trueten.de

»Ich vergesse nie ein Gesicht. Aber in Ihrem Fall mache ich gerne eine Ausnahme.« Julius Henry "Groucho" Marx

Heute: Demonstration in Berlin und Stuttgart gegen Verlängerung der Bundswehreinsätze in Afghanistan

Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan
Nein zur Verlängerung der Mandate für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan


Mit dem sieben Jahre andauernden Krieg in Afghanistan wurde keines der vorgeblichen Ziele erreicht. Im Gegenteil: Gewalt, Terror und Drogenhandel prägen den Alltag. In den meisten Regionen Afghanistans herrschen Warlords und Drogenbarone. Die Bevölkerung lebt in ständiger Angst und unter unwürdigen sozialen Bedingungen. Menschenrechte werden weiterhin mit Füßen getreten. Die Alphabetisierungsrate ist seit dem Einmarsch gesunken. Täglich sterben in Afghanistan 600 Kinder unter fünf Jahren. Alle 29 Minuten stirbt eine Frau bei der Geburt ihres Kindes. Die durchschnittliche Lebenserwartung ging zurück.


Weiter im Aufruf

80 Jahre Afghanistan und europäische Besatzungskultur

Der große König der Afghanen
Der sprach zu seinen Untertanen:
Ich hab das Abendland bereist,
Und bin ganz voll vom neuen Geist!
Wir müssen uns modernisieren,
Um mit der Welt zu konkurrieren!
Doch letzten Endes fehlt uns nur
Die europäische Kultur! (...)

Doch Amanullahs Bergbewohner
Verhauten die Kulturdragoner,
Die rings herum Afghanistan
Mit Zivilisation versahn.
Da wurde Amanullah wütig:
Die Bande wird zu übermütig!

Ich hab´s im Abendland studiert,
Wie man das Volk zivilisiert!
Drauf schickte er ein Heer Soldaten,
Und schoss mit Bomben und Granaten
Die Bergbewohner kurz und klein.
Nun werden sie wohl artig sein! (...)

Die armen Hirten dahingegen
Die wissen jetzt. Der Bombensegen,
Der da in ihre Hütten fuhr,
War europäischeKultur.

Erich Weinert, 1928 zitiert in "Zeitung gegen den Krieg"

Hände weg von unserem Bahnhof - Menschenkette am Samstag, 11.10.08, 14.30 Uhr, Nordausgang Bahnhof

Die geplante Zerstörung des Bahnhofs fordert eine Entscheidung heraus: Wie gehen wir mit unserer Stadt um? Es geht nicht nur um den Bonatz-Bau Hauptbahnhof; es geht um den Hauptbahnhof und seine Umgebung als einem der letzten stadtprägenden Ensemble. Es geht auch um die mit Stuttgart 21 geplante Zerstörung eines der am besten funktionierenden und pünktlichsten Großbahnhöfe Deutschlands.

Am 11. Oktober geht es um die Zukunft der Stadt und der Bahn.


Zur Bilderserie : Kundgebung gegen "Stuttgart 21" am 15.12.2007

Wir schützen den Bahnhof mit einer Menschenkette. Nach dem Motto: „Wir lassen Stuttgart 21 hochgehen- wollen wir 2.500 Luftballons steigen lassen. Bitte kommen Sie zahlreich und setzen Sie somit ein eindrückliches Zeichen -“ noch kann Stuttgart 21 gestoppt werden.

Samstag, 11. Oktober, 14,30 Uhr, Bahnhof Stuttgart, Nordausgang, vor der LBBW Abschlusskundgebung um ca. 15.15 Uhr


(Aus einer Rundmail)

Urlaubsgrüße

Gerne habe ich in der Urlaubszeit bisher meinen Briefkasten geöffnet. Denn in dieser Zeit finde ich nicht nur Rechnungen, sondern meist auch hübsche Postkarten von Freunden und Verwandten. Fernwehverursachende Strandidylle oder historische Sehenswürdigkeiten kann ich da bewundern.

Dieses "hübsche Motiv" jedoch, das uns heute erreicht hat, ist einfach nicht zu toppen.
Bin immer noch sprachlos.
Wer solche Freunde hat ....

Liebe Grüße aus den USA

Was mir heute wichtig erscheint #8

Aktion: Am Freitag, den 19. September, findet die bundesweite antifaschistische Demonstration gegen den sogenannten “Anti-Islam-Kongress- in der Kölner Innenstadt statt. Die Polizei rechnet laut Medienberichten am Wochenende mit bis zu 40.000 Gegendemonstranten und rund 1.500 Kongressteilnehmern. Unter dem Motto: “Fight the Game! Rassismus, Islamismus, Nationalismus und Kapitalismus bekämpfen!- rufen mehrere Antifa-Gruppen zur Teilnahme auf, darüber hinaus mobilisiert das Umsganze-Büdniss unter dem Slogan: “Paradies Now! Nationale und Religiöse Kollektive kippen!“. (Via) Siehe auch die Aktionsseiten "Queergestellt" und "Hingesetzt" sowie zu den Hintergründen der gegenwärtigen Serie außenpolitisch motivierter Großveranstaltungen rechtsextremer Prägung den Artikel von Hans Georg in der "Neue Rheinische Zeitung", Online-Flyer Nr. 163 vom 10.09.2008. Das LabourNet empfielt zur Mobilisierung: „Der Islam“ von Hagen Rether.


