Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "The Angry Brigade: The Spectacular Rise and Fall of Britain's First Urban Guerilla Group". Wie der Titel schon sagt, handelt die Doku über die zwischen 1970 und 1972 in Großbritannien aktive militante Stadtguerilla "Angry Brigade", welche bei einer Reihe symbolischer Angriffe auf Eigentum Waffen und Bomben einsetzte. Eine Reihe von Communiqués begleitete die Aktionen und erläuterte die Wahl der Ziele und die Philosophie der Angry Brigade: Autonome Organisation und Angriffe auf Eigentum neben anderen Formen der militanten Aktion der Arbeiterklasse. Zu den Zielen gehörten die Botschaften von Unterdrückungsregimen, Polizeistationen und Kasernen, Boutiquen und Fabriken, Regierungsabteilungen und die Häuser von Kabinettsministern, der Generalstaatsanwalt und der Kommissar der Stadtpolizei. Diese Angriffe auf die Häuser hochrangiger politischer Persönlichkeiten erhöhten den Druck auf die Polizei, Fahndungsergebnisse vorzuweisen und brachten so eine Lawine von Polizeirazzien mit sich. Von Anfang an stand die Polizei vor der Schwierigkeit, einen Teil der Gesellschaft in den Griff zu bekommen, den sie als völlig fremd empfand. Und standen sie einer Organisation gegenüber - oder einer Idee?
Das der Dokumentation zugrundeliegende Buch von Gordon Carr befasst sich mit den Wurzeln der Angry Brigade in der revolutionären Stimmung der 1960er Jahre und geht auf ihre Kampagne und polizeiliche Ermittlungen im Rahmen des Verschwörungsverfahrens „Stoke Newington 8“ im Old Bailey ein - dem längsten Strafverfahren in der britischen Rechtsgeschichte. Auf der Gundlage von umfangreichen Nachforschungen - sowohl bei der libertären Opposition als auch bei der Polizei - verfasst, bleibt es die wesentliche Studie der ersten Guerilla-Gruppe in Großbritannien.
Blogkino: Reprise (1996)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus " Reprise". "Am 10. Juni 1968, ein Monat nach dem Generalstreik, filmen Studenten der Pariser Filmhochschule die Wiederaufnahme der Arbeit in einer Batteriefabrik. „La reprise du travail aux usines Wonder“ wurde zur berühmtesten Reportage über die Mai-Aufstände, und markierte zugleich den Einbruch der Streikfront. Die Gewerkschaft CGT hatte sich gemeinsam mit der KP auf einen Vorschlag der Unternehmer eingelassen und die Arbeiter zur Rückkehr aufgerufen. (...)" weiter bei der "taz"
Blogkino: A nous la liberte (1931)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die Satire " A nous la liberte ", die in Deutschland unter dem Titel "Es lebe die Freiheit" erst 1958 in die Kinos kam, in Ungarn und Portugal jedoch verboten war, da der Film als "subversiv" galt. Um so besser: "Émile und Louis, zwei Kleinganoven, treffen in einem Gefängnis aufeinander und freunden sich an. Sie planen gemeinsam die Flucht aus der Vollzugsanstalt. Es scheint schief zu gehen, aber dank Emil gelingt wenigstens Louis die Flucht. Er kann sich nicht nur erfolgreich einer neuerlichen Verhaftung entziehen, er macht auch noch Karriere als Fabrikbesitzer. Jahre später treffen Émile und Louis erneut aufeinander, als der mittlerweile entlassene Emile zufällig in einer der Fabriken Louis arbeitet. Sie nehmen die Freundschaft wider auf. Emil passt mit seiner Sorglosigkeit und seinem romantischen Weltbild aber nicht in diese Welt voller Arbeitsmoral, was Louis in immer prekärere Situationen bringt. Louis möchte Emil zu verschiedenen Zeiten mit Geld ausbezahlen, was Emil jedes Mal ausschlägt und Louis an sein früheres Weltbild erinnert. Emil verliebt sich in eine Angestellte der Fabrik und möchte deshalb dort bleiben. Louis arrangiert eine Hochzeit der beiden. Als der Fabrikbesitzer von ehemaligen Mithäftlingen erkannt und daraufhin erpresst wird, muss Louis eine Entscheidung treffen. Gleichzeitig gerät Emil wieder in ein Schlamassel und flieht vor der Polizei. Beide treffen ihre Entscheidung zugunsten der Freiheit und zieht fortan mit Émile als Landstreicher über die Straßen. Die Fabrik überlässt Louis seinen Arbeitern." (WikiPedia)
