Heute zeigen wir im Blogkino den Thriller Larceny von Regisseur George Sherman mit John Payne, Joan Caulfield, Dan Duryea, und Shelley Winters in den Hauptrollen. Der Plot: Der Betrüger Rick Maxon (Payne) versucht, die Kriegswitwe Deborah (Caulfield) dazu zu bringen, ihre Ersparnisse für ein nicht existierendes Denkmal zu opfern. Als Rick sich in Deborah verliebt, plagen ihn Gewissensbisse, aber er muss sich mit seinem Bandenchef Silky (Duryea) und der knallharten Moll Tory (Winters) herumschlagen, die in Rick verliebt ist, aber Silkys Freundin ist.
Blogkino: Too Late for Tears (1949) AKA Killer Bait (1955)
Heute zeigen wir im Blogkino den Thriller Too Late for Tears, der 1955 erneut unter dem Titel Killer Bait ins Kino und in Deutschland unter dem Titel Der blonde Tiger in die Kinos kam. Der Plot des Films, zu dem es hier ein ausführlichers Review gibt und in dem Lizabeth Scott für damalige Verhältnisse eine ausgesprochen rabiate weibliche Hauptolle spielt: "Los Angeles. Das Ehepaar Jane und Alan Palmer fährt nachts auf einer einsamen Landstraße zu einer Einladung. Jane ist die Verabredung unangenehm, sie will umkehren. Es kommt zu einem Streit, Jane greift ihrem Mann ins Lenkrad, als plötzlich von einem entgegenkommenden Auto eine Tasche in ihr Cabriolet geworfen wird. In der Tasche befinden sich 60.000 $. Jane beschließt nach einem kurzen Halt spontan, das Geld behalten zu wollen. Sie setzt sich ans Steuer, der skeptische Alan ist auf dem Rücksitz, und rast davon. Wenig später werden die beiden von einem Auto verfolgt, Jane kann den Verfolger jedoch abschütteln. Für Jane bedeutet das Geld die Hoffnung auf eine Änderung in ihrem Leben, ihr Ehemann ist jedoch ängstlich. Alan befürchtet, dass es sich bei dem Wurf der Tasche in ihr Auto um eine Geldübergabe aus einer Erpressung gehandelt habe.
Wenige Tage später taucht Danny Fuller bei Jane auf, gibt sich als Detektiv aus und sucht in der Wohnung das verlorene Geld. Jane stellt sich zunächst dumm, doch Fuller glaubt ihr nicht. Als Fuller nicht lockerlässt, erzählt sie ihm, dass sie das Geld der Polizei übergeben hätten. Einige Zeit später kehrt Fuller zu ihr zurück und behauptet herausgefunden zu haben, dass niemand Geld bei der Polizei abgegeben hätte. Jane hält dagegen, dass das Geld zwar noch nicht bei der Polizei sei, aber ihr Ehemann gewillt sei, es abzugeben. Die einzige Chance für Fuller, an das Geld zu kommen, wäre, mit ihr zusammenzuarbeiten, und dafür würde sie die Hälfte des Geldes bekommen. Um die Ernsthaftigkeit ihres Angebotes zu untermauern, wirft sich Jane Fuller um den Hals.
Während einer abendlichen Bootsfahrt erschießt Jane bei einem Handgemenge versehentlich ihren Ehemann und erklärt ihn für vermisst. Doch Alans Schwester ist misstrauisch und erhält plötzlich in ihrem Misstrauen Unterstützung durch Don Blake. Blake ist der Bruder des verstorbenen ersten Ehemanns von Jane Palmer. Blake glaubt, dass Jane die Schuldige am Tod seines Bruders ist. Da Jane ihm nie begegnet ist, kann er sich bei ihr als alter Freund Alans ausgeben. Er trifft sich mit ihr und beginnt sie zu observieren. Dabei stellt er die Beziehung zu Danny Fuller fest. Gemeinsam mit Kathy nimmt er nun weitere Untersuchungen auf. Kathy hatte zuvor bereits ein Schließfachticket aus der Wohnung ihres Bruders entnommen. Dies scheint der Schlüssel zum Geheimnis von Jane Palmer zu sein. Doch Jane kann das Ticket wieder an sich bringen und so auch das Geld. Sie geht damit zu Fuller und erfährt, dass das Geld aus einer Erpressung Fullers stammt. Sie sei mit ihrem Ehemann bei der Geldübergabe dazwischengekommen. Jane vergiftet Fuller und flieht nach Mexiko. (...)" (WikiPedia)
Wenige Tage später taucht Danny Fuller bei Jane auf, gibt sich als Detektiv aus und sucht in der Wohnung das verlorene Geld. Jane stellt sich zunächst dumm, doch Fuller glaubt ihr nicht. Als Fuller nicht lockerlässt, erzählt sie ihm, dass sie das Geld der Polizei übergeben hätten. Einige Zeit später kehrt Fuller zu ihr zurück und behauptet herausgefunden zu haben, dass niemand Geld bei der Polizei abgegeben hätte. Jane hält dagegen, dass das Geld zwar noch nicht bei der Polizei sei, aber ihr Ehemann gewillt sei, es abzugeben. Die einzige Chance für Fuller, an das Geld zu kommen, wäre, mit ihr zusammenzuarbeiten, und dafür würde sie die Hälfte des Geldes bekommen. Um die Ernsthaftigkeit ihres Angebotes zu untermauern, wirft sich Jane Fuller um den Hals.
