Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino mit einer Serie von Filmen des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer seinen 1921 entstandenen Film "Blätter aus dem Buche Satans". Dreyer "gilt heute als einer der wichtigsten Visionäre des Kinos und steht als einer der bedeutendsten europäischen Regisseure seiner Zeit neben Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau. Er beeinflusste spätere Regisseure wie Ingmar Bergman, Robert Bresson, Andrei Tarkowski und Lars von Trier.[7] Dreyers Filme waren allerdings bei ihrer Veröffentlichung nur selten kommerzielle Erfolge und fanden auch nicht in allen Fällen sofort bei Kritikern Anklang, da sie in Thematik und Form nicht selten „ihrer Zeit voraus“ waren. Seine Werke zeichneten sich meist durch eine „Aura von dunkler Grimmigkeit“ aus, häufig werden in seinen Filmen das Übernatürliche oder Religion thematisiert." (Wikipedia)
Erzählt werden in vier Teilen die Versuchungen des Menschen durch Satan. Der Höllenfürst wurde per himmlischem Dekret aus seinem Reich verbannt und auf die Erde entsandt. Dort soll er unter den Menschen sein finsteres Handwerk verrichten. Für jede verführte Seele, die ihm erliegt, wird sein Strafmaß um weitere 100 Jahre erhöht; für jede, die ihm widersteht, werden ihm 1000 Jahre erlassen. Und so macht sich Satan an sein diabolisches Werk.
Soweit WikiPedia, wir zeigen den Film mit spanischen Untertiteln.
Blogkino: Michael (1924)
Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino mit einer Serie von Filmen des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer seinen 1924 entstandenen Film "Michael". Dreyer "gilt heute als einer der wichtigsten Visionäre des Kinos und steht als einer der bedeutendsten europäischen Regisseure seiner Zeit neben Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau. Er beeinflusste spätere Regisseure wie Ingmar Bergman, Robert Bresson, Andrei Tarkowski und Lars von Trier.[7] Dreyers Filme waren allerdings bei ihrer Veröffentlichung nur selten kommerzielle Erfolge und fanden auch nicht in allen Fällen sofort bei Kritikern Anklang, da sie in Thematik und Form nicht selten „ihrer Zeit voraus“ waren. Seine Werke zeichneten sich meist durch eine „Aura von dunkler Grimmigkeit“ aus, häufig werden in seinen Filmen das Übernatürliche oder Religion thematisiert." (Wikipedia)
Zum Film:
"Der Maler Claude Zoret fühlt sich seinem Modell Eugène Michael, den er auch als Pflegesohn angenommen hat, emotional verbunden. Michael ist ihm künstlerische Anregung, zugleich gibt er ihm alles, was Michael benötigt. Während eines Abendessens bei Zoret sind neben Michael der Herzog Monthieu, das befreundete Ehepaar Adelskjold und der Kritiker Switt zu Gast. Zoret eröffnet ihnen, er wolle ein Bild vom Mord Brutus' an Cäsar malen; dabei schaut er zu Michael. Der Herzog zeigt seine Zuneigung zu Alice Adelskjold.
Die verarmte Fürstin Zanikow will ein Porträt von sich malen lassen. Zoret lässt sich schließlich dazu überreden. Michael ist von ihr eingenommen und geht eine Beziehung mit ihr ein. Den teuren Lebensstil finanziert er mit dem Verkauf von Bildern und anderen Gegenständen Zorets. Dieser deckt ihn gegenüber Switt, der zur Trennung von Michael geraten hat, und kauft gar ein Michael geschenktes und von jenem zum Verkauf angebotenes Bild durch den Kunsthändler Leblanc zurück.
Das offene Bekenntnis Michaels, er habe es satt als Modell zu dienen, ändert nichts an Zorets ungebrochener Zuneigung zu Michael. Der Herzog wird von Adelskjold im Duell getötet, nachdem dieser von der Liaison des Herzogs zu seiner Frau erfahren musste.
In einer Vernissage stellt Zoret sein neustes Bild Hiob - ein Mensch, der alles verloren hat vor. Als „Maler des Schmerzes“ wird er von den Anwesenden gerühmt.
