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»Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.« Kurt Tucholsky

„Staatsräsonfunk“ – Techniken der Einseitigkeit

Das Buchcover zeigt eine Collage mit Schlagzeilen verschiedener Zeitungen zum Thema sowie Buchtitel, Autor und Vorwortautor sowie Verlagsangaben
»Staatsräsonfunk – Deutsche Medien und der Genozid in Gaza« von Fabian Goldmann erschien im Februar 2026 beim Manifest Verlag
Mit „Staatsräsonfunk“ hat Fabian Goldmann eine empirisch fundierte Studie vorgelegt, eine schonungslose Abrechnung mit der deutschen „Nahost“-Berichterstattung. Goldmann legt die systematischen Verzerrungen, Auslassungen und Rechtfertigungen in tausenden Beiträgen seit dem 7. Oktober offen. Die Diskrepanz zwischen dokumentierten Fakten und medialer Darstellung erscheint dabei nicht als Ausrutscher, sondern als strukturelles Prinzip – mit tiefen politischen und historischen Wurzeln. etos.media-Autor Sebastian Schröder arbeitet heraus, weshalb diese Studie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der deutschen Medienlandschaft und ihre eingebetteten Rassismen und Befangenheiten leisten kann.

Wer das Buch „Staatsräsonfunk – Deutsche Medien und der Genozid in Gaza“ von Fabian Goldmann in die Hand nimmt, sieht sie schon auf dem Umschlag, die Überschriften der deutschen Presse seit dem 7. Oktober 2023: „Die Barbaren sind unter uns“; „Die Terror-Klinik ist enttarnt“; „Free Palestine ist das neue Heil Hitler“; „Löst endlich das Palästinenserhilfswerk auf“; „Hamas versteckte Waffen in Baby-Brutkästen“; „Die begrenzte Operation Rafah“; „Können Journalisten Terroristen sein?“; „Tote nach Streit um Hilfsgüter“; „Manchmal ist es notwendig zu töten, um das Morden zu verhindern“. Diese Collage zeigt einen Bruchteil der deutschen Schlagzeilen seit dem 7. Oktober 2023 und so sind auf dem Buchumschlag zentrale Techniken der Einseitigkeit sichtbar: Verschleierung, Verharmlosung, Verdrehung, Rechtfertigung, Auslassung und Leugnung. Und unsichtbar daneben natürlich das Schweigen – das sprichwörtliche Totschweigen.

Viele haben sich nach wenigen Wochen entsetzt von den deutschen Medien abgewendet, denn der Widerspruch zwischen der Berichterstattung und den Bildern aus Gaza war zu groß. „Aber vielleicht kann dieses Buch zumindest jenen, die (…) in den letzten zwei Jahren regelmäßig fassungslos vor den Zeitungsseiten, Fernsehbildschirmen und Timelines saßen, vermitteln, dass nicht sie die Verrücktgewordenen sind.“

Goldmann hat deshalb gezählt, was wirklich veröffentlicht worden ist. Seine Studie arbeitet empirisch und kann dadurch die erschreckende Realität in Deutschland sichtbar machen.

Dazu hat er einflussreiche und politisch breit gestreute Medienerzeugnisse (BILD, Spiegel, taz, tagesschau, Zeit) im Zeitraum vom 7. Oktober 2023 bis zum 19. Januar 2025 und zum Teil darüber hinaus analysiert. Es handelt sich um insgesamt 11.125 Beiträge zum Thema „Nahost“. Zusätzlich werden die meinungsbildenden Polit-Talkshows „Anne Will“, „Maischberger“, „Markus Lanz“, „Maybritt Illner“ und „Hart aber fair“ betrachtet.

Goldmann legt die maßgebliche „Analyse des Medien-Bias“ vor, so Ilan Pappe im Vorwort. Eigentlich müsste das Erscheinen von „Staatsräsonfunk“ die deutsche Medienlandschaft durch die Fülle des Sichtbargewordenen erschüttern, und mit jedem Kapitel nimmt das Entsetzen des Lesenden zu. Das zufällig Beobachtete wird nun als Selbstverständnis der überwältigenden Mehrzahl aller Veröffentlichungen nachgewiesen.

Den deutschen Diskurs haben zu Anfang die Lüge von den „40 geköpften Babys“, den in jedem angegriffenen Krankenhaus versteckten 138 (!) „Hamas-Kommandozentralen“ und andere als falsch nachgewiesene Pressemeldungen bestimmt. So wurde der Generalverdacht gegenüber palästinensischen Menschen, arabischen Menschen, Muslimen und Pro-Palästina-Aktivist*innen in Deutschland gesetzt (und verstärkt), und zugleich wurde „jüdisch“ mit Israel amalgamiert. Beide Prozesse weist der Autor empirisch nach.

