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»The boundaries which divide Life from Death are at best shadowy and vague. Who shall say where the one ends, and where the other begins?« Edgar Allan Poe

Proteste gegen Neonaziaufmarsch "Der dritte Weg" in Hellersdorf

Das Foto von © Björn Obmann zeigt die Demo des III. Wegs in Hellersdorf, der von ein paar Polizist:*Innen angeführt wird.Die Faschisten tragen Tafeln mit durchgestrichenem Hammer und Sichel ete. etc. etc.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Mehrere Hundert Menschen protestierten am 29.3.2025 in Berlin-Hellersdorf gegen einen Aufmarsch der Nazi-Kleinstpartei „Der dritte Weg“ samt Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend“ (NRJ) mit ca. 200 Neonazis aus ganz Deutschland. Öffentlich mobilisiert hatte „Der Dritte Weg“ nicht, wohl um Gegenproteste zu vermeiden.

Ein großes Polizeiaufgebot verhinderte ein Zusammentreffen der Gruppen. Trotzdem gelang es Antifaschist*innen immer wieder am Rande der Nazisdemo lautstark zu protestieren. Am Schluss kam es zu Übergriffen der Nazis auf Polizisten und es gab mehrere Festnahmen.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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Naziaufmarsch durch Friedrichshain blockiert

Das Foto zeigt demonstrierende Menschen hinter Hamburger Gittern, am About Blank, auf dem ein Transparent mit dem Text "Antifa. Weiter. Machen" hängt. Davor steht der "Adenauer SRP+" mit Laufschrift auf dem Dach: "Nazi go Home / Fuck Nazipack!" usw.
Foto: © Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Wieder einmal wollten Neonazis durch Friedrichshain marschieren. Rund 400-500 Rechtsextreme, nach Angaben der Polizei 850, sammelten sich am 22. März 2025 gegen 13 Uhr am Ostkreuz, obwohl viele Antifaschist*innen bereits im Bahnhof Ostkreuz lautstark protestierten.

Der dritte Aufmarsch um Ex-AfDler Ferhat Sentürk in der Stadt kam kaum 100 Meter weit. Mehrere Tausend Gegendemonstrant*innen und einige Sitzblockaden verhinderten, dass die Nazis marschieren konnten.

Auf der Gegenkundgebung am About Blank griff die Polizei Antifaschist*innen an, um an den „Adenauer SRP+“ heran zu kommen.Ohne Vorwarnung und unprovoziert drängte die Polizei mit Schlägen und Pfefferspray die Menschen zurück.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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Burak Bektaş wurde vor 13 Jahren in Neukölln ermordet

Der Flyer zeigt ein Transparent mit dem Text "Findet  den Mörder" auf Deutsch und Türkisch und ruft auf zur Gedenkkundgebung am 13. Todestag am 5. April 2025 um 15 Uhr, Gedenkort Burak Bektaş  Rudower Straße / Möwenweg in 12353 Berlin-Neukölln
Flugblatt für die Gedenkveranstaltung am 13. Jahrestag seines Todes
Kommt zum Gedenken | Helft bei der Aufklärung

Samstag, 5. April 2025, 15:00 Uhr | Gedenkort Burak Bektaş | Rudower Straße / Möwenweg | 12353 Berlin-Neukölln

Burak Bektaş wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 in Berlin vor dem Krankenhaus Neukölln erschossen. Er war 22 Jahre alt. Vier seiner Freunde haben den Mordversuch überlebt, zwei von ihnen wurden lebensgefährlich verletzt.
Die Tat ähnelte den Morden des Neonazi-Netzwerks NSU. War das Motiv auch bei diesem Mord Rassismus?

Die Polizei hat den Mörder bis heute nicht gefunden. Im Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex wurde deutlich, wie ungenügend die Ermittlungen lange Zeit geführt wurden. Die Polizei wird die Tat nicht von alleine aufklären. Wir müssen selbst dafür sorgen, dass die Tat aufgeklärt wird.

Gemeinsam mit Buraks Familie und Freund*innen halten wir die Erinnerung an Burak wach. Helft uns dabei. Kommt zum Gedenken. Sprecht mit anderen darüber.

