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»Sie haben es getan und sie werden es jederzeit wieder tun, wenn es ihnen gestattet wird.« Hans Frick

Solidarität siegt – Bedingungen in der Hang Kei-Fabrik verbessert!

Ein bedeutender Erfolg wurde in der Fabrik der Hang Kei Myanmar Garment Factory Ltd. erzielt, nachdem sich auf internationaler Ebene Basisgewerkschaften zusammengetan hatten.

Eckdaten:

  • Fabrik im Besitz von Hang Kei Garment Co. Ltd mit Hauptsitz in Hongkong / eine Tochtergesellschaft von Koon Ngai Garment Factory Ltd, ebenfalls mit Sitz in Hongkong.

  • Die Fabrik befindet sich im Industriegebiet von Yangon und beschäftigt mehr als 1000 Arbeiter*innen.

  • Produkte: Dessous/ Unterwäsche

  • Marken: Hunkemöller (Hunkemöller International B.V. mit Sitz in Hilversum, Niederlande, und Worcestershire, Großbritannien) | La Vie En Rose (im Besitz von Boutique La Vie en Rose Inc. mit Sitz in Montreal, Kanada) | My Specials (gehört zu Women’Secret mit Sitz in Madrid, Spanien)

Seit vielen Monaten sorgt die Bekleidungsfabrik Hang Kei Myanmar für negative Schlagzeilen. Anfang April 2025 erhielten wir jedoch Nachrichten über positive Veränderungen innerhalb der Fabrik.
Was ist passiert?
08. März (Feministischer Kampftag): International koordinierte Aktionen in Fabriken in Myanmar und vor Filialen von Unternehmen, die Aufträge an diese Fabriken vergeben. Schwerpunkt: „Menstruationsprodukte für alle, die sie brauchen!“.
Unter anderem wurde Hunkemöller mit den Forderungen konfrontiert, die von den Fabrikarbeiter*innen vor Ort zusammengetragen wurden. Auch an das Fabrikmanagement der Hang Kei Myanmar Garment Factory Ltd wurde international herangetreten.

17. März: Eine Prüfungskommission (von Hunkemöller), darunter auch Ärzt*innen, besucht die Fabrik und spricht mit den Arbeiter*innen.

07. April: Das Management der Fabrik reagiert und stellt die Änderungen vor, die sie aufgrund der sechs Forderungen der Belegschaft umsetzt. May Su Lwin arbeitet in der Hang Kei-Fabrik in Yangon und berichtet darüber, was konkret verändert wurde:


08. Mai: Die Prüfungskommission besucht die Fabrik erneut, um festzustellen, ob die Änderungen weiterhin bestand haben und vom Management umgesetzt werden.

01. Juni: May Su Lwin bestätigt beim Online-Treffen zwischen FGWM und ICL Arbeitsgruppe Asien, dass die strukturellen Veränderungen weiterhin aufrecht erhalten werden und sich die Situation für die vielen Arbeiter*innen merklich verbessert hat.

Wir nehmen die positiven Veränderungen in der Fabrik wahr und schätzen die Bemühungen von Hunkemöller sowie der Fabrikleitung. Gleichzeitig betonen wir, dass wir die Entwicklungen vor Ort weiterhin genau beobachten und jederzeit bereit sind, den Kampf erneut zu eskalieren.

Menstruationsprodukte für alle, die sie brauchen!
Globale Solidarität ist unsere Waffe!


Die folgenden Basisgewerkschaften waren an dieser Koordinierung beteiligt:

☆ Federation of General Workers Myanmar (FGWM)
☆ International Confederation of Labour (ICL-CIT) Arbeitsgruppe Asien
☆ Syndikate und einzelne Mitglieder der Freien Arbeiter*innen-Union (FAU) in verschiedenen Städten

Kontakt: asia[at]icl-cit.org

Quelle


Häuserrennen der Wohnprojekte, Wagenplätze und Menschen, die Wohnen wollen

Das Foto von © Sabine Scheffer zeigt einen Ausschnitt der Demo. Im Vordergrund sitzen Menschen auf einem fahrbaren Sofa unter einem Sonnenschirm,
Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv
Mehrere 100 Menschen, mit selbstgebauten Seifenkisten, demonstrierten am 1. Juni 2025 durch Friedrichshain mit einer Wasserschlacht, Tomatenschlacht, Seifenblasen, Karaoke und einem Wettrennen der fahrenden Kisten gegen Gentrifizierung, einer Stadt nur für Reiche und einem Verlust von Wohnmöglichkeiten und Freiräumen. Die rollende Rebellion gegen Mietenwahnsinn und kapitalistische Stadtplanung.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

„Sie bauen Luxuslofts – wir bauen Seifenkistenautos. Sie räumen Wohnwagenparks – wir ziehen wieder ein! ️ Die Stadt gehört nicht den Investoren – sie gehört uns allen. Aber während die Spekulanten ihre Gewinne zählen, verlieren immer mehr Menschen ihr Zuhause. Wir haben die Nase voll vom Zuschauen.
WHEELS ON FIRE ist unsere rollende Rebellion gegen Gentrifizierung, Mietenwahnsinn und kapitalistische Stadtplanung. Mit wilden Seifenkisten, rollenden Häusern, Lärm, Farbe und Widerstand machen wir es laut und deutlich:

- Wohnen ist keine Ware.
- Unsere Stadt ist kein Spielplatz für die Reichen.
- Wir sind laut, wir sind viele - und wir passen in keine Kiste.

Wheels on Fire – Grand Prix against gentrification!”

(aus dem Aufruf zum Häuserrennen)

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

Links

245. Jahrestag der Gordon Riots

Das Gemälde zeigt die Straßenkämpfe während der Gordon Riots. Rechts im Bild eine Abteilung Soldaten, die auf die links im Hintergrund protestierenden Menschen schießen. Im Vordergrund kümmert sich ein Arzt um einen verletzten Offizier. Daneben liegen zwei tote Menschen.
"The Gordon Riots", ein Gemälde von John Seymour Lucas (1849–1923) von 1879 (Dauerleihgabe der Art Gallery of New South Wales an den Supreme Court of New South Wales)

2. Juni 1780: An diesem Tag begannen in England die Gordon Riots, die bis zum 9. Juni andauerten. Die Unruhen begannen als Pogrom gegen Katholiken. Sie entwickelten sich jedoch zu einem Massenaufstand der Arbeiter, an dem ehemalige Sklaven, zwangsrekrutierte Seeleute und Schuldner, Engländer, Iren, Italiener, Deutsche und Juden beteiligt waren. Die Aufständischen befreiten zweitausend Gefangene und zerstörten alle großen Gefängnisse in London. Sie schrieben an die Gefängnismauern: „Befreit durch die Autorität Seiner Majestät, König Mob“. Die Randalierer zerstörten auch die Häuser von Mitgliedern der herrschenden Elite sowie Zollhäuser und die Bank von England. Die Reichen flohen in Panik aus der Stadt. Es war der zerstörerischste Protest in der Geschichte Londons. Das Militär wurde gerufen. Es tötete bis zu 700 Arbeiter. Der politische Hintergrund für den Aufstand waren niedrige Löhne und Inflation aufgrund der Kriege Englands mit den USA, Spanien und Frankreich sowie der Wunsch nach allgemeinem Wahlrecht.

Via Mike Dunn.
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