Ausführlich untersucht er das „Mehl-Massaker“ Ende Februar 2024, den Angriff, die Besetzung und die Zerstörung des Al-Shifa-Krankenhauses, den weltweit einzigartigen Vorgang der systematischen Ermordung mehrerer Hundert Journalisten sowie weitere Marksteine des israelischen Genozids. Der Widerspruch zwischen den Fakten und der Berichterstattung könnte nicht größer sein.

Ein weiterer Bereich ist die Sprache: „In der deutschen Nahost-Berichterstattung haben sich völlig unterschiedliche Begrifflichkeiten etabliert. Entscheidend ist nicht die Tat, sondern wer der Täter und wer das Opfer ist.“ Konkret wird dieses Wording beschrieben im „Glossar des Genozids“ mit den Stichworten von „Anti-Terror-Einsatz“ bis „Ziel“. Goldmann präsentiert das von den Medien tatsächlich Gemeinte, das nichts mehr mit der eigentlichen Bedeutung der Wörter gemein hat.

Eine weitere Bestätigung seiner Hypothese findet der Autor auch bei der Untersuchung der Titelseiten der einflussreichsten Nachrichtenmagazine Spiegel, Stern und Focus: Hier herrscht nahezu Schweigen zum zentralen weltpolitischen Konflikt unserer Zeit.

Im abschließenden Kapitel werden die Gründe für das Verhalten der deutschen Medien durchleuchtet. Der herrschende Rassismus, die Macht der wenigen Medienkonzerne, die fast monopolartige Rolle der dpa, der gigantische öffentlich-rechtliche Rundfunk, das Feigenblatt Presserat, all das produziert den extremen deutschen Medien-Bias.

Und so war es schon immer in der BRD, möchte ich an dieser Stelle ergänzen. Vor 1989 galt die – meist unausgesprochene – Übereinkunft, die die Grenzen des Sagbaren streng innerhalb der Staatsräson festgelegt hat, in Konfrontation zur DDR und zur UdSSR. Vor 1989 waren die westdeutschen Medien entweder rechts oder liberal, aber immer staatstragend.

Im westlichen Siegestaumel der 1990er Jahre haben Genscher und Kohl als wichtigstes außenpolitisches Projekt den Frontalangriff gegen Jugoslawien geführt, und die Medien waren, so wie heute, ausnahmslos parteiisch, einzig Peter Handke hat den breiten anti-serbischen Konsens durchbrochen. Direkt an die mediale Hetze des Kosovokrieges hat sich die Formierung des „Krieges gegen den Terror“ angeschlossen, auch hier galt unangemessene Parteilichkeit mehr als journalistisches Handwerk.

Die herrschende Politik wird immer medial gestützt, nur das Ausmaß variiert und im Fall Gaza-Palästina-Israel legt Goldmann die besonders verfälschende Berichterstattung über ein besonderes Verbrechen dar. Auf 18 Seiten reiht der Autor die Beweise und Indizien auf, dass es sich in Gaza um einen Genozid handelt. Dokumentierte Worte und Taten lassen keinen anderen Schluss zu, doch die deutschen Medien schweigen, verdrehen und diffamieren.
„Wie lange hätten die deutschen Bundesregierungen ihre bedingungslose Unterstützung Israels aufrechterhalten können, wenn Medien der deutschen Öffentlichkeit das wahre Ausmaß von Israels Gewalt in Gaza, Libanon und anderen Orten der Region vermittelt hätten? Wie viele Menschen hätten noch leben können, wenn Redaktionen ihre Berichterstattung an den Erkenntnissen von Menschenrechtlerinnen und Genozid-Forschern statt an Behauptungen von Israels Armee ausgerichtet hätten? Wenn die tagesschau am 28. November 2023 nicht nur Antisemitismus-, sondern auch Genozid-Experten zur Gewalt in Gaza befragt hätte. Wenn die tagesthemen am 10. Mai 2024 mit den Studenten gesprochen hätten, die in Berlin gegen Israels Genozid protestierten, anstatt sie mit der ‚Hitler-Jugend‚ zu vergleichen. Wenn die FAZ am 18. November 2024 die Forderung des Papstes, die Völkermord-Vorwürfe gegen Israel zu prüfen, begrüßt hätte, anstatt ‚seine Barmherzigkeit gilt vor allem der Hamas‘ zu kommentieren. Wenn die Süddeutsche Zeitung am 29. Dezember 2024 in ihrem Beitrag ‚Völkermord? Im Ernst?‘ die Fragezeichen gegen Ausrufezeichen ausgetauscht hätte? Wenn bei der taz jemand interveniert hätte, als selbst noch am 9. März 2025 ein Redakteur mit einem Mix aus Auslassungen, Irreführungen und IDF-Angaben behauptet: ‚Die Völkermord-Anklage gegen Israel erlebt eine Renaissance. Dieser Vorwurf ist haltlos.‘“

