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»Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.« Goethe

Esslingen: Dilara und Hülya Karakaya dürfen bleiben

Die "Esslinger Zeitung" berichtete:
"Es gibt Sätze in dürrem Behördendeutsch, die für eine Familie die Welt verändern können. „Das Innenministerium hat nach § 23a Abs. 1 AufenthG angeordnet, den Betroffenen eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen“, ist so ein Satz. Für Hülya Karakaya und ihre Tochter Dilara, die in Esslingen Zuflucht gefunden hatten und zuletzt von Abschiebung bedroht waren, bedeutet er das Ende der Angst und den ersten Schritt in ein normales Leben."

Demo gegen Abschiebungen in Mannheim
Foto: Querfunk
In der Bundesrepublik ist das Asylrecht seit 1993 mehr oder weniger abgeschafft. Solange das Aufenthaltsgesetz in seiner derzeitigen Form Bestand hat, wird es Fälle wie der von Dilara und Hülya Karakaya täglich in diesem Land geben. Das vollständige Recht auf Asyl muss wiederhergestellt werden.

Siehe auch unsere Berichte:
FÜR Esslingen fordert Bleiberecht für Dilara und Hülya Karakaya
Bleiberecht für Frau Hülya Karakaya und ihre Tochter Dilara

HH: USP Party am 19.10.2007

Es wurde auch Zeit: Am 19.10. steigt die nächste USP-Party im Ballsaal-Container hinter der Haupttribüne am Millerntor, los geht's um 22 Uhr. Der Zugang ist aufgrund der Südtribünen-Baustelle nur über die Nordkurve möglich. Für drei bzw. fünf Euro Eintritt gibt's ordentlich Rap, Soul und Reggae von insgesamt sechs DJs auf die Ohren. Getränke gibt's für einen Euro. Die Gewinne fliessen in die Prozesskostenhilfe. Muss man noch mehr schreiben? Alle hin da!*

Infos: USP

Endlagerkampagne mit Demonstration in Salzgitter

Im Rahmen einer gemeinsamen Kampagne der Endlagerstandorte Schacht Konrad, Asse II, Morsleben und Gorleben findet am Samstag (13.10.07) um "5 vor 12" eine Demonstration in Salzgitter-Lebenstedt am Festplatz Neissestr. statt. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) beteiligt sich als Mitunterzeichnerin des Aufrufs mit einem Bus, der um 8.10 Uhr den Dannenberger REWE-Parkplatz ansteuert und um 8.30 Uhr am Lüchower Gildehausparkplatz Zwischenstation macht. Ähnlich wie Autokonvois aus anderen Standorten, können sich dort Fahrgemeinschaften dem Wendland-Bus anschließen.

Wie bereits bei der Gorlebener Demonstration am 1. September lautet das Motto, "Gorleben und Schacht Konrad, so "sicher" wie die absaufenden und einstürzenden Endlager Asse II und Morsleben". Das Fazit der Endlagerstandort-Initiativen: "Hört auf Atommüll zu produzieren, Ihr könnt ja jetzt schon nicht damit umgehen!". Weitere Informationen sind im Lüchower BI-Büro unter der Telnr. 05841-4684 erhältlich.

Auch dieses Jahr: Internationaler Tag gegen die Todesstrafe am 10. Oktober

Der im Jahre 2003 von der "World Coalition Against the Death Penalty (WCADP)" ins Leben gerufene "Internationale Tag gegen die Todesstrafe" wird an jedem 10.Oktober begangen.

Zu diesem Tag treten, neben amnesty international und dem Netzwerk gegen die Todesstrafe, auf der ganzen Welt zahlreiche Organisationen öffentlich für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ein.

So initiiert das Netzwerk gegen die Todesstrafe jedes Jahr eine Reihe von Aktionen wie Mahnwachen, Informationsveranstaltungen und dergleichen.

Allgemeine Informationen zum 10.Oktober und Detailinformationen über die aktuellen Themenschwerpunkte des Welttages 2006 sind auf der Homepage der "World Coalition Against the Death Penalty (WCADP)" zu finden.

