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»Das sind meine Prinzipien, und wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.« Julius Henry "Groucho" Marx

21. Juni 2026: Sommerfest und 16 Jahre Linkes Zentrum Lilo Herrmann!

Das Foto zeigt aufgebaute Pavillons anläßlich des 1. Mai 2026. Unter dem Pavillon sind Bierzeltgarnituren aneínander gereiht
Pavillons zum 1. Mai 2026 erwarten die Gäste
Ganze sechzehn Jahre sind vergangen, seitdem wir 2010 einen baufälligen Gebäudekomplex in der Böblinger Straße in Stuttgart-Heslach gekauft haben. Nach über zweijähriger intensiver Renovierung, das meiste davon in Eigenarbeit, haben wir 2012 das Linke Zentrum Lilo Herrmann eröffnet.

Unser Haus war schon in der Umbauphase ein Gegenpool zum kapitalistischen Wahnsinn. Ein Ort für Versammlungen, politischen Austausch, ein Ort für Debatte, Streit und Aktion, ein Ort der Gegenkultur.

Ein Ort für alle, die sich mit dem Unrecht dieser Welt nicht arrangieren, sondern für eine bessere Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen.

In den vergangenen 16 Jahren haben viele unterschiedliche Menschen das Lilo geprägt und unzählige Stunden in sein Bestehen investiert. Als Ort von der Bewegung für die Bewegung war und ist das Lilo Ort der Solidarität, Zuhause mehrerer junger Generationen, Dreh- und Angelpunkt für viele große Mobilisierungen und immer wieder auch im Fokus der Herrschenden und ihrer Schergen.

Viel Zeit ist seit der Eröffnung des Lilos vergangen. Die Welt hat sich verändert, und das nicht gerade zum Besten.
Wir wollen kein Trübsal blasen, denn immer dann, wenn die Verhältnisse zu tanzen beginnen, entwickeln sich Räume für widerständige Politik. Das Lilo wird auch in den nächsten 16 Jahren ein Raum für alle sein, die diese Räume mit progressiven Ideen & Praxis füllen wollen. Ein Ort im Widerspruch zum Zeitgeist.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wir wollen 16 Jahre Linkes Zentrum feiern & möchten alle dazu herzlich einladen.

Am Sonntag, den 21. Juni 2026, organisieren wir ab 14 Uhr ein großes Straßenfest. Euch erwarten verschiedene Essensstände, ein politisches Programm, eine große Spielstation für Kinder, diverse Infotische, eine Plakatversteigerung, Hausführungen und vieles mehr. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Mehr dazu beim Linken Zentrum Lilo Herrmann.

Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 13: Antonio de la Maza & Gen. vs. Rafael Leónidas Trujillo Molina

Das Foto zeigt den Diktator Rafael Leonidas Trujillo Molina mit den Einschussstellen aus dem Autopsiebericht.
Rafael Leónidas Trujillo Molina (* 24. Oktober 1891 in San Cristóbal; † 30. Mai 1961 in Santo Domingo) war ein dominikanischer Politiker und Diktator der Dominikanischen Republik.(...)

Trujillo legte großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Er liebte prächtige (napoleonische) Uniformen, Prunk und barocke Gelage. Seine dunkle Haut versuchte er mit weißem Puder und Schminke aufzuhellen, um seine haitianische (schwarze) Herkunft zu vertuschen. Trujillo war geradezu davon besessen, alles zu tun, damit die Bevölkerung seines Landes eine hellere Hautfarbe bekam. Von Ende September bis Mitte Oktober 1937 ließ er im „Petersilien-Massaker“ (Masacre del Perejil) im ganzen Land Abertausende Haitianer, vor allem Arbeiter auf den Zuckerrohrpflanzungen, ermorden. Nach einer mit Quellen belegten Schätzung wurden etwa 18.000 Haitianer getötet. Nach anderen Schätzungen waren es zwischen 25.000 und 27.000 Ermordete. (...)

Am 30. Mai 1961 fuhr Trujillo gegen 22 Uhr in seinen Heimatort San Cristóbal. Er war „selbstherrlich wie immer“ ohne Leibwache unterwegs. Ein siebenköpfiges Kommando schoss aus einem Auto auf den hellblauen Chevrolet Bel Air von Trujillo. Der Angeschossene taumelte aus seinem Wagen und versuchte, in der Dunkelheit zurückzuschießen. Dann brach er zusammen und war tot.