Blogkino: Lakota Woman - Siege at Wounded Knee (1994)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "Lakota Woman". Mary Crow Dog, Tochter einer bettelarmen indianischen Familie im Pine Ridge Reservat, South Dakota, wächst inmitten der sozialen und politischen Proteste der 1960er Jahre auf und wird für die Ungerechtigkeiten sensibilisiert, die die Gesellschaft ihr zufügt. "Die Arbeitslosenquote in dem Reservat liegt bei 85 %, in den US-Reservaten lebten im Jahr 2002 mehr als 40 % der Familien unterhalb der Armutsgrenze. Die Suizidrate ist etwa viermal so hoch wie der Landesdurchschnitt. Viele Familien haben weder Strom noch ein Telefon. Mit einer Lebenserwartung von 47 Jahren für Männer und nur etwas mehr als 50 Jahren für Frauen ist die Lebenserwartung der Bewohner des Reservates eine der kürzesten aller Gruppen der westlichen Hemisphäre.
Etwa 75 Prozent der Haushalte auf Pine-Ridge sichern ihren Lebensunterhalt durch verschiedene traditionelle Formen der Subsistenzwirtschaft wie Jagd auf Kleinwild, Sammeln von Wildfrüchten, Wurzeln und Samen oder (seltener) etwas Gartenbau. Neben der Selbstversorgung werden diese Erzeugnisse auch an andere Lakota-Familien oder in den Städten um das Reservat verkauft." (WikiPedia)
“A nation is not conquered until the hearts of its women are on the ground. Then its finished; no matter how brave its warriors or how strong their weapons.-
Cheyenne Proverb
Blogkino: Die lange Hoffnung (1983)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "Die lange Hoffnung. Mit Clara Thalmann und Augustin Souchy in Spanien." "Der Film beginnt, wo andere über die Geschichte des spanischen Bürgerkrieges enden: an der Grenze. Die Filmemacher begleiteten sechs Wochen lang Clara Thalmann und Augustin Souchy in die Gegend Kataloniens, wo beide zwischen 1936 und 1939 aktiv an den Kämpfen gegen Franco und an der Kollektivierung der anarchistischen CNT, „der einzigen sozialen Revolution von unten“ teilgenommen haben. Bauern, Tagelöhner, Handwerker und Arbeiter kollektivierten Landbesitz und Produktionsmittel. Es war keine blutige Staatsaktion, sondern eine Revolution, ausgelöst von Anarchosyndikalisten und ihrer Gewerkschaft CNT, die 1936 mit einer Million Mitglieder die bedeutende gesellschaftliche Kraft darstellte.Clara und Augustin treffen sich zu dieser Reise zum ersten Mal seit 1937 wieder. Dazwischen liegen für beide Gefängnis, Exil, Kampf und Niederlagen, Alter und Krankheit. Und doch verkörpern beide ein Stück Kontinuität, lebendige Geschichte der anarchistischen Bewegung, die nichts gemein hat mit der Kurzlebigkeit vieler politischer Bewegungen der 80er Jahre.So ist die Geschichte des Film im doppelten Sinne Geschichte: zwei alte KämpferInnen suchen die Stationen ihrer Vergangenheit, versuchen Wirklichkeit zu rekonstruieren und erleben Spanien, in dem diese Geschichte unterschlagen wird. In der offiziellen Geschichtsschreibung sowie bei den meisten Beteiligten wurde sie durch 40 Jahre Franco-Terror zum Schweigen gebracht.Eine Reise hat ihre eigene Dynamik: Zufällige Begegnungen entstehen, längst Verschüttetes wird hochgespült, und feste Einschätzungen werden mit einer anderen Realität konfrontiert. Die einen erzählen begeistert von damals, von der Kollektivierung, und ein paar Frauen erinnern sich nur an die Arbeit. Oder Augustin und Clara geraten ins Streiten, wie es nun war, und ob die Gewalt „nur“ Verteidigung der Revolution oder ob die Revolution eben doch gewaltvoll war.