Während einer abendlichen Bootsfahrt erschießt Jane bei einem Handgemenge versehentlich ihren Ehemann und erklärt ihn für vermisst. Doch Alans Schwester ist misstrauisch und erhält plötzlich in ihrem Misstrauen Unterstützung durch Don Blake. Blake ist der Bruder des verstorbenen ersten Ehemanns von Jane Palmer. Blake glaubt, dass Jane die Schuldige am Tod seines Bruders ist. Da Jane ihm nie begegnet ist, kann er sich bei ihr als alter Freund Alans ausgeben. Er trifft sich mit ihr und beginnt sie zu observieren. Dabei stellt er die Beziehung zu Danny Fuller fest. Gemeinsam mit Kathy nimmt er nun weitere Untersuchungen auf. Kathy hatte zuvor bereits ein Schließfachticket aus der Wohnung ihres Bruders entnommen. Dies scheint der Schlüssel zum Geheimnis von Jane Palmer zu sein. Doch Jane kann das Ticket wieder an sich bringen und so auch das Geld. Sie geht damit zu Fuller und erfährt, dass das Geld aus einer Erpressung Fullers stammt. Sie sei mit ihrem Ehemann bei der Geldübergabe dazwischengekommen. Jane vergiftet Fuller und flieht nach Mexiko. (...)" (WikiPedia)
Ich wünschte, sie wären nicht meine Feinde oder: über den Gang zum Schießstand

Es ist ein guter Film. Während der Film selbst eindeutig pro-revolutionär (und antifaschistisch) ist, beginnt der Protagonist als Nationalist (der für Franco und die faschistischen Kräfte kämpft), der kurz davor steht, von seiner eigenen Seite hingerichtet zu werden. Die größten Schurken sind die ausländischen autoritären Mächte: die Nazis (die Zombies erschaffen haben) und die Stalinisten (die darauf warten, die Revolution zu verraten und sich nur um die Macht kümmern).
In diesem Essay geht es nicht wirklich um diesen Film, aber es gibt eine Szene, die früh im Film spielt, in der zwei der Nationalisten miteinander sprechen. Der ältere Nationalist fragt den jüngeren Nationalisten, einen jungen naiven Mann, warum er sich den Franco-Truppen angeschlossen hat. Der junge Mann, eigentlich eher ein Kind, sagt im Grunde: „Nun, ich mochte die Nonnen in meinem Dorf. Sie gaben uns Kekse. Die Republikaner griffen die Nonnen an, also schloss ich mich ihnen an, um die Republikaner zu bekämpfen.“
Natürlich hatten die Nationalisten das Vertrauen dieses Kindes missbraucht und waren kurz davor, ihn zu töten, als der Film beginnt. Aber seine Begründung, ein einfaches, aus dem Bauch heraus gesprochenes „Ihr habt die Leute angegriffen, die nett zu mir waren“, war für ihn Grund genug, sich den Bösen anzuschließen.
Im Grunde ist „Das Tal der Toten“ ein Kunstwerk, das im modernen Spanien produziert wurde und versucht, mit dem Bürgerkrieg abzurechnen, der eine halbe Million Menschen das Leben gekostet hat. (Natürlich waren die weitaus meisten Menschen, die in diesem Krieg getötet wurden, Zivilisten, die von den Faschisten hingerichtet wurden.) Es ist ein Film, der versucht, damit abzuschließen, warum sich die Spanier nach Jahrzehnten einer wachsenden Rechts-Links-Spaltung ein paar Jahre lang gegenseitig umgebracht haben.
