»The boundaries which divide Life from Death are at best shadowy and vague. Who shall say where the one ends, and where the other begins?« Edgar Allan Poe
Man kennt das ja aus aktuellen Kriegen wie dem Irakkrieg, den "embedded journalism". Das soll, wenn es nach dem Bundespresseamt geht, wohl auch in Zusammenhang mit der Berichterstattung vom G8 Gipfel so sein. Der Gedanke drängt sich zumindest beim Lesen des Berichts bei "junge Welt" auf:
Eine Zensur findet nicht statt", heißt es im Grundgesetz, aber das hindert das Bundeskriminalamt (BKA) nicht, unerwünschte Journalisten vom G-8-Gipfel in Heiligendamm auszuladen. Von rund 4700 Anträgen auf Akkreditierung wurden bis Donnerstag "etwa 20 nicht genehmigt", erklärte ein Sprecher des Bundespresseamtes auf jW-Nachfrage, allesamt aufgrund von "Sicherheitsbedenken" des BKA.
Unter anderem wurde mit Hermann Bach auch ein Vertreter des Berliner "Umbruch Bildarchivs" ausgeladen. Was ist eigentlich mit den ca. 4700 anderen Medienvertretern? Das beleuchtet Telepolis:
Sicherheitsüberprüfung kritiklos akzeptiert
Durch die Verweigerung wurde erst bekannt, dass alle Medienvertreter aus dem In- und Ausland, die während zum G8-Gipfel berichten wollen, einer umfangreichen Sicherheits- und "Zuverlässigkeitsüberprüfung durch die Polizei- und Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder und des Bundesnachrichtendienstes" [extern] einwilligen einwilligen mussten Die Medienvertreter mussten eine Datenschutzinformation unterzeichnen, in der es hieß:
Die Akkreditierung setzt eine Zuverlässigkeitsüberprüfung voraus. Bei dieser Zuverlässigkeitsüberprüfung handelt es sich um eine Sicherheitsmaßnahme des Veranstalters. Veranstalter ist in allen Fällen die Bundesregierung.
Weiter unten wurde den Medienvertretern mitgeteilt:
Es unterliegt Ihrer freien Entscheidung, Ihre Einwilligung in die hier dargestellte Datenverarbeitung, insbesondere in die Zuverlässigkeitsüberprüfung, zu erteilen. Sollten Sie diese allerdings verweigern, kann eine Akkreditierung nicht erfolgen.
Bemerkenswert ist allerdings auch, dass diese Sicherheitsüberprüfung von keinem der Medienvertreter bisher kritisch thematisiert worden war. Erst die Ausschlüsse haben diese Praxis öffentlich bekannt gemacht.
G8-TV ist eine Plattform von VideoaktivistInnen zur gemeinsamen Berichterstattung über die Aktionstage gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm. Als gemeinsame Arbeitsgrundlage dient das im Netzwerk Videoaktivismus diskutierte Konzept.
Ab dem 31.5.2007 werden tagesaktuelle Videoclips produziert, die von der Website g8-tv.org heruntergeladen und auf ihr angeschaut werden können. In Zusammenarbeit mit ÜbersetzerInnen werden Untertitel in englisch, französisch, spanisch und russisch sowie weiteren Sprachen bereitgestellt (griechisch, japanisch, arabisch...).
The Web phone service Skype, for example, has made it much easier for journalists - and Reporters Without Borders - to communicate with their sources. It works especially well because it is encrypted and so conversations are hard to tap. But China has already signed an agreement with Skype to block key-words, so how can we be sure our conversations are not being listened to? How do we know if Skype will not also allow (or already has allowed) the Chinese police to spy on its customers?
It has become vital to examine new technology from a moral standpoint and understand the secondary effects of it. If firms and democratic countries continue to duck the issue and pass off ethical responsibility on others, we shall soon be in a world where all our communications are spied on.
Neue Technologien, Verschlüsselung, Web 2.0 macht es für demokratische Bewegungen, Journalisten ebensowie für normale Menschen einfacher, sicher zu kommunizieren. Auf der anderen Seite holen Diktaturen auf und Großkonzerne der IT Branche, wie zum Beispiel google scheuen die Zusammenarbeit nicht. So ist bekannt, daß beispielsweise google in China für das Regime bereits die Filterung bestimmter Suchbegriffe übernimmt. Die Dienste von Skype und Yahoo sind ebenfalls eher an den eigenen Profiten interessiert als an der Förderung einer unzensierten Kommunikation und haben bereits mehrfach Regimekritiker verraten.
