Inzwischen vergibt der Bund die Bauarbeiten für einem 2,50 Meter hohen und 13 Kilometer langen Zaun rund um die Ortschaft Heiligendamm. Mit diesem 2.50 Meter hohen Sicherheitszaun sollen die Besucher des G8 - Gipfels 2007 geschützt werden. Vor wem?
Nach Angaben der Ostsee-Zeitung wird der G8-Gipfel mit 40 Millionen zu Buche schlagen - allein 10 bis 15 Millionen für den Zaun. Die 280 Einwohner sowie die Beschäftigten und Gäste des Ortes sollen sich über Kontrollstellen weiterhin "frei bewegen" können.
Zu unseren bisherigen Berichten rund um den G8 - Gipfel
Kommentare
"Vielleicht kommt dieser Gleichmut daher, dass der millionenteure Zaun nach drei Tagen wieder verschwinden wird. Anders sieht es mit den kleinen Zäunen aus. Kniehoch sind sie und nicht annähernd so spektakulär wie der Gipfel-Zaun. Sie sind's, die die Menschen auf die Barrikaden treiben. Zäune, die keine Staatschefs schützen sollen, sondern wohlhabende Urlauber. Sie stehen um das Kempinski-Hotel, in dem die Regierungschefs der G 8 nächtigen werden. Der Investor Anno August Jagdfeld und seine Fundus-Gruppe haben es nach der Wende gekauft, ebenso wie die meisten historischen Häuser im ältesten deutschen Seebad. Seither gibt es Streit, denn Jagdfeld will nicht nur das Hotel absperren lassen, sondern alle alten Villen am Strand."
taz Nr. 8194 vom 6.2.2007 Themen des Tages 313 Zeilen, DANIEL SCHULZ S. 5
http://www.taz.de/pt/2007/02/06/a0156.1/text.ges,1