Es gibt unbekannte Tat-Zeug*innen, die noch nicht befragt wurden. Vielleicht gibt es Mitwissende. So wie in Saarlouis, wo nach über 30 Jahren der rassistische Mord an Samuel Kofi Yeboah aufgeklärt wurde, weil eine Mitwisserin sich an die Polizei gewendet hat.

Auf diese Menschen hoffen wir.

Und wir rufen euch auf:
Tragt zur Aufklärung bei! Meldet euch unter burakaufklaerung@disroot.org.

Die quälende Ungewissheit für Familie und Freund*innen von Burak muss endlich aufhören. Der Mörder darf keine weiteren Menschen gefährden.

Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
https://burak.blackblogs.org // www.facebook.com/Burak.unvergessen
burak.initiative@disroot.org

Burak Bektaş, 13 yıl önce Neukölln’de öldürüldü

El ilanında Almanca ve Türkçe olarak “Katili bulun” yazılı bir pankart yer almakta ve ölümünün 13. yıldönümünde 5 Nisan 2025 tarihinde saat 15:00'te Burak Bektaş anma alanı Rudower Straße / Möwenweg, 12353 Berlin-Neukölln'de bir anma mitingi düzenlenmesi çağrısı yapılmaktadır.
k'ın ölümünün 13. yıldönümünde düzenlenecek anma mitinginin broşürü
Anma etkinliğine katilin | Aydınlatmaya faaliyetlerine yardımcı olun.

Cumartesi, 5 Nisan 2025, saat 15:00 | Auıt Yeri: Burak Bektaş Anıtı | Rudower Straße / Möwenweg | 12353 Berlin-Neukölln

Burak Bektaş, 4 Nisan 2012 gecesi Berlin-Neukölln’de Britz Hastanesi önünde vurularak katledildi. 22 yaşındaydı. Dört arkadaşı suikast girişiminde hayatta kalabildiler, bunlardan ikisi ağır yaralandı. Olay, Nazi örgütü NSU’nun cinayetlerine benziyordu. Bu cinayetin motivasyonu da ırkçılık mıydı?

Polis, katili bugüne kadar bulamadı. Neukölln Kompleksi ile ilgili soruşturma komitesinde, soruşturmaların uzun süre yetersiz yürütüldüğü ortaya çıktı. Polis, olayı kendi başına aydınlatmayacak. Olayın aydınlatılması için kendimiz çaba göstermeliyiz.

Burak’ın ailesi ve arkadaşlarıyla birlikte Burak’ı anmayı sürdürüyoruz. Bize yardımcı olun. Anma etkinliğine gelin. Çevreniz ile bu konuda konuşun.

Henüz sorgulanmamış tanıklar var. Belki de bilgi sahibi olanlar vardır. Saarlouis’te olduğu gibi, Samuel Kofi Yeboah’ın ırkçı cinayeti 30 yıl sonra polise başvuran bir tanık sayesinde aydınlatıldı. Biz de bu şahitlik edecek insanlara umut bağlıyoruz.

Ve sizleriaydınlatmaya katkıda bulunmaya çağırıyoruz!
burakaufklaerung@disroot.org adresinden bizimle iletişime geçin.

Burak’ın ailesi ve arkadaşları için acı veren belirsizlik artık sona ermeli.
Katil, başka insanlara zarar verememeli.

Kaynak: Burak Bektaş Cinayetini Araştırma İnisiyatifi
https://burak.blackblogs.org // www.facebook.com/Burak.unvergessen
burak.initiative@disroot.org

