Leider gehört die ADAC Homepage nicht zu den Seiten, die ich regelmäßig besuche. Daher stolperte ich heute eher zufällig über die Meldung in Net News Global: Bayern scannte seit Januar 2006 45 Millionen KfZ-Kennzeichen ohne jeden Verdacht oder Anlaß per Videoscanning und glich diese Daten mit den Fahndungsrechnern der Polizei ab.
Zur Pressemitteilung des ADAC vom 4.10.2006
Wer speichert eigentlich heute schon die Verbindungsdaten?
Nachdem ich heute morgen den Artikel "Legal, illegal ..." bei freace zu einer Umfrage von telepolis bei Internetprovidern, inwieweit diese bei Flatratekunden die Nutzungsdaten von Kunden speichern las, dachte ich mir gleich wieder: "1984 war vorgestern". Das erinnert mich an die Flugdatenspeicherung in den USA. Was das damit zu tun hat? Auch hier ist jeder User / Flugpassagier / wer auch immer von vornherein erst einmal verdächtig.
Bei der Gelegenheit empfehle ich auch die Lektüre des Beitrags von Twister (Bettina Winsemann) vom 15.01.2007 zu der massenhaften Kreditkartenprüfung im Rahmen der Suche nach Kunden einer Website mit kinderpornografischem Material. Sie interviewt den Rechtsanwalt und Betreiber des lawblog, Udo Vetter.
Übrigens gibt es auch dafür ein Beispiel aus den USA. So berichtete die Netzeitung am 14. Januar: "Die US-Regierung sowie der Geheimdienst CIA haben Hunderte Konten von Bürgern überprüft - ohne die gesetzlichen Befugnisse dafür. Nicht einmal die Geheimdienst-Chefs waren laut einem Bericht informiert."
Bei der Gelegenheit empfehle ich auch die Lektüre des Beitrags von Twister (Bettina Winsemann) vom 15.01.2007 zu der massenhaften Kreditkartenprüfung im Rahmen der Suche nach Kunden einer Website mit kinderpornografischem Material. Sie interviewt den Rechtsanwalt und Betreiber des lawblog, Udo Vetter.
Übrigens gibt es auch dafür ein Beispiel aus den USA. So berichtete die Netzeitung am 14. Januar: "Die US-Regierung sowie der Geheimdienst CIA haben Hunderte Konten von Bürgern überprüft - ohne die gesetzlichen Befugnisse dafür. Nicht einmal die Geheimdienst-Chefs waren laut einem Bericht informiert."
1.000 Protestbriefe gegen Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten

1984 war gestern...
+++ Breiter Protest gegen geplante Protokollierung von Telefon, Handy, E-Mail und Internet +++ Über 1.000 besorgte Bürger schreiben den 448 CDU-, CSU- und SPD-Bundestagsabgeordneten +++ Verhaltene Reaktionen der Parlamentarier +++
Einen wachsenden Widerstand gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung (verdachtsunabhängige Speicherung von Telekommunikationsdaten zur verbesserten Strafverfolgung) vermeldet der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, in dem sich unter anderem Journalisten, Rechtswissenschaftler, Politologen und Informatiker zusammengeschlossen haben. Der Arbeitskreis zieht damit eine positive Zwischenbilanz seiner Aktion „Offene Briefe gegen die Vorratsdatenspeicherung“. Auf einem speziellen Internetportal können besorgte Bürger seit September 2006 offene Protestbriefe gegen die von Union und SPD geplante sechsmonatige Speicherung weiter Teile des Kommunikations-, Bewegungs- und Internetnutzungsverhaltens der Bevölkerung schreiben. Die Briefe werden allen 448 Abgeordneten von Union und SPD per E-Mail zugeleitet. Die über 1.000 individuell formulierten Briefe besorgter Bürger zeigten, dass von Politikverdrossenheit keine Rede sein könne, erklärte der Arbeitskreis am Montag.
Weiterlesen beim AK Vorratsdatenspeicherung
EU-Vorratsdatenspeicherung: Überwachung 2.0
Ab Herbst 2007 tritt die EU in eine neue Stufe der Überwachung. Sämtliche Telekommunikationsunternehmen sollen dazu verpflichtet werden, Daten über die Kommunikation all ihrer Kunden verdachtsunabhängig auf Vorrat zu speichern. Zur verbesserten Strafverfolgung soll leicht nachzuvollziehen sein, wer mit wem im letzten halben Jahr per Telefon, Handy, E-Mail oder IP-Telefonie in Verbindung stand. Bei Handy-Telefonaten und SMS würde auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten. Zudem soll die Nutzung des Internets einsehbarer werden.Gegen diese orwellianische Entwicklung regt sich Widerstand aus der Netz- und Datenschützer-Szene. Die "üblichen Verdächtigen" der Polit-Aktivisten sollten sich dieser krassen Entwicklung bewusst und ebenfalls aktiver werden. Am 29. Januar wird es im Rahmen des ersten "europäischen Datenschutztages" in Berlin verschiedene Aktionen zum Thema geben.
