trueten.de

»Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.« Kurt Tucholsky

107 Jahre Befehl Nr. 1824

Das historische Foto zeigt eine Gruppe von Kämpfern der Anarchistischen Schwarzen Armee, angeführt von Fedir Schtschus, während des Ukrainischen Unabhängigkeitskriegs.Die Aufnahme stammt aus der Zeit zwischen 1918 und 1921. Die Gruppe, bekannt als die Dibriv-Abteilung, war Teil der Revolutionären Aufständischen Armee der Ukraine. Der Kontext ist der Ukrainische Unabhängigkeitskrieg und der Russische Bürgerkrieg.
Das historische Foto zeigt eine Gruppe von Kämpfern der Anarchistischen Schwarzen Armee, angeführt von Fedir Schtschus, während des Ukrainischen Unabhängigkeitskriegs.Die Aufnahme stammt aus der Zeit zwischen 1918 und 1921. Die Gruppe, bekannt als die Dibriv-Abteilung, war Teil der Revolutionären Aufständischen Armee der Ukraine.
Heute in der Geschichte der Arbeiterbewegung: Leo Trotzki verbot mit seinem Befehl Nr. 1824 am 4. Juni 1919 den 4. Ukrainischen Kongress der Freien Sowjets:
“Die Sektion des Rates, genannt Exekutivkomitee von Gulyai-Pole und die Mitglieder der Machnobrigade sind hiermit ab dem 15. Juni verboten und dürfen unter keinen Umständen tagen. Teilnahme daran wird als Verrat an der Sowjetrepublik betrachtet und entsprechend behandelt. Dieser Befehl tritt sofort in Kraft, telegraphisch.

Trotzki, Vorsitzender des revolutionären Rates der Sowjetrepublik
Watsetis, Ausführender Befehlshaber
Aralov, Mitglied des revolutionären Rates der Sowjetrepublik
Kosharew, Regionaler militärischer Befehlshaber, Kharkov.”

Quelle: Alexander Berkmann, Nestor Machno: Der Mann, der die Bolschewiki rettete

Außerdem entsandte er Truppen, um die Rosa-Luxemburg-Kommune bei Provkovski zu zerschlagen, und erklärte den ukrainischen anarchistischen Aufständischen Nestor Machno für vogelfrei. Das Freie Territorium innerhalb der Ukraine, auch bekannt als Machnowia (nach Nestor Machno), bestand von 1918 bis 1921. Es war eine staatenlose, anarchistische Gesellschaft, die von Machnos Revolutionärer Aufstandsarmee (auch bekannt als Schwarze Armee) verteidigt wurde. Etwa 7 Millionen Menschen lebten in diesem Gebiet, weigerten sich, Pacht an die Grundbesitzer zu zahlen, und beschlagnahmten die Ländereien und das Vieh der Kirche, des Staates und privater Grundbesitzer. Sie richteten lokale Komitees ein, um diese zu verwalten, und teilten sie unter den verschiedenen Dörfern und Kommunen des Freistaates auf.

Quelle: Posting von Mike Dunn, mit eigenen Ergänzungen

Siehe auch: In Zeiten des Krieges. Nestor Machno und die "Machnowschtschina"- eine fast vergessene Episode aus der russischen Revolution, 15. Februar 2009 von Jens Berger und Frank Benedikt

Stuttgart: Geld Her, Keyf Grill & Frühstück Döner!

SharePic mit einem Foto einer Demonstration, dem Text: Geld her, Keyf! Jede Arbeit muss bezahlt werden. Kundgebung zum Arbeitskonflikt 05.06., 19:00 Rotebühlplatz 11. Dazu das FAU Logo mit der Sabotcat.

Ein Mitglied der Freien Arbeiter:innen Union (FAU) Stuttgart fordert Lohn von Keyf – und zieht dafür vor das Arbeitsgericht.

Unser Mitglied gibt an, für das Keyf gearbeitet zu haben, und macht dafür ausstehenden Lohn geltend. Das Keyf bestreitet die Ansprüche und zahlte trotz Aufforderung der FAU nicht. Deshalb klagt unser Mitglied – und deshalb machen wir diesen Fall öffentlich.

