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»Le problème avec ce monde est que les personnes intelligentes sont pleines de doutes tandis que les personnes stupides sont pleines de confiance.« Charles Bukowski

Blogkino: Love on the Dole (1941)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Spielfilm Love on the Dole von Walter Greenwood mit Deborah Kerr und Clifford Evans. Es war der erste in England produzierte Spielfilm, in dem die englische Polizei Schlagstöcke gegen eine Menschenmenge schwang. Der Plot: Walter Greenwoods Roman (1933) wurde Anfang der 1930er Jahre als Reaktion auf die Krise der Arbeitslosigkeit geschrieben, die auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene spürbar war. Er spielt in Hanky Park, einem Industrieslum in Salford, wo Greenwood geboren und aufgewachsen ist. Der Roman beginnt zur Zeit des Generalstreiks von 1926, die Haupthandlung spielt jedoch im Jahr 1931.

Der Roman folgt der Familie Hardcastle, die durch die Massenarbeitslosigkeit auseinandergerissen wird. Der siebzehnjährige Harry Hardcastle aus Mansfield, der in Lincoln studiert, arbeitet zu Beginn des Romans in einem Pfandhaus, fühlt sich aber vom Glanz der Arbeit in der Maschinenfabrik Marlows Ltd. angezogen. Nachdem er dort sieben Jahre lang als Lehrling gearbeitet hat, wird er mitten in der Weltwirtschaftskrise entlassen und findet von da an keine Arbeit mehr. Er beginnt eine romantische Beziehung mit Helen, einem Mädchen aus seiner Straße, die er schwängert; dies zwingt sie zur Heirat, obwohl Harry nun nicht nur arbeitslos ist, sondern auch durch die Bedürftigkeitsprüfung von der Sozialhilfe ausgeschlossen wurde. Sally Hardcastle, seine ältere Schwester, verliebt sich in den zum Scheitern verurteilten sozialistischen Agitator Larry Meath und zieht die unwillkommene Aufmerksamkeit des örtlichen illegalen Buchmachers Sam Grundy auf sich. Sally fühlt sich nicht in der Lage, mit Meaths sozialistischem Intellektualismus zu konkurrieren, was nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die intellektuelle Armut der lokalen Arbeiterklasse verdeutlicht. Der Höhepunkt des Romans ist ein tatsächlicher Marsch, bei dem die NUWM im Oktober 1931 auf das Rathaus von Salford marschierte. Der Marsch selbst stieß auf gewaltsamen Widerstand der Polizei; im Buch stirbt Larry Meath an den Folgen von Schlägen auf den Kopf durch den Schlagstock eines Polizisten. Nach dem Tod von Larry Meath erliegt Sally verzweifelt der Aufmerksamkeit von Sam Grundy, so dass sowohl ihr Vater als auch ihr Bruder endlich Arbeit finden können.

Der Roman erhielt viel Aufmerksamkeit von Schriftstellern, Journalisten und Politikern, die alle von der Beschreibung der Armut bewegt waren, aber vor allem von der Schilderung einer Arbeitergemeinschaft, die versucht, dieser Armut mit Würde und Intelligenz zu begegnen. In einer Rezension der amerikanischen Ausgabe des Romans schrieb Iris Barry: Love on the Dole is the real thing"[1] und auch Edith Sitwell schrieb: Ich weiß nicht, wann ich jemals so tief und furchtbar bewegt war". Das Buch war ein kommerzieller Erfolg und wurde in diesem Jahr dreimal und bis 1939 noch achtmal aufgelegt.

Greenwood sagte, er habe "zu zeigen versucht, was das Leben eines jungen Mannes bedeutet, der im Schatten der Arbeitslosigkeit lebt, die Tragödie einer verlorenen Generation, der es verwehrt ist, die natürlichen Hoffnungen und Wünsche der Jugend anständig zu verwirklichen."



