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»Der heißeste Platz in der Hölle ist für diejenigen reserviert, die in Zeiten großer moralischer Krisen strikte Neutralität bewahren.« Dante

Schoko - Birnen - Tarte

Ein einfaches, aber sehr leckeres Rezept für eine Schoko - Birnen - Tarte "Tarte aux poires et au Chocolat", angelehnt an ein Rezept von Alina1St bei Chefkoch.


Die Zutaten für den Mürbeteig


Den Mürbeteig kneten


... in der Kuchenform auslegen ...


Die Zutaten für den Schokoladenbelag ...


... kneten ...


... den Herd vorheizen ...


... den Eischnee schlagen ...


... vorsichtig unter die Schokoladenmasse heben...


... auf den Mürbetei geben ...


... und glatt verstreichen.


Die Früchtchen ...


... darauf auslegen ...


... und rein in den Herd!


Nach ca. 30 Minuten backen aus dem Ofen holen und die Birnen mit Honig bestreichen...


... und alsbald verzehren.

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Zuletzt bearbeitet am 16.08.2010 10:30

Rettichbratlinge an scharfem u. jungem Gemüse

"Die Deutschen sind für den Vegetarismus nur sehr bedingt zu erwärmen. Nach einer Umfrage der Apotheken Umschau wollen 41,5 Prozent "mindestens einmal am Tag" Fleisch oder Wurst auf den Tisch. Besonders versessen sind dabei die Männer. Von ihnen sagt mehr als jeder Zweite (53,9 Prozent), ein Tag ohne Fleisch komme bei ihnen nicht in Frage. Bei den Frauen können immerhin drei von zehn (29,9 Prozent) nicht ohne eine tägliche Fleischportion auskommen." Quelle

Das liegt vielleicht auch an fehlender Zeit. Daher heute mal wieder ein Rezept. trueten.de proudly presents:

Schnelle Rettich Bratlinge an scharfem u. jungem Gemüse


Zutaten für die Bratlinge:
150 ml Gemüsebrühe
Bindemittel, z.B. Guarkernmehl. (1 Esslöffel reicht)
175 g kernige Haferflocken
2 Eier (Veganer können diese weg lassen, müssen aber den Bratling pro Seite 1 Minute länger braten)
200 g Tofu (Neutral)
200 g Rettich
1 Bund Petersilie
1 Frühlingszwiebel
Salz
Pfeffer
Öl



Die Haferflocken mit der kochenden Brühe übergießen, mit einem Löffel vermengen und die Masse 5 Minuten ziehen lassen. Inzwischen die Eier verquirlen, den Tofu  mit einer Gabel zerdrücken, den Rettich grob raspeln.



Die Petersilie sehr fein wiegen.



Ungefähr so:



... und die Zwiebel in feine Ringe schneiden.



Diese Zutaten - bis auf die Zwiebel - miteinander vermischen. Bindemittel durch ein Sieb einstreuen und mit den Gewürzen abschmecken.



1 Esslöffel Öl in der Pfanne erhitzen. Bratlinge mit nassen Händen formen (ca. 1 -2 gehäufte Esslöffel pro Bratling). Die Bratlinge in zwei Etappen 4 Minuten pro Seite braten (Vegane Variante 1 Minute / Seite mehr!):



Nachdem die erste Seite angebraten ist, die Hälfte der Zwiebelringe hinzugeben und mitbraten.



Die erste Hälfte im Backofen bei ca. 100° warm halten. Mit der zweiten Ladung der Bratlinge ebenso verfahren.

Dazu gibt es eine schnelle scharfe Gemüsesoße. (Wer mehr Zeit investieren möchte, nehme einfach meine Standardssoße). TK ist kein Frevel, gammeliger Kram von der Komposte schon (Wichtig: Jung soll es sein. Es gart schneller und schmeckt feiner. Ansonsten:

600 Gramm Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Brokkoli - was gerade so herumliegt.
1 Dose gehackte Tomaten
1 mittlere Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer und:
"La Chinata - Pimentón de la Vera"

Zwiebel und Knoblauch klein hacken. Öl in eine Pfanne und Zwiebeln mit dem Knoblauch zusammen goldgelb anbraten.