In Deutschland gewinnt damit die Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung noch weiter an Brisanz.
Am 6. Dezember erhielt die alternative Medienplattform Indymedia vom "Club der Journalisten von Mexiko" den Ersten Preis für ihre unabhängige Informationsarbeit im Jahr 2006. Die Auszeichnung wurde sowohl an den mexikanischen als auch an den internationalen Sektor der Internetinitiative verliehen, die über 160 Portale auf allen fünf Kontinenten verbindet.
Die Indymedia-Projekte, die eine umfassende alternative Berichterstattung im Text-, Bild-, Audio- und Videobereich leisten, entstanden Ende der 1990er Jahre im Zuge der Entwicklung globalisierungskritischer Bewegungen. In Ländern wie Mexiko gelten die Indymedia-Portale mittlerweile als seriöser als die großen TV-Sender wie Televisa und TV Azteca. Zahlreiche soziale Organisationen nutzen das Medium, um ihre Deklarationen zu verbreiten und sich mit anderen Gruppen auszutauschen.
Die Preisverleihung in Mexiko steht im direkten Zusammenhang mit der explosiven Lage im Land. Verschiedenste soziale Bewegungen kämpfen zivil für eine Verbesserung ihrer Situation. Im südlichen Bundesstaat Oaxaca rebelliert die Bevölkerung seit Juni 2006 gegen Gouverneur Ulises Ruiz. Er kam 2004 durch einen Wahlbetrug an die Macht und antwortete seitdem auf jedwede demokratische Mobilisierung, z. B. von Gewerkschaften oder indigenen Organisationen, mit Gewalt und sogar Mord. Die Menschen kämpfen für eine bessere Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Bildung und reale Partizipationsmöglichkeiten.
Monatelang konnte die Bewegung, die sich mit ca. 350 Organisationen in der Volksversammlung von Oaxaca (APPO) zusammenschloß, strategisch wichtige Institutionen besetzen und das Leben in Oaxaca-Stadt und in vielen ländlichen Gemeinden kontrollieren. Der Begriff der "Commune von Oaxaca" ging um. Gouverneur Ulises verharrte in einem Luxushotel außerhalb der Hauptstadt. Im Gegensatz zur Mainstream-Presse dokumentierten zahlreiche Indymedia-Portale die Ereignisse kontinuierlich.
Ende Oktober wurde eine massive Repression in Gang gesetzt. Verschiedene Polizeieinheiten, darunter die für ihre Brutalität berüchtigte Bundespolizei PFP, okkupierten Oaxaca-Stadt und attackierten die Barrikaden der APPO. Am 27. Oktober wurde der New Yorker Indymedia-Journalist Brad Will an einer Barrikade von zivil gekleideten Polizisten erschossen. Seine Mörder sind "mangels Beweisen" inzwischen wieder auf freiem Fuß.
Seit Beginn der Proteste in Oaxaca sind nach Angaben der mexikanischen Menschenrechtsliga LIMEDDH mindestens 15 Todesopfer, Dutzende Verschwundene und über 200 politische Gefangene zu beklagen. Der Bundesstaat leidet bis heute unter einem polizeilich-militärischen Belagerungszustand. Die zivilen Aktivisten werden so in den Untergrund gezwungen.
Für die mexikanischen Eliten geht es offenbar um alles: Eine reale Demokratisierung Oaxacas wäre ein unerwünschter Präzedenzfall für soziale Bewegungen in anderen Bundesstaaten, da die soziale Lage überall im Land höchst angespannt ist. Der seit dem 1. Dezember amtierende Präsident Felipe Calderón -“ der von drei Vierteln der als arm geltenden Bevölkerung oft nur noch "Fecal" genannt wird -“ regiert mit autoritären Hardlinern der rechtsextremen Untergrundorganisation "El Yunque" (dt. Der Amboß) und scheint erstmals seit 80 Jahren ein -“ offen -“ rechtsgerichtetes Mexiko anzustreben.