In der Gastrobranche werden Beschäftigte immer wieder um das gebracht, was ihnen zusteht. Wir finden: Wer Lohn für geleistete Arbeit fordert, darf damit nicht allein gelassen werden. Genau dafür ist die FAU da.

Am 24. Juli ab 10:30 findet die Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Stuttgart, Gerichtstag Waiblingen, Amtsgericht Waiblingen, Fronackerstr. 56, 71332 Waiblingen, Saal 0.01, Erdgeschoss, statt.

Kommt zur Verhandlung und unterstützt unser Mitglied!

Wir fordern Keyf auf:

• Zahlen Sie den geforderten Lohn – Geld her!

Du hast ähnlichen Ärger an deinem Arbeitsplatz? Organisier dich – komm zur FAU!

Quelle: FAU Stuttgart

21. Juni 2026: Sommerfest und 16 Jahre Linkes Zentrum Lilo Herrmann!

Das Foto zeigt aufgebaute Pavillons anläßlich des 1. Mai 2026. Unter dem Pavillon sind Bierzeltgarnituren aneínander gereiht
Pavillons zum 1. Mai 2026 erwarten die Gäste
Ganze sechzehn Jahre sind vergangen, seitdem wir 2010 einen baufälligen Gebäudekomplex in der Böblinger Straße in Stuttgart-Heslach gekauft haben. Nach über zweijähriger intensiver Renovierung, das meiste davon in Eigenarbeit, haben wir 2012 das Linke Zentrum Lilo Herrmann eröffnet.

Unser Haus war schon in der Umbauphase ein Gegenpool zum kapitalistischen Wahnsinn. Ein Ort für Versammlungen, politischen Austausch, ein Ort für Debatte, Streit und Aktion, ein Ort der Gegenkultur.

Ein Ort für alle, die sich mit dem Unrecht dieser Welt nicht arrangieren, sondern für eine bessere Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen.

In den vergangenen 16 Jahren haben viele unterschiedliche Menschen das Lilo geprägt und unzählige Stunden in sein Bestehen investiert. Als Ort von der Bewegung für die Bewegung war und ist das Lilo Ort der Solidarität, Zuhause mehrerer junger Generationen, Dreh- und Angelpunkt für viele große Mobilisierungen und immer wieder auch im Fokus der Herrschenden und ihrer Schergen.

Viel Zeit ist seit der Eröffnung des Lilos vergangen. Die Welt hat sich verändert, und das nicht gerade zum Besten.
Wir wollen kein Trübsal blasen, denn immer dann, wenn die Verhältnisse zu tanzen beginnen, entwickeln sich Räume für widerständige Politik. Das Lilo wird auch in den nächsten 16 Jahren ein Raum für alle sein, die diese Räume mit progressiven Ideen & Praxis füllen wollen. Ein Ort im Widerspruch zum Zeitgeist.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wir wollen 16 Jahre Linkes Zentrum feiern & möchten alle dazu herzlich einladen.

Am Sonntag, den 21. Juni 2026, organisieren wir ab 14 Uhr ein großes Straßenfest. Euch erwarten verschiedene Essensstände, ein politisches Programm, eine große Spielstation für Kinder, diverse Infotische, eine Plakatversteigerung, Hausführungen und vieles mehr. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Mehr dazu beim Linken Zentrum Lilo Herrmann.

Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 13: Antonio de la Maza & Gen. vs. Rafael Leónidas Trujillo Molina

Das Foto zeigt den Diktator Rafael Leonidas Trujillo Molina mit den Einschussstellen aus dem Autopsiebericht.
Rafael Leónidas Trujillo Molina (* 24. Oktober 1891 in San Cristóbal; † 30. Mai 1961 in Santo Domingo) war ein dominikanischer Politiker und Diktator der Dominikanischen Republik.(...)

