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The Explodiergurken
Staatspunkrott
Der Eintritt im Jugendhaus Komma in Esslingen kostet maximal 5 Euros!
»Wenn jemand auf meinem Begräbnis weint, spreche ich nie wieder ein Wort mit ihm.« Stan Laurel


“Wir müssen analysieren, was wir vor dem Hintergrund unserer formulierten Ziele erreicht haben, auf eine ehrliche und objektive Weise. Die Einschätzung des nationalen Organisatorenstabs ist es, dass am 5. Oktober tausende Menschen handelten, mit einem überwältigenden Maß an Dringlichkeit und Verantwortungsgefühl für das was diese Regierung der Welt antut und für die faschistische Richtung, die sie anpeilt.
Wir handelten mit dem Wissen darum, dass es nur noch wenig Zeit gibt, um diese Entwicklung rückgängig zu machen. Und mit jedem Tag der vergeht wird klarer, dass die Demokraten dies nicht tun und dass es keinen Eretter gibt und dass es die Bürger sind die handeln müssen, um den Verlauf der Geschichte zu ändern. Dies charakterisierte die Atmosphäre und die Inhalte an diesem Tag, von den auf der Bühne gegebenen Reden über die selbstgemachten Schilder bis hin zu dem Engagement dass die Menschen gezeigt haben um der Arbeit und der Schule fern zu bleiben und andere davon zu überzeugen uns zu unterstützen.
Dies war außerordentlich inspirierend und ein Eindruck von dem, was möglich ist. Wir wissen dass jede Person die dabei war hunderte und sogar tausende Andere repräsentiert, dass es mehr von ihnen gibt und dass diese Bewegung mit einer Elektrizität, Vorstellungskraft und Potential aufgeladen ist und dass die Welt unseren Erfolg unruhig erwartet.
Aber wir müssen genauso erkennen und tiefgehender untersuchen, warum es uns nicht möglich war die zehntausende von Menschen auf der Straße und auf den Schulhöfen zu mobilisieren, die nötig gewesen wäre, um tatsächlich eine politische Macht darzustellen die die Kapazität hat, die Umstände für die Einschnürung und Erstickung der Politik in diesem Land radikal ändern zu können.
In diesen Besprechungen müssen wir das Gefühl derer bestärken, die handelten und sich entschieden, sich den von ihrer Regierung begangenen Kriegsverbrechen und deren anstehender legislativen Legitimation nicht mitschuldig zu machen. Wir müssen noch besser verstehen, was andere Menschen und Organisationen nur zuschauen lässt und sie damit mitschuldig macht. Unsere Absicht ist es nicht zu beschuldigen, sondern zu verändern - darauf vorzubereiten, hinaus zu gehen und die Argumente noch effektiver vorzubringen, die Leute wirklich dazu antreiben, aufzustehen und rauszugehen - denn die Zukunft hängt davon ab ob sie es tun.-
Verteilung von Einladungen

David Bacon
Mit einer Feier in Ostfildern bei Stuttgart will das KDE-Projekt das zehnjährige Bestehen feiern.
Fast zehn Jahre ist es her, dass Matthias Ettrich am 14. Oktober 1996 die Arbeit am KDE Desktop initiiert hat. Heute ist KDE eines der am meisten gefragten Open-Source-Projekte. Aus diesem Anlass hat das KDE-Projekt zu einer Feier am Freitag, den 13. Oktober 2006, an der Technischen Akademie Esslingen in Ostfildern (bei Stuttgart) eingeladen. Das Programm besteht aus einem offiziellen Vortragsteil (9:30 bis 16:30 Uhr) und einer Party, die gegen 19:00 Uhr beginnt und mit der dann in das Jubiläum hineinfeiert werden soll.
Keynote-Sprecher im Vortragsprogramm werden Matthias Ettrich und Jono Bacon (Ubuntu/Kubuntu-Community Manager) sein. Darüber hinaus hat das KDE Projekt zum Festtag eine ganze Reihe von Themen rund um KDE und den Linux-Desktop zusammengestellt. Das genaue Programm finden Interessenten auf der Jubiläums-Webseite.
Eingeladen sind laut Aussagen des Teams alle, "die dabei geholfen haben, KDE zum Erfolg zu verhelfen". Dazu gehören vor allem "Freunde des Projektes", Partner und allenteressierten. Selbstverständlich zählen dazu auch alle aktiven KDE-Entwickler, alle Leute aus der KDE-Gründungszeit und diejenigen, die in der Vergangenheit am KDE-Projekt beteiligt waren.
Wer sich rechtzeitig für die Teilnahme am Event registriert, bekommt die Möglichkeit, an einer Jubiläums-Verlosung teilzunehmen und kann dabei als Hauptpreis ein Qtopia Greenphone von Trolltech gewinnen. Der Eintritt kostet 10 Euro. Industrievertreter zahlen 65 Euro.

