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»In der ganzen Naturgeschichte kenne ich kein ekelhafteres Lebewesen als die Sozialdemokratische Partei.« Gustav Landauer

Ist's schon wieder soweit?

Zum Artikel "Maifeiertag endet im Chaos" in der Esslinger Zeitung vom 02.05.09.

Bereits am frühen Morgen bei unserer Ankunft in Ulm hatte ein Großaufgebot der Polizei den Bahnhofsvorplatz eingekesselt. Mit der Bahn anreisende Gewerkschafter wurden zum Teil stundenlang im Bahnhof festgehalten, willkürlich mit Platzverweisen für die gesamte Innenstadt belegt, beschimpft und rüde behandelt - lange bevor sie auch nur theoretisch die Möglichkeit gehabt hätten, zu "randalieren". An mehreren Stellen wurden Demonstranten stundenlang eingekesselt.

Wir hatten "Glück" und wurden nicht festgesetzt. Unseren Protest gegen den Aufmarsch der braunen Horde am Tag der Arbeit konnten wir dann aber auch nur unter einem Großaufgebot häufig äußerst aggressiver Polizeibeamter, Pfefferspray- und Wasserwerfereinsatz ausdrücken.
Wird seitens führender Politker so oft dazu aufgerufen, sich Nazis in den Weg zu stellen und Zivilcourage zu zeigen, sieht man sich als Antifaschist in der praktischen politischen Tätigkeit ständig massiven Repressalien seitens der Staatsorgane ausgesetzt.

DAS war das Problem an diesem Tag - wie so oft: Die Demokratiefeinde werden mit staatlicher Hilfe geschützt, während die Gegner dieser Hetzer kriminalisiert werden.

Es ist unerträglich. Ist's schon wieder soweit?

Farewell, Johnny!

Heute mussten wir dich gehen lassen. Wer nagt nun Löcher in das Sofa? Wer zerlegt sämtliche Decken? Du wurdest vor zwei Jahren bei uns abgegeben und wir hätten nicht gedacht, dass du überhaupt überlebst in deinem erbärmlichen Zustand. Nun hattest du noch zwei schöne Jahre. Und wir auch mit dir!

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Zuletzt bearbeitet am 24.04.2009 15:03

Stuttgart: Anarchistisches Kulturwochenende

Dieses Wochenende, d.h. am 25. und 26.4., findet im Büro der "Falken", Wagenburgstr. 77, 70184 Stuttgart, das erste Anarchistische Kulturwochenende statt. Kunst, Musik, Poesie, nettes Beisammensein und vieles mehr wird geboten sein!
Für lecker veganes Essen von der Volxküche und die nötige Erfrischung in Form von Getränken wird gesorgt.

Los gehts am Samstag um 14.00Uhr und am Sonntag um 15.00Uhr.
- Und so sieht das Programm aus:

Samstag, 25.4.

14.00Uhr | Vernissage -“ Patrick Henne und Samira Lehmann präsentieren ihre besten Werke. Komisches, Skurriles, Witziges, Ernstes und Sozialkritisches wird den/die BetrachterIn erwarten.
Dazu gibt es einen Sektempfang.

17.00Uhr | Poesie -“ Thomas, Lena und Joi lesen ihre Gedichte vor. Ihre Texte sind Facetten- und abwechslungsreich. Sowohl ernste, verwirrende als auch ironische Elemente kommen in ihren Gedichten vor.

20.00Uhr | Essen, danach Konzert -“ Abends gibt es dann lecker veganes Essen von der Volxküche auf Spendenbasis. Danach geben ...und morgen Rom aus Böblingen ihr Debut. Sie spielen Akkustik-Songs mit überwiegend deutschen Texten.

Nach dem Konzert wird es im Falkenbüro noch einen gemütlichen Ausklang des Abends geben.

Sonntag, 26.5.

15.00Uhr | Improvisations-Theater -“ Paul F., eine Theatercrew aus Stuttgart, improvisieren für uns. Es wird witzig, seid gespannt!

17:00Uhr | Vortrag -“ Peter Schadt hält einen Vortrag über Anarchismus. Was ist Anarchismus, wodurch zeichnet er sich aus? Was will die anarchistische Bewegung und wie will sie das erreichen? Nach dem Vortrag ist Raum für offene Fragen und Diskussion.