Trujillo legte großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Er liebte prächtige (napoleonische) Uniformen, Prunk und barocke Gelage. Seine dunkle Haut versuchte er mit weißem Puder und Schminke aufzuhellen, um seine haitianische (schwarze) Herkunft zu vertuschen. Trujillo war geradezu davon besessen, alles zu tun, damit die Bevölkerung seines Landes eine hellere Hautfarbe bekam. Von Ende September bis Mitte Oktober 1937 ließ er im „Petersilien-Massaker“ (Masacre del Perejil) im ganzen Land Abertausende Haitianer, vor allem Arbeiter auf den Zuckerrohrpflanzungen, ermorden. Nach einer mit Quellen belegten Schätzung wurden etwa 18.000 Haitianer getötet. Nach anderen Schätzungen waren es zwischen 25.000 und 27.000 Ermordete. (...)

Am 30. Mai 1961 fuhr Trujillo gegen 22 Uhr in seinen Heimatort San Cristóbal. Er war „selbstherrlich wie immer“ ohne Leibwache unterwegs. Ein siebenköpfiges Kommando schoss aus einem Auto auf den hellblauen Chevrolet Bel Air von Trujillo. Der Angeschossene taumelte aus seinem Wagen und versuchte, in der Dunkelheit zurückzuschießen. Dann brach er zusammen und war tot.

Quellen:
wikipdia
DomRep total

DREIKLANG - Ausstellung mit Christine Bender, Johanna Teske und Uta Kamleiter

Der dreiteilige Slider zeigt neben Angaben zur Ausstellung und Vernissage je ein charakteristisches Bild der jeweiligen Künstlerin

Ausstellung mit Christine Bender, Johanna Teske und Uta Kamleiter

Vernissage: Do, 09.07.2026, 18 Uhr

Dauer: 09.07. – 28.08.2026

Öffnungszeiten:
Mo, Mi + Fr 8:30 – 13:00 Uhr
Di 8:30 – 13 Uhr + 14 – 16 Uhr
Do 8:30 – 13 Uhr + 14 – 18 Uhr

Bezirksrathaus Bad Cannstatt
Marktplatz 2, 70372 Stuttgart

Der Eintritt ist frei!

  • Christine Bender trägt Schicht um Schicht Farbe auf ihre Leinwände. Linien setzt sie dazu ein, dynamisch abstrakte Bildwelten zum Ausdruck zu bringen.

  • Johanna Teske zeichnet Geschichten ihrer Umgebung und begibt sich auf Spurensuche. Ihre Zeichnungen in Bleistift, Kohle und Aquarell verknüpfen gegenwärtige Momente mit Dokumenten der Vergangenheit.

  • Wie Fenster in eine andere Wirklichkeit sind die großformatigen Farbkompositionen von Uta Kamleiter. Mit matter pudriger Präsenz laden sie zum Innehalten ein."
Siehe Homepage Bund Bildender Künstlerinnen.

Johanna Teske schreibt zu ihrem Teil der Ausstellung:
"Und für diejenigen von Euch, die etwas mehr zu meinen Werken wissen wollen:

Seit einiger Zeit arbeite ich an einer Reihe größerer und kleinerer Auf-Zeichnungen, die für mich einen dokumentarischen und geschichtlichen Charakter annehmen.

Das heisst zum Einen, dass ich unterwegs „en plein air“ und daheim den Moment zeichnerisch, malerisch und teilweise schriftlich festhalte. Beim Spazieren, Wandern, im Urlaub und auf dem Balkon. Als Stillleben, Pflanzenportrait, Wetterstimmung und Landschaftszeichnung.

Gleichzeitig erforsche und zeichne ich gerade einen Teil unserer Geschichte: Die Verfolgung von mehreren Anarchosyndikalist*innen während des Nationalsozialismus im Südwesten Deutschlands und der Stuttgarter Umgebung. Ihre Spuren nehme ich anhand von Verhör- und Gerichtsprotokollen auf, wandere in Archive und Dokumentationszentren, finde persönliche Nachlässe mit Briefen und Erinnerungen und gehe weiter zu den Orten, an denen sie lebten, litten und überlebten.

