Heute drehen wir in unserer Reihe Blogkino mal den Spieß um und tauschen die Rollen...
Blogkino: Tabu (1931)
Heute zeigen wir in unserer beliebten Reihe Blogkino mit Tabu den letzten von Friedrich Wilhelm Murnau gedrehten Film. Der Film wurde mit einem Oscar für die Kameraführung ausgezeichnet. Die Südseeballade - eine außergewöhnliche poetische und stimmungsstarke Mischung aus Spielfilm und ethnografischer Studie - ist ein Stück Filmgeschichte und der letzte, den wir in dieser kurzen Murnau Retrospektive zeigen.
"Matahi ist ein Perlentaucher auf der Südsee-Insel Bora Bora. Er begegnet der schönen Reri und verliebt sich in sie. Kurze Zeit später trifft der alte Krieger Hitu auf der Insel ein, der als Abgesandter des Häuptlings von Fanuma dem Häuptling von Bora-Bora eine Nachricht überbringt. Zur Religion der Insulaner gehört es, eine Frau als göttliche Jungfrau zu ernennen. Die derzeitige Jungfrau ist gestorben, und der Häuptling von Fanuma, Oberhäuptling aller Inseln, hat sich für Reri als ihre Nachfolgerin entschieden. Sie wird von Hitu nun mit einem Tabu belegt, womit sie den Göttern geweiht ist. Jeder Mann, der sie begehrt, ist des Todes. Hitu wurde damit beauftragt und steht mit seinem eigenen Leben dafür ein, Reri nach Fanuma zu bringen. (...)" (Wikipedia)
Esslingen: Noise Massacre mit My Defense / Lygo / Todeskommando Atomsturm / Lion City / Loose Suspense
Am 28. Mai im KOMMA:
My Defense (melodic hc/köln)
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Lygo (punk/bonn)
http://lygo.bandcamp.com/
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Todeskommando Atomsturm (female fronted punk/münchen)
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Lion City (hc/stuttgart)
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Loose Suspense (melodic hc/stuttgart)
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Revolution an der Tanzbar: Irène Schweizer zum 75. - Schaffhauser Jazzfestival 2011
Die Pianistin Irène Schweizer wird zwar erst in ein paar Tagen 75 Jahre jung, der Schweizer WOZ gab sie aber schon mal vorab ein Interview: "Mit Volksmusik begann sie, bei der radikalen Improvisation ist sie gelandet. Zu ihrem 75. Geburtstag erzählt die Pianistin Irène Schweizer, wie das erste Freejazzkonzert sie umgehauen hat, wie sie Frauenpolitik in die Musik getragen und sich ihr Verhältnis zur Musik entspannt hat. (...)"
Zum Reinhören: Irène Schweizer und Pierre Favre - Schaffhauser Jazzfestival 2011
Blogkino: Phantom (1922)
Heute zeigen wir in unserer beliebten Reihe Blogkino mit Phantom einen weiteren von Friedrich Wilhelm Murnau gedrehten Film. Er entstand nach der gleichnamigen Erzählung von Gerhart Hauptmann.
"Lorenz Lubota schreibt rückblickend die Geschichte seines Lebens auf: Er ist angestellter Schreiber bei der Stadt, Bücherwurm und Möchtegern-Dichter. Eines Tages auf dem Weg zur Arbeit wird er von einer Pferdekutsche angefahren. Er ist von der Schönheit der Fahrerin, der Tochter Veronika des reichen Eisenwarenhändlers Harlan, betört und jagt ihr fortan nach wie einem Phantom. Lubota gleitet ab in seine eigene, surreale Traumwelt. Seine Gedanken drehen sich nur darum, Veronika nahezukommen, er spricht gar bei ihren Eltern vor und macht einen Heiratsantrag. Abgewiesen und gedemütigt vernachlässigt Lubota sein Leben und verliert seine Arbeit. (...)" (WikiPedia)
Lorenz Lubotas Geschichte ist nicht nur das Erlebnis einer Amour fou und ihrer Folgen, sie spiegelt auch die Situation des deutschen Kleinbürgers unmittelbar nach Krieg und Novemberrevolution -“ sein gestörtes Realitätsverhältnis, sein Schwanken, seine Ratlosigkeit, meint Fritz Gehler in Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933, S. 80 f.