Angesichts von Fabian Goldmanns ausführlicher Darlegung des Genozidverbrechens ist es seltsam, wenn Sascha Stanicic im Vorwort des Verlages schreibt: „Man kann (…) in Frage stellen, ob eine Beweisführung in Bezug auf das bisherige Vorgehen Israels unzweideutig möglich ist (…)“. Nein, der Beweis für Völkermord ist erbracht und wird täglich neu erbracht! Was soll das? Zum Nachschlagen und zu Studienzwecken wäre es gut, wenn die Empirie etwas deutlicher vom Text getrennt wäre; dies würde zugleich eine straffere Sortierung der Inhalte ermöglichen.

Der Komplex Gaza, Israel und Deutschland kann nur mithilfe der Studie „Staatsräsonfunk“ verstanden werden. Und die Arbeit weist vielfach über das Thema hinaus, sie ist zwingend für das Verständnis der bürgerlichen Medien in Deutschland.

Fabian Goldmann
Staatsräsonfunk
Deutsche Medien und der Genozid in Gaza. Mit einem Geleitwort von Ilan Pappé.
Manifest Verlag
407 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-96156-145-2

Erstveröffentlichung am 16. April 2026 auf etos.media

Blogkino: Zatoichi Challenged - Zatōichi chikemurikaidō (1967)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem siebzehnten Teil der Reihe: Zatoichi Challenged - Zatōichi chikemurikaidō. Der Plot: Nachdem ein Künstler von den Yakuza bedroht wird, wertvolle, aber höchst illegale Pornografie zu kreieren, sieht das Gesetz vor, ihn hinzurichten. Zatoichi, der den Mann und seine Familie zu beschützen hatte, muss nun gegen das Gesetz verstoßen.


Blogkino: Zatoichi the Outlaw - Zatōichi rōyaburi (1967)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem sechzehnten Teil der Reihe: Zatoichi the Outlaw - Zatōichi rōyaburi. Die Handlung: In einer Stadt, in der schuldengeplagte Bauern rücksichtslos ausgebeutet werden, ist Zatoichi gezwungen, Partei zwischen einem grausamen Yakuza-Boss und seinem scheinbar altruistischen Rivalen zu ergreifen.


Toshiro Mifune zum 106. Geburtstag

Akira Kurosawa (links) und Toshiro Mifune bei Testaufnahmen zu "Yojimbo" (Der Leibwächter), 1961
Akira Kurosawa (links) und Toshiro Mifune bei Testaufnahmen zu "Yojimbo" (Der Leibwächter), 1961
Foto: キネマ旬報社, Public domain, via Wikimedia Commons
Heute gedenken wir Toshiro Mifune an seinem 106. Geburtstag

„Ich bin auf nichts stolz, was ich getan habe, außer auf das, was ich mit ihm gemacht habe.“
Toshirō Mifune (japanisch 三船 敏郎 Mifune Toshirō, * 1. April 1920 in Qingdao, Republik China; † 24. Dezember 1997 in Tokio) über Akira Kurosawa

Blogkino: Zatoichi's Cane Sword - Zatōichi tekka-tabi (1967)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem fünfzehnten Teil der Reihe:  Zatoichi's Cane Sword - Zatōichi tekka-tabi. Der Plot: Auf seiner Reise trifft Zatoichi auf einen sterbenden Gangsterboss namens Shotaro. In einer nahegelegenen Stadt, die von der Bande des Bosses Iwagoro überrannt wurde, stört Zatoichi den Glücksspielbetrug der Gangster und versteckt sich bei Senzo, dem Schmied der Stadt. Senzo entpuppt sich als Lehrling des Meerschmieds, der Zatoichis Stock-Schwert geschmiedet hat. Senzo entdeckt einen Riss in der Klinge und warnt ihn, dass sie nach einem weiteren Mord zerbrechen wird...


Stagehands hinter Berlins größten Bühnen fordern faire Arbeitsbedingungen

Das SharePic zeigt zwei Bühnenarbeiter*Innen, die eine Traverse tragen, dazu der Text "Stagehands hinter Berlins größten Bühnen fordern faire Arbeitsbedingungen".  Dazu das Logo der FAU
Stagehands Logo
Die Arbeiter*innen des Veranstaltungsunternehmens „36 Stage XL GmbH“ wehren sich gegen unsichere Arbeitsbedingungen. Die selbstorganisierte Betriebsgruppe innerhalb der Gewerkschaft FAU Berlin fordert Verbesserungen hinsichtlich der Arbeitssicherheit und feste Arbeitsverträge. Bislang schweigt 36 Stage XL zu diesen Forderungen.