Die geschichtlichen Funde webe ich in meine gegenwärtigen Momentbilder ein. So entstehen Bilder von Orten und Personen, die sowohl Bruchstücke und Spuren der Vergangenheit als auch meine Wahrnehmungen der Gegenwart enthalten.

Einen Teil dieser neuen Werke zeige ich im 3. Stockwerk der Dreiklang-Ausstellung.

Vielleicht sehen wir uns an der Vernissage oder während der Ausstellungszeit vor Ort? Gerne können wir uns auch vorab für ein Treffen verabreden! Einfach per Mail Anfragen!"



Blogkino: Zatoichi at Large - Zatōichi goyō-tabi (1972)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem dreiundzwanzigsten Teil der Reihe:  Zatoichi at Large - Zatōichi goyō-tabi. Zatoichi stößt auf eine schwangere Frau, die an Schwertwunden stirbt, und hilft ihr bei der Geburt ihres Kindes. Ihr letzter Wunsch an ihn: Bring den Jungen zu seinem Vater. Von hier an entwickelt sich der Film zu einem der wildesten Abenteuer der Zatoichi-Reihe, mit skurrilen Einlagen wie einem mysteriösen Kind, das Ichi folgt und ihn mit Steinen bewirft, Affenauftritten und einer unerwartet komischen Darstellung des Ronin-Herausforderers. (criterion)

Der anarchistische Partisan Ruslan Sidiki braucht einen neuen Anwalt - sein Anwalt wurde verhaftet!

Ich hatte letztes Jahr kurz hier und da über anarchistischen Widerstand gegen die russische Kriegsmaschinerie berichtet. Vor allem der Fall von Ruslan Sidiki schlug international hohe Wellen. Nun gibt es eine neue Entwicklung: Sein Anwalt wird gerade mit Repressionen überzogen. Hier die kurze Übersetzung des Textes "Anarchist partisan Ruslan Sidiki needs a new lawyer – his lawyer was arrested!"  und die Bitte, nach Möglichkeit zu helfen und oder das Thema zu teilen:

Der Anwalt von Ruslan Sidiki, Igor Popovsky, in Handschellen in einem Käfig vor Gericht
Der Anwalt von Ruslan Sidiki, Igor Popovsky
Der Anwalt Igor Popovsky, der den Anarchisten Ruslan Sidiki vertrat und eine Untersuchung seiner Foltervorwürfe beantragt hatte, wurde wegen „Betrugs in besonders großem Umfang“ festgenommen. Das berichtete das Medienportal „The Insider“ unter Berufung auf den auf Enthüllungen spezialisierten Telegram-Kanal „112“.

Dem Kanal zufolge behaupten die Ermittler, Popovsky habe von seinem Mandanten 6 Millionen Rubel erhalten, nachdem er versprochen hatte, durch Einflussnahme auf das Gericht und die Staatsanwaltschaft zur Einstellung des Strafverfahrens beizutragen.

Die Festnahme erfolgte kurz nachdem Ruslan Sidikis Fall an das Militärberufungsgericht verwiesen worden war, obwohl Popovsky noch am 19. Mai Kontakt zu ihm hatte. Schließlich wurde Popovsky laut Mediazona unter Hausarrest gestellt.

Igor Popovsky gehörte zu den wenigen russischen Anwälten, die offen die Anerkennung von Angeklagten in Sabotagefällen als Kriegsgefangene gemäß der Genfer Konvention forderten. Im Jahr 2024 reichte er bei den Ermittlern einen Antrag ein, in dem er sich auf die Behauptung der Staatsanwaltschaft bezog, Sidiki habe angeblich im Interesse des ukrainischen Geheimdienstes gehandelt, was es laut der Verteidigung ermöglichte, ihn als Kombattanten anzusehen. Zudem gelang es Popovsky, medizinische Unterlagen zu beschaffen, die darauf hindeuten, dass Sidiki nach seiner Festnahme gefoltert worden war, und er bestand auf einer Untersuchung dieser Umstände.