Angriff: Die bayerische Staatsregierung bereitet eine harte Beschneidung des Versammlungsrechts vor. Gewerkschaften, Parteien und Initiativen wollen das Gesetz stoppen. Eine umfassende Übersicht bei der "Linken unabhängigen Zeitung München"


Antiknastwochenende: Vom 26.-28. September wird in der Alten Meierei in Kiel ein Anti-Knast Wochenende unter dem Motto „No Prison!-No State!“ stattfinden. Neben in der Gefangenenarbeit aktiven Menschen sind auch auch "alle anderen interessierten bzw. aktiven Zusammenhänge und Einzelpersonen aus der autonomen anarchistischen und linksradikalen Bewegung aufgefordert sind sich über das Thema zu informieren und sich damit auseinander zusetzen." Neben Informationen von Antiknast Gruppen aus ganz Europa wird es Aktionen und eine große Soli-Party geben.


Keine Gnade: Georgia hat den U. S. Supreme Court aufgefordert, die für den 23. September geplante Hinrichtung von Troy Anthony Davis nicht zu verschieben. Dazu wurde eine Erwiderung verfaßt, in der der Staat sagt, daß Davis' Berufung jeder Grundlage entbehrt, so daß es keinen Grund für einen Aufschub gibt und diese Berufung auch nicht behandelt werden muss. Das kann sie auch nicht, da der Termin zur Anhörung auf den 29. September gelegt wurde. Unterstützt die Proteste in den USA, beispielsweise durch die Teilnahme an der Eilaktion bei Amnesty International!


"Akkumulation durch Enteignung":
Ein Vergleich der Lohnquoten und des Arbeitsvolumens veranschaulicht die eigentlichen Ziele der europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Zum Beitrag von Gerold Schwarz bei "Europa im Blick".

Studie zu Strategiepapieren der EU und NATO: "Weltweit nehmen gesellschaftliche Konflikte zu. Jüngste Unruhen wegen Nahrungsmittelpreisen, Proteste gegen steigende Energiepreise, die Klimakrise und eine zunehmende Sorge um Knappheit von Rohstoffen, aber auch immer weniger regulierbare und krisenhafte Finanzmärkte sorgen für ein Gefühl von Unsicherheit. Die G8-Staaten wollen diese Konflikte und die offenkundige Akkumulationskrise der globalen Weltwirtschaft durch marktorientierte Lösungen in den Griff bekommen, um dasWirtschaftswachstum wieder auf Kurs zu bringen. Unter Beschwörung der „Bekämpfung des Terrorismus“ wird eine fortschreitende Militarisierung vieler Lebensbereiche vollzogen. Mit neuen Kriegen öffnet sich der Kapitalismus Märkte, sichert Rohstoffe und ihre Transportwege.

Kapitalismus und Krieg bedingen einander; wer oder was nicht eingebunden und profitabel gemacht werden kann, wird bekämpft...

Für 2009 kündigen sich sicherheitspolitische Veränderungen an, deren Folgen derzeit kaum abzuschätzen sind."

Download der Studie zu den Strategiepapieren der „Future Group“ (zur zukünftigen EU-Innenpolitik) und von Militär-Strategen (zur „strategischen Neuausrichtung“ der NATO)  sowie den Vorschlag einer Kampagne gegen die EU.


Arac Attack: Von einer "Spinnen-Invasion in der HafenCity" in Hamburg berichtet "Bild" heute: "Bei den Investoren läuten die Alarmglocken!". Warum die Typen bei "BILD" mal wieder keine Ahnung haben liest man im "BILDblog".


Ölümünün 24. Yilinda - Yilmaz Güney: Im Einewelthaus in München gibt es anläßlich des 24. Todestags von Yilmaz Güney, dessen bekanntester Film "YOL" es heute leider nur noch selten in's Fernsehen oder in (kommunale) Kinos schafft, eine Veranstaltung.


Clownereien: Alle die Lust und Muße haben, eine andere Form des Aufstandes zu proben, dem politischen Zirkus ein Lachen entgegenzusetzen und ein CIRCA-Clown zu werden können dies beim "Basic rebel clown training"

Die tatsächliche Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Sojaschrot

Immer wieder ist in Landwirtschaftszeitungen das Argument zu lesen, dass der gegenwärtige Fleisch- und Milchbedarf nur mit Gentech-Fütterung gedeckt werden kann. Ein Argument, das es KritikerInnen des Agrogentechnik schwer macht. Dieser Behauptung widerspricht der Futtermittelhändler Joser Feilmeier von Zivil Courage, der aufgrund seiner Sachkenntnis als wichtige Stimme gilt:

Die tatsächliche Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Sojaschrot

Richtigstellung der Falschberichte in der Fachpresse

Die landwirtschaftliche Fachpresse berichtete in den vergangenen Monaten über die Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Sojaschrot. Diese Berichte waren derart falsch, dass es einer umfangreichen Richtigstellung bedarf. Führende Handelskonzerne bestimmen, dass die Fachpresse es so darstellen soll, wie sie es gerne hätten. Dafür werden dann wieder seitengroße Werbeanzeigen geschaltet.

