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»Sie haben es getan und sie werden es jederzeit wieder tun, wenn es ihnen gestattet wird.« Hans Frick

Söders moderne Atomreaktoren: Made in 1959

Die Grafik zeigt den Aufbau eines SMR
Aufbau eines SMR
Quelle: U.S. Government Accountability Office from Washington, DC, United States
Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) hat sich in den letzten Jahren immer wieder durch eine eher nicht so an Fakten orientierte Pro-Atom-Haltung ausgezeichnet. Während er die Wiederinbetriebnahme von längst abgeschalteten Atomreaktoren für möglich und sinnvoll hielt, hatten die Betreiber längst abgewunken. Zuletzt hatte er sich für die neuen „Mini-Atomreaktoren“ called Small Modular Reactors (SMR) aus dem Fenster gehängt. „Es geht nicht darum, dass wie früher große Meiler hochgezogen werden. Ich spreche von kleineren, smarten Reaktoren, wie es sie in Kanada bereits gibt.“ So Söder in der Welt. Ein Grüner in Bayern hat mal nachgefragt.

Zum Beitrag von Dirk Seifert

Ich hoffe, die Dunkelheit umgibt Dich genauso sanft wie das Licht oder: Ich habe diesen krassen Titel für ein paar Gedanken über das Schreiben und das Leben verschwendet

Das Foto zeigt nasse Herbstblätter in der Stadt auf dem Boden.
Herbstblätter in der Stadt
Quelle: Polyflux, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Ich hab eine Kurzgeschichte namens „And the Clean Bones Gone” fertig, die im Danielle-Cain-Universum spielt und an die Leute geht, die „The Immortal Choir Holds Every Voice” auf Kickstarter unterstützt haben, digital und dann gedruckt an alle im Zine-of-the-Month-Club bei „Strangers in a Tangled Wilderness” auf Patreon. Alle, die uns dort vor dem 31. Dezember unterstützen, bekommen unsere einmal im Jahr erscheinende, umfangreichere Postsendung.

Schaut mir diese und nächste Woche bei Behind the Bastards zu, wo ich von Robert lerne, wie schlimm das globale nukleare Vernichtungssystem (sorry, nukleare Abschreckungssystem) ist.

Ich hoffe, die Dunkelheit umgibt dich genauso sanft wie das Licht.

Ich hoffe, du verzeihst mir, wenn ich diesen Monat etwas weniger oder weniger formell hier schreibe. Wir werden sehen. Ich liebe die Dunkelheit dieser Jahreszeit, weil sie sich wie eine Erlaubnis anfühlt. Die Erlaubnis, mich zurückziehen zu wollen.

Ich kann meinem Hund nicht böse sein, dass er seit Zehntausenden von Jahren gezüchtet wird, um Vieh und Menschen zu bewachen und Rehe und Eichhörnchen zu jagen. Deshalb kann ich auch nicht sauer auf mich selbst sein, wenn ich mich am Ende des Herbstes nach innen wende. Durch Zehntausende von Jahren der Evolution oder Anpassung oder was auch immer (wir nennen es bei Menschen nicht „Züchtung”, weil es weniger bewusst ein Projekt war) ist dies die Zeit des Jahres, in der ich in einen Energiesparmodus gehen möchte.

Wir alle sollten jetzt eigentlich weniger Energie verbrauchen. Als Viehzüchter würden unsere Tiere von den Sommerweiden zurückkommen und näher an unserem Zuhause sein, und als Landwirte hätten wir unsere Ernte eingebracht. So oder so würden wir alles für den kommenden Winter trocknen, einmachen, einlegen und konservieren. Ein paar Leute, die ich kenne, machen das, meistens als Hobby. Stattdessen arbeiten wir, als hätten die Natur und ihre Jahreszeiten überhaupt keinen Einfluss auf uns.

Das ist Grund genug für uns, den Kapitalismus zu zerstören. Aber ich suche immer nach Ausreden, um die Zerstörung des Kapitalismus zu rechtfertigen.

Die Wirtschaft verlangt aus irgendeinem seltsamen Grund, dass wir weiterarbeiten, also werde ich weiterarbeiten, aber ich möchte weniger mit meiner Zeit anfangen.

Deshalb werde ich diesen Monat weniger formell für euch schreiben.

