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»Die Flut sagte zum Fischer: Für das Toben meiner Wellen gibt es viele Gründe. Der wichtigste davon ist, dass ich für die Freiheit der Fische und gegen das Netz bin.« Sherko Bekas

ELV Gaszähler Integration in Home Assistant

Neulich konnte ich endlich in Zusammenarbeit mit einem Kollegen vom IOT Shop im Photovoltaik Forum meinen KLAX2.0 Optokoppler in Betrieb nehmen. Das Teil misst den Stromverbrauch am Stromzähler und überträgt seine Daten via LoRaWAN, von wo aus man sie mit einem TTN Mapper abgreifen und auswerten kann. Der zweite Energieträger bei uns ist Gas, was liegt also näher, als auch die Daten des Gaszählers abzugreifen und auszuwerten? Nun gibt es ja verschieden Methoden, die mit unterschiedlichem Bastelaufwand ebensolche Ergebnisse präsentieren. Auch beim Gas ist es so, daß eine Auswertung per WLAN wegen der Entfernung zum Zahler nicht in Frage kam. Auch ist wie beim Stromzähler selbst keine Stromversorgung vorhanden, was die Auswahl auch hier ziemlich eindampft. Ich hatte mich dann letztlich für den vergleichsweise günstigen LoRaWAN® Energiezähler-Sensorschnittstelle, C sowie den ES-GAS-2 Sensor entschieden, welche dann auch kurze Zeit später geliefert wurden. Der Zusammenbau wie auch die Montage gestalteten sich einfach, am Gaszähler muß nichts verändert werden, passende Adapter werden mitgeliefert. Für die Stromversorgung habe ich mir bei einen Battery Expansion Shield 18650 V3 besorgt, dafür ein Gehäuse gedruckt und zusammen mit einer 18650 Zelle an den ELV Zähler gesteckt. Das ist nun schon einige Tage her, der Stromverbrauch gestaltet sich recht zivil, man kann natürlich auch größere Akkupacks verwenden, sollte jedoch darauf achten, daß sich diese nicht abschalten, während der Zähler im Tiefschlaf ist, da sonst die Datenübertragung unterbrochen ist.

Für die Anleitung setze ich folgendes voraus:

  • Ein LoRaWAN Gateway ist vorhanden und eingebunden.

  • Es wird The Things Network (TTN) genutzt.

  • Homeassistant ist installiert und das Add-on Mosquitto broker ist hinzugefügt und aktiviert. Dieses Add-on muss wie folgt konfiguriert sein:
Der Screenshot zeigt die notwendigen Ergänzungen in der Konfiguration des mosquitto Plugins: Require Client Certificate auf "ono" und unter "customize" folgendes eingeben:"active:true" , "folder: mosquitto", require_certificate: false
Hier nun die Konfiguration im ttn Stack, als erstes eine Applikation anlegen, dann unter "Integrations" einen API Key sowie Username erstellen, abfragen und kopieren.

Der Screenshot zeigt die entsprechende Einrichtung der Einträge bei den "applications"
Bitte den API Key speichern und ebenfalls die anderen Informationen. Sie werden noch gebraucht. Der ELV-LW-ESI ist zu einer TTN Applikation hinzugefügt. Dazu den "Device Repository Formatter", den ELV zur Verfügung stellt nutzen:

der Screenshot zeigt die Auswahl des "Formatter Type": "Use Device Repository formatters" bei den Payload Formatters / Uplink
Für die nächsten Schritte, in denen unter anderem auf die Dateistruktur von Home Assistant zugegriffen werden muss nehme ich einfach das Add-on "File Editor", das einfach nachinstalliert werden kann. Wichtig für die folgenden Schritte: Änderungen in der Konfiguration vom "File Editor":

Der Screenshot zeigt die notwendigen Einstellungen in der Konfiguration des Editor Plugins.
Nun die Zertifikate von TTN in Homeassistant hinterlegen. Dazu laden wir die Zertifikatsdatei "minimal certificate list hier herunter: Root Certificates. Mit dem "File Editor" navigieren wir jetzt eine Ebene höher als /homeassistant und öffnen dann den Ordner "ssl". In diesem Ordner laden wir die ca.pem hoch.

Nächster Schritt: MQTT Bridge einrichten

Mit dem "File Editor" gehen wir wieder eine Ebene höher und öffnen dann den Ordner "share". Hier erstellen wir nun den Ordner "mosquitto" und darin dann die Datei "mosquitto.conf" mit folgendem Inhalt:

connection elv
    address eu1.cloud.thethings.network:8883
    cleansession true
    remote_username elv-lw-esi-xxxxx@ttn
    remote_password NNSXS.SupersicheresPasswort
    try_private false
    bridge_insecure false
    bridge_cafile /ssl/ca.pem
    topic # in 0 ttn/
Dabei setzt man in hinter remoteusername den oben erstellten Usernamen ein und hinter remotepassword den API Key.