Das Anarchist Black Cross Moskau betrachtet die Verfolgung von Igor Popovsky als Rache der russischen Sicherheitskräfte, weil er Dinge öffentlich gemacht hat, die sie nicht ans Licht kommen lassen wollten.

Nun wird gegen einen der wenigen mutigen, von den Sicherheitsdiensten unabhängigen Anwälte ermittelt, während der inhaftierte Anarchist Ruslan Sidiki vor seiner Berufung ohne Rechtsbeistand dasteht.

Jetzt müssen wir Geld für einen neuen Anwalt für Ruslan sammeln.

Das Foto zeigt Ruslan Sidiki im Käfig vor Gericht
Ruslan Sidiki im Käfig vor Gericht
In den letzten Monaten gab es fast keine öffentlichen Entwicklungen in seinem Fall: Der Termin für die Berufungsverhandlung steht immer noch nicht fest, die Verwaltung der Haftanstalt schränkt Ruslans Zugang zu Büchern und der Presse weiterhin ein, und statt seine Foltervorwürfe ordnungsgemäß zu untersuchen, findet ein bürokratisches Hin und Her zwischen dem Untersuchungsausschuss und der Staatsanwaltschaft statt. Entscheidungen, die die Einleitung eines Strafverfahrens ablehnen, wurden bereits dreimal aufgehoben, doch die Verantwortlichen wurden immer noch nicht zur Rechenschaft gezogen.

Deshalb ist die regelmäßige Arbeit des Anwalts gerade jetzt besonders wichtig. Unter den Bedingungen in der Haftanstalt ist ein Verteidiger nicht nur jemand, der Beschwerden und Berufungen vorbereitet. Er ist die einzige Person, die Ruslan regelmäßig und ungehindert besuchen, vertraulich mit ihm sprechen, Informationen von ihm ohne Zensur durch die Haftanstalt erhalten und schnell reagieren kann, falls der Druck gegen ihn zunimmt.

Briefe können blockiert werden. Bücher werden vielleicht nicht zugestellt. Zeitungen können „verschwinden“. Aber der Besuch eines Anwalts kann nicht einfach durch eine Verwaltungsentscheidung unterbunden werden. Für einen Gefangenen, der bereits nach seiner Festnahme gefoltert und während der Haft bedroht wurde, ist diese Verbindung zur Außenwelt eine Frage der Sicherheit.

Aktuelle Nachrichten über die Folter von Azat Miftakhov in der Strafkolonie IK-18 in Kharp zeigen einmal mehr, wie gefährlich die Situation werden kann, wenn ein politischer Gefangener allein gegen das System steht. Öffentliche Aufmerksamkeit, Briefe, Unterstützung und regelmäßiger Zugang zu einem Anwalt verhindern die völlige Isolation. Das ist zwar keine Garantie gegen Gewalt, aber es ist eine der wichtigsten Möglichkeiten, das Risiko von Misshandlungen zu verringern und schnell zu erfahren, wenn es dazu kommt.

Vor der Verhaftung von Popovsky waren 210.000 Rubel (ca. 2400 Euro) für drei Monate Anwaltskosten erforderlich, doch nun könnten die Kosten steigen.

Unterstütze Ruslan auf jede erdenkliche Weise. Selbst eine kleine Spende hilft dabei, eine regelmäßige Rechtsverteidigung und den Kontakt zu ihm aufrechtzuerhalten.

Spenden in Rubel über die Plattform „Zaodno“

Für Überweisungen in anderen Währungen:

IBAN: LT36 3250 0986 4982 1011

BIC: REVOLT21

Karteninhaber: Anastasiia Bogdanova

PayPal: firesoffreedom@protonmail.com (mit dem Vermerk „für Sidiki“)

Kryptowährung:

