Heute in unserer Reihe Blogkino: Wolf Blood. Der 1925 entstandene Film über eine misslungene Blutransfusion ist der älteste erhaltene Film über Werwölfe.
Relaunch: Melodie & Rhythmus
Sie ist da, die neue Melodie & Rhythmus! Kritischer, politischer - und startet deshalb zeitgemäß und notwendig mit ClassWar. Nix wie gekauft unter http://www.melodieundrhythmus.com/abo/

Blogkino: The Great Train Robbery (1903)
Alternativen Verdienstmöglichkeiten stehen wir durchaus positiv gegenüber. Daher zeigen wir heute in unserer Reihe Blogkino "The Great Train Robbery" aus dem Jahre 1903. Der Film gilt zudem als der erste Western der Filmgeschichte.
Mörderische Textilproduktion: Über Geschmack lässt sich streiten, über Ausbeutung nicht
Seit BeÂginn der ArÂbeiÂteÂrinÂnenÂbeÂweÂgung ist die TexÂtilÂbranÂche immer wieÂder ein ZenÂtrum harÂter KlasÂsenÂausÂeinÂanÂderÂsetÂzunÂgen geÂweÂsen. Hier wird beÂsonÂders deutÂlich was die steÂtig wachÂsenÂde GloÂbaÂliÂsieÂrung der AusÂbeuÂtung beÂdeuÂtet. Frühe BeiÂspieÂle sind der ca. sechs MoÂnaÂte anÂdauÂernÂden Streik der TexÂtilÂarÂbeiÂteÂrInÂnen 1903 in CrimÂmitÂschau (SachÂsen) und die KämpÂfe der TexÂtilÂarÂbeiÂteÂrInÂnen AnÂfang des 20.-‹ JahrhunÂderts in den USA. Ein weiÂteÂres BeiÂspiel ist der Streik der PeÂtroÂgraÂder TexÂtilÂarÂbeiÂteÂrInÂnen am 8.-‹3.-‹1917, der ein wichÂtiÂges SiÂgnal für den BeÂginn der rusÂsiÂschen ReÂvoÂluÂtiÂon war. NiedÂriÂge Löhne, lange ArÂbeitsÂzeiÂten und unÂmenschÂliÂche ArÂbeitsÂbeÂdinÂgunÂgen sind immer noch für die TexÂtilÂinÂdusÂtrie kennÂzeichÂnend -“ geÂnauÂso jeÂdoch wie der WiÂderÂstand der TexÂtilÂarÂbeiÂteÂrInÂnen für soÂziaÂle RechÂte und ein Leben in Würde.Die TexÂtilÂinÂdusÂtrie in den kaÂpiÂtaÂlisÂtiÂschen KernÂlänÂdern ist in den letzÂten JahrÂzehnÂten stark zuÂrückÂgeÂganÂgen. ZehnÂtauÂsenÂde wurÂden entÂlasÂsen und die ProÂdukÂtiÂon in LänÂder mit noch niedÂriÂgeÂren LöhÂnen verÂlaÂgert. Große BeÂkleiÂdungsÂunÂterÂnehÂmen wie z.B. H&M, C&A, PriÂmark, Zara, Mango und KiK lasÂsen heute u.a. in China, BanÂglaÂdesch, PaÂkisÂtan und KamÂboÂdscha proÂduÂzieÂren. Die ProÂdukÂtiÂon beÂfinÂdet sich in einer dauÂernÂden WanÂderÂbeÂweÂgung, denn proÂduÂziert wird dort wo die ProÂdukÂtiÂonsÂkosÂten am NiedÂrigsÂten sind. Dies beÂtrifft die geÂsamÂte ProÂdukÂtiÂonsÂketÂte, von der BaumÂwolÂle bis zum ferÂtiÂgen T--‹Shirt. Wenn ein T--‹Shirt hier für 3 Euro verÂkauft wird, ist klar, dass dies nur aufÂgrund unÂmenschÂliÂcher ArÂbeitsÂverÂhältÂnisÂse inÂbeÂgrifÂfen HunÂgerÂlöhÂne und grenÂzenÂloÂser AusÂbeuÂtung mögÂlich ist. SiÂcherÂheitsÂstanÂdards werÂden reÂgelÂmäÂßig missÂachÂtet, immer wieÂder kommt es zu FaÂbrikÂbränÂden und UnÂfälÂlen bei denen beÂreits mehÂreÂre ZehnÂtauÂsend BeÂschäfÂtigÂte geÂtöÂtet wurÂden. Am 11.-‹09.-‹2012 kam es beiÂspielsÂweiÂse zu einem GroßÂfeuÂer in der TexÂtilÂfaÂbrik „Ali EnÂtÂerÂpriÂses“ in PaÂkisÂtan, bei dem über 250 ArÂbeiÂteÂrInÂnen bei leÂbenÂdiÂgem Leib verÂbrannÂten. Am 24. April 2014 jährt sich der Tag des EinÂsturÂzes des „Rana Plaza“ EinÂkaufsÂzenÂtrums, in Savar, BanÂglaÂdesch, in dem sich mehÂreÂre TexÂtilÂfaÂbriÂken beÂfanÂden. AlÂlein dabei kamen 1.-‹134 ArÂbeiÂteÂrInÂnen ums Leben und über 2.-‹000 wurÂden zum Teil so schwer verÂletzt, dass sie nicht mehr arÂbeitsÂfäÂhig sind. ProÂfit geht über LeiÂchen!
