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»Die Flut sagte zum Fischer: Für das Toben meiner Wellen gibt es viele Gründe. Der wichtigste davon ist, dass ich für die Freiheit der Fische und gegen das Netz bin.« Sherko Bekas

8. März. Gegen Krieg. Für die Frauenrevolution

Das Foto von © Monika von Wegerer zeigt drei Teilnehmer*innen der Aktion mit selbstgemalten Plakaten: "Gegem Macker und Rassisten - Fight the Power - Fight the Cistem" "Kein Täter darf sich sicher fühlen" sowie Durchgestrichen: "Beziehungstat - Femizid" Durchgestrichen "Minderjährige Frauen - Mädchen" Durchgestrichen: "Hysterie - Wut"
Foto: © Monika von Wegerer via Umbruch Bildarchiv
Am 8. März 2026 versammelten sich mehrere hundert Frauen am Gesundbrunnen zu einer Demonstration durch den Wedding unter dem Motto: „Gegen Krieg, für die Frauenrevolution.“ Der Protest richtete sich gegen patriarchale Gewalt, für Gleichberechtigung, gegen gekürzte Sozialleistungen, explodierende Miet-, Lebensmittel und Energiepreise bei gleichzeitigen Milliardenausgaben für Rüstung und deutscher Beteiligung an völkerrechtlichen Kriegen. So führte die Demo auch vorbei an Rheinmetall aus Protest gegen die dort geplante Umstellung der Produktion auf Rüstungsgüter. Ab Frühsommer will Rheinmetall im Werk in der Scheringstraße 2 statt Autozubehör Geschosshülsen für Artilleriemunition herstellen. Erstmals seit Jahrzehnten sollen in Berlin wieder Rüstungsgüter produziert werden.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.
Während Deutschland den Genozid in Gaza und den Krieg gegen Rojava weiter fleißig mit Waffen und Geld unterstützt, kürzt der Staat an allen Ecken und Enden im Sozialen Bereich und in der Gewaltschutzhilfe. Die Fassade eines Landes, das angeblich Frauen- und LGBTI+ Schutz ganz nach vorne stellt bröckelt immer mehr!
Wir wissen: Während fast jeden Tag eine Schwester von uns durch die Hand eines Mannes ermordet wird und unsere Schwestern weltweit mit deutschen Bomben das Leben zur Hölle gemacht wird, sind wir es, die uns gegenseitig schützen und für unsere Befreiung kämpfen werden! Deshalb am 8. März mit uns auf die Straßen!

(Aufruf zur Demo)

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Stellungnahme zum 11. März 2026: Respekt ist Institutionelle Verantwortungsübernahme - Mit Fokus auf die Perspektive der Betroffenen

Das Foto zeigt Burak Bektaş
Burak Bektaş
Die Gedenkkultur an die Opfer rassistischer/rechter und antisemitischer Morde und der Betroffenen von dieser Gewalt, gerät immer mal wieder ins Wanken. Da die Balance zu halten aus der Perspektive von Angehörigen der Opfer und von Betroffenen von Gewalt, gebührt hoher Anerkennung. Am Mittwoch, dem 11. März 2026, wird zum fünften Mal der „Nationale Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt“ begangen. Hier heißt es laut Bundesregierung, soll unter anderem „die Situation der Betroffenen terroristischer und extremistischer Gewalttaten stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt werden.“ (1) Die im Vorfeld dieser Gedenkfeierlichkeiten Geschehenen sind jedoch ein Spiegel der gesellschaftlichen Diskurse und damit der Verhältnisse.

„Stilles“ Gedenken?