Contra la Repression! Budapest-Komplex Infotour des Solikreises Nürnberg

Plakat für eine Demo am 15. März anlässlich des Tags der politischen Gefangenen in Nürnberg das zur Demo vor der Frauen JVA in Nürnberg aufruft: 13 Uhr, Stadelheimer Str. Ecke Tegernseer-Landstr. - ab 16 Uhr Briefe schreiben im Barrio Olga Benario
Schon mal vormerken!
Im Jahr 2023 kam es in Budapest im Rahmen des „Tag der Ehre“ zu Auseinandersetzungen zwischen Antifaschist:innen und Neonazis. Darauf folgte eine europaweiten Hetzjagd gegen linke Aktivist:innen. Angesichts der Verhaftungen in Ungarn, Italien und Deutschland sahen sich Einige gezwungen, unterzutauchen. Denn schnell zeigte sich: Das ultrarechts regierte Ungarn wird seinem Ruf gerecht und will an den Antifas ein Exempel statuieren. Unmenschliche Haftbedingungen und absurd hohe Haftstrafen von mehreren Jahrzehnten stehen im Raum. Zudem lieferte die Bundesregierung Maja 2024 in einer allen Rechtsstandards widersprechenden Nacht- und Nebelaktion aus. Kurz zuvor wurde im Nürnberg die Antifaschistin Hanna verhaftet. Seitdem sitzt sie in U-Haft, am 19. Februar begann ihr Prozess in München, in dem unter anderem der absurde Vorwurf des „versuchten Mord“ verhandelt wird. Mit Zaid ist ein weiterer Nürnberger betroffen, der aktuell in Auslieferungshaft sitzt und akut von einer Auslieferung nach Ungarn bedroht ist. Gerade jetzt ist unsere Solidarität also wichtiger denn je!

Uhrzeit: 16 Uhr
Ort: Linkes Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105, 70199 Stuttgart

Via Rote Hilfe Stuttgart

Blockaden gegen Neonazi-Aufmarsch

Das Transparent mit dem Text "Antifa bleibt Handarbeit" hinter dem viele Menschen laufen.Im Hintergrund ist der Berliner Fernsehturm zu sehen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Mehr als 1.000 Menschen protestierten am 22. Februar 2025 mit Blockaden gegen einen Neonazi-Aufmarsch mit rund 170 Teilnehmenden in Berlin-Mitte. An dem rechten Aufzug um Ex-AfDler Ferhat Sentürk beteiligten sich überwiegend junge Neonazis aus dem Spektrum von „Deutsche Jugend Voran“ (DJV), „Jung & Stark“ (JS) & Konsorten. Immer wieder räumte die Polizei Blockaden. Teilweise schlugen und tritten Polizisten auf Gegendemonstrant:innen ein und drängten sie zur Seite, um die Nazis direkt an den Demonstrant:innen vorbei zu schleusen. Kaum war eine Blockade geräumt, bildete sich die nächste.
„Der Rechtsruck ist schon lange Realität – weitere Machtdemonstrationen von Sentürk, AfD & Co. werden folgen, wenn wir uns dem nicht entschieden entgegen stellen. Wir müssen jetzt handeln! Dafür braucht es Proteste und Bündnisse, die die Linke in ihrer ganzen Vielfalt zeigen. Gemeinsam gegen den Rechtsruck – für eine antirassistische, antikapitalistische, tolerante und offene Gesellschaft“

(aus einem Aufruf zu den Protesten)

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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Bundestagswahl: Auf dem Weg in ein neues Reich?

Wahlergebnisse 2025. Die Hauptkarte zeigt die Gewinner der Wahlkreise und die Ergebnisse für die Sitze nach dem Verhältniswahlrecht werden unten links angezeigt.
Wahlergebnisse 2025. Die Hauptkarte - Kliock auf das Bild für Vergrößerung - zeigt die Gewinner der Wahlkreise und die Ergebnisse für die Sitze nach dem Verhältniswahlrecht werden unten links angezeigt.
Quelle
Das Land driftet langsam in die Hände der extremen Rechten ab und wiederholt die Schritte, die Adolf Hitler an die Macht gebracht haben

Wenn man heutzutage mit deutschen Antifaschisten oder Anarchisten spricht, überkommt einen ein gewisses Gefühl der Verzweiflung. Die Wahlen von 2025 wurden stark beeinflusst von der Agenda der extremen Rechten – Migration, Sozialleistungen und „Frieden“ mit Russland. Nur wenige Politiker versuchten tatsächlich, dieser Diskussion politische Inhalte zu verleihen. Die regierenden Sozialdemokraten (SPD) schienen zu versuchen, sich weiter nach rechts und weg von jeglicher sozialdemokratischer Politik zu bewegen. Trotz all dieser Bemühungen verlor Olaf Scholz gegen seinen Gegenkandidaten von der Christlich Demokratischen Union (CDU), Friedrich Merz, einem reichen Bankier, Merkels ehemaligem Stellvertreter und baldigem neuer Bundeskanzler Deutschlands. Die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) ist nun die zweitgrößte Partei.