Ein großer Teil der Belegschaft arbeitet auf Basis eines Rahmenvertrags, der eine sogenannte „unständige Beschäftigung“ vorsieht. Germán G., einer der Arbeiter*innen, erläutert dazu: „Wir wissen nie, wie viel Geld wir am Ende des Monats haben werden. Es gibt keine Garantie für Arbeitsstunden. Es gibt keine durchgängige Krankenversicherung, keinen bezahlten Urlaub, keine bezahlte Krankschreibung.“

Ein Sprecher der FAU Berlin erklärt: „Uns liegen Hinweise vor, dass solche Verträge möglicherweise illegal sind. Wir werden sie daher vor Gericht anfechten.“

Darüber hinaus sind die Beschäftigten von 36 Stage XL weiteren Risiken ausgesetzt: Vojta C., ein ehemaliger Arbeiter, betont: „Unsere Gesundheit ist ständig gefährdet gewesen. Ich kenne niemanden, der oder die ein Sicherheitstraining oder bezahlte Schutzausrüstung erhalten hat. Es gab mehrere schwere Unfälle, wobei fast niemand der Verletzten Zahlungen für die Schäden erhalten halt.“

Die Mitarbeiter*innen haben sich in der Vergangenheit bereits an den Arbeitgeber gewandt, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen, jedoch ohne wahrnehmbaren Effekt. Vor zwei Jahren haben sie begonnen, sich als Betriebsgruppe in der FAU Berlin zu organisieren.

„Als FAU Berlin erwarten wir von 36 Stage XL, dass unsere Forderungen unverzüglich erfüllt werden. Die unsicheren Beschäftigungsverhältnisse und die Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz müssen ein Ende haben“, erklärt ein Sprecher der FAU Berlin.

Mehr als 100 Arbeiter*innen sind bei 36 Stage XL beschäftigt. Auf den bekanntesten Bühnen in Berlin, darunter die Uber Arena und das Olympiastadion, ermöglichen sie Shows so berühmter Künstler*innen wie Marylin Manson, Lady Gaga oder Katy Perry. Zur alltäglichen Arbeit gehört das Heben und Tragen schwerer Bühnenkomponenten.

Kernforderungen
  • Einhaltung rechtlicher Vorgaben (u.a.: pünktliche und vollständige Lohnzahlungen, Bezahlung von Urlaubszeit und im Krankheitsfall, Maßnahmen für Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz)
  • Das Recht für alle Beschäftigten auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag oberhalb eines Mini-Job-Vertrags
  • Eine Lohnerhöhung von 2,50 Euro pro Stunde
  • Schutz vor Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz
  • Übernahme der Kosten für An- und Abfahrt zum bzw. vom Einsatzort


Zeitleiste
Sommer 2023: Erste Klage gegen 36 Stage XL wegen der Kündigung eines FAU Mitglieds
Mai 2024: Gründung der Betriebsgruppe
Juni 2025: Die Website „Stage Workers United“ geht online
Dezember 2025: Ein FAU-Mitglied wird nachdem es ausstehenden Lohn gerichtlich einforderte entlassen
6. Februar 2026: Erstes Forderungsschreiben an die Geschäftsleitung, in dem Verhandlungen über die Verbesserung der unsicheren Arbeitsbedingungen, gefordert werden
20. Februar 2026: Zweites Forderungsschreiben an die Geschäftsleitung, in dem erneut Verhandlungen gefordert und die Veröffentlichung der Forderungen gegenüber allen Beschäftigten sowie der Öffentlichkeit angekündigt werden
9. März 2026: Offener Brief an alle Beschäftigten
11. März 2026: Drittes Schreiben an die Geschäftsleitung, in dem diese über den Offenen Brief informiert wird und die Forderungen nach Verhandlungen erneut bekräftigt werden
30. März: Arbeitskonflikt wird publik gemacht

Quelle: FAU Berlin, 30. März 2026

Jeden Tag was Neues

Das Foto zeigt ein verlassenes Ladengeschäft, über dessen Eingang ein Transparent mit dem Text "Bitte Kneipe" hängt. Darunter der frühere Schriftzug "Heinrich Zille-Apotheke". Einige Graffititags verzieren die Schaufensterscheiben
Foto: © Monika von Wegerer via Umbruch Bildarchiv

Wenn man außergewöhnliches oder skurriles entdecken möchte, ist Berlin absolut der richtige Ort. Immer werde ich bei Spaziergängen durch die Stadt von sehenswertem, schrägem oder einfach originellem überrascht. Auch meine Kamera hat ein Auge dafür.

Diese Bilder entstanden in den Jahren 2015-2025.

Weitere Ereignisse zu diesem Thema
Links

This Saturday: All Out for No Kings Day 3!

