Heute setzen wir das Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus mit dem 1998 von Nettie Wild gedrehten A Place Called Chiapas fort. Der Film setzt sich mit der zapatistischen Revolution auseinander: "Durch den Aufstand der Zapatisten unter Führung des Subcomandante Marcos wurde der von großer Armut geprägte mexikanische Bundesstaat auf der ganzen Welt zur Kenntnis genommen. Die Zapatisten, die sich in der EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) zusammengeschlossen haben, kämpfen für die Rechte und die freie Entwicklung der indigenen Bevölkerung und wenden sich auch mit gewalttätigen Mitteln gegen die Folgen der kolonialen Ausbeutung, diverse Missionierungsversuche, vor allem aber gegen die von Rassismus und religiösem Fanatismus geprägte Motivlage, die die letzten Reste der uralten Hochkultur der Mayas auszurotten droht.
Bei ihrem Vorgehen gegen die Guerilla übte die mexikanische Armee massive Gewalt auch gegen unbeteiligte Indigene aus und verübte zahlreiche Greueltaten. Das bekannteste Massaker fand in Acteal statt, unter den 45 Opfern sollen sogar schwangere Frauen und Kinder gewesen sein.
Von 1994 bis 2000 sind nach Angaben der EZLN über 1000 Guerillas und sympathisierende Mayas getötet und mehr als 15000 vertrieben worden." WikiPedia
Blogkino: A Las Barricadas! - Helmut Kirschey of the Durruti Column (1989)
30 Wuppertaler Antifaschisten kämpften im spanischen Bürgerkrieg in der republikanischen Armee gegen (den späteren Diktator) Franco und die deutschen Nazi-Truppen. Einer der wenigen Überlebenden war Helmut Kirschey, der bis zu seinem Tod am 23. August 2003 in Göteborg lebte. Nach einer halbjährigen KZ- Haft floh er 1933 nach Holland und ging von dort im Juli 1936 nach Spanien.
Der Film begleitet den Wuppertaler Anarchosyndikalisten Helmut Kirschey 1989 auf eine Erinnerungsfahrt nach Spanien an die Stätten seines damaligen Aufenthaltes, wo er aktiv als Milizionär der anarchistischen Kolonne Durruti an den Kämpfen des Bürgerkriegs zwischen 1936 und 1939 teilnahm.
Mehr Informationen zu Helmut Kirschey gibt es in einem Nachruf von Dieter Nelles.
Blogkino: Hospital provincial (1932)
Heute zeigen wir in unserer Laurel und Hardy Reihe im Blogkino den 1932 entstandenen Kurzfilm "Country Hospital" von 1932. Wir haben den Film schon einmal gezeigt, bringen heute jedoch exklusiv für unsere spanischsprachigen LeserInnen die spanisch synchronisierte Fassung.
Blogkino: Helpmates (1932)
Heute zeigen wir in unserer Laurel und Hardy Reihe im Blogkino den 1932 entstandenen Kurzfilm "Helpmates". "Ollie steht morgens mit einem Eisbeutel auf dem Kopf vor dem Spiegel. Er erinnert sich an die wilde Party, die er am Abend zu vor gefeiert hat und schimpft mit sich selbst. Doch es kommt noch schlimmer: der Briefträger bringt ein Telegramm, dass die Rückkehr seiner aggressiven Frau von einer Reise am Mittag ankündigt. Wenn diese das verschmutzte Haus sehen würde, wäre es für Ollie ein böses Erlebnis. Also bestellt er voller Panik seinen Freund Stan zu sich, um das nach der Party verwüstete Haus aufzuräumen. Zunächst scheinen die Arbeiten gut voranzugehen..." (WikiPedia)
Blogkino: Below Zero (1929)
Heute zeigen wir in unserer Laurel und Hardy Reihe im Blogkino den 1929 entstandenen Kurzfilm "Below Zero". Zum Inhalt schreibt film.at: "Wieder einmal müssen Laurel & Hardy ihren Lebensunterhalt mit Straßenmusik verdienen. Während eines Schneesturmes haben sie Glück: sie finden eine Brieftasche. Ihr erster Weg führt ins nächste Restaurant, wo sie sogar den Polizisten großzügig auf eine Runde einladen. Dieser jedoch ist nervös, denn er hat "etwas" verloren ... BELOW ZERO ist eine kuriose, bizarre, fast surrealistische Comedy und hat einen bedächtigen Rhythmus (ohne langsam zu wirken) und kommt bis auf die Restaurant-Szene fast ohne Dialog aus. Auch die Zusammenstösse mit den musikempfindlichen Passanten (darunter eine alte Dame, die Hardy eine Milchflasche über den Schädel schlägt und sein Akkordeon demoliert) werden großenteils schweigend ausgetragen. BELOW ZERO ist einer der ausgefallensten und intelligentesten Laurel & Hardy Filme."
