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»Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.« Erich Kästner

8. März. Gegen Krieg. Für die Frauenrevolution

Das Foto von © Monika von Wegerer zeigt drei Teilnehmer*innen der Aktion mit selbstgemalten Plakaten: "Gegem Macker und Rassisten - Fight the Power - Fight the Cistem" "Kein Täter darf sich sicher fühlen" sowie Durchgestrichen: "Beziehungstat - Femizid" Durchgestrichen "Minderjährige Frauen - Mädchen" Durchgestrichen: "Hysterie - Wut"
Foto: © Monika von Wegerer via Umbruch Bildarchiv
Am 8. März 2026 versammelten sich mehrere hundert Frauen am Gesundbrunnen zu einer Demonstration durch den Wedding unter dem Motto: „Gegen Krieg, für die Frauenrevolution.“ Der Protest richtete sich gegen patriarchale Gewalt, für Gleichberechtigung, gegen gekürzte Sozialleistungen, explodierende Miet-, Lebensmittel und Energiepreise bei gleichzeitigen Milliardenausgaben für Rüstung und deutscher Beteiligung an völkerrechtlichen Kriegen. So führte die Demo auch vorbei an Rheinmetall aus Protest gegen die dort geplante Umstellung der Produktion auf Rüstungsgüter. Ab Frühsommer will Rheinmetall im Werk in der Scheringstraße 2 statt Autozubehör Geschosshülsen für Artilleriemunition herstellen. Erstmals seit Jahrzehnten sollen in Berlin wieder Rüstungsgüter produziert werden.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.
Während Deutschland den Genozid in Gaza und den Krieg gegen Rojava weiter fleißig mit Waffen und Geld unterstützt, kürzt der Staat an allen Ecken und Enden im Sozialen Bereich und in der Gewaltschutzhilfe. Die Fassade eines Landes, das angeblich Frauen- und LGBTI+ Schutz ganz nach vorne stellt bröckelt immer mehr!
Wir wissen: Während fast jeden Tag eine Schwester von uns durch die Hand eines Mannes ermordet wird und unsere Schwestern weltweit mit deutschen Bomben das Leben zur Hölle gemacht wird, sind wir es, die uns gegenseitig schützen und für unsere Befreiung kämpfen werden! Deshalb am 8. März mit uns auf die Straßen!

(Aufruf zur Demo)

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Fight by Night 2026

Das Foto von © Björn Obmann zeigt die Demo mit dem Fronttransparent mit der Aufschrift "Fight by Night Wir rechnen ab!"
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Zum Abschluss des feministischen Kampftages zogen am 8. März bis zu 2.000 Menschen gegen das Patriarchat durch Kreuzberg. Unter dem Motto „Fight by Night - Wir rechnen ab!“ lief die Demo lautstark vom Mariannenplatz zum Görlitzer Park. An mehreren Ecken wurde die Demo durch Pyro und Feuerwerk begrüßt.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Wir rechnen ab! Bis 27.02.2026 (equal pay day) haben wir umsonst gearbeitet. Ihr schuldet uns gleiches Geld für gleiche Arbeit, Investitionen in soziale Projekte, bezahlbare Mieten, Konsequenzen für Sexualstraftäter, körperliche Selbstbestimmung – die Rechnung ist lang. Wer von Patriarchat profitiert, trägt zu dessen Erhalt bei, deshalb: Fickt eure Zäune und Bullen im Görli und anderswo, euer Rassismus hat mit unserer Sicherheit nichts zu tun. Das ist unser Park, das sind unsere Straßen, das ist unser Tag und unsere Nacht!

(aus dem Aufruf)

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Internationaler Frauen*tag: "Das Ziel ist Frauenrecht als Menschenrecht."

Wir wünschen allen Freundinnen, Kolleginnen, Müttern, Töchtern, Schwestern, Großmüttern, Liebhaberinnen, Nachbarinnen, Gegnerinnen, Revolutionärinnen, Mädchen, ... einen kämpferischen internationalen Frauentag!

In Europa beschloß die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz (100 Delegierte aus 17 Ländern) auf Initiative von Clara Zetkin am 27. August 1910 in Kopenhagen (übrigens im Ungdomshuset) die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages für die Interessen der Frauen gegen mehrfache Ausbeutung und Unterdrückung. Themen waren vor allem die Gleichberechtigung der Frauen, ihr Wahl- und Stimmrecht, sowie der Kampf gegen den imperialistischen Krieg.

Der erste Frauentag wurde am 19. März 1911 in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz sowie den USA begangen. Allein in Berlin kamen etwa 45.000 Frauen zusammen, um sich für ihre Rechte stark zu machen. In den folgenden Jahren versammelten sich Millionen von Frauen zu den jeweils im Frühjahr organisierten Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen. Schon 1912 kamen Schweden, Frankreich und Holland, 1913 Russland und die Tschechoslowakei dazu. Neben dem Wahlrecht forderten die Frauen bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, Mutter- und Kinderschutz und protestierten gegen den imperialistischen Krieg. Das aktive und passive Wahlrecht wurde den Frauen in Deutschland im Zuge der Novemberrevolution 1918 durch den Rat der Volksbeauftragten zuerkannt.

1921 wurde auf der zweiten kommunistischen Frauenkonferenz, wiederum auf Initiative von Clara Zetkin, der internationale Frauentag auf den 8. März festgelegt. Dieses Datum war eng mit den proletarischen Frauenkämpfen verbunden:

• Am 8. März 1857 streikten in New York Textilarbeiterinnen, gefolgt von einer Streikwelle in der Textil- und Tabakindustrie.
• Am 8. März 1908 kamen 129 streikende Arbeiterinnen der Textilfabrik "Cotton" in New York bei einem Brand ums Leben. Vom Fabrikbesitzer und den Aufsehern wurden die Frauen in der Fabrik eingesperrt, um zu verhindern, daß sie Kontakt zu ihrer Gewerkschaft aufnehmen. Sie hatten für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen gekämpft.
• Am 8. März 1917 (russ. Kalender: 23. Februar) fand St. Petersburg ein massiver Streik der Textilarbeiterinnen gegen Krieg, Hunger und Zar statt. Nachdem weitere Sektoren ergriffen waren, kam es zum Generalstreik, der als Auslöser der Februarrevolution gilt.



Bildquelle: Bildercache.de

"Das Ziel ist Frauenrecht als Menschenrecht." Clara Zetkin (1857 - 1933), Initiatorin des ersten Internationalen Frauentages stellte klar, dass eine wirkliche Befreiung der Frau untrennbar verbunden ist mit der Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung. Sie wendete sich aber auch gegen diejenigen, die meinten, diesen Kampf auf den St. Nimmerleins Tag verschieben zu können.