Grundsätzlich die Frage: Soja im Futter -“ ja oder nein:
Das Gerede, „Soja ist nicht notwendig“, ist genau so richtig, wie falsch. Wenn der Verbraucher bereit ist, dem Landwirt den dreifachen Preis zu zahlen, können wir sofort auf frühere Wirtschaftsformen und Zuchtlinien zurückgreifen und auf Soja verzichten. Beim derzeitigen Stand der Technik, Preissystem und Tierlinien geht ein genereller Verzicht an der Realität vorbei und ist Träumerei. In der Milchviehhaltung und anderen extensiven Tierhaltungen kann Soja im unteren Leistungsbereich und spezieller Futterration komplett ersetzt werden. Bei Hochleistung, Schweinen und Geflügel, ist dies nicht möglich. Bleiben wir bei der Realität.

Zur Marktsituation der kommenden Jahre:

Es geht nicht um das, was „man irgendwo gehört hat“, sondern was ist tatsächlich am Markt: Brasilien hat 2008 offiziell 61,3 Mio. t Sojabohnen produziert. Der GVO-Anteil liegt dabei nach Marktexperten bei max. 55 % reine GVO- und Mischware. Dort wo keine Rückverfolgbarkeit gefordert und alles in die gleichen Warenströme läuft, werden im großen Stil kleine Mengen GVO-Bohnen zu natürlichen gemischt. Ab 0,9 % GVO-Anteil muss die Ware für den EU-Markt bereits als GVO gehandelt werden. Damit treibt man die Mengenzahlen nach oben und versucht zu dokumentieren, es gäbe nur noch GVO. Ursache hierfür ist, dass die Gesetzgeber bei „GVO-frei“ Kontrollen verlangen und bei „GVO“ die pauschale Angabe „kann GVO enthalten“ tolerieren. Die EU hat jetzt diese Kennzeichnung „nur zur Sicherheit“ durch die EU-Kennzeichnungs-VO 1829/2006 verboten.

Selbst bei 55 % maximalem GVO-Anteil bleiben in Brasilien ca. 27 Mio. t gentechnikfreie Sojabohnen. Nach derzeitigem Stand sind davon ca. 6 Mio. t zertifiziert nach Basler Kriterien (WWF und COOP), was eine garantierte Rückverfolgbarkeit, sozial- und umweltgerechte Produktion und Gentechnikfreiheit bedeutet. Die Hafenlager Nürnberg, Würzburg, Passau und Enns (und weitere) werden nur mit dieser Zertifikationsware beliefert.

Das Gerede mancher Personen, dass die Lkw´s so lange vor den Werkstoren anstehen und damit eine Vermischung mit GVO niemand mehr ausschließen kann, ist völlige Unkenntnis. Alle Lkw-Ladungen werden vor den jeweiligen Werkstoren auf GVO-frei untersucht. Wird GVO über 0,1 % festgestellt, wird der Lkw gar nicht erst auf das Gelände gelassen und muss zu anderen Ölmühlen fahren, die noch GVO verarbeiten. Die Fahrer passen sehr wohl auf ihre Ladung auf, sonst warten sie stunden- oder tagelang umsonst. Zudem erhalten die Farmer ein Produktions-Aufgeld für gentechnikfrei, weshalb sie die getrennte Lagerung und den Transport absichern. CERTID, SGS, usw. kontrollieren sehr streng und dokumentieren dies vom Saatkorn bis zum letzten Umschlag bei uns. Rückverfolgbarkeitstests zeigen, dass das System funktioniert.

Gentechnikfreie Sojabohnen bringen nachweislich höhere Erträge für den Farmer und weniger Pestizideinsatz (Quelle Prof. Andrioli Brasilien und weitere). Deshalb stellen viele Farmer wieder auf GVO-frei um (ist bei alten RR-Sojasorten noch möglich, da Selbstbestäuber). Viele Handelskonzerne versuchen nur die Faktenlage anders darzustellen, um künftig einheitliche Warenströme zu sichern. Dies erhöht deren Gewinn und sichert langfristig Lizenzgebühren und Monopolabwicklung. Wer als Landwirt meint, er kauft GVO-Soja, weil dieser billiger ist, denkt sehr kurzsichtig. Wenn dies alle so machen, wird GVO-frei verschwinden. Dann gibt es nur noch lizenzierte GVO-Ware, die dann zu beliebigen Preisen der Konzerne abgegeben wird. GVO-freie Sojabohnen unterliegen keinem Handelszwang und damit sichern nur sie, dass am Markt noch Angebot und Nachfrage regiert. Wenn es nur noch GVO gibt, ist es vorbei mit billig!!! Das sollte jedem bewusst sein. GVO-frei hat mehr Inhaltswerte und ist wissenschaftlich bestätigt höher verwertbar. Die Aussage „GVO-frei sei teuerer als GVO“ ist völlig falsch.