Der 6. Jahrestag in Gedenken des rassistischen Anschlags in Hanau am 19. Februar 2020 ist eine Reflektion hiervon. Die Stadt Hanau hat in diesem Jahr keine zentrale offizielle Gedenkveranstaltung vorgesehen, stattdessen ein öffentliches stilles Gedenken an den Tatorten durchgeführt. (2) Warum? Weil Angehörige 2025 die Stadt für die deutlichen Versäumnisse beim Anschlag und dessen Aufarbeitung kritisierten. Dabei hatte ein Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag aufgezeigt, „dass es rund um den Anschlag Versäumnisse und Pannen gegeben“ hat. Eine der Familien ist bereits vor das Verfassungsgericht in Karlsruhe gezogen.“ (3) Konsequenzen gibt es bis heute nicht. Dass Hinterbliebene des Anschlags enttäuscht sind, ist nur allzu nachvollziehbar. Nicht so für die Rathauskoalition von Hanau aus FDP, CDU und SPD, „Derlei Gedenkveranstaltungen“ solle es nicht mehr geben“ – zumindest vorerst nicht. Was sich widerspiegelt ist: Kritik ist unerwünscht. Die Betroffenen sollten „dankbar sein“. Dankbar sein wofür? Adressiert werden Einzelne, doch gemeint sind alle, Betroffene mögen bitte „ihren Hass überwinden“. Das ist Täter-Opfer-Umkehr: Nicht die Rassisten, die Nazis, die sich von der Mehrheitsgesellschaft ermutigt fühlen, hassen, sondern die trauernden, verzweifelten Angehörigen, die es wagen, ihren Schmerz wütend und mutig zu äußern. Das ist eine Haltung, die Rassismus in Staat und Gesellschaft ausblendet und reproduziert.

Worum geht es?

Tatsächlich hatte als Beispiel eine Opferangehörige in ihrer Rede 2025 erklärt, dass „die Stadt Hanau die Verantwortung für den 19. Februar 2020“ trage und „schuldig“ sei. Der Täter habe vor seiner Tat Briefe geschrieben, die ignoriert worden seien. Zudem sei gegen die verschlossene Notausgangstür am Tatort nichts unternommen worden. „Die Fehler, Versäumnisse und Fahrlässigkeit der Stadt Hanau haben neun jungen Menschen das Leben gekostet“, und es wurde eine Verantwortungsübernahme dafür gefordert. „Hätte die Stadt ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllt, wären diese Kinder heute am Leben.“ Recht hat sie. Die Unstimmigkeiten um das Gedenken in Hanau bekräftigen den Eindruck „Die Stadt will das Gedenken an den 19. Februar 2020 loswerden.“ (4) Betroffene sollen nur so wenig gehört und gesehen werden, wie es sich nach Ansicht der Stadt Hanau schickt. Betroffenen wird vermittelt, dass sie und Ihre Trauer eine Zumutung sind, die Botschaft dahinter: Seid still!

Eine weitere Reflektion ist das Gedenken des rassistischen Brandanschlags von Mölln 1992. Beim Gedenken in Mölln im November 2025 wurde ein Angehöriger für den Film „Die Möllner Briefe“, der im Rahmen der Berlinale preisgekrönt wurde, angegriffen, er sei „undankbar“ und würde „die Stadt schlecht dastehen lassen“. Der Film „Das Deutsche Volk“ erzählt die Geschichte des rassistischen Anschlags in Hanau im Februar 2020 aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden und war ebenfalls im Rahmen der Berlinale von bundesweitem Interesse. Das passt nicht in ein Konzept, dass das Gedenken silencen will.

Um wen geht es hier?

Wenn die Trauer der Betroffenen zum Widerstand wird, wird es für die Offiziellen und staatlichen Akteure untragbar. Dann heißt es, „kein offizielles Gedenken, sondern „stilles“ Gedenken“, „dezentrales“ Gedenken. Es geht um die Angehörigen von Opfern rassistischer und rechter Gewalt und Betroffene von Gewalt. Es geht um ihren Verlust und ihren Kampf für Aufklärung, Gerechtigkeit und Konsequenzen, die die Behörden ihnen nicht geben. Es geht nicht um SIE, sondern es geht um die Angehörigen der Opfer und die Betroffenen. Der Vater eines der Ermordeten kritisiert die kommunale Koalition, anstatt die Verantwortung für ihr Versagen zu übernehmen, werde eine „Gegenoffensive“ gestartet. Es geht um Forderungen von Angehörigen und Betroffenen rechter/rassistischer und antisemitischer Gewalt, um Ihre Perspektive in den Fokus zu rücken. Es geht um institutionelle Verantwortungsübernahme für zum Beispiel geschredderte Akten, um Verschleierung von Verstrickungen von Nazis und Polizeistrukturen, wie bei den NSU-Morden oder den Morden in Hanau, oder auch um Verschleppung von Ermittlungsarbeit, wie bei dem Mord an Burak Bektaş in Berlin.

