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»Das Problem mit dieser Welt ist, dass kluge Menschen voller Zweifel sind, während dumme Menschen voller Zuversicht sind.« Charles Bukowski

Hohe Kosten wegen Klage gegen Bürgerinitiative Grünheide

Das Sharepic zeigt den Text: "#Protect the Protest - Hohe Kosten wegen Klage gegen Bürgerinitiative Grünheide - Spendet Geld - Infos zur Klage hier"
Soli - SharePic

Spendet Geld!

Bericht vom Gerichtsprozess:


  • Beweise und Zeugenaussagen der BI wurden ignoriert
  • Machtverhältnisse im Gericht:
    • die BI arbeitet ehrenamtlich und hat wenig Geld
    • der Bürgermeister hat deutlich mehr Ressourcen
    • das Urteil ist unverhältnismäßig
  • -> BI hat nun 15.000€ an Kosten

Spendet für die BI Grünheide:

Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg e.V.
IBAN: DE73 8306 5408 0004 2584 87
BIC: GENODEF1SLR
VR Bank Altenburger Land

Hintergrund:

Seit der Ansiedlung von Tesla in Grünheide hat die Bürgerinitiative Grünheide und der Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg e.V. (VNLB) immer wieder Probleme durch Tesla in die Öffentlichkeit gebracht und aufgezeigt, wie die Politik Tesla den roten Teppich ausgerollt hat. Insbesondere im Konflikt um Trinkwasser.

Ein Lokalpolitiker hat diese Aufklärungsarbeit durch eine Klage massiv erschwert. Wir bezeichnen die Klage als SLAPP. So wird die Bürgerinitative nun in ihrer Arbeit eingeschränkt. Hohe Gerichtskosten stehen an für die Bürgerinitiative

SLAPP

Solche Klagen sind nicht selten und werden SLAPP genannt: Mit SLAPPs (Strategic Lawsuits Against Public Participation) verklagen mächtige Akteur*innen, Journalist*innen, andere kritische Personen oder Gruppen. Bei diesen Angriffen geht es weniger um eine tatsächliche Rechtsverletzung. Vielmehr geht es darum, kritische Berichterstattung zu verhindern und einzuschüchtern.

Quelle: Tesla den Hahn abdrehen – Bündnis für Wasserschutz und Mobilitätswende

Tesla X Glencore: Globale Ausbeutung für die Elektromobilität - Film Vorführung und Diskussion

🗓️27.11.2025 ab 18:30 Uhr
📍Im Regenbogencafé Neukölln Lausitzer Straße 22A

Die Grafik zeigt grafisch mit einem Filmstreifen aufbereitet die Daten zum Filmabend
Filmabend im Regenbogencafe
Der multinational agierende Rohstoffgigant Glencore beutet weltweit Ressourcen aus.
Besonders dramatisch sind die Folgen in Peru: Durch die Kupferminen des Schweizer Konzerns werden ganze Landstriche verwüstet, Wasserquellen vergiftet und Menschen verfolgt, inhaftiert oder in den Tod getrieben.

Das in Peru gewonnene Kupfer landet u.a. in der Tesla Gigafactory im Süden Berlins, wo es in Elektroautos verbaut wird.

Glencore und Tesla sind so eng miteinander verknüpft, dass Musk zeitweise erwog, einen erheblichen Anteil an Glencore-Aktien zu kaufen.

Beide Konzerne kooperieren außerdem in fragwürdigen Rohstoffunternehmungen mit mehr als fragwürdigen Geschäftspartnern auf dem afrikanischen Kontinent.

Der Aktivist und Journalist Vidal Merma begleitet seit Jahren die Kämpfe um Land und Wasser in Peru und hat einen Dokumentarfilm über die Zerstörung des lokalen Ökosystems gedreht, den wir mit euch schauen wollen.

Danach wird es noch einen kurzen Vortrag über die globalen Verstrickungen der beiden Konzerne und ein Q&A mit Vidal geben.

Der Film ist in spanisch, deutsch und einer indigenen Sprache mit deutschen Untertiteln.

– vegane Küfa ab 18:00 und heiße & kalte Getränke, danach gibts den Film.… im Solicafé Klatsche in der Regenbogenfabrik.

Das Café ist mit Rollstuhl über eine Rampe zugänglich; die Toiletten sind leider nicht rollstuhlgerecht.

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The multinational commodities giant Glencore exploits resources worldwide.
The consequences in Peru are particularly dramatic: the Swiss corporation’s copper mines are devastating entire regions, poisoning water sources, and persecuting, imprisoning, or driving people to their deaths. The copper mined in Peru ends up, among other places, at the Tesla Gigafactory in southern Berlin, where it is used in electric cars.

Glencore and Tesla are so closely linked that Musk at one point considered buying a significant stake in Glencore. The two companies also cooperate in questionable raw materials ventures with more than questionable business partners on the African continent.

Activist and journalist Vidal Merma has been following the struggles over land and water in Peru for years and has made a documentary about the destruction of the local ecosystem, which we want to watch with you. Afterwards, there will be a short lecture on the global entanglements of the two corporations and a Q&A with Vidal.

The film will be in spanish, german and an indigenous language with german subtitles.

– Vegan dinner from 6 p.m., as well as hot & cold drinks followed by the film… at Solicafé Klatsche in der Regenbogenfabrik.

With wheelchair you can reach the café via a ramp, but the toilets are not wheelchair-accessible.


A 100 – Kein Meter weiter!

Das Foto zeigt die Demo auf der A100. In der vorderen Reihe tragen Menschen große Pappbuchstaben, die den Satz: "Kein Meter weiter" ergeben.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Tausende Menschen auf Fahrrädern, Inlineskates und zu Fuß protestierten am 18. Oktober 2025 unter dem Motto „Kein Meter weiter!“ auf dem 16. Abschnitt der A100. Organisiert wurde die Demo vom Bündnis „A100 wegbassen“, das aus zahlreichen Organisationen, lokalen Initiativen und Musikclubs besteht.

Sie fordern ein Ende der Planung des 17. Abschnitts und die Schließung des 16. Abschnitts, der täglich zu Verkehrschaos und Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern am Treptower Park und den angrenzenden Kiezen führt. Polizei und Politik weigern sich, die untragbare Situation zu regeln.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Weitere Ereignisse zu diesem Thema


Links

Hitzefrei? Klima wandelt Arbeit

In den Gebieten der Erde, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind, leiden rund 400 Millionen Arbeiter unter immer stärkerer Hitze. Ob Bauarbeiter im Mittleren Osten, UPS-Paketboten in den USA oder Landarbeiter in Mittelamerika – sie alle stoßen an ihre körperlichen Grenzen. Der Klimawandel verstärkt überall die soziale Ungleichheit.

Immer mehr Epidemiologen, Ärzte und Ökonomen warnen vor der von Hitze ausgehenden tödlichen Gefahr. In Katar ist sie augenscheinlich. Dort sterben zahlreiche Arbeitsmigranten, die gesund ins Land gekommen sind. Die offiziell als „natürlich“ deklarierten Todesfälle stehen in einer offensichtlichen Korrelation mit der Temperaturkurve des Landes, die immer wieder die Marke von 50 Grad Celsius überschreitet.

Doch Hitze tötet auch schleichend. Der Dokumentarfilm thematisiert die erste Arbeitskrankheit, die auf Hitze zurückzuführen ist: eine chronische Niereninsuffizienz, die bei Zuckerrohrarbeitern in Nicaragua und El Salvador entdeckt wurde. Die von Epidemiologen entdeckte Krankheit hat sich in Regionen ausgebreitet, in der starke Hitze mit hoher Arbeitsintensität in der Landwirtschaft zusammenfällt. Tausende von Menschen fielen dieser Krankheit bereits zum Opfer. Sie findet sich in derselben Form auch unter den Arbeitsmigranten am Persischen Golf.

Der Dokumentarfilm erzählt vom Schicksal nepalesischer Arbeiter, die nach Kathmandu zurückkehren mussten, um ärztlich versorgt zu werden. Auch bei UPS-Paketboten in den USA, die in unklimatisierten Lieferwagen fahren und einem straffen Arbeitstakt folgen, sind Nierenleiden zu beobachten.

Letztlich bedroht die Hitze auch die Produktivität: In Indien, wo 90 Prozent aller Arbeitskräfte in der informellen Wirtschaft arbeiten, halten die Näherinnen in den Wellblechsiedlungen der drückenden Hitze nicht mehr stand. Die Angestellten in den großen Textilmanufakturen finden zumindest eine geringe Abkühlung.

Der Klimawandel verstärkt weltweit die soziale Ungleichheit und zieht neue Grenzen zwischen jenen, die sich vor dessen Folgen schützen können, und all den anderen, die ihnen hilflos ausgeliefert sind.

Wie man lebt, als würde die Welt untergehen oder: über das Pflanzen von Bäumen

Ich bin diesen Samstag in Waynesboro, Virginia, auf der A Better World is Possible Anarchist Bookfair, falls du mich sehen oder mir abkaufen willst, was ich so zusammenkratzen kann. Die Buchmesse geht am 26. Juli von 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit in der 565 Pine Ave. Ich werde irgendwann während oder kurz nach dem Mittagessen sprechen.