“Schrecklich: Die Amateure kommen...” unter diesem Titel hatte ich am 7.10. in einem Blogbeitrag verschiedene Berichte zum Thema “Bürgerjournalismus” unter dem Blickwinkel der Haltung und der Frage der vielfgerühmten “Objektivitiät” der Medienschaffenden zusammengestellt. Mein Fazit war (und ist) daß die “Medienlandschaft eben nur nicht das Ergebnis der Arbeit von Medienschaffenden ist, sondern geprägt ist von Lobbyismus und weiteren Interessenskonflikten...”
Da das natürlich eine Binsenweisheit ist - die allerdings auch nicht von allen so gesehen wird - hier noch ein Verweis auf die Rubrik Branchen / Medien u. IT / Medien als Beruf, in der das Labournet zu diesem Thema neue Berichte zusammengestellt hat:
a) Sind Blogger Lohndrücker?
„Heute schon gebloggt? Die technischen Möglichkeiten des Internet und damit auch die Zahl der "Blogger" haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sieht schon ein Heer von Billigjournalisten am Werk. Solche gewerkschaftlichen Sorgen sind nicht ganz unbegründet. Viele zu sogenannten Bürgerjournalisten" geadelte Blogger verlangen kein Honorar für ihre Fotos oder Texte -“ und fungieren so als Zulieferer für kostenfreies Rohmaterial. ...“
Artikel von Peter Nowak im Neuen Deutschland vom 20.10.2006
b) Die Amateure kommen - Bürgerjournalismus ist unter Medienprofis umstritten und legt zugleich Mängel des Medienbetriebes offen
„Journalisten als vierte Säule der Demokratie - die klassische Rolle dieses Berufes verblasst auch hierzulande in dem Maße, wie neue Medien bisher unbekannte Informationskanäle schaffen und die etablierte Presselandschaft verändern. Neben den klassischen Medien werden Informationen immer stärker über Internetforen verbreitet, die dokumentieren und kontrollieren. Doch auch unabhängig von den Auswirkungen dieser technischen Entwicklung hat sich das Selbstverständnis von Journalisten verändert, was wiederum den Trend zu alternativen Medien befördert...“ Artikel von Harald Neuber auf telepolis vom 05.10.2006
c) Initiative Qualität: „Bürgerreporter“ - ein Qualitätsrisiko
Die Initiative Qualität im Journalismus (IQ) warnt vor den Gefahren eines so genannten Bürgerjournalismus. Die flächendeckende Aufforderung an Leser und Zuschauer, in ihrem persönlichen Umfeld systematisch Informationen in Text und Bild für Veröffentlichungen zu beschaffen, birgt Gefahren und Risiken für die „Bürgerreporter“ selbst, für die Bürger und für die Qualität der Medien. Presserklärung der DJU vom 29.09.2006
Nur die Ängste eines Berufsstandes, der um seine Pfründe fürchtet? Oder berechtigte Kritik an der Sensationsmache am Beispiel des "Bild - Leserreporters?"
Die Studie "Journalismus in Deutschland" unter Leitung des Hamburger Kommunikationswissenschaftlers Siegfried Weischenberg wies jüngst nach, dass sich fast 90 Prozent der professionellen Medienmacher nur noch als neutrale "Informationsdienstleister" sehen. Kaum ein Viertel der rund 1.500 Befragten betrachten sich weiterhin als Kontrolleure gesellschaftlicher (Fehl-)Entwicklungen. Noch weniger haben einen politischen Anspruch.
Zum Glück gibt es also immerhin noch 10 Prozent Journalisten, die engagiert berichten und dabei auch Partei ergreifen. Die Mär von einer angeblichen "Neutralität" der Berichterstattung glaubt meist nur noch der, der noch nie im Focus derselben stand oder der nicht an die Möglichkeiten einer Meinungsmanipulation durch die Massenmedien glaubt. Die Erfahrungen mit dem "eingebetteten Journalismus" zum Beispiel im Zusammenhang mit den Kriegen im Irak, Libanon usw. sprechen allerdings eine andere Sprache...
Einen plausiblen politisch - ökonomischen Hintergrund für diese Entwicklungen liefert das Buch "Die soziale Struktur der Globalisierung. Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft" von Bernd Hamm, Professor für Soziologie an der Universität Trier. Eine Besprechung dieses Buches gab es in der “Jungen Welt” vom 9. März 2006. (Nur im Onlineabo) Darin werden die zugrundeliegenden Konzentrationsbestrebungen ebenso wie die Manipulation der "öffentlichen Meinung" durch PR Agenturen und Massenmedien untersucht.