Der vielfach dargestellte Engpass bei Sojaschrot, wenn in Europa die neuen Sojasorten von Monsanto nicht zugelassen werden, ist Unsinn und nur reine Handelspropaganda der Gensojagiganten. Erstens wird dieser neue Soja vorerst nur in den USA im Probeanbau versucht und zweitens ist kein einziger Tierhalter in ganz Europa darauf angewiesen, diese Sojaart zu kaufen. Auf Jahre hin wird es aus Brasilien und Indien keine neuen Sojavarianten geben, da Brasilien auch sein mehrjähriges Zulassungsverfahren hat und Indien sowieso keine Gensoja anbaut. Das Weltangebot an Soja wird nach Planung im nächsten Jahr kontinuierlich um einige Prozent wachsen. Dabei wächst GVO auf gerodeten Urwaldflächen und GVO-frei-Basler-Kriterien-Soja auf fruchtfolgemäßigem Ackerland. Das Verhältnis von GVO zu GVO-frei wird nach Marktexperten auch 2009 gleich bleiben. Wenn die Soja-Handelskonzerne sorgsam ihre Warenströme trennen und sichern, muss keiner befürchten, dass ihre Schiffe in Europa nicht entladen werden. Diese Thematik wäre so, als wenn z. B. bei der Milch auch Spuren von Antibiotika oder verbotene Substanzen zugelassen wären, weil sonst der Landwirt so sorgsam arbeiten müsste - undenkbar, weil es gesundheitsgefährlich wäre und Landwirte keine Lobby haben!!! Landwirte sollen von Ihren Lieferanten nur rückstandsfreien Soja verlangen!

Zur allgemeinen Verfügbarkeit von GVO-freiem Sojaschrot oder Sojaöl:

Alle EU-Staaten brauchen pro Jahr etwa 32 -“ 36 Mio. t Sojabohnen (Öl und Schrot zusammen). Europa bezieht nicht nur aus Übersee, sondern auch viele GVO-freie Ware aus Indien (!!), China (!!) und jetzt auch aus Osteuropa. Dort entsteht ein großes Anbaugebiet für GVO-freie Sojabohnen nach Basler Kriterien. In diesem Jahr wachsen hier bereits etwa 70.000 ha. Nach derzeitigem Marktstand errechnet sich ein max. Bedarf aus Übersee von etwa 22-“30 Mio. t im Jahr. Brasilien alleine produziert 27 Mio. t absolut GVO-frei. Egal was manche konzernabhängige Marktteilnehmer noch sooft verkünden, ist es ausgeschlossen, dass aus Europa eine Nachfrage nach GVO-freien Sojabohnen kommen würde, die allein Brasilien nicht erfüllen könnte. Paraguay und andere Staaten bieten aber auch reichlich GVO-frei an.

Die Behauptung, dass die Tiere verhungern, wenn diese neuen Gensojasorten von Monsanto nicht zugelassen werden, ist reine „Bauernverdummung“ . Wenn dann die GVO-Ware tatsächlich zuwenig würde, stellen wir alles auf GVO-frei um. Hier bedarf es keiner Zulassung und keiner Beschränkung und nebenbei verschwinden Krankheiten und die Verbraucher bekommen gesunde Lebensmittel. So einfach ist der Markt, wenn man bei der Wahrheit bleibt.

Auch das Gerede, „dann würde der Preis für Soja noch weiter steigen“ , ist völlig absurd. Vielleicht haben es diese Personen schon gemerkt, dass aktuell der Sojapreis wieder gefallen ist, obwohl sich die Anteile von GVO-Sorten nicht verändert haben. Selbst wenn bestimmte Schiffsladungen Soja, die durch fehlende Sorgsamkeit der Händler, nicht nach Europa kommen dürfen, ist die Ware trotzdem am Weltmarkt da. Dann wird sie in andere Länder geliefert. Der Preis richtet sich bekanntlich nach Warenmengen und Bedarf weltweit. Es würde dann hier nur eine Verschiebung stattfinden. Anders wäre es, wenn ein Engpass entstehen würde. Dies ist aber nach obigen Fakten völlig ausgeschlossen. Vielmehr geht es darum, dass große Handelsriesen nur „Monsanto-Soja“ handeln. Diese könnten dann Umsatzeinbrüche haben. Andere Händler gleichen dies aber freudestrahlend aus. Die Tiere brauchen bestimmt nicht hungern, „eher die Konzernchefs dieser Handelsriesen“.

Besonders absurd ist es, dass die Spitze des Bauernverbandes und des Raiffeisenverbandes sich dafür einsetzen, dass die bisher nicht zugelassenen neuen Sojasorten unverzüglich freigegeben werden. Es geht hier rein um Geschäftsinteressen und gegenseitige Unterstützung. Im Verband „FNL“ (www.fnl.de) sind alle führenden Handelsriesen und Agrarkonzerne vereint, die an der Landwirtschaft verdienen. Beim Kaffeekränzchen erörtert man, wie sich Umsatz, Rendite und Aktienkurse steigern lassen. Der FNL-Präsident ist zugleich Präsident des Bauernverbandes, womit die Umsetzung erleichtert wird.

