trueten.de

»Wir sind Maurer, Maler, Elektriker, wir brauchen den Staat nicht, für nichts.« Lucio Urtubia

Filmtipp: Workingsman`s Death

arte zeigt heute abend den Film: "Workingsman`s Death". In dem beeindruckenden Dokumentarfilm von Michael Glawogger werden in fünf Kapiteln die extremen Arbeitsbedingungen, die heute immer noch prägend für viele Länder sind, gezeigt.

Klassenkampf & Solidarität - Geschichte der kämpferischen Betriebsarbeit in Stuttgart

Die "Initiative Sozialproteste" lädt am Dienstag, 29. April um 19:00 ein ins "Subversiv" in Stuttgart zu einer Veranstaltung zum Thema:
"Klassenkampf & Solidarität - Geschichte der kämpferischen Betriebsarbeit in Stuttgart"

Unter ihrer eng mit der SPD verflochtenen Führung verkommen die Gewerkschaften zunehmend bestenfalls zu einer Art Dienstleistungseinrichtung. Nicht Unterstützung für eigene Kämpfe der Basis und Bereitschaft zur Konfrontation mit dem Kapital sind angesagt, sondern Kompromisse mit der Unternehmerseite und Schikanen gegen rebellische GewerkschaftsaktivistInnen. Nicht der Austritt, sondern selbstständiges Handeln und Opposition gegen den Schmusekurs sind die richtigen Antworten darauf.

Stuttgart kann dahingehend auf eine lange und kämpferische Tradition der ArbeiterInnenbewegung zurückblicken.

AutorInnen des Buches "Klassenkampf und Solidarität - zur Geschichte der Stuttgarter Metallarbeiter und Metallarbeiterinnen" stellen dieses vor und diskutieren über die aktuelle Situation klassenkämpferischer Betriebsarbeit.

Die Veranstaltung ist Teil der Mobilisierung der Initiative Sozialproteste zum 1. Mai in Stuttgart

Solidaritätserklärung für Mumia Abu-Jamal von Leonard Peltier

Mumia Abu-Jamal wird heute 54 Jahre alt. Er sitzt seit 1981 im Gefängnis. Heute ist sein 26. Geburtstag in Gefangenschaft. Das Berliner Mumia-Bündnis zeigt Filme im Videokino Peliculoso in der KÖPI und gibt weitere Infos zum Thema (auch über Todesstrafe und privatisierte Gefängnisindustrie).

Solidarisch zeigt sich Leonard Peltier in einer Erklärung, die bei freace übersetzt veröffentlicht wurde:

(...)Trotz des Rückschlags für Mumia durch die Verweigerung eines neuen Verfahrens hoffe ich auf die neue Anhörung zur Festsetzung des Strafmaßes. Wie bei so vielen vor uns werden unsere kleinen Siege eines Tages in unserem endgültigem Triumph münden, und wir werden den Kampf bis zu diesem Tag weiterführen. Denn wir sind eins, und wir sind viele. Wir sind ewig, und wir sind zeitlos. Wir sind Crazy Horse, wir sind Geronimo, wir sind Mumia, wir sind Leonard Peltier, wir sind Malcolm X und wir sind Martin Luther King. Wir sind die Stimmen der Gerechtigkeit und des natürlichen Lebens. Wir sind das American Indian Movement, wir sind die Black Panthers, wir sind MOVE, wir sind der Vietcong, wir sind die Irish Republican Army und die Palestinian Liberation Organization.(...)

Free Mumia Abu-Jamal!

Via labournet und anderen gingen heute folgende Informationen ein:

Internationale Proteste vom 19. April erklären: Mumia muss jetzt freikommen!

„Bevorstehende internationale Einheitsfrontproteste mit der Forderung nach Mumias sofortiger Freilassung: Sydney, Australien, am 23. April; Mexiko-Stadt am 24. April; Chicago und Los Angeles am 26. April...“ Presseerklärung des Partisan Defense Committee in dt. Übersetzung vom 20.April 2008

Diese Demonstrationen können auch von Gewerkschaften, Organisationen und Einzelpersonen in Deutschland per Unterschrift unterstützt werden.

