni entschied der Bundestag, 780 deutsche Soldaten in den Kongo zu entsenden -“ mit der Begründung, die dort stattfindenden Wahlen absichern zu helfen.
Handelt es sich hierbei tatsächlich um einen Schritt, der die Demokratisierung des Kongo vorantreibt oder stecken nicht vielmehr andere Interessen dahinter?



Diese Frage, die zunehmende Militarisierung der deutschen Außenpolitik und Alternativen hierzu sowie die Rolle des Völkerrechts und internationaler Organisationen wie der UNO in den internationalen Beziehungen, diskutieren Heike Hänsel (MdB, der Linksfraktion) und Florian Pfaff (Major der Bundeswehr), der durch die Verweigerung völkerrechtswidriger Befehle im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg bekannt geworden ist.



Das Friedensforum wird unterstützt von: Attac, Ver.di, IG-Metall, Mehr Demokratie e.V., DKP, VVN, Vereinsgaststätte SV 1845

Panasonic: Neue Protestkundgebung am 21.06.

Die "Rote Fahne News" berichtete gestern:
Panasonic: Neue Protestkudngebung am 21.07.Esslingen (Korrespondenz) 20.06.06: Am Montag lief das Ultimatum zum Eintritt in die Beschäftigungsgesellschaft ab. Laut einem Bericht der Esslinger Zeitung haben 180 Kollegen unterschrieben. Das ist knapp ein Drittel und weniger als der Anteil der Anteil der Angestellten an den Beschäftigten. Dies bestätigt nochmals in der Praxis die Abstimmung unter den IGM- Mitgliedern, die die IGM aufgefordert hatte, nicht mehr über die Transfergesellschaft zu verhandeln. Der IGM-Ortsvorstand Esslingen bezeichnete das Angebot nochmals als “fair-, während die Betriebsratsspitze darauf orientiert, dass die Firma den Topf für den Sozialplan von 14 Millionen auf 29 Millionen Euro aufstocken soll.
Die Kollegen brauchen aber Arbeitsplätze. Die Tatsache, dass der baden- württembergische Wirtschaftsminister Pfisterer, IGM-Ortsvorstand und der Esslinger Oberbürgermeister Zieger mit dem Betriebsrat über die Perspektive verhandeln, zeigt dass ihnen der Kampf der Kollegen und die breite Solidarität in die Knochen gefahren sind. Dort soll über die vom Mutterkonzern Matsushita in Auftrag gegebene Studie zum Wirtschaftsstandort beraten werden. Wir nehmen auch das als Zeichen, dass das Eisen noch heiß ist.
Morgen, am Mittwoch, dem 21.6. findet um 17 Uhr im Esslinger Zentrum am Postmichelbrunnen eine Solidaritätskundgebung statt, auf der das ganze Spektrum aus Belegschaft und Unterstützern zu Wort kommen soll.

Panasonic: Nächster Einigungsstellentermin am 22. Juni 2006 10:00 Uhr

Nachdem bis gestern fast 180 Panasonic-Kollegen das "Angebot" angenommen haben, in die Transfergesellschaft Refugio zu wechseln, geht der Hungerstreik trotz Einlieferung von drei Kollegen ins Krankenhaus weiter. Die Panasonic Geschäftsleitung hatte mit 200 bis 300 Verträgen gerechnet.

Die Hungerstreikenden könnten demnächst Verstärkung bekommen, 30 - 40 weitere Kollegen wollen sich - ebenso wie eine Reihe von Ehefrauen- dem Hungerstreik anschließen.

Sie fordern in der nächsten Sitzung der Einigungsstelle am 22.6. um 10:00 weitere Zugeständnisse.

Auf der am 21.6. stattfindenden Kundgebung -siehe weiter unten auf dieser Seite - des Solikreis Panasonic gibt es ebenso wie auf der Seite des Betriebsrates Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren und Solidarität mit den Kollegen zu zeigen!!

Antifaschistische Vorlesung und Filmabend im KOMMA

Mittwoch, 28.06 - 19 Uhr im Komma Esslingen

Vortrag über Faschismus

Behandelt werden folgende Themen:

- Was ist Faschismus? -Definition
- Nationalsozialismus/Faschismus als aktuelle Gefahr?
- Nazis heute
- was existiert an regionalen Nazistrukturen
- was kann mensch gegen Nazis tun?

+ Film

eintritt : 1 euro + soli

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Zuletzt bearbeitet am 20.06.2006 20:32
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