Also ... das ist etwas, worauf man als Amerikaner achten sollte.
Okay, ein weiterer Teil dieser Geschichte. Ich habe einen Freund, dessen Familie in Deutschland alle Nazis waren. Er ist ein Antifaschist wie er im Buche steht, ein liebenswerter Mann, ein Einwanderer der zweiten Generation. Er wurde einmal in einer Kneipenschlägerei niedergestochen, weil er seine Freundin gegen einen Mann verteidigte, der sie belästigte. Ich mag ihn. Seine Familie waren Nazis. Glücklicherweise ist Faschismus nicht genetisch bedingt.
Er hat mir die Geschichte seiner Familie erzählt. Er hat sie nicht als Rechtfertigung für ihre Entscheidungen angeführt. Er sagte: „Meine ganze Familie lebte in Südwestdeutschland und war jahrelang gegen die Nazis, aber dann bombardierten die Alliierten die Stadt und töteten in einer Nacht 90 % der Familie. Die restlichen 10 % schlossen sich dem Kampf gegen die Alliierten an.“
Ich denke ziemlich oft an diese Geschichte. Das Wort für „Soldat in der Nazi-Armee, der nicht ideologisch dem Faschismus verpflichtet ist“ ist „Nazi“. Es ist vollkommen vernünftig, sie zu bekämpfen, sie zu töten. Nur wenn wir eine ausreichend große Anzahl von ihnen töten, können wir die Nazis davon abhalten, ihr ganzes Nazi-Programm durchzuziehen. Aber ich kenne auch niemanden, der nicht versuchen würde, seine Familie zu rächen, wenn er 90 % seiner Familie in einer einzigen Nacht verlieren würde.
Ich denke, die Bombardierung Deutschlands durch die Alliierten ist eine der schwierigsten ethischen Fragen der Geschichte. Als Anarchist glaube ich, dass es keine autoritärere Handlung gibt als Mord. Ich glaube, dass es niemals ethisch vertretbar ist, unschuldige Menschen zu töten, sondern nur, Menschen davon abzuhalten, Schaden anzurichten – wenn nötig mit Gewalt. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass man keine Ballungszentren bombardieren sollte. (Es ist schon komisch, dass bestimmte Dinge außerhalb des Krieges offensichtlich erscheinen, wie z. B. „man sollte keine Wohnhäuser voller unschuldiger Menschen in die Luft jagen“, aber sobald es Krieg gibt, wird es zu einer Sache, über die die Menschen tatsächlich debattieren würden.)
Wer ist unschuldig? Sind die Arbeiter auf dem Todesstern unschuldig? Wahrscheinlich nicht – sie bedienen eine Todesmaschine, ob sie nun einen Blaster in der Hand halten oder nicht. Ich weiß nicht genug über Star Wars, um diese Analogie weiterzuführen. Aber ist irgendein Deutscher im Jahr 1943 unschuldig? Vielleicht. Vielleicht sind „Schuld“ und „Unschuld“ der falsche Rahmen. Vielleicht ist „Müssen diese Leute aufgehalten werden?“ die bessere Frage, weil sie weniger auf Dingen wie dem Bewusstsein, Schaden anzurichten, beruht. Damit Mord Mord ist, muss der Mörder denken: „Ich werde diese Person töten.“
All diese Fragen sind heikel. Menschen, die dir einfache Antworten verkaufen wollen, verkaufen dir etwas. Normalerweise verkaufen sie dir die einfache Antwort des Blutrausches. Gelegentlich verkaufen sie dir die einfache Antwort des Pazifismus.
Freunde, die sich viel intensiver mit dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt haben als ich, haben mir gesagt, dass die Bombardierung von Ballungszentren durch die Alliierten den Krieg gegen den Faschismus nicht wesentlich vorangebracht hat, und ich möchte das glauben, weil ich glauben möchte, dass meine eigene einfache Antwort (dass es keine Möglichkeit gibt, ein Ballungszentrum ethisch zu bombardieren) nicht nur ethisch, sondern auch strategisch wahr ist.
Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Bombenangriffe der Alliierten die Familie meines Freundes zu Nazis gemacht und den Faschismus auf diese besondere Weise gestärkt haben.