Doch auch der WiÂderÂstand wächst
Am 21.-‹09.-‹2013 haben in Dhaka, der HauptÂstadt von BanÂglaÂdesch mehr als 50.-‹000 TexÂtilÂarÂbeiÂteÂrInÂnen für höÂheÂre Löhne geÂstreikt. Am 12. und 13.-‹11.-‹2013 kam es in AsÂhuÂlis und Savar zu DeÂmonsÂtraÂtioÂnen mit jeÂweils mehÂreÂren zehnÂtauÂsend TeilÂnehÂmeÂrInÂnen. Im JaÂnuÂar dieÂses JahÂres haben 450.-‹000 ArÂbeiÂteÂrInÂnen der TexÂtilÂinÂdusÂtrie KamÂboÂdschas geÂstreikt und truÂgen damit ihren ProÂtest in die ÖfÂfentÂlichÂkeit. GeÂforÂdert wurde bei allen KämpÂfen die GeÂwähÂrung eines leÂbensÂsiÂchernÂden StanÂdards am ArÂbeitsÂplatz, sowie eine ErÂhöÂhung der MinÂdestÂlöhÂne, die derÂzeit bei ca. 60 Euro moÂnatÂlich lieÂgen. 80% der ArÂbeiÂtenÂden in der TexÂtilÂbranÂche sind FrauÂen und an der unÂtersÂten Ebene der ProÂdukÂtiÂonsÂketÂten steÂhen die HeimÂarÂbeiÂteÂrinÂnen.
StaatÂliÂcherÂseits wurde mit ReÂpresÂsiÂon reÂagiert, so wurde in KamÂboÂdscha sogar die Armee gegen die StreiÂkenÂden einÂgeÂsetzt. HauptÂproÂfiÂteuÂre des GeÂschäfts mit der KleiÂdung sind die inÂterÂnaÂtioÂnaÂlen HanÂdelsÂketÂten und KonÂzerÂne. Auch die naÂtioÂnaÂle BourÂgoÂiÂsie will weiÂterÂhin ihren Teil vom KuÂchen nicht verÂlieÂren und den StandÂortÂwettÂbeÂwerb um die bilÂligsÂten ArÂbeitsÂkräfÂte weiÂter anÂheiÂzen.
Mit Zehra Khan haben wir eine, über PaÂkisÂtan hinÂaus beÂkannÂte, kämpÂfeÂriÂsche GeÂwerkÂschafÂteÂrin einÂgeÂlaÂden. Sie ist GeÂneÂralÂseÂkreÂtäÂrin der „Home BaÂsed Women WorÂkers FeÂdeÂraÂtiÂon (HBWWF)“. Nach dem GroßÂfeuÂer in der TexÂtilÂfaÂbrik „Ali EnÂtÂerÂpriÂses“ stellÂte sich die HBWWF soÂfort an die Seite der Opfer und HinÂterÂblieÂbeÂnen. Zehra Khan wurde zu einer SpreÂcheÂrin des „WorÂkers Rights MoÂveÂment (WRM)“ und kämpft mit den BeÂtrofÂfeÂnen für EntÂschäÂdiÂgungsÂzahÂlunÂgen, grundÂleÂgenÂde VerÂbesÂseÂrung der ArÂbeitsÂbeÂdinÂgunÂgen und für höÂheÂre Löhne. Dabei geht es nicht nur um einÂzelÂne VerÂbesÂseÂrunÂgen, sonÂdern um eine grundÂleÂgenÂde VerÂänÂdeÂrung der geÂsellÂschaftÂliÂchen VerÂhältÂnisÂse auf anÂtiÂkaÂpiÂtaÂlisÂtiÂscher GrundÂlaÂge. Für Zehra Khan ist dieÂser Kampf unÂtrennÂbar mit dem Kampf gegen die paÂtriÂarÂchaÂlen VerÂhältÂnisÂse und für die RechÂte der FrauÂen verÂbunÂden. In PaÂkisÂtan ein leÂbensÂgeÂfährÂliÂches EnÂgaÂgeÂment.
