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»Ich sehe nicht ein, warum ich, der Einfalt Anderer wegen, Respekt vor Lug und Trug haben sollte.« Arthur Schopenhauer

Franz Josef Degenhardt - dem "Schutzpatron der Schmuddelkinder" zum Geburtstag!

"Chronist der Linken, Altmeister des Chansons, Schriftsteller, Kumpel, Rechtsanwalt: Zum 75.Geburtstag von Franz Josef Degenhardt am 3. Dezember senden Weggefährten, Künstlerkollegen, Freunde und Fans ihre Glückwünsche" (Junge Welt)

"Unbezwungen, unerreicht: FJD, Karratsch, Väterchen Franz, Großfränzchen"

So schrieb z.B. Konstantin Wecker, Liedermacher:

Lieber Franz Josef Degenhardt!

Aus Funk und Fernsehen haben sie Dich verbannt, weil Du zu radikal warst. Der Pop-Linken warst Du nicht cool genug, den Kulturlinken zu schmuddelig. Du hast, mit anderen Worten, alles richtig gemacht. Dazu und zu Deinem 75. Geburtstag gratuliere ich Dir von Herzen.

Du bleibst Inspiration und Vorbild, der Altmeister unserer Zunft. Du hast unsterbliche Lieder geschrieben -“ und gerade als die große Welle der 60er abgeebbt war und danach, in der Niederlage, als Du ganz auf Dich zurückgeworfen warst -“ hast Du Deine politisch wichtigsten und meines Erachtens künstlerisch besten Werke abgeliefert.

Sei unbesorgt, Väterchen Franz: Dein Werk wird bleiben. Keiner von uns kommt daran vorbei. Und viele, viele halten es da, wo es hingehört: in der Hall of Fame der Liedermacher, ganz oben, ganz links, der knallrote Fünfzackstern ...

Alles Liebe und Gesundheit wünscht Dir
Konstantin


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Zuletzt bearbeitet am 25.07.2007 18:29

Theatertipp: "Bezahlt wird nicht"

Ein paar Eindrücke von der Aufführung des Stückes "Bezahlt wird nicht" durch den Verein "Kultur am Rande" am 1. Dezember im Jugendhaus Komma in Esslingen:

Bilderserie: Antonia und Giovanni

Im nobelpreisgekrönten Theaterstück nach Dario Fo sagen italienische Frauen: "Bezahlt wird nicht!", laden die Taschen voll und gehen als Schwangere getarnt nach Hause. Die Farce fängt an: Die Ware muss versteckt werden, weil die Männer gegen illegale Aktionen sind. So beginnt ein Verwechslungsspiel mit zwei Hausfrauen, zwei Arbeitern, zwei Polizisten, einem Sargträger und der heiligen Eulelia...

Im sehenswerten Stück werden Denkanstöße gegeben und mit aktuellem Bezug auf die aktuelle politische Realität mit Hartz IV, Mehrwertsteuererhöhungen und mehr nicht gespart. Insbesondere durch das engagierte und witzige Spiel der Schauspieler, die manchem Esslinger sicherlich bekannt vorkommen werden - gespielt wird von und für Obdachlose - erhält "Bezahlt wird nicht" eine zusätzliche, realistische Note, bei der einem das Lachen manchmal im Halse steckenzubleiben droht. Es wären dem Ensemble für weitere Vorführungen auf jeden Fall deutlich mehr Zuschauer zu wünschen.

Sobald sich wieder die Chance für den Besuch einer Aufführung ergibt: Unbedingt ansehen!



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