Das hier ist eine leicht überarbeitete Neuveröffentlichung eines Essays, den ich 2019 auf meinem alten Blog geschrieben habe. Der Titel ist der Name, den ich schließlich für meinen Podcast „Live Like the World is Dying“ gewählt habe, den ein Freund von mir als besseres Wortspiel als „ending“ vorgeschlagen hat. Da ich dieses Wochenende darüber sprechen werde, warum wir uns eine bessere Welt vorstellen und dafür kämpfen, schien es mir passend, diesen Beitrag diese Woche zu veröffentlichen, zumal mein Blog seit einiger Zeit offline ist.

Wie man lebt, als würde die Welt untergehen


Die Welt könnte untergehen.

Das Foto zeigt das im Beitrag erwähnte Bild eines Baumes mit einem überlagerten Ⓐ. Der Text lautet: „Selbst wenn die Welt morgen untergehen würde, würde ich heute noch einen Baum pflanzen.”
Quelle: Margaret Killjoy
Es gibt ein weit verbreitetes anarchistisches Volkskunstwerk, das mir sehr viel bedeutet. Ich weiß nicht, wer es gezeichnet hat. Es ist die Zeichnung eines Baumes mit einem überlagerten Ⓐ. Der Text lautet: „Selbst wenn die Welt morgen untergehen würde, würde ich heute noch einen Baum pflanzen.”

Ich bin mit diesem Kunstwerk in der Anarchie aufgewachsen. Es wurde als Aufnäher und Poster gedruckt und war auf Hoodies und an den Wänden von Kollektivhäusern zu sehen. Es wurde mit Schablonen als Graffiti gesprüht und in Zines kopiert. Es ist eine Paraphrase eines Zitats, das fälschlicherweise Martin Luther zugeschrieben wird (dem ursprünglichen protestantischen Martin Luther, nicht Martin Luther King Jr., obwohl viele Leute das Zitat auch ihm zuschreiben). Das Originalzitat lautet in etwa: „Selbst wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich noch meinen Apfelbaum pflanzen.“ Die früheste Erwähnung, die man finden kann, stammt aus der Deutschen Bekennenden Kirche, einer christlichen Bewegung innerhalb des nationalsozialistischen Deutschlands, die sich gegen die Macht der Nazis stellte. Das Zitat wurde verwendet, um Hoffnung zu wecken und Menschen zum Handeln zu inspirieren. Ich habe erfahren, dass es sich um eine Paraphrase eines Hadith handelt: „Wenn die Auferstehung über einen von euch kommen würde, während er einen Setzling in der Hand hält, dann soll er ihn pflanzen.“

Das ist etwas, hinter dem ich stehen kann.

Es gibt ein Buch, das mir sehr viel bedeutet: „On the Beach“ von Nevil Shute. Ich habe es nie gelesen. Ich bringe es nicht über mich. Trotzdem denke ich ziemlich oft darüber nach.

Der Roman handelt von einem Atomkrieg, der alles Leben auf der Erde vernichten wird, und beschreibt die letzten Tage der Menschen in Australien, die auf den unvermeidlichen Tod aller Lebewesen warten. Er beschreibt, wie sie ihr Leben leben und wie sie in der Apokalypse einen Sinn finden. Es ist ein Buch darüber, wie man ohne Hoffnung leben kann. Es ist ein Buch der Resignation.

Das ist mir zu viel, zumindest im Moment.

Die Welt könnte untergehen.

Viele Leute werden mir da widersprechen. Sie werden zu Recht darauf hinweisen, dass für viele Menschen auf der ganzen Welt, vor allem in den Teilen der Welt, die lange vom westlichen Imperialismus heimgesucht wurden, die Welt schon lange untergeht. Sie werden zu Recht darauf hinweisen, dass die Welt selbst nicht untergeht, dass Veränderung etwas Konstantes ist und dass selbst wenn nach der Klimakatastrophe und dem Krieg nur eine verbrannte Wüste übrig bleibt, das Leben wahrscheinlich weitergehen wird. Das Leben der Menschen, der Tiere und der Pflanzen wird in irgendeiner Form all das überleben.

Die Leute werden wieder richtig sagen, dass fast jede Generation geglaubt hat, dass die Welt untergeht. Das Maschinengewehrgemetzel des Ersten Weltkriegs, der Völkermord des Zweiten Weltkriegs, die Weltuntergangsuhr des Kalten Krieges, die AIDS-Epidemie – all das muss sich wie die Apokalypse angefühlt haben. Für ganze Völker war es das auch. Und doch sind einige von uns heute hier und leben.

Keines dieser Argumente ändert etwas an der Tatsache, dass es sich definitiv so anfühlt, als würde die Welt untergehen.

Berge werden gesprengt, um Kohle abzubauen und Gift in die Luft zu pumpen, Pipelines roden die letzten Überreste der Wildnis, damit wir noch mehr Gift in die Luft pumpen können. Ozeane verschlingen Inseln, hundertjährige Stürme kommen jedes Jahr vor, und es fühlt sich an, als würden wir jeden Tag neue Klimarekorde brechen. Das Gefühl der Dringlichkeit einer bevorstehenden Katastrophe schürt einen Anstieg des „Ich hab meins, scheiß auf euch”-Nationalismus, und Klimawissenschaftler werden in unzumutbarem Maße ignoriert.

Die Welt geht unter.

Sie geht immer unter, aber gerade jetzt geht sie besonders schnell unter. Für mich und die Menschen, die mir nahestehen, geht sie dramatischer unter als vor 37 Jahren, als ich geboren wurde.

Das ist verdammt lähmend.

Die Nachrichten sind voll von Aussterben und Faschismus und Tod und Tod und Tod.

Und von uns wird erwartet, dass wir morgens aufstehen und zur Arbeit gehen.

Eine Zeit lang habe ich mich mit einem Kreislauf aus Verleugnung und Panik zurechtgefunden. Die potenzielle Apokalypse war im Grunde genommen ein zu großes Problem. Ich konnte sie und ihre Auswirkungen nicht begreifen, also tat ich so, als würde sie nicht stattfinden. Bis natürlich ein schreckliches Ereignis oder eine Erinnerung an die Apokalypse eine bestimmte Schwelle überschritt und mich in eine Spirale der Verzweiflung stürzte. Dann übernahm wieder die Taubheit und der Kreislauf begann von vorne.

Das hat mir nicht viel geholfen.

Vor etwa einem Jahr habe ich beschlossen, vier verschiedene, oft widersprüchliche Prioritäten für mein Leben zu setzen. Ich überprüfe alle meine Entscheidungen anhand dieser Prioritäten und versuche, sie im Gleichgewicht zu halten.

Verhalte dich, als würden wir sterben. Verhalte dich, als würden wir vielleicht nicht sofort sterben. Verhalte dich, als hätten wir vielleicht eine Chance, das zu verhindern. Verhalte dich, als würde alles gut werden.

Verhalte dich, als würden wir sterben

Jeder Atemzug ist unser letzter. Du lebst nur einmal. Rauch, wenn du kannst. Tu, was du willst. Memento Mori. Unsere Kultur ist voll von Euphemismen und cleveren Sprüchen, die sich um eine einfache Idee drehen: Wir sind sterblich, also sollten wir versuchen, das Beste aus der Zeit zu machen, die wir haben.

Hedonismus zu leben hat heutzutage viele Vorteile. Es ist durchaus möglich, dass die meisten von uns in zehn oder zwanzig Jahren nicht mehr am Leben sind. Es ist sogar möglich, wenn auch viel weniger wahrscheinlich, dass viele von uns in einem Jahr nicht mehr am Leben sind.

Als ich jünger war, dachte ich, ich wäre ein schrecklicher Hedonist. Als Überlebender sexueller und psychischer Gewalt und Missbrauch hatte ich nie viel Glück mit Drogen oder Gelegenheitssex. Aber Sex und sich zu betrinken sind zwar absolut lohnende Freizeitbeschäftigungen, aber nicht die einzigen Möglichkeiten, den Moment zu genießen. Beim Hedonismus geht es um das Streben nach Vergnügen und Freude. Der Trick besteht darin, herauszufinden, was einem Vergnügen und Freude bereitet.

Für mich bedeutet das, mir selbst die Erlaubnis zu geben, Musik zu machen, zu singen, obwohl ich keine Ausbildung habe, Klavier und Harfe zu spielen. Zu reisen, zu wandern. Schöne Momente zu suchen und zu akzeptieren, dass sie vergänglich sein können. Ich werde die Moderatorin des ziemlich gesunden Podcasts „Ologies“, Alie Ward, etwas unhöflich paraphrasieren und sagen: „Wir könnten sterben, also schneide dir die Ponyfrisur und sag deinem Schwarm, dass du sie magst.“

Mein Hedonismus ist vorsichtig. Ich will nicht mit dem Rauchen anfangen oder andere Süchte entwickeln. Ich versuche nicht, so zu leben, als gäbe es keine Garantie für morgen, sondern nur eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es kein Morgen gibt. Ehrlich gesagt würde das unabhängig von der aktuellen Krise gelten, aber gerade jetzt ist es mir besonders wichtig.

Verhalte dich so, als würden wir nicht sofort sterben

Prepper haben aus gutem Grund einen schlechten Ruf. Die Leute, die in Weltuntergangs-Bunkern Munition und Lebensmittel horten, haben in der Regel nicht das Wohl anderer im Sinn. Dennoch erscheint es immer mehr von uns sinnvoll, auf eine langsame Apokalypse oder dramatische Umbrüche im Status quo vorbereitet zu sein.