Die /homeassistant/configuration.yaml wird am Ende um folgenden Code erweitert, der die "payload", also die Daten, die der ELV-LW-ESI liefert, für Home Assistant übersetzt:

# Anfang Gaszähler
    - name: "Gasverbrauch"
      state_topic: "ttn/v3/elv-lw-esi-xxx@ttn/devices/eui-xxxxxxxxx/up"
      value_template: "{{ value_json['uplink_message']['decoded_payload']['Energy_Data']['Energy_Counter'][0]}}"
      unit_of_measurement: "m³"
      device_class: "energy"
      state_class: "total_increasing"
      unique_id: elv_lw_esi
      device:
        identifiers: "elvlwesi"
        manufacturer: "ELV"
        name: "ELV Gaszähler"
# Ende Gaszähler
Folgende Anpassungen müssen darin noch vorgenommen werden:

Das state_topic entspricht der Kombination aus dem remote_username der Datei mosquitto.conf und der eui des ELV-LW-ESI in der Übersicht der angelegten Applikation:

Der Screenshot zeigt in der "Application Overview" unter "End Devices" die eui-*** des ELV-LW-ESI
Nach einem Neustart und Datenempfang vom Zähler sollte jetzt beim "Energie" Panel von Home Assistant der Gasverbrauch fertig zur Einrichtung sein: Dazu klickt man oben rechts im Drei Punkte Menü auf "Energiekonfiguration", woraufhin sich die unterschiedlichen Energiearten wie Strom, Gas, Wasser etc. konfigurieren lassen und nach dem Abspeichern in diesem Panel angezeigt werden.

Der Screenshot zeigt in Balkendiagrammen den Energieverbrauch bei Strom und Gas an.
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Stadtteilzentrum Gasparitsch: 10 Jahresfest am 19. Oktober 2024

Das SharePic zum 10 järigen Jubiläumsfest zeigt eine Zeichnung mit Hans Gasparitsch, dem Namensgeber des Zentrums sowie die Eckdaten aus dem TextbeitragDas selbstverwaltete Stadtteilzentrum Gasparitsch feiert mit einem Straßenfest nicht nur das eigene Jubiläum, sondern vor allem all diejenigen, die das Gasparitsch überhaupt erst möglich machen: die Nachbarschaft und ganz Stuttgart-Ost.

Kommt vorbei und feiern wir gemeinsam die vergangenen und kommenden großartigen Jahre im Stuttgarter Osten!

Samstag, 19. Oktober, 14-22 Uhr (+ Aftershow Party)
Stadtteilzentrum Gasparitsch
Rotenbergstr. 125, U4 Ostendplatz, U9 Raitelsberg (gegenüber der Gaststätte Friedenau)

Hier findet ihr den geplanten groben Ablauf für unser Fest… Es kann aber auch immer zu kleinen und größeren Verschiebungen kommen.

Ablauf

ab 14 Uhr:
  • Kinderprogramm
  • Kaffee & Kuchen
  • kaltes Buffet
  • Quiz

16:00 Uhr: Live-Musik mit Dave Collide (Singer/Songwriter)

ab 18:30 Uhr:
  • warmes leckeres Essen
  • bis 18:30 Uhr: Quizabgabe

ab 19:30 Uhr
  • Quizauflösung

ab 20:15 Uhr
  • Live Musik mit bellalebwohl (kantig, roh & tanzbar)

Information zum Namensgeber des Stadtteilzentrums

Der Görli bleibt auf!

Das Foto zeigt den von Menschen gefüllten Görli bei dem Openair Konzert
Foto: © Umbruch Bildarchiv | 1. Mai 1990. Als die ständigen militanten Scharmützel im Görlitzer Park für die Ordnungsbehörden zunehmend lästig werden, verordnen diese am 1. Mai 90 ein Versammlungsverbot im Park. Autonome überraschen die Polizeikräfte daraufhin mit einem unangekündigten Open-Air-Konzert. Innerhalb weniger Minuten werden - trotz Absperrungen - drei Anhänger mit einer versteckten Musikanlage auf den Görlitzer Park gefahren. Tausende Menschen strömen hinzu und das Fest ist durchgesetzt.
Vom 02. – 08. September 2024 findet eine Aktionswoche gegen die geplante Schließung des Görlitzer Parks statt. (Programm) Anlass für diesen Fotorückblick auf die Anfänge des Görlitzer Parks, als sich die Kreuzberger*innen die ehemalige Brachfläche Schritt für Schritt erobert und als Freiraum für sich nutzbar gemacht haben.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Wo früher im Görlitzer Park „Bürgerbeteiligung“ noch ganz oben stand, will heute der Berliner CDU-SPD-Senat gegen den ausgesprochenen Willen der Anwohner*innen und der Kreuzberger Bezirksregierung für Millionen Euro neue Zäune errichten samt verschließbarer Tore und Drehkreuze.