Gemüse hinzu geben und einkochen lassen. 2 Teelöffel "La Chinata - Pimentón de la Vera" dazugeben. Mit den Tomaten ablöschen, weitere 5 Minuten garen und mit den Gewürzen abschmecken.



Auf vorgewärmeten Tellern die Bratlinge anrichten und die scharfe Gemüsesoße dazu geben.


Wer beim Schärfen daneben gelangt hat, reiche etwas Weißbrot. Dazu passt korsischer Rotwein, z.B. ein 2008er "Réserve du Président".

Mahlzeit!
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Zuletzt bearbeitet am 17.05.2010 09:31

كسكسي!

Wie gestern angekündigt, habe ich heute كسكسي gekocht. كسكسي ist ja eigentlich eine "Sättigungsbeilage", wie bei uns Nudeln oder Kartoffeln usw. Daher sind natürlich die Variationen und Geschmäcker unendlich, man kann beinahe jedes Gemüse mit und ohne Fleisch usw. verwenden. Verzichten sollte man auf keinen Fall auf 2 entscheidende Dinge:

• Viel erstklassiges Olivenöl.
Schärfe. Und zwar richtige.

Wer das nicht ab kann, sollte es bleiben lassen. Hier gibt es leider nur schwarz oder weiß.

Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, und zwar die süßen Varianten mit Beilagen wie Rosinen und Mandeln und mehr. Derlei Experimenten wenden wir uns später mal zu. Ich habe heute mal mein Gemüsefach geplündert und dabei kam was für 4 Personen heraus:

كسكسي für 4 Personen (1 Tasse pP.)
3 ordentliche Karotten
2 - 3 Paprika
3 Tomaten
2 mittlere Zuchinni
Kichererbsen (habe ich vergessen, einzuweichen, geht auch ohne Ketzerei)
2 - 3 Zwiebeln
4-5 Zehen Knoblauch
1 Tasse Olivenöl
2 Esslöffel spanischen Pfeffer
Für die Fleischfresser:
2 Hühnerbrüste
Vegan: Seitan Medaillons, oder grobe Sojaschnitzel. (Letztere vor der Verarbeitung in Gemüsebrühe einweichen)
Salz

Dazu: Mehrere Flaschen Rotwein, ich empfehle einen tunesischen Cabernet.

Vorbereitung:
Fleisch säubern, in Streifen schneiden, salzen, mit 1 Esslöffel spanischem Pfeffer einreiben, anschließend mit einem ordentlichem Schluck Olivenöl vermengen und ab in den Kühlschrank. (Vegan: Ebenso mit Seitan / Soja)



Jetzt das ganze Gemüse vorbereiten, odentlich putzen: Karotten schälen, Reste an die Haustiere oder eine Gemüsebrühe daraus kochen, mit der später beispielsweise die Soße aufgegossen werden kann.



Paprika putzen, Kerngehäuse entfernen.



Ebenso bei den Tomaten den Stielansatz entfernen ...



... und bei den Zuchinni Spitze und Strunk abschneiden.

Zwiebeln schälen und achteln.



Knoblauchzehen mit der Handfläche auf der Tischplatte leicht zusammendrücken, am Ansatz die Schale abschneiden und dann abziehen. In papierdünne Scheiben schneiden und salzen.



So, nun bauen wir mal die Soße zusammen:

Einen großen Topf nehmen, den Boden mit ordentlich Olivenöl bedecken und erhitzen. (Öl ist ein entscheidender Geschmacksträger!) Die negativen Eigenschaften kann man anschließend oder im Vorfeld mit mehreren Schnäpsen beseitigen.



Beherzt das Fleisch (Seitan o.ä.) in das siedende Öl geben und anbraten.



Nach und nach das Gemüse entsprechend der Garzeiten dazugeben. In meinem Fall habe ich erst die geachtelten Zwiebeln in den Topf gegeben, anschließend die Karotten und den Paprika. Umrühren, Deckel schließen.

So nach ungefähr 5 Minuten, die nur ein Mal zum Umrühren genutzt wurden (Eventuell auch einen Schnaps, wegen dem Öl) das restliche Gemüse, Zuchinni, Tomaten in den Topf geben. Jetzt auch den Knoblauch dazugeben (damit die lieben KollegInnen morgen auch was davon haben).