Die Vorbereitung auf die Apokalypse sieht für jeden Menschen und jede Gemeinschaft anders aus. Für manche bedeutet es, Vorräte anzulegen. Für andere, sich die Mittel zum Anbau von Lebensmitteln zu sichern.

Eine Sache, die ich von meinen Freunden gelernt habe, die sich mit Resilienz von Gemeinschaften und Katastrophenhilfe beschäftigen, ist jedoch, dass die wichtigste Ressource, die man sich sichern sollte, nicht materieller Natur ist. Es sind nicht Kugeln, es ist nicht Reis, es ist nicht einmal Land oder Wasser. Es sind die Verbindungen zu anderen Menschen. Das effektivste Mittel, um in Krisen zu überleben, ist die Erstellung von Katastrophenplänen für die Gemeinschaft. Gegenseitige Hilfe zu üben. Netzwerke der Resilienz aufzubauen.

Alle Apokalypse-Filme liegen völlig daneben, wenn die mutige Gruppe von Überlebenden sich in einer Hütte verschanzt und die verwüstenden chaotischen Horden abwehren. Die Filme liegen daneben, weil die verwüstenden Horden im härtesten Sinne des Wortes diejenigen sind, die richtig überleben. Sie tun es gemeinsam. Natürlich plädiere ich nicht dafür, dass wir die Schädel unserer Feinde tragen und uns vor Kriegsherren ducken (obwohl das Tragen der Schädel von Möchtegern-Kriegsherren seinen Reiz hat). Ich plädiere dafür, offen für Chancen zu bleiben und kollektive Macht aufzubauen.

Es gibt unzählige Gründe, sich nicht darauf zu verlassen, sich mit sechs Freunden in einer Hütte zu verschanzen, um die Apokalypse zu überleben, aber ich nenne dir zwei davon. Erstens, weil ein lohnenswertes und langes Leben als Mensch Verbindungen zu einer Vielzahl von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Ideen und Hintergründen erfordert. In deiner Hütte ist alles Spaß und Spiel, bis dir der Blinddarm platzt und keiner von euch Chirurg ist – oder du der einzige Chirurg bist. Ebenso sind kleine Gruppen von Menschen, die dazu neigen, einer Meinung zu sein, der Gefahr des Gruppendenkens und des Echoraumeffekts ausgesetzt, was deine Fähigkeit einschränkt, Herausforderungen, denen du gegenüberstehst, intelligent zu bewältigen.

Zweitens, weil du dich durch den Rückzug aus der Gesellschaft der Möglichkeit beraubst, die Veränderungen mitzugestalten, die die Gesellschaft in Krisenzeiten durchläuft. Wenn du dich mit deinen Vorräten und deinen Kumpels im Wald versteckst und Faschisten die Macht übernehmen, rate mal, was dann passiert? Es ist irgendwie deine eigene Schuld. Denn du warst nicht dabei, als alle anderen entschieden haben, ob sie Egalitaristen oder Faschisten sein wollen. Und rate mal, was dann passiert? Jetzt steht die randalierende Horde vor deiner Tür und will deine Munition und deine Antibiotika, und sie wird sie sich auf die eine oder andere Weise holen. Faschismus lässt sich immer am besten im Keim ersticken. Es ist niemals sicher, ihn zu ignorieren. Nicht jetzt und auch nicht in einer Mad-Max-Zukunft.

Konkrete Ressourcen sind natürlich wichtig. Jedes wahrscheinliche Szenario, für das Vorbereitungen sinnvoll sind, wird nicht so dramatisch sein wie eine völlige Umstrukturierung oder der Zusammenbruch der Gesellschaft. Es könnte zu Nahrungsmittelknappheit, Stromausfällen oder Wasserverschmutzung kommen. Es schadet nie, für sich selbst und seine Nachbarn unverderbliche Lebensmittel, Notstromquellen und Wasserfiltersysteme vorzuhalten.

Dennoch ist es eine schlechte Idee, alles auf eine Karte zu setzen. Du solltest deine Tage, egal ob es deine letzten sind oder nicht, wahrscheinlich nicht damit verbringen, dich übermäßig auf etwas vorzubereiten, das vielleicht eintreten wird oder auch nicht.

Handle so, als hätten wir eine Chance, dies zu verhindern

Wir können und müssen die schlimmsten Auswüchse der Klimakatastrophe verhindern. Wir können und müssen den Faschismus mit allen notwendigen Mitteln stoppen. Die Hände in den Schoß zu legen und vor dem Problem davonzulaufen, ist keine Lösung.

Es ist schwer, sich daran zu erinnern, dass wir Handlungsfähigkeit haben. Wenn wir nicht in extrem wohlhabenden Verhältnissen aufgewachsen sind, wurde uns das Konzept der politischen und wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit immer wieder genommen. Uns wurde gesagt, dass es zwei Möglichkeiten gibt, Veränderungen zu bewirken: Politiker wählen oder mit unserem Geld abstimmen. Politiker in westlichen Demokratien sind wahrscheinlich nicht in der Lage, die notwendigen Veränderungen so drastisch umzusetzen, und sie werden sich sicherlich nicht darum bemühen, es sei denn, wir motivieren sie dazu auf ziemlich drastische Weise. Was die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit angeht, gibt es eine kleine Handvoll Männer, die mehr Reichtum – und damit Macht – haben als der Rest von uns zusammen.

Uns wurde gesagt, dass wir die Dinge weder politisch noch wirtschaftlich selbst in die Hand nehmen können. Wir dürfen keine Revolution machen. Wir dürfen den Reichtum der Elite nicht umverteilen.

Es wird dich schockieren, dass ich nicht viel Wert darauf lege, was wir tun dürfen und was nicht.

Aber selbst wenn wir uns die Erlaubnis dazu geben würden, erscheint eine Revolution wie eine unüberwindbare Herausforderung. Wir haben optimistisch gesehen zehn Jahre Zeit, um das Wirtschaftssystem unseres Planeten komplett umzukrempeln [fünf Jahre jetzt, wenn ich diesen Text 2025 wieder lese]. Es ist machbar. Es muss gemacht werden. Und doch fühlt es sich an, als würde es nicht gemacht werden.

Wir alle wägen die Kosten und den Nutzen eines direkten Handelns ab. Wir alle haben unterschiedliche „Scheiß drauf“-Punkte – den Punkt, an dem wir unser unmittelbares Wohlergehen nicht mehr in den Vordergrund stellen können, sondern unabhängig vom Ergebnis handeln müssen. In der Zwischenzeit warten wir, bis es so aussieht, als könnten wir handeln und tatsächlich eine Chance auf Erfolg haben.

Überall auf der Welt, sogar in einigen westlichen Ländern, warten die Leute nicht mehr. Sie handeln. Wir müssen ihnen helfen, sie mit Worten und Taten unterstützen, während wir uns darauf vorbereiten, auch hier zu handeln.

Die Revolution braucht Vermittler und Moderatoren, Sanitäter und Schläger. Sie braucht Hacker und Propagandisten, sie braucht Finanziers, Schmuggler und Diebe. Sie braucht Späher und Koordinatoren, sie braucht Musiker und sie braucht Menschen, die in das System investiert sind, um zu Verrätern zu werden. Sie braucht Anwälte und Wissenschaftler, Buchhalter und Lektoren, Köche und sie braucht fast jeden, fast jede Fähigkeit.

Was sie aber nicht braucht, sind Möchtegern-Manager. Die Leute, die behaupten, zu wissen, wie man eine Revolution führt, wissen es nicht, sonst hätten sie es schon längst getan. Der autoritäre Drang, zu entscheiden, wie die Revolution aussehen soll und wie nicht, wie die Leute ihre Wut ausdrücken und ihre Handlungsfähigkeit zurückgewinnen sollen und wie nicht, wird uns jedes Mal im Weg stehen. Autoritärer Kommunismus ist der Tod jeder Revolution. Autoritärer Liberalismus ist der Tod jeder Revolution. Selbst die dogmatischsten Anarchisten werden sich in den Weg stellen, wenn man ihnen die Chance dazu gibt. Die Revolution lässt sich nicht mit einem Markenzeichen versehen. Trotz der Darstellungen von Rebellionen in Hollywood funktionieren sie unter einem einzigen Banner nicht so gut. Sie sind vielfältig, sonst sind sie keine Revolutionen.

Die Revolution kann nicht von einer Avantgarde von Aktivisten kontrolliert werden; wenn doch, wird sie scheitern. Die Revolution muss von ihren Teilnehmern kontrolliert werden, denn nur dann werden wir lernen, wie wir die Kontrolle über unser eigenes Leben und unsere Zukunft zurückgewinnen können.

Wir haben die Chance, dies zu verhindern.

Manchmal vergesse ich das, aber das sollte ich nicht.

Dennoch kann ich mich nicht allein auf die Hoffnung verlassen, sonst würden mich die Tage, an denen die Hoffnung mich im Stich lässt, niederschlagen.

Verhalte dich so, als würde alles gut werden

Jedes Mal, wenn die Welt bisher kurz vor dem Untergang stand, ist es nicht dazu gekommen. Für manche Menschen und Kulturen ist sie untergegangen. Zivilisationen sind zusammengebrochen. Ökosysteme haben sich radikal verändert. Arten sind ausgestorben – darunter auch die Arten, die vor dem Homo sapiens existierten. Die Kolonialisierung war eine Apokalypse. Einige Menschen haben diese Apokalypsen überlebt, viele andere jedoch nicht.

Dennoch gibt es die Welt noch und wir sind noch da.