Von Respekt sprechen

Aufgabe von Staat und Politik ist institutionelle Verantwortungsübernahme, Aufklärung und Gerechtigkeit. Hierzu gehört die Anerkennung von Opfern rechter/rassistischer antisemitischer und antimuslimischer Gewalt. Hierzu gehört Aufklärung. Da läuft ein Zweiter NSU-Prozess in Dresden “ordnungshalber“, ohne dass Nebenkläger*innen zugelassen sind. Es geht um Gerechtigkeit. Noch immer sind wenige der Opfer und Betroffenen anerkannt. Ihre Einladungspolitik für den „Nationalen Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt“ spiegelt all dies wider. Einige Opferangehörige und Betroffene sind eingeladen, während andere nicht anerkannt und nicht eingeladen sind. Zuallererst geht es um Empathie mit Opferangehörigen und Betroffenen und ihre Perspektiven. Das ist der Respekt, von dem wir sprechen. Anerkennung, Solidarität und Konsequenzen!

(1) https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/gedenken-an-die-opfer-terroristischer-gewalt-2409086
(2) https://taz.de/Konflikt-um-Hanau-Gedenken-Wer-ist-hier-undankbar/!6150955/
(3) https://www.hessenschau.de/gesellschaft/jahrestag-in-hanau-die-trauer-um-die-toten-des-anschlags-laesst-nicht-nach-v1,hanau-sechs-jahre-vorab-100.html
(4) https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197720.anschlag-von-hanau-die-stadt-will-das-gedenken-an-den-februar-loswerden.html

Quelle: Stellungnahme der Burak-Ini zum „Nationalen Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt“ am 11. März 10. März 2026


Fight by Night 2026

Das Foto von © Björn Obmann zeigt die Demo mit dem Fronttransparent mit der Aufschrift "Fight by Night Wir rechnen ab!"
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Zum Abschluss des feministischen Kampftages zogen am 8. März bis zu 2.000 Menschen gegen das Patriarchat durch Kreuzberg. Unter dem Motto „Fight by Night - Wir rechnen ab!“ lief die Demo lautstark vom Mariannenplatz zum Görlitzer Park. An mehreren Ecken wurde die Demo durch Pyro und Feuerwerk begrüßt.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Wir rechnen ab! Bis 27.02.2026 (equal pay day) haben wir umsonst gearbeitet. Ihr schuldet uns gleiches Geld für gleiche Arbeit, Investitionen in soziale Projekte, bezahlbare Mieten, Konsequenzen für Sexualstraftäter, körperliche Selbstbestimmung – die Rechnung ist lang. Wer von Patriarchat profitiert, trägt zu dessen Erhalt bei, deshalb: Fickt eure Zäune und Bullen im Görli und anderswo, euer Rassismus hat mit unserer Sicherheit nichts zu tun. Das ist unser Park, das sind unsere Straßen, das ist unser Tag und unsere Nacht!

(aus dem Aufruf)

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Görli zu – Rave against the Zaun

