Am 16. Januar 1906 verübte Maria Spiridonowa am Bahnhof von
Borissoglebsk ein Attentat auf den Vizegouverneur von
Tambow, Gawriil Nikolajewitsch Luschenowski, zwei Monate später wurde sie
zum Tode verurteilt. Wegen ihrer schlechten Gesundheit wurde die Strafe in eine
Zuchthausstrafe umgewandelt, die sie in Sibirien verbüßen musste. Im Zuge einer
Generalamnestie wurde sie nach der
Februarrevolution 1917 freigelassen. Am 6. Juli 1918 leitete sie den
Aufstand der Linken Sozialrevolutionäre gegen die Bolschewiki. Am 6. Juli 1918 wurde der Außerordentliche Gesandte und Bevollmächtigte Minister des Deutschen Reiches in Sowjetrussland
Wilhelm von Mirbach-Harff von den linken Sozialrevolutionären Bljumkin und Andrejew im Gebäude der Deutschen Gesandtschaft in Moskau erschossen.
Als eine der Anführerinnen der Linkssozialistischen Revolutionären Partei widmete
Maria Aleksandrowna Spiridonova ihr
Leben dem Kampf. Als erste Frau wurde sie 1922 in den
Obersten Sowjet der UdSSR gewählt. Kurz vor dem Einmarsch der Deutschen 1941 wurde sie sowie andere im
Gefängnis in Orjol erschossen. Während der
großen Säuberung wurden alle früheren Führer der
Linken Sozialrevolutionäre verhaftet und erschossen.
Emma Goldmann in ihrer Schrift
Die Ursachen des Niederganges der russischen Revolution., 1922, S. 69-77. über Maria Aleksandrowna Spiridonova, im Anhang dazu befinden sich auch deren
Briefe an das ZK der Bolschewiki.
Quelle: H. Vielen Dank dafür!