Der Kapitalismus ist ein robustes Biest, das sich ziemlich gut anpassen kann. Marx hat sich in vielen Dingen geirrt, und eines davon war die Unvermeidbarkeit des Zusammenbruchs des Kapitalismus unter dem Gewicht seiner eigenen Widersprüche. Mit oder ohne Kapitalismus könnte die Gesellschaft, in der wir leben, weiterbestehen. Wir könnten die schlimmsten Auswüchse der Klimakatastrophe durch wirtschaftliche Veränderungen oder wilde Geoengineering-Projekte eindämmen.

Ich würde nicht darauf wetten, aber ich würde auch nicht ganz dagegen wetten.

So sehr ich auch so leben muss, als würde ich morgen sterben, muss ich auch so leben, als würde ich noch hundert Jahre auf diesem seltsamen grünen und blauen Planeten verbringen. Solange sich nichts ändert, werde ich keine Brücken hinter mir abbrechen. Ich versuche, meine Karriere aufrechtzuerhalten. Wenn ich sicher wäre, dass ich bis 2021 unter einem faschistischen Regime sterben würde, hätte es wenig Sinn, Romane zu schreiben: Es dauert zu lange, sie zu schreiben, zu veröffentlichen und ihr Publikum zu erreichen. Sicher, das Schreiben selbst macht mir Spaß, aber noch mehr Freude bereitet es mir, meine Kunst den Menschen zu präsentieren und sie die Kulturlandschaft beeinflussen zu lassen. Gerade das Schreiben von Romanen braucht Zeit. Dazu muss es eine Zukunft geben. Ich möchte, dass es eine Zukunft gibt. Fast verzweifelt. Aber nicht so sehr, dass ich alles darauf setze.

Einen kleinen Teil meiner Zeit und meiner Ressourcen in die Möglichkeit einer Zukunft zu investieren, ist wichtig für meine psychische Gesundheit, weil es mich dazu bringt, mich für diese Gesundheit einzusetzen.

Die Welt könnte morgen untergehen, oder auch nicht. Wenn wir es irgendwie verhindern können, sollten wir das tun. Wir sollten trotzdem so handeln, als ob es passieren könnte.

Wir sollten uns überlegen, welche Bäume wir in jedem Fall pflanzen würden.

Quelle: Margaret Killjoy, in Birds Before the Storm: How to Live Like the World is Ending or: on the planting of trees, 23. Juli 2025

Birds Before the Storm ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.

Übersetzung [Autorisiert]: Thomas Trueten

Wenn das Wasser steigt oder: Revolution als Vorbereitung

Das Luftbild zeigt von der Flut überschwemmte Gebäude
Guadalupe River, Überschwemmung am 5. Juli 2025
Ich denke wahrscheinlich mehr über Überschwemmungen nach, als ich sollte. Früher war das nicht so, aber jetzt schon.

Ich habe etwa fünf Jahre lang in einem Landprojekt im Westen von North Carolina gelebt, das in einem kleinen Tal an einem flachen, trägen Bach gebaut war. An den meisten Tagen stieg das Bachbett um gut zwei Meter über den 15 cm hohen Wasserstand, der normalerweise darin floss. Auf fast allen Karten waren wir überhaupt kein Überschwemmungsgebiet. Auf einigen waren wir eine hundertjährige Überschwemmungsfläche, was bedeutete, dass das Wasser etwa alle hundert Jahre über die Ufer treten und die Felder überfluten sollte.

Das Problem beim Klimawandel ist, dass nichts so funktioniert, wie es sollte, und die Überschwemmungen wurden immer schlimmer, höher und häufiger. Wir holten Inspektoren, um unsere Bachläufe zu begutachten, und die schüttelten meist nur den Kopf – nichts funktioniert mehr so, wie es sollte, und die Lösungen, auf die wir uns im 20. Jahrhundert verlassen konnten, würden im 21. Jahrhundert nicht mehr funktionieren.

In Erwartung der einmaligen Jahrhundertfluten (oder sogar kleinerer jährlicher Überschwemmungen) bauten die Leute ihre Hütten und stellten ihre Wohnwagen auf Plattformen und Stelzen, aber alle paar Monate rückte das Wasser einen Schritt näher an die Fußböden der Menschen heran.

Ich wünschte, ich könnte dir sagen, dass ich hoch auf dem Hügel hinter dem Grundstück gebaut habe, weil ich ein guter Vorbereiter war, dass ich dieses Problem vorausgesehen und Maßnahmen ergriffen habe, um mich und mein Zuhause zu schützen.

Das wäre aber gelogen. Ich habe dort gebaut, wo ich gebaut habe, weil ich ein seltsamer Introvertierter bin und eine Hütte im Wald wollte, von der aus ich keine anderen Häuser sehen kann. Das bedeutete, dass ich jedes einzelne Teil meiner Hütte mit der Hand den Hügel hinaufschleppen musste. So ist das eben.

Ich denke über Überschwemmungen nach, weil ich schon zu viel Zeit in ihnen verbracht habe, als ich durch Wasser watete, das ich nicht hätte durchwaten sollen, um Geräte aus der Scheune zu holen.

Wir stecken gerade in einer Sackgasse in der amerikanischen Gesellschaft, in vielen Bereichen, aber die Katastrophenvorsorge ist einer davon. Für Einzelpersonen oder sogar kleine Gemeinden kann ich Ideen anbieten wie: „Baut auf einem Hügel, nicht im Tal“ oder „Sorgt für eine ausreichende Entwässerung eures Hauses“. Ich könnte dir raten, eine Axt auf dem Dachboden aufzubewahren, wie es die Leute an der Golfküste tun, damit du, falls du jemals auf deinem Dachboden eingeschlossen bist, ein Loch in das Dach schlagen kannst, um zu entkommen, wenn das Wasser dich erreicht.

Ich könnte dir raten, dir zu überlegen, wie du von den Fenstern deines Hauses auf das Dach gelangen kannst. Ich könnte dir raten, Sandsäcke bereitzuhalten, um sie mit Erde zu füllen und Türen zu blockieren. Ich könnte dir raten, nicht durch stehendes Wasser zu fahren. Ich könnte dir sagen, dass Elektroautos ironischerweise besser durch hohes Wasser fahren können als Benziner (obwohl du trotzdem nicht durch Hochwasser fahren solltest).

Ich könnte dir sagen, dass du nicht durch Hochwasser waten sollst, um deinen Schnapsvorrat zu retten, den du unter der Scheune versteckt hast, und ich kann dir das sagen, weil ich glaube, dass ich das Foto, auf dem ich genau das mache, von meinem Instagram-Account gelöscht habe, das ich vor Jahren auf meinem Tinder-Profil hatte. Da das Foto weg ist und es keinen Beweis dafür gibt, dass es jemals existiert hat, kann ich dir sagen, dass du das nicht tun sollst, ohne wie ein Heuchler zu klingen.

Ich kann dir sagen, dass du eine Notfalltasche bereithalten sollst, und während ich das hier tippe, denke ich darüber nach, wie ein Paracord mit den richtigen Knoten dein Leben retten könnte, da so viele Menschen Überschwemmungen überlebt haben, indem sie sich an Bäumen und Schornsteinen festgeklammert haben. Ich kann dir sagen, dass Rettungswesten spottbillig sind und es sich lohnt, sie zu Hause zu haben.

Ich kann dir all diese einzelnen Schritte nennen. Aber es sind einzelne Schritte.

Strukturelle Probleme erfordern strukturelle Lösungen. Ich weiß nicht, wie all diese Lösungen aussehen werden, aber ich kann dir sagen, dass die USA noch nie besonders gut darin waren, katastrophensichere Infrastruktur zu bauen. Unsere Stromleitungen zum Beispiel sind oberirdisch verlegt, wo sie leicht von Wind und Bäumen zerstört werden können.

Trotzdem gibt es um uns herum unglaublich viel Technik, von der Form der Straßen, damit das Wasser abfließen kann, bis hin zu den unterschiedlichen Bauvorschriften in den verschiedenen Regionen. Wenn du ein Haus in einer sturmgefährdeten Gegend baust, gibt es einen Grund, warum du sogenannte „Hurricane Ties” verwendest, wenn du Balken an Trägern befestigst.

Wir bauen kaum gut genug für die Bedingungen des 20. Jahrhunderts, und wir bauen ganz klar nicht annähernd gut genug für die Bedingungen des 21. Jahrhunderts. Wir müssen bessere Technik einführen, aber das ist in den USA derzeit schwierig. Unter der vorherigen Regierung war es schon schwer, aber im Moment haben wir weniger eine Regierung als vielmehr faschistische Diebe, die uns das Kupfer aus den Wänden reißen. Jedes nützliche Stück sozialer Infrastruktur, das die Regierung früher bereitgestellt hat, wird uns weggenommen (wie die NOAA, um ein für das Thema Hochwasservorhersage relevantes Beispiel zu nennen), sodass nur noch die Infrastruktur der Unterdrückung übrig bleibt.

Was wir brauchen, sind systemische Lösungen für die sich verändernde Ökologie unserer Welt, wenn wir etwas gegen die globale Erwärmung unternehmen oder auch nur als Spezies in unserem sich wandelnden Klima überleben wollen.

Wir müssen widerstandsfähige Gemeinschaften aufbauen. Unsere Gemeinschaften brauchen soziale Infrastruktur, die Widerstandsfähigkeit fördert, wie lokale Versammlungen und Entscheidungsfindung, gegenseitige Hilfe, Konfliktlösung und Vertrauensnetzwerke.