Den 2. (für Scharfesser gerne auch mehr) Esslöffel spanischen Pfeffer und etwas Salz (ca. 1 Teelöffel) dazugeben. Umrühren. (Vorsichtig und immer so, daß kein Gemüse zerdrückt wird!) Mit heißem Wasser bzw. Brühe aufgießen. (4 Personen ca. 1 Liter)

Nun den Deckel drauf und weitere 10 Minuten ordentlich köcheln lassen.



In der Zeit Teller warmstellen, einen Schnaps trinken und nun nach Anleitung um das كسكسي kümmern.

Ich bin da eher faul und undogmatisch und verwende Instant كسكسي. Der Vorteil ist die schnelle und unkoplizierte Zubereitung, so braucht man beispielsweise keine Dämpfeinsätze, braucht sich keine Gedanken um die Portionen für weitere Gäste, die vom Duft der Soße aus Nah und fern angezogen werden und sich dazugesellen wollen machen.



Pro Person 1 Tasse Wasser erhitzen, kochend vom Herd nehmen, salzen, ein Schuß Olivenöl dazugeben, كسكسي einstreuen, mit dem Schneebesen umrühren, Deckel drauf.

In den 5 Minuten, bis das كسكسي fertig ist kann man die Soße abschmecken, den Tisch decken, und die zuvor warmgestellten Teller aus dem Ofen holen.

Es gibt Leute, die كسكسي gerne traditionell essen. Dazu wird mit dem كسكسي auf einer großen angewärmten Platte ein Kranz gemacht und innen die Soße hineingegeben. Jeder MitesserIn bedient sich da dann nach Appetit.

Ich hasse Traditionen. Aber ein bisschen Stil muss sein: Wenn der كسكسي fertig ist (zuvor ein wenig Butter (Vegan: Nix) dazugeben, mit einer Gabel auflockern) nehme ich ein den Portitionen entsprechendes Schälchen und stürze dies auf den Teller der MitesserInnen.



Wenn sie dann entgeistert gucken trinke ich einen Schnaps kann sich doch jeder selbst an der Soße bedienen.



Inspiriert für diese und andere von mir gekochten كسكسي Varianten, die auch für größere Gelage geeignet sind, wurde ich durch einen leider vergriffenen Klassiker der Kollektivküche, Peter Fischer's bei Wagenbach erschienenes: "Schlaraffenland - nimms in die Hand! Kochbuch für Gesellschaften, Kooperativen, Wohngemeinschaften, Kollektive und andere Menschhaufen sowie isolierte Fresser" (19. bis 27. tausend von 1975)

Gebratener Spargel mit Erdbeeren

Ruhetag schützt vor Reproduktion Kochen nicht. Nachdem wir gestern Volxküche geniessen konnten, haben wir für heute - inspiriert von Rainer Strobels Rezept "Gebratener Spargel mit Erdbeeren" - mal folgendes eingekauft:

500 g weißer Spargel
500 g grüner Spargel
300 g Hähnchenbrustfilet, alternativ 1 Mango
2 EL Kokosraspel
100 g Erdbeeren
2 EL Öl zum Anbraten
100 ml Kokosmilch
etwas Zitronensaft
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
etwas schwarzen Pfeffer
2 EL Butterschmalz alternativ ein feines Öl

(Minze, wie im Originalrezept angegeben, verwenden wir normalerweise eher nicht, daher gestrichen) Und was ist "Zitronenpfeffer"? Schnickschnack, steht hinterher bloß rum, schwarzer tut's auch.

Den weißen Spargel schälen, unten 1-2 cm abschneiden, Haustiere mit den Resten füttern oder einen Spargelsud für Spargelcremesuppe kochen.



Vom grünen Spargel nur das untere Drittel schälen. Spargel schräg in ganz dünne Scheiben schneiden.



Das Hähnchenbrustfilet in 3 cm breite Streifen schneiden. Diese in die Kokosraspel geben und leicht andrücken. Variante für Vegetarier: Frische Mango in Kokos wälzen, kurz anbraten.



Die Erdbeeren putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. (Unsere waren etwas mickrig, daher halbiert)



Wer einen Wok hat, nehme diesen zur Hand. Wir haben keinen - das geht aber auch so, mit einer tiefen Pfanne. Mit etwas Öl den weißen Spargel anbraten, dann den grünen Spargel zugeben und mit anbraten.