Buchtipp: "Wege durch die Wüste"
Was tun, wenn die Repression uns in Form von Ermittlungen, Platzverweisen, Festnahmen, Überwachung, Durchsuchungen, Vorladungen trifft? Grundlegend überarbeitet bietet der Ratgeber "Wege durch die Wüste" nicht nur einen schnellen Überblick. Er vermittelt zu allen Themen auch die weitergehenden Zusammenhänge, verweist auf Erfahrungen aus der politischen Praxis und Diskussionen, die für einen Umgang mit Repression unverzichtbar sind.
Die Neuherausgabe durch die edition assemblage ist sicherlich auch ein schöner Anlass für eine Buchvorstellung und -diskussion im eigenen politischen Umfeld.
Autorinnenkollektiv
Wege durch die Wüste
Antirepressionshandbuch
Broschur, 140×205 mm
überarbeitete Neuauflage
ca. 256 Seiten, ca. 9.80 Euro
ISBN 978-3-942885-81-2 | WG 973
Neuerscheinung Juli 2016
Schon mal bei unrast vorbestellen
Die Autor*innen: Bundesweites Redaktionsteam unabhängiger Antirepressionsgruppen.
Blogkino: Faust (1926)
Heute zeigen wir in unserer beliebten Reihe Blogkino mit "Faust" einen weiteren von Friedrich Wilhelm Murnau gedrehten Film. "Murnaus Faust -“ eine deutsche Volkssage verwebt Motive aus dem Volksbuch Historia von Doktor Johann Fausten -“ dem weitbeschreyten Zauberer und Schwarzkünstler (1587) mit Elementen aus den Dramatisierungen dieses Stoffes durch Christopher Marlowe und J. W. Goethe."
"Erzengel Michael und Mephisto schließen einen Pakt, nach dem Mephisto die Erde gehören würde, wenn es ihm gelingt, die Seele des Gelehrten Faust zu erringen.
Als in der Stadt die Pest ausbricht, findet Faust kein Mittel gegen die Seuche. In seiner Verzweiflung ruft er die bösen Geister an. Mephisto, der selbst die Pest entfacht hat, erscheint und bietet ihm seine Hilfe an. Faust lässt sich auf einen Vertrag - zunächst für einen Probetag - ein, indem er als Gegenleistung Mephisto seine Seele verspricht. Es gelingt Faust, einen Pestkranken zu heilen. Doch eine weitere Heilung kann er nicht vollbringen, weil die Kranke ein Kreuz in der Hand hält. Die Menge will Faust steinigen, er rettet sich in sein Studierzimmer. (...)" Wikipedia
Blogkino: Tartüff (1925)
Heute zeigen wir in unserer beliebten Reihe Blogkino mit "Tartüff" einen weiteren von Friedrich Wilhelm Murnau gedrehten Film nach Molieres Werk Tartuffe oder Der Betrüger.
"Ein wohlhabender alter Mann wird von seiner Haushälterin gehegt und gepflegt. Da diese es auf sein Vermögen abgesehen hat, versucht sie ihn beharrlich davon zu überzeugen, sie statt seines Enkels im Testament zu berücksichtigen. Durch eine Intrige gelingt ihr dies. Um an das Erbe zu kommen, fängt sie danach an, den alten Mann langsam zu vergiften.
Der Enkel schöpft Verdacht, kommt aber erst einmal nicht an seinen Großvater heran, um ihn zu warnen. Nun stellt sich heraus, dass seine Berufswahl als Schauspieler von Vorteil ist. Er verkleidet sich als Betreiber eines Wanderkinos und fährt vor dem Haus des Großvaters vor. Zuerst will die Haushälterin ihn abwimmeln, doch dann lässt sie sich durch seinen Charme davon überzeugen, ihn eine Filmaufführung im Hause durchführen zu lassen." (WikiPedia)