SoÂliÂdaÂriÂtät ist unÂseÂre StärÂke
Wir wolÂlen die VerÂhältÂnisÂse auch hier zum TanÂzen brinÂgen. KonÂsum ist die Pille, mit der die MenÂschen hier in dieÂsem SysÂtem der inÂterÂnaÂtioÂnaÂlen AusÂbeuÂtung und damit auch ihrer eiÂgeÂnen AusÂbeuÂtung verÂsöhnt werÂden solÂlen. Viele BeÂschäfÂtigÂte in den TexÂtilÂketÂten beÂklaÂgen preÂkäÂre BeÂschäfÂtiÂgungsÂverÂhältÂnisÂse, ÜberÂwaÂchung und Druck -“ BeÂtriebsÂräÂte sind in der Regel unÂerÂwünscht. Dies ist die anÂdeÂre Seite der AusÂbeuÂtung in der TexÂtilÂinÂdusÂtrie. Die VerÂhältÂnisÂse hier und in den WeltÂmarktÂfaÂbriÂken des SüÂdens lasÂsen sich nicht vonÂeinÂanÂder trenÂnen.
Es gibt viel zu tun, paÂcken wir es geÂmeinÂsam an! Wir müsÂsen dies geÂmeinÂsam mit all denen weltÂweit tun, die sich mit ihrem HerÂzen, ihrem VerÂstand, Mut und oft unter EinÂsatz ihres LeÂbens für eine Welt jenÂseits der kaÂpiÂtaÂlisÂtiÂschen OrdÂnung und paÂtriÂarÂchaÂlen VerÂhältÂnisÂse einÂsetÂzen. VerÂbinÂden wir unÂseÂre KämpÂfe, lerÂnen wir vonÂeinÂanÂder. KämpÂfen wir in dieÂsem Sinne geÂmeinÂsam für gleiÂche soÂziaÂle RechÂte und ein gutes Leben für alle -“ für eine emanÂziÂpaÂtoÂriÂsche PerÂspekÂtiÂve. UnÂseÂre SoÂliÂdaÂriÂtät darf sich nicht auf ErÂkläÂrunÂgen beÂschränÂken, sonÂdern muss ein VerÂständÂnis von inÂterÂnaÂtioÂnaÂler PraÂxis entÂwiÂckeln, die die AusÂbeuÂtung und die KämpÂfe in den LänÂdern des SüÂdens und in den hieÂsiÂgen MeÂtroÂpoÂlen verÂbinÂdet.
BeuÂgen wir uns nicht dem DikÂtat des KaÂpiÂtaÂlisÂmus, streiÂten und kämpÂfen wir grenÂzenÂlos und soÂliÂdaÂrisch für ein selbstÂbeÂstimmÂtes und geÂwaltÂfreiÂes Leben ohne AusÂbeuÂtung und UnÂterÂdrüÂckung.
In der VerÂanÂstalÂtung wird Zehra Khan über ihre ErÂfahÂrunÂgen im Kampf für die RechÂte der TexÂtilÂarÂbeiÂteÂrInÂnen sowie für FrauÂen spreÂchen.
MittÂwoch, 23. April, 19.-‹00 Uhr, LinÂkes ZenÂtrum Lilo HerrÂmann, BöbÂlinÂgerÂstr. 105, 70199 StuttÂgart (U1, U14, Bus 42, HalÂteÂstelÂle ErÂwin--‹SchöttÂle--‹Platz)
Via: Frauengruppe Stuttgart
Blogkino: Cyrano De Bergerac (1950)
In unserer Reihe Blogkino zeigen wir heute Cyrano De Bergerac, für dessen Darstellung José Ferrer den Academy Award erhielt.
Blogkino: Thief of Bagdad (1924)
In unserer Reihe Blogkino zeigen wir heute "Thief of Bagdad".
Börek - Gefüllter Blätterteig
Sehr lecker, auch falls mal Gäste angekündigt haben: Börek - Gefüllter Blätterteig, den es in den unterschiedlichsten Ländern in unzähligen Variationen gibt. Natürlich haben wir mal eine vegane Variante mit veganem Käse probiert.