Neu übersetzt: "Picknick am Wegesrand"

BuchcoverDas legendäre Meisterwerk jetzt neu übersetzt: "Red Shewhart ist ein Stalker, ein Glücksritter, der illegal immer wieder in die Sperrzone eindringt, in der einst die Aliens gelandet sind. Dort spürt er die Hinterlassenschaften der Außerirdischen auf, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Niemand weiß, wie diese Artefakte funktionieren und wozu sie einmal gedient haben. Manche von ihnen bergen tödliche Gefahren, während andere die Unsterblichkeit versprechen. Red und sein Freund Kirill suchen nach einem ganz besonderen Gegenstand, der sie so reich machen wird, dass sich die Stalker nie wieder ins Sperrgebiet wagen müssen. Doch die Zone gibt ihre Geheimnisse nicht so einfach preis ... "

Die Romanvorlage zum gleichnamigen Film-Klassiker von Andrei Tarkowski, neu übersetzt und mit umfangreichem Bonusmaterial! Arkadi (1925-1991) und Boris (1933-2012) Strugatzki zählen zu den bedeutendsten und erfolgreichsten russischen Autoren der Nachkriegszeit. Ihre Romane sind nicht nur faszinierende Parabeln über die Stellung des Menschen im Universum, sondern auch schonungslose Abrechnungen mit Ideologiegläubigkeit und Personenkult. Etliche ihrer Texte durften in der Sowjetunion nicht erscheinen. Inzwischen hat die Gesamtauflage ihrer Werke die fünfzig Millionen überschritten, sie wurden in über dreißig Sprachen übersetzt. Viele ihrer Romane wurden verfilmt - Andrei Tarkowskis Adaption von "Picknick am Wegesrand" unter dem Titel "Stalker" gehört zu den Klassikern der Filmkunst.

Als Buch oder ebook im Buchladen Eures Vertrauens oder online, z.B. in Jeffs Gemischtwarenladen

Blogkino: Love and Revolution (2018)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Spielfilm "Love and Revolution" von Yannis Youlountas. Der Plot: Zehn Jahre nach den ersten Unruhen in Griechenland behaupten die Medien, dass die auferlegte Sparpolitik erfolgreich war und der Frieden auf die griechischen Straßen zurückgekehrt ist. Dieser Dokumentarfilm beweist das Gegenteil. In Thessaloniki verhindern junge Leute die Versteigerung von zwangsversteigerten Häusern; auf Kreta wehren sich Bauern gegen den Bau eines neuen Flughafens; in Athen sabotiert eine mysteriöse Gruppe die Stromversorger; im bedrohten Exarchia praktiziert die Gemeinde weiterhin Selbstverwaltung und nimmt Flüchtlinge auf. Eine musikalische Reise durch das heutige Griechenland, von Norden nach Süden, mit denen, die von Liebe und Revolution träumen.

Mal ordentlich auf den Tisch hauen!

Heute vor 50 Jahren griff Ton-Steine-Scherben-Manager Nikel Pallat in der WDR-Talkshow „Ende offen“ zum Beil. Dort diskutierten 1971 eine Stunde lang die Musiktheoretiker Heinz-Klaus Metzger und Hans G Helms, der Krautrock-Produzent Rolf-Ulrich Kaiser, der Musiker Wolf Conrad Veit und Nikel Pallat darüber, ob eine Musik mit gesellschaftskritischem Anspruch als ganz normales Marktprodukt produziert und gehandelt werden dürfe.[8] Mit den Worten „Fernsehen ist ein Unterdrückungsinstrument in dieser Massengesellschaft [...] man muß parteiisch sein [...], und deswegen mach ich jetzt hier diesen Tisch mal kaputt, ja“ zog Pallat ein Handbeil hervor und versuchte mit zwölf teils beidhändig ausgeführten Hieben den Studiotisch zu zertrümmern. Gläser und Aschenbecher zersprangen zwar in Scherben, aber der Tisch hielt stand, worauf Pallat mit dem Kommentar „so, jetzt können wir weiterdiskutieren“ seine Bemühungen einstellte, sich jedoch alsbald daran machte, Tontechnik abzubauen und einzustecken, mit dem Hinweis „die Mikrophone brauche ich für Leute, die in Jugendstrafanstalten sitzen“.

Die Aufnahme von Pallats Zerstörungsversuch verwendete auch die Gewerkschaft IG Metall als Abschlusssequenz eines Wahlaufrufs zur Bundestagswahl 2013.[9] (Wikipedia)

Revolution mit dem Tanzbein: Neurosis - Roskilde 2017

„Im fernen San Francisco von den sonnenverwöhnten Kollegen Neurosis eingespielt, konzentrierte sich auf diesem Album alles, was in den nächsten 15 Jahren Hunderte von Bands brauchten, um sich an den Schnittstellen Metal/Hardcore und Noise/Rock wund reiben zu können. Dennoch hat es bis heute keine Band geschafft, im Leid ähnlich heftige Orkane zu entfesseln und dabei mit schwelgerischem Pathos sowohl Musikhallen wie auch besetzte Häuser zum Beben zu bringen.“ -“ Lars Brinkmann - Spex