Sie brauchen aber auch physische Infrastruktur, die Widerstandsfähigkeit fördert, wie robustere Stromnetze, bessere Regenwasserableitung, genaue Wettervorhersagen, bezahlbare sturmfeste Wohnungen und gekennzeichnete und gepflegte Evakuierungswege.

Wir brauchen auch einen Grund, darauf zu vertrauen, dass die Menschen, die politische Entscheidungen treffen, sich tatsächlich darum kümmern, ob wir leben oder sterben. Ich persönlich kann mir nur schwer vorstellen, wie all diese Dinge, insbesondere der letzte Punkt, ohne eine grundlegende Umgestaltung der Gesellschaft – sozusagen eine Revolution – erreicht werden könnten.

Denn der Meeresspiegel wird weiter steigen. Es gibt so viele Menschen um dich herum, Fremde und Freunde, denen es wichtig ist, ob du lebst oder stirbst. Aber der Regierung ist das sicher egal, und unserem Wirtschaftssystem auch, und beides galt vor fünfzehn Jahren genauso wie heute.

Jede Katastrophengeschichte enthält unzählige Geschichten von Heldentum und Widerstandsfähigkeit. Unzählige Menschen – Ersthelfer und Zivilisten gleichermaßen – riskieren oder verlieren jedes Mal ihr Leben, um Menschen zu retten. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten kommen zusammen, um Wasser, Lebensmittel, Strom, Kaffee, Kettensägen, Benzin und alles andere frei zu teilen. Menschen, die in Machtstrukturen eingebunden sind, riskieren ihren Arbeitsplatz, um das Richtige zu tun und Ressourcen dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Politische Grenzen verschwinden oft unter dem Gewicht des Augenblicks.

Aber jede Naturkatastrophe, die ich persönlich erlebt oder von der ich gelesen habe, war weniger „natürlich“, als man denken könnte. Überschwemmungen töten mehr Menschen in Wohnwagen als in Backsteinhäusern, und diejenigen, die schon vor dem Sturm zu kämpfen hatten, haben es nach dem Rückgang des Wassers viel schwerer, sich wieder zu erholen. Der Katastrophenkapitalismus schnappt sich billige Immobilien und zerstört Gemeinden mindestens genauso effizient wie Wind und Feuer.

Was kann ich dir vor diesem Hintergrund über die Vorbereitung auf Überschwemmungen sagen?

Ich kann dir sagen, dass es nie verkehrt ist, das Nötigste zu tun: Lerne deine Nachbarn kennen, halte eine Notfalltasche bereit, packe dein Auto mit einigen grundlegenden Notfallvorräten, und bewahre zu Hause Lebensmittel, Wasser und eine Notfall-Handyladestation für drei Tage auf.

Ich kann dir sagen, dass du nach einer Überschwemmung nie wieder so über Flüsse denken wirst wie zuvor und dass du die Lage eines Ortes sorgfältig prüfen wirst, wenn du darüber nachdenkst, wo du parkst, campst, mietest oder kaufst.

Und ich kann dir sagen, dass wir niemals eine Gesellschaft aufbauen können, die sich an den steigenden Wasserständen anpassen kann, wenn wir nicht grundlegend ändern, wie Entscheidungen in unserer Gesellschaft getroffen werden, wenn wir nicht anfangen, die öffentliche Sicherheit über Privateigentum zu stellen und wenn wir nicht lernen, die sozialen Barrieren zwischen den Menschen abzubauen.

Quelle: Margaret Killjoy, in Birds Before the Storm: As the Waters Rise or: revolution as preparedness, 13. Juli 2025

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Übersetzung [Autorisiert]: Thomas Trueten

„Völlig unerwartet“: Das Meereis in der Antarktis könnte wegen steigendem Salzgehalt im Südlichen Ozean endgültig verschwinden

Alessandro Silvano, University of Southampton

Breeding colony of Adelie penguins
lin padgham - originally posted to Flickr unter: Eine Kolonie von Adéliepinguinen
Der Ozean um die Antarktis wird immer salziger, während das Meereis in Rekordgeschwindigkeit schmilzt. Seit 2015 hat der gefrorene Kontinent Meereis in einer Größe verloren, die Grönland entspricht. Dieses Eis ist nicht zurückgekommen, was die größte globale Umweltveränderung der letzten zehn Jahre darstellt.

Diese Erkenntnis hat uns überrascht – denn normalerweise macht schmelzendes Eis das Meerwasser süßer. Neue Satellitendaten zeigen aber, dass das Gegenteil passiert, und das ist ein großes Problem. Salzigeres Wasser an der Meeresoberfläche verhält sich anders als süßeres Meerwasser, weil es Wärme aus der Tiefe aufnimmt und das Nachwachsen des Meereises erschwert.

Der Verlust des antarktischen Meereises hat globale Folgen. Weniger Meereis bedeutet weniger Lebensraum für Pinguine und andere eisbewohnende Arten. Wenn das Eis schmilzt, wird mehr der im Ozean gespeicherten Wärme an die Atmosphäre abgegeben, was die Anzahl und Intensität von Stürmen erhöht und die globale Erwärmung beschleunigt. Dies führt zu Hitzewellen an Land und schmilzt noch mehr von der antarktischen Eisdecke, was den Meeresspiegel weltweit ansteigen lässt.

Unsere neue Studie hat gezeigt, dass sich der Südliche Ozean verändert, aber anders als erwartet. Wir haben möglicherweise einen Wendepunkt überschritten und sind in einen neuen Zustand eingetreten, der durch einen anhaltenden Rückgang des Meereises gekennzeichnet ist und durch einen neu entdeckten Rückkopplungskreislauf aufrechterhalten wird.

A satellite image of Antarctica with sea ice and Southern Ocean noted.

Der Südliche Ozean ist rund um die Antarktis und wird von Meereis umgeben.
Quelle: Nasa

Eine überraschende Entdeckung

Die Überwachung des Südlichen Ozeans ist keine leichte Aufgabe. Er ist einer der abgelegensten und stürmischsten Orte der Erde und mehrere Monate im Jahr von Dunkelheit bedeckt. Dank neuer Satelliten der Europäischen Weltraumorganisation und Unterwasserrobotern, die unter der Meeresoberfläche Temperatur und Salzgehalt messen, können wir jetzt in Echtzeit beobachten, was dort passiert.

Unser Team an der Universität Southampton hat zusammen mit Kollegen vom Barcelona Expert Centre und der Europäischen Weltraumorganisation neue Algorithmen entwickelt, um die Bedingungen an der Meeresoberfläche in den Polarregionen von Satelliten aus zu verfolgen. Durch die Kombination von Satellitenbeobachtungen mit Daten von Unterwasserrobotern haben wir ein 15-Jahres-Bild der Veränderungen des Salzgehalts, der Temperatur und des Meereises erstellt.

Was wir herausfanden, war erstaunlich. Um 2015 begann der Salzgehalt an der Oberfläche des Südlichen Ozeans stark anzusteigen – genau zu dem Zeitpunkt, als die Meereisausdehnung zu schrumpfen begann. Diese Umkehrung kam völlig unerwartet. Jahrzehntelang war die Oberfläche immer süßer und kälter geworden, was zur Ausdehnung des Meereises beigetragen hatte.


A line graph showing a steady and then sudden decline in sea ice extent.

Die jährliche minimale Ausdehnung des antarktischen Meereises ist 2015 stark zurückgegangen.
Quelle: NOAA Climate.gov/National Snow and Ice Data Center


Um zu verstehen, warum das wichtig ist, muss man sich den Südlichen Ozean als eine Reihe von Schichten vorstellen. Normalerweise liegt das kalte, frische Oberflächenwasser auf dem wärmeren, salzigeren Wasser in der Tiefe. Diese Schichtung (oder Stratifizierung, wie Wissenschaftler es nennen) hält die Wärme in den Tiefen des Ozeans zurück, sodass das Oberflächenwasser kühl bleibt und sich Meereis bilden kann.

Salzigeres Wasser ist dichter und daher schwerer. Wenn das Oberflächenwasser salziger wird, sinkt es also leichter ab, wodurch die Schichten des Ozeans durchmischt werden und Wärme aus der Tiefe aufsteigen kann. Dieser aufsteigende Wärmefluss kann das Meereis auch im Winter von unten schmelzen und so die Neubildung von Eis erschweren. Diese vertikale Zirkulation zieht auch mehr Salz aus tieferen Schichten nach oben und verstärkt so den Kreislauf.

Es entsteht ein starker Rückkopplungseffekt: Mehr Salzgehalt bringt mehr Wärme an die Oberfläche, wodurch mehr Eis schmilzt, wodurch wiederum mehr Wärme von der Sonne aufgenommen werden kann. Meine Kollegen und ich haben diese Prozesse 2016–2017 mit der Rückkehr der Maud Rise-Polynja hautnah miterlebt. Dabei handelt es sich um ein riesiges Loch im Meereis, das fast viermal so groß ist wie Wales und zuletzt in den 1970er Jahren aufgetreten ist.

Was in der Antarktis passiert, bleibt nicht darauf beschränkt

Der Verlust des antarktischen Meereises ist ein globales Problem. Meereis wirkt wie ein riesiger Spiegel, der das Sonnenlicht zurück ins All reflektiert. Ohne Meereis bleibt mehr Energie im Erdsystem, was die globale Erwärmung beschleunigt, Stürme verstärkt und den Meeresspiegelanstieg in Küstenstädten weltweit vorantreibt.