Ich habe aber wieder angefangen, Belletristik zu schreiben, und das nimmt erfreulicherweise einen Großteil meiner Zeit in Anspruch. Belletristik zu schreiben ist für mich seltsam: Die Hälfte der Arbeit besteht darin, auf den Bildschirm zu starren, die andere Hälfte darin, meine Gedanken im Hintergrund Probleme lösen zu lassen, während ich mit dem Hund spazieren gehe, Auto fahre oder dusche. In letzter Zeit bin ich viel mit dem Hund spazieren gegangen und habe viel Auto gefahren, und ich habe mir Dutzende und Hunderte von Sprachmemos hinterlassen, die ich später transkribieren muss.

Es hat aber Spaß gemacht. Ich weiß, dass ich allen Kickstarter-Unterstützern eine weitere Geschichte schuldete, die in „Immortal Choir“ hätte enthalten sein können, und ich hatte das immer wieder aufgeschoben, aber dann bin ich letzte Woche nach North Carolina gefahren, habe das Radio ausgeschaltet und einfach die groben Umrisse der Handlung durchgespielt. Dann kam ich an meinem Ziel an und habe mit jemandem, der mir wichtig ist, ausführlich über meine Ideen gesprochen und die Gliederung ausgearbeitet.

Dann habe ich vier Stunden im Bett verbracht und sie geschrieben. Dann habe ich sie eine Woche lang ignoriert, um mir eine Pause zu gönnen, bevor ich mich an die Überarbeitung gemacht habe.

Dann habe ich ... eine seltsame Art von peinlicher Magie angewendet, die ich beherrsche. Fast die Hälfte der Magie, über die ich aus der Antike gelesen habe, drehte sich darum, Muster im Chaos zu suchen. Von Teeblättern über geworfene Knochen bis hin zu verschütteten Eingeweiden. Und ich habe meine eigene Art, das zu tun. Es ist nicht blutig, nur peinlich. (Eigentlich hatte ich nicht vor, den heutigen Beitrag hinter einer Paywall zu verstecken, aber ja, manche Dinge sind mir doch etwas peinlich. Keine Sorge, den größten Teil des Beitrags habt ihr vor der Paywall gelesen. Es folgt nur noch ein bisschen Geschwafel. Ich werde bald wieder rationaler schreiben, das verspreche ich fast.)

Seht ihr, ich habe viele Haare. Und sie sind sehr lockig. Und ich bürste meine Haare unter der Dusche mit einer nassen Bürste und viel Entwirrer. Daher landen viele Haare an der Wand meiner Dusche.

Und äh ... diese Haare?

Bilden Muster.

Ich bürste meine Haare und betrachte dann die Haare an der Wand, als würde ich nach Formen in Wolken suchen. Diese Gewohnheit habe ich nicht bewusst entwickelt. Ich habe einfach angefangen, Gesichter und Formen zu sehen und über sie nachzudenken, und jeder weiß ja, dass man unter der Dusche sowieso am besten denken kann.

Ich nutze das hauptsächlich als Meditation. „Oh, da ist ein freundlich aussehendes Gesicht. Ich muss freundlicher zu mir selbst sein.“ So etwas in der Art.

Ich schreibe allerdings viele meiner Geschichten unter der Dusche. Wenn ich mit meiner Handlung nicht weiterkomme und duschen gehe, finde ich meistens eine Lösung.

Und neulich, nachdem ich einen Entwurf für diese Kurzgeschichte hatte, mit dem ich größtenteils zufrieden war, war da ein Mann mit einem Vogelschädel, der einen Mantel trug und einen Ascot im Haar an der Wand hatte.

Also habe ich den Dämon in der Geschichte geändert, und dadurch ist die Geschichte viel besser geworden.

Wie auch immer, ich hoffe, sie gefällt euch.

Und ich hoffe, die Dunkelheit umgibt euch genauso sanft wie das Licht.

Quelle: Margaret Killjoy, I Hope the Darkness Holds You as Sweetly as the Light or: I wasted that sick title on just some ramblings about writing and life, 03. Dezember 2025
Birds Before the Storm ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.

Übersetzung: Thomas Trueten [authorisiert]

Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg

Das Buchcover zeigt eine Person, die eine Kerze anzündet. Dahinter ein Transparent mit dem Text "Palestinians and Jews for Peace"
Bernd Drücke (Hg.)
Die Kriegslogik durchbrechen!
Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg
14,90 € beim Verlag
Der Sammelband 'Kriegslogik durchbrechen' soll dazu beitragen, dass politische Diskussionen in einem Klima geführt werden können, das nicht von Einschüchterung geprägt ist. Zu Wort kommen Menschen, die sich für Aussöhnung und eine solidarische Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Herrschaft und Gewalt einsetzen. Die Aktivist*innen u.a. von New Profile, Combatants for Peace und Palestinians and Jews for Peace weigern sich, Feinde zu sein. Sie solidarisieren sich mit den Geiseln, den Angehörigen der Opfer von Gewalt in Israel und Palästina, den Geflüchteten und Menschen, die sich dem Mord auf Kommando verweigern. Sie stellen sich sowohl gegen den Terror der islamistischen Hamas als auch gegen den der extrem rechten Netanjahu-Regierung.