Als Grundlage haben wir das Rezept von Özlem Se genommen und lediglich den geräucherten Tofu durch VegieBelle ersetzt sowie den Börek etwas länger im Ofen gelassen. Sehr lecker! Ebenso die Abwandlungen mit Blattspinat, mit Sojahackfleisch usw.
Auch wenn der Börek den Abend nicht überstanden hat: Wer möchte kann ihn auch am Tag darauf nochmal warm machen und genießen.

kritisch-lesen.de Nr. 32: Deutschland im Krieg
Dass militärisches Handeln von deutschem Boden aus wieder denkbar ist, zeigte sich nicht erst in der Antrittsrede von Bundespräsident Gauck im Jahr 2012, in der er die Bundeswehr als „Armee des Volkes“ bezeichnete. Bereits in den vorangegangenen Jahren -“ nicht zuletzt durch Joschka Fischers Plädoyer für einen militärischen Einsatz Deutschlands im Kosovo -“ fand eine Militarisierung der Außen- und Innenpolitik zunehmende Zustimmung in der Politik. Diese Normalisierung wurde begleitet von Forderungen nach der Wahrung universalistischer Menschenrechte und -“ im Falle des Kosovo -“ begründet mit einer historischen Verantwortung Deutschlands, ein neues Auschwitz zu verhindern. Weitgehend ausgeblendet bleiben in der öffentlichen Debatte das aufpolierte geschichtspolitische Selbstverständnis des „Demokratieweltmeisters“, die humanitären Auswirkungen der Kriege und die ökonomischen und geopolitischen Interessen, die mit militärischen Mitteln durchgesetzt werden.Innerhalb der Linken bildet das Thema Antimilitarismus ein Feld für grundsätzliche theoretische Kontroversen. Praktisch agiert wird dort, wo die Bundeswehr zunehmend präsent ist und Akzeptanz erfährt. An vielen Orten finden zahlreiche kreative Proteste gegen Auslandseinsätze, die Rekrutierung von potenziellen SoldatInnen an Schulen und Universitäten und die Militarisierung des Inneren statt.
Mit dieser Ausgabe wollen wir uns mit der Militarisierung der Gesellschaft befassen und Impulse für linke Auseinandersetzungen mit dem Thema liefern. Dafür bespricht Christin Bernhold zunächst das Buch „Völkerrecht und Machtpolitik in den internationalen Beziehungen“ von Norman Paech und Gerhard Stuby und diskutiert die Bedeutung des Völkerrechts für die Legitimierung von Bundeswehreinsätzen im Ausland. Völkerrecht, so stellt sie heraus, wird hier zum Feigenblatt für Machtpolitik in internationalen Beziehungen. Mit solcherlei Legitimationsstrategien beschäftigen sich die folgenden Besprechungen. In der Rezension „-šWir-˜ über -šuns-˜ und -šdie Anderen-˜“ zum Buch „Heimatdiskurs“ zeigt Rita Werth auf, wie im Namen der Modernisierung und der Emanzipation Militäreinsätze von Deutschland aus für notwendig erklärt werden. Dem Humanismus als Begründung für Kriegseinsätze widmet sich auch Christian Baron in „Sehnsucht nach dem Stahlbad“, einer bissigen Rezension von Bernd Ulrichs „Warum Deutschland Krieg führen darf. Und muss“. Heinz-Jürgen Voß geht es in der Besprechung des Buchs „Gendering 9/11. Medien, Macht und Geschlecht im Kontext des -šWar on Terror'“ von Andrea Nachtigall speziell um die Legitimation des Afghanistaneinsatzes.
Mit der Bedeutung von Militarisierung für die kapitalistische Staatenkonkurrenz befasst sich Ruldoph Bauer in der Rezension des Buches „Geopolitik“ von Tobias ten Brink. Der Frage nach Waffenproduktion in Deutschland und deren Export in andere Länder geht Sophia Hoffmann nach, die das Buch „Bombengeschäfte -“ Tod made in Germany“ von Hauke Friedrichs bespricht. Adi Quarti widmet sich in seiner Rezension „Die neue Dimension“, die mit dem Buch „Drohnenkrieg. Tod aus heiterem Himmel - Morden per Fernbedienung“ die neuesten technischen Entwicklungen in der unbemannten Kriegsführung aus den USA vorstellt. Neben der fachwissenschaftlichen Diskussion um den Afghanistaneinsatz haben aktuell auch Romane, die Einfluss auf Militärdiskurse in Deutschland haben, Konjunktur. Stephanie Bremerich diskutiert mit „Fiktion als Alibi“ den Antikriegsroman „Jenseits von Deutschland“, der mit seinem Anliegen jedoch das Genre verfehlt hat. Einen tatsächlichen Erlebnisbericht hinterfragt in „Wir fühlten uns bereits wie Kriegshelden“ Fabian Virchow. Das Buch „Vier Tage im November. Mein Kriegseinsatz in Afghanistan“ von Johannes Clair offenbart das Selbstbild eines ehemaligen Fallschirmjägers.