Trotz aller intensiven Gegenbemühungen der Konzerne, DBV, DRV und mancher „gekaufter“ Politiker zeigt sich weltweit eine unvorstellbare Nachfrage nach GVO-freien Sojabohnen. Um dies besser koordinieren zu können, wurde erst Mitte August 2008 in Brasilien ein neuer Verband mit gentechnikfreien Produzenten gegründet. Hier haben sich Ölmühlen und große Genossenschaften des Landes zusammengeschlossen, die nur GVO-freie Bohnen verarbeiten. Vor allem die weltweit steigende Nachfrage nach GVO-freiem Sojaöl für die Lebensmittelbranche drängte zur Gründung des Verbandes. Niemals wird man in Europa GVO-Sojaöl in Lebensmitteln verwenden können, weil es der Verbraucher ablehnt. Es gibt aber keine Sojabohnen, die GVO-freies Öl und zugleich GVO-Schrot liefern. Es wird also immer GVO-freien Sojaschrot geben.

Bericht im Bayer. Landwirtschaftlichen Wochenblatt über die Verfügbarkeit:

Ein Landwirt (Kreisobmann des Bauernverbandes) erzählte, dass er in Brasilien war und sich die Sachlage aus erster Quelle angesehen hat. So wird es auch sonst sehr oft behauptet. Grundsätzlich sei einmal folgendes festzustellen: Ein wichtiger Bundesstaat mit Sojaanbau in Brasilien ist Paraná. Paraná ist etwa 6 Mal so groß wie Deutschland. Paraná ist aber auch einer der kleineren Staaten in Brasilien. Dann erzählen Leute, sie waren einige Tage in Brasilien und können jetzt genau sagen, wie es dort läuft.

Zitat eines Weltmarktexperten für Soja: „Wer Brasilien besucht, sieht viele Sojafelder. GVO und GVO-frei sehen optisch gleich aus. Das Betreten ist immer nur im Wohlwollen der Eigentümer möglich. Was diese den Besuchern erzählen, müssen sie glauben“. Erst wenn die Ware geerntet wird, outet sich der Farmer und verkauft oder liefert die Ware dorthin ab, wohin sie gedacht ist. Erst hier treten die tatsächlichen Zahlen ans Licht. Bleiben wir bei der Realität.

Was sagt der Lebensmittelhandel:

Betrachtet man die internen Verhandlungen der Lebensmittelbranche, wird es für Betriebe, die noch mit GVO-Futtermitteln erzeugen, bald kritisch. Pioniere haben bereits vor Jahren auf gentechnikfrei umgestellt und können jetzt mit der neuen gesetzlichen Grundlage ihre Produkte als „Ohne Gentechnik“ ausloben. Täglich kommen weitere Verarbeiter hinzu. Die Masse der Landwirte ist eindeutig bereit, gesund, gentechnikfrei und damit verbraucherfreundlich zu erzeugen. Auch viele Mischfutterwerke haben die Zeichen der Zeit erkannt. Der Markt wird sich drehen, und zwar bald und gewaltig.

Der Markt steuert unaufhaltsam auf 3 Handelslinien zu:
• Als Massenware wird es weiterhin billige, mit Genfutter erzeugte konventionelle Nahrungsmittel geben. Somit haben die Handelskonzerne weiterhin ihre Lockangebote, erzeugt von „Nur-billig-und-Masse-denkenden Bauern“. Wer nur an Masse denkt und jeden Erzeugerpreis akzeptiert, liefert den Konzernen diese lukrativen Lockangebote.
• Daneben ein etwas höherpreisliches Qualitätssortiment, doch preisgünstiger als BIO, gentechnikfrei. Diese Linie ist fern aller Lockkonditionen und Preis-Werbeanzeigen und sichert dem Landwirt das nötige Einkommen. Dafür liefert er die beste Qualität.
• Und weiterhin ein hochpreisliches BIO. BIO muss höherpreislich bleiben, weil die Produktion auch viel mehr kostet.
Beispiele für dieses neue System gibt es bereits genug. Leider haben viele Marktteilnehmer noch nicht verstanden, dass letztendlich der Verbraucher beim Einkauf entscheidet.

Zusammenfassung - Wo gibt es gentechnikfreien Sojaschrot?

Fakt ist:
Alle Händler, Hersteller und Verarbeiter können täglich jede gewünschte Menge GVO-freien Soja kaufen und sofort erhalten. Fast jeder Händler bekommt täglich oder wöchentlich die aktuellen Preisnotierungen des Großhandels mit umfangreichen Angeboten für GVO-freien Soja. Die Belieferung ist flächendeckend in ganz Deutschland, Österreich und Schweiz ganzjährig und jederzeit gesichert. Wenn ein Händler sagt, die Ware gibt es nicht, belügt er bewusst den Landwirt. Der Landwirt soll dann baldmöglichst den Lieferanten wechseln, weil es sein kann, dass er sonst künftig seine Erzeugnisse nicht mehr verkaufen kann.

Bitte senden Sie keine Preisanfragen an Zivilcourage . Dafür können Sie von uns jederzeit Unterstützung anfordern. Unsere Aufgabe ist es nur, Landwirten, Verbrauchern und Vermarktern gesunde Produkte zu erhalten und eine freie Zukunft für uns alle zu sichern.