Die Grafik zeigt eine durchgestrichene Krone sowie den Text "No Kings - No illegal Wars"
Die Grafik zeigt eine durchgestrichene Krone sowie den Text "No Kings - No illegal Wars"
Masked secret police are terrorizing our communities. An illegal, catastrophic war is putting us in danger and driving up our costs of living. Attacks on our freedom of speech, our civil rights, and our freedom to vote are happening on a daily basis. Costs are pushing families to the brink. #Trump is acting like a tyrant. But this is America, and power belongs to the people - not to wannabe kings or their billionaire cronies.

This Saturday, March 28th, we will show up together to demand, No Kings!


Please plan to join what promises to be the largest democracy, human rights, and peace demonstration in U.S. history. More than 3,000 events are planned.

FIND A NO KINGS EVENT NEAR YOU!

As President Trump escalates his attempts to control us, it is on us, the people, to show that we will fight to protect one another and our country. If he believes we will roll over and allow him to take our freedoms, he is mistaken. We are coming together on March 28 across issues, ages, races, and religions, because we know we can overcome this repression when we unite.



(In #Germany also in #Munich / #München #Nuremberg / #Nürnberg #Frankfurt #Wiesbaden #Düsseldorf #Bremen & #Hamburg)

#NoKings! #NoWars! #NoNukes! #NoICE


Buchtipp: Die vielköpfige Hydra. Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks - 3. Auflage

Das Buchcover zeigt eine Hydra, die auf Kronen sitzt und diese frisst Dazu Angaben zum Buch
Buchcover
Eine absolute Leseempfehlung und nach einiger Zeit jetzt endlich wieder in der 3. Neuauflage erschienen: Die amerikanischen Historiker Peter Linebaugh und Marcus Rediker beleuchten in ihrem international gefeierten Standardwerk die Ursprünge und den atemberaubenden Aufstieg des frühen globalen Kapitalismus im Gebiet des englisch dominierten Atlantiks vom Ende des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, ohne den die Welt, wie sie heute ist, nicht zu verstehen ist.

Im Gegensatz zur gängigen Geschichtsschreibung stellen die Autoren die Perspektive der multi-ethnischen Proletarier, die der erlittenen Gewalt etwas entgegenzusetzen versuchten, in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Es ist dies die Geschichte der verarmten Massen, der Seeleute und Sklaven, der Schuldknechte, der einfachen Frauen, der marginalisierten Arbeiter und Bauern. Sie treten hier als politische Subjekte in Erscheinung, anstatt als unberechenbare und politisch naive Masse abgetan zu werden, die den Gang der Geschichte durch plan- und hoffnungslose Revolten vorübergehend aufhielt.

Aus einer Fülle historischer Überlieferungen rekonstruieren die Autoren Aufstände, Streiks und Meutereien gegen das gewaltige Kolonialisierungs- und Siedlungsprojekt des Empire. Landlose, Sklaven und Entrechtete entwickelten Formen kooperativer Widerständigkeit, ohne dass dabei Fragen von nationaler Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht eine bestimmende Rolle spielten. Die Deklassierten entwarfen durchaus eigene Entwürfe eines besseren Lebens. In den Augen der Obrigkeit handelte es sich bei dieser unberechenbaren amorphen Unterschicht um eine »vielköpfige Hydra«, der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue wuchsen.

Dieses außergewöhnliche und glänzend geschriebene Werk zeichnet die untergründige Geschichte des transatlantischen Empires nach und rückt die revoltierenden Heerscharen afrikanischer Sklaven, städtischer Proletarier, der Piraten und Indigenen der Karibik in den Mittelpunkt. Im angelsächsischen Raum gilt es als Klassiker der neueren Labor History. Im Jahr 2001 wurde es mit dem International Labor History Award ausgezeichnet.

Peter Linebaugh & Marcus Rediker
Die vielköpfige Hydra
Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks
Aus dem Englischen von Sabine Bartel
ISBN 978-3-86241-489-5, 480 Seiten, Paperback, 24 Euro

Verlagsinformation


Fenian Bastards oder: Das enttäuschende Erbe der irischstämmigen Amerikaner

Ich bin nicht besonders stolz darauf, irischstämmiger Amerikaner zu sein. Wenn du mich kennst, mag dich das überraschen – ich rede ständig über meine irischen Wurzeln und darüber, dass die Iren seit 800 Jahren dafür kämpfen, sich vom kolonialen Joch zu befreien.

Ich habe das ganz klar – und ein bisschen peinlicherweise – zu einem ziemlich großen Teil meiner Persönlichkeit gemacht. Es ist nicht der irische Teil des Irisch-Amerikanischseins, auf den ich nicht stolz bin, sondern der amerikanische Teil, und wo diese beiden Wörter aufeinandertreffen.