Ein Problem besteht zusätzlich in der Frage, ob die 60 % der Journalisten die laut der Studie "Kritik üben an Missständen" wollen - bei allem subjektivem Anspruch - dies auch tatsächlich tun _können_. Das wird jeder persönlich entscheiden müssen, sofern es ihm möglich ist. "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing..."
Das hängt damit zusammen, dass die Medienlandschaft eben nur nicht das Ergebnis der Arbeit von Medienschaffenden ist, sondern geprägt ist von Lobbyismus und weiteren Interessenskonflikten:
"Nun rühmen sich die USA, die freiesten Medien der Welt zu haben -“ und in der Tat erinnert man sich anerkennend der wichtigen Rolle, die z.B. die Washington Post bei der Aufdeckung des Watergate-Skandals gespielt hat. Aber gegenwärtig ist man eher erstaunt, weshalb angesichts der zahlreichen und schwerwiegenden Verfehlungen der Bush-Regierung nicht eine größere kritische Öffentlichkeit protestiert und für ein Amtsenthebungsverfahren zu gewinnen ist. Die Wahlfälschung vom November 2000 wurde monatelang in den wichtigen Medien verschwiegen, den zahlreichen unbeantworteten Fragen rund um die Anschläge des 11. September 2001 wird nicht nachgegangen; das Downing-Street-Memorandum, von der Londoner Times Anfang Mai 2005 veröffentlicht, wird heruntergespielt; in diesem Geheimpapier, verfaßt im Sommer 2002, legte die Regierung Blair die Strategie fest, mit der der bereits beschlossene Irak-Krieg vor der eigenen Bevölkerung und der Weltöffentlichkeit legitimiert werden sollte. Übrigens scheinen sich auch deutsche Medien, allen voran Der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung, auffallend wenig für die oben angeführten Vorfälle in den USA zu interessieren und sich für eine Bush-freundliche Haltung entschieden zu haben."
(jw, 9.3.2006)
Praktisch erfahren die Menschen das durch eine auffällige Einseitigkeit in der Medienberichterstattung, die eineseits eine gewisse Übereinstimmung mit den politischen Interessenssphären der USA aufweist, wenn zum Beispiel über ganze Kontinente / Länder wie Afrika, Süd- Lateinamerika, den pazifischen Raum, aber auch nationale, regionale oder lokale Ereignisse monatelang kaum, oder aber "gefärbt" berichtet wird. Gerade das ist ja auch eine Triebfeder für den im Heise Bericht angeführten "Bürgerjournalismus", Blogs usw.
Das unterstreicht auch die anfangs zitierte Studie:
"Journalisten sollen und wollen vor allem informieren und orientieren. Dabei versperren offenbar die eigenen Kollegen und die anderen Medien mit ihrer Eigenlogik den Blick auf die Welt. Die nervöse Berliner Luft und das rote Licht der Fernsehkameras haben eine journalistische Pseudoelite hervorgebracht, die durch Stimmungsmache aus der Rolle fällt und dazu beiträgt, dass die politische Kommunikation zum Gemischtwarenladen von Opportunisten verkommt. Sie sollte ihre Selbstdarstellung, deren Nachbereitung jetzt zum Nahkampf von Dünnhäutern eskaliert, durch berufliche Selbstreflexion kontrollieren. Die große Mehrheit der Journalistinnen und Journalisten hat diesen aktuellen Leidensdruck zum Glück nicht."
Party für nadir am 7.10.2006 ab 21.30h im Störtebeker und Buttclub! Mit xrfarflight, in den Katakomben mit amei.se, steppin warrior und weitereren Gästen! Im Buttclub Cocktails, optische Aufheller und Laberzone.
Die Zeiten des "freien Internets" sind vorbei (das war eh nur ein Mythos). Publikationen im www werden inzwischen nicht mehr nur von staatlicher Seite angegangen. Mehr und mehr zivilrechtliche Klagen und Unterlassungserklärungen werden gegen nadir.org erhoben. Prominenter Fall ist das Deutsche Rote Kreuz, das mehrere linke Projekte, darunter nadir, wegen der Verbreitung des Symbols der Demosanis belangen will - angeblich bestehe Verwechselungsgefahr. Am 13.10. wird vorm Landgericht Hamburg in der Sache verhandelt.