Teil der aktuellen „Unser Görli bleibt auf“-Kampagne ist auch ein Aktionstag der Initiative Görli 24/7 am 08. September 24. „Hier können Teams über den Park verteilt an lustigen Spielen teilnehmen, etwa Zäune zerschneiden, über Mauern klettern, den Kanal auf der Suche nach einem Bolzenschneider überqueren, Farbbeutel-Zielwerfen oder ein Gedicht zum Thema „Wir lieben unseren Görli, der Senat ist scheiße“ schreiben.“

Der Berliner CDU-SPD-Senat wird sich wohl noch wundern, wie aufwendig und teuer sich so ein Zaunprojekt um den Görli entwickeln könnte.
Weitere Ereignisse zu diesem Thema
Links



Blogkino: Rosemary's Baby (1968)

Heute zeigen wir im Blogkino den mittleren Teil der "Mieter Trilogie" von Roman Polanski: Rosemary's Baby aus dem Jahr 1968. In allen drei Filmen wird eine Wohnung zum Schauplatz einer Horrorgeschichte. Die Handlung des heutigen Films: Rosemary und Guy ziehen neu in eine neue Wohnung mitten in New York. Die seltsamen Nachbarn und Ereignisse um sie herum schrecken sie zunächst nicht. Alles scheint gut zu laufen: Guy bekommt den gewünschten Job und Rosemary wird endlich schwanger. Doch Albträume und dunkle Ängste quälen die junge Frau. Ist Satan näher an ihr, als sie denkt? Subtiler Horror schleicht sich tief ins traute Heim und auch die Nachbarn scheinen involviert zu sein...



k9 - combatiente zeigt geschichtsbewußt: „Rottet die Bestien aus!“

Flyer für den ersten von vier Teilen mit den Textangaben sowie einem Foto einer Maske aus Stein (saure Lava) in Form eines menschlichen Gesichts der aztekischen Gottheit Xipe Totec, die eine gehäutete menschliche Haut trägt, mit Ohrstöpseln.
Flyer für den ersten von vier Teilen mit den Textangaben sowie einem Foto einer Maske aus Stein (saure Lava) in Form eines menschlichen Gesichts der aztekischen Gottheit Xipe Totec, die eine gehäutete menschliche Haut trägt, mit Ohrstöpseln.
„Die verstörende Überheblichkeit der Ignoranz“
Der international renommierte Dokumentarfilmregisseur Raoul Peck beleuchtet den engen Zusammenhang zwischen Rassenhierarchisierung und Völkermorden in der europäischen Geschichte: Ausgehend vom kolonialen Ursprung der Vereinigten Staaten von Amerika zeigt er, wie der Rassenbegriff mitsamt seinen dramatischen Folgen einen institutionellen Status erlangte. Ein mörderischer Geist, der auch die Ausplünderung des afrikanischen Kontinents begleitete und sich letztlich im NS-Programm der „Endlösung“ durch die Vernichtung der europäischen Juden niederschlug.

Den Vergessenen ein Gesicht geben

Gestalterisch sticht auch hervor, dass die Menschen, die Peck zeigt, immer direkt in die Kamera blicken. „Das sind die Vergessenen, die Opfer der Geschichte, die hier quasi eine Stimme oder zumindest ein Gesicht bekommen“ - „Er möchte das
Vergessene zu Wort kommen lassen, er möchte das Vergessene zeigen. Er möchte die Geschichte nicht den Siegern überlassen.“
Letztendlich entwicklt Peck daraus ein ziemlich starkes Argument: „Nämlich in dieser Geschichte ist Neutralität keine relevante Haltung.“ (Text: arte)

4teilige Dokumentation von Raoul Peck, USA 2021
22.09.2024
20.10.2024
24.11.2024
15.12.2024
jeweils um 19 Uhr. Filmdauer: 57min.