Um es ganz offen zu sagen: Wir irisch-amerikanischen Leute haben es echt vermasselt. In Irland waren wir Revolutionäre. In Amerika waren wir Polizisten, Kolonisatoren und Rassenunruhestifter. Wir haben den Pakt mit dem Teufel geschlossen, sobald wir konnten, und unser Erbe und unsere Sprache gegen Weißsein und verwässerte Kulturreste eingetauscht, die wie grünes Bier und Kleeblätter aussehen.

Ich sage „wir“, als wäre ich nicht erst mehrere Generationen später in diese Situation hineingeboren worden, als hätte meine Großmutter die Muttersprache ihrer Eltern kaum gesprochen. Sie wurde (natürlich) in Boston als Tochter von Einwanderern aus Galway geboren, die verzweifelt wollten, dass ihre Kinder sich assimilieren. Ihr Vater floh kurz vor dem Aufstand aus Irland, aber jeder seiner Brüder kämpfte darin und wurde dafür verhaftet.

Der vielleicht stolzeste Moment meines Lebens war es, einem dieser Brüder an seinem hundertsten Geburtstag die Hand zu schütteln. Dieser Mann lebte in drei verschiedenen Jahrhunderten, und soweit ich das beurteilen kann, kämpfte er in einem gescheiterten Aufstand, einer größtenteils erfolgreichen Revolution und einem Bürgerkrieg gegen die Revolutionäre, die das Land verkauften – und das alles, bevor er fünfundzwanzig wurde. Als ich ihn traf, war er schon seit Jahrzehnten blind, aber er grinste über beide Ohren, als er die Nachkommen seines Bruders traf. Er lebte länger als die berühmt-berüchtigte langlebige Königin, die später das Reich regierte, gegen das er zu den Waffen griff, und das, obwohl er in einer Steinhütte lebte.

Ihn getroffen zu haben, ist etwas, worauf ich stolz bin. Das ist ein Vermächtnis, das mir wichtig ist.

Den Familiennamen meiner Großmutter kann ich bis zur Schlacht von Clontarf im Jahr 1014 zurückverfolgen, als die Iren die Wikinger von ihren Küsten vertrieben.

St. Patrick’s Day? Der St. Patrick’s Day ist mir scheißegal. Ich habe heute Morgen in einem Café einen grünen St. Patrick’s Day-Milchshake getrunken und er hat nach Zahnpasta geschmeckt.

Ich habe ihn trotzdem getrunken, weil er aus Zucker bestand und ich im Grunde ein Kobold bin. Ich hoffe, dass das, dass ich ihn trotzdem getrunken habe, nicht irgendwie Teil der Metapher wird, die ich hier aufbaue.

Weder irischstämmige noch nicht-irischstämmige Amerikaner können uns ertragen, wenn wir mit unserem Erbe angeben, egal ob wir grünen Plastikmüll tragen und nach Whiskey schreien oder IRA-Lieder singen und ein Erbe der Rebellion für uns beanspruchen, dem wir sicher nicht gerecht zu werden scheinen. Niemand kann uns ausstehen, und ich nehme es ihnen nicht übel. Es ist vernünftig, jeder weißen Person zu misstrauen (oder sie nicht zu mögen), die Unterdrückungspunkte für sich beansprucht, indem sie davon redet, dass sie früher nicht weiß war (was wir mit unseren italienisch-amerikanischen Brüdern gemeinsam haben, ist, dass wir uns darüber beschweren, nicht immer weiß zu sein, katholisch zu sein und unsere Geschichte des radikalen Linksextremismus aufzugeben).

Es stimmt, dass die Iren während des größten Teils der amerikanischen Geschichte nicht ganz weiß waren, aber wir hatten es hier nie auch nur halb so schlimm wie Schwarze oder indigene Völker, und wir sind nun schon seit hundert Jahren weiß, weil wir am Scheideweg dem Teufel begegnet sind und ihm unsere Seele verkauft haben. Um ehrlich zu sein – und um eine Büchse Würmer zu öffnen, die niemand essen möchte: Irisch-Amerikaner haben im protestantischen Amerika mindestens genauso viel Unterdrückung erfahren, weil sie katholisch waren, wie weil sie Iren waren (schau dir die Geschichte der zweiten Inkarnation des KKK an, um mehr darüber zu erfahren). Aber noch einmal: Der Katholizismus ist derzeit kein Faktor der Unterdrückung in diesem Land, und während Geschichte wichtig ist, sind die gegenwärtigen Verhältnisse wichtiger.

Es gibt ein Erbe der irischstämmigen Amerikaner, das es wert ist, beachtet zu werden, aber es ist begraben unter Polizisten, weißen Supremacisten (aber ich wiederhole mich) und Leprechaun-Hüten.