Quellen:
wikipdia
DomRep total

Berlin: Revolutionäre 1. Mai- Demonstration 2026

Fronttransparent der Demo mit dem Text "gegen die Gesamtscheiße - Die Zukunft gehört uns!" und einem Roten Stern mit Antifaflaggen auf der linken Seite getragen von verschiedenen Personen, dahinter eine Masse von Menschen am späten Abend.
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv
Unter dem Motto „Gegen die Gesamtscheiße“ startete die diesjährige revolutionäre 1. Mai-Demonstration unter der Beteiligung mehrerer 10.000er Teilnehmer*innen vom Oranienplatz in Kreuzberg. Marxistische Jugendgruppen, Pali-Solidaritäts-Bewegung und ein großer Antifablock bildeten den Anfang. Ein sich schon am Mittag bildener „Menschenteppich“, durch verschiedenste angemeldete und auch nicht angemeldete Party- und Feierangebote in großen Teilen von Kreuzberg erschwerte den Start und einen geschlossenen Demozug. Stundenlange Verzögerungen waren die Folge. Ein Teil der Demo schaffte es die Route einzuhalten, der andere Teil blieb erstmal stecken. Ab dem Görlitzer Park wurde der Antifa-Block von einem dichtem Bullenspalier begleitet. Am Rande der Demo wurden Nazi-Influencer vertrieben, es gab zahlreiche Solidaritätsgrüße von Balkonen und der Bordsteinkante. Gegen 23.00 Uhr erreichte die Demonstration den Abschlußkundgebungsplatz am Südstern. Dort ließen es sich die Bullen nicht nehmen, Teile des Antifablocks anzugreifen, durch Geschlossenheit konnte dieses abgewiesen werden. Was bleibt von diesem Tag? 10.000de waren auf der Straße, organisiert und auch weniger organisiert, und ein Gefühl, das Mensch nicht allein ist mit der Gesamtscheiße um uns herum.

„Wir feiern das Leben, die Rebellion und die Befreiung. Weg damit: Wehrpflicht, Militarisierung und Kriegsregime. Feminizide, Männlichkeit und Patriarchat. Nationalismus, Faschismus und AfD. Wasserprivatisierung, Autobahnausbau und Klimakatastrophe. Regierende Bürgermeister, Zäune und nächtens geschlossene Parks. Autoritarismus, Dogmatismus und scheinbar einfache Wahrheiten. Angriffe auf Rojava, Krieg in der Ukraine und Genozid in Gaza. Racial Profiling, »kriminalitätsbelastete Orte« und neue Polizeigesetze. Finanzielle Kürzungen, Demontage des Sozialstaats und der restliche Monat am Ende des Geldes. Gefangennahme von Cilia Flores mit Ehemann, von Antifaschist*innen und unserer langjährigen Nachbarin Daniela Klette. Private Wohnungsunternehmen, steigende Energiekosten und hohe Mieten. Merz, Pistorius und alle anderen da oben. Alles Würg!

Wir finden das Leben viel zu interessant, um es für all das herzugeben. Deshalb soll die ganze Scheiße zerfallen, wie es einst Karl Marx formulierte, und dazu werden wir beitragen. Wir spielen nicht mit, wir rebellieren, wir widersetzen uns. Wir verweigern uns den auferlegten Pflichten. Wir desertieren aus diesen Verhältnissen. Wir brechen aus und nehmen uns am Ersten Mai die Straße. Denn wenn schon die Gegenwart verloren ist, so wollen wir doch die Zukunft erobern.Mit Zehntausenden werden wir am Abend des 1. Mai in Berlin zur jährlich größten Manifestation der radikalen Linken zusammenkommen. Uns eint unsere Unzufriedenheit mit dem Bestehenden und der Widerspruch zum Herrschenden, das kein Versprechen mehr für uns hat. Mit rebellischer Munterkeit laden wir zu einem Block auf der revolutionären 1.Mai-Demo alle ein: Wütende und Traurige, Lohnabhängige und vermeintlich Überflüssige, Kind und Kegel, Schlawinerinnen und Rabauken, Militante und die gesamte Bagage. In unserer Vielfalt finden wir die Einheit.“

(aus: Aufruf des Antiautoritären Blocks)


Eine gute Übersicht mit Infos zur Demo und allen anderen Aufrufen findet ihr auf der Seite von erstermai.nostate.net/

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