Grußadresse des deutschen P.E.N. Zentrums an Mumia Abu-Jamal

Grußadresse anlässlich der Solidaritätsveranstaltung am 17.4.2008 in Berlin -“ siehe die Presseerklärung vom 21.4.08.

Europol "Terrorismus" Bericht: Was nicht passt, wird passend gemacht

Vor allem wird in Zusammenhang mit dem kürzlich veröffentlichten "EU Terrorism Situation and Trend Report", dem "Bericht über die Lage und die Entwicklung von Terrorismus in der EU", (TESAT) eine Ausweitung der "Kompetenzen" der Polizeibehörde und damit einhergehend ein europaweiter Abbau demokratischer Rechte - wie hierzulande mit der Verschärfung des "BKA Gesetzes" - gefordert. Was sonst. Freace setzt sich mit dem eigentlichen Sinn des Berichtes und den genannten Zahlen auseinander. Ein Beispiel für die Seriösität des TESAT- Berichtes:
Als herausragend ist aber in dieser ganzen Liste zweifelsohne der einzige gemeldete Fall in der Kategorie "Einzelthemen-Terrorismus". Dabei stufte Portugal die Zerstörung einer Feldfläche von über einem Hektar an genverändertem Mais durch über 100 Menschen als "Terrorismus" ein.

Das sagt eigentlich alles. Auch darüber, daß gegen einen europaweiten Angriff auf bürgerlich demokratische Rechte auch europaweit protestiert werden muss.

"In Prison my Whole Life - The Case of Mumia Abu-Jamal"

Mumia Abu-Jamal's Fall ist Gegenstand des Films "In Prison my Whole Life -“ The Case of Mumia Abu-Jamal", USA/GB 2007, Regie: Marc Evans (90 min), der am heutigen Mittwoch in Berlin um 22.15 Uhr in der Originalfassung zu sehen ist.

Ort: fsk-Kino am Oranienplatz, Segitzdamm 2 10969 Berlin-Kreuzberg (U-Bf: U1 Kottbusser Tor, U8 Moritzplatz - Bus: M29, 140, - N8).

Am 2. Mai wird der Film um 17:30 in Stuttgart im Corso International, Hauptstraße 6 70563 Stuttgart-Vaihingen gezeigt.

Amnesty International präsentiert den mit seinem Logo versehenen Film im Rahmen des "britspotting"-Festivals als Deutschland-Premiere sowie die Besprechung von Anja Trebbin in der Zeitung "junge Welt").

Nach der Vorführung ist Robert R. Bryan aus San Francisco, Hauptanwalt von Mumia Abu-Jamal eingeladen.

Nachfolgend noch ein weiterer Hinweis auf den "Abend für Mumia Abu-Jamal" am Donnerstag, 17. April, ab 19 Uhr.
Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125 10115 Berlin (U-Bhf. Oranienburger Tor, S-Bhf. Oranienburger Straße).

Mumia Abu-Jamal wurde am 24. April 1954 unter dem Namen Wesley Cook in Philadelphia geboren. Er wuchs in den „Projects“, städtischen Wohnbausiedlungen für Schwarze, Arme und sozial Benachteiligte auf und wurde bereits früh mit dem Rassismus der US-amerikanischen Gesellschaft konfrontiert. Anfang 1969 gehörte er zu den Mitgründern der Black Panther Party in Philadelphia. Nach seiner Schul- und Collegezeit arbeitete Mumia Abu-Jamal bis zu seiner Verhaftung und Mordanklage im Dezember 1981 als progressiver Radiojournalist und berichtete über Themen wie Wohnungsnot, Polizeibrutalität und den fortgesetzten Krieg der Stadt Philadelphia gegen die radikalökologische Organisation MOVE. Er ist seit Mai 1983 in den Todestrakten des Bundesstaates Pennsylvania inhaftiert und kämpft bis heute für die Aufhebung seines Urteils, einen neuen Prozess und seine Freilassung. Er hat seine journalistische Tätigkeit auch im Gefängnis fortgesetzt und ist Verfasser mehrerer Bücher und vieler Hunderter Kolumnen zu historischen und aktuellen Fragen. Er ist verheiratet mit Wadiya Jamal und hat zwei Söhne, eine Tochter und mehrere Enkel.
cronjob