ACHTUNG bei Sojaeinkauf

Immer wieder werde ich angerufen, ob es sein kann, dass zwischen GVO (= genverändertem Soja) und GVO-frei (= gentechnikfreiem Soja) ein so hoher Preisunterschied ist.

Bitte zuerst nachfragen, was genau eingekauft oder nachgefragt wird:
• Es gibt leider viele Lagerhäuser, die dem Landwirt einreden, sie haben nur Hochprozent-Soja und verkaufen dann einen schalenreichen Normalschrot-44/7. Bei der Nachfrage heißt es dann, dass der Soja sowieso ein Hochprozent ist und sie immer nur beste Ware verkaufen.
• Solche Angaben, auch wenn es einige nicht gerne hören, sind Irreführungen. Hochprozent-Soja beginnt erst bei 46 % Protein. Alles was darunter liegt ist laut Futtermittelverordnung ein ganz normaler schalenreicher „Normalschrot“.
• Selbstverständlich kann dieser Soja auch hohe Eiweißgehalte haben, jedoch immer weniger als ein HP. Der Wert 44 bedeutet aber nicht den Proteingehalt, sondern den Wert Protein + Fett („ProFett“). Dabei schwankt der Proteingehalt beim Normalschrot zwischen 34 und 43 % je nach Schalenanteil. GVO-freier HP 48 hat einen „ProFett“ von mind. 48 % (46% Protein +2 % Sojaöl) + die naturgewachsene Rohfaser.
• Ein Preisunterschied von mehr als 5 € von GVO-Normalschrot zu GVO-frei-HP-48 sind nicht reell. Bei HP-GVO zu HP-GVO-frei max. 3 ( -4 ) €. Das zeigen Preisvergleiche von Einkaufsgemeinschaften. Die höheren Inhaltswerte von GVO-frei-HP-48 lesen Sie auf einem anderen Infoblatt. Die höheren Kosten von HP-48-GVO-frei zu Normalschrot GVO-haltig werden weitestgehend durch die höheren Eiweißgehalte ausgeglichen. Hinzu kommt, dass GVO-Soja eine schlechtere Eiweißverwertbarkeit hat (japanische wissenschaftliche Studien belegen dies). Um die gleiche Verwertbarkeit zu erlangen, müsste GVO-Soja mind. 25 Min. bei 220 °C getoastet werden. Das macht jedoch keine Ölmühle. Deren normale Erhitzung dauert 10 Min. bei 100°C (= Vorgabe für GVO-frei)

Weitere Infoblätter zum Soja:
Gentechnikfreie Lebensmittelproduktion kann starten
We feed the world
Gentechnikfreier Soja ist nicht teuerer
Wissenschaftlich belegt -“ gentechnikfrei ist höher verwertbar
Beispiele von Tierkrankheiten aufgrund von GVO-Soja
Soja ist nicht Soja - HP-48 statt normalem Soja

Zivilcourage wird künftig im Internet die Händler nennen, die nur gentechnikfreie Futtermittel anbieten. Dies sind die Partner der freien Bauern. Auf Wunsch erhalten Sie von uns auch per Mail oder Fax eine Liste der Händler und Hersteller.

Alle angegebenen Zahlen und Daten stammen von Marktexperten und liegen im Original vor.

Information Zivilcourage -“ Markt/Futtermittel / Feilmeier Josef (Int.Exp.-Gr. Futtermittel) www.zivilcourage.ro feilmeier@zivil-courage.info
Wir unterstützen Händler, Hersteller und Verarbeiter mit Infos und Vorträgen. Wir geben Ihnen Markttipps und zeigen Einkaufwege auf.
Jeder ist und hat „Zivilcourage“ - Arbeitsgemeinschaft freie Bürger und Bauern - Rufen Sie Ihren Landkreis zur gentechnikfreien Region aus!

Unterschriftensammlung und offener Brief gegen die Verfolgung ehemaliger jüdischer Partisanen in Litauen

Letzten Sonntag hatte wir hier über den Skandal mit der Generalstaatsanwaltschaft der zur "Europäischen Kulturhauptstadt 2009" ernannten litauischen Hauptstadt Vilnius berichtet. Diese ermittelt gegen jüdische Anti-Nazi-Partisanen wegen Kriegsverbrechen, die diese angeblich begangen haben sollen. Ultrarechte Medien beschimpfen die Überlebenden der Shoa als "Terroristen" und "Verbrecher".

Der "Berliner Arbeitskreis Konfrontationen" hat seit einiger Zeit einen mit einer Unterschriftensammlung verbundenen offenen Brief veröffentlicht, mit dem die Einstellung der Ermittlungen gegen ehemalige jüdische Partisanen in Litauen gefordert wird. Gesamelt wird noch bis zum 28. September. Der Brief und die Liste werden dann dem litauischen Botschafter in Berlin, dem deutschen Botschafter in Litauen und dem Europaparlament zugesendet.