Blogkino: Me and My Pal (1933)
Heute zeigen wir in unserer Laurel und Hardy Reihe im Blogkino die 1933 entstandene Kurzkommödie "Me and my Pal", die hierzulande auch unter dem irreführenden Titel "Die Mitgiftjäger" aufgeführt wurde. "Oliver Hardy hat sich durch jahrelange harte Arbeit bis kurz vor die Spitze eines Ölkonzerns vorgearbeitet. Am heutigen Tag soll er die Tochter des Ölmagnaten Peter Cucumber heiraten und selbst den Vorsitz der Firma übernehmen. Sein bester Freund Stan soll als Trauzeuge fungieren und überreicht ihm am Morgen der Hochzeit sein Geschenk: ein Puzzle. Stan und Ollie fangen schon gleich mit dem Puzzle an, worüber sie die Zeit vergessen. Nach und nach schließen sich Ollies Butler, der Taxifahrer, ein Botenjunge mit einem wichtigen Telegramm und sogar ein Polizist der Puzzlerunde an.
Mr. Cucumber gerät unterdessen auf der Hochzeit in Wut, da der Bräutigam seiner Tochter immer noch nicht auftaucht. Er macht sich auf dem Weg zu Ollies Haus, wo unterdessen das Puzzle bis auf ein fehlendes Teil vervollständigt ist. (...)" (Wikipedia)
Blogkino: The stolen Jools (1931)
Heute zeigen wir in unserer Laurel und Hardy Reihe im Blogkino die starbesetzte Kriminalfilmkurzkomödie The stolen Jools aus dem Jahr 1931. Unter anderem wirken mit:
• Douglas Fairbanks, Jr.
• Buster Keaton
• Stan Laurel
• Oliver Hardy
• Barbara Stanwyck
• Joan Crawford
• Edward Robinson
• Gary Cooper
• Maurice Chevalier
• Norma Shearer
• Eddie Kane
• Dorothy Lee
• Loretta Young
• Wallace Beery
• Edward G. Robinson
• William Haines
• Victor McLaglen
• Warner Baxter
• Irene Dunne
• Richard Dix
• Bert Wheeler
• Robert Woolsey
• Eugene Pallette
• Jack Oakie
• Fay Wray
• Joe E. Brown
Zur Handlung: "Auf dem jährlichen Ball der Filmstars wurden Norma Shearers Juwelen gestohlen. Die Polizei wird von Edward G. Robinson und George E. Stone mit vorgehaltener Waffe um Aufklärung gebeten, da die Juwelen „ihnen entwendet wurden“. Nach einer Odyssee von Befragungen der auf dem Ball anwesend gewesenen Filmstars nach den Juwelen offenbart Mitzi Green, dass sie gesehen hat, wie Edward G. Robinson und George E. Stone diese in eine Kiste packten, und vermutete, dass da etwas nicht in Ordnung ist. (...)"