„Die lange Hoffnung“ ist auch ein Beitrag zur Rehabilitierung des verfemten Begriffs „Anarchismus“ (in Spanien „schlimmer als der Kommunismus“), dessen ehemalige AnhängerInnen und KämpferInnen -“ sofern sie überlebt haben -“ langsam alle wegsterben. Ihre Erfahrungen und Lebendigkeit sind hier festgehalten. Am 1. Januar 1984 starb Augustin Souchy mit 91 Jahren in München, zwei Jahre darauf starb Clara Thalmann in Nizza." (Quelle: Medienwerkstatt Freiburg)
Blogkino: Our Daily Bread (1934)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den King Vidor Spielfilm "Our Daily Bread", einen flammenden Appell für den sogenannten New Deal von Präsident Roosevelt mit seiner Schilderung einer idealen Gemeinschaft, die auf alle Ansätze des Kapitalismus verzichtet, um ihre Werte aus dem Gemeinschaftseigentum zu schöpfen. Soso.
Blogkino: Sierra de Teruel - L´ Espoir (1945)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus Sierra de Teruel "(Französischer Titel: Espoir, Sierra de Teruel; Deutscher Titel: Hoffnung) ist ein spanisch-französischer Film über den Spanischen Bürgerkrieg aus dem Jahr 1938/39. Regie führte neben dem Filmemacher Boris Peskine der französische Schriftsteller und Politiker André Malraux (es blieb seine einzige Regie-Arbeit), attestiert von u. a. Denis Marion und Max Aub.[1] Das Drehbuch des Films basiert auf Malraux' Roman L'Espoir.
(...) Der in schwarz-weiß gedrehte Film (Ausstattung Vicente Petit) erzählt eine Episode aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Er zeigt die Anstrengungen und Entschlossenheit eines republikanischen Kommandos, das den Vormarsch der nationalistischen Truppen aufzuhalten versucht. Zu diesem Zweck soll eine Brücke auf der Straße von Teruel nach Saragossa mit einem Flugzeug bombardiert und zum Einsturz gebracht werden. Im Kampf Seite an Seite mit der lokalen Bevölkerung gelingt es schließlich, die Brücke zu zerstören. (...)
Der im Auftrag des Ministeriums für Propaganda der Spanischen Republik produzierte Film stellt ein wertvolles historisches Dokument über den Spanischen Bürgerkrieg dar, das den Krieg aus republikanischer Sicht beschreibt. Trotz der propagandistischen Mittel, derer sich der Film bedient, wird darin durchaus Wert auf eine realistische Darstellung der Kriegsbedingungen gelegt, unter denen die Republikaner zu kämpfen hatten; bspw. wird ihre unzureichende Bewaffnung und Ausstattung gezeigt, wie republikanische Flugzeuge im Hangar ohne Triebwerke.
Während der Zeit des Franquismus war die Aufführung des Films in Spanien verboten, erst Ende der 1970er Jahre konnte der Film dort aufgeführt werden. (...) " Wikipedia
Blogkino: Les Enfants du Paradis (1945)
Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino "Les Enfants du Paradis" der hierzulande als "Kinder des Olymp" bekannt wurde. Der von "1943 bis 1945 von nach einem Drehbuch von Jacques Prévert gedrehte Spielfilm (...) gilt als herausragendes Beispiel des poetischen Realismus in Frankreich. Der Film erzählt die Beziehungen einer Frau zu vier Männern im Pariser Theatermilieu um 1835. Der deutsche Titel ist die sinngemäße Übersetzung des französischen, da der höchste Rang im Theater (französisch: paradis) auf deutsch „Olymp“ heißt. Die vier Männerfiguren, von denen drei tatsächlich lebten, gruppieren sich um Garance, deren Schönheit und Anziehung sich niemand zu entziehen vermag. Die Handlung beginnt 1827.