Weitere Hintergründe hatte Burkhard Schröder in einem Beitrag bei telepolis und einem Nachtrag in seinem Blog verfasst. Siehe auch:

• Peter Nowak in Neues Deutschland: "Litauens Justiz macht Jagd auf Partisanen"
• Beitrag von Robert B. Fishman in Die Jüdische: "Hauptstadt des Rassismus"
• Beitrag von Frank Brendle: "Nazigegner verfolgt"
Offener Brief von Tobijas Jafetas (Union of Former Ghetto and Concentration Camp Prisoners) und Dr. Simonas Alperavicius (Lithuanian Jewish Community)

Via Ostblog / Antifa Frankfurt
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Zuletzt bearbeitet am 17.09.2008 18:49

EOS 5D MKII: Jubel, Trubel und einige lange Gesichter

Nun ist es raus, Canon hat kurz vor dem Mittagessen die Eckdaten der neuen 21 Megapixel DSLR EOS 5D MK II herausgelassen. Keine 10 Minuten später ist die entsprechende Abteilung im dforum kaum noch lesbar 8-)

Siehe auch:
Bericht bei dpreview mit Beispielfotos und Videos, die mit der HD Videofähigen Kamera gemacht wurden.

Was mir heute wichtig erscheint #7

Entdinglichung dokumentiert ein Kampagnen-Update von der Homepage des internationalen LehrerInnengewerkschaftsdachverbandes Education International (EI) zum Fall des auf Grund des Vorwurfes der Mitgliedschaft in dersowohl im Iran wie auch in der BRD illegalen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zum Tode verurteilten kurdischen Lehrers, Journalisten, Gewerkschafts- und Menschenrechtsaktivisten Farzad Kamangar.


Hinrichtung: In Georgia wurde Jack Alderman hingerichtet. Der 57 jährige Alderman saß 34 Jahre in der Todeszelle, länger als jeder andere Gefangene. Er wurde um Dienstag um 7:25 für tot erklärt, nachdem er mit der Giftspritze hingerichtet wurde. Alderman wurde für den 1974 begangenen Mord an seiner Frau für schuldig befunden. Gegen die drohende Hinrichtung von Troy Anthony Davis am 23. September gibt es neben zahlreichen Protesten vor Ort auch die Möglichkeit, eine Eilaktion bei Amnesty International zu unterstützen. Wozu wir unsere Leser ausdrücklich aufrufen.


Billig: In Deutschland wird länger als im EU-Durchschnitt gearbeitet, während die Löhne geringer steigen und die Zahl der Arbeitsplätze nicht mehr als durchschnittlich wuchs...


"Anti-Islam-Kongress" und Gegenaktivitäten: Für das Wochenende vom 19. bis 21. September 2008 lädt die extrem rechte Bürgerbewegung pro Köln die europäische Rechte zu einem "Anti-Islamisierungskongress" nach Köln ein. Erwartet werden nicht nur "Patriotische Gäste" aus der BRD, wie Harald Neubauer (Herausgeber der neurechten Zeitschrift Nation und Europa) oder der Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche (ehem. CDU), sondern auch VertreterInnen rechtspopulistischer und rassistischer Gruppierungen aus ganz Europa. Jean-Marie Le Pen vom französischen Front National (FN), die Lega Nord aus Italien, die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), Vlaams Belang aus Belgien, Die Freiheitlichen aus Südtirol sowie extreme Rechte aus dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn usw. haben ihre Teilnahme zugesichert. Es ist mit 1000 Kongressgästen zu rechnen.(...)
Ein ausführliches Dossier mit Hinweisen zu hoffentlich erfolgreichen Gegenaktivitäten


Manipulation I: Bildungsfernsehen zum Wochenende gibt es bei Elementarteile und die Frage: Wie werden wir in Kriegszeiten manipuiliert?


Manipulation II: "Das Deutsche Atomforum macht eine neue heftige und sehr subtile Werbekampagne. So wird auf wichtigen Internetseiten (z.B. Spiegel Online) Werbung mit "Energiefragen" geschaltet. Wenn man draufklickt landet man auf einer Seite des Atomforums, die die ganze aktuelle Propaganda nur scheinbar "neutral" rüberbringt.

Auf der Seite gibt es auch ein "Meinungsbarometer". Bislang hat sich auf der Werbeseite der Atomlobby eine eindeutige Mehrheit gegen Kernenergie ausgesprochen."

Via www.castor.de / redblog


Kein Zutritt: Es gibt laut Bayerischem Verwaltungsgerichtshof kein "allgemeines voraussetzungsloses Anwesenheitsrecht der Polizei bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen". "Fast zwei Jahre, nachdem sich zwei Zivilbeamte Zutritt zu einer Antifa-Veranstaltung im Münchner "EineWeltHaus" verschaffen wollten, verurteilte der Verwaltungsgerichtshof am 15. Juli 2008  - zwei Tage vor Verabschiedung des des bayerischen Versammlungsgesetzes - diesen Einsatz. Das Urteil liegt jetzt schriftlich vor und spricht deutliche Worte. Das - bisher und noch bis 01. Oktober geltende - Versammlungsrecht rechtfertige weder den voraussetzungslosen Einsatz von verdeckten BeamtInnen bei öffentlichen Versammlungen, noch das Anfertigen von Tonaufnahmen. Das neue bayerische Versammlungsgesetz dürfte an diesen Grundsätzen nur zum Teil etwas ändern." Weiterlesen bei luzi-m