Das Foto von © Björn Obmann zeigt eine Menge Menschen am Abend auf einem Rondell, die in Richtung einer Bühne schauen
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Am 1. März 2026 ist der Görlitzer Park das erste Mal nachts abgeschlossen worden. In den letzten Wochen wurde der Görli – gegen den Widerstand der Anwohner*innen und des Kreuzberger Bezirks – für teure 1,5 Millionen Euro eingezäunt. Zuvor feierten am Sonntag mehrere Hundert Menschen mit einem „Rave against the Zaun“ gegen die nächtliche Schließung. Ab 22 Uhr standen dann Polizisten an den Eingängen und ließen Menschen heraus – aber niemanden mehr herein.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Schon vor der Schließung am Sonntag gab es in den letzten Wochen zahlreiche Sabotageaktionen am Zaun, an den Schlössern und Eingängen. Görli zaunfrei, das Bündnis goerli24/7, das Revolutionäre 1. Mai-Bündnis und andere Kiezbewegte planen für die nächste Zeit weitere öffentliche Protestaktionen. Informiert euch auf den Webseiten der Initiativen. Kein Zaun hält ewig!

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Hanau ist überall 2026

Das Foto von © Protestfotografie.Frankfurt zeigt eine Reihe Teilnehmer* der Gedenkaktionen mit Porträts der Ermeordeten und deren Namen
Foto: © Protestfotografie.Frankfurt via Umbruch Bildarchiv
Am 19. Februar 2020 erschoß ein 43jähriger deutscher Rassist in Hanau Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Kaloyan Velkov, Ferhat Unvar. Ibrahim Akkuş, damals von Kugeln schwer verletzt, starb am 10. Januar 2026 an den Spätfolgen der Tat.

Anläßlich des Jahrestages der rassistischen Morde fanden auch in diesem Jahr in mehr als 60 Städten Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen statt. Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv mit Bildern aus Hanau und Berlin.

Anstelle einer zentralen Gedenkfeier gab es in Hanau dieses Jahr kleinere Veranstaltungen, u.a. am Tatort Heumarkt und bei einem Trauermarsch des Hanauer Jugendbündnisses.

Unsere Botschaft zum sechsten Jahrestag ist klar:
Erinnern heißt verändern.
Erinnern heißt handeln.
Erinnern heißt kämpfen.
Erinnern heißt, zusammenzukommen und aufeinander achtzugeben.

Darum rufen wir dazu auf, am 19. Februar gemeinsam zu erinnern und SAY THEIR NAMES überall sichtbar zu machen.
Laut. Sichtbar. Solidarisch.
SAY THEIR NAMES. Immer. Überall.

(Initiative 19. Februar Hanau)

In Berlin beteiligten sich rund 2.000 Menschen an einer Demonstration in Berlin-Wedding für Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen und Widerstand.

„Sechs Jahre sind vergangen, nach dem rassistischen Attentat in Hanau – 6 Jahre ohne Aufarbeitung, Konsequenzen oder Gerechtigkeit.
Doch die Bedrohung kommt nicht nur von Tätern wie in Hanau, sondern sie trägt Uniform. (…) 2025 wurden mindestens 16 Menschen von der Polizei erschossen. Repression nach innen und Aufrüstung nach außen ist hier das Motto. Während wir gegen Kriege auf die Straße gehen, bauen sie unsere Straßen in Vorbereitung auf Krieg um. Der Staat tötet uns auf den Straßen, in den Knästen und bald auch an der Front. Genau deshalb gehen wir auch sechs Jahre nach Hanau zum antirassistischen Kampftag wieder auf die Straße!“

(Aufruf der Migrantifa Berlin)

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Ausgeliefert! Das Geschäft mit den Kurierfahrern

Nicht nur in Berlin und Hamburg gehören sie längst dazu: Fahrradkuriere, die Burger, Pizza und Co nach Hause liefern. Tausende der Rider kommen aus Indien, angelockt vom Versprechen auf ein Studium in Deutschland – und haben sich dafür hochverschuldet. Die rbb Story deckt ein System mehrfacher Ausbeutung junger Menschen auf, an dem viele mitverdienen: Sprachschulen, Vermittler, Subunternehmer und Liefer-Apps. Eine Recherche auf der dunklen Seite der Lieferdienste.