In diesem Sinne fordern wir dazu auf, an den Aktionen an diesem Tag teilzunehmen. Möglichkeiten dazu finden sich zum Beispiel bei LabourNet.


k9 » größenwahn » politischer fiimabend: Freiheit für alle! Die Frauen der Französischen Revolution

Der Flyer zum Film zeigt die Angaben aus dem Textbeitrag, grafisch hinterlegt mit einer stilisierten Silhouette einer Menge Menschen mit Fahnen und einer weiblichen Person im Vordergrund, die ebenfalls eine Fahne schwenkt
Flyer zum Film
Sonntag 8. März 2026 - 19 Uhr

2024 - (Les femmes dans la Révolution française, 92 Minuten)

Der Dokumentarfilm zeigt das ganze Räderwerk der Französischen Revolution mitsamt der bisherigen Leerstelle: dem politischen Engagement der Frauen. Frauen waren in der Französischen Revolution treibende Kräfte des Wandels. Sie beteiligten sich an allen wichtigen Ereignissen der revolutionären Bewegung und erhoben neuartige Forderungen bezüglich eines egalitären Geschlechterkonzepts.

So führte Reine Audu am 5. Oktober 1789, nur wenige Wochen nach dem Sturm auf die Bastille, nen bewaffneten Zug Pariser Marktfrauen beim Marsch auf das Schloss Versailles an.

Der Dokumentarfilm zeigt einige sehr unterschiedliche Frauenpersönlichkeiten dieser Umbruchszeit: die idealistische Dramatikerin Olympe de Gouges, die 1791 die feministisch-revolutionäre „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ verfasste, die belgische Amazone Thèroigne de Mèricourt, die aristokratische Journalistin Louise de Kèralio, politisch aktive Schokoladenhändlerin Pauline Lèon, Schauspielerin Claire Lacombe, die zornige Marktfrau Reine Audu, die Soldatin a.D. Catherine Pochetat.

Während der französischen Revolution spielten Frauen eine wichtige Rolle und schrieben mit ihrem Marsch nach Versailles Weltgeschichte.

combatiente zeigt geschichtsbewußt:
revolucion muß sein!
filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen
kinzigstraße 9 « 10247 berlin + Us samariterstraße + S frankfurter allee

Rojava verteidigen

Das Foto von Sabine Scheffer zeigt einen Demoblock, der von rechts im Bild kommt und zwei nebeneinander getragene Fronttransparente mit dem Text Gestern Terrorist, heute Präsident von Syrien - Der "IS" ist zu einem Staat geworden" im Vordergrund und "Gemeinsam verändern wir die Welt" rechts davon , hinter denen Frauen laufen. Zum Teil werden YPG Fahnen getragen oder Papptafeln mit Texten wie "Free Kobani"
Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv
Mehr als 4000 Menschen demonstrierten am 24. Januar 2026 in Berlin in Solidarität mit den angegriffenen Kurdinnen und Kurden in Nordsyrien. Auch in Köln, Frankfurt, Hamburg, Hannover und zahlreichen anderen Städten gingen Tausende gegen die anhaltende Gewalt gegen Kurden in den kurdisch besiedelten Gebieten auf die Straße, für die Frauen Revolution in Rojava und gegen das Schweigen der internationalen Gemeinschaft.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland, der kurdische Frauendachverband YJK-E, #Womendefendrojava und weitere Gruppen des Aktionsbündnisses riefen zur breiten Solidarität mit dem Widerstand in Rojava auf. Ihr Protest richtete sich gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dessen Staatsterror gegen die Kurden und gegen die Gewalt, Kriegsverbrechen und Unterdrückung durch al-Jolani (Ahmed al-Scharaa), Interimspräsident Syriens und Anführer der islamistischen HTS-Miliz, der 2026 Gast beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist.

Wir fordern die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft auf, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherung humanitärer Hilfe in Nord- und Ostsyrien zur Priorität zu machen und jede politische Aufwertung islamistischer Akteure entschieden zurückzuweisen. Es braucht einen anerkannten Status für Rojava, um eine friedliche Zukunft zu ermöglichen.

(aus dem Aufruf von Kon-Med)


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Eine Kritik der Strategie der Massenmobilisierung

Das Foto zeigt Menschenmassen auf einer Straße, im mittleren Hintergrund eine brennende Barrikade
Szene während der Proteste
Quelle: Ersha Iran
In der Literatur zu sozialen Bewegungen geht es bei der Strategie der Massenmobilisierung um eine Reihe von Strategien, die auf riesigen Versammlungen, massiver physischer Präsenz und symbolisch-materiellem Druck der Bevölkerung basieren, um die politische Ordnung zu knacken. Bei dieser Strategie wird die Ansammlung von Menschen mit der Ansammlung von Macht gleichgesetzt, und man geht davon aus, dass die Unterdrückungskräfte angesichts einer sehr großen Menschenmenge machtlos oder zögerlich werden.

Diese Annahmen werden aber mittlerweile stark kritisiert. Es ist klar, dass eine große Menschenmenge eine symbolische Funktion haben kann, um die Moral der Demonstranten zu stärken, aber eine große Menschenmenge bedeutet nicht automatisch mehr Macht. Politische Macht braucht eine effektive und flexible Organisation und Struktur, Taktiken und Strategien; eine große Menschenmenge lässt sich nicht so einfach lenken, und die Umstände können unerwartete und unkontrollierbare Auswirkungen auf sie haben.

Da diese Taktik mit minimaler Ordnung funktioniert und sich auf die Anzahl der Menschen sowie kollektive Emotionen und Gedanken stützt, können selbst kleine Störungen (informativ, kommunikativ, physisch-psychologisch usw.) einen Dominoeffekt auslösen, den Zusammenhalt zerstören und letztendlich zum Scheitern der gesamten Taktik führen. Andererseits teilen viele Menschen kein klares gemeinsames Ziel, keine einheitliche Vorstellung vom nächsten Schritt und keine gleiche Risikobereitschaft.

In Krisenzeiten führt diese Heterogenität zu Verwirrung und Uneinigkeit. Aus strategischer Sicht muss eine effektive Kraft in der Lage sein, rechtzeitig die Richtung zu ändern, anzuhalten, voranzukommen und sich zurückzuziehen. Eine Massenbewegung ist jedoch in unterschiedlichem Maße zustimmungsabhängig, die Entscheidungsfindung verläuft langsam, emotionale Reaktionen werden verstärkt, sodass diese Strategie nur eine geringe Flexibilität aufweist und nur einmal angewendet werden kann.

Im Wesentlichen setzt diese Strategie auf einen Höhepunkt und geht davon aus, dass sich alles ändern wird, wenn die Straßen einmal voll sind. Da diese Strategie jedoch an einen bestimmten Zeitrahmen gebunden ist, kann sie nicht unbegrenzt wiederholt werden (ihr Schockeffekt nimmt mit jeder Wiederholung ab) und sie verträgt keinen Stress, da die Mobilisierung der Menschen jedes Mal schwieriger wird als zuvor und sie schnell nachlässt, wenn sie verschoben oder gestoppt wird. In der Praxis kommt es, wenn dieser Höhepunkt nicht eintritt, zu einer starken psychologischen Erosion und zu physischen menschlichen Kosten, denn die Kosten für die Niederschlagung einer Massenmobilisierungstaktik sind viel höher als die Kosten für das Scheitern kleinerer Proteste und können zur Erschöpfung der Fähigkeit zum kollektiven Handeln führen. All dies, während die derzeitigen Regierungen bereit sind, diesen bestimmten Moment zu kontrollieren, basierend auf den Erfahrungen mit Revolutionen und klassischen Bewegungen.