Die Büchse der Pandora: Schanzenviertelfest, runde Tische und Krawallambiente: In Folge des diesjährigen Schanzenfestes, hat der Hamburger Innensenator Alhaus angekündigt, das Strassenfest im Schanzenviertel zukünftig verhindern zu wollen. Um dieser Gewaltandrohung einen Hauch von Legitimität zu verleihen wurde zusätzlich angekündigt, einen sogenanannten „runden Tisch“ aus Parteien, Polizei und Behörden einzurichten, der noch um vermeintliche Initiativen aus dem Viertel erweitert werden soll. Die Zielsetzung dieses runden Tisches ist es anstatt des traditionellen Schanzenfestes -welches im nächsten Jahr zum 21. mal stattfinden wird- ein behördlich genehmigungsfähiges Einerlei in die Welt zu setzen.
Wir wenden uns gegen den Versuch, ein unverwechselbares, weil mit Eigenleben gefülltes Fest durch massenkonforme Dosenware mit Unbedenklichkeitszertifikat der Innenbehörde zu ersetzen. Es gibt genügend Hafengeburtstage und Alstervergnügen in dieser Stadt. Es gibt zu viele unnötige Auflagen und hirnverbrannte Vorschriften, die in hohen Standgebühren münden, zu viele todlangweilige Straßenfeste die von professionellen Ständen und Markenlogos überschwemmt werden.
Zum Beitrag der "autonome im viertel" auf IndyMedia

Ärzte Demo: Die "Freie Ärzteschaft ruft auf, am 19.9.2008 in Berlin gegen die fatale Ausrichtung der Gesundheitspolitik und für den Erhalt der wohnortnahen Versorgung durch Haus- und Facharzt zu demonstrieren: "Durch das GKV-WSG ist die Umstrukturierung der Gesundheitsversorgung geplant. Damit wird Konzernen ermöglicht, innerhalb weniger Jahre die ambulante und stationäre Versorgung im Sinne einer Gesamtversorgung zu übernehmen. Flächendeckend werden Krankenhäuser aufgekauft und an den Kliniken medizinische Versorgungszentren - auch mit öffentlichen Geldern - finanziert.

Im Rahmen der Unterfinanzierung ist die Übernahme durch Konzerne nur eine Frage der Zeit. Danach wird die Gesundheitsversorgung teuer und eine menschliche Medizin, wie wir sie in Deutschland in unseren Praxen bis heute kennen, wird zum Auslaufmodell."

Neuerscheinung: Broschüre zum NATO Krieg in Afghanistan

Titelseite
Eine in diesen Tagen erschienene 20seitige Broschüre1 soll Hintergrundinformationen zum Krieg in Afghanistan liefern und mit der Propaganda des "humanitären Krieges" aufräumen. Sie ist kostenlos bundesweit in verschiedenen Infoläden und linken Zentren erhältlich. Sie kann bei der "Revolutionären Perspektive Berlin" oder bei der "Revolutionären Aktion Stuttgart" bestellt werden.
Die Broschüre besteht aus folgenden Artikeln:

SIEBEN JAHRE TOD UND ZERSTÖRUNG IN AFGHANISTAN
Darstellung der Situation in Afghanistan unter der Besatzung, der Lebensbedingungen der Bevölkerung und der Kriegseinsätze der Nato. Außerdem wird unter anderem auf die zivil-militärische Zusammenarbeit, die mit den Besatzern kollaborierenden Kräfte und die Taliban eingegangen.

KURZE ZEITREISE DURCH DIE AFGHANISCHE GESCHICHTE
Ein Überblick der Geschichte Afghanistans, die von Kriegen geprägt ist, soll in diesem Beitrag gegeben werden. Koloniale Unterdrückung, demokratische Entwicklung, Einmischung der USA, Erstarken der islamistischen Gruppen, Einmarsch der Sowjetunion und die aktuelle Besatzung werden thematisiert.

KAPITALISMUS BEDEUTET KRIEG
Der Artikel versucht aufzuzeigen, weshalb die Nato-Staaten Krieg führen, inwiefern militärische Aggression und wirtschaftliche Interessen zusammenhängen und warum es trotz der Zusammenarbeit der führenden kapitalistischen Staaten auch Widersprüche unter ihnen gibt.

ZUSAMMEN KÄMPFEN GEGEN KRIEG UND BESATZUNG
Zum Schluss wollen wir aufzeigen, warum es wichtig ist sich an Aktionen gegen den Krieg zu beteiligen, welche Positionierung zu Krieg, Besatzung und Widerstand wir für richtig halten und warum eine Perspektive jenseits des Kapitalismus entwickelt und erkämpft werden muss.

AUSSERDEM:
• Ein Aufruf zur Solidarität mit den drei in Berlin angeklagten Antimilitaristen.
• Ein Hinweis auf die Mobilisierungen gegen die Nato-Treffen im Februar und April nächsten Jahres.
... und mehr.

1 Über einen Absatz gab es zwischen den herausgebenden Gruppen Differenzen - eine Erklärung der "Revolutionären Aktion Stuttgart" dazu und die Broschüre als PDF sind hier zu finden.


Siehe auch:
"Revolutionäre Aktion Stuttgart"
"Revolutionäre Perspektive Berlin"

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