Nadir ist auf Eure Kohle angewiesen, um weiterhin Eure Inhalte publizieren zu können: also kommt zur Party und Trinkt für linke Inhalte im www!
Störtebeker, Bernhard-Nocht-Str. 16,
Buttclub, St.Pauli-Hafenstrasse 126,
St. Pauli
Aufruf und Einladung zur Konferenz am 23.9.2006 in Berlin
Verschweigen -“ Lügen -“ Fälschen: Der Einsatz von Medienmacht gegen fortschrittliche Kräfte am Beispiel Lateinamerikas
Morgenröte in Lateinamerika -“ Vernebelung durch die Medien?
Nach langen Jahren der Defensive gibt es vor allem in lateinamerikanischen Gesellschaften Ausbruchsversuche aus der neoliberalen Sackgasse. In immer mehr Staaten erstarken soziale Bewegungen, in immer mehr Ländern werden fortschrittliche und linke Parteien an die Regierung -“ nicht unbedingt an die Macht -“ gewählt. Konzeptionen und Aktionen geben Impulse und Anregungen für progressive Kräfte auf anderen Kontinenten (Sozialforen, Bürgerhaushalt, partizipative Demokratie).
Hoffnung breitet sich aus.
Dieser Aufbruch allerdings wird von den Hohepriestern und Nutznießern des Neoliberalismus, die gerade auch in Westeuropa noch vorherrschen, mit Abneigung und Haß verfolgt. Nicht zuletzt wegen der ungelösten, wachsenden Probleme und der sich ausbreitenden Frustration reagieren die Mächtigen und ihre Massenmedien in den USA und den EU-Metropolen negativ auf die innovativen Entwicklungen in Lateinamerika. Von den Medien werden bestimmte Stereotype benutzt, spezifische Darstellungstechniken und Argumentationsmuster verwendet, die auf ein Bekämpfen des Aufbruchs in Lateinamerika hinauslaufen. Sie benutzen -“ wie gegenüber Linken generell -“ abwertende Klischees insbesondere gegen die fortschrittlichsten Gesellschaften, nämlich Kuba, Venezuela und Bolivien, und berichten verzerrend und verfälschend über die unterschiedlichen nationalen Bewegungen und die jeweiligen Bedingungen, Ziele und Erfolge.
Um diese für viele Solidaritätsorganisationen, Eine-Welt-Gruppen und fortschrittlich- emanzipatorischen Kräfte bei uns so wesentlichen Entwicklungen und Verschleierungen besser zu verstehen und daraus praktische Schlüsse ziehen zu können, muß ein Raum für Information, Austausch und Diskussion geboten werden.
Wir laden daher ein zur Teilnahme an unserer Konferenz Verschweigen -“ Lügen -“ Fälschen: Der Einsatz von Medienmacht gegen fortschrittliche Kräfte am Beispiel Lateinamerikas
Sie findet statt am
23.9.2006 im Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30 • 10178 Berlin
Neben einer umfassenden Analyse der Entwicklung in Lateinamerika soll dort zum Beispiel erörtert werden, mit welchen Mitteln die herrschenden Medien gegen die Aufbrüche agieren, wie Kampagnen ablaufen und wer sie entwickelt, welche globalen und nationalen Strategien dahinterstecken und welche konkreten Gegenaktivitäten möglich und erfolgversprechend sind.
Die Konferenz wird veranstaltet von:
•Netzwerk Cuba -“ informationsbüro -“ e.V.
•die Tageszeitung junge Welt
•ver.di, Landesbezirk Berlin-Brandenburg
in Zusammenarbeit mit:
•IG Metall Jugend Berlin/Brandenburg/Sachsen
•DGB Jugend Berlin-Brandenburg
•Unsere Zeit -“ Zeitung der DKP
•Marxistische Blätter
•Eulenspiegel Verlag
•Deutscher Freidenker-Verband
und unterstützt von:
•PapyRossa Verlag
•Erich-Mühsam-Gesellschaft
•Atlantik Verlag
•Ulla Jelpke, MdB Die Linke.
•Lothar Bisky, Vorsitzender Linkspartei.PDS
•Jürgen Heinrich, Geschäftsführer TUK
•Kai Homilius Verlag
•Antiquariat Walter Markov
•Profil Cuba Reisen
•Buchversand Che & Chandler