Heute in unserer Reihe Blogkino: Der Thriller "Dangerous Passage" von 1944. Als ein junger Erdölarbeiter erfährt, dass er Erbe eines Vermögens ist, reist er von den Ölfeldern in Südamerika mit einem Trampdampfer nach Galveston, Texas, um sein Erbe anzutreten. Bei der Reise mit seiner Anwältin, übersteht er merere Anschläge auf sein Leben. Als der Dampfer Schiffbruch erleidet, entdecken der junge Mann und seine Anwältin die Identität des Attentäters und versuchen, ihn in einer letzten Konfrontation zu stellen...
Blogkino: Nabonga (1944)
Heute in unserer Reihe Blogkino: "Die Rache des Gorilla" OT: "Nabonga" von 1944. Zum Plot: Der "Geschäftsmann" T.F. Stockwell hat eine Kiste mit Schmuck und Geld geklaut erworben. Wie oft üblich in diesen Kreisen hat er auch sonst einiges auf dem Kerbholz und ist daher auf der Flucht vor der Konkurrenz und dem Gesetz. Zusammen mit seiner Tochter ist er in einem kleinen Flugzeug über dem afrikanischen Urwald unterwegs, als dieses durch ein Unwetter zur Notlandung gezwungen wird. Die Tochter macht die Bekanntschaft eines durch weiße Jäger schwer verletzten Gorillas.
Jahre später ist der Sohn des Partners Stockwells, Raymond Gorman in der Gegend unterwegs um HInweisen nachzugehen, die seinen irrtümlich des Kistendiebstahl bezichtigten verdächtigten Vater reinwaschen könnten. Auch wenn diesem das wenig helfen würde, hat es sich doch das Leben genommen. Geschickterweise hört er von der Urwaldlegende einer schönen weißen Hexe, die von einem großen Vogel geboren wurde...
Blogkino: Return of the Kung Fu Dragon (1976)
Heute in unserer Reihe Blogkino: Der Eastern "" von 1976. Der Star des hochwertigen Streifens ist Sun-Kuan Rin-Feng, der als chinesischer Prinz für fast 90 Minuten mit einem bösen General kämpft.
Wetzel: Überraschende Deutung der NSU - und ihrer staatlichen Deckung
Als erster hat Wolf Wetzel einen überzeugenden Überblick gegeben über die NSU- und vor allem über die Deckung sämtlicher verschiedenster Polizei-und Verfassungsschutzstellen unter sämtlichen Regierungsverhältnissen.
Zum einen weist er im längsten Kapitel seiner kleinen Abhandlung nach, wie oft und wie leicht die Verfassungsschützer sich der Gruppe hätten versichern können, wenn sie nur gewollt hätten.
Fazit also: Keine Panne. Kein Mißgeschick. Es muss Absicht gewesen sein.
Die Frage stellt sich dann: Warum? Hier stellt Wetzel seine überraschende These auf: der deutsche Rassismus hat sich seit den letzten Jahrzehnten umgedreht. Handelte es sich zu den Zeiten von Pforzheim-Becker und ähnlichen noch um die Abwehr der ankommenden Flüchtlinge, hat sich das Anliegen heute gedreht. Es geht um die Niederhaltung derjenigen "Ausländer", die schon hierzulande sich eingemeindet haben. Sie sollen mit allen Mitteln -auch solchen des Totschlags und Mordes- niedergehalten werden.
Das immerhin würde die Gesamttendenz des Machtapparats der Republik erklären. Damit hätte sich eine Absage der Republik an die Prinzipien des traditionellen Rechtsstaats geäußert, die aber nicht im traditionellen Sinn der Sache faschistisch genannt werden kann.
In diesem Sinn die überraschende Drehung in der Erzählung des Sachverhalts selber. Demnach hätte die Polizei die zwei Haupttäter erlegt. Die verbleibende Zeugin hätte für ihr Leben gefürchtet, sei aber nach einer viertägigen Irrfahrt von den Behörden ohne Hoffnung auf Exil hinterlassen worden. Und hätte demnach sich der Polizei gestellt.
