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»Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen? Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen!« Erich Kästner

Über Don Quichotte und das Unmögliche

"Man könnte sagen, daß Don Quichotte die erste Gestalt in der Renaissanceliteratur ist, die durch ihr Handeln versucht, die Welt mit ihren eigenen Plänen und Ideen in Einklang zu bringen. Cervantes-™ Ironie liegt in der Tatsache, daß sein Held zwar nach außen hin im Namen des Alten (des Feudalsystems) gegen das Neue (die ersten Erscheinungsformen bürgerlichen Lebens) kämpft, in Wirklichkeit aber versucht, einem neuen Prinzip Anerkennung zu verschaffen. Dieses Prinzip besteht seinem Wesen nach in der Autonomie individuellen Denkens und Fühlens. Die Dynamik der Gesellschaft führt zu der Forderung nach einer immerwährenden und aktiven Umgestaltung der Wirklichkeit; die Welt muß ständig neu gebaut werden. Don Quichotte schafft seine Welt neu, wenn auch in einer phantastischen und solipsistischen Weise. Die Ehre, für die er zu Felde zieht, ist das Produkt seines Denkens und nicht das Erzeugnis gesellschaftlich begründeter und anerkannter Werte. Er verteidigt die, die er seines Schutzes für würdig hält, und wendet sich gegen die, die ihm böse erscheinen. In diesem Sinne ist er sowohl Rationalist als auch Idealist. Trotz seiner feudalen Mitgift hat der Ritter einen weiteren Wesenszug mit dem modernen nachmittelalterlichen Menschen gemeinsam -“ die Einsamkeit. Seine Widersacher sind zwar auch isoliert, aber aus einem ganz anderen Grunde: ihre Atomisierung entspringt aus der Tatsache, daß jeder seine eigenen selbstischen Ziele verfolgt. Don Quichotte jedoch ist isoliert, weil er das Unmögliche möglich machen will: er will die Bösen niederhalten, die Gewalt abschaffen, die Menschen befreien und seine tiefe Liebe für das Menschliche in seiner Hingabe an Dulcinea verwirklichen."



Leo Löwenthal - Das Bild des Menschen in der Literatur

Revolution an der Tanzbar: Motörhead: "Heroes"

Heute ist Lemmy's 2. Todestag. Aus dem Anlass beklauen wir mal Ronny vom Kraftfuttermischwerk, den er vom Rolling Stone hat.

"Motörhead haben im Jahr 2015 einmal eine Coverversion von David Bowies „Heroes“ als Zugabe beim Aftershock-Festival in Deutschland gespielt. Bisher blieb dies zu hören, jenen vorbehalten, die vor zwei Jahren dabei waren. Aber die Version wurde damals aufgenommen, erscheint jetzt auf dem Cover-Album „Under Cöver“ und hat ein retrospektives Video bekommen, das die letzten Jahre von Motörhead wiederzugeben versucht."

Blogkino: Per un pugno di dollari (1964)

Heute zeigen wir in der Westernserie unserer Reihe Blogkino den Klassiker "Per un pugno di dollari" aka "Für eine Handvoll Dollar" einen weiteren Teil der "Dollar Trilogie", mit Clint Eastwood in der in der Rolle eines mysteriösen Fremden in den mexikanischen Wüstenort San Miguel. Dort wird er nicht nur mit mitleidloser Brutalität, sondern auch mit dem Tod konfrontiert. Mehr zum Inhalt bei WikiPedia.