Das Buch dokumentiert Beiträge, die vom 7. Oktober 2023 bis zum (mittlerweile gebrochenen) Waffenstillstand am 19. Januar 2025 in der Monatszeitschrift Graswurzelrevolution (GWR) erschienen sind, sowie ein aktuelles Geleitwort von Moshe Zuckermann und einen Beitrag aus der GWR 500 vom Sommer 2025 als Nachtrag.

Wann: Freitag 12. Dezember um 20 Uhr
Wo: Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustr. 2a, 2. Hinterhof, Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: frei!



Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik

Das Bild zeigt das Buchcover
Sabine Nuss, Andrej Holm, Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa & Ingo Stützle
Der verdrängte Kapitalismus
Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik. Ein Gesprächsband von Sabine Nuss
Veröffentlichung: 21. November 2025
Seiten: 168, Broschur
ISBN: 978-3-320-02433-8
14,00€
inkl. 7 % MwSt. kostenloser Versand
"Auf die zunehmende Bedrohung von rechts werden immer drängender Antworten gesucht. Eine davon lautet in jüngster Zeit: »Antifaschistische Wirtschaftspolitik«. (...) Auslöser dieser Forderung ist die Beobachtung, dass Menschen tendenziell eher rechts wählen, wenn aufgrund von wirtschaftlichen Krisen, Inflation und der Kürzung von Sozialausgaben Abstiegsängste und Unsicherheit zunehmen. In diesem Kontext stellen sich einige Fragen: Warum wählen die Menschen dann rechts und nicht links? Welche grundlegenden Fragen werden dabei gar nicht erst angesprochen? Welche Strukturen des Kapitalismus können Aufschluss darüber geben, welche Weltanschauungen im Alltagsbewusstsein anschlussfähiger sind? Vor diesem Hintergrund diskutiert Sabine Nuss die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer »antifaschistischen Wirtschaftspolitik« exemplarisch anhand von vier Maßnahmen – mit Andrej Holm (Mietendeckel), Stephan Kaufmann (Inflation), Antonella Muzzupappa (Investitionen) und Ingo Stützle (Vermögenssteuer)."

Aus dem Klappentext zum Gesprächsband von Sabine Nuss im Karl Dietz Verlag Berlin - siehe mehr Informationen und eine Leseprobe bei LabourNet

50. Todestag von Hannah Arendt

Zum heutigen 50. Todestag von Hannah Arendt ist es an der Zeit, einmal wieder das berühmte und oft zitierte Gespräch in der Fernseh-Sendereihe "Zur Person", in dem Hanna Arendt unter anderem ihre These von der "Banalität des Bösen" erläutert zu zeigen. Das Interview bezeichnete Günter Gaus selbst als "das beste Gespräch", das er je geführt hat.

Neben der vollständigen Aufzeichnung des Gesprächs existiert auch eine komplette Transkripton.




Widersetzen gegen AFD in Giessen

Ein Teil der Demo bei einer Blockade mit dem pinken Transparent des "Widersetzen" Bündnisses mit dem Text "Eine lebenswerte Zukunft für Alle - Genaration Antifa". Daneben ein weiteres Transparent mit dem Text "Wir wollen keine Blumen, gebt uns ein Leben ohne Angst"
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv
Am Morgen des 29. November füllten sich die Straßen rund um Gießen mit Bussen aus ganz Deutschland. Eine bunte Gruppe an Menschen hatte sich die letzten Wochen und Monate darauf vorbereitet, sich gegen die Gründung der neuen AfD Jugend zu stellen. Mehrere 10.000 Menschen versperrten mit Demonstrationen und Blockaden über Stunden die Zugänge zum Tagungsort. Erst mit 2,5 Stunden Verspätung konnten die Rechtsextremen ihren Kongress in einer halb leeren Halle beginnen.