Ein filmischer Streifzug durch 600 Jahre Menschheitsgeschichte, von der Besiedelung Amerikas durch Europäer über die Kolonisierung Afrikas bis zum Holocaust in Europa, erzählt aus einer radikal anderen Perspektive als der des Westens. Das Selbstbild Europas als „Wiege des Fortschritts“ - für den Regisseur so bigott wie der Gründungsmythos der USA als „Land der Freien“: „Vom selbst ernannten Sieger aufgezwungen sind diese Geschichtserzählungen falsch oder zumindest nicht vollständig“, so Peck. Seine Filmreihe ist Versuch, diese Narrative zu dekonstruieren.

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee

Blogkino: Repulsion (1965)

Heute zeigen wir im Blogkino den Thriller "Ekel" (Originaltitel: Repulsion) des Regisseurs Roman Polański aus dem Jahr 1965. Der Plot, der den Anfang der "Mieter Trilogie" bildet: Carol, Angestellte in einem Schönheitssalon, verliert zunehmend den Sinn für die Realität. Sich häufende Anzeichen von Geistesabwesenheit werden von ihren Kollegen und Kundinnen zunächst als harmlose Symptome abgetan. Psychisch verstört, verbarrikadiert sie sich in ihrer Wohnung. Was zunächst niemand ernst nimmt, entpuppt sich als gefährliche, psychotische Wahnvorstellung. Die Situation eskaliert, als ihr Verehrer versucht, sich Zugang zu ihrer Wohnung zu verschaffen.


Qualifizierter Musikunterricht muss umsatzsteuerfrei bleiben!

Das Bild zeigt das erste Blatt / Anfang des sechsstimmigen Ricercars aus dem Musikalischen Opfer (Bachs Autograph), Handschrift von Johann Sebastian Bach
Anfang des sechsstimmigen Ricercars aus dem Musikalischen Opfer (Bachs Autograph), Handschrift von Johann Sebastian Bach
Ich hab's ja eher nicht so mit Petitionen. Eigentlich gar nicht. Zum einen sind sie geradezu inflationär und zum anderen oft nicht mit real exisiterenden sozialen oder politischen Bewegungen verbunden. Weil das Thema Musikuntericht jedoch bei mir unter dem Schirm geblieben ist geht das evtl. anderen Menschen auch so. Und vielleicht ist das ja für den einen oder die andere* ein Grund, gegen diese und andere Grausamkeit​en der Bundesregierung aktiv zu werden. Es betrifft nicht nur die in dem Bereich Tätigen, sondern vor allem auch Familien mit geringem Einkommen, Bürgergeldempfänger* und so weiter.

Qualifizierter Musikunterricht muss umsatzsteuerfrei bleiben!


Vielen Dank an Franziska W. für den Hinweis!

Blogkino: The Blue Gardenia (1953)

Heute zeigen wir im Blogkino "Die Blaue Gardenie". Der 1953 gedrehte Krimi von Fritz Lang, der auf einer Novelle von Vera Caspary basiert und in dem Anne Baxter, Richard Conte, Raymond Burr und Ann Sothern die Hauptrollen spielen, ist ein zynischer Blick auf die Presseberichterstattung über einen sensationellen Mordfall und war der erste Teil von Langs "newspaper noir"-Filmtrio, dem 1956 die beiden Filme "Während die Stadt schläft" und "Jenseits eines begründeten Zweifels" folgten. Für die Kameraführung bei Die blaue Gardenie war Nicholas Musuraca verantwortlich.




Le Samouraï est mort

Heute zeigen wir anlässlich des dahin geschiedenen Alain Delon (der bevor er sich zu einem reaktionären Sack entwickelte, ein paar richtungsweisende Filme drehte) eine Sondersendung im Blogkino, nämlich den Thriller "Le Samouraï", der hierzulande unter dem Titel "Der eiskalte Engel" lief und einer meiner Lieblingsthriller ist. Regie führte Jean-Pierre Melville, die Hauptrolle spielte Alain Delon. Gut. Über Delon lässt sich außerhalb der Leinwand nicht streiten, in vielen seiner älteren Filme ist er Monsieur Cool, so auch in diesem Film:

"„Es gibt keine größere Einsamkeit als die eines Samurai, außer vielleicht die eines Tigers im Dschungel.“ Mit diesem fiktiven Zitat aus den Büchern des Bushidō begegnet der Zuschauer Jef Costello, der einsam auf dem Bett in seinem äußerst bescheidenen, spärlich möblierten Appartement liegt. Fast mechanisch kleidet er sich an, setzt den Hut auf und verabschiedet sich von seinem Zimmergenossen, einem Dompfaff im Käfig. Auf der Straße entwendet er routiniert einen unverschlossen geparkten Citroën DS und fährt zu einer abgelegenen Garage, wo ein Mann wortlos die Nummernschilder austauscht und ihm einen Revolver aushändigt.