Eine weitere falsche Annahme in Bezug auf den Höhepunkt ist, dass die Kräfte der Unterdrückung angesichts einer großen Menschenmenge den Willen der Mehrheit verstehen und sich den Reihen des Volkes anschließen werden. Aber die Kräfte der Unterdrückung, insbesondere in unserem Land Iran, wo jetzt alles klar und transparent ist, sind sich des Willens der Mehrheit des Volkes voll bewusst und müssen ihn nicht offen auf den Straßen sehen, um daran zu glauben. Unser Volk kann diesen gierigen und inkompetenten Militärs, denen es an den grundlegenden menschlichen Werten des Denkens und Fühlens mangelt, nichts versprechen, was über ihre aktuellen Interessen hinausgeht. Deshalb werden sie auf keinen Fall zu dem Schluss kommen, dass es in ihrem besten Interesse ist, sich mit dem Volk zusammenzuschließen. Die meisten von ihnen haben auch das Blut der Menschen an ihren Händen und sehen für sich selbst keinen Weg zurück. Tatsächlich sind die Militärs selbst der Hauptfeind unseres Volkes, und wir müssen planen, organisieren und daran arbeiten, sie zu besiegen. Wir können das Militär nicht bitten, dabei zu helfen, Politiker zu stürzen, weil die Militärklasse selbst, wie eine Mafia-Sicherheitsbande, die gesamte politische und wirtschaftliche Macht innehat.

Es sollte auch beachtet werden, dass die Konzentration der Bevölkerung das Risiko von menschlichen Opfern erhöht, besonders wenn wir es mit einer Regierung zu tun haben, die keine Skrupel hat, Massenmord zu begehen. Unter solchen Umständen bedeutet die Einladung von einer Million Menschen zu einer Massenprotestaktion, Entscheidungen über das Leben und die Sicherheit einer großen Anzahl von Menschen zu treffen, ohne die Folgen vollständig kontrollieren zu können. Bei dieser Strategie werden Individuen auf eine Masse von Menschen und eine Zahl reduziert. Aus dieser Perspektive kann die Strategie der Massenmobilisierung als gleichwertig mit der veralteten und unmoralischen Kriegsstrategie der „menschlichen Welle” angesehen werden, bei der Menschenleben als Werkzeug benutzt werden, indem sie entwertet werden. Es ist erwähnenswert, dass die freiwillige und enthusiastische Beteiligung von Einzelpersonen an der Umsetzung dieser Strategie ihre moralische Belastung nicht verringert, da im Iran-Irak-Krieg das iranische Volk offenbar bereitwillig in den Krieg gezogen ist, aber heute werden die Handlungen der Befehlshaber dieses Krieges verurteilt.

Quelle: A Critique of the Mass Mobilization Strategy, 23. Januar 2026

Anmerkungen: Dieser Beitrag ist ein Repost einer Übersetzung eines persischsprachigen Tweets von Daikatuo. Diese Kritik wird von post-linken Anarchisten auf der Grundlage ihrer Erfahrungen in anderen sozialen Bewegungen geäußert.

Übersetzung: Thomas Trueten, mit Dank an G.R.K. für die Information.


Persisches Original:


از دایرکت، از ایران. «نقد استراتژی میدان میلیونی در ادبیات جنبش‌های اجتماعی، استراتژی میدان میلیونی اصطلاحا به خانواده‌ای از راهبردها اطلاق می‌شود که بر تجمع عظیم، حضور فیزیکی انبوه و فشار نمادین-مادی جمعیت برای فروپاشی نظم سیاسی متکی‌اند. در این استراتژی انباشت جمعیت معادل انباشت قدرت دانسته می‌شود و گمان بر این است که نیروی سرکوب در برابر توده‌ی بسیار بزرگ مردم ناتوان یا مردد می‌شود. اما امروزه این پیش‌فرض‌ها محل نقدهای جدی هستند. قابل انکار نیست که انبوه جمعیت می‌تواند کارکردی نمادین در افزایش روحیه‌ی معترضان داشته باشد، اما جمعیت زیاد لزوما به قدرت بیشتر منجر نمی‌شود. قدرت سیاسی نیازمند سازمان و ساختار، تاکتیک و استراتژی‌پردازی مؤثر و منعطف است؛ در حالی که با جمعیتِ زیاد نمی‌توان مانور داد و شرایط محیطی می‌توانند تأثيرات غیرمنتظره و غیرقابل کنترلی روی جمعیت داشته باشد. از آنجا که این تاکتیک با نظم حداقلی و با تکیه بر عدد افراد و احساسات و افکار جمعی کار می‌کند، حتی اختلال‌های کوچک (اطلاعاتی، ارتباطی، جسمی-روانی،...) می‌توانند اثر آبشاری ایجاد کنند، انسجام را بشکنند و در نهایت کل تاکتیک را از کار بیاندازند. و از طرف دیگر، تعدادِ زیادِ افراد غالبا هدف مشترک دقیق، تصور یکسان از حرکت بعدی و سطح ریسک‌پذیری یکسان ندارند و در لحظه‌ی بحران، این ناهمگنی به سردرگمی و واگرایی منجر می‌شود. از منظر استراتژیک، یک نیروی مؤثر باید بتواند جهت عوض کند، متوقف شود و به موقع پیشروی و عقب‌نشینی کند. اما جمعیت میلیونی فرمان‌پذیری ناهمگن دارد، انتقال تصمیم در آن کند است، واکنش‌های احساسی در آن تقویت می‌شود و در نتیجه، این راهبرد انعطاف‌پذیری پایینی دارد و بیشتر یک‌بارمصرف است. اساسا این راهبرد روی یک لحظه‌ی اوج حساب می‌کند و گمان می‌کند اگر یک‌بار خیابان پر شود، همه‌چیز تغییر می‌کند، اما از آنجا که این استراتژی به یک بازه‌ی زمانی خاص وابسته است، قابل تکرار نامحدود نیست (اثر شوک آن با تکرار کاهش می‌یابد) و تحمل کش‌دار شدن را ندارد چرا که هربار بسیج مردم سخت‌تر از قبل می‌شود، در صورت تعویق یا توقف، به سرعت افول می‌کند. در عمل اگر آن لحظه‌ی اوج به نتیجه نرسد، فرسایش روانی و آسیب جانی شدیدی ایجاد می‌شود چرا که هزینه‌ی شکست یک میدان میلیونی، از شکست اعتراضات کوچک‌تر بسیار بیشتر است و می‌تواند به تخلیه‌ی توان کنش جمعی منجر شود. و تمام این‌ها در حالی است که حکومت‌های امروزی بنابر تجربه‌ی انقلاب‌ها و جنبش‌های کلاسیک برای کنترل آن لحظه‌ی خاص آماده شده‌اند. پیش‌فرض نادرست دیگر در رابطه با لحظه‌ی اوج این است که گمان می‌شود نیروهای سرکوب در مواجهه با انبوه جمعیت متوجه خواست اکثریت شده و به صفوف مردم می‌پیوندند. اما نیروهای سرکوب، خصوصا در کشور ما که دیگر همه‌چیز در آن واضح و شفاف است، کاملا بر خواست اکثریت مردم واقف هستند و لازم نیست آن را علنا در خیابان ببینند تا باور کنند. مردم ما نمی‌توانند به این نظامیان مفت‌خور و بی‌کفایت که از حداقل‌های انسانی اندیشه و احساس بی‌بهره‌اند، وعده‌ای بدهند که از منافع فعلیشان پیشی بگیرد. بنابراین تحت هیچ شرایطی به این نتیجه‌گیری نخواهند رسید که همراهی با مردم، به نفع آن‌ها خواهد بود. اغلب آن‌ها نیز دستشان به خون مردم آلوده است و راه برگشتی برای خود نمی‌بینند. در واقع دشمن اصلی مردم ما، خود نظامی‌ها هستند و باید برای شکست خود آن‌ها برنامه‌ریزی، سازمان‌یابی و تلاش کرد. ما نمی‌توانیم از نظامی‌ها برای پایین کشیدن سیاست‌مداران کمک بخواهیم، چرا که اساسا خود طبقه‌ی نظامیان شبیه به یک گنگ مافیایی-امنیتی کل قدرت سیاسی و اقتصادی را در دست دارد. همچنین باید توجه داشت تمرکز جمعیت ریسک تلفات انسانی را بالا می‌برد، خصوصا زمانی که با حکومتی مواجه هستیم که هیچ ابایی از کشتار جمعی ندارد. در چنین شرایطی دعوت به میدان میلیونی یعنی تصمیم‌گیری درباره‌ی جان و امنیت انبوهی از افراد، بدون امکان کنترل کامل پیامدها. در این استراتژی افراد به جِرم جمعیت و عدد فروکاسته می‌شوند، از این منظر می‌توان استراتژی جمعیت میلیونی را معادل استراتژی جنگی منسوخ و غیراخلاقی «موج انسانی» دانست که با بی‌ارزش دانستن جان انسان‌ها، از آن‌ها استفاده‌ی ابزاری می‌کند. شایان ذکر است حضور داوطلبانه و مشتاقانه‌ی افراد در پیشبرد این استراتژی، بار اخلاقی آن را کاهش نمی‌دهد، همانطور که در جنگ ایران و عراق، مردم ایران ظاهرا با میل و رغبت به میدان می‌رفتند اما امروزه عملکرد فرماندهان آن جنگ، محکوم می‌شود. (ادامه دارد)