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Zuletzt bearbeitet am 25.11.2021 10:40

Blogkino: Él - This Strange Passion (1952)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Spielfilm "Él", ein mexikanisches Liebesdrama in Schwarzweiß aus dem Jahr 1953 von Luis Buñuel. Der Plot: "Während eines Gottesdienstes, wo Fußwaschungen vorgenommen werden, fällt dem reichen Francisco Galvan de Montemayor eine attraktive Frau auf. Er möchte sie unbedingt wiedersehen und wartet deshalb täglich in der Kirche auf sie und begegnet ihr tatsächlich wieder. Er wird aber von Gloria, so ihr Name, abgewiesen, obwohl auch sie sich von ihm angezogen fühlt. Gloria ist bereits verlobt -“ mit einem Geschäftsfreund von Francisco, wie dieser später herausfindet. Er lädt den Geschäftsfreund mit Gloria und deren Mutter zu sich zum Essen ein und spannt die Verlobte seines Freundes noch am gleichen Abend aus.

Nach der Eheschließung bröckelt Franciscos bürgerliche Fassade zunehmend und es wird immer offensichtlicher, dass er unter Wahnvorstellungen leidet. Zufällig trifft Gloria ihren ehemaligen Verlobten Raul wieder und erzählt ihm, wie es ihr in der Zwischenzeit ergangen ist:

Harmlose Begegnungen seiner Frau mit flüchtigen Bekannten wertet Francisco als deutliche Zeichen von Glorias Untreue. Groteske Eifersuchtsszenen seiner Frau gegenüber sind die Folge. Er sperrt Gloria monatelange zu Hause ein. Ihre Mutter und ein Priester glauben ihr nicht, als sie bei ihnen Hilfe sucht. Ein aussichtsloser Rechtsstreit, in den Francisco verwickelt ist, verschlimmert seinen Zustand noch zusätzlich. Er versucht, Gloria von einem Glockenturm, den sie besuchen, hinunterzustossen. Nur das Eingreifen der Hausangestellten verhindert kurz danach, dass Francisco seine Frau nachts im Schlaf umbringt. Gloria flieht vor ihrem Ehemann und kehrt zu ihrem früheren Verlobten zurück. Rasend vor Wahnsinn und Eifersucht sucht Francisco Gloria in der ganzen Stadt, so auch in der Kirche, wo sie sich einst kennengelernt hatten. Dort glaubt Francisco, der Priester und die Schar der Gläubigen würden ihn verhöhnen, weil ihm seine Frau davongelaufen ist. Francisco halluziniert, dass sowohl die Gesichter der Kirchenbesucher als auch das Gesicht des Pfarrers sich in hässliche Fratzen verwandeln; ein höllisches Gelächter umgibt Francisco, bis er vollends die Kontrolle verliert und versucht den Priester zu erwürgen. Daraufhin wird er überwältigt, in ein Sanatorium gebracht und danach in eine klösterliche Ordensgemeinschaft aufgenommen.

Francisco wird nach einigen Jahren von seiner inzwischen von ihm geschiedenen Frau zusammen mit ihrem Sohn -“ mit Namen "Francisco" -“ und ihrem jetzigen Ehemann, dem früheren Verlobten Raul, besucht. Die Frage eines Mönchs nach der Vaterschaft des Knaben beantwortet Gloria nicht. Franciscos Heilung hat offensichtlich nur unvollständig stattgefunden: Er entfernt sich mit bizarren Schrittbewegungen über eine Treppe. So hatte er bereits früher zu Hause im Zustand größter Erregung die Treppe bestiegen." (WikiPedia)

Keine Zukunft ohne Zukunft

Foto: © Oliver Feldhaus via Umbruch Bildarchiv
Foto: © Oliver Feldhaus via Umbruch Bildarchiv
Seit zehn Jahren ist das „Zukunft“ in der Laskerstraße am Ostkreuz ein wichtiges Kulturareal in Friedrichshain. Neben dem beliebten Club werden in der ZUKUNFT auch Konzerte, Biergarten, Kino, Kunst und Theater angeboten. Jetzt soll am 31. März damit Schluss sein. Gegen die drohende Schließung des Kulturstandortes und für den Erhalt und die langfristige Sicherung kultureller Zwischenräume (nicht nur) für-™s Ostkreuz demonstrierten am 13. November rund 1.000 Menschen in Friedrichshain.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv

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Blogkino: Lady L (1965)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "Lady L": Der Film erzählt seine Handlung überwiegend als Rückblende. Lady Louise Lendale hat ein aufregendes und sehr turbulentes Leben hinter sich gebracht. Zu ihrem 80. Geburtstag, den sie auf ihrem Schloss im britischen Yorkshire feiert, möchte sie eine Autobiographie herausgeben, die von dem schriftstellerisch begabten Sir Percy niedergeschrieben wird.

Louise entstammt gesellschaftlich ganz kleinen Kreisen. Einst war sie Wäscherin auf Korsika, ehe sie sich nach Paris gab, um in einem dortigen Bordell ihr Glück als Prostituierte zu versuchen. Hier lernte sie Armand kennen, einen verwegenen, jungen Mann mit langen Fingern und zahlreichen revolutionären Ideen im Kopf. Wenn er nicht gerade die Menschen bestiehlt, betätigt er sich als Anarchist und Bombenbastler. Sein nächstes Ziel ist der korpulente Prinz Otto von Bayern, der gerade in der Schweiz weilt. Bald darauf ist Louise von Armand, den sie anhimmelt, schwanger, und während Armand seinen anarchistischen Tagträumereien nachgeht, gibt sich Louise in einem feinen Hotel als verwitwete Gräfin aus. Hier lernt sie den vornehmen britischen Lord Lendale kennen, den sie aus Geldnot heraus auszurauben plant. Lord Lendale weiß von Louises Situation und ihrer Verbindung zu Armand. Und dennoch lässt er sich auf ihr Spiel ein. Er möchte die schöne Korsin unbedingt als Statussymbol zur Frau haben, sodass er Louise ein Geschäft vorschlägt: Wenn sie ihn heiratet, werde er, der über gute Beziehungen zur Staatsmacht verfügende Lord, sich darum kümmern, dass nach dem längst gefahndeten Armand kein Haar gekrümmt wird.

Um Armands Wahnsinnsplan eines politischen Mordes am bayerischen Erbprinz zu verhindern, hat Louise die Bombe, die in der Nähe von Prinz Otto deponiert werden soll, durch eine Attrappe ersetzt. Nun kann die einstige Wäscherin und Hure guten Gewissens den Heiratsantrag Lendales annehmen. Dennoch reißt der Kontakt zu Armand, der Liebe ihres Lebens, niemals ab. Ja, Louise benutzt sogar das Geld ihres gehörnten Gatten dazu, die anarchistischen Aktivitäten ihres Geliebten in Italien zu finanzieren. Als Louise die Sinnlosigkeit von Armands Umstürzlerexistenz erkennt, verlässt sie ihn und folgt ihrem Gatten nach England, um dort ihren gesellschaftlichen Pflichten als Lady Lendale nachzukommen.

Sir Percy hat alles notiert, da beginnt ihn am Ende seiner Aufzeichnungen eine Bemerkung von Lady L zu erschrecken. Sie sagt, dass sie auch nach ihrem Abgang nach Großbritannien niemals von Armand gelassen habe und dass all ihre Kinder, die sie zur Welt gebracht habe, mit ihrem Revoluzzer-Geliebten gezeugt wurden. Ihr formeller Gatte war sogar zu einem Arrangement bereit, nur um Lady L weiterhin als seine Gattin vorzeigen zu können: Louise heiratete in der Schweiz Armand, blieb aber an Lendales Seite als dessen offizielle Gemahlin. Um nach außen hin die ménage-à-trois glaubwürdig erscheinen zu lassen, diente Armand fortan als der Familienchauffeur im Hause Lendale.

The New York Times schrieb: „"Lady L" ... ist ein Film von großem Witz, städtischer Eleganz und schnell getakteter Verrücktheit, eine charmante romantische Phantasie durchsetzt von Komödie. Aber es ist auch ein schockierender und verstörender Film, merkwürdig verrückt und makaber. Denn unterhalb diesem Komödienlevels befindet sich eine Form von Elend und ein Hauch von Tod. Diese zwei Spannungsfelder sind es, die "Lady L" mehr als zur üblich-interessanten Unterhaltung werden lassen.“ (Quelle: WikiPedia)

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