Auf seinem Sterbebett lässt Zoret seinen gesamten Besitz Michael zukommen. Dieser hält es nicht für nötig, dort zu erscheinen und vergnügt sich lieber mit der Fürstin Zanikow. Zoret stirbt mit den Worten „Jetzt kann ich ruhig sterben, denn ich habe eine große Liebe gesehen“."
Revolution an der Tanzbar: Berri Txarrak - Live at Resurrection Fest 2015
Blogkino: Die Gezeichneten (1922)
Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino mit einer Serie von Filmen des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer seinen 1922 entstandenen Film "Die Gezeichneten". Dreyer "gilt heute als einer der wichtigsten Visionäre des Kinos und steht als einer der bedeutendsten europäischen Regisseure seiner Zeit neben Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau. Er beeinflusste spätere Regisseure wie Ingmar Bergman, Robert Bresson, Andrei Tarkowski und Lars von Trier.[7] Dreyers Filme waren allerdings bei ihrer Veröffentlichung nur selten kommerzielle Erfolge und fanden auch nicht in allen Fällen sofort bei Kritikern Anklang, da sie in Thematik und Form nicht selten „ihrer Zeit voraus“ waren. Seine Werke zeichneten sich meist durch eine „Aura von dunkler Grimmigkeit“ aus, häufig werden in seinen Filmen das Übernatürliche oder Religion thematisiert." (Wikipedia)
Zum Film:
"Die Geschichte spielt um 1900 in einer russischen Kleinstadt am Dnepr, in einer Zeit politischer Unruhen in Russland. Das jüdische Mädchen Hanne-Liebe erhält eine Ausbildung an einem christlich-russischen Gymnasium. Von diesem wird sie verwiesen, als sie von ihrem ehemaligen Kinderfreund und Taugenichts Fedja Suchowerski, dem Sohn eines russischen Kaufmanns, denunziert wird. Über ihre angebliche Affäre mit dem angehenden Studenten Sascha redet der ganze Ort. Der Versuch ihrer Familie, Hanne-Liebe schnell zu verheiraten, scheitert. Sie fährt zu ihrem Bruder Jakow nach Sankt Petersburg, der dort als Anwalt arbeitet und mit einer Aristokratin verheiratet ist. Er selbst ist, um den Beruf ausüben zu können, zum christlich-orthodoxen Glauben übergetreten. Die Aufnahme seiner Schwester lehnt seine Frau jedoch ab. Er bringt sie deshalb im Haushalt des Gelehrten Florow unter.
Dort trifft Hanne-Liebe den Studenten Sascha wieder, der - von einem gewissen Rylowitsch angeworben - in oppositionell-revolutionären Studentenkreisen verkehrt. Zufällig entlarvt Jakow Rylowitsch auf einem Treffen intellektueller Oppositioneller im Hause Florows als Agenten der Ochrana. Eine Verhaftung Saschas und die Ausweisung Hannas in ihren Heimatort kann er aber nicht mehr verhindern. Rylowitsch zieht in mönchischer Tracht durch das Land und verbreitet antijüdische Hetze, die bei der Bevölkerung ankommt.
Mit der Zeit erstarkte auch die revolutionäre Bewegung und erzwang die Freilassung politischer Gefangener, darunter Sascha. Jakow fährt zu seiner todkranken Mutter in die Kleinstadt und trifft dort auf eine von Suchowerski und Rylowitsch geschürte Pogromstimmung gegen die jüdische Bevölkerung. Der von Rylowitschs beeinflusste Fedja stiftet den Pogrom gegen „die Ungläubigen“ an. Nach einer Prozession zu Ehren des Zaren stürmt die Bevölkerung das jüdische Viertel. Jakow wird beim Sturm auf das Ghetto von Rylowitsch erschossen. Fedja versucht unterdessen sich Hanne-Liebe gefügig zu machen. Sascha rettet sie und erschießt Fedja. Beide fliehen gemeinsam mit anderen Juden aus der Gegend." (WikiPedia)
kritisch-lesen.de Nr. 45: ... ...können wir nur selber tun!