Ich habe letztes Wochenende in der ländlichen Gegend der Appalachen, in der ich lebe, einen Kurs zum verdeckten Tragen von Waffen besucht, und die Schichten der Verschleierung gingen für mich besonders tief, weil ich Blue Jeans anzog und mein Bestes gab, um einen cisgender heterosexuellen Mann zu imitieren. Nicht alle waren überzeugt. Nun, genauer gesagt hatte ich den Eindruck, dass die unpolitischen Leute vom Land in der Klasse mit meinen Zöpfen und dem goldenen Körperschmuck absolut kein Problem hatten, aber dass eine beträchtliche Minderheit der Klasse ideologisch einer Position verpflichtet war, die mehr oder weniger das Gegenteil meiner eigenen war, und diese Leute durchschauten meine Verkleidung. Es ist sehr seltsam, mit Leuten auf einen Schießstand zu gehen und zu merken, dass viele von ihnen zwar deine Freunde sein könnten, einige von ihnen aber mit Schusswaffen übten, um dich und deine Freunde zu töten.
Ich selbst war dort, weil ich weiß, was manche Menschen Transfrauen antun wollen, und ich habe mehr als genug Morddrohungen von Faschisten erhalten. Das hat mich zu Schusswaffen gebracht, aber wenn ich ehrlich bin, macht mir das Schießen als Hobby mittlerweile Spaß, auch wenn ich sehr zwiespältige Gefühle in Bezug auf Schusswaffen habe.
Im Unterricht wurde größtenteils nicht über Politik gesprochen. Die Leute sprachen über die Jagd und über die Absurdität der Kriminalisierung von Marihuana. Wir sprachen über unsere Pick-ups und über unsere Waffen. Hier und da kam das Gespräch jedoch auf Politik und aktuelle Themen. Einige wenige sprachen über ihre Bewunderung für Elon Musk und Donald Trump. Ein Ausbilder sagte uns: „Mein bester Freund ist schwarz, es geht nicht um Rasse, aber Kamala Harris ist böse. Man kann es in ihren Augen sehen.“ Sie sprachen alle wichtigen Themen an: Harris suche sich die Rassenidentität aus, die ihr am besten passe. Musk kürze die Mittel für verschwenderischen Unsinn wie die „Untersuchung von Transgender-Affen“ und die „Haltung von Garnelen auf Laufbändern“.
Niemand bot einen direkten Gegenpol an. Ich wollte es auf keinen Fall, nicht in dieser Umgebung. Ich wählte einen anderen Ansatz: „Ich mag einfach keinen von ihnen“, sagte ich. „Jeder Politiker lügt.“
Selbst Leute, die Trump gerade noch gelobt hatten, nickten. Ein Mann wies darauf hin, dass ‚sie alle für die 1 % arbeiten‘. Sie sprachen darüber, wie Senatoren Insider-Aktienhandel betreiben, alle von ihnen.
Ich wollte sie nicht radikalisieren. Ich wollte sie nicht einmal von dem, woran sie bereits glaubten, deradikalisieren. Ich wollte nur irgendeine Art von Komplikation in diese Tirade von Unsinn einbringen. Es war deprimierend, mit Leuten zu reden, die in meiner Nähe leben. Ich möchte nicht, dass diese Leute meine Feinde sind. Wirklich, wirklich nicht. Es ist wahrscheinlich, dass einige von ihnen es wären.
Ein Lehrer fragte: „Wer von euch wurde schon einmal in seinem Leben mit einer Waffe bedroht?“, und einige von uns hoben die Hand. Ich habe nicht erwähnt, dass die meisten Waffen, die auf mich gerichtet wurden, von Polizisten gehalten wurden. Ein junger Mann, mehr oder weniger ein Junge, sagte, sein Vater habe eine Waffe auf die Familie gerichtet. Das ist nicht die einzige Geschichte dieser Art, die ich hier gehört habe, nicht einmal die zweite. Das Kind war mit seiner Mutter dort, einer ruhigen Frau, die wegen all der Waffen, die man ihr im Laufe der Jahre an den Kopf gehalten hatte, eine Waffe tragen wollte und die in der Klasse jedes Mal schockiert war, wenn sie hörte, wie lasch die Waffengesetze hier sind.
Als die rechtsextremen Standpunkte aufgezählt wurden, machte der Junge nicht mit. Aber alles, woran ich denken konnte, war: Das sind die Gewässer, in denen er schwimmt. Das sind die Gewässer, in denen alle hier schwimmen, jetzt, wo die Gewerkschaften in den 80er Jahren von den Kohleunternehmen zerstört wurden. West Virginia war früher einer der blauesten Staaten des Landes, eine der Hochburgen des linksgerichteten Landlebens. Bei der Wahl 2024 hat hier kein einziger Landkreis für Harris gestimmt.