Auch die Tierwelt leidet darunter. Kaiserpinguine sind auf das Meereis angewiesen, um ihre Jungen zu brüten und aufzuziehen. Winzige Krilltiere – garnelenähnliche Krebstiere, die als Nahrung für Wale und Robben die Grundlage der antarktischen Nahrungskette bilden – ernähren sich von Algen, die unter dem Eis wachsen. Ohne dieses Eis beginnen ganze Ökosysteme zu zerfallen.

Was am Ende der Welt geschieht, breitet sich aus und verändert Wettersysteme, Meeresströmungen und das Leben an Land und im Meer.


An aerial view of sea ice.

Rückkopplungsschleifen beschleunigen den Verlust des antarktischen Meereises.
Quelle: University of Southampton


Die Antarktis ist nicht mehr der stabile, gefrorene Kontinent, für den wir sie einst gehalten haben. Sie verändert sich rasant und auf eine Weise, die aktuelle Klimamodelle nicht vorhergesehen haben. Bis vor kurzem gingen diese Modelle davon aus, dass eine Erwärmung der Erde zu mehr Niederschlägen und zum Abschmelzen des Eises führen würde, wodurch das Oberflächenwasser versüßt und das Meereis der Antarktis relativ stabil bleiben würde. Diese Annahme trifft nicht mehr zu.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Salzgehalt des Oberflächenwassers steigt, die Schichtung des Ozeans zusammenbricht und das Meereis schneller schmilzt als erwartet. Wenn wir unsere wissenschaftlichen Modelle nicht anpassen, laufen wir Gefahr, von Veränderungen überrascht zu werden, auf die wir uns hätten vorbereiten können. Tatsächlich ist der eigentliche Grund für den Anstieg des Salzgehalts im Jahr 2015 noch unklar, was zeigt, dass Wissenschaftler ihre Sicht auf das antarktische System überdenken müssen und dass weitere Forschung dringend nötig ist.

Wir müssen weiter beobachten, doch die laufenden Satelliten- und Ozeanüberwachungen sind durch Mittelkürzungen gefährdet. Diese Forschung bietet uns ein Frühwarnsystem, ein Thermometer für unseren Planeten und ein strategisches Instrument zur Verfolgung des sich rasch wandelnden Klimas. Ohne genaue, kontinuierliche Daten wird es unmöglich sein, sich an die bevorstehenden Veränderungen anzupassen.

Quelle: ‘Completely unexpected’: Antarctic sea ice may be in terminal decline due to rising Southern Ocean salinity von , NERC Independent Research Fellow in Oceanography, University of Southampton 30. Juni 2025, 21:03 Uhr MESZ

Übersetzung: Thomas Trueten [Mit freundlicher Genehmigung]


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Alessandro Silvano, NERC Independent Research Fellow in Oceanography, University of Southampton

This article is republished from The Conversation under a Creative Commons license. Read the original article.


‘Completely unexpected’: Antarctic sea ice may be in terminal decline due to rising Southern Ocean salinity

Alessandro Silvano, University of Southampton

Breeding colony of Adelie penguins
lin padgham - originally posted to Flickr as Adelie penguin colony
The ocean around Antarctica is rapidly getting saltier at the same time as sea ice is retreating at a record pace. Since 2015, the frozen continent has lost sea ice similar to the size of Greenland. That ice hasn’t returned, marking the largest global environmental change during the past decade.

This finding caught us off guard – melting ice typically makes the ocean fresher. But new satellite data shows the opposite is happening, and that’s a big problem. Saltier water at the ocean surface behaves differently than fresher seawater by drawing up heat from the deep ocean and making it harder for sea ice to regrow.

The loss of Antarctic sea ice has global consequences. Less sea ice means less habitat for penguins and other ice-dwelling species. More of the heat stored in the ocean is released into the atmosphere when ice melts, increasing the number and intensity of storms and accelerating global warming. This brings heatwaves on land and melts even more of the Antarctic ice sheet, which raises sea levels globally.

Our new study has revealed that the Southern Ocean is changing, but in a different way to what we expected. We may have passed a tipping point and entered a new state defined by persistent sea ice decline, sustained by a newly discovered feedback loop.

A satellite image of Antarctica with sea ice and Southern Ocean noted.

The Southern Ocean surrounds Antarctica, which is fringed by sea ice.
Nasa

A surprising discovery

Monitoring the Southern Ocean is no small task. It’s one of the most remote and stormy places on Earth, and is covered in darkness for several months a year. Thanks to new European Space Agency satellites and underwater robots which stay below the ocean surface measuring temperature and salinity, we can now observe what is happening in real time.

Our team at the University of Southampton worked with colleagues at the Barcelona Expert Centre and the European Space Agency to develop new algorithms to track ocean surface conditions in polar regions from satellites. By combining satellite observations with data from underwater robots, we built a 15-year picture of changes in ocean salinity, temperature and sea ice.

What we found was astonishing. Around 2015, surface salinity in the Southern Ocean began rising sharply – just as sea ice extent started to crash. This reversal was completely unexpected. For decades, the surface had been getting fresher and colder, helping sea ice expand.

A line graph showing a steady and then sudden decline in sea ice extent.

The annual summer minimum extent of Antarctic sea ice dropped precipitously in 2015.
NOAA Climate.gov/National Snow and Ice Data Center


To understand why this matters, it helps to think of the Southern Ocean as a series of layers. Normally, the cold, fresh surface water sits on top of warmer, saltier water deep below. This layering (or stratification, as scientists call it) traps heat in the ocean depths, keeping surface waters cool and helping sea ice to form.

Saltier water is denser and therefore heavier. So, when surface waters become saltier, they sink more readily, stirring the ocean’s layers and allowing heat from the deep to rise. This upward heat flux can melt sea ice from below, even during winter, making it harder for ice to reform. This vertical circulation also draws up more salt from deeper layers, reinforcing the cycle.

A powerful feedback loop is created: more salinity brings more heat to the surface, which melts more ice, which then allows more heat to be absorbed from the Sun. My colleagues and I saw these processes first hand in 2016-2017 with the return of the Maud Rise polynya, which is a gaping hole in the sea ice that is nearly four times the size of Wales and last appeared in the 1970s.

What happens in Antarctica doesn’t stay there

Losing Antarctic sea ice is a planetary problem. Sea ice acts like a giant mirror reflecting sunlight back into space. Without it, more energy stays in the Earth system, speeding up global warming, intensifying storms and driving sea level rise in coastal cities worldwide.

Wildlife also suffers. Emperor penguins rely on sea ice to breed and raise their chicks. Tiny krill – shrimp-like crustaceans which form the foundation of the Antarctic food chain as food for whales and seals – feed on algae that grow beneath the ice. Without that ice, entire ecosystems start to unravel.

What’s happening at the bottom of the world is rippling outward, reshaping weather systems, ocean currents and life on land and sea.

An aerial view of sea ice.

Feedback loops are accelerating the loss of Antarctic sea ice.
University of Southampton


Antarctica is no longer the stable, frozen continent we once believed it to be. It is changing rapidly, and in ways that current climate models didn’t foresee. Until recently, those models assumed a warming world would increase precipitation and ice-melting, freshening surface waters and helping keep Antarctic sea ice relatively stable. That assumption no longer holds.

Our findings show that the salinity of surface water is rising, the ocean’s layered structure is breaking down and sea ice is declining faster than expected. If we don’t update our scientific models, we risk being caught off guard by changes we could have prepared for. Indeed, the ultimate driver of the 2015 salinity increase remains uncertain, underscoring the need for scientists to revise their perspective on the Antarctic system and highlighting the urgency of further research.

We need to keep watching, yet ongoing satellite and ocean monitoring is threatened by funding cuts. This research offers us an early warning signal, a planetary thermometer and a strategic tool for tracking a rapidly shifting climate. Without accurate, continuous data, it will be impossible to adapt to the changes in store.


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Alessandro Silvano, NERC Independent Research Fellow in Oceanography, University of Southampton

This article is republished from The Conversation under a Creative Commons license. Read the original article.


Dein Bedrohungsmodell hat sich geändert oder: Reduziere Deinen digitalen Fingerabdruck

Egal, wer du bist und was du machst, wenn du in den USA lebst, hat sich dein Bedrohungsmodell geändert. Das gilt wahrscheinlich überall auf der Welt, weil die politische Lage hier die politische Lage weltweit durcheinanderbringt, aber ich kann wirklich nur für die USA sprechen. Die Dinge sind jetzt anders. Das müssen wir akzeptieren.

Die Grafik zeigt ein Bedrohungsmodell mit den Begriffen: ": Big Brother Datensicherheit Polizei Auto Television and Handy"
Ein Bedrohungsmodell, generiert von einer KI
Wenn du eine Sicherheitsstrategie entwickelst (für ein Haus, ein Netzwerk, eine Person, eine Protestkundgebung oder was auch immer), arbeitest du mit einem sogenannten „Bedrohungsmodell“. Das ist ein ziemlich einfaches Konzept: Es bringt nichts, sich gegen jede mögliche Bedrohung zu schützen, also entwickelst du stattdessen ein Modell der wahrscheinlichsten Bedrohungen und bereitest dich auf diese vor.