Fokus dieser Ausgabe sind selbst- oder basisorganisierte soziale Kämpfe und die Frage nach ihrer konkreten Ausgestaltung. Auf welche internationalen Traditionslinien bezieht sich Selbstorganisation? Wie wandelte sich konkrete Basisorganisation im Verlauf der Jahrzehnte? An welche sozialen Kämpfe knüpfen verschiedene Ansätze der Selbstorganisation an? Gibt es Beispiele, in denen selbst- oder basisorganisierte Kämpfe zu konkreten Veränderungen geführt haben? Und wie schnell besteht die Gefahr, von Staat, Kapitalismus oder Institutionen eingehegt und gezähmt zu werden? Unsere Autor_innen haben Beispiele aus verschiedenen Regionen der Welt analysiert und verbinden konkrete Praxis mit Erfahrungen und Theorie. Wir hoffen, mit dieser Ausgabe nicht nur neue Impulse zu setzen, sondern auch Bewährtes weiterzugeben.
In der Januar 2018-Ausgabe setzen wir uns die Partyhüte auf und laden alle zum 200. Geburtstag unseres Lieblings-Genossen ein: Karl Marx! Marx! Marx! Wir wollen sowohl Geschichten über sein Leben als Denker und Revolutionär erzählen als auch uns umsehen in der schier unendlichen Rezeption seiner Ideen. Wenn ihr Lust habt, mitzufeiern, dann schickt uns gerne Buch- oder Rezensionsvorschläge.
Und jetzt viel Spaß beim kritischen Lesen!
Blogkino: 1932: Vampyr - Der Traum des Allan Gray
Heute beginnen wir in unserer Reihe Blogkino mit einer Serie von Filmen des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer. Er "gilt heute als einer der wichtigsten Visionäre des Kinos und steht als einer der bedeutendsten europäischen Regisseure seiner Zeit neben Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau. Er beeinflusste spätere Regisseure wie Ingmar Bergman, Robert Bresson, Andrei Tarkowski und Lars von Trier.[7] Dreyers Filme waren allerdings bei ihrer Veröffentlichung nur selten kommerzielle Erfolge und fanden auch nicht in allen Fällen sofort bei Kritikern Anklang, da sie in Thematik und Form nicht selten „ihrer Zeit voraus“ waren. Seine Werke zeichneten sich meist durch eine „Aura von dunkler Grimmigkeit“ aus, häufig werden in seinen Filmen das Übernatürliche oder Religion thematisiert." (Wikipedia)
Wir beginnen die Reihe mit seinem ersten Tonfilm, dem 1932 von ihm gedrehten frühen Klassiker des Horrorgenres und Meilensteins der Filmtechnik - Vampyr. Zur Handlung des anfangs von der Kritik verrissenen Filmes, der inzwischen jedoch als einer der besten Horrorfilme aller Zeiten gilt: "Allan Gray ist ein junger Student auf der Durchreise, der von Gedanken an das Übernatürliche besessen ist. An einem Abend kehrt er in ein einsam gelegenes Gasthaus nahe der französischen Ortschaft Courtempierre ein. In der Nacht wird Allan plötzlich von einem alten Adelsmann aufgeweckt, der sein Zimmer betritt: Der alte Mann bittet verzweifelt um Hilfe und hinterlässt Allan ein Paket mit der Aufschrift „Zu öffnen nach meinem Tode“. Daraufhin verschwindet der alte Adelsmann. Allan begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Dorfes: Zunächst führen ihn Schatten in eine geheimnisvolle Burg, wo er einem einbeinigen Soldaten, einem alten Mann und einer alten Frau (wie sich später herausstellt: die Vampirin Marguerite Chopin) begegnet. Allan verlässt die Burg und folgt den Schatten weiter zu einem großzügigen Schlossbesitzer. Hier lebt der alte Adelsmann und Schlossbesitzer mit seinen zwei Töchtern. Gray wird Augenzeuge, wie der alte Schlossbesitzer hinterrücks erschossen wird.