Der historische Stich zeigt eine geheime Versammlung von Bergarbeitern
'The Strike in the Coal Mines - Meeting of Molly M'Guire Men".'
Aus Harper's Weekly, 31. Januar 1874.
Was ein Erbe angeht, das es wert ist, beachtet zu werden, kann ich in ein paar Richtungen weisen. Erstens, und das kenne ich am besten, sind die Molly Maguires aus den Kohlefeldern von Pennsylvania. Als Großbritannien in den 1840er Jahren seinen zweiten Völkermord an Irland verübte, indem es die Insel aushungerte, flohen die Menschen nach Nordamerika und brachten einige altehrwürdige Traditionen der Arbeiterklasse mit. (Der erste Völkermord an den Iren geschah durch Oliver Cromwell im 17. Jahrhundert im Zuge des Englischen Bürgerkriegs. Frag mich, warum mir die frühe antimonarchistische Bewegung in England völlig egal ist.)

Das ist zwar etwas vereinfacht dargestellt, aber ich kann auf zwei konkurrierende Theorien des Arbeiterkampfes verweisen, die im 19. Jahrhundert um Relevanz wetteiferten. Die eine, hauptsächlich aus England importiert, war der Gewerkschaftswesen. Streiks, Arbeitsniederlegungen, Tarifverhandlungen. Sozialismus als etwas, das man anstreben und aufbauen muss. Die andere, aus Irland, lautete im Grunde: „Gründe mit deinen Freunden eine Geheimgesellschaft, betrink dich, zieh Frauenkleider an und töte die Reichen, während sie in ihren Betten schlafen.“ Das ist eine ziemlich coole Tradition. Sie stammt von den Leuten, die Engels (von Marx und Engels) für zu barbarisch-sozialistisch hielt, um jemals gute und ordentliche marxistische Sozialisten zu werden.

(Im Ernst, es ist faszinierend, wie besessen von Irland Engels war, und zwar auf die ganz falsche Art und Weise.)

Aber die Molly Maguires. Es gab also diese losen Geheimgesellschaften während der gesamten irischen Geschichte (oder zumindest seitdem es englische Grundbesitzer gab, die man erwürgen konnte), aber die heute berühmteste ist die, die es bis in die Kohlebergwerke Amerikas geschafft hat: die Molly Maguires. Ihr Crossdressing war nicht wirklich eine Gender-Sache, und es war auch nicht wirklich eine Verkleidung. Es war eher ein magischer Akt der Verwandlung. Sie wurden zu etwas anderem, wenn sie sich verkleideten, um Sabotage und Gewalt zu verüben. Das ist eine Drag-Tradition, hinter der ich stehen kann.

Die meisten irischen Bergleute waren froh genug, den Gewerkschaften nach britischem Vorbild beizutreten, und ehrlich gesagt ist Gewerkschaftswesen insgesamt wahrscheinlich der bessere Weg, um die Macht der Arbeiterklasse aufzubauen. Aber wann immer die Bosse anfingen, gegen die Gewerkschaften vorzugehen und die Organisierung unter Strafe zu stellen, standen die Fenian-Bastarde schon bereit. Aufstand und Revolution sind keine Gegensätze; sie sind sich ergänzende Strategien. Akzeptiert die Gewerkschaften, oder ihr bekommt es mit den Mollies zu tun.

Obwohl der Staat eine mächtige Sache ist und die Molly Maguires größtenteils verschwanden, nachdem eine Menge von ihnen gehängt worden waren. So ist das eben. Irland erlangte 1922 den größten Teil seiner Unabhängigkeit, obwohl Michael Collins und einige der anderen revolutionären Führer einen Kompromiss akzeptierten und bald darauf gegen ihr eigenes Land in den Krieg zogen, was zu der Teilung führte, die das Land heute hat. (Meine irische Familie redet nicht gern über Politik, aber meiner Tante wurde erzählt, dass mein revolutionärer Onkel bis zu seinem Lebensende jedes Mal spuckte, wenn er den Namen Michael Collins hörte.)

Aber Revolutionäre auf der ganzen Welt sind darauf angewiesen, einen Ort zu haben, an den sie gehen können, wenn es zu Hause zu heiß wird. Für die Russen war es die Schweiz. Für die Iren war es Amerika. Das ist eine Geschichte, in die ich hier und da in den Drehbüchern verschiedener Episoden hineingeschaut habe, die ich mir aber noch nicht vollständig angesehen habe. Eine Geschichte der irisch-amerikanischen Revolutionäre, die Spenden sammelten, Waffen kauften, bereit zum Krieg nach Irland zurückkehrten und sogar in Kanada einmarschierten. (Im Ernst. Sie dachten, wenn sie Kanada erobern könnten, könnten sie es den Briten als Lösegeld für Irlands Freiheit anbieten. Das ist nicht gerade der antikolonialistischste Schachzug, aber es ist seltsam und es ist passiert, und ich werde irgendwann darauf eingehen.)

