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»Wir sind Maurer, Maler, Elektriker, wir brauchen den Staat nicht, für nichts.« Lucio Urtubia

Afd widersetzen in Jüterbog

Das Foto von © kinkalitzken zeigt einige  Menschen mit Einhornhütchen und anderem Kopf und Gesichtsschmuck  hinter dem pinken Transparent mit dem Text "FCK AFD"
Foto: © kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Hunderte Menschen protestierten mit Blockaden gegen einen Parteitag der Berliner AfD am 11. Oktober 2025 im brandenburgischen Jüterbog.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die ungehorsamen Proteste des bundesweit aktiven Aktionsbündnisses „widersetzen“ verzögerten den Parteitag um rund 30 Minuten, Autos und Busse konnten nicht vorfahren, der Fußweg wurde für AfDler tendenziell zum Spießrutenlauf. Mehrfach solidarisierten Passant*innen sich spontan mit den Protesten. Die Polizei ging teilweise mit Gewalt, aber geringem Erfolg gegen Blockaden vor und wirkte an mehreren Stellen überfordert. Der Parteitag fand erneut in Jüterbog statt, da die AfD in Berlin keine Räume fand.
„Faschismus braucht Räume – nicht nur Bühnen, sondern auch das Schweigen derer, die wegsehen oder meinen, „das geht mich nichts an“. Wer solche Räume gibt, macht sich mitschuldig. Wir waren hier, um das zu verhindern – mit Solidarität, Entschlossenheit und gemeinsamem Widerstand. Heute in Jüterbog, morgen in Gießen und überall, wo sie versuchen, sich breit zu machen – sind wir da, um uns ihnen zu widersetzen.“

 Berliner Ortsgruppe von „widersetzen“



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Nie wieder kriegstüchtig!

Das Foto von © Monika von Wegerer zeigt zwei Menschen von hinten, die sich zwei ergänzende Texttafeln umgehängt haben: Die links: "Krieg ist Drecksarbeit" die rechts: "von Drecksäcken für Drecksäcke"
Foto: © Monika von Wegerer via Umbruch Bildarchiv
Unter dem Motto „Nie wieder kriegstüchtig!“ haben am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart tausende Menschen gegen die Aufrüstungspolitik der Bundesregierung, für die Beendigung der Kriege in der Ukraine und in Gaza, gegen Wehrpflicht, Mittelstreckenraketen und gegen die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft demonstriert.
Nach Angaben der Veranstalter demonstrierten auf dem Bebelplatz in Berlin 20.000 Menschen und 15.000 auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

Aufgerufen hatte ein Bündnis von mehr als 400 Organisationen und Gruppen vor allem aus der Friedensbewegung, darunter DFG-VK, IPPNW, das Netzwerk Friedenskooperative und Pax Christi. Bei den Kundgebungen sprachen auch Vertreter von Die Linke, BSW und SPD.

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All eyes on Gaza

Das Foto von © Björn Obmann zeigt einen Ausschnitt aus der Demo. Sichtbar sind eine Fahne der "Antikolonialen Aktion" eine Papptafel mit dem Text "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht" sowie eine Tafel mit "Jüdische Mitbüger:innen wegen Israelkritik unter Extremismusverdacht?!? Wann hört die Freak-Show endlich auf?". Halb verdeckt ist ein Transparent mit dem Text: "Die Würde des Menschen ist antastbar" zu sehen.
Foto © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Unter dem Titel „All Eyes on Gaza – Stoppt den Genozid!“ demonstrierten am 27. September 100.000 Menschen in Berlin für ein Ende des Krieges in Gaza, für den Stopp deutscher Waffenlieferungen nach Israel und für einen ungehinderten Zugang humanitärer Hilfe für die Menschen im Gazastreifen. Ein Bündnis aus mehr als 50 Organisationen, Verbänden und Einzelpersonen hatten die Versammlung organisiert, darunter propalästinensische Gruppen, jüdische Aktivist*innen, Medico International, Amnesty International und die Partei Die Linke.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

„In Gaza werden nach wie vor ganze Familien durch Bomben ausgelöscht und tagtäglich wahllos Zivilist:innen umgebracht, unter ihnen viele Kinder. Hungernde Menschen suchen an den wenigen israelisch kontrollierten Ausgabestellen nach Hilfe und finden dort stattdessen den Tod. Unabhängige humanitäre Hilfe und Versorgung wird durch Israel blockiert und verhindert. Fast die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens befindet sich auf der Flucht.