Diese Aktion war wohl die größte antifaschistische Mobilisierung in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Aktivist*innen und Demo- Teilnehmer*innen standen ein für Solidarität, offene Grenzen, feministische Selbstbestimmung, ein Klima des Antimilitarismus und natürlich: für Antifaschismus. Diese Vielfalt zeigte sich auch im breiten Widersetzen Bündnis, dass aus antirassistischen und antifaschistischen Initiativen, Omas gegen Rechts, migrantischen Gruppen, Azubis und vielen anderen besteht. (Juli vom Widersetzen Bündnis)

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Links


k9 » größenwahn » politischer fiimabend: „Amandla!“ a Revolution in Four Part Harmony

Der Flyer zum Film zeigt die grafisch aufbereiteten Angaben aus dem Textbeitrag sowie eine geballte Faust, die eine Notenzeile umfasst. Unten rechts ist ein Krieger, der einen Speer zum Wurf erhoben hält und einen Schild trägt, abgebildet.
Flyer zum Film
Dokumentation, Musikfilm-Südafrika, Regie: Lee Hirsch - 2002

Film-Sprachfassung: Zulu-englische-OmdU - 103min.

Der Film blickt zurück auf 40 Jahre Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika, erzählt hier Geschichte des Widerstands über die Musik. Von Hugh Masekela, Miriam makeba, Abdullah Ibrahim und Vusi Mahhlasela, Sibongile Khumalo und andere.

Die Musik bewegt, der Film macht wieder einmal deutlich, wie elementar wichtig die Kultur für alle Menschen ist. Ohne sie läuft nichts, über Musik geschieht eine Auseinandersetzung mit dem, was ist.

Die Musikerinnen und Musiker, die im Film zu Wort kommen, haben sich und ihre Arbeit teils unter Lebensgefahr in den Kampf fürs Menschenrecht gestellt, einzelne sind umgebracht worden, weil sie gesungen haben. «Amandla!» reißt mit, macht Mut!

SONNTAG 14. DEZEMBER 2025 19 Uhr

combatiente zeigt geschichtsbewußt:
revolucion muß sein!
filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen
kinzigstraße 9 + 10247 berlin « Us samariterstraße + S frankfurter allee

Wandel.Kino: „Ohne Chefs - Demokratie bei der Arbeit“ + Filmgespräch im Anschluss

Der Flyer zum Film mit den Angaben aus dem nebenstehenden Text
Flyer zum Film
Wann:  - 
Wo: Raupe Immersatt
Wer: Klasse & Methode - IT Kollektiv Stuttgart , Raupe Immersatt
Was: Kino , Politische Ökonomie

WANDEL.KINO IN DER RAUPE

Wir freuen uns, euch mit unserer Film-Reihe „WANDEL.KINO“ inspirierende Filmwerke zu zeigen, die in uns etwas nachhaltig ausgelöst haben: Filme, die gesellschaftspolitische Impulse setzen, die Lust machen, sich tiefgehender mit sozialen und/oder ökologischen Themen zu beschäftigen. Filme, die Missstände aufzeigen und uns zum Nachdenken anregen. Filme, die unbequem sind und uns unsere Privilegien vor Augen führen. Filme, die aber auch Räume für neue Möglichkeiten und Chancen öffnen und uns ermuntern, gleich loszulegen. Filme, die die Schönheit unserer Welt porträtieren und die uns motivieren, unsere Routinen und Muster zu durchbrechen, um für ihren Erhalt in Zeiten von Krisen zu kämpfen.

DIESMAL „OHNE CHEFS – DEMOKRATIE BEI DER ARBEIT“ (D, 2025) INKLUSIVE FILMGESPRÄCH IM ANSCHLUSS

Manche Menschen können sich ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen. Selbst eine Arbeit ohne Chef kann sich kaum jemand vorstellen. Dabei gibt es schon heute Projekte die ganz ohne Chefs auskommen. Wir machen uns auf die Reise in eine andere Welt: Eine alternative Ökonomie, die innerhalb des omnipräsenten Kapitalismus funktionieren will und muss. Eine Alternative, die ständig wie im Krieg lebt. Denn Solidarität, gemeinschaftliches Wirtschaften und gegenseitige Hilfe sind kein Normalzustand – sie sind hart erkämpfte Ausnahmen. Menschen erzählen darüber, wie sie ihr Leben der Idee einer besseren Zukunft widmen. Wie sie sich gegenseitig solidarisch unterstützen und wie sie sich damit gegen Ausbeutung und Dehumanisierung stellen. »Ohne Chefs« soll zugänglich sein und Menschen abholen, die immer dachten, dass es nichts anders als Maloche unter Chefs gibt. Und wir zeigen die Menschen hinter den Ideen der »Demokratie bei der Arbeit« und, dass sie trotzdem ganz normale Menschen sind.

