© Jarek Kwiecinski und Andrew Babbin, Massachusetts Institute of Technology (MIT)
Die Ozeane werden nicht nur wärmer und saurer, sie verlieren auch zusehends an Sauerstoff. Die durch den Klimawandel stärker werdende Schichtung des Meerwassers hemmt den Gasaustausch und lässt den Sauerstoff am Meeresgrund, aber auch in mittleren Wassertiefen immer knapper werden. Dadurch wachsen in fast allen Meeren die „Todeszonen“ -“ Gebiete, in denen das Wasser so sauerstoffarm ist, dass dort kaum mehr Leben existiert. Solche Zonen gibt es unter anderem im Schwarzen Meer, vor der US-Golfküste und auch in der Ostsee.
Weiterlesen bei scinexx - das Wissensmagazin
O-Ton der Forschergruppe: "Sauerstoffmangelgebiete (Oxygen Deficient Zones, ODZ) sind wichtige biogeochemische Provinzen der Weltmeere, in denen die Konzentration an gelöstem Sauerstoff auf nanomolare Werte abfällt. Trotz ihrer Begrenztheit sind diese Regionen für die Rolle des Ozeans bei der Regulierung des Erdklimas durch die Wechselwirkungen zwischen dem marinen Stickstoffkreislauf und dem Kohlenstoffkreislauf unverhältnismäßig wichtig. Darüber hinaus wird sich die räumliche Ausdehnung der sauerstoffarmen Regionen des Ozeans infolge der Erwärmung des Ozeans, der zunehmenden Schichtung und der Veränderungen der Zirkulation und Produktivität voraussichtlich verändern. Die Ausdehnung der modernen sauerstoffarmen Zonen ist jedoch aufgrund des Mangels an direkten Probenahmen und der Fehler, die bei der Verarbeitung und Rasterung der spärlichen Messungen auftreten, nur unzureichend geklärt. Hier verfolgen wir einen neuartigen Ansatz, um die horizontale und vertikale Ausdehnung der beiden großen ODZ des östlichen tropischen Pazifiks zu kartieren, und zwar durch die Analyse von Elektrodensensoren mit metergenauer Auflösung, die sowohl von Schiffsabwürfen als auch von Argo-Profilen stammen, anstatt von diskretisierten Flaschenmessungen. Das daraus resultierende dreidimensionale Datenprodukt basiert auf einem Kompendium von fast 15 Millionen Messungen, die über drei Jahrzehnte hinweg durchgeführt wurden, und liefert die genauen Positionen des sauerstoffarmen Wassers, wodurch die dreidimensionalen Strukturen der ODZs aufgeklärt werden. Es kann von Forschern zur Validierung von Modellen, zur Planung von Kreuzfahrten und als Vergleich für künftige Veränderungen genutzt werden. Die mit diesem hochauflösenden Atlas durchgeführten Berechnungen liefern auch die Volumina, die Schichten mit maximaler Flächenausdehnung und andere beschreibende Statistiken für die beiden pazifischen ODZs. Schließlich zeigt der Atlas feinräumige Merkmale von Intrusionen sauerstoffhaltiger Wassermassen und regionale Unterschiede in diesen anoxischen Zonen auf."
Quelle: A High-Resolution Atlas of the Eastern Tropical Pacific Oxygen Deficient Zones.
Alles ist relativ. Oder doch nicht?
Dazu der Vortrag von Prof. Dr. Ganteför im Rahmen der "Konstanzer Lange Nacht der Wissenschaft" am 17. Mai 2014 an der Universität Konstanz.
Alles so schön bunt hier: #Fukushima: Wasser soll abfließen
Quelle: Digital Globe,
Lizenz: CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Weiter bei der taz.
System Change mit Instagram?? Social Media und die Zivilgesellschaft
Podiumsdiskussion mit verschiedenen Vertreter:innen der Zivilgesellschaft über die Abhängigkeit von Social-Media-Monopolen und was sich dagegen tun lässt
Egal ob global oder lokal -“ die Gesellschaft steht vor immensen Herausforderungen und der Politik alleine traut kaum jemand zu, diese auch nur halbwegs vernünftig zu meistern. Um so mehr braucht es eine kritische und aktiv organisierte Zivilgesellschaft. Dummerweise sind diese Organisationen aber sehr stark auf ihre Reichweite in den sog. "Sozialen Medien" angewiesen. Diese kritische Infrastruktur unterliegt der totalen Kontrolle von Flagschiffunternehmen des Überwachungskapitalismus wie Meta (Instagram, Whatsapp) und Alphabet (Youtube, Gmail), deren Geschäftsmodell (Überwachung und Beeinflussung von Milliarden von Menschen) ebenso erfolgreich wie problematisch ist.
In der Podiumsdiskussion wird die Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachtet (FridaysForFuture, EndeGelände, Digitalcourage, Konzeptwerk neue Ökonomie, PIRATEN Sachsen, Extinction Rebellion) und nach Lösungsmöglichkeiten für das Dilemma gesucht.
Homeoffice in der Solinger Schneidwarenindustrie. Der Heft- und Schalenschneider
Bis in die 60er Jahre hinein wurden Messerhefte aus Holz für die Solinger Schneidwarenindustrie in gewerblicher Heimarbeit gefertigt. Im letzten Kotten von Alt-Wiescheid wird gezeigt, wie ein Messerheft entsteht: vom Holzsägen über das Fräsen und Formen des Heftes mit Hilfe der Schablone bis hin zum Polieren des Rohlings mit Wachskugeln.