Kölner CDU-Parteizentrale zum Tag der Befreiung von Kobane besetzt

15 Aktivist*innen des Bündnisses RiseUp4Rojava haben heute um 14.30 die CDU-Parteizentrale in Köln
besetzt, um auf ein Handeln im Bezug auf die Angriffe in Nord-Ost-Syrien und Rojava zu drängen! Heute vor 11 Jahren wurde die Stadt Kobane im Norden Syriens durch die Selbstverteidigungseinheiten vom sogenannten Islamischen Staat befreit -jetzt wird Kobane wieder massiv angegriffen.

Die Errungenschaften der Frauenrevolution sowie das Leben in einer basisdemokratischen Selbstverwaltung stehen auf dem Spiel. Seit Anfang des Jahres werden durch dschihadistische Milizen, geeint unter dem Kriegsverbrecher und aktuellem selbsternannten Präsident Al-Scharaa, Menschen ermordet, vertrieben und insbesondere die Rechte von Frauen abgeschafft. In den neu besetzten Gebieten werden IS-Kämpfer aus Gefängnissen befreit, Menschen verschleppt und die Schariah ist das neue herrschende Gesetz.

In Rojava werden den Kämpferinnen der Selbstverwaltung die Zöpfe von Dhihadisten abgeschnitten. Wir sagen: Friedrich Merz schneidet mit! Denn die CDU und ihr Kanzler schweigen zu den aktuellen Geschehnissen und wollen sogar den Kriegsverbrecher al-Sharaa in Deutschland hofieren.

Seit Wochen demonstrieren weltweit, auch in ganz Deutschland, zigtausende Menschen. Dies findet jedoch von Medien und Regierung kaum Gehör! Denn das voranginge Ziel von Parteien wie der CDU ist es, Menschen nach Syrien abzuschieben – völlig egal ob dort Tod, Unterdrückung und Vertreibung herrschen.

Die Aktivist*innen fordern:
1. Militärische Angriffe sofort stoppen – Schutz der Bevölkerung garantieren: Solange Massaker passieren, muss das Recht auf Selbstverteidigung gelten.

2. Keine Deals mit islamistischen Übergangsstrukturen. Die islamistische „Übergangsregierung“ darf weder finanziell noch politisch legitimiert werden.

3. Die demokratische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien (DAANES) muss politisch anerkannt werden.

4. Frauenrevolution sichtbar machen & schützen: Die Erfolge der Frauenbewegung in Rojava -Gleichberechtigung, Selbstverwaltung, Schutz vor Gewalt – brauchen internationale Aufmerksamkeit und Schutz.

Biji rojava – Biji Berxwedana Kobanê!

Quelle: Pressemitteilung


Aus Minneapolis: So was wie das hab ich noch nie gesehen oder: ein Bericht von meinem ersten Tag in Minneapolis

Das Foto zeigt eine Gruppe von Menschen auf einer verschneiten Hauseinfahrt, ihnen gegenüber dutzende vermummte, bis an die Zähne bewaffnete ICE Agenten.
Bürger stehen am Ort der tödlichen Schüsse am 7. Januar 2026 bewaffneten ICE-Beamten gegenüber
Foto: Chad Davis
Lizenz: CC BY 4.0
Wenn man sich mit sozialen Bewegungen und Aufständen beschäftigt, fällt einem ein ziemlich klares saisonales Muster auf: Im Sommer gehen die Leute auf die Straße und machen Krawall, und wenn es kühler wird, beruhigt sich die Lage wieder. Das war 2020 definitiv so, und das sieht man immer wieder, wenn man sich mit Geschichte beschäftigt.

Und trotzdem war ich im Januar auf dem Weg nach Minneapolis.

Bevor ich mich entschied, über den Widerstand gegen die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) dort zu berichten, habe ich einen Freund kontaktiert, der dort lebt. „Diese Woche wird es echt, echt kalt. Werden die Leute trotzdem kommen?“

„Die Leute aus Minnesota werden da sein“, sagte er mir. „Die ICE wird es schwer haben.“

Denn, wie ein anderer Freund mir sagte: „Die ICE hat einen klassischen Nazi-Fehler gemacht: Sie hat im Winter ein Wintervolk angegriffen.“

Die Leute aus Minnesota hatten noch nie Angst vor Eis, und jetzt zeigen sie, dass sie auch keine Angst vor der ICE haben.

