trueten.de

»Die Geschichte ist lediglich eine Überraschungsliste. Sie kann uns nur darauf vorbereiten, aufs Neue überrascht zu sein.« Kurt Vonnegut

Silvio Meier: Kein Vergeben - kein Vergessen

Das Foto von © Björn Obmann zeigt das Transparent mit dem Text "Kein Vergeben - Kein Vergessen" während der Demo
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Hunderte Antifaschist*Innen zogen anlässlich des 33. Todestages von Silvio Meier, der am 21. November 1992 auf dem U-Bahnhof Samariterstraße in Berlin-Friedrichshain von Neonazis getötet wurde, mit einer Demo durch Lichtenberg, um allen Opfern rechter Gewalt zu gedenken. Der Protest richtete sich zudem gegen rechte Kiezstrukturen sowie gegen zunehmend aggressiveres Auftreten von Neonazis nicht nur in dem Ostberliner Bezirk Lichtenberg.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die Demonstration führte vorbei an mehreren Orten, an denen es in der Vergangenheit rassistische Übergriffe gab, unter anderem an einem Spielplatz in der Wönnichstraße.  Vor einer Woche wurde hier ein zehnjähriges Mädchen rassistisch beleidigt und die Mutter des Kindes geschlagen. Auf der Strecke lagen rechte Treffpunkte, wie die Kneipe Sturgis in der Margaretenstraße 21, in den letzten Jahren immer wieder Anlaufstelle von gewaltbereiten Neonazis. Aus Solidarität mit allen verfolgten Antifaschist*innen führte die Demo auch an der Justizvollzugsanstalt für Frauen in der Alfredstrasse 11 vorbei. Die Demonstration endete an der REWE-Markt-Filiale am Roedernplatz, wo eine junge Mutter aus rassistischen Motiven von einem Angestellten körperlich verletzt wurde.

Am 21. November jährt sich der Todestag von Silvio Meier zum 33. mal. Gleichermaßen jährt sich der rassistische Brandanschlag im Schleswig-Holsteinischen Mölln zum 33. Mal, welcher Ayşe Yilmaz, Bahide Arslan und Yeliz Arslan das Leben kostete.
Ihnen und allen anderen Opfern rechter Gewalt wollen wir gedenken. Gleichzeitig wollen wir rechte Strukturen und Treffpunkte offenlegen, um die potentiellen Täter*innen von Morgen in ihrem Handeln einzuschränken. Kommt mit uns auf die Straße und zu den Veranstaltungen im Vorfeld des Wochenendes. Niemand ist vergessen!

(Aufruf zur Demo)

Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)

Links



Berlin: Habersaathstrasse rekommunalisieren!

Das Foto von © Monika von Wegerer zeigt eine Gruppe von Teilnehmer:Innen der Aktion, die hinter einem Transparent stehen. Der Text auf dem Transparent lautet: "Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn"
Foto: © Monika von Wegerer via Umbruch Bildarchiv
Vor dem Bezirksamt Mitte demonstrierten am 6. November 2025 Be­woh­ne­r*in­nen der Habersaathstraße 40–48 und ihrer Unterstützer*innen gegen Abrisspläne und die massiven Entmietungsversuche des Hauseigentümers. Andreas Pichotta, Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft Arcadia Estates, will die Häuser abreißen und an ihrer Stelle Luxuswohnungen bauen. Die Bewohner*innen fordern den Erhalt der Häuser und die Rekommunalisierung. Das Bezirksamt ist bisher weitgehend untätig geblieben.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

„Den Bewohner:innen der Habersaathstr. 40-48 wurden in den vergangenen Wochen erst teilweise Strom und Warmwasser gekappt, dann die Fernwärme gekündigt und jetzt auch noch das Trinkwasser abgestellt. Zudem werden durch bezahlte Trupps immer wieder Türen zugemauert, Wohnungen zerstört und Bewohner:innen mit Gewalt eingeschüchtert. Dies geschieht offensichtlich im Interesse des Vermieters, der Arcadia Estates GmbH von Herrn Dr. Pichotta.

Statt diese kriminellen Machenschaften zu unterbinden, hat die Polizei in den vergangenen Tagen Räumungen wegen Versäumnisurteilen durchgeführt. Für die betroffenen Menschen wurde kein Ersatzwohnraum angeboten, sie sind nun wieder wohnungslos.

Der Bezirk Mitte beschäftigt sich seit Jahren mit der Habersaathstraße 40-48. Bislang wurden aber weder Ersatzvornahmen, noch Strafgelder wegen Zweckentfremdung, noch eine Rekommunalisierung umgesetzt. Stattdessen wurde zwischenzeitlich die Abrissgenehmigung verlängert.