Wenige Tage vor dem Wahlsieg sagte Merz in seiner Rede in München: „Es gibt kein ‚links‘ mehr in Deutschland. Wir regieren jetzt.“ Und obwohl die CDU die AfD wahrscheinlich nicht in die Regierung aufnehmen wird, wird die politische Richtung der neuen Regierung dem Wind des Rechtspopulismus folgen. Und obwohl Merz „Unabhängigkeit“ von Washington versprach, ist die deutsche Wirtschaft nach wie vor stark vom Handel mit den USA abhängig, und die Regierung wird zögern, sich Trump entgegenzustellen.

Die reaktionäre Politik der SPD/Grünen/FDP-Koalition hat bereits in großen progressiven Zeitungen für Schlagzeilen gesorgt. Unter einem SPD-Kanzler schloss Deutschland seine Grenzen für Schengen und kontrolliert nun die Einreisen auf dem Landweg. Die Abschiebung von Migranten und die Unterdrückung ihrer Unterstützer und Umweltaktivisten erreichten neue Höhen. Und in Zusammenarbeit mit autoritären Staaten setzte die deutsche Polizei die Unterdrückung antifaschistischer und antiautoritärer Bewegungen fort. All dies geschah in dem Versuch, den Informationsraum von der extremen Rechten zu erobern. Es grenzt an ein Wunder, dass die Koalition zerbrach, bevor ein neues Sicherheitsgesetz verabschiedet wurde, das einen neuen Tiefpunkt für die Freiheiten der im Land lebenden Bürger und Nicht-Bürger bedeutet hätte.

Es ist ganz klar, dass sich all dies unter Merz noch ausweiten wird. Versuche rechter Politiker, eine neue starke Persönlichkeit in der EU zu werden, sind jedoch systematisch gescheitert. Macrons Machtspielchen machten ihn zu einem Meme unter den politischen Eliten und zu einer sehr verhassten Persönlichkeit unter den einfachen Menschen in Frankreich. Wenn Merz versucht, den Sozialstaat zu zerstören, kann er sehr schnell zum Macron Deutschlands werden. Und genau wie Macron kann der neue Kanzler den Weg für den Aufstieg der extremen Rechten ebnen. Die verzweifelten Versuche der CDU, unter dem Druck der extremen Rechten relevant zu bleiben, bergen nicht nur die Gefahr einer Zusammenarbeit mit der AfD, sondern auch, dass sich die Regierungsparteien weiter in das Lager der extremen Rechten bewegen.

Das Fehlen einer konsolidierten Reaktion auf den Aufstieg des Faschismus in Deutschland wiederholt das Szenario der Vergangenheit, bei dem politische Parteien der extremen Rechten direkt in die Hände spielen. Angesichts dieser Erkenntnis haben die fortschrittlichen Kräfte und die gemäßigte Linke keine Strategie, um mit der aktuellen Situation umzugehen. Der starke Glaube an die repräsentative Demokratie droht die fortschrittlichen zu zerstören, während die von der Stellvertreterarbeit der NGOs gelähmte Graswurzelbewegung zu wenig politische Macht zu haben scheint, um Veränderungen herbeizuführen.

Die hoffnungsvolle Stimmung, die durch die Erfolge der Linkspartei entstanden ist, kann sehr schnell vergiftet werden, wenn man bedenkt, dass es in der Partei viele reaktionäre Kräfte gibt, die beispielsweise eine Unterstützung der Ukraine zugunsten einer weiteren Zusammenarbeit mit Putin verhindern würden.