GESPRÄCH & DISKUSSION DANACH

Besonders freut uns, dass Regisseur Mario Burbach bei der Veranstaltung mit dabei ist und eure Fragen zum Film beantwortet. Als weitere Gäste begrüßen wir Mitglieder aus Stuttgarter kollektiv- und selbstverwalteten Organisationen, die euch live aus der Praxis berichten. Perspektiven entdecken, Hintergründe erfahren, Erfahrunge austauschen – seid gespannt!

HINTERGRUND

Die Raupe fördert den Erhalt von Independent Filmen und setzt sich damit für mehr analoge Filmkunst ein. Mit einem Besuch der Veranstaltung unterstützt ihr nicht nur die Raupe als gemeinnützigen Kultur- und Bildungsort, sondern auch unabhängige Filmverleihe und Filmeschaffende, deren Werke fernab von Streaming-Giganten produziert und verliehen werden. Lasst uns echte Programmvielfalt leben und uns auch daran erinnern, die Kino-Kultur und all die vielen kleinen Filmtheater zu erhalten. Was euch der Abend und das Erlebnis wert sind, entscheidet ihr selbst – nach euren Möglichkeiten!

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=ThiKZNcroB8

Mit: Raupe Immersatt
So entstand schon Ende 2016 im Team die Idee, ein foodsharing-Café in Stuttgart zu eröffnen. In ungezwungener Atmosphäre und gemütlichem Ambiente soll ein Raum zum Austausch für lebbare Nachhaltigkeit geschaffen werden – nicht mit dem Zeigefinger, sondern auf Augenhöhe. Kostenlose gerettete Lebensmittel, Getränke zum selbst bestimmten Preis und ein buntes Programm mit Bildungsveranstaltungen, Konzerten und Kunst – das Konzept von Raupe Immersatt war geboren.

Mit: Commons AG der Solawi Stuttgart
Die AG Commons beleuchtet SoLaWiS als Commons-Projekt. Mit Blick auf die Lage der Welt engagieren wir uns dafür, dass SoLaWiS zu einer Gesellschaft beiträgt, die auf Commons, gesellschaftlichem Eigentum und kooperativer Entscheidungsfindung beruht. Unter Commons verstehen wir einzelne Organisationen oder Projekte, in denen die Teilnehmenden selbstverwaltet ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Infrastruktur und Ressourcen selbst eignen oder nutzen, und ihre Regeln untereinander vereinbaren. (siehe Vision und Leitbild 2019) Eine ausführliche Erklärung der Begriffe Commons und Commoning findet sich auf der Internetseite des Commons-Institut e.V.: https://commons-institut.org/was-sind-commons

Mit: FAU Stuttgart
Die FAU Stuttgart ist eine Basisgewerkschaft, in der Beschäftigte aus allen Branchen organisiert sind. Es gibt bei uns keine bezahlten Funktionäre. Die Mitglieder treffen die Entscheidungen selbst. Bundesweit sind wir mit anderen lokalen Gewerkschaften in der Freien Arbeiter*innen Union (FAU), weltweit in der Internationalen Arbeiter*innen Konföderation (IKA) zusammengeschlossen. Statt auf den Staat oder Politiker zu vertrauen, bauen wir auf unsere eigene Kraft und setzen unsere Forderungen mit Solidarität und direkten Aktionen durch. Wir streben eine herrschaftsfreie Gesellschaft jenseits des Kapitalismus an. Dafür sind wir schon heute aktiv.

Mit: Klasse & Methode - IT Kollektiv Stuttgart
Wir sind ein Kollektiv von Personen, die sich zum Ziel gesetzt haben gemeinschaftlich (Open Source) IT Projekte durchzuführen. Unsere Projekte sind aber nicht nur Selbstzweck, sondern haben immer auch eine politische Komponente. Unser Hauptprojekt ist die Entwicklung und der Betrieb des Veranstaltungskalenders EINTOPF Stuttgart. Darüber hinaus bieten wir unkommerziellen IT Support für selbstorganisierte Gruppen, die unsere Werte teilen, mit Fokus auf Stuttgart und die Region. Dabei versuchen wir eine möglichst unabhängige IT-Infrastruktur aufzubauen und zu betreiben, fernab von Amazon, Google und Co.

Mit: Mario Burbach
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