Wir alle erstellen Bedrohungsmodelle, ob bewusst oder unbewusst. Wir betrachten die Welt um uns herum, überlegen, was uns schaden könnte, und ergreifen Maßnahmen, um dieses Risiko auf der Grundlage unserer eigenen Bedrohungsmodelle zu minimieren. In Vororten und Städten werden die Türen häufiger abgeschlossen als in ländlichen Gebieten. Die Menschen an der Westküste achten mehr auf Waldbrandkarten und Evakuierungsrouten, während die Menschen an der Ostküste in Bezug auf Brandschutz laxer sind. Soldaten rauchen häufiger als der Rest der Bevölkerung (etwa jeder Vierte statt jeder Fünfte). Ich vermute, dass in einem Kriegsgebiet die langfristige Gesundheit in der Bedrohungsanalyse eine geringere Priorität hat.

Ich kann dir nicht sagen, wie dein Bedrohungsmodell vor einem Jahr aussah, nur dass es jetzt anders ist. Ich kann dir nicht einmal sagen, wie dein neues Bedrohungsmodell aussieht. Das Bedrohungsmodell einer cis-Frau unterscheidet sich von dem einer trans-Frau, das sich wiederum von dem eines trans-Mannes unterscheidet, das sich wiederum von dem eines cis-Mannes unterscheidet. Jemand, der mit einem Studentenvisum hier ist, befindet sich in einer prekäreren Situation als ein US-Bürger. Ein Bundesbeamter und ein Bauarbeiter können sich beide in einer wirtschaftlichen Notlage befinden, aber das sieht nicht ganz gleich aus. Natürlich hat jeder, unabhängig von seiner Identität, etwas zu verlieren, wenn es darum geht, sich in einem totalitären Regime zurechtzufinden.

Es lohnt sich, sich Zeit für die Erstellung eines Bedrohungsmodells zu nehmen, damit du dich auf die Situationen vorbereiten kannst, die du für am wahrscheinlichsten hältst. Das kannst du mit deinen Freunden, Mitbewohnern, deiner Familie und/oder deiner lokalen Community machen. Setzt euch zusammen und sprecht darüber, was euch Sorgen macht.

Ich kann dir nicht sagen, worüber du dir Sorgen machen solltest, aber ich kann dir einige Veränderungen aufzeigen und habe ein paar Vorschläge, wie du damit umgehen kannst, insbesondere in Bezug auf deine digitalen Spuren.

Vor zwanzig Jahren kannte ich all diese technikbegeisterten Aktivisten, die die Vorzüge von Linux und Datenschutz priesen. Sie versuchten uns zu warnen, dass wir unsere Daten nicht in die Hände von Unternehmen fallen lassen sollten. Vor zwanzig Jahren habe ich nicht wirklich darauf gehört, weil mein Bedrohungsmodell mir keine allzu großen Sorgen um den Datenschutz machte.

Vor einem Jahr habe ich die politische Lage eher als Dreikampf gesehen. Das ist zwar etwas vereinfacht, aber man könnte „die Linke“ (und vor allem diejenigen, die eine freiere und kooperativere Welt wollen) in einer Ecke sehen. Der Kapitalismus und seine großen Unternehmen waren in einer anderen Ecke (was wir Neoliberalismus nennen, was sich von „liberal sein“ unterscheidet, da politische Begriffe so verwirrend sind). Die dritte Ecke war die Staatsmacht. Der Staat war zwar selbst weitgehend neoliberal, aber er unterschied sich deutlich von den Unternehmen, und zwischen beiden gab es Spannungen.

Nehmen wir zum Beispiel den Datenschutz bei E-Mails. Es gab schon immer E-Mail-Anbieter, die sich speziell auf die Bereitstellung von Diensten für Aktivisten konzentriert haben (wie riseup.net), aber die meisten Aktivisten bevorzugten weiterhin Gmail. Warum? In gewisser Weise war die Antwort: Bequemlichkeit. Aber es gab auch Argumente dafür, dass Google tatsächlich die sicherere Plattform war. Megakonzerne haben wesentlich mehr Ressourcen, um Hacker zu bekämpfen und sich sogar gegen den Staat zu behaupten. Reiche Unternehmenskunden bestehen darauf, dass ihre Daten sicher bleiben, also hat Google hart daran gearbeitet, diese Daten zu schützen, auch vor der US-Regierung.

Aber die Dinge ändern sich. Da sich derzeit Milliardäre anstellen, um sich vor Trump zu verbeugen, und Gesetze verschärft werden, um die Repressionsmacht des Staates zu erhöhen, ist es immer unwahrscheinlicher, dass große Tech-Unternehmen uns noch nennenswerten Schutz bieten werden.

Die großen Tech-Unternehmen haben uns schon immer ausspioniert. Das steht in den Datenschutzrichtlinien, die wir ohne zu lesen anklicken. Es ist nur so, dass sie mit diesen Daten nichts besonders Gefährliches anzufangen schienen, sodass es uns (mich eingeschlossen) nicht wirklich interessiert hat. Große Smart-TVs sind um ein Vielfaches billiger als normale Bildschirme, nicht weil die Technologie grundlegend anders ist, sondern weil die Produktionskosten für einen Smart-TV durch den Verkauf der Nutzerdaten ausgeglichen werden können. Eine schockierende Vielzahl von Tools in unserem Leben macht das. Apps, für die wir auf unseren Handys bezahlen, sammeln und verkaufen unsere Daten. Websites, die wir besuchen, sammeln und verkaufen unsere Daten. Soziale Medien sammeln und verkaufen unsere Daten.

Tech-Unternehmen haben kleine Biografien über jeden einzelnen von uns erstellt. Das war schon immer etwas beunruhigend, hatte aber bisher kaum Auswirkungen auf unsere tatsächliche Sicherheit.

Nun könnte sich das ändern.

Zum Glück ist es noch nicht „zu spät“. Wir können und sollten daran arbeiten, den Schaden rückgängig zu machen. Wir können auf ein sich änderndes Bedrohungsmodell reagieren, indem wir unsere Sicherheitsgewohnheiten ändern (oder ganz neue entwickeln). Wenn es um unsere eigene Sicherheit geht, muss man sich daran erinnern, dass Perfektion der Feind des Guten ist: Manchmal geben Menschen, wenn sie erkennen, dass sie niemals perfekte Sicherheit erreichen können, die Bemühungen um Sicherheit ganz auf. Das ist unsinnig. Jeder, der schon einmal ein Rollenspiel gespielt hat, sollte sofort erkennen, dass das unsinnig ist. Ein +1-Schild macht dich nicht unbesiegbar, es macht dich nur 5 % schwerer zu treffen. Es lohnt sich, unglaubliche Anstrengungen zu unternehmen, um einen +1-Schild zu bekommen.

Zitate zum Thema Bedrohung auf Wikipedia
WikiPedia Zitate zum Thema Bedrohung
Sicherheitsmaßnahmen sind Gewohnheiten, die du dir mit der Zeit aneignest. Schau dir keine Liste mit Vorschlägen an und denke: „Das kann ich alles nicht, also mache ich gar nichts davon.“ Nicht alle diese Vorschläge sind ohnehin auf dich zutreffend. Für die meisten Menschen ist es nicht das Ziel, „von der Bildfläche zu verschwinden“ und ein digitaler Geist zu werden, sondern ihre digitalen Spuren zu begrenzen und zu kontrollieren.

Einiges davon ist ziemlich aufwendig. So ist das nun mal.

Hier sind ein paar Vorschläge. Betrachte diese Liste als „vielleicht solltest du das mal machen“.

  • Installiere als Erstes Signal auf deinem Handy und Computer und benutze es anstelle von SMS. Mit Signal kannst du noch weitere Schritte unternehmen, z. B. das Verschwinden von Nachrichten aktivieren und die Vorschau von Benachrichtigungen deaktivieren, aber schon allein die Umstellung auf Signal reduziert die Menge der Daten, die dem Staat zur Verfügung stehen, erheblich.

  • Überleg dir, von Windows oder Mac auf Linux umzusteigen. Das ist zwar weniger bequem, und obwohl Linux in Sachen Benutzerfreundlichkeit große Fortschritte gemacht hat, erfordert es immer noch mehr Arbeit und einen gewissen Lernaufwand. Aber es ist definitiv günstiger – die gesamte Software ist kostenlos. Einige Programme kannst du auf einem Linux-Computer nicht verwenden, daher brauchst du möglicherweise einen zweiten Computer für bestimmte Aufgaben oder musst dich mit virtuellen Maschinen vertraut machen.

  • Wenn du nicht auf Linux umsteigen kannst, schau dir Anleitungen an, wie du die Privatsphäre von Windows oder Mac verbessern kannst. Es gibt eine ganze Reihe von Datenschutzkontrollen.

  • Verzichte nach Möglichkeit auf Cloud-basierte Programme, insbesondere auf unverschlüsselte Programme, die deine Daten sammeln, um ein Profil von dir zu erstellen und/oder KI-Modelle zu trainieren. Je mehr du in der Cloud arbeitest, desto größer ist deine „Angriffsfläche“. Das heißt, desto mehr Möglichkeiten gibt es, deine Sicherheit zu gefährden. Unverschlüsselte Daten können von der Polizei angefordert werden, und alles deutet darauf hin, dass dieser Prozess einfacher und nicht schwieriger wird. Such nach „End-to-End“-Verschlüsselung.

  • Andere empfehlen, einfach von US-basierten Cloud-Diensten wegzugehen.