a) Fördert die Justiz den Neofaschismus?
„Nach der jüngsten Entscheidung des Landgerichts Stuttgart gegen einen Versandhändler von Anti-Nazi-Logos (verurteilt zu 90 Tagessätze á 40 Euro) und der juristischen Einordnung von u.a. durchgestrichenen Hakenkreuzen als „Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ (StGB § 86a mit Bezug zu § 86) reicht es nicht, sich über eine „Kriminalisierung antifaschistischen Engagements“ (Linksfraktion) nur zu erregen bzw. empört zu sein, wie ein Stuttgarter Gemeinschaftskundelehrer seine Haltung zu diesem Urteil gegenüber Deutschlandradio Kultur am 29.09.2006 darstellte (vgl. 1). Zu fragen ist auch, wie diese Entscheidung im Hinblick auf geltendes Recht und Verfassung zu werten ist...“ Artikel von Armin Kammrad vom 07.10.2006 (pdf)
b) "Dann müssen wir zum Bundesverfassungsgericht"
Versandhändler aus Winnenden will Geldstrafe wegen durchgestrichener Hakenkreuze nicht akzeptieren. Ein Gespräch von Alex Kolodziejczyk mit Jürgen Kamm, Geschäftsführer von "Nix Gut", einem Punk-Mailorder-Versand mit dazugehörigem Laden in Winnenden bei Stuttgart, in junge Welt vom 10.10.2006
c) Nix-Gut: Wir lassen uns das Dagegensein nicht verbieten! Protestseite gegen das Urteil
Der im Jahre 2003 von der "World Coalition Against the Death Penalty (WCADP)" ins Leben gerufene "Internationale Tag gegen die Todesstrafe" wird an jedem 10.Oktober begangen. Laupheim brennt
Am gestrigen Samstag den 7. Oktober 2006 ist der braune Wanderzirkus durch Laupheim gezogen. Für maximal 80 rechte, vornehmlich Glatzköpfe, wurde ein Polizeiaufgebot zusammen gezogen wie es der Alb Donaukreis noch nicht gesehen hat.
Begonnen hat der Tag mit einem gemütlichen treffen am Bahnhof bzw. an der deutschen Post, da es ein ziemliches Scheisswetter war und die Post überdacht war. Nach einer guten Stunde des warten, reden und lachens sah man die ersten 5 Faschos. Ziemlich erstaunt was dieser kleine Haufen eigentlich will wurde erstmal gar nichts unternommen. Zwischen 14 und 15 Uhr wurden die Gegendemonstranten dann von der Strasse gedrängt um dem braunen Pack (zu dem Zeitpunkt vllt. 60-80) den Weg freizumachen.
Danach folgten die Gegendemonstranten den Faschisten quer durch die Stadt, die durch das riesige Polizeiaufgebot fast gänzlich unpassierbar war. Stellenweise allerdings war es möglich schneller als die Polizei auf die Faschoroute zu kommen, was für den versuch einer Sitzblokade genutzt wurde. Diese wurde einige Sekunden ignoriert und dann von der Strasse gedrängt und geprügelt. Als die Gegendemonstranten vollends auf den Gehweg gedrängt waren versuchte die Polizei die Wege zur Seite abzuschneiden, jedoch war es möglich über den Marktplatz zu entkommen und über Hinterhöfe, Dächer und durch Vorgärten weiterhin zu versuchen auf die Route zu kommen.
Da ich keine genauen Zahlen kenn, schätze ich die Gegendemonstranten auf einige hundert, vornehmlich Punks und Autonome, aber es waren auch einige Bürger dabei. Manche von ihnen Recht verwundert "Wo sind denn da die Nazis? Ich seh nur Polizisten!", andere eher Gutgläubig "Setzt euch doch auf die Strasse, das kann die Polizei doch unmöglich räumen", aber alle gemeinsam gegen Faschisten in Laupheim.
Man kann letztendlich sagen - ohne Polizei wären die Nazis keinen Meter weit gekommen, mit Polizei haben sie eine verkürzte Route geschafft. Der Tag war sicherlich kein Sieg, aber auch keine Niederlage. Befriedigend war auf jedenfall die Anzahl der Leute die sich trotz des schlechten Wetters aufgemacht hatten, sich für die Menschlichkeit einzusetzen.
Erwähnenswert ist auch, dass zumindest soweit ich mitbekommen habe, von keiner Faschokundgebung auch nur ein Wort zu hören war, da die Ansagen im Gejohle der Masse untergingen.
Vom Ende kann ich leider nichts schreiben, da wir nicht in der Lage waren wieder zum Bahnhof vorzustoßen.
Verschiedene Berichte sprechen von bis zu 14 Festnahmen.