Ich hab, ehrlich gesagt, vor beidem ein bisschen Angst. Aber man tut, was man kann.

„Man tut, was man kann“ - das ist vielleicht die Einstellung, die mich überhaupt erst dazu gebracht hat, Minneapolis besuchen zu wollen.

Vor ein oder zwei Wochen habe ich mich mit einem Freund unterhalten, der hier oben lebt. Er war unterwegs, um Wohnhäuser vor der ICE zu schützen, indem er einfach vor der Tür stand und sagte: „Nein, Sie dürfen hier nicht rein.“ Er saß vor Hotels, von denen bekannt war, dass dort ICE-Beamte untergebracht waren, und schrieb die Autokennzeichen auf.

Dieser Freund von mir ist niemand, den ich jemals mit einer bestimmten politischen Ideologie in Verbindung gebracht hätte, und ich kenne ihn auch nicht als Aktivisten. Er ist einfach ein junger, introvertierter Queer. Ich habe ihn gefragt, warum er diese Arbeit macht - die, wie die Nachrichten der letzten Wochen deutlich gemacht haben, nicht gerade sicher ist. Er sagte mir, dass er sich immer gesagt habe, dass er jemand sein würde, der sich einsetzt, wenn es nötig ist.

Dieser Freund von mir ist mutig. Aber er ist keine Ausnahme. Minneapolis ist eine Stadt voller Menschen, die sich gegen ein buchstäblich mörderisches Regime auflehnen.

Das wollte ich hier sehen.

Ich bin auf seltsame Weise ein professioneller Optimist. Ich war schon immer fasziniert davon, wie Menschen in Krisenzeiten zusammenkommen, um sich gegenseitig zu helfen. Und die Menschen hier sind zusammengekommen.

Von meinem Wohnort nach Minneapolis sind es zwei Tage Fahrt, zumindest theoretisch. Aber es ist Januar, und der Winter im Mittleren Westen ist nicht ohne. Am Montag gab es Schnee. Am Mittwoch? Schnee. Also musste ich die dreizehnstündige Fahrt am Dienstag machen.

Ich hatte überlegt, schon am Abend vorher loszufahren, und bin froh, dass ich es nicht getan habe - in Indiana gab es eine Massenkarambolage mit 37 Autos, bei Whiteout-Bedingungen und Eis auf der Autobahn. Ich habe es aber nicht in den Nachrichten gesehen, weil es in derselben Nacht in Michigan eine Massenkarambolage mit hundert Autos gab. Während einer Stunde meiner Fahrt kam ich an 32 Autos und Lastwagen vorbei, die im Graben standen.

Ich selbst war nicht allzu besorgt. Das Wetter war klar und die meisten Straßen waren geräumt und gestreut. Ich bin ein bisschen ein Prepper und mein Allrad-Lkw hat gute Reifen, Ketten, falls ich sie brauche, und jede Menge Winterausrüstung.

Minneapolis ist im Winter kalt, und dieser Winter ist besonders kalt, und diese Woche ist es besonders kalt. Ich habe Winterkleidung - schließlich lebe ich ländlich in den Bergen -, aber es ist eine Sache, das zu haben, was man braucht, um bei 10 Grad draußen zu arbeiten, und eine andere, das zu haben, was man braucht, um stundenlang bei -20 Grad herumzustehen. Ich gehe davon aus, dass es am Freitag, dem Tag des bevorstehenden Generalstreiks, (mit Windchill) die kältesten Temperaturen geben wird, die ich je in meinem Leben erlebt habe.

Also bin ich dreizehn Stunden gefahren, habe meinen Kollegen vom Flughafen abgeholt und bin zu unserer Unterkunft gefahren. Wir haben über Audiorecorder und Gasmasken gesprochen, wir haben über die Geschichten gesprochen, die wir im Kopf hatten, über das, was gerade passiert, wir haben darüber gesprochen, was wir lernen und sehen möchten.

Wir haben viele große Fragen, und eine davon lautet einfach: Wie groß ist das Ausmaß der Krise hier? Es wird beschrieben, als sei der Ort ein Kriegsgebiet, aber viele US-Städte wurden in den letzten Jahren als Kriegsgebiete beschrieben, und das war selten der Fall. Wie präsent war die ICE und der Widerstand gegen sie?

Am frühen Morgen fuhr eine Reihe von Autos die Wohnstraße entlang, in der wir wohnen, und hupten. Wie wir vermutet hatten und später bestätigt bekam, waren es ICE-Beobachter, die einem ICE-Fahrzeug folgten und hupten, um die Bundesbehörden daran zu hindern, im Verborgenen zu operieren.

Ich konnte meine neuen schicken isolierten Stiefel nicht schnell genug anziehen, und als ich draußen war, waren sie schon an uns vorbeigefahren.

Aber ja, die Stadt ist besetzt.

Wir haben uns für unsere Unterkunft entschieden, weil wir nicht mitten im Geschehen sein wollten, aber es hat sich herausgestellt, dass die ganze Stadt, ebenso wie St. Paul und die Vororte, mitten im Geschehen sind. Wir mussten nicht mehr als drei Blocks fahren, bevor wir auf eine Menschenmenge stießen, die eine Kindertagesstätte bewachte. Stell dir vor, du musst eine Kindertagesstätte bewachen.

An jeder zweiten Straßenecke in der Stadt scheinen Leute nach ICE Ausschau zu halten, bereit, verdächtige Fahrzeuge an die dezentralen Netzwerke zu melden, die die Bewegungen der Rebellen in der Stadt überwachen.

Es ist die ICE, die sich heimlich in Minneapolis bewegt, während die Rebellen reflektierende Westen und dicke Jacken tragen.

Ich habe gestern mit Organisatoren gesprochen, aber das Erste, was mir ein Freund sagte, war, dass es im Gegensatz zu den meisten sozialen Bewegungen keinen „Ansprechpartner“ gibt. Es gibt einfach keinen zentralen Anführer und auch keine zentrale Führungsriege. Es gibt keine Avantgarde, die den Widerstand anführt.

Der Widerstand gegen die ICE in Minneapolis ist stark, weit verbreitet und nachhaltig. Er ist auch völlig dezentralisiert und führerlos (oder „führerreich”, wenn man so will). Es gibt Rollen. Es gibt Organisation - es gibt so viel Organisation. Es gibt so viele Organisatoren aus so vielen Gemeinschaften und mit so vielen Identitäten.

Das macht mich natürlich glücklich.

Ich bin mir sicher, dass es für die Bundesbehörden, die die Stadt besetzt halten, auch verdammt frustrierend ist. Sie wollen ein paar Leute herauspicken und sie vor Gericht stellen. Das könnte immer noch passieren, aber es wäre ein Scheinprozess. Wenn es eine Verschwörung gibt, dann ist es die Verschwörung der ganzen Stadt, frei zu sein.