  • Verleg deine Social-Media-Konten weg von deinem richtigen Namen. Jemand, der deinen Ausweis sieht (z. B. an der Grenze oder bei einer internen Kontrolle), sollte nicht sofort unzählige Infos über deine Familie, deine Gewohnheiten und deine politischen Ansichten finden können. Wenn du keine Person des öffentlichen Lebens bist (oder eine solche werden willst), dann mach deine Accounts privat und nur für Freunde sichtbar. Lösche alte Beiträge und Bilder (einige Dienste, wie z. B. Meta, ermöglichen es dir, deine Daten in großen Mengen herunterzuladen, sodass du nicht riskierst, alle deine Fotos zu verlieren). Hilf deinen Freunden und deiner Familie dabei, ihre sozialen Medien zu überprüfen, um sicherzustellen, dass keine Fotos öffentlich zugänglich sind.

  • Erwäge, unter deinem richtigen Namen eine "öffentliche" Social-Media-Präsenz (insbesondere auf Meta und/oder X) zu haben, die völlig harmlos ist, während du für dein tatsächliches Leben eine verdeckte Social-Media-Präsenz beibehältst.

  • Schließ alte Konten. Wenn du einen Dienst, insbesondere einen Social-Media-Dienst, nicht mehr nutzt, deaktivier dein Konto. Einige Dienste, wie z. B. X, löschen deine Daten nicht, wenn du dich abmeldest, aber es gibt Anwendungen, mit denen du alle deine Daten in einem Rutsch löschen kannst.

  • Verlass X. Twitter gibt's nicht mehr. Es wurde nicht „umbenannt“, es ist weg. Seine Daten wurden von einem Faschisten gekauft, der daran arbeitet, einen totalitären Staat aufzubauen. Lösche deine Daten und lösche deinen Account. Es tut mir leid.

  • Instagram-Stories werden standardmäßig für immer gespeichert und sind daher für jeden zugänglich, der Zugriff auf deine Daten hat. Es gibt eine Einstellung, um dies zu deaktivieren, und du kannst alte Stories aus deinem Archiv löschen, allerdings nur einzeln.

  • Entgoogeln Sie Ihr Leben. Wechseln Sie zu Duck Duck Go, einer datenschutzorientierten Suchmaschine. Seitdem das Internet von KI-artikeln überschwemmt wird, ist Google ohnehin immer weniger nützlich. Wenn Sie Gmail oder andere Google-Dienste weiterhin nutzen müssen, verwenden Sie einen Browser wie Firefox, mit dem Sie „Container“ einrichten können, damit Google den Rest Ihres Surfverhaltens und Ihren Computer nicht ausspionieren kann.

  • Hör auf, Chrome zu benutzen. Firefox und Brave sind zwei Browser, die auf Sicherheit setzen. Firefox hat eine längere Geschichte als vertrauenswürdiger Browser. Brave basiert auf „Chromium“, einer Open-Source-Architektur von Google, was bedeutet, dass es viele „Chrome-only“-Webanwendungen ausführen kann und dabei einigermaßen sicher bleibt.

  • Investiere in ein VPN, mit dem du deinen Internetverkehr umleiten kannst. Dies könnte mit zunehmendem Totalitarismus immer wichtiger werden. Nicht alle VPNs sind in Bezug auf Komfort, Geschwindigkeit und Sicherheit gleich.

  • Beginne mit der „Telefonhygiene“. Lösche nicht verwendete Apps. Gewöhne dir an, dein Telefon manchmal zu Hause zu lassen, da es ständig einen Standortprotokoll hinterlässt und es ein Leichtes ist, anhand unserer Telefongewohnheiten Profile über uns zu erstellen. Nimm dein Handy möglichst nicht zu Demos mit, auch nicht zu legalen. Besorg dir eine Faraday-Tasche, die alle Übertragungen von deinem Handy blockiert, und lass es manchmal darin, vor allem, wenn du das Gefühl hast, dass du es an Orte mitnehmen musst, an denen du es besser nicht dabei haben solltest.

  • Es gibt ein sicherheitsorientiertes Handy-Betriebssystem namens GrapheneOS, das auf Pixel-Handys installiert werden kann und dir unglaublich viel Kontrolle darüber gibt, wie Daten gesammelt und übertragen werden.

  • Verbinde dein Handy nicht mehr direkt mit deinem Auto, denn dein Auto greift auf alle Informationen auf deinem Handy zu (oder zumindest auf deine Kontakte und Anrufprotokolle) und verkauft diese wahrscheinlich an Werbetreibende und gibt sie an die Polizei weiter. Verwende einen Aux-Anschluss, um Musik zu hören, oder einen kleinen Bluetooth-Dongle, wenn dein Handy keinen Kopfhöreranschluss hat. GrapheneOS (und vermutlich auch andere Handy-Betriebssysteme) können sich mit einem Gerät verbinden, ohne Kontakte und Anrufprotokolle preiszugeben.

Es gibt noch mehr (fast unvorstellbar viel mehr), was du tun kannst, um deinen digitalen Fingerabdruck zu reduzieren. Dein Fernseher verkauft deine Daten. Du kannst auf physische Medien umsteigen. Du kannst auf Piraterie umsteigen. Du kannst einen „selbst gehosteten“ Medienserver wie Plex einrichten und dann deinen Fernseher mit einer Firewall schützen, sodass er nur mit deinem lokalen Netzwerk kommunizieren kann.

Auch dein Auto ist ein Verräter, und alle großen Autohersteller verkaufen deine Daten – wo du warst, wie du fährst, manchmal sogar, mit wem du fährst. Hier gibt es zwei verschiedene Gefahren: Erstens werden die Daten vom Auto über eine Antenne an den Hersteller übertragen, der diese Daten verkauft und möglicherweise an die Polizei weitergibt. Alle neueren Autos machen das. Zweitens werden noch mehr Daten (der Zeitstempel jedes Öffnens der Tür, die GPS-Koordinaten des Autos zu jedem Zeitpunkt, der Inhalt jeder Kamera im Auto, innen und außen) unverschlüsselt auf einer Festplatte im Auto gespeichert, auf die jede Strafverfolgungsbehörde Zugriff hat, die physische Kontrolle über das Auto erlangt.

Leider kenne ich keinen Hersteller, der sich auf Datenschutz konzentriert (der Wert deiner Daten muss für sie zu hoch sein, als dass sie darauf verzichten wollen), und ich kenne auch niemanden, der daran arbeitet, Autos zu „jailbreaken“, damit sie tatsächlich von ihren angeblichen Besitzern kontrolliert werden können. Ich habe den Eindruck, dass Autos, die vor etwa 2014 gebaut wurden, deutlich weniger Kapazitäten zum Speichern und Übertragen von Daten haben, aber natürlich ist die Wartung älterer Fahrzeuge komplizierter und teurer.

Meines Wissens gibt es noch keine Tools dafür. Ich kann nur hoffen, dass daran gearbeitet wird. Ich hoffe, dass die aktuelle Situation dazu führt, dass robustere und benutzerfreundlichere digitale Tools mit Fokus auf Sicherheit entwickelt werden. Ich hoffe, dass wir die Kontrolle über unsere Autos und deren Daten zurückgewinnen können. Ich hoffe, dass anonymes Filesharing einfacher wird. Ich hoffe, dass Leute einen Weg finden, YouTube auf dem Fernseher zu schauen, ohne Daten preiszugeben. Ich hoffe, dass Leute offene, vorprogrammierte Plug-and-Play-Firewalls entwickeln, die an Heimrouter angeschlossen werden können, um auch technisch weniger versierten Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Daten zu schützen.

Natürlich hoffe ich auch, dass die sozialen Bewegungen, die sich dem Faschismus entgegenstellen, weiter wachsen und irgendwann (bald?) den faschistischen Staat zerschlagen und dann ihre eigene Macht erkennen und, anstatt eine Rückkehr zum alten Status quo zu akzeptieren, voranschreiten, um die Natur nationaler Grenzen, die Existenz des Kapitalismus und die Bedrohung durch den Klimawandel in Frage zu stellen.

Ich habe viele Hoffnungen.

Ich glaube, wir können es schaffen.

Quelle: Margaret Killjoy, in Birds Before the Storm: "Your Threat Model Has Changed or: reducing your digital fingerprint",  23. April 2025

Birds Before the Storm ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, sollten Sie ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.

Übersetzung [Autorisiert]: Thomas Trueten

Heraus zum revolutionären 1. Mai 2025!

Das Plakat zeigt zwei Kinder, die über einen Hafen Pflastersteine laufen, eines mit Jacket und Krawatte, das andere mit kurzen Hosen, beide tragen Aktentaschen. Dazu der Text: "Auf die Barrikaden! Gegen Krieg, Rechtsruck & Kapitalismus - Für den Kommunismus! Revolutionärer 1. Mai 2025 Kronprinzstr. 12:30 (S-Bahn Stadtmitte)"
Plakat zur revolutionären Maidemo 2025
Krieg in der Ukraine, Bomben auf Gaza, Libanon, Syrien, Jemen. CDU, SPD und Grüne rücken weit nach rechts und stärken doch nur die AfD. Geplante Kürzungen beim Bürgergeld, 400 Milliarden für die Rüstungsindustrie: Die Zeiten werden rauer, der Kapitalismus hat nichts mehr zu bieten, außer Chaos, Krise und Gewalt.

Am 1.Mai gehen wir deshalb gemeinsam und vereint auf die Straße! Für den Bruch mit diesem System, für die Perspektive der Revolution!

Zum Aufruf.

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