Laut diepresse.com warten weltweit 20.000 Menschen auf ihre Hinrichtung...

Stotz! Polizop!

Via Gebrüder Dorsch findet sich ein Foto der neuen ultimativen Polizeiwaffe.

Der Segway® Personal Transporter (PT) i2 in der Polizeiversion bietet eine vielseitige und produktivitätssteigernde Lösung, die speziell auf die Bedürfnisse von Polizeibeamten und Sicherheitspersonal zugschnitten ist....


... und bei deren Anblick sich die pösen Pupen totlachen werden.

Innen, außen, mittendrin: Die Transformation der Bundeswehr und Perspektiven des Widerstands

Unter dem Motto: Innen, außen, mittendrin: Die Transformation der Bundeswehr und Perspektiven des Widerstands findet der 10. IMI-Kongress am 10. und 11. November 2007 in Tübingen, Schlatterhaus, Österbergstraße 2 (Tübingen Zentrum, beim Lustnauer Tor) im großer Saal statt. Dazu heißt es in einer Information der Informationsstelle Militarisierung (IMI):

Im Jahr 2002 hat sich die Informationsstelle Militarisierung das letzte Mal auf ihrem Kongress intensiv mit der Bundeswehr beschäftigt. Seit dem ist deren Transformation zur "Armee im Einsatz" in Windeseile vorangeschritten. Ihr Aktionsradius hat sich vergrößert, immer neue Einsätze kommen hinzu und diese werden zunehmend als das bezeichnet, was sie sind: "Kampfeinsätze". Deshalb versuchen Politiker, die Bevölkerung auf steigende Opferzahlen einzustimmen und die Heeresleitung verkündet: "Wir brauchen den archaischen Kämpfer". Gleichzeitig rumort es in der Truppe selbst. Ihr Leben für deutsche Wirtschaftsinteressen oder einen Sitz im Weltsicherheitsrat zu opfern, sind immer weniger junge Menschen bereit und deshalb wird zunehmend in benachteiligten Schichten mit Schlagworten wie "Arbeitsplatzsicherheit" um Rekruten geworben.

Im wachsenden Widerstand gegen die neuen Kriege aber auch gegen die wachsende soziale Ungleichheit ist neben einer global stattfindenden Entdemokratisierung auch ein Grund zu sehen, weshalb die Bundeswehr unter Schlagwörtern wie "vernetzter Sicherheit" auch zunehmend für Anti-Terrormaßnahmen, Katastrophenhilfe und Aufstandsbekämpfung im In- und Ausland mobilisiert wird. Die Allgegenwart des deutschen Militärs möchten wir beim diesjährigen IMI-Kongress intensiv aufarbeiten. Die Präsenz deutscher Soldaten am Hindukusch, in Heiligendamm und den Arbeitsagenturen bringt jedoch auch neue Protestformen gegen den deutschen Militarismus in der Bevölkerung hervor. Auch diese sollen dargestellt und erörtert werden.

Vorveranstaltung:

Auch dieses Jahr gibt es am Freitagabend eine multimediale Vorveranstaltung mit der anschließenden Möglichkeit, sich bei Essen und Trinken schon einmal zu begrüßen und kennen zu lernen:

Auftaktveranstaltung: Freitag 9. November 19:00-21:00
Planet der Slums - Planet des Bürgerkriegs
Referent: Christoph Marischka
Ort: Tübingen, Schellingstraße 6


Kongress-Programm:


Samstag 10. November: Der neue deutsche Militarismus...

12:00 Begrüßung

12:15-13:45 Das Weißbuch und die Transformation der Bundeswehr
Referent: Tobias Pflüger

14:00-15:30 Milliarden für den Krieg: Rüstung und Sicherheitsforschung
Referent/inn/en: Martin Hantke und Claudia Haydt

15:45-17:15 "Vernetzte Sicherheit" - Bundeswehr Innen, Außen und überall
Referent: Frank Brendle

17:30-19:00 Deutschlands Kampf um die letzten Tropfen... Militärische Rohstoffsicherung
Referent: Jürgen Wagner

20:15 Podium: Mit der Bundeswehr um die ganze Welt: Hintergründe zu den aktuellen Kriegseinsätzen der deutschen Armee