Garance verlässt ihren Liebhaber, den Anarchisten und Gauner Lacenaire, und trifft auf den Pantomimen Baptiste Deburau, der sich Hals über Kopf in sie verliebt. Zunächst scheint Garance seine Liebe zu erwidern, doch er ist nicht bereit, den letzten Schritt zu tun, und so muss Baptiste zusehen, wie sie sich mit dem selbstbewussten Schauspieler Lemaître einlässt. Garance verlässt die Stadt mit dem adligen Lebemann de Monteray, nachdem er sie gegen eine falsche Beschuldigung protegiert hat.
Nach Jahren kehrt sie zurück und das Liebeskarussell dreht sich erneut. Lemaître gelingt es als einzigem, sich emotional -“ durch seine Schauspielleidenschaft -“ zu lösen. Lacenaire tötet den Grafen de Monteray, um sich auf diese Weise von Garance zu befreien und auch ein Duell zwischen Lemaître und de Monteray zu verhindern. Im mittlerweile verheirateten Baptiste Deburau flammt die Liebe zu Garance wieder auf. Er verlässt für eine Nacht seine Frau und sein Kind, um sich mit Garance zu treffen. Als seine Frau ihn mit Garance entdeckt und beide zur Rede stellt, flüchtet Garance. Baptiste folgt ihr, aber Garance entschwindet in einer Kutsche, und er geht im Gewühl des Straßenkarnevals unter." (WikiPedia)
Blogkino: EconomÃa Colectiva. La última Revolución de Europa (2014)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den Dokumentarfilm EconomÃa Colectiva. La última Revolución de Europa. Dieser gibt einen tiefen Einblick in ein weitgehend vergessenes, aber nach wie vor inspirierendes Ereignis der jüngeren Geschichte: Die selbstbestimmte Kollektivierung von 80% der katalanischen Wirtschaft zwischen 1936 und 39.
Auf den faschistischen Putsch General Francos im Juli 1936 antworteten die Arbeiter Kataloniens mit einer sozialen Revolution. Die Besitzlosen und ausgebeuteten Arbeiter, zum Großteil Anarchosyndikalisten, organisierten die Wirtschaft neu, selbstorganisiert und erschufen ein bis dato nie gesehenes soziales Sicherungssystem. Eine der radikalsten sozial-ökonomischen Umbrüche im 20. Jahrhundert. Europas letzte Revolution.
Blogkino: La muerte de un burócrata (1966)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die kubanische mit dem Sonderpreis der Jury auf dem XV. Internationalen Filmfestival 1966 in Karlovy Vary, Tschechien ausgezeichnete Groteske "La muerte de un burócrata" (Der Tod eines Bürokraten). "Der Bildhauer Paco fertigt mittels einer Maschine kommunistische Skulpturen. Nachdem er bei der Arbeit tödlich verunglückt, wird er ehrenvoll beigesetzt, wobei man ihm sein Arbeitsbuch mit ins Grab gibt. Pacos Frau beantragt Witwenrente, ihr Antrag wird jedoch abgelehnt, weil das Arbeitsbuch nicht vorliegt, und das Grab darf erst 2 Jahre nach der Beerdigung geöffnet werden. Pacos Neffe gräbt den Toten heimlich aus. Das Rentenproblem ist damit gelöst, aber jetzt gibt es ein anderes: wie wird man die Leiche wieder los? Für eine erneute Beisetzung verlangt der zuständige Beamte einen Exhumierungsbescheid. Der Neffe erwürgt den Bürokraten und kommt in ein Irrenhaus." (WikiPedia)