Mit dem Konzept der Nachwuchsrekrutierung der Bundewehr an Schulen und Universitäten befassen sich drei Rezensionen. Elke Michauk bespricht in „Im neuen Gewandt: Offensive Bundeswehr an Schulen" den Einfluss des Militärs auf Bildungseinrichtungen und betont dabei die vielfältigen Aktivitäten gegen die Rekrutierung an Schulen. Ebenfalls mit dem Wirken der Bundeswehr an Schulen und der Gegenwehr beschäftigt sich Ismail Küpeli in seiner Rezension des Buches „Soldaten im Klassenzimmer“. Christoph Golasch widmet sich dem Buch „Zivilklauseln für Forschung, Lehre und Studium“, das die zunehmende Bereitschaft der Universitäten, Drittmittel aus der Rüstungsforschung einzuwerben, zum Thema hat.
Abschließend werfen wir einen Blick auf die außenpolitische Debatte der Partei DIE LINKE. Christian Stache war selbst langjähriges Mitglied der Partei und des ihr nahestehenden Jugendverbandes ['solid]. Er kritisiert in seiner Rezension „Zu den Waffen, Genossen!“ das Buch „Linke Außenpolitik“ und damit den aktuellen Versuch einer Neukonzeption der außenpolitischen Ausrichtung der Partei.
Den Anfang bei den Rezensionen außerhalb des Schwerpunkts macht Jens Zimmermann, der die aktuelle Publikation zu „Obamas Krisen-Empire“ von Ingar Solty empfiehlt. Andrea Strübe widmet sich in ihrer Rezension „Was sich nicht bewährt“ der umfangreichen Studie „Bewährungsproben für die Unterschicht? Soziale Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik“ um das Team des Jenaer Soziologen Klaus Dörre, in der die Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre alles andere als gut wegkommen. Der Tod eines Anti-AKW-Aktivisten ist Aufhänger von „XXX“, einem überraschenden „Atomkraft-Krimi“ von Martin Sudermann, den Alice Freitag gelesen hat. An den Dimensionen des Themas scheitert Robert Claus zufolge eine Arbeit zu „Rechtsextremen Strategien im Sport“. Der Sammelband „Migration und Arbeit in Europa“ fokussiert laut der Rezensentin Hannah Schultes zwar ein wichtiges Thema, dennoch kommt sie in ihrer Rezension „Gäste, die arbeiten“ zu einem gemischten Fazit. Schließlich beschäftigt sich Moritz Altenried anhand des Buches „Die Prekarisierungsgesellschaft“ von Oliver Marchart mit der Frage, wie Proteste gegen Prekarisierung gesellschaftstheoretisch gefasst werden können.
Und nun noch zum Schluss: Kritisch-lesen.de ist nun seit drei Jahren online! Nach 32 Ausgaben mit 340 Rezensionen, interessanten Diskussionen und vielen Höhen und Tiefen blicken wir zurück auf drei wunderbare, arbeitsintensive, nervenaufreibende und ereignisreiche Jahre. Wir danken allen Leser_innen, Autor_innen und Freund_innen, die uns in dieser Zeit so tatkräftig unterstützt haben! Nach der nächsten Ausgabe, die mit dem Schwerpunkt Kritische Soziale Arbeit am 1. Juli erscheint, werden wir eine Pause einlegen, um ein bisschen durchzuatmen und über kritisch-lesen.de nachzudenken. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns eure Eindrücke an info@kritisch-lesen.de schicken würdet: Was gefällt euch an kritisch-lesen.de, was nicht, welche Ausgaben fandet ihr besonders gut, welche Themen interessieren euch, was können wir besser machen?
Rezensionen zum Schwerpunkt
Blogkino: Cleopatra (1912)
In unserer Reihe Blogkino zeigen wir heute Cleopatra mit der Filmpionierin Helen Gardner in der titelgebenden Hauptrolle.