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Zuletzt bearbeitet am 26.12.2017 18:16

Blogkino: Il mio nome è Nessuno (1973)

Heute zeigen wir in der Westernserie unserer Reihe Blogkino die 1973 mit Henry Fonda und Terence Hill verfilmte Spagettiwestern Parodie Nobody: "Der amerikanische Südwesten 1899: Der alternde Revolverheld Jack Beauregard ist müde und möchte sich ohne viel Aufsehen nach Europa einschiffen. Er hat sich im Westen Feinde gemacht und möchte diesen so entkommen und sich zur Ruhe setzen. Als er jedoch auf Nobody, ein umtriebiges Schlitzohr, trifft, ändern sich seine Pläne ungewollt. Nobody arrangiert eine Konfrontation mit der Bande „Die Wilde Horde“ und stellt dabei gekonnt die Weichen aus dem Hintergrund, so dass Beauregard mit einer letzten Heldentat in die Geschichte eingeht. Nobody selbst macht seinem Namen die Ehre und bleibt ein Niemand -“ jedoch nur, um sich selbst aus dem Ruhm seines Idols zu nähren, indem er ihn bei einem Scheinduell besiegt und so selbst zum Revolverhelden aufsteigt und seinem neuen Freund dadurch gleichzeitig den ersehnten Ruhestand verschafft." (WikiPedia)



Blogkino: Sabata (1969)

Heute zeigen wir in der Westernserie unserer Reihe Blogkino den 1969 mit Lee van Cleef in der Hauptrolle gedrehten Sabata. „Ein enorm gut aussehender Film. Technisch wirklich kaum zu übertreffen." (Christian Keßler) Zur Handlung: "Der ehemalige Offizier Sabata kommt in die Stadt Dougherty. Während er einen Drink in der Bar nimmt, wird die Bank des Ortes von Dieben ausgeraubt, die einen stabilen Metallsafe mit 60.000 $ an Armeegeldern mit sich nehmen. Sabata setzt den Dieben hinterher und bringt das Geld nebst einem Wagen voller Leichen zurück. Dann trifft er auf einen alten Bekannten, Banjo, der sich ebenfalls in der Stadt aufhält. Auch mit den beiden kauzigen Gestalten Carrincha, einem komischen Dicken, und Indio, einem stummen Akrobaten und Zeugen des Raubes, freundet er sich an.



Als Belohnung für die Aufklärung des Überfalles verlangt Sabata 5.000 $. Er findet heraus, dass die beiden angesehenen Bürger Stengel und Richter O'Hara sowie der Saloonbesitzer Ferguson hinter dem Überfall stecken, da sie mit den Versicherungssummen planten, Land zu kaufen, das sie teuer für die geplante Eisenbahnlinie weiterverkaufen wollten. Mit Carrincha und Indio versucht er, Stengel und seiner Armee gegenüber dieses Wissen auszunützen, während auch Banjo Interesse an dem Geld hat und es versucht, Sabata abzunehmen. Sabata entgeht Mordanschlägen und kann seine überragenden Fähigkeiten zu seinem Vorteil einsetzen" (WikiPedia)

Blogkino: Keoma (1976)

Heute zeigen wir in der Westernserie unserer Reihe Blogkino einen (ungekürzten) Klassiker aus dem Jahre 1976: "Keoma (...) ist einer der letzten klassischen Italowestern. Regisseur Enzo G. Castellari inszenierte Genrestar Franco Nero zehn Jahre nach seinem Auftritt als Django abermals als wortkargen Rächer."

Zur Handlung:

"Nach einem Massaker an Indianern findet William Shannon als einzigen Überlebenden den kleinen Indianerjungen Keoma, ein Halbblut, und nimmt ihn als seinen Sohn in seine Obhut. Nachdem Keoma als Erwachsener im Bürgerkrieg gekämpft hat, kehrt er in seine Heimat zurück.

Die Stadt ist in der Gewalt von Caldwell, einem ehemaligen Südstaaten-Offizier, der eine Pockenepidemie dazu nutzt, mit seinen Banditen die Stadt zu terrorisieren. Auf der Seite der Banditen stehen Keomas drei Stiefbrüder, die Keoma seit seiner Kindheit verachten. Keoma befreit Lisa, eine schwangere Frau, aus einem Treck, der erkrankte und unerwünschte Bewohner aus der Stadt in ein bewachtes Bergwerk bringt, in dem diese ohne medizinische Hilfe sterben sollen." (...)" (Zitate: WikiPedia)

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