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»Zu argumentieren, dass Sie keine Privatsphäre brauchen, weil Sie nichts zu verbergen haben, ist so, als würden Sie sagen, dass Sie keine Meinungsfreiheit brauchen, weil Sie nichts zu sagen haben.« Edward Snowden

Berlin: Alles oder nichts! Eine Zaubershow im Görlitzer Park

Das Foto zeigt einen Ausschnitt der Bühne mit der Band im Hintergrund vor dem Transparent mit dem Text "Alles oder nichts". Auf der Bühne singt eine mit einem wallenden weißen Ganzkörperkostüm verkleidete Person während im Vordergrund ein Dutzend kostümierte weitere Mitglieder des Ensembles sitzen.
Foto: © Umbruch Bildarchiv
Am Samstag, den 12. Juli brachte das Kollektiv Lauratibor eine politische Performance mit Musik und Magie in den Görlitzer Park. Es ging um Reichtum und Armut, Verdrängung, Zäune und leere Symbolpolitik.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Mit der Musik-Performance ALLES ODER NICHTS – DIE ZAUBERSHOW widmet sich Lauratibor e.V. der extremen Armut und dem extremen Reichtum, die sich um und im Görlitzer Park immer deutlicher zeigen. Während sich immer reichere Menschen um den Park ansiedeln, kämpfen andere tagtäglich um ihre Existenz. Nicht wenige arbeiten in mehreren Jobs gleichzeitig und können sich ihre Wohnungsmiete trotzdem nicht mehr leisten. Immer mehr Menschen werden wohnungs- und schließlich obdachlos. Zelte am Kanal und unter der U-Bahnbrücke werden mehr. Auch der Konsum von harten Drogen nimmt weiter zu. Doch statt einer nachhaltigen Antwort setzt Wegner und die Berliner Regierung auf Symbolpolitik: Ein Zaun soll den Park abschirmen, während es an Mitteln für echte Hilfe fehlt. Was wir wirklich brauchen, sind Investitionen in die Suchtkrankenhilfe, in Sozial- und Jugendarbeit, in medizinische Versorgung und Kultur. Doch genau dort wird gekürzt – nicht das Elend wird bekämpft, sondern die, die darunter leiden.

Wir lassen uns weder unseren Park noch unser Leben im Kiez nehmen. Wir fordern ein entschlossenes, umfassendes Programm, das unser Zuhause wieder zu einem lebenswerten Ort für alle macht – und nicht nur für jene, die es sich leisten können.

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Berlin: Pride Parade 2025

Das Foto von © Björn Obmann zeigt das Fronttransparent mit der Aufschrift "Behindert & verrückt - Feien bis zum Umfallen!" Dahinter fährt ein Lautsprecherwagen. Drumherum viele Menschen unter anderem einige in Rollis.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Unter dem Motto „behindert und verrückt — feiern bis zum Auffallen!“ zogen am 5. Juli 2025 über 800 Menschen in einer PRIDE PARADE durch Neukölln und Kreuzberg. Sie protestierten damit gegen die mehrfache Diskriminierung sowie die Behinderung und Ausgrenzung von queeren Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

"Wir nennen uns „behindert und verrückt“, um uns diese Begriffe zurückzuerobern.
Dafür gehen wir auf die Straße:
Wir wollen keine Scham mehr. Keine Anpassung. Keine stillen Ecken für uns.
Wir nehmen den Raum, den wir brauchen.
Wir stören. Wir feiern. Wir kämpfen.
Mit Rollstuhl, Krücke, Chaos und Glitzer.
Mit Wut, Freude und Musik.

Wir protestieren dagegen, dass Menschen diskriminiert werden.
Wir protestieren dagegen, dass andere Menschen über behinderte und verrückte Menschen bestimmen.
Wir protestieren dagegen, dass in unserer kapitalistischen Gesellschaft Menschen nur etwas wert sind, wenn sie arbeiten können.
Wir wollen eine Gesellschaft, in der niemand als „krank“, „gestört“ und „nicht normal“ benachteiligt oder ausgeschlossen wird.
Wir wollen eine Gesellschaft, in der alle Menschen gut leben können und nicht ein paar Menschen sehr reich sind und viele Menschen arm sind."

(aus dem Aufruf zur Parade)

Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)

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