Allan Gray bleibt über Nacht als Gast im Schloss, zumal er sich in die Tochter Gisèle verguckt hat, die ihn um Hilfe bittet: Ihre ältere Schwester Léone scheint unter dem Einfluss einer mysteriösen Krankheit zu stehen. Allan findet Léone mit frischen Bisswunden am Hals im Park liegen und trägt sie wieder ins Schloss. Unterdessen erinnert sich Allan an das Paket, dass ihm der alten Schlossbesitzer gegeben hatte, und er öffnet es. Darin befindet sich ein Buch mit genauen, grausamen Schilderungen über Vampire. (...)" (ebenda)
Huret Tachos flottmachen
Neulich habe ich den Huret Tacho eines Forenkollegen repariert. Selbiger gab knarzende Geräusche von sich, die Nadel sprang wild in der Anzeige hin und her.
Die Teile haben ja oft einige Jahre auf dem Buckel, zum Wegwerfen sind sie selbstredend zu schade, doch was tun. Und wie sind die Chancen, einen Flohmarkt oder ebay Fund flott zu bekommen?
Als erstes - ich gehe mal von einem korrekt montierten Tacho mit passendem Antrieb aus:
- Tachowelle am Antrieb abschrauben, den Vierkant (Vorsicht, eventuell ist ein VDO Adapter verbaut, das ist ein kleines Reduzierstück aus schwazem Kunststoff, das nur auf die beiden Enden der Antriebswelle aufgesteckt ist) zwischen Daumen und Zeigefinger hin und herdrehen. Wenn die Welle gängig ist und nur dann kann man diese vorsichtig (!) und nur leicht (!) gespannt in das Bohrfutter eines Akkuschraubers einspannen. Mit der niederigsten Drehzahl und in der richtigen Richtung (Linkslauf) langsam Drehzahl geben. Wenn die Nadel sich problemlos bewegt, ist vermutlich der Antrieb das Problem. Neue Antriebe gibt es bei VSX. Auch optisch passende Antriebswellen gibt es z.B. in der Bucht (650mm). Dies sind meist VDO Welle, sie passen auch, benötigen aber einen Adapter, den gibt es für Cent Beträge.
Da weder das Entfetten und neu Einfetten des Antriebs am Vorderrad was brachte (sollte man sowieso machen) und die Kontrolle der Welle keinen besonderen Widerstand hervorrief, also Antrieb bzw. Welle als Verursacher ausgeschieden sind (so ist es meistens) bleibt nur der gekapselte Tacho übrig.
Der muss jetzt abgeschraubt werden. Er ist recht leicht zu öffnen und ebenso leicht zu zerstören. Zumindest optisch, die Teile sind robust, also Vorsicht!
Das Vorgehen bei der Demontage ist bei den runden Modellen dieselbe wie bei den (drei)eckigen: Vorsichtig mit einer Messerklinge ringsherum die gebördelten Laschen auf der Rückseite des Chromringes aufhebeln. Sobald der Ring sich löst zieht man diesen ab und legt ihn nach ausgiebiger Reinigung von Staub usw. zur Seite.
Auf der Rückseite die Messingmutter mit einem 14er Gabelschlüssel abschrauben, dabei darauf achten, daß nicht der Tacho aus dem Gehäuse fällt, dies ist dessen einzige Befestigung.
Jetzt vor allem nicht an der Nadel oder gar der Unruh herumspielen. ![]()
Nun lassen sich vor allem die Lager des Magneten am Ende des Schneckenwindes ggf. von Verharzungen, Abrieb usw. reinigen und ölen, ich nehme Ballistol. (Hilft bekanntlich bei allem).
Man sieht hier auf dem Bild noch 2 Sachen die wichtig sind: Links auf dem Gewinde die Bohrung zum Schmieren des Lagers per Nadelöler. Und der Messingbolzen rechts unterhalb der Unruh ist deren Befestigung. Das Lager zwischen Unruh und Magnetglocke kann einen Tropfen Öl vertragen.
Von selbigem Hersteller habe ich dann auch die Kunststoffteile, genauer die Lager und Laufflächen der Zahnräder mit Silikonöl sehr sparsam eingeölt.
Ich würde mit dem Öl keine Experimente machen, das Silikonöl greift den Kunststoff im Gegensatz zu vielen anderen Stoffen nicht an. Und die paar Euro...