Ich habe hier ein paar Leute getroffen, die echte Kulturkrieger sind und sich dem rechten Flügel verschrieben haben. Sie können die Schwuchtel an mir riechen (okay, der Pony, der glitzernde Schmuck und die Corona-Maske helfen nicht gerade) und schenken mir keine Beachtung. Sie sind nicht in der Mehrheit. Sie sind nicht einmal eine ausreichend große Minderheit, um mir den Tag zu verderben. Ich liebe es, an einem Ort zu leben, an dem ich, so verrückt ich auch sein mag, immer noch ein fünfminütiges Gespräch mit dem Kassierer in einem Schotterladen führen kann, wo der Automechaniker mir ernsthaft sagt, dass er keine Kunden hat, sondern Freunde. Er hält mich für eine Art moderne Inkarnation eines Hippies, und das ist für ihn in Ordnung, und er liegt eigentlich nicht besonders falsch.
Ich möchte nicht, dass es diesem Kind in der Klasse so ergeht wie dem Jungen im Tal der Toten, dem unwissenden Nationalisten, der einfach behütet und naiv gegenüber der Welt außerhalb seines Dorfes war und keine Angst hatte, aufzustehen und das zu tun, was er fälschlicherweise für richtig hielt. Ich möchte mir keine Welt vorstellen, in der er und ich zu Feinden werden.
Es ist einfacher, Gruppen von Menschen zu entmenschlichen, die man nie wirklich getroffen hat. Die Begegnung mit queeren Menschen, mit Einwanderern und mit Menschen anderer Hautfarbe ist einer der Hauptgründe, die Menschen von sozialkonservativen Positionen abbringen. Ich glaube wirklich, dass bei den meisten Menschen Bigotterie auf buchstäblicher Ignoranz beruht. Das macht es natürlich nicht zu „meiner Aufgabe“, Menschen aufzuklären und sie für LGBT-Rechte oder was auch immer zu gewinnen.
Aber diese Humanisierung geht tatsächlich in beide Richtungen. Ich glaube nicht, dass dies auf die tatsächlich politisch engagierten Faschisten und Fanatiker zutrifft. Ich glaube nicht, dass es mir etwas bringt, zu erkennen, dass Nazis ihre Hunde lieben und grillen oder was auch immer. Aber ich denke, es tut den Menschen gut zu erkennen, dass die Mehrheit der armen Landbevölkerung nicht darauf brennt, Hassverbrechen zu begehen. Wenn morgen die Apokalypse eintreten würde und ich und der Rest meiner Gegend gemeinsam überleben müssten, würde ich es nicht hinnehmen, dass Leute homophobe Scheiße zu mir sagen (was hier buchstäblich noch nie passiert ist, obwohl ich vermute, dass es passieren könnte), aber ich würde mich von einigen Leuten ernähren lassen, die für Trump gestimmt haben.
Andererseits weiß ich nicht, was passieren würde, wenn es zu einem Bürgerkrieg käme. Und das bricht mir das Herz und lässt mich nachts nicht schlafen. Ich weiß nur, dass wir verloren haben, wenn wir jemals den Punkt eines Bürgerkriegs erreichen. Denn was wir brauchen, ist ein Klassenkampf. Der Dozent in meinem Kurs lag mit fast allem, was er über Politik sagte, falsch, aber in einem Punkt hatte er recht: Unser politisches System ist für die 1 % gemacht. Beide Parteien dienen den Reichen.
Um auf den Spanischen Bürgerkrieg zurückzukommen, denke ich die ganze Zeit an etwas, das Franco gesagt hat, etwas, das wie der Höhepunkt faschistischer Positionen erscheint. Er sagte: „Ich bin bereit, die eine Hälfte Spaniens zu töten, um die andere Hälfte zu regieren.“ Das ist eine so offensichtlich böse Aussage. Genau dagegen sollten wir vorgehen. Wenn wir uns vorstellen, eine bessere Welt aufzubauen, sollten wir uns nicht vorstellen, dass wir sie auf einem Haufen Leichen aufbauen.
Das bedeutet nicht, dass wir nicht kämpfen sollten, um uns zu verteidigen oder eine bessere Welt aufzubauen. Das bedeutet nicht, dass wir keine Feinde haben. Eine Menge Leute in diesem Land sind Wasserträger für Faschisten und werden schon bald selbst überzeugte Faschisten sein.