20:00Uhr | Essen, danach Film -“ Auch am Sonntag gibt es abends veganes Essen von der Volxküche auf Spendenbasis.
Danach erzählt die Doku „Vivir la Utopia“ über den spanischen Bürgerkrieg. 1936, als sich Anarcho-SyndikalistInnen, AnarchistInnen und SozialistInnen gegen den faschistischen Franco-Putsch zur Wehr setzten, wurden in großen Teilen Spaniens die sozialen Verhältnisse umgeworfen. Kollektivierungen, gemeinschaftliche Produktion und die Organisation über freie Räte wurden teilweise durchgesetzt. Der Film informiert über die soziale Revolution -™36 in Spanien. Ein Muss für jeden, der sich für den spanischen Bürgerkrieg interessiert!

Kommt zum Anarchistischen Kulturwochenende, sagt FreundInnen Bescheid, gebt die Info weiter und freut euch auf Samstag und Sonntag! Wir freuen uns auf euch!

Wer möchte, kann gerne Salate für das gemeinsame Buffet mitbringen!


(via)

Das ganze religiöse Elend...

Passend zum hochheiligen Feiertag muss ich dann auch mal was loswerden:
Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über einen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.


Karl Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung. In: Karl Marx/ Friedrich Engels -Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 1. Berlin 1976, Seiten 378-385

Strasbourg: "Today and tomorrow: no democracy"

Ein Leserbrief an die "Esslinger Zeitung" zum unter anderem dort verbreiteten Artikel: "Die friedlich gesinnten NATO-Gegner ziehen sich entsetzt zurück" vom 6. April 09

Gummigeschosse, Tränengas, Schockgranaten, Wasserwerfer -- das sind die Erfahrungen, die die französische Polizei mir bescherte am vergangenen Samstag. Ein durch einen Tränengasgranatentreffer geprelltes Handgelenk und eine beschädigte Jacke; andere hat es schlimmer getroffen.

Als eine bunte Menge Friedensbewegter aus den unterschiedlichsten Szenen standen wir auf dem Festplatz im Straßburger Hafen zusammen vor dem Podium, um den Beiträgen zuzuhören, als mitten in die Menge unzählige Tränengasgranaten verschossen wurden.

Panik entstand und wir mussten mangels anderer Auswege über steile Bahngleis-Böschungen flüchten und auch Gehbehinderte fanden in den Mitdemonstranten zum Glück freundliche Helfer. Zum Tränengas kamen Schockgranaten, die mit ihrem ohrenbetäubenden Lärm erst orientierungslos machen und dann durch ihren explodierenden Inhalt fiese kleine Wunden verursachen...

Schon Wochen vorher begann es: Das Protestcamp konnte nur unter Schwierigkeiten organisiert werden, die Volxküche zur Versorgung der Campbewohner wurde nicht über die Grenze gelassen. Die Brücke, um mit dem deutschen Ostermarsch zusammen zu treffen, blieb gesperrt. Eine akzeptable Demonstrationsroute wurde versagt. Der öffentliche Nahverkehr wurde komplett eingestellt und Autobahnen gesperrt. Unzählige Leute kamen überhaupt nicht am Demonstrationsort an wegen der Sperrungen. An jeder Ecke wurde man gefilzt, überprüft und eingeschüchtert. Die gesamte Stadt befand sich im Ausnahmezustand.

Nicht ein paar Steineschmeißer haben die Demonstration zerlegt, sondern ein repressiver Staatsapparat, der demokratische Grundrechte faktisch außer Kraft gesetzt hat und Protest nicht zulassen wollte.

Frei nach dem Motto: Wer nicht jubeln will, wenn kriegführende Großmächte sich feiern, soll am besten gar nicht zu hören und zu sehen sein!

Die Presse trägt ihren Part schön dazu bei. Warum überrennen sich die Fotografen gegenseitig fast, wenn ein Stein aufgenommen wird? Warum sind sie alle weg, wenn von der Polizei auf den 70jährigen Antikriegsaktivisten und die junge Frau im Rollstuhl unvermittelt Schockgranaten geschossen werden?

