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»Unsere Gesellschaft scheint nicht mehr verstehen zu können, dass es möglich ist, anders als unter der Herrschaft des Gesetzes zu existieren, das von einer repräsentativen Regierung ausgearbeitet und von einer Handvoll Herrschern verwaltet wird.« Pjotr Alexejewitsch Kropotkin

Taufen ab zwanzig? Religions-Schutz muss die Tradition der Religions-Weitergabe mitumfassen

Jemand könnte im Namen der Aufklärung fordern: Taufe erst mit zwanzig. Bis dahin kann jeder sich selbst Gedanken gemacht haben, wie er nicht nur zu Gott steht, sondern auch zu einer bestimmten Konfession. Hört sich überlegt und menschenrechtlich an! Nur- was gäbe es überhaupt noch zu überlegen über Taufe - ja oder nein? Ohne das Aufwachsen in Religion mehr oder weniger praktizierenden Gemeinschaften gäbe es mit zwanzig nichts mehr zu entscheiden. Das Aufwachsen in solchen Überlieferungen hat sicher in den letzten Jahrhunderten immer zu harten Spannungen und Zerwürfnissen geführt. Aber nur mit dem Erhalt traditioneller Bräuche einer Konfession ist überhaupt die Substanz dieser Konfession zu retten. Wer das nicht will, soll offen auf Neutralität des Staates in vollstem Sinn bestehen - und Glaubenschutz für sämtliche Konfessionen ablehnen. Diese Voraussetzung wird aber von niemand im Bundestag geteilt.Insofern darf die Tradition der Glaubensübermittlung nicht von einem abstrahierten Glauben an sich abgetrennt werden. So gesehen, erweist sich der Alternativ-Antrag der Linken, die Beschneidung einfach zu verschieben als unlogisch und grundlos.

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Kommentare

    • Geschrieben vonsuperbernde
    • am
    Die Beschneidung ist ein uraltes Ritual, dass noch an einen vorchristlichen Gott erinnert. Es wurde schon bei allen Urvölkern praktiziert. An diesem Ritual zeigt sich, wie fortschrittlich unsere Religionen sind. Paul Lafargue hat ein interessantes Buch dazu geschrieben.
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