trueten.de

»In der ganzen Naturgeschichte kenne ich kein ekelhafteres Lebewesen als die Sozialdemokratische Partei.« Gustav Landauer

Streiks bei den Tageszeitungen - Streikende mit Postkartenaktionen unterstützen

Das Streikblog Stuttgarter Journalisten informiert über die gegenwärtige Tarifrunde bei den Redakteuren:

"Weil Tageszeitungen in Baden-Württemberg seit Beginn der Urabstimmung am Montag vergangener Woche kontinuierlich in verringertem Umfang und nicht so aktuell wie gewohnt erscheinen und weil sie vermehrt mit Agenturtexten gefüllt werden nimmt der Unmut der Abonnenten und Leser zu. In einer Postkartenaktion soll denjenigen, denen diese Qualitätseinbußen ein Dorn im Auge sind, die Möglichkeit gegeben werden, ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen."

"Beim Lesen der Zeitung bekomme ich in diesen Tagen einen Eindruck, was der Begriff Billigjournalismus bedeutet. Ich bin überzeugt, dass guter Journalismus gut bezahlt werden muss. Deshalb fordere ich Sie auf, auf Kürzungen bei den Redakteursgehältern zu verzichten. Sonst sehe ich die Qualität meiner Tageszeitung in Gefahr."


so lautet der Text auf einer Postkarte, die Leserinnen und Leser per Post oder per e-mail an ihre Tageszeitung schicken können. Herausgegeben von dju, ver.di und DJV, wird die Karte diese Tage auf den Streikaktionen verteilt und kann im Gewerkschaftshaus in Stuttgart, Willi-Bleicher Str. 20 abgeholt werden.

Oder die Postkarte per e-mail versenden. Hier gibt es die e-mail-Karten für die Zeitungen im Bezirk Stuttgart:

Backnanger Kreiszeitung
Fellbacher Zeitung
Leonberger Kreiszeitung
Ludwigsburger Kreiszeitung
Stuttgarter Nachrichten
Stuttgarter Zeitung
Waiblinger Kreiszeitung


Weitere Infos:

Sommerkino: Streik

"Streik" braucht sich in seiner radikalen Schnitt- und Montageästhetik, dem Verzicht auf individualisierte Helden zugunsten des handelnden Kollektivs und der Unbedingtheit, mit der Sergej Eisenstein den proletarischen Standpunkt einnimmt, gegenüber dem bekannteren Werk "Panzerkreuzer Potemkin" nicht zu verstecken. Mit seinem zweiten Film erinnert Eisenstein daran, dass die Oktoberrevolution aus einer militanten Streikwelle hervorgegangen ist. Eine implizite Kritik des bolschewistischen Aufstandsmythos.

03. August 2011 21:00 bis 23:00 im AZ Köln

Sergej Eisenstein | UdSSR 1925 | 82 min | Stummfilm | 21 Uhr

Sommerkino: Mit Baby und Banner

Im Winter 1936/37, mitten in der Großen Depression, schreiben die  Autoarbeiter von General Motors in Flint Geschichte: Ihr wochenlanger Besetzungsstreik verändert die Klassenverhältnisse in der neuen Massenproduktion auf radikale Weise. Die "Sit-Downs" greifen als neue Kampfform der Un- und Angelernten im ganzen Land um sich und demonstrieren die Macht dieser Arbeitergruppen. Einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Kampfs in Flint leistet die "Notstandsbrigade" der Frauen, die auf militante Weise die besetzten Fabriken verteidigt. Diese Frauen portraitiert der Film vierzig Jahre nach dem Durchbruch.

20. Juli 2011 21:00 bis 23:00 im AZ Köln

Lorraine Gray | USA 1978 | 46 min | 21 Uhr
cronjob