Das Foto zeigt den anlässlich des Saint Patrick’s Day traditionell grün gefärbten Chicago River an dessen Promenade Menschen spazieren und der von Wolkenkratzern umgeben ist.
Der anlässlich des Saint Patrick’s Day traditionell grün gefärbte Chicago River
Foto: Knowledge Seeker
Lizenz: Public Domain
Das ging jahrzehntelang so weiter. Die Fenian Brotherhood wurde 1858 gegründet, ein amerikanisches Pendant zur Irish Republican Brotherhood, aus der später die Irish Republican Army hervorging. Aber es gab auch Leute wie den irischen (nicht-amerikanischen) Syndikalisten Jim Larkin, der 1917 in Chicago den Dil Pickle Club mitbegründete, zusammen mit einem amerikanischen IWW-Bombenbauer namens Jack Jones (ich glaube nicht, dass er in einer Gewerkschaft für Bombenbauer war, er war einfach ein Gewerkschafter, der Bomben baute, um Chefs in die Luft zu jagen. Das war damals so üblich). Dieser Club war ein Ausgehort und einer der wenigen Orte in Chicago, an denen Menschen verschiedener Hautfarben zusammenkamen. Und dort verbrachte Jim Larkin seine Zeit im Exil, bevor er in ein weitgehend freies Irland zurückkehrte. Vor der Revolution gab es in Irland nicht viel anarchistische Geschichte (obwohl Syndikalisten und Anarchisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine größere Rolle im revolutionären Kampf spielten), aber ich habe eine Theorie, warum es dort keine Anarchistenbewegung mit großem A gab. Ich habe sogar irgendwo Notizen zu dieser Theorie, aber sie liegen mir gerade nicht vor, denn das hier ist kein gut durchdachter Essay, sondern ein Rant, den ich geschrieben habe, weil ich sauer war, dass mein St. Patrick’s Day-Milchshake nach Zahnpasta schmeckte und ich ihn trotzdem getrunken habe. Scheiße, ich glaube, dieser Milchshake ist doch Teil der Metapher.

Im Laufe der gesamten anarchistischen Geschichte finde ich, dass europäische Anarchisten weniger damit beschäftigt waren, den Anarchismus in die Kolonien zu exportieren, als vielmehr damit, antikoloniale Kämpfe zu unterstützen und indigene Methoden des Aufstands zu importieren, die dann in Europa verarbeitet und wieder exportiert wurden. Da ist der griechische anarchistische Arzt Plotino Rhodakanaty, der nach Mexiko ging, um von den Menschen etwas über traditionelle Landnutzung zu lernen, und am Ende eine Generation indigener mexikanischer Anarchisten inspirierte. Da ist die Veteranin der Pariser Kommune, Louis Michel, die sich im Exil mit den indigenen Völkern Neukaledoniens solidarisierte und dort ihr anarchistisches Denken weiterentwickelte. Da ist der Naturforscher Peter Kropotkin, der den Großteil seiner Theorien zum anarchistischen Kommunismus durch das Studium der Natur und der Anthropologie entwickelte, unter anderem in sibirischen Gemeinschaften. Und dann gibt es noch… britische Anarchisten, die (soweit ich weiß) die einzigen Menschen in Großbritannien waren, die die irische Unabhängigkeit und die Gewalt der Unterdrückten unterstützten. Die Herausgeber britischer anarchistischer Zeitungen in den 1880er- und 1890er-Jahren versuchten nicht, den Anarchismus nach Irland zu exportieren, sondern sammelten Spenden für irische Revolutionäre und machten sich Notizen über irische Methoden des Sozialismus und des Widerstands. Wie die irischen Geheimgesellschaften. Möglicherweise (das habe ich auf meinem Red-String-Board noch nicht ganz nachverfolgt) der Vorläufer von Affinitätsgruppen.

Direkte Aktion, Aufstand und gemeinschaftliche Landnutzung waren bereits Kernprinzipien der irischen Kultur. Irgendwo in mir habe ich einen guten und ordentlichen Aufsatz über die Abschaffung der Weißheit, darüber, wie wir, um die weiße Vorherrschaft zu zerstören, die Weißheit als soziales Konstrukt zerstören müssen. Ich werde ihn irgendwann schreiben (andere haben ihn bereits geschrieben, aber wer lernt nicht gerne, einen guten Coversong zu spielen? Es ist wie bei der Volksmusik; die Abschaffung der Weißheit ist für alle da).

In der Zwischenzeit denk daran: Wenn wir Irland richtig feiern wollten, würden wir heute palästinensische Flaggen hissen und kein Grün tragen. Einige Episoden, die ich gemacht habe und in denen es um solche Themen ging:

Quelle: "Fenian Bastards or: the disappointing legacy of Irish-Americans", 18. März 2026 von Margaret Killjoy.

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Übersetzung: Thomas Trueten [Autorisiert]
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