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»L’autorité , voilà donc quelle a été la première idée sociale du genre humain. Et la seconde a été de travailler immédiatement à l’abolition de l’autorité, [...]« Pierre Joseph Proudhon

Nicht gedacht soll ihrer werden



Theodor W. Adorno (vorne rechts) mit Max Horkheimer (links) und Jürgen Habermas (hinten rechts) in Heidelberg, 1964

Foto: Jeremy J. Shapiro / CC-BY-SA-3.0

Das Vorleben des Emigranten wird bekanntlich annulliert. Früher war es der Steckbrief, heute ist es die geistige Erfahrung, die für nicht transferierbar und schlechterdings artfremd erklärt wird. Was nicht verdinglicht ist, sich zählen und messen läßt, fällt aus. Nicht genug damit aber erstreckt sich die Verdinglichung selbst auf ihren eigenen Gegensatz, das nicht unmittelbar zu aktualisierende Leben; was immer bloß als Gedanke und Erinnerung fortlebt. Dafür haben sie eine eigene Rubrik erfunden. Sie heißt "Hintergrund" und erscheint als Appendix der Fragebogen, nach Geschlecht, Alter und Beruf. Das geschändete Leben wird auch noch auf dem Triumphauto der vereinigten Statistiker mitgeschleppt, und selbst das Vergangene ist nicht mehr sicher vor der Gegenwart, die es nochmals dem Vergessen weiht, indem sie es erinnert.

Theodor W. Adorno, Minima Moralia -“ Reflexionen aus dem beschädigten Leben hier als PDF - 513 kB

Blogkino: Behold a pale Horse (1964)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "Behold a pale Horse", die Verfilmung von Emeric Pressburgers Roman "Komm nicht nach Pamplona" (Killing a Mouse on Sunday, 1961) durch Fred Zinnemann, der lose auf dem Leben des spanischen Anarchisten Francesc Sabaté Llopart basiert: "Zwanzig Jahre nach dem Ende des Spanischen Bürgerkriegs kommt der Junge Paco Dages aus San Martin in Spanien nach Pau, um dort einen Kampfgenossen seines kürzlich getöteten Vaters, den ehemaligen Guerillaführer Manuel Artiguez, zu überreden, nach San Martin zurückzukehren und den Guardia-Civil-Capitan Viñolas zu töten, der den Vater ermordet hat. Artiguez lehnt dies rundheraus ab, nimmt aber später wieder Kontakt zu Paco auf und befragt ihn über die örtlichen Verhältnisse, als er erfährt, dass seine Mutter Pilar im Krankenhaus von San Martin im Sterben liegt. Viñolas rechnet damit, dass Artiguez seine Mutter besuchen wird, und stellt ihm eine Falle, indem er das Krankenhaus unauffällig weiträumig umstellt. Die Falle steht bereit, doch die Mutter stirbt, ohne dass Artiguez aufgetaucht ist. Viñolas beschließt, den Tod Pilars geheim zu halten, und schickt seinen Informanten Carlos zu Artiguez, um ihn doch noch von einem Besuch zu überzeugen... "

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Zuletzt bearbeitet am 02.01.2019 08:29
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