Blogkino: Berth Marks (1929)
Heute zeigen wir in unserer Laurel und Hardy Reihe im Blogkino "Berth Marks", der zweite Tonfilm des Duos, der am 1. Juni 1929 veröffentlicht wurde. Die beiden reisen im Zug nach Pottsville, zu einer Testamentseröffnung.
Fernsehen lehren
Adorno: „Im Übrigen, Herr Becker, bin ich ganz Ihrer Ansicht, daß man die Zuschauer Fernsehen lehren müßte. [...] [So ist doch] die Frage: wie soll man fernsehen, ohne darauf hereinzufallen, also ohne dem Fernsehen als Ideologie zu verfallen. Mit anderen Worten: der Unterricht, den Sie vorgeschlagen haben im Gespräch über solche Medien, müßte nicht nur darin bestehen, daß man das Richtige auswählen und mit Kategorien sehen lernt, sondern er müßte von vornherein auch die kritischen Fähigkeiten entwickeln; er müßte die Menschen dazu bringen, etwa Ideologien zu durchschauen; er müßte sie vor falschen und problematischen Identifikationen bewahren und er müßte sie vor allem davor bewahren, der allgemeinen Reklame für die Welt zu verfallen, die durch die bloße Form solcher Medien, vor allem Inhalt, schon unmittelbar gegeben ist.
Kadelbach: Darf ich Sie einen Moment unterbrechen, Herr Adorno? Sie haben also einmal davon gesprochen, das Fernsehen könnte selbst eine Ideologie sein, und dann haben Sie das gleiche Worte Ideologie noch einmal gebraucht, nämlich im Zusammenhang mit der Gefahr, einer Ideologie zu verfallen. Vielleicht ist es um der Begriffsklarheit willen ganz gut, wenn Sie uns einmal sagen, was Sie unter >Fernsehen als Ideologie< verstehen?
Adorno: Unter >Fernsehen als Ideologie< verstehe ich zunächst einmal ganz schlicht, was man vor allem an den amerikanischen Fernsehspielen, und es fehlt ja bei uns nicht an ihresgleichen, feststellen kann, daß nämlich falsches Bewußtsein und Verschleierungen der Wirklichkeit den Menschen eingetrichtert werden, und daß, wie man so schön sagt, eine Reihe von Werten als schlechterdings dogmatisch positiv geltend den Menschen aufgeschwatzt werden, während die Bildung, von der wir sprechen, gerade darin bestünde, daß man solche Begriffe, die hier als positiv gesetzt werden, in ihrer Problematik durchdenkt und daß man zu einem selbständigen und autonomen Urteil über sie gelangt. Darüber hinaus aber gibt es noch etwas wie einen formal-ideologischen Charakter des Fernsehens, daß sich nämlich eine Art von Fernsehsüchtigkeit entwickelt, bei der schließlich das Fernsehen, wie andere Massenmedien auch, eigentlich durch seine bloße Existenz zum einzigen Bewußtseinsinhalt wird und durch die Fülle des Angebots die Menschen ablenkt von dem, was eigentlich ihre Sache wäre und was sie eigentlich angeht. Und von diesem zweiten allgemeineren ideologischen Charakter des Fernsehens wären die Menschen, vor aller einzelnen und bestimmten Ideologie, soweit es möglich ist, durch jene Art von Fernsehunterweisung zu impfen [...].“
Theodor W. Adorno: Erziehung zur Mündigkeit. Vorträge und Gespräche mit Hellmut Becker 1959-1969. Hrsg. v. Gerd Kadelbach. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971. S. 54f.
Blogkino: Panik auf der Leiter (1930)
Heute in unserer Laurel und Hardy Reihe im Blogkino: "Panik auf der Leiter" aus dem Jahr 1930. Seine Frau gebietet Oliver Hardy, die Radioantenne auf dem Hausdach anzubringen. Stan Laurel unterstützt ihn dabei nach Kräften. Dennoch treten einige Probleme auf, die schließlich zu einer so nicht geplanten Fahrt durch die Stadt führen...
