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»Das sind meine Prinzipien, und wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.« Julius Henry "Groucho" Marx

Lesung: Briefe von Rosa Luxemburg

Die alte Spinnerei
Galerie
Am Mittwoch, dem 2. Dezember findet um 20.00 Uhr in den Räumen des Vereins Kultur am Rande, in der Spinnerei in Esslingen eine Lesung mit Musik statt. Marla liest aus Briefen von Rosa Luxemburg, die sie aus dem Gefängnis an Sophie Liebknecht geschrieben hatte, sehr berührende, schöne Briefe, die zeigen, was für ein tiefes und emotionales Innenleben Rosa Luxemburg hatte -“ weit das übersteigend, was über sie als Politikerin bekannt ist.

Dazu Chansons verschiedenster Art und Romaliedern am Akkordeon.

Lesung und Musik: Marla

Ort: Spinnerei, Maille 3 (Eingang KOKI)

Bloggen auf Kuba: Bezahlt oder nicht?

"Sie ist keine Bloggerin" Die international hofierte kubanische Internet-Publizistin Yoani Sánchez stößt bei ihren Kollegen auf wenig Gegenliebe. "junge Welt" Gespräch mit Norelys Morales Aguilera von islamiacu.blogspot.com

Eine merkwürdige Verfolgte: Yoani Sánchez genießt ungewöhnliche Aufmerksamkeit, auch von deutschen Unternehmen Beitrag zum mehr als merkwürdigen Blog von Yoani Sánchez

Selbstorganisierung, Basisdemokratie und Frauenempowerment: Über den Bolivarischen Prozess in Venezuela

Von der französischen Revolution über die Pariser Kommune bis zu den 68ern -“ immer wieder hatten Frauen eine tragende Rolle bei gesellschaftlichen Veränderungen, auch wenn sie in den Geschichtsbüchern wenig auftauchen. So auch bei der Bolivarischen Revolution in Venezuela.

Ungelöste Probleme, vor allem in den Armenvierteln, führten zur Selbstorganisierung. Basisdemokratische Initiativen zur Bewältigung von normalerweise kommunalen Aufgaben (Müllentsorgung, Wasser, Verkehr) entstanden ebenso wie Kooperativen, die selbstverwaltet vorher brachliegende Betriebe bewirtschaften. Dort sind zu 80 % Frauen aktiv.

Chavez hat das Präsidentenamt dazu genutzt, die Forderungen der sozialen Bewegungen gegen den Widerstand der traditionellen Machtgruppen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung durchzusetzen: Übernahme staatlicher Mehrheiten in den Schlüsselindustrien, Ausweitung von Arbeitnehmerrechten, Verbesserung der sozialen Absicherung wie z.B. durch Pensionsansprüche für Hausfrauen, Stadtteilräte zur Selbstverwaltung der Kommunen, die mittelfristig auch auf nationaler Ebene arbeiten sollen, kostenlose Bildung auch für bildungsferne Schichten, neue Universitäten, die mit Basisbewegungen eng zusammenarbeiten, ... . Die neuen „Misiones“ umgehen die alten bürokratischen Verwaltungs- und Politikstrukturen.

Ziel ist, breite Bevölkerungsschichten zu politisieren durch die Möglichkeit, bei den eigenen unmittelbaren Lebensbedingungen einzugreifen und diese zu verbessern. Auf diesem Wege soll ein partizipatives, demokratisches Selbstverständnis entwickelt werden -“ als Basis für die Umverteilung der Macht von oben nach unten.

Die Ansätze in Venezuela sind eine Antwort auf Probleme, die wir auch hier in Deutschland kennen. In dem Vortrag wollen wir mehr erfahren über die Praxis in Venezuela. Wir wollen erfahren, wie die Entwicklungen gerade aus der Sicht von Frauen an der Basis wahrgenommen werden. Ist das ein Politikansatz, der Frauen näher steht als der festgefahrene Politikstil hierzulande?

Vortrag und Diskussion am Donnerstag, 12.11.2009, 19.00 Uhr: Selbstorganisierung, Basisdemokratie und Frauenempowerment: Über den Bolivarischen Prozess in Venezuela

Ort: Subversiv - Soziales Zentrum Stuttgart


Burgstallstr. 54
70199 Stuttgart - Heslach


Nähe Haltestelle Bihlplatz, U1 & U14

Xiomara Tortoza stammt aus Caracas in Venezuela. Dort war sie in verschiedenen Basisbewegungen aktiv. An der dortigen Bolivarischen Universität absolvierte sie den neuen Studiengang “Educacion Popular- (Volksbildung). Heute lebt sie in Hamburg. Sie organisiert und betreut politische Reisen nach Venezuela. Außerdem engagiert sie sich pädagogisch in der Arbeit mit lateinamerikanischen Frauen in Deutschland.

Der 9. November

Außer dem heutigen 20. Jahrestag der Wiedervereinigung und dem damit für einige Leute verbundenen deutschnationalen Getaumel und dem "Ende der Geschichte" steht der heutige 9. November auch noch für weitere bedeutsame Ereignisse:
Seit der Veröffentlichung dieser Beiträge im letzten Jahr hat sich auf drastische Weise gezeigt, wie toll das beste aller gesellschaftlichen Systeme funktioniert...

Es gibt auch gute Traditionen!

Anarchistisches Poster aus den 50er Jahren
Beispielsweise den heutigen Guy Fawkes Day, in dem in Britannien des einzigen Mannes gedacht wird, der je mit ehrlichen Absichten ins Parlament gegangen ist.

„Remember, remember the fifth of November
Gunpowder, treason and plot.
I see no reason why the gunpowder treason
Should ever be forgot.“

40. Todestag: Carlos Marighella

Heute vor 40 Jahren wurde Carlos Marighella in Brasilien in einem Hinterhalt von Militärs getötet. Das ehemalige Mitglied des Kongresses gründete unter der brasilianischen Militärdiktatur gemeinsam mit Joaquim Ferreira die Stadtguerillagruppe ALN (Ação Libertadora Nacional) und wurde zum bedeutendsten Vertreter der These, die Guerilla müsse vom Land in die Großstädte geführt werden.

Sein international wohl bekanntestes Werk ist das "Minihandbuch des Stadtguerilleros", das er "im Juni 1969 als Zusammenfassung seinen eigenen, zweijährigen Erfahrungen im bewaffneten Kampf geschrieben und als eine Art "taktische Gebrauchsanweisung" für die Revolutionäre in aller Welt abgefaßt" hat.

Siehe auch den Gastbeitrag von redblog zum 39. Todestag Marighellas
cronjob