Es bedurfte blutiger Schlachtfelder, um die Sklaverei zu beenden, als es in den USA zum letzten Mal einen Bürgerkrieg gab. Es war nicht falsch, dass die Menschen in den USA gegen Sklavenhändler kämpften, es war nicht falsch, dass die Menschen in Europa gegen Nazis kämpften. Es war nicht falsch, die Nazis zu erschießen, unabhängig davon, warum sie zu Nazis wurden, aber es ist schrecklich, wenn es dazu kommt, es ist schrecklich, wenn wir sie nicht früher aufhalten können.
Ich habe hier keine einfachen Antworten oder wirklich besonders nützliche Vorschläge. Außerdem müssen wir, wenn wir den Menschen sagen, dass sie sich für eine Seite entscheiden müssen, ihnen auch die Möglichkeit geben, sich für unsere Seite zu entscheiden. Wir können ihnen nicht sagen, dass es zu spät ist.
Ich habe keine einfachen Antworten, aber die Fragen selbst halten mich manchmal nachts wach.
Ich habe keine einfachen Antworten, aber ich denke, es ist wichtig, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen, wahrscheinlich für immer.
Quelle: Margaret Killjoy, in Birds Before the Storm: "I Wish They Weren't My Enemies or: on going to the shooting range", 12. Februar 2025
Birds Before the Storm ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, sollten Sie ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.
Übersetzung [Autorisiert]: Thomas Trueten
Blogkino: Highway Dragnet (1954)
Heute zeigen wir im Blogkino den Film , der hierzulande unter dem Titel "Die Autofalle von Las Vegas" lief. Der Plot des kurzen, aber knackigen "B" Thrillers aus dem Jahr 1954, der von Nathan Juran nach einer Story von U.S. Andersen und Roger Corman mit den Hauptdarstellern Richard Conte, Joan Bennett und Wanda Hendrix inszeniert wurde: "Der ehemalige Sergeant Jim Henry besucht in Las Vegas seinen Kameraden aus dem Koreakrieg, Paul. In einem Casino fällt ihm das Ex-Model Terry Smith auf, in deren Armen er am Abend landet. Am nächsten Morgen wird Jim von Polizeileutnant Joe White Eagle festgenommen, der ihn mit der in einem Apartment erwürgten Terry konfrontiert.
White Eagle hält Jim für schuldig, weist aber auf Paul als möglichen Alibigeber hin; dieser ist nicht auffindbar – er arbeitet inkognito als Agent der Armee. In Panik schnappt Jim sich den Dienstrevolver eines Polizisten und entkommt in einem Streifenwagen. Auf dem Highway 91 biegt Jim von der Straße ab und verlässt das Polizeiauto; er hilft zwei Frauen, die versuchen, ihr kaputtes Auto zu starten. Es handelt sich um die Magazinfotografin Mrs. H. G. Cummings und das Model Susan Willis. Nachdem Jim ihr Auto repariert hat, bieten ihm die Damen eine Mitfahrgelegenheit an. Jim bleibt bei ihnen. Derweil errichtet die Polizei Straßensperren.
Susan sieht in einer Zeitung Jims Foto und wird von Mrs. Cummings daran gehindert, die Polizei zu rufen, indem sie erklärt, bei Terry Smith handle es sich um den Seitensprung ihres Mannes. Als Jim trotzdem erkannt wird, nimmt er die beiden Frauen als Geiseln, stiehlt ein Auto und durchbricht eine Straßensperre. Die Verfolger unter Führung von Lt. White Eagle und anderen Einheiten durch die Wüste sind noch entfernt, als sich bei einem Stopp wegen des Sandes für die Frauen – hin- und hergerissen zwischen Furcht und Unschuldsvermutung – eine Gelegenheit bietet, sich Jims zu entledigen. (...)" (WikiPedia)
White Eagle hält Jim für schuldig, weist aber auf Paul als möglichen Alibigeber hin; dieser ist nicht auffindbar – er arbeitet inkognito als Agent der Armee. In Panik schnappt Jim sich den Dienstrevolver eines Polizisten und entkommt in einem Streifenwagen. Auf dem Highway 91 biegt Jim von der Straße ab und verlässt das Polizeiauto; er hilft zwei Frauen, die versuchen, ihr kaputtes Auto zu starten. Es handelt sich um die Magazinfotografin Mrs. H. G. Cummings und das Model Susan Willis. Nachdem Jim ihr Auto repariert hat, bieten ihm die Damen eine Mitfahrgelegenheit an. Jim bleibt bei ihnen. Derweil errichtet die Polizei Straßensperren.