Die Kilometerstände etc. interessieren nicht, allerdings habe ich in geöffnetem Betrieb nach der Reinigung einen Probelauf gemacht, der Tacho lieb über das gesamte Spektrum wieder schön leise. Nach ein paar Stunden herumliegen lassen, während sich das Öl / Silikonöl schön verteilen konnte. Nochmaliger Probelauf war erfolgreich, also in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen und ran an die Solex.
Kurze Testfahrt. Was soll ich sagen, läuft doppelt so schnell wie vorher! ![]()
Im Ernst: Totalschäden an Tachos sind mir noch nicht oft untergekommen, ich habe schon so manche völlig verratzen Tachos auf Flohmärkten etc. für ein paar Euro mitgenommen und habe sie eigentlich alle wiederbelebt.
- Höchstens mal eine gebrochene Unruh, damit geht man zu seinem Uhrmacher, die gibt es für ein paar Euro, und wenn er was auf sich hält, baut er die gleich ein.
- Verschmutzungen in der Magnetglocke - das ist die "Kupplung" des Tachos: Harze, "Spezialisten", die einfach mal den Tacho mit WD40 geflutet haben, haben oftmals bei ebay Ware ihre Spuren hinterlassen. Diese Verschmutzungen entfernen. Mit Bremsenreiniger, Azeton oder zerlegt im Ultraschallbad mit Kaltreiniger. Da es dann aber auch um die Unruh geht, vielleicht doch lieber zum Uhrmacher.
- Die Magnetglocke kann magnetisiert worden sein. Keine Ahnung wie man das hin bekommt, aber es gibt Entmagnetisierspulen, vielleicht wäre das auch etwas für den Bosch Kundendienst, wobei da kenne ich mich nicht aus. Wer dazu Infos hat: Her damit. Ansonsten: Auch zum Uhrmacher.
In dem Bild hier sieht man schön den Magneten in der Glocke.
Soweit, vielleicht hilft das ja jemandem, bei der Reparatur / Restauration seines Tachos. Und bitte: Niemals mit WD40 oder anderem auf "gut Glück" durch die Entlüftungsöffnung auf der Gehäuserückseite reinnebeln!
Ich nehme die auch so und "entsorge" sie für Euch
.
In einem späteren Beitrag zerlege ich dann den Kilometerzähler.
Blogkino: Berlin Alexanderplatz 14/14 - Mein Traum vom Traum des Franz Biberkopf von Alfred Döblin - Ein Epilog (1980)
Heute zeigen wir in unserer beliebten Reihe Blogkino zum vorläufigen Abschluss unserer Reihe mit Filmen von Rainer Werner Fassbinder das 1980 entstandene Drama Berlin Alexanderplatz. Die Literaturverfilmung des Romans Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin zählt heute noch zu Fassbinders bekanntesten Filmen. Heute zeigen wir den 14. und damit letzten Teil: "Mein Traum vom Traum des Franz Biberkopf von Alfred Döblin - Ein Epilog"
Anmerkung: Zu den bisher hier gezeigten Teilen der Serie sind im Beitragsfuß die Links zu sehen.
Einigkeit und Recht und Freiheit...
Was die Freiheit ist bei den Germanen,
die bleibt meistens schwer inkognito.
Manche sind die ewigen Untertanen,
möchten gern und können bloß nicht so.
Denn schon hundert Jahr
trifft dich immerdar
ein geduldiger Schafsblick durch die Brillen.
Doof ist doof.
Da helfen keine Pillen.
Was Justitia ist bei den Teutonen,
die hat eine Binde obenrum.
Doch sie tut die Binde gerne schonen,
und da bindt sie sie nicht immer um.
Unten winseln die
wie das liebe Vieh.
Manche glauben noch an guten Willen ...
Doof ist doof.
Da helfen keine Pillen.
Was die Einigkeit ist bei den Hiesigen,
die ist vierundzwanzigfach verteilt.
Für die Länder hat man einen riesigen
Schreibeapparat gefeilt:
Hamburg schießt beinah
sich mit Altona;
Bayern zeigt sich barsch,
ruft: "Es lebe die Republik!"
Jeder denkt nur gleich
an sein privates Reich ...
Eine Republike wider Willen.
Deutsch ist deutsch.
Da helfen keine Pillen.
Theobald Tiger
Die Weltbühne, 15.03.1927, Nr. 11, S. 424.