Weiterlesen bei IndyMedia
Google Epic 2015
Google Epic 2015 zeigt, wie sich die aktuellen Entwicklungen der Informationswelt bis ins Jahr 2015 entwickeln könnten.
Quelle
Interessant in dem Zusammenhang ist gerade auch die Auswirkung der Vernetzung der Überwachung aus dem staatlichen und ökonomischen Bereichen:
Quelle
Interessant in dem Zusammenhang ist gerade auch die Auswirkung der Vernetzung der Überwachung aus dem staatlichen und ökonomischen Bereichen:
Weiterlesen bei Spiegel Online
“Datenschutz-Beauftragter warnt vor Totalüberwachung”
Deutschlands oberster Datenschützer Peter Schaar sorgt sich um die Zukunft der Privatsphäre. Neue Technologien und das Zusammenwachsen längst verfügbarer Informationsquellen könnten bald eine Totalüberwachung Einzelner ermöglichen, warnt Schaar.
23C3: Hackertreffen schließt mit neuem Besucherrekord
4200 Freunde der schöpferisch-kritischen Auseinandersetzung mit der digitalen Welt pilgerten in den vergangenen vier Tagen zum 23. Chaos Communication Congress (23C3) nach Berlin. Damit lockte das vom Chaos Computer Club (CCC) veranstaltete Hackertreffen 700 Besucher mehr an als im bisherigen Rekordjahr 2004. Die rund 130 Vorträge, die sich traditionell vor allem mit Sicherheitslücken, der technisch ermöglichten Überwachung und Selbstschutzmaßnahmen beschäftigten, "sind alle digital aufgezeichnet worden und werden bald veröffentlicht", erklärte Kongress-Zeremonienmeister Tim Pritlove bei der Abschlussveranstaltung am gestrigen Samstagabend. Gleichzeitig kündigte er an, dass die "größte europäische Hackerparty" nächstes Jahr zum dritten Mal bereits im August mit einem Camp im Berliner Umland fortgesetzt werden soll.
Zum Bericht bei heise
Anonym Surfen zum Nulltarif
Bei Aktivitäten im Internet fühlen sich viele Benutzer anonym. Daß diese "Anonymität" eine trügerische "Sicherheit" darstellt, ist eigentlich bekannt: Ohne Schutzmaßnahmen erfährt die Gegenseite bei der Kommunikation die IP-Adresse des Benutzers. Doch auch Cookies sowie Browserinformationen oder zuletzt besuchte Seiten können ohne Wissen des Benutzers weitergegeben werden. Ein Teil dieser Informationen ist beim Surfen durchaus notwendig, inzwischen sind weite Bereiche des Internets ohne die Verwertung dieser Informationen schlicht unbenutzbar.
Viele Benutzer möchten darüber gerne etwas mehr Kontrolle haben oder kommen einmal in die Situation, in der man nicht möchte, dass das eigene Surfverhalten durch seinen Provider, "staatliche Stellen" oder den Betreiber der angesurften Homepage oder wen auch immer bekannt wird. Dieses Thema ist nicht nur in Zusammenhang mit der ab kommendem Jahr geplanten Vorratsdatenspeicherung von Bedeutung.
Auf die beiden folgenden Seiten zu diesem Thema wollte ich schon immer mal verlinken: Bei Kai Raven erhält man kompetente Auskünfte (nicht nur) rund um das Thema "anonymes Surfen" sondern auch zahlreiche Anleitungen und Verweise für anonyme Remailer, SSH, SCP usw. und Fabian Keil hat zum Thema Privoxy eine detailierte Anleitung verfassst.
Wem das böhmische Dörfer sind, sehe sich die Informationen über die Spuren seines Browers auf dieser Seite an. Wem die Konfiguration von Privoxy/TOR zu kompliziert ist kann auch JAP verwenden.
Viele Benutzer möchten darüber gerne etwas mehr Kontrolle haben oder kommen einmal in die Situation, in der man nicht möchte, dass das eigene Surfverhalten durch seinen Provider, "staatliche Stellen" oder den Betreiber der angesurften Homepage oder wen auch immer bekannt wird. Dieses Thema ist nicht nur in Zusammenhang mit der ab kommendem Jahr geplanten Vorratsdatenspeicherung von Bedeutung.
Auf die beiden folgenden Seiten zu diesem Thema wollte ich schon immer mal verlinken: Bei Kai Raven erhält man kompetente Auskünfte (nicht nur) rund um das Thema "anonymes Surfen" sondern auch zahlreiche Anleitungen und Verweise für anonyme Remailer, SSH, SCP usw. und Fabian Keil hat zum Thema Privoxy eine detailierte Anleitung verfassst.