Film von Fabian Grieger und Jan Wiese | Erstausstrahlung: 02.12.2025/rbb


Wir haben es satt 2026

Das Foto von Björn Obmann zeigt ein Fronttransparent der BUND Jugend mit dem Text: "Braune Rüben unterpflügen - gemeinsam für eine bunte Landwirtschaft" dahinter eine Masse vornehmlich junger Menschen und weitere Plakate und Fahnen. Rechts im Bild ist die Kuppel des Bundestags zu sehen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Mehr als 5.000 Menschen protestierten am 17. Januar 2026 anlässlich der Grünen Woche in Berlin für eine kleinbäuerliche Landwirtschaft und gegen Agrarkonzerne, Gentechnik und Massentierhaltung.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die Veranstalter*innen haben sich auch gegen das Mercosur-Abkommen ausgesprochen, weil dadurch die kleinbäuerliche Landwirtschaft zusätzlich bedroht ist. Außerdem warnen sie vor den jetzt möglichen Soja-Futtermittelimporten, weil die mit den hier in der EU verbotenen Pestiziden gespritzt werden. Dieses Gift landet dann bei uns in den Lebensmitteln. Angeführt von zahlreichen Treckern zog die Demo durch das leere Regierungsviertel, geschmückt mit vielen fantasievollen und kämpferischen Parolen.

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Rojava verteidigen

Das Foto von Sabine Scheffer zeigt einen Demoblock, der von rechts im Bild kommt und zwei nebeneinander getragene Fronttransparente mit dem Text Gestern Terrorist, heute Präsident von Syrien - Der "IS" ist zu einem Staat geworden" im Vordergrund und "Gemeinsam verändern wir die Welt" rechts davon , hinter denen Frauen laufen. Zum Teil werden YPG Fahnen getragen oder Papptafeln mit Texten wie "Free Kobani"
Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv
Mehr als 4000 Menschen demonstrierten am 24. Januar 2026 in Berlin in Solidarität mit den angegriffenen Kurdinnen und Kurden in Nordsyrien. Auch in Köln, Frankfurt, Hamburg, Hannover und zahlreichen anderen Städten gingen Tausende gegen die anhaltende Gewalt gegen Kurden in den kurdisch besiedelten Gebieten auf die Straße, für die Frauen Revolution in Rojava und gegen das Schweigen der internationalen Gemeinschaft.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland, der kurdische Frauendachverband YJK-E, #Womendefendrojava und weitere Gruppen des Aktionsbündnisses riefen zur breiten Solidarität mit dem Widerstand in Rojava auf. Ihr Protest richtete sich gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dessen Staatsterror gegen die Kurden und gegen die Gewalt, Kriegsverbrechen und Unterdrückung durch al-Jolani (Ahmed al-Scharaa), Interimspräsident Syriens und Anführer der islamistischen HTS-Miliz, der 2026 Gast beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist.

Wir fordern die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft auf, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherung humanitärer Hilfe in Nord- und Ostsyrien zur Priorität zu machen und jede politische Aufwertung islamistischer Akteure entschieden zurückzuweisen. Es braucht einen anerkannten Status für Rojava, um eine friedliche Zukunft zu ermöglichen.

(aus dem Aufruf von Kon-Med)


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Postbank kündigt Konten von vier Berliner Vereinen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA)

Logo der VVN-BdA: Der rote, politische Winkel vor den weiß blauen Streifen der KZ Häftlingskleidung. Darunter die Abkürzung VVN-BdA
Logo der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisti:*Innen (VVN-BdA): Der rote, politische Winkel vor den weiß blauen Streifen der KZ Häftlingskleidung. Darunter die Abkürzung VVN-BdA
Dem Bund der Antifaschist*innen Treptow, der Kreisvereinigung Weißensee-Hohenschönhausen der VVN-VdA (ehemals Westberlin), allesamt gemeinnützige Vereine des Landesverbands Berliner VVN-BdA e.V., und eben diesem selbst flatterten vor kurzem die Kündigung ihrer Postbank –Konten zum 31. März 2026 ins Haus.

In den vergangenen 2 Jahren hat die Postbank bereits etlichen unserer Kreisvereinigungen in Deutschland sowie der antifaschistischen Begegnungsstätte Heideruh e. V. die Konten gekündigt.

