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»Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.« Paul Valéry

Blogkino: The Weather Underground

"Hallo. Ich werde eine Erklärung über den Kriegszustand zu lesen ... In den nächsten 14 Tagen werden wir ein Symbol oder Institution der amerikanischen Ungerechtigkeit anzugreifen." - Bernhardin Dohrn.

Heute in unserer Reihe Blogkino: Eine US-Dokumentation über die "Weathermen". Vor dreißig Jahren rief eine Gruppe von jungen amerikanischen Radikalen "The Weathermen" mit diesen Worten dazu auf, die US-Regierung zu stürzen.

Angetrieben durch die Empörung über den Vietnamkrieg und Rassismus in Amerika, gingen sie in den 1970er Jahren in den Untergrund, verübten landesweit Bombenanschläge auf staatliche, vor allem auf militärische und polizeiliche Einrichtungen, bei denen allerdings nie Personen getötet wurden. Dies wollten sie als Protest gegen die "wahre Gewalt", die die US-Regierung und das kapitalistische System weltweit verübte, verstanden wissen. Sie organisierten militante Straßenkämpfe mit der Polizei auf Chicagos Straßen, halfen Timothy Leary bei seinem spektakulären Ausbruch aus dem Gefängnis, versuchten eine nationale Revolution in den USA zuorganisieren und entkamen erfolgreich immer wieder einer der größten FBI Menschenjagden in der Geschichte. Der Weather Underground betrieb bis ca. Mitte der 1980er Jahre weitere bewaffnete Kämpfe und Anschläge. Ihre Spur verlor sich seitdem in legalen antifaschistischen Organisationen gegen den Ku-Klux-Klan.

Der Film verbindet umfangreiches Archivmaterial mit aktuellen Interviews. Ehemalige "Weather Underground" Mitglieder reflektieren daüber wie sie versuchten, "den Krieg nach Hause" zu bringen, womit sie ein Porträt der unruhigen und revolutionären Zeiten zeichnen, mit unerwarteten und oft auffallenden Parallelen zur derzeitigen Weltlage. Ihre Aktivitäten wirken bis in die heutige Zeit nach...

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