Nachdem er sich bei seiner Freundin, die als illegale Edelprostituierte mit eigener Wohnung arbeitet, ein Alibi verschafft hat, geht er in einen Nachtklub und erschießt den Barbesitzer. Dabei wird er von der Pianistin Valérie überrascht, die ihn flüchten lässt, ohne einen Ton zu sagen. Costello wird noch in der gleichen Nacht mit vielen anderen Männern bei einer ganz Paris umfassenden Razzia von der Polizei mitgenommen. Er war im Lokal von mehreren Gästen gesehen worden, und so kommt es zu einer polizeilichen Gegenüberstellung. Da sich aber nicht alle Zeugen sicher sind, die Pianistin Valérie leugnet, in ihm den Mörder zu erkennen, und das Alibi seiner Freundin stichhaltig scheint, kann der Kommissar ihn nicht festhalten. Bei der Freundin Costellos dringt der Kriminalist mit dem Versuch nicht durch, ihr einerseits wegen Falschaussage zu drohen und sie andererseits mit dem Verweis auf die Pianistin eifersüchtig zu machen. Costello lässt er beschatten.

Wegen des Verhörs bei der Polizei beginnen Costellos Auftraggeber, ihm zu misstrauen, und wollen ihn loswerden. Bei der vereinbarten Geldübergabe auf einem Bahnhof versucht ihn der Handlanger der Auftraggeber zu ermorden; Costello setzt sich erfolgreich zur Wehr und wird dabei am linken Arm verletzt. Der Killer flieht. Costello gerät zwischen die Fronten. Da er sich das Motiv der Pianistin nicht erklären kann, sucht er sie auf und stellt sie zur Rede.

Eine nachts in seiner Wohnung angebrachte Wanze, die von einem gegenüberliegenden Hotelzimmer aus abgehört werden soll, entdeckt der misstrauische Costello nach seiner Rückkehr schnell und setzt sie außer Betrieb. Costello wird nun auf Schritt und Tritt von Dutzenden Zivilpolizist(inn)en überwacht. Er bemerkt dies und kann seine Verfolger nach einer Irrfahrt durch die Pariser Metro abschütteln. Erneut stiehlt er einen Wagen und gelangt unbemerkt in seine Wohnung. (...)" (WikiPedia)

Blogkino: Throne Of Blood (1957)

Heute zeigen wir im Blogkino den Spielfilm Throne of Blood: Thron des Blutes (japanisch: 蜘蛛巣城, Hepburn: Kumonosu-jō, wörtlich: "Das Spinnennetz-Schloss" [Anm. Hier als Das Schloß im Spinnwebwald gelaufen]) ist ein japanischer Jidaigeki-Film aus dem Jahr 1957, der von Akira Kurosawa mitgeschrieben, produziert, geschnitten und inszeniert wurde, mit Spezialeffekten von Eiji Tsuburaya. Der Film überträgt die Handlung des englischen Dramatikers William Shakespeare in seinem Stück Macbeth (1606) vom mittelalterlichen Schottland ins feudale Japan, wobei stilistische Elemente aus dem Noh-Drama verwendet werden. In den Hauptrollen spielen Toshiro Mifune und Isuzu Yamada, die den Figuren Macbeth und Lady Macbeth nachempfunden sind.

Wie das Theaterstück erzählt auch der Film die Geschichte eines Kriegers, der auf Drängen seiner ehrgeizigen Frau seinen Herrscher ermordet. Kurosawa war ein Fan des Stücks und plante mehrere Jahre lang eine eigene Verfilmung, die er jedoch zurückstellte, nachdem er von Orson Welles' Macbeth (1948) erfahren hatte. Er änderte unter anderem das Ende, bei dem Bogenschützen Pfeile um Mifune herum schießen mussten. Der Film wurde rund um den Berg Fuji und die Izu-Halbinsel gedreht. Mit einem Budget von 120 Millionen Yen oder 350.000 US-Dollar (entspricht 3.797.000 Dollar im Jahr 2023) war der Film zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung einer der teuersten Filme, die je in Japan gedreht wurden.

Trotz der Änderung des Schauplatzes und der Sprache sowie zahlreicher kreativer Freiheiten wird Throne of Blood oft als eine der besten Verfilmungen des klassischen Theaterstücks angesehen und von der Kritik hoch gelobt. Der Film wurde mit zwei Mainichi-Filmpreisen ausgezeichnet, darunter als bester Schauspieler für Toshiro Mifune.

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