In den USA sind die meisten von uns daran gewöhnt, Protestbewegungen als eine Art interne Rebellion zu sehen. Gegen die örtliche Polizei, gegen die kapitalistische Infrastruktur. Was hier passiert, ist grundlegend anders. Dies ist eine Rebellion gegen etwas, das einer ausländischen Besatzung gleichkommt. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass dies der Grund ist, warum das Wetter die Menschen nicht davon abhält, auf die Straße zu gehen. Sicher, die Menschen hier besitzen viel mehr Schneekleidung als der durchschnittliche Amerikaner und sind es eher gewohnt, auf ungeräumten Straßen zu fahren, aber ich denke, mehr als alles andere ist es einfach so, dass diese Situation unerträglich ist. Die Menschen sind bereit, mehr zu riskieren.

Weil ihre verdammten Familien entführt werden. Ihre Nachbarn werden entführt. Kinder aus ihren Schulen werden entführt. Sie selbst werden entführt.

Als wir gestern mit dem Auto unterwegs waren, sahen wir Lehrer, die mit Schülern aus den Schulen kamen. Als ich nach Hause kam und die Nachrichten las, erfuhr ich, warum.

Wir wissen noch nicht, wie viele Menschen in ICE-Haft gestorben sind, weil sie uns das natürlich nicht sagen. Wir wissen nicht, wie viele Menschen bei der Abschiebung gestorben sind, aber niemand flieht ohne Grund, und Menschen, die in den USA Asyl suchen, tun dies, weil die Rückkehr in ihr Heimatland oft ein Todesurteil ist.

Die Ermordung einer der ICE-Beobachter:*Innen hat die Menschen also nicht davon abgehalten, die ICE zu beobachten.

Es steht zu viel auf dem Spiel.

Während wir mit Leuten vor der Kindertagesstätte sprachen, drückte uns eine somalische Familie Samosas in die Hand. Wir versuchten, sie nicht anzunehmen: „Wir sind nur Journalisten“, sagten wir ihnen. Das war keine akzeptable Ausrede, um die Samosas nicht anzunehmen. Die waren, ehrlich gesagt, die besten, die ich je gegessen habe.

Wir unterhielten uns mit einer 76-jährigen Frau darüber, was sie hierher gebracht hatte. Ihr Vater hatte in Italien und Frankreich gegen Faschisten gekämpft, und sie wusste, dass er stolz auf sie sein würde. Das seien ihre Nachbarn, erklärte sie. Mir war ein bisschen kalt, obwohl ich meine neuen Winterklamotten anhatte, während ich mit ihr redete. Sie trug nicht mal eine Mütze.

Ein Tontechniker, den ich flüchtig aus der Metal-Szene kannte, war auch da - einfach ein schöner Moment, wie klein die Welt doch ist - und er sollte an diesem Tag eine ziemlich wichtige Band aufnehmen, aber sein Kind ging in die örtliche Schule und es war völlig ausgeschlossen, dass jemand in seiner Nachbarschaft kommen würde, um die Kinder von irgendjemandem zu holen.

Die Leute waren sich der Schwere der Lage bewusst, sowohl lokal als auch national. Sie wussten, dass es wichtig war, die ICE überall zu frustrieren, um sie überall zu stoppen. Wenn nötig, würden sie als Bollwerk dienen.

Und ihre Zahl war gestiegen, nachdem einer von ihnen erschossen worden war.

Ich habe gestern mit einer Gruppe von Organisatoren gesprochen - eigentlich waren alle Organisatoren - und sie ausführlich gefragt, welche Art von Berichterstattung sie sich wünschen und was die Welt über ihre Bemühungen wissen sollte.

Eine Sache, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist, dass sie zwar froh sind, dass die Medien über all die schrecklichen Dinge berichten, die die ICE tut, aber sie möchten, dass mehr Menschen erfahren, wie schön der Widerstand ist. Ich kann kein rosiges Bild von dem zeichnen, was hier passiert, denn es ist nicht rosig. Es ist nicht idyllisch. Aber es ist inspirierend.

Ich bin jetzt seit 24 Jahren in Protestbewegungen aktiv (vielleicht klingt das kitschig, aber ich habe einen bestimmten Protest als meinen Ausgangspunkt gewählt) und ich habe noch nie eine Bevölkerung gesehen, die so vereint ist, nicht einmal annähernd. Es scheint, als würde sich die ganze Stadt gegen die Entführer erheben.

Ich hätte noch mehr zu sagen, aber die Sonne ist schon aufgegangen und ich bin nur noch ein paar Tage hier, also erzähle ich später mehr.

Mein eigentliches journalistisches Ziel ist es natürlich, ein paar Podcast-Folgen zusammenzustellen, aber ich dachte mir, ich schreibe diese Beiträge, um meine Gedanken unterwegs zu sammeln.

Quelle: Margaret Killjoy, From Minneapolis: I've Never Seen Unity Like This or: a report from my first day in Minneapolis, 22. Januar 2026

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Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]

The Heartbreak Machine: Nazis in the Echo Chamber

Der folgende Text beschreibt die Hintergründe und den Hackvorgang bei drei Nazi Plattformen, unter anderem zu Dating unter Rechten. Den dabei verwendete und hinsichtlich Nazis unscharfen Begriff "Extremismus" mache ich mir nicht zu eigen, er ist Teil der "Hufeisentheorie" und könnte auch gegen Links gewendet werden. Aber genug der Vorrede:

"WhiteDate ist eine Plattform weißer Suprematist:innen, die sich an Rassist:innen und Antisemit:innen richtet – und auf veralteter Infrastruktur basiert. Was die 8000 Mitglieder nicht wussten: Einige der Nazis flirteten dieses Jahr mit realistisch wirkenden Chatbots - und verliebten sich sogar in sie. Mit einer Kombination aus automatisierter Konversationsanalyse, Web-Scraping und klassischen OSINT-Methoden verfolgten wir öffentliche Spuren und identifizierten die Personen hinter der Seite. Dieser Vortrag zeigt, wie KI-Personas und investigatives Denken extremistische Netzwerke aufdecken und wie Algorithmen gegen Extremismus eingesetzt werden können.

Monatelang tauchte Martha in die verborgene Welt von WhiteDate, WhiteChild und WhiteDeal ein, drei Plattformen, die von einer Rechtsextremistin aus Deutschland betrieben werden. Sie glaubt an die Verschwörung einer weißen Vorherrschaft und einer „rassisch reinen“ weißen Gemeinschaft. Was als Neugier begann, entwickelte sich schnell zu einem Experiment über menschliches Verhalten, Technologie und Absurdität.

Martha infiltrierte das Portal mit „realistischen“ KI-Chatbots. Die Bots waren so überzeugend, dass sie die Überprüfungen umgingen und sogar als „weiß“ verifiziert worden. Durch die Gespräche und Recherche von digitalen Spuren dieser Gemeinschaft, die sich in Sicherheit wähnte, konnte sie Nutzer identifizieren.