Das Vorgehen der israelischen Regierung wird von Expert:innen und internationalen Organisationen seit Langem als Genozid beschrieben und vom Internationalen Gerichtshof als solcher untersucht. Während jede:r sehen kann, wie die israelische Armee Massengräuel in Gaza verübt, leugnet die Bundesregierung die systematische Gewalt.

Wir wollen die deutsche Komplizenschaft beenden und gegen die sogenannte Staatsräson auf die Straße gehen! Wir fordern von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag:
  • Beenden Sie jegliche militärische Kooperation mit Israel. Dazu gehören Import, Export und Transit von Waffen, Munition und anderen Rüstungsgütern.
  • Nutzen Sie alle zur Verfügung stehenden Mittel, um den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe nach den anerkannten humanitären Prinzipien sowie einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand für Gaza zu erreichen.
  • Setzen Sie sich für ein Ende der seit Jahrzehnten andauernden Vertreibung und der illegalen Besatzung des palästinensischen Gebiets ein.
  • Unterstützen Sie die internationale Gerichtsbarkeit ohne Einschränkungen und setzen Sie ihre Entscheidungen vollständig um.
  • Setzen Sie sich für die Freilassung aller Opfer von Kriegsverbrechen ein, die sich als illegal Inhaftierte zu Tausenden in israelischen Gefängnissen und zu Dutzenden in Geiselhaft in Gaza befinden.
  • Setzen sie sich für die Verwirklichung des Rechts auf individuelle und kollektive Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Palästinenser:innen ein.
  • Schützen Sie die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Wissenschaftsfreiheit in Deutschland. Beenden Sie die Unterdrückung legitimer Proteste und freier Meinungsäußerung der Palästina-solidarischen Bewegung.

Wir verurteilen alle Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen, unabhängig davon, ob sie von israelischen oder palästinensischen Akteur:innen begangen werden. Für uns gelten das Völkerrecht und die Menschenrechte immer und für alle. Angesichts der Massentötungen in Gaza und der systematischen Zerstörung richten wir unsere Hauptkritik aber an die israelische Regierung und ihre Unterstützer:innen.“
(Aufruf zur Veranstaltung)

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)

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Das laute Schweigen

Der Dokumentarfilm untersucht die deutsche Politik gegenüber Israel und Palästina und zeigt, wie palästinasolidarische Stimmen in Öffentlichkeit und Kultur zunehmend unter Druck geraten. Durch Interviews, Fallbeispiele und Analysen macht der Film sichtbar, wie Debatten eingeschränkt, Kritik delegitimiert und Meinungsäußerungen sanktioniert werden. DAS LAUTE SCHWEIGEN eröffnet damit eine Auseinandersetzung mit einem Thema, das in Deutschland von Spannungen, Tabuisierungen und Machtasymmetrien geprägt ist.

Thematik
Deutschland unterstützt Israel und dessen Interessen seit Jahrzehnten, nicht erst seit dem tödlichen Angriff der Hamas auf Israel am 7.Oktober 2023, aber seitdem ungebrochen - diplomatisch, materiell und moralisch*. Diese Unterstützung wurde auch fortgesetzt, als der Internationale Gerichtshof (IGH) die Plausibilität eines Völkermords durch die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen feststellte. Staatliche Behörden und große Teile der deutschen Medienlandschaft haben versucht, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, die die Verwicklung Deutschlands an einem möglichen Völkermord** in Gaza infrage stellen.

Zu dieser repressiven Dynamik zählen die Kriminalisierung von pro-palästinensischem Aktivismus, Verleumdungskampagnen gegen Einzelpersonen und Gruppen, gesetzliche Einschränkungen, Polizeigewalt und Bürgerrechtsverletzungen – wie u.A. von Amnesty International dokumentiert.

*Die Deutsche Regierung hat im August 2025 offiziell angekündigt, keine weiteren Waffenexporte an Israel zu genehmigen, die potentiell gegen zivile Ziele in Gaza verwendet werden können.

**Israels Krieg auf Gaza wird u. A. von Amnesty Interational, HRW, MSF, UN-Sonderkomitee, Genocide Watch und B’Tselem als Völkermord eingestuft.

Mehr Informationen sowie zum Crowdfunding für den Film.



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