Susan sieht in einer Zeitung Jims Foto und wird von Mrs. Cummings daran gehindert, die Polizei zu rufen, indem sie erklärt, bei Terry Smith handle es sich um den Seitensprung ihres Mannes. Als Jim trotzdem erkannt wird, nimmt er die beiden Frauen als Geiseln, stiehlt ein Auto und durchbricht eine Straßensperre. Die Verfolger unter Führung von Lt. White Eagle und anderen Einheiten durch die Wüste sind noch entfernt, als sich bei einem Stopp wegen des Sandes für die Frauen – hin- und hergerissen zwischen Furcht und Unschuldsvermutung – eine Gelegenheit bietet, sich Jims zu entledigen. (...)" (WikiPedia)
Blogkino: The Woman In The Window (1944)
Heute zeigen wir im Blogkino den Film "The Woman In The Window" des deutsch-österreichischen Regisseurs Fritz Lang aus dem Jahr 1944. Der Film Noir basiert auf dem Roman Die Frau im Fenster (Originaltitel: Once Off Guard, später: The Woman in the Window) von J. H. Wallis. Die Handlung des Thrillers, in dem Edward G. Robinson, Joan Bennett in den Haupt- sowie Raymond Massey und Dan Duryea in weiteren Nebenrollen zu sehen sind:
"Frau und Kinder von Richard Wanley, einem angesehenen College-Professor mittleren Alters, sind über die Hundstage von New York aufs Land verreist. Er zeigt sich fasziniert von dem Gemälde einer jungen Frau, das im Schaufenster einer Kunstgalerie neben seinem Gentlemen’s Club ausgestellt ist. Im Club trifft er sich mit zwei Freunden, dem Bezirksstaatsanwalt Frank Lalor und dem Arzt Michael Barkstane, die den sich alt fühlenden Wanley vergeblich zum Besuch eines Nachtclubs überreden wollen. Wanley liest stattdessen lieber im Gentlemen’s Club im Hohenlied und wird dabei schläfrig.
Nach dem Besuch seines Clubs lernt Wanley die auf dem Gemälde dargestellte Alice Reed beim Betrachten des Porträts kennen. Er begleitet sie nach Hause und ist ganz eingenommen von ihr. Der Abend erlebt eine dramatische Wendung, als Alices Liebhaber, der Unternehmer und Millionär Claude Mazard, plötzlich auftaucht. Er stürzt sich eifersüchtig auf Wanley und versucht ihn zu erwürgen. Wanley tötet Mazard in Notwehr mit einer Schere. Er und Alice einigen sich darauf, den Mord zu vertuschen, und Wanley versteckt die Leiche in einem nahe gelegenen Waldstück.
Bei der Beseitigung der Leiche werden jedoch zahlreiche Fehler gemacht und Spuren hinterlassen: An einer Brücke mit Mautstelle lässt Wanley das Geldstück fallen und muss umständlich nach einem neuen suchen. Auf diese Weise kann sich der Brückenwächter sein Fahrzeug einprägen. Im Wald hinterlässt Wanley Reifenspuren und Fußabdrücke, die später von der Polizei gefunden werden. An einem Stacheldraht im Wald zerreißt er sich seinen Anzug und verletzt sich, so dass die Polizei später Stoffreste und Blutspuren findet. Da er nicht weit genug in den Wald hineingehen kann, wird die Leiche bald von einem Pfadfinder gefunden. Nachdem Mazard gefunden wurde, übernimmt Wanleys Freund, der Bezirksstaatsanwalt Frank Lalor, die Ermittlungen in dem Fall. Wanley fürchtet, dass sich angesichts der vielen Anhaltspunkte die Hinweise auf seine Person bald verdichten könnten, wird unsicher und macht immer wieder leichtsinnige Bemerkungen. Dennoch scheint Lalor keinen Verdacht gegen ihn zu hegen.