Gemeinsam mit Reporter:innen der „Die Zeit“ konnten wir die Person hinter der Plattform enttarnen und ihre Radikalisierung von einer erfolgreichen Pianistin zu einer Szene-Unternehmerin nachzeichnen. Um ihr Dating-Portal hat sie ein Netzwerk von Websites aufgebaut, dass seinen Nutzern Liebe, Treue und Tradition vermarktet. WhiteDate verspricht romantische Beziehungen, WhiteChild propagiert Familien- und Abstammungsideale und WhiteDeal ermöglicht berufliches Networking und „gegenseitige Unterstützung“ unter einem rassistischen Weltbild. Gemeinsam zeigen sie, wie Ideologie und Einsamkeit auf bizarre Weise miteinander verwoben sein können.

Nach monatelanger Beobachtung, klassischer OSINT-Recherche, automatisierter Gesprächsanalyse und Web-Scraping haben wir herausgefunden, wer hinter diesen Plattformen steckt und wie ihre Infrastruktur funktioniert. Dabei deckten wir die Widersprüche und Absurditäten extremistischer Gemeinschaften auf, verdeutlichten ihre Anfälligkeit für technologische Eingriffe und brachten sogar den einen oder anderen Nazi zum Weinen.

Dieser Vortrag erzählt von Beobachtung, Schabernack und Einblicken in die digitale Welt extremistischer Gruppen. Er zeigt, wie Algorithmen, KI-Personas und investigatives Denken Hass entlarven, seine Narrative hinterfragen und seine Echokammern aufbrechen können. Wir zeigen, wie Technologie im Kampf gegen Extremismus eingesetzt werden kann."

Quelle

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Ich glaube nicht, dass mein Handy mein Freund ist oder: Ich nehme mir vor, noch schlechter darin zu werden, oder: Ich nehme mir vor, noch schlechter darin zu werden, Leuten zu antworten

Die Nachrichten dieser Woche sind echt schlimm, und es fühlt sich komisch an, über irgendwas anderes zu schreiben als über das, was gerade in der Welt passiert. Aber ich weiß nicht, ob ich zu diesem neuen Krieg schon viel zu sagen habe, noch nicht. Ich habe meine ersten Erfahrungen bei den Antikriegsprotesten 2002 und 2003 gemacht, aber ehrlich gesagt hatte keiner von uns – weder die großen Demonstrationen mit Plakaten noch die Kids in Schwarz, die die Fenster der Rekrutierungszentren eingeschlagen haben – viel Erfolg oder schien viel zu bewirken. Es war wahrscheinlich trotzdem sinnvoll, aber selbst die wenigen Lektionen, die ich aus dieser Zeit gelernt habe, scheinen in der heutigen Zeit irrelevant zu sein. 2003 haben wir versucht, eine neokonservative Regierung zu stoppen. 2026 versuchen wir, eine faschistische Regierung zu stoppen.

Wenn ich mir unsicher bin, empfehle ich meistens die Arbeit von CrimethInc, und ihre Analyse hier scheint solide zu sein (der ganze Artikel ist lesenswert).
Unbeliebte Kriege ohne klares Mandat – vor allem Kriege, die zu Opfern unter US-Soldaten oder anderen Opfern im eigenen Land führen – können den Untergang eines Regimes bedeuten. Es ist unsere Aufgabe, diesen Krieg – zusammen mit Trumps anderen Fehlern und den kommenden Kriegen – zu einem Mühlstein um den Hals der gesamten herrschenden Klasse zu machen. Es wird so viel Kraft der Bevölkerung erfordern, Trump zu stürzen, dass wir ähnlich ehrgeizige Vorschläge populär machen sollten – und nicht einfach eine Rückkehr zu einem unpopulären zentristischen Status quo fordern.

Wie auch immer, ich fühle mich etwas angespannt, wenn ich über etwas anderes schreibe, und ich bin mir sicher, dass ich zu diesen Themen noch mehr zu sagen haben werde. Aber darüber habe ich diese Woche nicht geschrieben. Stattdessen habe ich über Aufmerksamkeit geschrieben.

Ich glaube nicht, dass mein Handy mein Freund ist


Die KI Grafik zeigt eine androgyne Person in der Rückansicht, die von lauter klingelnden Handys umgeben ist, versucht sich auf ihr Buch zu konzentrieren. Das Bild ist schwarz-weiß mit harten Kontrasten gestaltet
Grafik: Thomas Trueten
Ich glaube nicht, dass mein Handy mein Freund ist. In meiner Tasche steckt ein Ablenkungsgerät, das vibriert und piept und mir Informationen liefert, ob ich diese Informationen nun will oder nicht, und ich glaube nicht, dass es mein Bestes im Sinn hat.

Ich liebe es, Nachrichten von meinen Lieben zu sehen. Ich liebe es, Produktbewertungen nachschlagen zu können, während ich im Laden bin. Ich liebe Podcasts und Hörbücher. Ich liebe Wikipedia; Gott segne Wikipedia. Aber wenn ich mein Handy aus Versehen in den Sofakissen liegen lasse, schaffe ich auf jeden Fall mehr beim Schreiben.

Das bedeutet indirekt, dass eines meiner Ziele für 2026 darin besteht, schwerer erreichbar zu sein.

Als SMS das Telefonieren als Standardform der Fernkommunikation abgelöst haben, fühlte sich das wie Freiheit an. Asynchrone Kommunikation. Ich musste nicht mehr jedes Mal alles unterbrechen, was ich gerade tat, wenn jemand eine Frage hatte, weil niemand eine sofortige Antwort erwartete. Ich konnte mich später darum kümmern. Die Kommunikation musste meine Aufmerksamkeit nicht mehr unterbrechen.

Ich fange an zu glauben, dass Textnachrichten das „Jetzt kaufen, später bezahlen“ der Aufmerksamkeitswelt sind. Auf Kredit zu kaufen ist bequem und gefährlich, und man kann leicht tief in Schulden versinken, in einen Teufelskreis, aus dem man nie wieder herauskommt.

Nachdem ich heute Morgen fleißig eine Stunde im Bett verbracht habe, um Nachrichten zu lesen, habe ich immer noch 103 ungelesene E-Mails in vier Konten, 54 ungelesene Signal-Nachrichten (viele davon von Menschen, die ich sehr liebe), ein paar Nachrichten in Bluesky, die ich einfach nie lesen werde, etwa ein Dutzend Nachrichten hier auf Substack, die ich wahrscheinlich lesen werde, auf die ich aber vielleicht nicht zurückkommen werde, und von meinen Instagram-Nachrichten will ich gar nicht erst anfangen. Wenn mir jemand eine normale SMS schickt, nun, dann möge Gott ihm beistehen, denn ich werde es nicht tun.

Ich glaube nicht, dass ich in irgendeiner Weise einzigartig bin. Da ich in der Öffentlichkeit arbeite, bekomme ich wahrscheinlich mehr Nachrichten von Fremden als der Durchschnittsmensch, aber die Sache ist die: Auch Nachrichten von meinen Freunden und meiner Familie liegen in meinem Posteingang und werden nicht beantwortet.