Bitcoin: bc1qx63u6p0tlqd40hpcgeln7sksy2hgm0gekgpw8s

Ethereum: 0xE8A926f292272391707ed1A7b55Db1466F0c0993

Litecoin: LVxHRweSkkwkNHxY432U2swpEUAMWupsrP

USDT (ERC20): 0xE8A926f292272391707ed1A7b55Db1466F0c0993

Monero: 47AqYo1kkbWYeypvDTrNtcBAKPJaHXRNjQsdRhrBm6SNVffeRLfadrqXoQ2FHgPiud6T3vLB5VjS2QKJM9MnZVJJJ8cV9tw

Wenn du Kryptowährung spendest, um Ruslan Sidiki zu unterstützen, schreib uns bitte eine E-Mail an: firesoffreedom@protonmail.com

Das Soli T-Shirt, getragen von einer blonden Person
Soli T-Shirt
Eine weitere Möglichkeit, Ruslan zu unterstützen, ist die Bestellung eines T-Shirts mit einem Aufdruck, der auf seinen Kunstwerken basiert. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Merchandise-Artikel fließt in die Unterstützung des Gefangenen.

Der Versand der T-Shirts erfolgt aus Deutschland, und eine Lieferung ist fast überallhin auf der Welt möglich. Aus Sicherheitsgründen versenden wir T-Shirts mit diesem Aufdruck jedoch nicht nach Russland oder Weißrussland.

Über die T-Shirts:

▫️ Farben – rosa und weiß

▫️ Größen von XS bis 3XL

▫️ Material: 100 % Bio-Baumwolle. Die Produkte sind von PETA (vegan) zertifiziert, und der Hersteller ist Mitglied von Fair Wear.

▫️ Preis — 20 € + Versand

Möchtest du eine Bestellung aufgeben? Fülle das Formular aus, und wir melden uns innerhalb weniger Tage bei dir.

Adresse für Briefe:

391999, Region Rjasan, Rjashsk, Krasnaja-Straße 1a, SIZO-2

Sidiki Ruslan Kasemovich, geboren 1988

Briefe können auch über den Dienst PrisonMail.Online verschickt werden, Anleitung zum Ausfüllen des Formulars:

Region: Oblast Rjasan

Gefängnis: Untersuchungsgefängnis-2 Rjasschsk

Nachname des Gefangenen: Сидики

Vorname des Gefangenen: Руслан

Zweiter Vorname des Gefangenen: Касемович

Geburtsjahr des Gefangenen: 1988

Anarchist Black Cross Moskau

Die Kontaktadressen aller Gefangenen in Russland, die vom Anarchist Black Cross Moskau unterstützt werden, findest du hier. Wenn du für einen bestimmten Gefangenen oder Fall spenden möchtest, kontaktiere uns bitte vorher per E-Mail, um sicherzustellen, dass die Unterstützer des Gefangenen oder Falls derzeit Spenden sammeln; unsere E-Mail-Adresse ist dieselbe wie die des angegebenen PayPal-Kontos. Wir sind auf Telegram und Facebook vertreten, du kannst dich hier für unseren E-Mail-Newsletter anmelden.

Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 12: Severino Di Giovanni vs. Faschismus

Schwarzweiss Foto von Severino di Giovanni (1920)
Severino di Giovanni (1920)

Der Anarchist Severino Di Giovanni verübte am 23. Mai 1928 einen Bombenanschlag auf das italienische Konsulat in Buenos Aires, um gegen die italienische Diktatur zu protestieren. Er tat dies, weil die Faschisten im Exil lebende italienische Antifaschisten ermordeten. Bei dem Anschlag kamen neun Menschen ums Leben und vierunddreißig wurden verletzt. Zuvor hatte er 1926 einen Anschlag auf die US-Botschaft in Buenos Aires verübt, weil ein US-Gericht Sacco und Vanzetti zum Tode verurteilt hatte. Außerdem sprengte er unter anderem eine Statue von George Washington, die Citibank und die Bank of Boston in die Luft. Einmal plante er sogar, Herbert Hoover zu ermorden.

Viele der führenden Anarchisten jener Zeit kritisierten seine Bombenanschläge, weil sie dachten, die Gegenreaktion würde einen faschistischen Putsch in Argentinien begünstigen.

Rage Against the Machine - Live At The Democratic National Convention 2000


cronjob