Die Situation spitzt sich zu, als Wanley und Alice Reed von Mazards vorbestraftem Leibwächter Heidt erpresst werden. Dieser weiß von dem Mord und sammelt in Reeds Wohnung Beweisstücke, darunter die Taschenuhr des Opfers, um die beiden unter Druck setzen zu können. Reed und Wanley können zwar die geforderte Geldsumme auftreiben, beschließen aber, um eventuelle zukünftige Erpressungen auszuschließen, Heidt zu töten. Als der Plan, Heidt zu vergiften, misslingt, sieht Wanley keinen Ausweg mehr und nimmt eine Überdosis Schlafmittel. Der Fall erfährt jedoch eine überraschende Wendung, als der von der Polizei gesuchte Heidt bei einem Feuergefecht von einem Polizisten erschossen wird, nachdem er Reeds Wohnung verlassen hat. In seinen Taschen findet man Mazards Uhr, was die Polizei zu dem Schluss veranlasst, Heidt sei der gesuchte Mörder. Reed ruft Wanley an, um ihm davon zu erzählen, doch dieser liegt bereits im Sterben. (...)" (WikiPedia)
"Frau und Kinder von Richard Wanley, einem angesehenen College-Professor mittleren Alters, sind über die Hundstage von New York aufs Land verreist. Er zeigt sich fasziniert von dem Gemälde einer jungen Frau, das im Schaufenster einer Kunstgalerie neben seinem Gentlemen’s Club ausgestellt ist. Im Club trifft er sich mit zwei Freunden, dem Bezirksstaatsanwalt Frank Lalor und dem Arzt Michael Barkstane, die den sich alt fühlenden Wanley vergeblich zum Besuch eines Nachtclubs überreden wollen. Wanley liest stattdessen lieber im Gentlemen’s Club im Hohenlied und wird dabei schläfrig.
Nach dem Besuch seines Clubs lernt Wanley die auf dem Gemälde dargestellte Alice Reed beim Betrachten des Porträts kennen. Er begleitet sie nach Hause und ist ganz eingenommen von ihr. Der Abend erlebt eine dramatische Wendung, als Alices Liebhaber, der Unternehmer und Millionär Claude Mazard, plötzlich auftaucht. Er stürzt sich eifersüchtig auf Wanley und versucht ihn zu erwürgen. Wanley tötet Mazard in Notwehr mit einer Schere. Er und Alice einigen sich darauf, den Mord zu vertuschen, und Wanley versteckt die Leiche in einem nahe gelegenen Waldstück.
Bei der Beseitigung der Leiche werden jedoch zahlreiche Fehler gemacht und Spuren hinterlassen: An einer Brücke mit Mautstelle lässt Wanley das Geldstück fallen und muss umständlich nach einem neuen suchen. Auf diese Weise kann sich der Brückenwächter sein Fahrzeug einprägen. Im Wald hinterlässt Wanley Reifenspuren und Fußabdrücke, die später von der Polizei gefunden werden. An einem Stacheldraht im Wald zerreißt er sich seinen Anzug und verletzt sich, so dass die Polizei später Stoffreste und Blutspuren findet. Da er nicht weit genug in den Wald hineingehen kann, wird die Leiche bald von einem Pfadfinder gefunden. Nachdem Mazard gefunden wurde, übernimmt Wanleys Freund, der Bezirksstaatsanwalt Frank Lalor, die Ermittlungen in dem Fall. Wanley fürchtet, dass sich angesichts der vielen Anhaltspunkte die Hinweise auf seine Person bald verdichten könnten, wird unsicher und macht immer wieder leichtsinnige Bemerkungen. Dennoch scheint Lalor keinen Verdacht gegen ihn zu hegen.
Die Situation spitzt sich zu, als Wanley und Alice Reed von Mazards vorbestraftem Leibwächter Heidt erpresst werden. Dieser weiß von dem Mord und sammelt in Reeds Wohnung Beweisstücke, darunter die Taschenuhr des Opfers, um die beiden unter Druck setzen zu können. Reed und Wanley können zwar die geforderte Geldsumme auftreiben, beschließen aber, um eventuelle zukünftige Erpressungen auszuschließen, Heidt zu töten. Als der Plan, Heidt zu vergiften, misslingt, sieht Wanley keinen Ausweg mehr und nimmt eine Überdosis Schlafmittel. Der Fall erfährt jedoch eine überraschende Wendung, als der von der Polizei gesuchte Heidt bei einem Feuergefecht von einem Polizisten erschossen wird, nachdem er Reeds Wohnung verlassen hat. In seinen Taschen findet man Mazards Uhr, was die Polizei zu dem Schluss veranlasst, Heidt sei der gesuchte Mörder. Reed ruft Wanley an, um ihm davon zu erzählen, doch dieser liegt bereits im Sterben. (...)" (WikiPedia)