In der Zwischenzeit die Dose Kokosmilch ordentlich schütteln, öffnen und mit ca. 100 ml den Spargel ablöschen. Ein beherzter Schuss Zitronensaft und mit etwas Salz, Zucker und schwarzen Zitronenpfeffer würzen. Alles leicht einköcheln lassen, zum Schluss die Erdbeeren zugeben und kurz durchschwenken.



Die Mango- bzw. Hähnchenstreifen parallel dazu in einer Pfanne mit Butterschmalz anbraten.



Den Spargel auf Tellern anrichten, die gebratenen Hähnchenstreifen darauf geben und schnell aufessen.



Morgen geht's dann zur Sachen, da probiere ich mal ein paar scharfe Sachen aus.

Die scharfen vier

So, die كسكسي Saison hat begonnen. Nachdem ich mir heute gleich mal eine große Dosis Harissa organisiert habe (ich bin zu faul zum selbermachen), fiel mein Blick sofort auf ein nettes rotes Döschen "La Chinata - Pimentón de la Vera", scharfer und geräucherter spanischer Paprika. Sehr lecker und nicht nur in der Küche gut zu gebrauchen. (Aber auf die Windrichtung achten!) Die anderen scharfen Sachen sind geeignet für die asiatische Küche oder ins Gulasch, passen aber auch gut als fettarmer Brotaufstich. Dann aber ordentlich dick :-O

"Flying Goose" - scharfe thailändische Chilisauce, Erös Pista - ungarisches "Scharf" für Gulasch, "Harissa", algerisches Terrorgewürz für Cous - Cous, und "La Chinata" - scharfer und geräucherter spanischer Paprika

Praktische Lebenshilfe: Was kochen wir heute?

Was kochen wir heute? Keine Idee, aber liebe Freunde, Schwiegereltern, der / die Liebste steht vor der Tür? Der Kantinenessen-Generator hilft sicherlich, schließlich stehen 854011620 Gerichte zur Auswahl, eigene Vorschläge werden gerne angenommen.

Gefunden via Tonnendreher

Zug nach Weil der Stadt fährt ein...

Den Spruch bekommt man immer am S-Bahnhof in Stuttgart zu hören. Besonderes konnten wir uns daunter bisher nicht vorstellen. Nachdem wir beim diesjährigen Ostermarsch am dortigen Bahnhof  einen Zwischenhalt auf dem Weg nach Calw hatten, und der Blick von dort auf die Altstadt vielversprechend aussah, nutzten wir das schöne Wetter und sind auf einen Kurztrip ab nach Weil der Stadt.

Aus dem Blickwinkel von "Touristen" eine nette Kleinstadt mit zahlreichen verwinkelten Gassen, (leider nicht begehbaren) Teilen der Stadtmauer, Türmen und Toren und auch sonst viel Altbauten, sprich Spitälern, Klostern Kirchen und mehr. Zu Faschingszeiten geht es hier wohl ordentlich rund.

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Bildserie : Stadtmauer am Königstor

Die Geburtsstadt Johannes Kepler's kann man auf 3  Stadtrundgängen locker an einem Nachmittag erkunden, inklusive Besuch im Kepler Museum, das in seinem Geburtshaus untergebracht ist. Selbiges befindet sich direkt neben dem Rathaus am Marktplatz.

In dem sehenswerten Museum kann man sich mit dem Leben und Werk Keplers befassen.

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Bildserie : Kepler Denkmal auf dem Marktplatz

Es gibt auch eine hervorragende Computersimulation zu den Planetengesetzen Keplers von Tobias Kramer (e-mail: tobias.kramer@physik.tu-muenchen.de). Diese steht für Linux und Windows zum Download bereit:

kepler20.tar.gz (673 KB)

kepler20.exe (994 KB)

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Bildserie : Im Kepler Museum

Essen kann man übrigens ganz gut und recht günstig im Hotel Krone Post, wo man auch sehr nett bedient wird. Zum Schließen des Magens empfiehlt sich der ausgezeichnete dort angebotene Schlehengeist oder auch der Pfirsichlikör.

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