Sonntag 11. November: ... und seine Achillesversen

09:30-10:30 Jenseits von Recht und Moral: Die Einsätze des Kommando Spezialkräfte
Referentin: Claudia Haydt

10:45-11:45 Der Kampf gegen (deutsche) Militärstandorte
Referentin: Hannelore Tölke

12:00-13:30 Die Armen in den Krieg? Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der Bundeswehr
Referent/inn/en: Jonna Schürkes und Heiko Humburg (angefragt)

Ab 13:30 Podium: Antimilitarismus muss praktisch werden! Strategien gegen den neuen deutschen Militarismus.
Mit: Markus Gross (Bundeswehr wegtreten), Hannelore Tölke (Netzwerk gegen Militärstandorte und deren Auswirkungen, NEMA), Tobias Pflüger (IMI)


Organisatorisches

Für Verpflegung zwischen den Pausen wird gesorgt. Auf Wunsch versuchen wir private Übernachtungsmöglichkeiten zu organisieren (Schlafsack erforderlich). Übernachtungsmöglichkeiten in Tübingen finden sich u.a. hier

Eine Kongressgebühr wird nicht erhoben, über Spenden zur Finanzierung des Kongresses freuen wir uns natürlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an einzelnen Vorträgen und Veranstaltungen ist selbstverständlich möglich.

Anfahrt mit dem Zug:
Über Stuttgart oder Horb. In Tübingen zu Fuß vom Bahnhof über die Neckarbrücke geradeaus die Mühlstrasse hinauf bis zur KSK/Deutschen Bank, dort scharf rechts (ca. 10 Minuten).

Anfahrt mit dem Auto:
Über die B 27 (Stuttgart bzw. Hechingen) oder die B 28 (Reutlingen bzw. A 81). In Tübingen dann am Besten in einem der Parkhäuser in der Innenstadt (sind ausgeschildert) oder etwas außerhalb der Innenstadt parken.



Wer weitere Informationen zum Kongress haben möchte, kann sich gerne im IMI-Büro melden: 07071-49154

Widerstand ist zwecklos

"Wir sind die Borg. Widerstand ist zwecklos." Das kennt ja eigentlich jeder Trekkie. In den Untiefen meines Mailprogrammes fand ich noch diese, aktualisierte Fassung über verschiedene Varianten des Spruches:

Im Original heißt es:
We are Borg. Resistance is futile.

Kärnten:
Wohll, miar seins lei die Boog. Weull Wiedaschtond, des is lei nix guats. Mir wernan eich lei asimiliarn tuan.

Burgenland:
Mia san die Boag. Widastaund kints vagessn.

Wien (proletarisch):
Mir san de Borg. Eichan Widastaund kennt's Eich ind Hoa schmian.

Wien (aristokratisch):

Entschuldigen's schon, wenn wir uns die Impertinenz herausnehmen, uns selbst vorzustellen: Borg, hocherfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen. Hoffen doch, dass's die Contenance bewahren werden, wenn wir Sie mit Ihrer Assimilierung inkommodieren müssen!

Wien (amtlich):
Unsere Identität entnehmen Sie bitte dem beigefügten Auszug aus den Personenstandsbüchern. Gegen die Assimilierung in unser Kollektiv ist nach dem ABGB (§666, Abs. 3/IV) kein Rechtsmittel zulässig. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Bremen:

Wir sind Booch, Widerstand kommt nich inne Tüdde!

Sachsen 1:

Wuer sin de Borch, Wuederstandd iss zwechlous!

Sachsen 2:
Mier sin de Borch, Widderstand iss zwechloohs!

Sachsen 3:
EHm, mir sin de Borsch, un wiescherschtand kannste voll vergeschen, un jetscht wän mir disch ass.. ass.. ass ... ehm mit uns zsammenmähren.

Bayern:
Mir san's, die Borg. Widerstand koennt's glei vergess'n!

Plattdeutsch:

Pass ma op mien Djung, we sün de Boag. We weert all din Karakteristiggen bi uns totrekken. Weerstand is twechlot!