Wem das böhmische Dörfer sind, sehe sich die Informationen über die Spuren seines Browers auf dieser Seite an. Wem die Konfiguration von Privoxy/TOR zu kompliziert ist kann auch JAP verwenden.
Who can you trust? - 23. "Chaos Communication Congress"
Unter dem Motto "Who can you trust?" ("Wem kann man vertrauen?") wurde heute der 23. "Chaos Communication Congress" (23C3) in Berlin eröffnet. Auch dieses Jahr führt die Diskussion neuer technischer Entwicklungen geradewegs in die Politik. So geht es u. a. um Wahlcomputer und ihre Manipulierbarkeit, die Überwachung von Telefon- und Computernetzen, die Erfassung biometrischer Daten auf Reisepässen und die elektronische Gesundheitskarte. Der Fachkongreß über Computertechnik, Datenschutz und Bürgerrechte wird seit 1984 jährlich vom Chaos Computer Club (CCC) ausgerichtet und ist inzwischen auf eine Veranstaltung mit mehr als 100 Vorträgen und Workshops angewachsen, die von mehreren tausend Teilnehmern besucht werden.
Der Eintritt zum Kongress (Tageskarte) kostet 30 Euro, für Chaos Computer Club-Mitglieder 20 Euro, für Hartz IV/ALG II-Empfänger 10 Euro. Mit der Tageskarte kann man am Donnerstag außer dem Treffen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung noch eine Menge anderer Veranstaltungen besuchen.
Der Kongreß dauert noch bis Samstag. Inzwischen ist es möglich, mittels Stream den Verlauf des Kongresses zu verfolgen.
Der Eintritt zum Kongress (Tageskarte) kostet 30 Euro, für Chaos Computer Club-Mitglieder 20 Euro, für Hartz IV/ALG II-Empfänger 10 Euro. Mit der Tageskarte kann man am Donnerstag außer dem Treffen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung noch eine Menge anderer Veranstaltungen besuchen.
Der Kongreß dauert noch bis Samstag. Inzwischen ist es möglich, mittels Stream den Verlauf des Kongresses zu verfolgen.
Öffentliches Treffen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung am 28.12.2006

1984 war gestern...
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat eine Sammelklage organisiert, die von inzwischen über 6000 Menschen unterstützt wird. Hier geht es zum tagesschau.deBericht über den Arbeitskreis
Weitere Informationen sowie ein paar Berichte auf unserer Seite
Die Bundesregierung empfiehlt:
Bundestrojaner. Damit sie sicher im Internet unterwegs sind. Bislang ist unklar, ob es kostengünstige (Cross)Updates geben wird, z.B. von Vorratsdatenspeicherung V1.0 oder Verberger 0.58 ...
Aus der Produktbeschreibung:
Systemanforderungen, weitere Informationen und Testversionen
Aus der Produktbeschreibung:
Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger,
sicher haben Sie in den Medien die Diskussionen über die Online-Durchsuchung von Privat-Computern im Rahmen der Bedrohung der Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland durch den internationalen Terrorismus verfolgt.
Leider wurde der Sinn und Zweck dieser Online-Untersuchungen von den meisten Medien ein wenig verzerrt dargestellt.
Von den Medien völlig vernachlässigt wurde der Aspekt der Sicherheit für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, und Ihre persönliche IT-Struktur.
Der von der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem bekannten Softwarehersteller Dodo entwickelte Bundestrojaner bedeutet vor allem für Sie einen nicht zu unterschätzenden Gewinn an Sicherheit. Denn der Bundestrojaner überwacht Ihren Computer rund um die Uhr und meldet verdächtige Dateien sofort an bis zu 37 Sicherheitsbehörden weiter, darunter das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) des Bundesinnenministeriums.
Der Vorteil für Sie als Computernutzer ist, daß Sie sich dank des Bundestrojaners keine Sorgen mehr um die Sicherheit Ihres Computers oder Ihrer Daten machen müssen. Das erledigen nach Download und Installation des Bundestrojaners die deutschen Sicherheitsbehörden für Sie. Sollten alle Stricke reißen, dann haben die Sicherheitsbehörden auch ein Back-Up Ihrer Datensätze für Sie parat. Sie sehen also, der Bundestrojaner bringt Ihnen nur Vorteile. Zögern Sie deshalb nicht, laden Sie noch heute den Bundestrojaner herunter und installieren Sie ihn auf Ihren Festplatten.
Danach brauchen Sie nie mehr an den Bundestrojaner denken, er wird automatisch aktualisiert, läuft immer als Hintergrundprozeß und gibt Ihnen einfach das gute Gefühl, sicher im Internet unterwegs zu sein.
Systemanforderungen, weitere Informationen und Testversionen