Sicher ist jedoch, dass die kommenden Zeiten einen starken Druck auf alle progressiven Kräfte in Deutschland ausüben werden. Es ist unklar, ob die Linke und die Anarchisten für diese Herausforderung bereit sind.

Autor: Nikita Ivansky in "German elections: On the way to a new Reich?", 26. Februar
Übersetzung: Thomas Trueten

"Remember Hanau" - Demonstration zum fünften Jahrestag

Das Foto zeigt das Transparent mit dem Text: "5 Jahre Hanau - Gerechtigkeit und Widerstand - Für Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin". Dahinter zahlreiche Menschen mit Fahnen und Tafeln mit den Gesichtern und Namen der Opfer.
Foto: © Protestfotografie.Frankfurt via Umbruch Bildarchiv
Zum fünften Jahrestag des rassistischen Anschlags vom 19. Februar fand am Samstag, den 15. Februar 2025 in Hanau eine Gedenkdemonstration statt. Aufgerufen hatte das Hanauer Jugendbündnis, ein Zusammenschluss von verschiedenen Hanauer Jugendorganisationen.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Laut Veranstalterinnen beteiligten sich rund 1500 Menschen an dem Demonstrationszug. Bei der Auftaktkundgebung am Marktplatz sprachen unter anderem Serpil Unvar, Mutter des getöteten Ferhat Unvar und Gründerin der Bildungsinitiative Ferhat Unvar, Vertreterinnen der aufrufenden Gruppen und des DBG. Die Demonstration zog lautstark durch die Hanauer Innenstadt und endete am Marktplatz. Am benachbarten Heumarkt, einem der zwei Tatorte in Hanau, gab es eine Zwischenkundgung. Nach einer Schweigeminute wurden neun weiße Tauben fliegen gelassen, in Erinnerung an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin. Emiş Gürbüz, die Mutter des getöteten Sedat Gürbüz, dankte am Heumarkt den Demonstrierenden, dass sie auch fünf Jahre nach der Tat die neun Toten nicht vergessen haben.

Neben der Jugenddemonstration gab es am Abend noch das selbstorganisierte Gedenken der Initiative 19. Februar Hanau mit rund 400 Besucher*innen in einer Veranstaltungshalle. Ein Mitschnitt der Veranstaltung findet sich auf dem Youtube-Kanal der Initiative 19. Februar Hanau.


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Hanau - Die Konsequenz bleibt Widerstand

Das Foto zeigt ein Transparent mit dem Text: "Hanau mahnt! Rechtsruck den Boden entziehen - rechten Terror bekämpfen" sowie Portraits von Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Kaloyan Velkov und Ferhat Unvar und dem Hashtag #HanauIstÜberall
Foto: © Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Mehr als 5.000 Menschen haben am 19. Februar 2025 in Berlin mit einer Kundgebung und Gedenkdemonstration an den rassistischen Anschlag in Hanau vor fünf Jahren erinnert. Mit Portraits, Kerzen und Redebeiträgen gedachten sie Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Kaloyan Velkov und Ferhat Unvar. Nach der Kundgebung am Abend in der High-Deck-Siedlung führte die Demonstration in Richtung Sonnenallee in Neukölln. Auf dutzenden mit Lichterketten beleuchteten Schildern, die Teilnehmer*innen hochhielten, waren die Namen von weiteren Opfern rassistischer Gewalt der letzten Jahre zu lesen.

Zu der Veranstaltung aufgerufen hatte die Migrantifa Berlin. Ihre Antwort auf Naziterror und zunehmende rassistische Gewalt ist Selbstorganisation. Die Konsequenz aus Hanau bleibt Widerstand.

„Hanau war kein Einzelfall und wird kein Einzelfall sein. Hanau ist bereits das zweite Halle. Halle ist der zweite NSU. Und der NSU das zweite Solingen. Und Solingen das zweite Rostock-Lichtenhagen. […] Was wir brauchen, ist Widerständigkeit und Gegenmacht. Wir wollen nicht nur den Toten gedenken, sondern für die Lebenden und eine bessere Zukunft kämpfen“
(aus dem Aufruf zum „Antirassistischen Kampftag“)

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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