Berlin:
Wir sind allet Borg. Und Du ooch gleich. Dein Widastand kannste vajessen. Weil wa nämlich Deine janzen Eijenschaften in unsre mit rintun werden. So sieht det aus!

Rheinland:

Alle ma aufpassen. Wia, wia sind die Boag, ne. Und ich sach dir dat. Mit dir is jetzt Sense. Dein ganzen Kara... kara..., äh also wie wern dich bein unns reintun, wa. So, und wenn du meinst, hier irgendwelchen Kokolores machn zu wolln, denn werd ich ma denn Vatter holen und denn is abber Duster in Bottrop, ne.

Vogtland:
Mir sei Borch ! Geggen uns gibbs'kann Widderstand! Mir wehrn eich alle assimiliern!

Ruhrdeutsch:

Hoemma zu. Wir sinn vomm Borga Verain. Du wirs gezz aina von unz. Kannze nix gegen machen, sonns krisse watt inne Fresse.

Schwaben:

Griaß Goddle, mer send d'Borg, Ihr gäbat am beschta glei uff, weil's jo eh nix nutzt, wenn'r Eich weahrat. Mer assi... assi... assi... - ah wa,
kommat her, no sehat 'r was bassiert!

Sauerländisch:

Samma, wir sind de Borg, do. Widersand läßte man schön bleiben, do. Da könnwer dich nämlich man besser aufnehm.

Hessisch:
Ei, mer san de Borg. Jo, de Widerstand, des werde aber nix. Da kömmer disch man ruig dazunehm.

Nordhessisch:
Mäh sinn Boch. Währen gildet nit. Hä widd als zu's uffgenomme.

Siebenbürgen:

Mer sen de Borch. Wedderstond ess zwechloos.

Original (mit Schweizer Akzent):

We are Borg. Resischtanz ischt fjutail.

Bern:
Mir sy d'Borg. Wyderstang isch gaeng zwaecklos. Diir waerded auetwaege assimiliert waerde.

Basel:

Miich sin d'Bochg. Wiidchstand isch zwaegglos, Du wiichsch assimiliecht.

Norwegisch:

Vi er Borg. Dere vil bli assimilert. All motstand er forgjeves.

Türkisch:

Ey, wir Borg. Halt deine Fresse, Man! Wisstu jetzt voll assi... assi... voll mitmachen bei uns, Alda!

Klassisch:
Borges sumus. Resistere inutile est.

Yodaistisch:
Borg wir sind, Widerstand zwecklos sei.

Die Schlümpfe:

Wir sind die Schlumpf. Widerschlumpf ist schlumpflos. Wir werden Sie einschlumpfen.

EDV:

I am Pentium of Borg. Division is futile. You will be approximated.

Stabreim:
Vernehmet die Mär!
Als Borg wir bekannt,
Widerstand wir wehren.
Zur Sippe versammelt,
euer Sehnen und Sinnen
auf ewig erhöht
kollektives Erkennen.

Limerick:
The Borg we are, give up your ship,
our phasers strong your shields will rip.
We'll assimilate you,
your technology, too,
and you cannot escape from our grip.

Bundesregierung:
Wir sind Schäuble von Borg, Widerstand ist zwecklos. Ihre Daten werden gespeichert. Sie sind verhaftet.

Der Revoluzzer

(Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet)

War einmal ein Revoluzzer,
im Zivilstand Lampenputzer:
Ging im Revoluzzerschritt
Mit den Revoluzzern mit.

Und er schrie: „Ich revolüzze!“
Und die Revoluzzermütze
Schob er auf das linke Ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.

Doch die Revoluzzer schritten
Mitten der Straßen Mitten,
wo er sonst unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.

Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Straßenpflaster aus,
zwecks des Barrikadenbaus.

Aber unserer Revoluzzer
Schrie: „Ich bin der Lampenputzer
Dieses guten Leutelichts
Bitte, bitte, tut ihm nichts!

Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.

Dann ist er zuhaus geblieben
Und hat dort ein Buch geschrieben:
Nämlich, wie man revoluzzt
Und dabei doch Lampen putzt.

Erich Mühsam
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