Ich versuche seit Jahren, meinen Posteingang leer zu halten. Ich werde wahrscheinlich weiter versuchen, den Berg an E-Mails abzuarbeiten. Aber es ist einfach zu viel, und ich glaube nicht, dass das gut für mich ist. Ich dachte, asynchrone Kommunikation würde mir mehr Freiraum verschaffen, aber stattdessen zehren alle ungelesenen (oder unbeantworteten) Nachrichten an meinem Gehirn und meiner Konzentrationsfähigkeit. Das Klischee „Tod durch tausend Schnitte“ trifft hier zu. Ich ziehe es vor, mich am Telefon zu unterhalten – eine Stunde Gespräch alle paar Monate fühlt sich viel verbindlicher an als das endlose, langsame Spiel des SMS-Schreibens „Wie geht es dir?“

Aus irgendeinem unerklärlichen Grund habe ich Probleme in lauten Umgebungen, in denen viele Geräusche gleichzeitig zu hören sind. Wenn ich mit anderen Leuten Filme schaue, muss ich den Film pausieren, wenn jemand anfängt zu reden. Ich mag es nicht, wenn im Auto laut Musik läuft, während ich mich mit jemandem unterhalte, und ehrlich gesagt ist leise Musik vielleicht sogar noch schlimmer. Wenn ich alleine fahre, höre ich Musik oder Hörbücher, bis ich zu sehr in Gedanken versinke – dann muss ich die Musik pausieren.

Meine persönliche Hölle ist eine überfüllte Bar mit mehreren Fernsehern, auf denen verschiedene Sendungen laufen, während alle lauter als die anderen schreien, um sich gegen die Musik und den Lärm durchzusetzen.

Ich schreibe meistens in Stille. Während ich das hier schreibe, ist es so still, dass ich meinen Hund atmen hören kann. Es ist aber auch so still, dass ich meine Dusche tropfen hören kann – nur eine weitere Erinnerung an die unendliche To-do-Liste des Lebens.

Wenn ich an einem Ort mit vielen Ablenkungen schreibe, vielleicht an einem öffentlichen Ort, höre ich laute Musik, um alles andere zu übertönen. Normalerweise etwas Repetitives und Schweres wie Doom Metal.

Ich bin skeptisch gegenüber allen Menschen oder Bewegungen, die die Vergangenheit romantisieren. Wer von „einfacheren Zeiten” träumt, nimmt wahrscheinlich die Existenz von Antibiotika als selbstverständlich hin oder hat nicht so viel Zeit wie ich damit verbracht, über Menschen zu lesen, die jung an Tuberkulose gestorben sind.

Ich bin skeptisch gegenüber Menschen, die die Vergangenheit romantisieren, aber ich mache es auch. Ich glaube, dass es wirklich etwas Besseres gab, als „das Internet” noch über eine Box lief, die an die Steckdose in unserem Wohnzimmer angeschlossen war, und man mit Handys nur telefonieren konnte. Denn ich glaube nicht, dass es gut für uns ist, ständig mit Tausenden von Menschen in Kontakt zu stehen. Ich glaube nicht, dass es gut für unser Selbstwertgefühl ist, und ich glaube nicht, dass es gut für unsere Aufmerksamkeitsspanne ist.

Ich denke, Aufmerksamkeit ist wie ein Muskel, der durch Training gestärkt wird und ohne Training verkümmert.

Ich hab in meinem Kopf eine kleine Rangliste, welche Art von Unterhaltung ich mir ansehen kann, je nachdem, wie stark meine Aufmerksamkeit gerade ist. Lange Bücher, Gedichte, kurze Bücher, Kurzgeschichten, lange Essays, alte Filme, neue Filme, Fernsehsendungen, Videospiele, Doomscrolling, in absteigender Reihenfolge. (Komischerweise sind Podcasts nicht dabei, weil ich die höre, während ich putze, Auto fahre oder was anderes mache). Ich beschäftige mich mit all dem, und das ist kein Aufruf an alle, nicht mehr auf ihre Handys zu schauen, um „Krieg und Frieden“ zu lesen, aber verdammt noch mal, ich würde mir gerne vorstellen, dass ich eines Tages tatsächlich „Krieg und Frieden“ lese. Ich beschäftige mich in meinem Job so viel mit Tolstoi (er ist eine Nebenfigur in fast jeder Geschichte über europäische Radikale an der Wende zum 20. Jahrhundert), dass ich wirklich gerne mehr über seine Ansichten erfahren würde, als seine Kurzgeschichten zu bieten haben.

Aber um sich zum Lesen hinzusetzen, darf man nicht von einer Million Dingen abgelenkt werden.

Und leider gehört es zu diesen Ablenkungen, ständig erreichbar zu sein. Nicht nur wegen des Summens in meiner Hosentasche, sondern auch wegen der Lawine von Nachrichten, die sich schnell ansammeln, wenn wir uns von unseren Laptops und Handys entfernen.

Ich habe mich sogar nach einem Festnetzanschluss für mein Haus umgesehen, damit ich mein Handy und WLAN für ein paar Tage ausschalten kann, aber in Notfällen trotzdem erreichbar bin. Aber ein Festnetzanschluss ist ziemlich teuer. Also werde ich mich stattdessen auf Disziplin verlassen.

Die Disziplin, mein Handy zwölf Stunden lang in meinen Sofakissen liegen zu lassen. Die Disziplin, Nachrichten ungelesen zu lassen. Die Disziplin, schlechter darin zu werden, mit Leuten zu kommunizieren.

Um es klar zu sagen: Ich will nicht, dass mich alle in Ruhe lassen. Ich liebe es, von Lesern und Zuhörern zu hören. Das motiviert mich manchmal, weil ich dann denke, dass ich vielleicht doch kein totaler Versager bin, weil etwas, das ich vor zehn Jahren gemacht habe, heute noch Menschen hilft. Ich liebe meine Freunde, und ich liebe es, dass ich durch mein lebenslanges Engagement und meine Reisen so viele Menschen kennengelernt habe, die mir am Herzen liegen und von deren Tagen, Träumen, Kämpfen und Erfolgen ich hören möchte.

In meinem Posteingang verstecken sich echte Verbindungen zu Menschen, die ich liebe. In meinem Posteingang verstecken sich einmalige Gelegenheiten, großartige Arbeit zu leisten. In meinem Posteingang verstecken sich unglaubliche Essays von brillanten Autoren, deren Arbeit ich liebe.

Ich weiß nicht, wo die Balance liegt, zwischen dem Ein- und Ausschalten des Zugangs zu Informationen und Verbindungen.

Ich hoffe, dass ich dieses Jahr der Antwort näher komme.

Und ja, ich weiß, wie ironisch es ist, diesen Beitrag mit einem Abonnement-Button zu beenden. Aber wenn du mehr von mir lesen möchtest, ist das eine gute Möglichkeit, dies zu tun.

Quelle: Margaret Killjoy, I Don't Think My Phone is My Friend or: I resolve to get worse at getting back to people, 07. Januar 2026
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Übersetzung: Thomas Trueten [authorisiert]


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