Was die Motive der aktuellen Kündigungen sind, können wir nur mutmaßen. Ob wir als Kund*innen nicht zahlungskräftig genug sind – die Postbank wird ja zu einer reinen Geschäftsbank umstrukturiert – oder der VS uns noch immer misstrauisch beäugt oder die die Postbank willfährige Erfüllungsgehilfin des „Antifa Verbots“ der Trump Administration ist: die Postbank, bzw. die Deutsche Bank, schweigt sich aus.

Dass sich Banken eher ihrem Geschäftsumsatz verpflichtet fühlen als Demokratie, Gesetzen oder gar dem Grundgesetz ist eine Binse. Aber eins steht ja fest: vom Grundgesetz geschützte demokratische Rechte – wie die Meinungs-, Presse- und Vereinigungsfreiheit, und auch das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe – werden auf diese Weise stark behindert, was zu einer Aushebelung eben dieser führen kann.. Unsere Gemeinnützigkeit als Vereine und damit auch unsere gesellschaftliche und gesetzliche Aufgabe wird erheblich erschwert.

Nebenbei: Es hat schon ein starkes Stück, dass die Postbank, Tochter der Deutschen Bank, antifaschistischen Vereinen die Konten kündigt und damit deren Arbeit erheblich erschwert. Die Deutsche Bank, „arisierte“ nach 1933 ihren Vorstand und nahm danach Teil an der Ausplünderung von Jüdinnen und Juden und der von Deutschland überfallenen und besetzten Länder.
Wir protestieren gegen diese skandalösen Kündigungen und solidarisieren uns mit den anderen fortschrittlichen Organisationen, die von Kontokündigungen betroffen sind.

P.S.: Unseren Mitglieder sei gesagt, wir kriegen das hin.

Quelle: VVN-BdA Berlin

14.02.2026 – Gedenken an Buraks Geburtstag

Das Foto zeigt Burak Bektaş
Burak Bektaş
Erinnern heißt kämpfen

Samstag, 14. Februar 2026 | 14:00 Uhr | Gedenkort für Burak Bektaş | Rudower Straße / Möwenweg | Berlin-Neukölln

Am 14. Februar 2026 wäre Burak 36 Jahre alt geworden.

An seinem Geburtstag kommen wir – Freund*innen, Familie, Unterstützende und Aktivist*innen – am Gedenkort zusammen, um Blumen niederzulegen und gemeinsam Burak zu gedenken.

Burak kann seinen Geburtstag seit dem 5. April 2012 nicht mehr feiern, er wurde im Alter von 22 Jahren ermordet. Der Mord an Burak Bektaş und der Mordversuch an vier seiner Freunde sind nach wie vor nicht aufgeklärt.

Wir zeigen, dass Burak unvergessen bleibt. Sein Lachen, seine Lebensfreude und das Glück, das Burak für seine Familie und für die vielen Freunde bedeutet hat, bleibt wach.

Seit Sommer 2022 gibt es einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA), der aufdecken sollte, warum die vielen rechten, rassistischen Taten des Neukölln-Komplexes nicht aufgeklärt wurden. Auch die Morde an Burak Bektaş und Luke Holland waren Themen im PUA. Der Ergebnisbericht des PUA ist für Ende Mai angekündigt. Wir wissen bereits, dass er seinem Auftrag und den Erwartungen der Betroffenen nicht gerecht werden wird. Umso mehr fordern wir Konsequenzen für die verantwortlichen Behörden.

In Gedenken an Burak Bektaş.
Wir kämpfen weiter für Aufklärung.
Wir kämpfen weiter gegen das Vergessen.

Buraks Todestag jährt sich dieses Jahr am 5. April zum vierzehnten Mal. 14 Jahre keine Aufklärung, keine Gewissheit, keine Sicherheit. 14 Jahre Kampf der Familie und Freund*innen für Aufklärung und gegen das Vergessen. Wir laden euch 2026 zur der Kundgebung zum 14. Todestag von Burak am 12. April ein.

Bringt Blumen und Kerzen mit.

Quelle


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