Diese Fassung wird viele überraschen. Immerhin- gegenüber den sonstigen Phantasien der bürgerlichen Blätter- ist diese Fassung keineswegs unglaubhafter.
Der innere Grund für die plötzliche Attacke eines Teils des Staatsapparats: Der -nicht in den Rahmen passende- Anschlag gegen eine Polizistin. Der Polizei hätte es zunehmend gestunken ,ihre Angehörigen opfern zu müssen -ausgerechnet für die höheren Prinzipien des Verfassungsschutzes.
Soweit die Sache kriminologisch klar. Nur: der Mord an der Polizistin in Heilbronn lag sechs Jahre zurück. Wieso hat dieser Teil des Staatsapparats erst nach so langer Zeit zugeschlagen? Nur ein nochmaliger Bankraub nach so vielen sollte kaum ausreichen.
Soviel zum Nachbearbeiten eines auf jeden Fall überzeugenden und nachdrücklichen Entwurfs zur Kennzeichnung der Lage.
Buch, 132 Seiten
ISBN 978-3-89771-537-0
Weitere Informationen
Eyes Wide Shut
Texte, Bilder und paradoxe Utopien
Blogkino: About Bananas (1935)
Heute in unserer Reihe Blogkino: "About Bananas". Dieser Film wurde 1935 von der United Fruit Company, der heutigen Chiquita gesponsert. Der Direktor der Firma war Sam Zemurray, ein ausgesprochen nettes Kerlchen. Dieser Film war Teil Zemurray's PR-Kampagne, um die Amerikaner nach der Appetitlosigkeit der großen Depression wieder zu Bananen greifen zu lassen. Gedreht wurde der Propaganda Film von Edward Bernays, der Begründer der modernen Öffentlichkeitsarbeit. Die Nazis, allen voran Josef Goebbels, waren begeisterte Anhänger von Bernays Techniken. Jeder Versuch, deutsche Bananen anzubauen scheiterte. Bernays und Zemurray betrieben später mit der CIA den Sturz der Regierung von Guatemala im Jahr 1954, um das Land für die Ausbeutung durch die United Fruit in eine Bananenrepublik zu verwandeln.
Ähnliches wurde später mit Kuba mit der Invasion in der Schweinebucht versucht, allerdings gelang es der CIA dort nicht, das Land durch antikommunistische Propaganda zu destablisieren. Aber das ist eine andere Gechichte.
Buchtipp: Wetzel, Wolf: Der NSU-VS-Komplex
13 Jahre blieb der Nationalsozialistische Untergrund/NSU unentdeckt. Neun Morde wurden begangen, neun Mal verschoben die Behörden verschiedener Bundesländer die Mordhintergründe ins ›ausländische Milieu‹. Neun Mal will man keine ›heiße Spur‹ gehabt haben. Dennoch legte man alle neun Morde in die Blutspur des ›organisierten Verbrechens‹.
Nachdem die Existenz der NSU nicht mehr zu leugnen war, reihte sich eine Panne an die andere. Dass in allen Behörden Beweise verschwinden, Akten verheimlicht, Falschaussagen gemacht, ganze Aktenberge geschreddert werden, beweist, dass weder ›Behördenwirrwar‹ noch ›Kommunikationschaos‹ herrsch(t)en, sondern der gemeinsame Wille, unter allen Umständen zu verhindern, dass etwas ans Licht kommt, was den bisherigen Erklärungen widersprechen würde. Eine Spurensuche.
Wolf Wetzel war Autor der ehemaligen autonomen L.U.P.U.S.- Gruppe, die seit 1986 autonome Theorie mit praktischen Fragen des Alltags verband.
Buch, 132 Seiten
ISBN 978-3-89771-537-0
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Eyes Wide Shut
Texte, Bilder und paradoxe Utopien