Das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn Berlin unterstützt die Mieter:innen und Ex-Wohnungslosen in der Habersaathstraße 40-48 im Kampf um ihren Wohnraum! Wir fordern den Bezirk Mitte auf, die gefassten Beschlüsse endlich umzusetzen! Wir unterstützen die Forderung nach Rekommunalisierung und Erhalt der Häuser Habersaathstraße 40-48!“
(aus: Aufruf zur Kundgebung vom Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn)

Trotz krimineller Energie von Seiten des Eigentümers Andreas Pichotta: erst teilweise Strom und für alle Warmwasser kappen, dann Fernwärme kündigen und jetzt auch noch das Trinkwasser abdrehen und das alles zusammen mit brutalen Schlägertrupps, die Wohnungen zerstören und die Bewohner*innen mit Gewalt einzuschüchtern versuchen.
Der Bezirk schaut tatenlos zu, obwohl die BVV Mitte sich immer wieder für die Rekommunalisierung und den Erhalt der Habersaathstraße 40-48 eingesetzt hatte. Wir werden weiter kämpfen! Alle Räumungsversuche sind zu stoppen!
(Leerstand Hab-Ich-Saath)

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

Links


k9 » größenwahn » politischer fiimabend: „Finding Fela“- Dokumentarfilm über Fela Anikulapo Kuti

Der Flyer zum Filmabend mit Screenshot aus dem Film sowie den Text: kg » größenwahn » politischer filmabend SONNTAG 16. NOVEMBER 2025 - 19uhr FInding Fela  Dokumentarfilm über Fela Anikulapo Kuti (1938-97) aus Nigeria.  "Finding Fela" zeigt Fela Kutis musikalische Entwicklung, seinen einzigartigen Musikstil Afrobeat u. seine politischen Aktivitäten gegen die nigerianische Regierung, wie er seine Musik nutzte, um gegen die Korruption u. Unterdrückung zu protestieren und eine Bewegung für panafrikanische Politik anzustoßen. Der Film enthält auch Interviews mit Fela Kutis Familie, Freunden, ehemaligen Bandmitgliedern sowie Archivmaterial u. einige seiner bekanntesten Songs, aus Konzertmitschnitten der Band „Africa '70“ Ein komplexes u. faszinierendes Bild eines charismatischen Künstlers, kämpferischen Aktivisten und eines sextrunkenen Egomanen. Er gilt als Begründer des Afrobeat  combatiente zeigt geschichtsbewußt:  revolucion mus sein: filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen kinzigstraße 9 + 10247 berlin + Us samariterstraße + S frankfurter alleeSonntag 16. November 2025 - 19 Uhr:

"Finding Fela"

Dokumentarfilm über Fela Anikulapo Kuti (1938-97) aus Nigeria.

Alex Gibney erzählt die Geschichte von Felas Leben - 2014 — 119 min.

Fela Kuti war ein engagierter Künstler, Unbeugsamer Freiheitskämpfer und Politaktivist, der sich selbst als „antikolonialistischen Panafrikaner“ verstand. Mit AFROBEAT, die Funk+Jazz mit traditionellen westafrikanischen Klängen u. Yoruba-Rhythmen verband machte Kuti den neuen Stil zum Sound der Rebellion.

Bei seinem Aufenthalt in den USA 1969 lernte Fela Kuti bekannte Musiker wie James Brown, Miles Davis u. Sly Stone kennen. Er traf Angela Davis, Stokely Carmichael und The Last Poets und fand die Black Panther gut.

Nach seiner Rückkehr nach Lagos gründete Fela Kuti den (Afrika) Shrine Club, einen Nachtclub, der bald zum Mittelpunkt seiner musikalischen und politischen Aktivitäten wurde. Der Laden war die wichtigste und zeitweilig einzige Live-Spielstätte im Zwölf-Millionen-Einwohner-Großraum von Lagos. Er arbeitete mit dem südafrikanischen Trompeter und Sänger Hugh Masekela zusammen. James Brown, Stevie Wonder und Paul McCartney besuchten ihn im Shrine.

Er gründete dort seine "Republic Of Kalakuta" mit Tonstudio (als Provokation erklärte Fela seine Republic zur einzigen Freien Republik des Landes).

Zunehmend kritisierte Fela Kuti in seinen Texten die durch die Kolonialisierung deformierten Gesellschaftssysteme in Afrika und verurteilte das diktatorische Militärregime Nigerias. 1977 griffen rund 1000 Soldaten Kalakuta an, setzten es in Brand und zerstörten das Musikstudio.

Fela war mehrfach Jahre im Knast, zeitweise in Ghana im „Exil“ Trotz der immer wiederkehrenden Drohungen, Verfolgungen, Verhaftungen und körperlicher Gewalt durch die nigerianische Regierung, setzte er seine Kritik fort, prangerte immer wieder die unterdrückenden Zustände in seiner Heimat an. Seine Musik sorgte in der Bevölkerung für viel Furore u. Kritik am herrschenden System. Die Zeitschrift Rolling Stone bezeichnete ihn als den „gefährlichsten Musiker der Welt“.

Der Film enthält auch Interviews mit Fela Kutis Familie, Freunden, ehemaligen Bandmitgliedern sowie Archivmaterial u. einige seiner bekanntesten Songs, aus Konzertmitschnitten der Band „Africa '70* Ein komplexes und faszinierendes Bild eines charismatischen Künstlers, kämpferischen Aktivisten und eines sextrunkenen Egomanen.

In den 1990er Jahren erkrankte Kuti an AIDS, an dessen Folgen er am 2. August 1997 starb. Als die Leiche von Fela Kuti am 11. August 1997 in einem gläsernen Sarg durch Lagos gefahren und am bedeutendsten Platz aufgebahrt wurde, strömten mehr als eine Millionen Menschen auf die Straße. Chöre sangen Klagelieder; Bands spielten seine Stücke.

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee


cronjob