"Today and tomorrow: no democracy" - so hat es einer der Beamten am Freitag ausgedrückt.

Wenn Grundrechte für zwei Tage einfach außer Kraft gesetzt werden können, wie weit her ist es da mit Demokratie?

38. Internationale Vogelspinnenbörse in Kornwestheim

Meine Brachypelma emilia

WANN: Samstag 28. März 2009, 10 bis 14 Uhr

WO: Rechberghalle Kornwestheim, Rechbergstraße 8, 70806 Kornwestheim

EINTRITT: 6 Euro

Weitere Infos zum Thema auf der Site der Vogelspinnen-Interessengemeinschaft Stuttgart/Ludwigsburg e.V.

Wer sich mal etwas näher mit dem faszinierenden Hobby der Vogelspinnenhaltung beschäftigen und ein paar direkte Einblicke gewinnen möchte, ist mit einem Besuch auf dieser größten internationalen Vogelspinnenbörse auf dem europäischen Festland gut beraten! Wer von zuhause aus noch mehr erfahren möchte, kann dazu auf vielen interessanten Sites oder Foren fündig werden. Z.B. bei Sven Heidrich oder bei Arachnophilia

Da der Termin an diesem Samstag ziemlich schlecht liegt und hoffentlich viele Leute auf der Demo in Frankfurt oder Berlin sein werden, sei als Trostpflaster schonmal der nächste Börsentermin für Kornwestheim verraten: Samstag, der 24. Oktober 2009!

37. Internationale Vogelspinnenbörse in Stuttgart-Kornwestheim

Eine Brachypelma emilia


WANN: Samstag 25. Oktober 2008, 10 bis 14 Uhr

WO: Rechberghalle Kornwestheim, Rechbergstraße 8, 70806 Kornwestheim

EINTRITT: 6 Euro


Weitere Infos zum Thema auf der Site der Vogelspinnen-Interessengemeinschaft Stuttgart

Wer sich mal etwas näher mit dem faszinierenden Hobby der Vogelspinnenhaltung beschäftigen und ein paar direkte Einblicke gewinnen möchte, ist mit einem Besuch auf dieser größten internationalen Vogelspinnenbörse auf dem europäischen Festland gut beraten! Wer von zuhause aus noch mehr erfahren möchte, kann dazu auf vielen interessanten Sites oder Foren fündig werden. Z.B. bei Sven Heidrich oder bei Arachnophilia


Urlaubsgrüße

Gerne habe ich in der Urlaubszeit bisher meinen Briefkasten geöffnet. Denn in dieser Zeit finde ich nicht nur Rechnungen, sondern meist auch hübsche Postkarten von Freunden und Verwandten. Fernwehverursachende Strandidylle oder historische Sehenswürdigkeiten kann ich da bewundern.

Dieses "hübsche Motiv" jedoch, das uns heute erreicht hat, ist einfach nicht zu toppen.
Bin immer noch sprachlos.
Wer solche Freunde hat ....

Liebe Grüße aus den USA

"BILD" und die Igel...

Langohrigel Quelle
Ein Bericht in einer bekannten Boulevard-Zeitung wegen Igelquälerei hat heute bei zahlreichen Leuten in meiner Umgebung zu Entsetzen, Wut und Abscheu geführt. Zum Glück, sage ich mir. Wenn so etwas keinen mehr "kratzt", dann können wir uns einen Strick nehmen.

Dennoch wünschte ich mir, dass Empörung und Aufschrei wenigstens halb so präsent wären, wenn es um tote Menschen beispielsweise in Afghanistan ginge.

Ob das nun daran liegt, dass die einschlägige Boulevardpresse wesentlich weiter verbreitet ist als die vernünftigste Tageszeitung die ich kenne und die Masse der Leute deshalb beispielsweise das Titelbild von gestern mit den zwei toten Kindern nicht gesehen hat, kann ich nicht sagen.

Möglicherweise spielt auch eine Rolle, dass ein Igel unschuldig ist und afghanische Kinder entweder potentielle Terroristen oder bedauerlicherweise unvermeidlicher Kollateralschaden sind...
cronjob